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Stand der Technik
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DE 203 20 315 U1 bezieht sich auf einen Folienleitungssatz zum Verbinden von Leitungsbahnen eines Folienleitungssatzes. Der Folienleitungssatz umfasst eine mehrere Leitungsbahnen aufweisende Versorgungsleitung und zumindest eine mehrere Leitungsbahnen aufweisende Abzweigleitung. Diese zweigt von der Versorgungsleitung ab, wobei die Leitungsbahnen der Abzweigleitung und den zugeordneten Leitungsbahnen der Versorgungsleitung mittelbar über ein Verdrahtungsmuster kontaktiert sind. Dieses weist Abzweigkontaktstellen sowie Versorgungskontaktstellen auf. An den Abzweigkontaktstellen sind die Leitungsbahnen der Abzweigleitung und an den Versorgungskontaktstellen die Leitungsbahnen der Versorgungsleitung angeschlossen. Einander zugeordnete Kontaktstellen sind über Leitungsbahnen unmittelbar miteinander verbunden.
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DE 10 2004 021 891 A1 bezieht sich auf ein Verfahren zum elektrisch leitenden Verbinden zweier Leiterbahnen und eine mit dem Verfahren hergestellte Matrixverbindung. Gemäß dieses Verfahrens werden insbesondere Leiterbahnen von Flachkabeln miteinander verbunden. Zwischen Abschnitten der zu verbindenden Leiterbahnen wird zumindest an einer Kontaktstelle ein unter einer Steuerspannung eine elektrisch leitfähige Verbindung ausbildendes Medium eingebracht. Es wird eine Steuerspannung an die Leiterbahnen angelegt und dadurch eine elektrisch leitende Verbindung zwischen den Leiterbahnabschnitten ausgebildet.
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Im Automobilbereich finden sich an verschiedensten Stellen im Kraftfahrzeug Module, die verschiedene elektronische Bauteile, so zum Beispiel Prozessoren, Sensoren, Schalter und dergleichen mehr an unterschiedlichen Stellen aufweisen. Ein derartiges Modul gibt die örtliche Position der Bauteile vor und wird an anderen Teilen des Fahrzeugs so zum Beispiel an der Verbrennungskraftmaschine am Fahrzeuggetriebe oder einem ABS-System, um einige Beispiele zu nennen, befestigt. Teilweise schützen die Gehäuse die Bauteile auch vor äußeren Umgebungsbedingungen. Die unterschiedlichen Bauteile wie zum Beispiel Prozessoren, Sensoren und Schalter müssen mechanisch und elektrisch sicher miteinander verbunden werden und sind in der Regel auf geringstem Platz unterzubringen. Eine elektrische Verbindung ist so auszulegen, dass auch Toleranzen der Bauteilpositionen mit wenig Aufwand ausgeglichen werden können.
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In vielen Fällen werden die einzelnen Bauteile zum Beispiel mit Stanzgittern miteinander verbunden. Stanzgitter weisen einzelne Stanzgitterbahnen auf, die zunächst hart umspritzt und gegebenenfalls in einem weiteren Bearbeitungsschritt zum Schutz vor Kurzschlüssen durch Späne und Verschmutzung durch einen anschließenden Weichumspritzungsvorgang geschützt werden. Damit ist das Stanzgitter innerhalb bestimmter Bereiche komplett umspritzt. Umspritzungswerkzeuge sind für eine jede Ausführungsvariante eines Stanzgitters spezifisch auszulegen. Wird ein Stanzgitter für eine Applikation geändert, so ist in der Regel ein neues Umspritzungswerkzeug erforderlich, was mit erheblichen Kosten einhergeht.
