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Die Erfindung betrifft ein Haushaltsgerät, insbesondere eine Haushalts-Geschirrspülmaschine, wenigstens aufweisend eine Übertragungsschnittstelle, die mit einem externen Anzeigemittel in Signalverbindung bringbar ist.
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Bei der Bewertung von Haushaltsgeräten durch Verbraucherorganisationen spielt der Energieverbrauch des Haushaltsgerätes, insbesondere auch dessen Jahresenergiebilanz, eine bedeutende Rolle. Haushaltsgeräte weisen eine Betriebsanzeige mit wenigstens optischen Anzeigemitteln, zum Beispiel LEDs, auf, mit denen während des Betriebs des Haushaltsgeräts Betriebsparameter, etc., und nach Abschluss eines Behandlungsvorgangs gemäß eines Programms angezeigt werden kann, dass der Behandlungsvorgang abgeschlossen wurde. Jedoch bleibt das Haushaltsgerät nach dem Programmende so lange am Stromversorgungsnetz, bis der Kunde aktiv eingreift und das Haushaltsgerät durch Betätigung des Hauptschalters ausschaltet.
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Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Haushaltsgerät, insbesondere Haushalts-Geschirrspülmaschine, bereitzustellen, bei dem der Energieverbrauch weiter gesenkt ist.
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Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass nach Abschluss eines Behandlungsvorganges das Haushaltsgerät von einem das Haushaltsgerät mit elektrischer Energie versorgenden Stromversorgungsnetz getrennt ist, und vor dem Trennen des Haushaltsgerät vom dem Stromversorgungsnetz, insbesondere zeitnah dem Abschluss des Behandlungsvorgangs, ein Signal über die Übertragungsschnittstelle zum Aktivieren des externen Anzeigemittels übertragbar ist zum Anzeigen von zumindest dem Ende des Behandlungsvorgangs. Dabei sind zum Trennen des Haushaltsgerät vom Stromversorgungsnetz entsprechende Schaltmittel vorgesehen, die das Haushaltsgerät selbsttätig, d. h. ohne Eingriff eines Benutzers vom Versorgungsnetz trennen, so dass das Haushaltsgerät ausgeschaltet ist und insbesondere keine Stand-by-Verluste mehr auftreten. Hierzu kann bspw. das Schaltmittel eine Selbsthaltekontaktschaltung aufweisen. Bevor das Schaltmittel auf einen Abschluss eines Behandlungsvorgangs hin die Trennung vom Versorgungsnetz bewirkt, wird z. B. von einer Steuerung des Haushaltsgeräts ein Signal erzeugt, das über die Übertragungsschnittstelle übertragen werden soll, um eine externes Anzeigemittel zu aktivieren. Dies kann zeitnah zum Zeitpunkt des Abschlusses des Behandlungsvorgangs erfolgen, d. h. bspw. vor oder auch nach dem Abschluss des Behandlungsvorgangs. So kann nach Abschluss des Behandlungsvorgangs die Trennung vom Versorgungsnetz bspw. um eine Zeitdauer von 1 Sekunden bis zu 1 Minute verzögert werden, um in diese Zeitspanne das Signal zu erzeugen und über die Übertragungsschnittstelle zu übertragen. Es kann aber auch nahezu zeitgleich mit Abschluss des Behandlungsvorgangs erfolgen oder auch in einem Zeitraum von z. B. 1 Sekunde bis zu 5 Minuten vor Abschluss des Behandlungsvorgangs. In diesen beiden Fällen reduziert sich der Energieverbrauch um den Betrag, der in der o. g. Zeitdauer anfällt. Ferner ist in diesem Fall vorteilhaft, dass eine Bedienperson durch den zeitlichen Vorlauf derart rechtzeitig von dem Abschluss eines Behandlungsvorgangs informiert wird, dass sie sich zum Haushaltsgerät begeben kann, dass sich bspw. in einem anderen Raum einer Wohnung oder Hauses befindet, wobei in diesem Fall das externe Anzeigemittel dazu verwendet wird, das Haushaltsgerät betreffende Informationen an andere Orte zu übertragen. Das externe Anzeigemittel kann beispielhaft ein Display an einem Herd, einem Kühlschrank und/oder einem Radiogerät sein. Die Signalverbindung zwischen der Übertragungsschnittstelle des Haushaltsgerätes und dem externen Anzeigemittel kann zum Beispiel per Funk, WLAN, Bluetooth, Powerline, etc. erfolgen. Mittels der Übertragungsschnittstelle des Haushaltsgerätes wird zum Ende des Behandlungsvorganges das externe Anzeigemittel zur Anzeige von zumindest dem Ende des Behandlungsvorganges aktiviert. Da erfindungsgemäß das Ende des Behandlungsvorganges am externen Anzeigemittel angezeigt wird, erübrigt sich die Anzeige eines abgeschlossenen Behandlungsvorganges unmittelbar am Haushaltsgerät.
