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DE102009045092A1 - Vorrichtung und Verfahren zur zeitverzögerten Integration auf einem aus mehreren Detektormodulen zusammengesetzten Röntgendetektoren - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur zeitverzögerten Integration auf einem aus mehreren Detektormodulen zusammengesetzten Röntgendetektoren Download PDF

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DE102009045092A1
DE102009045092A1 DE102009045092A DE102009045092A DE102009045092A1 DE 102009045092 A1 DE102009045092 A1 DE 102009045092A1 DE 102009045092 A DE102009045092 A DE 102009045092A DE 102009045092 A DE102009045092 A DE 102009045092A DE 102009045092 A1 DE102009045092 A1 DE 102009045092A1
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DE
Germany
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detector
modules
ray
pixel values
overlap
Prior art date
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Ceased
Application number
DE102009045092A
Other languages
English (en)
Inventor
Tristan Nowak
Harry Schilling
Willi Prof. Dr. Kalender
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Friedrich Alexander Universitaet Erlangen Nuernberg
Original Assignee
Friedrich Alexander Universitaet Erlangen Nuernberg
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Publication date
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01TMEASUREMENT OF NUCLEAR OR X-RADIATION
    • G01T1/00Measuring X-radiation, gamma radiation, corpuscular radiation, or cosmic radiation

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • High Energy & Nuclear Physics (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
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Abstract

Ein Röntgendetektor zur Aufnahme eines sich gegenüber dem Detektor bewegenden Objekts umfasst mehrere Detektormodule, die derart nebeneinander angeordnet sind, dass sie sich teilweise überlappen. Mit den Detektormodulen wird eine TDI (Time Delayed Integration) innerhalb eines jeden Detektormoduls durchgeführt. Eine Auswerteeinheit ermittelt danach durch Addition der gemessenen Werte der einzelnen Detektormodule im Überlappungsbereich die korrigierten Messwerte des Überlappungsbereichs.