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Darstellung der Erfindung
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Der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend, werden Kreuzungselemente mit geringstem Aufwand in ein bereits einfach oder mehrfach umspritztes Stanzgitter integriert. Dazu werden zwei parallel verlaufende Einzelgitterbahnen innerhalb des Stanzgitters unterbrochen, gekreuzt und wieder miteinander verbunden. Im umspritzten Stanzgitter werden Öffnungen erzeugt. Diese haben eine Größe, so dass sichergestellt ist, dass zwei nebeneinander liegende Stanzgitterbahnen innerhalb des ein oder mehrfach umspritzten Stanzgitterkörpers durchtrennt werden. In diese Öffnung wird ein passgenaues Element gefügt, welches bereits vorgefertigte, gekreuzte Leiterbahnen beinhaltet, mit denen die zuvor innerhalb des umspritzten Stanzgitters und beiden unterbrochenen parallel zueinander verlaufenden Stanzgitterbahnen wieder miteinander verbunden werden. Bei Bedarf und abhängig vom Einsatzzweck kann die Kreuzungsstelle, die durch das Kreuzungselement in ein separates Bauteil überführt ist, mit einem Material überzogen werden, welches isolierende Eigenschaften aufweist. Bei dem Stanzgitter kann es sich auch um ein solches handeln, in welches elektrische Funktionalitäten wie Kapazitäten, Induktivitäten oder Widerstände gezielt in das Stanzgitter integriert sind ohne dass neue Werkzeuge insbesondere Umspritzungswerkzeuge dafür erforderlich wurden.
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In einer bevorzugten Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung wird in ein fertig hergestelltes, d. h. mindestens ein bevorzugt zweifach umspritztes Stanzgitter nachträglich eine Öffnung eingebracht. Die Öffnung wird vorzugsweise im Wege des Bohrens hergestellt. Durch die Erzeugung der Öffnung wird sichergestellt, dass zwei Einzelleiterbahnen durchtrennt werden. Die Öffnung, bevorzugt als Bohrung ausgebildet, wird derart ausgefüllt, dass eine anschließende Kontaktierung der beim Erzeugen der Öffnung unterbrochenen Stanzgitterbahnen sichergestellt ist. Die Öffnung kann auch zweistufig ausgeführt werden, und einen Bereich aufweisen, der an einem ersten Durchmesser ausgebildet ist sowie einen sich daran anschließenden zweiten Bereich, der in einen vom ersten Durchmesser verschiedenen zweiten Durchmesser ausgebildet ist. In diese Öffnung wird das Kontaktierungselement eingebracht, das seinerseits gekreuzte Leitungen beinhaltet und in seinem Außenbereich Kontaktierungselemente oder Anschlussfahnen umfasst, welche mit den innerhalb des mindestens einen bevorzugten zweifach umspritzten Stanzgitters unterbrochenen Einzelgitterbahnen. Die Kontaktierungselemente weisen eine Geometrie auf, die so gestaltet ist, dass diese in die zuvor im umspritzten Stanzgitter erzeugten Öffnungen passen. Die Kontaktierungselemente beziehungsweise Anschlussfahnen werden mit den unterbrochenen Einzelbahnen des Stanzgitters elektrisch und mechanisch verbunden. Dazu werden stoffschlüssige Fügeverfahren wie zum Beispiel das Schweißen oder auch das Hartlöten oder das Löten eingesetzt. Anschließend an die elektrische Isolierung zur mechanischen Befestigung werden die Kontaktierungselemente beziehungsweise die Anschlussfahnen vergossen. In einer Ausführungsvariante der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung wird in dem mindestens einfach umspritzten Stanzgitter keine kreisrunde Öffnung erzeugt, sondern zum Beispiel im Wege des Stanzverfahrens kann die Geometrie der Öffnung sowie die Trennkanten der Einzelstanzgitter so angepasst werden, dass bei dem einzubringenden Kreuzungselement und der Kontaktierung ein größerer Freiheitsgrad entsteht und ein Verdrehen des Kreuzungselementes während der Monatage definitiv ausgeschlossen ist. In einer weiteren Ausführungsmöglichkeit der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung kann am Kreuzungselement eine Orientierungsnase angebracht werden, welche die korrekte Einbaulage des Kreuzungselementes gewährleistet. Wird als Grundmaterial des Kreuzungselementes ein elastisch verformbares Material wie zum Beispiel ein flexibles Material wie Gummi oder Elastomer eingesetzt, kann eine Selbsthemmung des Kreuzungselementes erfolgen und des weiteren eine Isolation der Kontaktstellen nach außen hin erreicht werden. In diesem Falle kann ein ansonsten erforderlicher anschließender Verguss entfallen.