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Der Erfindung liegen Untersuchungen zugrunde, wonach eine Zeitdauer zwischen dem Abschluss des eigentlichen Behandlungsvorgangs und einem darauffolgenden Behandlungsvorgang im Bereich von Stunden oder Tagen liegen kann. Für den Fall, dass nach dem Ende des Behandlungsvorganges der Hauptschalter nicht ausgeschaltet wird, bleiben daher insbesondere die optischen Anzeigemittel, die das Programmende anzeigen, bis zum folgenden Behandlungsvorgang aktiviert. Dadurch kann in der Jahresenergiebilanz der Energieverbrauch des Haushaltsgerätes merklich erhöht sein.
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Die Erfindung ist insbesondere bei einem Haushaltsgerät anwendbar, das nach dem Ende des Behandlungsvorganges sowie insbesondere nach bereits erfolgter Aktivierung des externen Anzeigemittels automatisch außer Betrieb gesetzt wird, um einen Energieverbrauch des Haushaltsgerätes nach Beendigung des Behandlungsvorganges zu unterbinden.
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Bei einer solchen vollständigen Abschaltung des Haushaltsgerätes würde der Benutzer vom Haushaltsgerät selbst keinerlei Informationen darüber erhalten, ob das Haushaltsgerät den Behandlungsvorgang einwandfrei beendet hat, oder ob ein Stromausfall oder ein sonstiger Defekt vorliegt. Erfindungsgemäß wird daher das externe Anzeigemittel unmittelbar vor einer solchen Abschaltung des Haushaltsgerätes aktiviert, so dass bei vom Stromversorgungsnetz genommenen Haushaltsgerät am externen Anzeigemittel das Ende des Behandlungsvorganges anzeigbar ist.
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Zur Reduzierung des Energieverbrauches des externen Anzeigemittels kann dieses während des Behandlungsvorganges oder davor deaktiviert sein und erst bei entsprechender Ansteuerung durch das Haushaltsgerät aktiviert werden. Im Gegenzug kann das Haushaltsgerät über optische Anzeigemittel verfügen, die lediglich Betriebszustände vor und während des Behandlungsvorganges anzeigen, jedoch nicht das Ende des Behandlungsvorgangs anzeigen. Entsprechend kann die optische Betriebsanzeige nach dem Ende des Behandlungsvorganges deaktiviert sein.
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Das externe Anzeigemittel kann nach dem Ende des Behandlungsvorganges für eine vorbestimmte Zeitdauer oder bis zu einer Ansteuerung mit einem Triggersignal aktiviert bleiben. Nach Ablauf dieser Zeitdauer kann das externe Anzeigemittel selbsttätig deaktiviert werden.
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Alternativ oder zusätzlich dazu kann die Steuerung des Haushaltsgerätes zum Beispiel eine Gerätetür-Öffnung erfassen. In einem solchen Fall erkennt die Steuerung des Haushaltsgerätes, dass der Benutzer über das Ende des Behandlungsvorganges informiert ist. Die Steuerung kann in diesem Fall ein Triggersignal erzeugen, mit dem über die Übertragungsschnittstelle das externe Anzeigemittel deaktiviert wird. Bei Anwendung eines solchen Triggersignals zum Abschalten der externen Anzeigemittel bleibt die Steuereinrichtung des Haushaltsgeräts nach einem Programmende aktiviert, während lediglich die optischen Anzeigemittel deaktiviert werden.
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Das externe Anzeigemittel kann wie folgt aktiviert werden und das Programmende des Haushaltsgeräts anzeigen: So kann zum Ende des Behandlungsvorgangs eine Steuereinrichtung ein Programmende-Signal generieren, mit dem über die Übertragungsschnittstelle das externe Anzeigemittel angesteuert wird. Zusammen mit der Generierung des Programmende-Signals kann die Steuereinrichtung automatisch ein Ausschaltsignal erzeugen, mit dem wenigstens die in der Bedienblende des Haushaltsgeräts angeordneten optischen Anzeigemittel selbsttätig deaktiviert werden.