Description

  • Technisches Gebiet
  • Die Erfindung betrifft ein Röntgengerät, insbesondere ein computertomographisches bildgebendes System, einen Detektor für ein solches System sowie ein Verfahren zur Auswertung der Signale des Detektors.
  • Stand der Technik
  • In der US 5,828,408 ist ein Röntgendetektor offenbart, welcher unter Ausnutzung der TDI (Time Delayed Integration) ausgelesen wird. Dadurch kann eine längere Integrationszeit und somit ein höherer Signal/Rauschabstand bei bewegten Objekten erreicht werden. Hierbei werden die Bildinformationen synchron zur Bewegung in den Pixel-Zellen verschoben. Ein einzelner Sensor ist jeweils auf einen Chip begrenzt.
  • Die US 5,744,806 offenbart ein Verfahren zur Anordnung mehrerer Sensorchips, um größere Sensoren zu erhalten. Es werden hier die Sensoren schräg zu Bewegungsrichtung angeordnet, wobei der Informationsverlust der Fläche zwischen den Sensoren durch Bildverarbeitung ausgeglichen wird.
  • Die US 2004/0017224 A1 offenbart in 24 eine rampenförmige Detektoranordnung, wobei die Detektormodule schräg angeordnet sind. Die Time Delayed Integration erfolgt in einem direkt mit dem Detektor verbundenen ASIC. Die hier vorgestellte Technologie ist relativ aufwändig und wird wie beschrieben bevorzugt bei Weltraummissionen eingesetzt.
  • Darstellung der Erfindung
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Röntgengerät, einen Detektor sowie ein Verfahren zum Betrieb des Detektors zu schaffen, wobei das Verfahren der Time Delayed Integration auf einer großen Detektorfläche, welche mehrere Detektormodule umfasst, durchgeführt werden kann.
  • Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung nach den unabhängigen Ansprüchen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Zur Rekonstruktion eines Schichtbildes in einem computertomografischen bildgebenden System werden Projektionsaufnahmen aus verschiedenen Richtungen mit Hilfe einer Röntgenquelle und eines geeigneten Detektors erzeugt. Jedes abzubildende Volumenelement (Voxel) muss für eine vollständige Rekonstruktion in einem Winkelbereich von mindestens 180° in einer Projektion erfasst worden sein.
  • Das aufzunehmende Objekt, meist ein Patient, wird üblicherweise fixiert gehalten, während Röntgenquelle und Detektor auf einer starren Achse verbunden um das Objekt kreisen. Mit einem fächer- oder kegelförmigen Röntgenstrahl werden dabei kontinuierlich Projektionsbilder aufgenommen.
  • Je nach Rotationsgeschwindigkeit, Belichtungszeit und Bildausleserate des Detektors geht damit eine entsprechend hohe Bewegungsunschärfe in den Rohdatenbildern einher. Speziell bei zeitkritischen Aufnahmen, in der die tolerierbare Dauer des Scanvorgangs begrenzt ist, werden hohe Rotationsgeschwindigkeiten erreicht. Um diese auszugleichen, muss der Detektor eine seiner Auflösung angemessene Bildrate zur Verfügung stellen. Desweiteren ist es möglich, den Fokuspunkt der Röntgenstrahlung während einer einzelnen Aufnahme ortsfest zu halten (sog. Springfokus, oder auch Springfokus Alpha oder Z-Flying Focal Spot genannt), wodurch die Unschärfe aufgrund der sich bewegenden Aufnahmegeometrie auf den Detektor reduziert wird.
  • Eine weitere Reduzierung der Unschärfe lässt sich durch zeitverzögerte Integration, auch Time Delayed Integration genannt, erreichen. Diese wird bevorzugt mit dem zuvor beschriebenen Springfokus kombiniert. Besonders vorteilhaft ist es, diese zeitverzögerte Integration auf dem Aufnahmechip (On-Chip TDI) zu realisieren. Hierzu werden die Bildinformationen bzw. Ladungen der einzelnen Pixelzeilen synchron zur Bewegung in dem Aufnahmechip verschoben. Große aktive Detektorflächen erfordern oftmals die Kombination von mehreren Einzelelementen (Kacheln) zu einer gekachelten Anordnung. Ein Nachteil zusammengesetzter Detektoren ist die je nach verwendetem Material aktuell noch begrenzte Größe der einzelnen Detektormodule. Dadurch entstehen je nach Fertigung Lücken, die in den Projektionsbildern interpoliert werden müssen.
  • Aus technischen Gründen ist bei zusammengesetzten Detektoren On-Chip TDI über die Grenzen eines Detektormodules (Detektorchips) hinaus nur schwer zu realisieren, da hierfür die einzelnen Detektormodule noch an den Rändern verbunden werden müssen. Dies hätte unter anderem eine Verbreiterung der Lücken zwischen den Detektormodulen und damit eine Vergrößerung der zu interpolierenden Bereiche in den Projektionsbildern zur Folge.
  • Entsprechend der Erfindung werden die Lücken zwischen den einzelnen Detektormodulen eliminiert, indem die einzelnen Detektormodule überlappend angeordnet werden. Bevorzugt wird eine Überlappung gewählt, die der gewünschten TDI Verschiebung pro Aufnahme entspricht. Bevorzugt erfolgt diese Überlappung über der gesamten Länge des Detektors einheitlich an derselben Seite eines jeden Detektormoduls. Besonders günstig ist es, wenn die Detektormodule hierzu leicht schräg angeordnet werden. Die Überlappung kann dabei sowohl in horizontaler, als auch in vertikaler Richtung erfolgen. Die Richtung, in der während des TDI-Vorgangs die Pixelwerte geschoben werden, sollte bevorzugt mit der Überlappungsrichtung übereinstimmen. Vertikale Überlappung würde also TDI in vertikaler Richtung nach sich ziehen. Durch die Überlappung entsteht ein Puffer, der die am Rand andernfalls verlorengehenden Pixelwerte zwischenspeichern kann. Sobald hier ein Pixelwert den Anfang des Pufferbereichs erreicht hat, liegt dieser im Röntgenschatten und wird durch das davor gelagerte Detektormodul und eventuelle zusätzliche Abschirmung von weiteren Röntgenquanten geschützt. Nach erfolgter Aufnahme wird der Puffer ebenfalls ausgelesen. Die in ihm gespeicherten Werte werden anschließend in einem Nachbearbeitungsschritt auf die entsprechenden Pixelspalten des angrenzenden Detektormodules addiert.