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In einer weiteren Ausführungsmöglichkeit erfolgt, der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung folgend, die Kontaktierung der Einzelleiterbahn des Stanzgitters im Kreuzungselement mit den Einzelbahnen des Stanzgitters mittels elastischer Laschen, die bei der Montage an die Stanzgitterenden angedrückt werden. Dazu können die elastischen Laschen federnd ausgeführt sein oder das Trägermaterial des Kreuzungselementes, welches topf- oder hülsenförmig ausgebildet ist, kann flexibel sein.
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In einer weiteren Abwandlung der erfindungsgemäß vorgeschlagenen Lösung erfolgt die Kontaktierung der Leiterbahnen im Kreuzungselement mit den einzelnen Leiterbahnen im Stanzgitter mittels Schneidverbindungen, die sich in die getrennten Stanzgitterenden einschneiden.
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Kurze Beschreibung der Zeichnungen
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Anhand der Zeichnung wird die Erfindung nahestehend eingehender beschrieben.
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Es zeigt
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1 ein Stanzgitter mit vergossenen Bereichen und freiliegenden Enden von Einzelleiterbahnen, die sich im Wesentlichen parallel zueinander erstrecken,
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2 das Stanzgitter gemäß 1 mit innerhalb des vergossenen Bereiches eingebrachter Öffnung,
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3 eine erste Ausführungsvariante des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kreuzungselements mit Anschlussfahnen zur Schweißung,
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4 das erfindungsgemäß vorgeschlagene Kreuzungselement mit Anschlussfahnen, die federnd ausgeführt sind,
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5 das Kreuzungselement mit Kontaktierungselementen, die schneidend ausgebildet sind und
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6 die Montage des erfindungsgemäß vorgeschlagenen Kreuzungselements in der Öffnung innerhalb des vergossenen Bereiches des Stanzgitters.
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Ausführungsvarianten
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1 zeigt ein Stanzgitter mit von einem Vergussmaterial umschlossenen Einzelleiterbahnen.
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1 ist ein Stanzgitter 10 zu entnehmen, welches zumindest teilweise von einer Umspritzung 12 aus einem Kunststoffmaterial umschlossen ist. Die Umspritzung 12 hat eine im Wesentlichen quaderförmige Gestalt und weist eine Oberseite 20 sowie eine Unterseite 22 auf. Bei der Umspritzung 12, die im allgemeinen aus Kunststoffmaterial hergestellt wird, werden Einzelleiterbahnen 14 von der Kunststoffmasse umschlossen, mechanisch geschützt und in die Umspritzung 12 eingebettet. Wie 1 zeigt, verlaufen die Einzelleiterbahnen 14 des Stanzgitters 10 im Wesentlichen parallel zu einander und sind sehr flach ausgebildet. Erste offenen Enden 16 sowie zweite offenen Enden 18 der Einzelleiterbahnen 14 ragen an den kurzen Seiten der Umspritzung 12 heraus, so dass dort andere Bauteile über elektrische Kontaktierungen angeschlossen werden können. Eine Dicke, in der die Umspritzung 12 des Stanzgitters 10 ausgebildet ist, ist durch Bezugszeichen 24 angedeutet. Wenngleich in der Darstellung gemäß 1 das Stanzgitter 10 von lediglich einer Umspritzung 12 umschlossen ist, können in der Praxis auch mehrere Umspritzungen des Stanzgitters 10 aus Kunststoffmaterial vorgenommen werden, wobei die Kunststoffmaterialen, aus denen die Umspritzungen gefertigt werden, unterschiedliche Härte sowie weitere unterschiedliche Eigenschaften aufweisen können, je nach Anwendungsfall.