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In einer energiesparenden Ausführungsform kann die Steuerung des Haushaltsgeräts eine Selbsthaltekontaktschaltung aufweisen. Die Selbsthaltekontaktschaltung kann durch das Ausschaltsignal deaktiviert werden und ein Schaltglied öffnen, mit dem ein Netzteil des Haushaltsgerätes stromlos schaltbar ist.
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Die Selbsthaltekontaktschaltung kann wenigstens einen Einschalter aufweisen. Dieser kann als Drucktaster ausgeführt sein, der im unbetätigten Zustand geöffnet ist und bei Betätigung elektrische Kontaktstellen schließt. Der Drucktaster kann als Mikroschalter in der Bedienblende des Haushaltsgerätes von einer Bedienperson betätigt werden und kann zum oben genannten Schaltglied parallel geschaltet sein.
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Die Selbsthaltekontaktschaltung kann bevorzugt ein bistabiles Relais aufweisen, mit dem ein als Schaltglied wirkender Relaiskontakt schaltbar ist. Ein solches bistabiles Relais ist vor allem durch die Eigenschaft gekennzeichnet, dass es im stromlosen Zustand zwei verschiedene stabile Schaltzustände einnehmen kann. Ein Relaiskontakt des bistabilen Relais kann als Schaltglied in einer Stromversorgungsleitung des Haushaltsgerätes geschaltet sein. Sofern das bistabile Relais mit dem Ausschaltsignal beaufschlagt wird, schaltet es den Relaiskontakt von einem stabilen stromlosen Offen-Zustand in einen stabilen stromlosen Geschlossen-Zustand oder umgekehrt, wodurch das Haushaltsgerät vollständig vom Netz entkoppelt ist.
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Ferner ist vorzugsweise vorgesehen, dass der Einschalter und ein Ausschalter parallel geschaltet angeordnet sind. Das Stromversorgungsnetz kann z. B. an einem Mikroschalter ausgebildeten Einschalter und am parallel dazu geschalteten Schaltglied anliegen. Bei außer Betrieb gesetztem Haushaltsgerät sind sowohl der Einschalter als auch das Schaltglied geöffnet. Durch Druckbetätigung des Mikroschalters kann das deaktivierte, das heißt geöffnete Schaltglied der Selbsthaltekontaktschaltung überbrückt werden, wodurch die Steuereinrichtung mit einem Spannungsimpuls beaufschlagt wird. Der Spannungsimpuls wird über die Steuereinrichtung zur Selbsthaltekontaktschaltung geleitet, wodurch die Selbsthaltekontaktschaltung das Schaltglied schließt. Auf diese Weise fließt Strom vom Netz über das nunmehr geschlossene Schaltglied zur Selbsthaltekontaktschaltung, so dass das Schaltglied stabil geschlossen bleibt, während der Einschalter wieder geöffnet ist. Sobald die Steuereinrichtung das Ausschaltsignal zur Selbsthaltekontaktschaltung leitet, öffnet diese das Schaltglied, wodurch die Stromversorgung in das Haushaltsgerät unterbrochen ist.
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Dabei ist vorzugweise vorgesehen, dass an dem Einschalter und dem Ausschalter eine gleich hohe elektrische Spannung anliegt. Dies erlaubt einen besonders einfachen Aufbau.
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Dabei ist vorzugweise vorgesehen, dass der Einschalter und der Ausschalter einen Ein- und/oder Ausschaltimpuls übertragend mit der Steuereinrichtung verbunden sind. Es ist ferner vorzugweise vorgesehen, dass Netzteil mit dem Einschalter und dem Ausschalter eine Reihenschaltung bildend angeordnet ist. Außerdem ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Steuereinrichtung mit dem Netzteil mit elektrischer Energie versorgbar verbunden ist. Es ist ferner vorzugsweise vorgesehen, dass die Betriebsanzeige mit dem Netzteil mit elektrischer Energie versorgbar verbunden ist. Schließlich ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Selbsthaltekontaktschaltung einer von der Steuereinrichtung ansteuerbaren Steuerung zugeordnet ist.