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Der Darstellung gemäß 2 ist ein vergossenes Stanzgitter mit einer darin eingebrachten Öffnung zu entnehmen.
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Aus der Darstellung gemäß 2 geht hervor, dass in die Umspritzung 12 des Stanzgitters 10 eine Öffnung 30 eingebracht ist. Die Öffnung 30 kann zum Beispiel in der Umspritzung 12 gebohrt werden und erstreckt sich von der Oberseite 20 zu der Unterseite 22 der Umspritzung 12 des Stanzgitters 10. In der Darstellung gemäß 2 ist die Öffnung 30 als Bohrung ausgeführt. Der Durchmesser der Öffnung 30 ist gemäß dieser Ausführungsvariante derart bemessen, dass der Durchmesser gerade der Breite der Außenseiten zweier nebeneinander liegender Einzelleiterbahnen 14 entspricht.
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Beim Erzeugen der Öffnung 30, sei es durch Bohrung sei es durch Stanzen, werden die beiden frei gelegten Einzelleiterbahnen 14 durchtrennt, so dass eine anschließende Kontaktierung unterbrochener Einzelleiterbahnen 26, 28 möglich ist.
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Anstelle durch Bohren, kann die Öffnung auch durch Stanzen erzeugt werden. In diesem Falle kann die Geometrie der Öffnung 30 sowie die Trennkanten der durchtrennten Leiterbahnen 26, 28 im Stanzgitter 10 so angepasst werden, dass bei einem nachträglich zu montierenden Kreuzungselement 32 bei der Kontaktierung ein größerer Freiheitsgrad entsteht und ein Verdrehen des Kreuzungselementes 32 während der Montage ausgeschlossen werden kann.
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Analog zur Darstellung gemäß 1 treten erste offene Enden 16 sowie zweite offene Enden 18 der im Wesentlichen parallel zueinander orientierten Einzelleiterbahnen 14 an der kurzen Stirnseite des von der Umspritzung 12 umschlossenen Stanzgitters 10 aus.
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Den Darstellungen gemäß der 3, 4 und 5 sind Ausführungsvarianten eines Kreuzungselementes zu entnehmen, mit dessen Hilfe durchtrennte Einzelleiterbahnen elektrisch und mechanisch kontaktiert werden.
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3 zeigt eine erste Ausführungsvariante eines Kreuzungselementes 32.
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Aus der Darstellung gemäß 3 geht hervor, dass das Kreuzelement 32 im Wesentlichen zylindrisch ausgebildet ist. Anstelle eines Zylinders, dessen Außenseite die Mantelfläche 44 bildet, kann auch ein topfförmiges Bauelement eingesetzt werden. Sowohl das topfförmige Bauelement als auch der Zylinder können von einem Deckel 38 überdeckt werden, der die Mantelfläche 44 des Zylinders oder des topfförmigen Bauelementes um einen Überstand 52 in radiale Richtung überragt.
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Im Inneren des Kreuzungselementes 32, gemäß der Ausführungsvariante in 3, erstrecken sich in einer 90° Orientierung, vgl. Position 40, in Bezug aufeinander ein erster Leitungsabschnitt 54 sowie ein zweiter Leitungsabschnitt 56. Diese liegen innerhalb des Hohlraumes des Zylinders beziehungsweise des topfförmigen Bauelementes und sind derart angeordnet, dass diese sich in einer Ebene kreuzen. Durch die Kreuzungselemente 32, wie sie aus den 3, 4 und 5 hervorgehen, können Einzelleiterbahnen 14 innerhalb eines mit einer oder mehrer Umspritzungen zu versehenen Stanzgitter 10 hergestellt werden, welche besonderen Anforderungen genügen. So kann zum Beispiel durch die Vornahme mindestens einer Kreuzung sofort durchtrennter Einzelleiterbahnen 26, 28 ein ähnlicher Effekt erzielt werden, wie dieser bei einer Verdrillung von Kabeln mit im Wesentlichen kreisförmigen Querschnitt erreicht werden kann. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung können unter Vermeidung der Herstellung neuer Umspritzungswerkzeuge in bereits eine Umspritzung 12 oder mehrere Umspritzungen aufweisenden Stanzgitter Kreuzungspunkte realisiert werden, so dass der Effekt der verdrillten Leitungen auf diese Weise auch an Stanzgittern erreicht werden kann.
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Aus dem Ausführungsbeispiel des Kreuzungselementes 32 gemäß 3 geht hervor, dass die Leiterbahnabschnitte 54, 56 gebogen sind, wobei die Biegung innerhalb des Hohlraumes des Kreuzungselementes 32 liegt. Der Hohlraum innerhalb des Kreuzungselementes 32 ist nicht notwendigerweise vorhanden, sondern kann auch mit einem Vergussmaterial ausgefüllt sein. Die Mantelfläche 44 wird von Kontaktierungsenden 33 durchstoßen, die als erste Anschlussfahnen 34 in Bezug auf den ersten Leitungsabschnitt 54 und als zweite Anschlussfahnen 36 in Bezug auf den zweiten Leitungsabschnitt 56 konfiguriert sind. An den Anschlussfahnen 34 beziehungsweise 36 der Leitungsabschnitte 54, 56 können stoffschlüssige elektrische Kontaktierungen zu den durchtrennten Einzeleiterbahnen 26, 28 – wie in 3 dargestellt – erzeugt werden. Anstelle eines stoffschlüssigen Fügeverfahrens, wie zum Beispiel dem Schweißen, besteht auch die Möglichkeit, die elektrischen beziehungsweise die mechanischen Kontaktierungen durch Löten oder Hartlöten oder ein anderes Fügeverfahren zu erzeugen.
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4 zeigt eine weiter Ausführungsvariante des Kreuzungselementes, bei dem aus der Mantelfläche des Kreuzungselementes hervorstehende Kontaktierungsenden als federnde Anschlussfahnen ausgeführt sind.
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Das Kreuzungselement 32 gemäß der Darstellung in 4 entspricht im Wesentlichen dem in 3 bereits dargestellten und im Rahmen dieser Figur beschriebenen Kreuzungselement 32. Im Unterschied zur Ausbildung der Kontaktierungsenden 33 beziehungsweise der Ausbildung der ersten Anschlussfahnen 34 und der zweiten Anschlussfahne 36, sind diese in der Ausführungsvariante gemäß 4 als federnde Bereiche 42 ausgeführt. Aus der Darstellung gemäß 4 geht hervor, dass die Anschlussfahnen 34, 36 des ersten Leitungsabschnittes 54 beziehungsweise des zweiten Leitungsabschnittes 56 als federnde Bereiche 42 nach oben gestellt sind. Es besteht selbstverständlich auch die Möglichkeit, die federnde Bereiche in die entgegengesetzte Richtung federnd auszubilden, so dass die Enden der Anschlussfahne 34, 36 im Gegensatz zur zeichnerischen Darstellung gemäß 4 nach unten ausgelenkt sind. Wird ein Kreuzungselement 32, wie vorstehend im Zusammenhang mit 4 beschrieben, in die Öffnung 30 eingeführt, vgl. Darstellung gemäß 6, so ist der Öffnungsdurchmesser der Öffnung 30 etwas größer bemesse, als der Außendurchmesser der Mantelfläche 44 des Kreuzungselementes 32.
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Eine weitere Ausführungsvariante des Kreuzungselementes 32 ist der Darstellung in 5 zu entnehmen.