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Die Selbsthaltekontaktschaltung kann bevorzugt ein bistabiles Relais aufweisen, mit dem ein als Schaltglied wirkender Relaiskontakt schaltbar ist. Ein solches bistabiles Relais ist vor allem durch die Eigenschaft gekennzeichnet, dass es im stromlosen Zustand zwei verschiedene stabile Schaltzustände einnehmen kann. Ein Relaiskontakt des bistabilen Relais kann als das Schaltglied in der Hauptversorgungsleitung des Haushaltsgerätes geschaltet sein. Sofern das bistabile Relais mit dem Ausschaltsignal beaufschlagt wird, schaltet es den Relaiskontakt von einem stabilen stromlosen Offen-Zustand in einen stabilen stromlosen Geschlossen-Zustand oder umgekehrt, wodurch das Haushaltsgerät vollständig vom Netz entkoppelt oder damit verbunden ist. Anstelle eines Relais kann auch ein Flipflop, insbesondere ein RS-Flipflop, Verwendung finden.
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Schließlich ist vorzugsweise vorgesehen, dass die Selbsthaltekontaktschaltung derart mit dem Ausschalter verbunden ist, dass der Ausschalter in einen geöffneten Zustand bringbar ist, so dass auf einfachem Wege eine Trennung von der Versorgungsspannung möglich ist.
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Ferner wird die Aufgabe der Erfindung durch ein Verfahren gemäß Patentanspruch 8 gelöst. Vorteilhaft Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
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Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der beigefügten Figuren beschrieben.
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Es zeigen:
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1 in einer schematischen Perspektivdarstellung ein aus einer Haushalts-Geschirrspülmaschine und einer Dunstabzugshaube bestehendes Haushaltsgerätenetzwerk; und
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2 eine Schaltungsanordnung der Haushalts-Geschirrspülmaschine.
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In der 1 ist ein Haushaltsgerätenetzwerk gezeigt, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel eine Haushalts-Geschirrspülmaschine und eine Dunstabzugshaube DUH aufweist. Die Haushalts-Geschirrspülmaschine ist mit einer Übertragungsschnittstelle U ausgestattet, die in Signalverbindung mit einem optischen Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH ist, wie es mit dem gestrichelten Pfeil SV angedeutet ist. Das Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH kann etwa ein Display mit an sich bekannten 7-Segmentanzeigen sein. Wie später ausführlich beschrieben, kann das Anzeigemittel AE der Dunstabzugshaube DUH in Doppelfunktion sowohl Betriebsparameter der Dunstabzugshaube als auch ein Programmende nach einem abgelaufenen Spülgang der Haushalts-Geschirrspülmaschine anzeigen.
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Die Haushalts-Geschirrspülmaschine weist eine frontseitige Gerätetür GT auf, die in bekannter Weise um eine bodenseitige horizontale Schwenkachse schwenkbar ist und mit der eine Beschickungsöffnung des Spülraumes BR zum Be- und/oder Entladen geöffnet oder geschlossen werden kann. Die Beschickungsöffnung ist oben durch eine Bedienblende B begrenzt, die einen Mikrotaster ES sowie lediglich angedeutete optische Anzeigemittel AZ einer Betriebsanzeige BA trägt. Zusätzlich sind Eingabemittel E vorgesehen, mit denen Betriebsparameter für einen Spülgang der Haushalts-Geschirrspülmaschine eingebbar sind.
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Der in der 1 im linken Bereich der Bedienblende B vorgesehene Mikroschalter ES ist hier beispielhaft als Tastschalter ausgebildet. Bei einer Druckbetätigung des Mikroschalters ES kann die Haushalts-Geschirrspülmaschine in Betriebsbereitschaft geschaltet werden, während bei einer darauffolgenden Druckbetätigung die Haushalts-Geschirrspülmaschine vom Stromversorgungsnetz entkoppelt wird.
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In der 2 ist eine Schaltungsanordnung dargestellt, in der unter anderem der Mikroschalter ES sowie die Betriebsanzeige BA integriert sind. In der gezeigten Schaltungsanordnung ist die Haushalts-Geschirrspülmaschine über eine Hauptversorgungsleitung H am Stromversorgungsnetz angeschlossen. In der Hauptversorgungsleitung H ist ein später beschriebenes Schaltglied AS sowie ein Netzteil NT in Reihe geschaltet.