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Das Kreuzungselement 32 gemäß der Ausführungsvariante in 5 umfasst den bereits erwähnten Deckel 38 sowie das topfförmige oder zylinderförmige ausgebildete Element, dessen Mantelfläche 44 von den Kontaktierungsenden 33 durchstoßen ist. In der Ausführungsvariante gemäß 5 sind die Anschlussfahnen 34, 36 der Leitungsabschnitte 54, 56, die sich im Inneren des Kreuzungselementes 32 kreuzen, vgl. 90° Teilung Position 40, als Schneidkanten 46 ausgeführt. Bei einer Montage des in 5 dargestellten Kreuzungselementes 32 in ein mindestens eine Umspritzung 12 aufweisendes Stanzgitters 10, erfolgt die elektrische Kontaktierung der Einzelleiterbahnen 14 beziehungsweise der durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28 durch die Schneidkanten 46 am Ende der Kontaktfahnen 34 beziehungsweise 36. Die Schneidkanten 46 schneiden in die offenen Enden der durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28, die von der Umspritzung 12 umschlossen sind, ein und kontaktieren diese. Die Schneidkanten 46 schneiden sich sowohl durch die Umspritzung 12 als auch durch die Enden der durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28, so dass diese elektrisch kontaktiert sind.
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Das Kreuzungselement 32 gemäß den oben stehend beschriebenen 3, 4 und 5 kann an seiner Mantelfläche 44 eine oder mehrere Orientierungsnasen enthalten, um eine korrekte Einbaulage des Kreuzungselementes 32 bei der Montage in Montagerichtung 48 (vgl. Darstellung gemäß 6) in die Öffnung 30, die zuvor in der mindestens einen Umspritzung 12 des Stanzgitters 10 erzeugt wurde, zu gewährleisten. Mit der mindestens einen Orientierungsnase kann eine Verdrehung des Kreuzungselementes 32 bei der Montage verhindert werden.
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Das Kreuzungselement 32, ein zylinderförmiges Teil sowie ein topfförmiges Teil umfassend, sowie einen Deckel 38 aufweisend, kann aus einem flexiblen Material, so zum Beispiel Gummi, hergestellt werden. Dadurch lässt sich zum Beispiel eine Selbsthemmung des Kreuzungselementes 32 nach erfolgtem Einbau in der Öffnung 30 erzielen und gleichzeitig eine Isolation der elektrischen Kontaktierungsstellen zwischen den Anschlussfahnen 34 und 36 sowie den durchtrennten Enden der Leiterbahnen 26, 28 herstellen. Das Einbringen einer Vergussmaße zur Isolation der elektrischen Kontaktierungsstelle kann in diesem Falle entfallen.
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Gemäß den Ausführungsvarianten des Kreuzungselements 32 in den 4 und 5, erfolgt die Kontaktierung der Leiterbahnenabschnitte 54, 56 innerhalb des Kreuzungselementes 32 mit den durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28 mittels federnder Bereiche 42 aufweisender Kontaktfahnen 34, 36, die bei der Montage und des Kreuzungselementes 32 an die offenen Enden der durchtrennten Leiterbahnen 26, 28 gerückt werden. Dies kann einerseits wie in 4 dargestellt über die Geometrie der Anschlussfahnen 34, 36 mit federnden Bereichen 42 herbeigeführt werden oder über eine Flexibilität des Trägermaterials, d. h. des Materials aus dem das Kreuzungselement 32 gefertigt wird.
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In Bezug auf 5 erfolgt die Kontaktierung der Leitungsabschnitte 54, 56 im Kreuzungselement 32 mit den offenen Enden der durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28 mittels der Schneidkanten 46, die in die offenen Enden der durchtrennten Leiterbahnen 26, 28 einschneiden.
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Der Darstellung gemäß 6 ist zu entnehmen, wie ein Kreuzungselement in der Ausführungsvariante gemäß 3 in der Öffnung des eine Umspritzung 12 aufweisende Stanzgitters 10 montiert wird.
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Bei dem in 6 eingesetzten Kreuzungselement 32 handelt es sich um dasjenige, was vorstehend im Zusammenhang mit 3 beschrieben wurde. Aus der Mantelfläche 44 des Kreuzungselementes 32, welches durch den Deckel 38 überdeckt ist, ragen die Anschlussfahnen 34, 36 in radialer Richtung hervor. Das Kreuzungselement 32 wird in Montagerichtung 48 in die Öffnung 30, die sich von der Oberseite 20 zur Unterseite 22 der Umspritzung 12 erstreckt, eingesteckt.
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Die Öffnung 30 ist zum Beispiel zweistufig ausgebildet und umfasst einen ersten Abschnitt, der in einem ersten Durchmesser ausgebildet ist sowie einen zweiten Abschnitt, der in einem zweiten Durchmesser ausgebildet ist. Der erste Durchmesser der Öffnung 30 ist so ausgebildet, dass die Anschlussfahnen 34, 36, die radial aus der Mantelfläche 44 des Kreuzungselementes 32 hervorstehen, auf den durchtrennten Enden der Einzelleiterbahnen 26 beziehungsweise 28 aufliegen und ein Zugang zur Erzeugung einer stoffschlüssigen, elektrischen Kontaktierung besteht.
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Aus der Darstellung gemäß 6 geht hervor, dass der Deckel 38 die Mantelfläche 44 in radiale Richtung überragt. Eine Zylinderlänge des zylindrischen Teiles des Kreuzungselementes 32 ist in der Darstellung gemäß 6 durch Bezugszeichen 50 angedeutet. Durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung ist ein einfaches und günstiges Verfahren bereitgestellt, um in bereits von einer Umspritzung 12 oder mehreren Umspritzungen umschlossenen Einzelleiterbahnen 14 eine Kreuzung zweier Einzelleiterbahnen 14 einzubringen, ohne dass neue Umspritzungswerkzeuge benötigt werden.
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Mit dem erfindungsgemäß vorgeschlagenen Verfahren besteht die Möglichkeit in ein fertig hergestelltes Stanzgitter 10 nachträglich eine Öffnung 30 einzubringen. Diese Öffnung 30 kann gebohrt oder gestanzt sein. Der Durchmesser dieser Öffnung 30 ist so bemessen, dass zwei nebeneinander liegende Einzelleiterbahnen 14 durchtrennt werden. Die Öffnung 30 ist derart ausgebildet, dass eine anschließende Kontaktierung der unterbrochenen Leiterbahnen möglich ist. In die Öffnung 30 wird das Kreuzungselement 32 eingebracht, welches wie vorstehend beschrieben, in einer 90° Teilung 40 zwei gekreuzte Leitungsabschnitte 54, 56 umfasst. Deren Kontaktierungsenden 33 durchsetzen als Anschlussfahnen 34, 36 für die durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28 als Anschlussfahnen 34, 36 die Mantelfläche 44 des Kreuzungselementes. Die Geometrie der Kontaktierungselemente 33 ist derart ausgelegt, dass sie in das bereits umspritzte Stanzgitter 10 hineinpassen. Die Anschlussfahnen 34, 36 der Leitungsabschnitte 54, 56 werden mit den Enden der durchtrennten Einzelleiterbahnen 26, 28 elektrisch oder mechanisch verbunden, was vorzugsweise durch Schweißen oder durch ein anderes stoffschlüssiges Verfahren erfolgt. Derartige Kreuzungselemente 32 können variabel an verschiedenen Stellen des Stanzgitters und verschieden oft eingefügt werden, so dass durch die erfindungsgemäß vorgeschlagene Lösung dieselben vorteilhaften Effekte erreicht werden können, wie sie beim Verdrillen von Kabeln auftreten.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 20320315 U1 [0001]
- DE 102004021891 A1 [0002]