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Das Netzteil NT wandelt die Netzspannung von bspw. 230 V in eine Niederspannung von 12 V um. Die Niederspannung 12 V wird mittels eines in Reihe nach dem Netzteil NT geschalteten Reglers RG in eine Niederspannung von 5 V umgewandelt, mit der eine Steuereinrichtung SE versorgt wird. Das Netzteil NT versorgt außerdem über zusätzliche Ausgänge weitere Gerätekomponenten und auch die Betriebsanzeige BA der Haushalts-Geschirrspülmaschine mit Niederspannung.
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Die Steuereinrichtung SE ist in einem nicht näher dargestellten Steuermodul integriert und steuert während der Ausführung eines Spülprogramms über eine erste Signalleitung SL1 die optischen Anzeigemittel AZ der Betriebsanzeige BA sowie weitere Gerätekomponente, etwa die Laugenpumpe oder die Umwälzpumpe, mittels Steuersignalen SE an.
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Wie aus der 2 weiter hervorgeht, ist die Steuereinrichtung SE über eine zweite Signalleitung SL2 mit einem bistabilen Relais RE einer Selbsthaltekontaktschaltung SKS verbunden. Dem bistabilen Relais RE ist als Relaiskontakt das bereits erwähnte Schaltglied AS zugeordnet, das anstelle eines mechanischen Hauptschalters in der Hauptversorgungsleitung H geschaltet ist und als solches eine Hauptschalterfunktion übernimmt, mit der die Haushalts-Geschirrspülmaschine vom Stromversorgungsnetz entkoppelt oder damit verbunden werden kann. Die Steuereinrichtung SE der Haushalts-Geschirrspülmaschine ist unter Zwischenschaltung der Übertragungsschnittstelle U in Signalverbindung SV mit dem optischen Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH, das hier als externes Anzeigemittel auch der Haushalts-Geschirrspülmaschine zugeordnet ist. Die Signalverbindung SV zwischen der Übertragungsschnittstelle U der Haushalts-Geschirrspülmaschine und dem externen Anzeigemittel EA kann hier beispielhaft eine Funkverbindung sein.
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Der Steuereinrichtung SE ist außerdem ein Türöffnungssensor TS zugeordnet, der einen Schließ- oder Öffnungszustand der Gerätetür GT erfassen und an die Steuereinrichtung SE weiterleiten kann.
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Bei außer Betrieb gesetzter Haushalts-Geschirrspülmaschine ist sowohl der Mikroschalter ES als auch das Schaltglied AS geöffnet. Die Inbetriebnahme der ausgeschalteten Haushalts-Geschirrspülmaschine erfolgt mittels einer Druckbetätigung des Mikroschalters ES, bei der das anfänglich noch geöffnete Schaltglied AS überbrückt wird. Durch die Druckbetätigung des Mikroschalters ES wird ein Spannungsimpuls betreitgestelltt, der über das Netzteil NT und über den Regler RG zur Steuereinrichtung SE geleitet wird.
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Die Steuereinrichtung SE leitet daraufhin ein Einschaltsignal Sein weiter an das bistabile Relais RE, worauf dessen Relaisspule anzieht und das Schaltglied AS vom stromlos stabilen Offen-Zustand in einen stromlos stabilen Geschlossen-Zustand verbracht wird. Auf diese Weise ist der nach der Druckbetätigung wieder offene Mikroschalter ES vom nunmehr geschlossenen Schaltglied AS überbrückt, wodurch am Netzteil NT die Netzspannung anliegt.
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Die Haushalts-Geschirrspülmaschine und insbesondere deren Betriebsanzeige BA ist somit betriebsbereit geschaltet, so dass nachfolgend mittels der Eingabemittel E ein Spülprogramm gestartet werden kann. Während des Spülprogramms sowie vor dem Start des Spülprogramms können die optischen Anzeigemittel AZ der Haushalts-Geschirrspülmaschine den Betriebszustand sowie eingestellte Parameter anzeigen. Das mit Bezug auf die Haushalts-Geschirrspülmaschine externe Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH kann demgegenüber unabhängig von der Haushalts-Geschirrspülmaschine arbeiten. Nach dem Ende des Spülprogramms schaltet die Steuereinrichtung SE die Gerätekomponenten, etwa Laugen- oder Umwälzpumpe, aus.
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Unmittelbar nach Ablauf des Spülprogramms erzeugt die Steuereinrichtung SE außerdem einen weiteren Spannungsimpuls, der als Ausschaltsignal Saus über die zweite Signalleitung SL2 das bistabile Relais RE ansteuert. Daraufhin schaltet das Relais RE das Schaltglied AS von der Geschlossen-Stellung in die Offen-Stellung, wodurch die Haushalts-Geschirrspülmaschine vollständig vom Stromversorgungsnetz getrennt ist.
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Folgerichtig sind daher auch die optischen Anzeigemittel AZ der Haushalts-Geschirrspülmaschine außer Betrieb gesetzt. Das Schaltglied AS des Relais RE wirkt somit als ein Hauptschalter, der selbsttätig nach Beendigung des Spülgangs das Netzteil NT der Haushalts-Geschirrspülmaschine vom Stromversorgungsnetz trennt. Auf diese Weise ist erreicht, dass nach dem Programmende insbesondere auch eine Stromversorgung über das Netzteil NT zu dem optischen Anzeigemittel AZ der Betriebsanzeige BA unterbrochen ist.
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Gleichzeitig mit dem Erzeugen des Ausschaltsignals Saus generiert die Steuereinrichtung SE ein Programmende-Signal SEnde, das mittels der Übertragungsschnittstelle U zum Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH geleitet wird. In diesem Fall zeigt das Anzeigemittel EA beispielsweise zeitlich begrenzt das Programmende der Haushalts-Geschirrspülmaschine an, während die Haushalts-Geschirrspülmaschine bereits vollständig vom Stromversorgungsnetz entkoppelt ist.
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Zusätzlich oder alternativ zu einer solchen zeitlich begrenzten Programmende-Anzeige kann die Steuereinrichtung SE bei Erfassen einer Öffnungsbetätigung der Gerätetür GT, das externe Anzeigemittel EA mit einem Triggersignal ansteuern, um die Programmende-Anzeige zu deaktivieren. Hierzu ist in Abwandlung zur Schaltungsanordnung der 2 beispielhaft der Ausschalter AS nicht in der Hauptversorgungsleitung H angeordnet, sondern zwischen dem Netzteil NT und der Betriebsanzeige BA der Haushalts-Geschirrspülmaschine. Dadurch kann die Steuereinrichtung SE nach dem Programmende die externen Anzeigemittel EA der Dunstabzugshaube DUH mit dem Triggersignal ansteuern, um ein Abschalten der externen Anzeigemittel EA zu bewirken.
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Wie aus der 2 weiter hervorgeht, ist der Mikroschalter ES über eine Eingangsleitung EL direkt mit der Steuereinrichtung SE in Signalverbindung. Der bei einer manuellen Druckbetätigung des Mikroschalters ES bereitgestellte Spannungsimpuls wird daher auch unmittelbar bis zur Steuereinrichtung SE geleitet, die den Impuls erfasst und auswertet.
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Bei Erfassung eines solchen Spannungsimpulses prüft die Steuereinrichtung SE, ob bei der Druckbetätigung des Mikroschalters ES das Netzteil NT bereits aktiviert ist. Bei noch nicht aktiviertem Netzteil NT erkennt die Steuereinrichtung SE eine Einschaltbetätigung des Benutzers und steuert, wie oben beschrieben, mit dem Einschaltsignal Sein das Relais RE an. Bei bereits aktiviertem Netzteil NT erkennt die Steuereinrichtung SE in der Mikroschalter-Druckbetätigung eine Ausschaltbetätigung des Benutzers, so dass die Steuereinrichtung SE ein entsprechendes Ausschaltsignal Saus zum Relais RE leitet. In diesem Fall wird die Haushalts-Geschirrspülmaschine außer Betrieb gesetzt. Ein gegebenenfalls gerade laufendes Spülprogramm wird somit unterbrochen.
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BEZUGSZEICHENLISTE
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- ES
- Mikroschalter
- AS
- Schaltglied
- H
- Hauptversorgungsleitung
- B
- Bedienblende
- AZ
- Anzeigemittel
- BA
- Betriebsanzeige
- EL
- Eingangsleitung
- RG
- Regler
- SE
- Steuereinrichtung
- RE
- bistabiles Relais
- SKS
- Selbsthaltekontaktschaltung
- ST
- Steuerung
- HG
- Haushaltsgerät
- SL1, SL2
- Signalleitungen
- DUH
- Dunstabzugshaube
- SV
- Signalverbindung
- U
- Übertragungsschnittstelle
- TS
- Türöffnungssensor
- BR
- Behandlungsraum
- SEnde
- Programmende-Signal