  • Bei konstanter Detektorgeschwindigkeit erlaubt dieses Verfahren somit, den vollen Funktionsumfang der zeitverzögerten Integration auch mit modular aufgebauten, zusammengesetzten Detektoren nutzen zu können, ohne dass dabei einzelne Detektormodule zum Austausch von Pixelwerten elektrisch verbunden werden müssten. Dies ermöglicht eine deutlich bessere Auflösung, als ohne oder nur mit auf Detektormodule begrenztem TDI möglich wäre.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Detektor für einen Computertomographen gewölbt ausgeführt, so dass der Zentralstrahl des Strahlenbündels von der Röntgenröhre und auch weitere seitlich oberhalb bzw. unterhalb von diesem verlaufenden Strahlen senkrecht auf die Fläche des Detektors auftreffen.
  • Besonders günstig ist es, wenn sich einzelne Detektormodule dachziegelartig überlappen. Der Detektorträger 78 ist bevorzugt in seiner Wölbung derart angepasst, dass die darauf befestigten Detektormodule eine Wölbung mit einem Radius entsprechend dem Abstand des Detektors zur Röntgenröhre haben. Ein solcher erfindungsgemäßer Röntgendetektor kann auch in einem erfindungsgemäßen Röntgengerät eingesetzt werden.
  • Ein weiterer Aspekt der Erfindung ist ein Röntgengerät, insbesondere einen Computertomographen mit einem Detektor, wie in diesem Dokument beschrieben.
  • Ein weiterer Aspekt Erfindung betrifft ein Verfahren zur Durchführung der Time Delayed Integration bei einem aus mehreren Detektormodulen zusammengesetzten Detektor, bei dem die einzelnen Detektormodule überlappend angeordnet sind. Es erfolgt hier zur Auswertung die Addition der erfassten Werte der überlappenden Bereiche.
  • Beschreibung der Zeichnungen
  • Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen exemplarisch beschrieben.
  • 1 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung
  • 2 zeigt ein Detektormodul einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
  • 3 zeigt mehrere nebeneinander angeordnete Detektormodule in der Draufsicht
  • 4 zeigt mehrere, sich überlappend angeordnete Detektormodule
  • 5 zeigt mehrere schräg angeordnete, sich überlappende Detektormodule
  • 6 zeigt den zeitlichen Ablauf der TDI
  • 7 zeigt eine Draufsicht auf einen zusammengesetzten Rund-Detektor.
  • 8 zeigt einen Detektorhalter im Schnitt.
  • 9 zeigt eine Draufsicht auf Detektormodule.
  • 10 zeigt die Ansicht eines Runddetektors mit mehreren Detektorreihen.
  • 11 zeigt einen einstückigen Detektorträger.
  • 1 zeigt einen erfindungsgemäßen Detektor, der mehrere sich überlappend angeordnete Detektormodule 61a bis 61g umfasst. Die Auswertung der Signale erfolgt mittels zeitverzögerter Integration. Die zeitverzögerte Integration (Engl.: Time Delayed Integration, TDI) ist eine Technik zur Reduktion von Bewegungsunschärfe bei digital aufgenommenen Bildern, d. h. bei pixelierten Detektoren, die bei Röntgendetektoren besonders bevorzugt implementiert werden kann. Die Auswertung der Signale aus den einzelnen Detektormodulen entsprechend der Erfindung erfolgt durch eine Auswerteeinheit 64.
  • 2 zeigt ein einzelnes Detektormodul eines erfindungsgemäßen Detektors. Die einzelnen Pixel 16 sind vorzugsweise in einer rechteckigen Matrix angeordnet. Zur TDI werden immer die Bildinformationen einzelner Spalten 19 in der TDI Integrationsrichtung 18 verschoben. Die Verschiebung in Integrationsrichtung wird vorzugsweise durch einen Takt gesteuert, der synchron zur Bewegung des Detektors und somit auch des Detektormoduls in der Bewegungsrichtung 17 ist.
  • Die Bewegung 17 des Detektors nach links gegenüber einem hier nicht dargestellten Objekt, entsprechend einer Bewegung des Objekts gegenüber dem De tektor nach rechts wird durch Verschiebung 18 der Pixelzeilen 19 nach rechts elektronisch ausgeglichen. Dabei gibt jeder Pixel 16 seinen aktuellen Pixelwert (z. B. Intensität oder Anzahl an Photonen oder auch Ladung oder Spannung) an den jeweiligen rechten Nachbarn ab und übernimmt gleichzeitig seinen neuen Wert vom linken Nachbarn. So gibt Pixel 14 seinen Pixelwert an Pixel 15 ab und übernimmt dann den Pixelwert von Pixel 13. Bei entsprechender zeitlicher Synchronisation der Verschiebung mit der Bewegung des Objektes oder Detektor ergibt sich so ein virtuell ortsfestes Aufnahmesystem.
  • Die Effizienz von TDI ist abhängig von der Homogenität der relativen Bewegung von Detektor und Aufnahmeobjekt, sowohl zeitlich als auch örtlich. Schwankt diese Geschwindigkeit in einer von diesen Dimensionen, entstehen je nach Stärke der Abweichung Unschärfeartefakte.
  • Nachteilig an einer TDI entsprechend dem Stand der Technik ist der Verlust einer gewissen Anzahl von Intensität bzw. Zählereignissen in den Detektorpixeln. Verschiebt man beispielsweise zeilenweise um 5 Pixel nach rechts während einer Aufnahme, so verliert man am rechten äußeren Rand 5 Werte, während man am linken Rand 5 Werte mit von rechts nach links stufenweise verringerter Intensität bzw. Zählständen erhält.
  • 3 zeigt einzelne nebeneinander angeordnete Detektormodule 10, 11 und 12. Hier sind die einzelnen Spalten 19 dargestellt. Entsprechend der Erfindung werden die Detektormodul überlappend angeordnet, wie in den nachfolgenden Figuren dargestellt. In dieser Figur sind sie zur besseren Veranschaulichung in der Draufsicht nebeneinander ohne Überlappung dargestellt. Die Überlappungsbereiche 20, 21, 22, 23, 24 und 25 umfassen jeweils eine vorgegebene Anzahl von Spalten.
  • 4 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung mit überlappend angeordneten Detektormodulen 10, 11 und 12. Hierbei liegen die Überlappungsbereiche 21 und 22 sowie 23 und 24 jeweils exakt übereinander.
  • In 5 ist eine leicht schräg gestellte Detektoranordnung mit einer Überlappung der einzelnen Detektormodule dargestellt. Hier liegt in Verschiebungsrichtung, entsprechend der Integrationsrichtung das Ende eines Detektormodules unter dem Anfang des nächsten Detektormodules.
  • 6 zeigt den Ablauf der TDI in einer erfindungsgemäßen Detektoranordnung. In 6a ist ein erstes Detektormodul 10 mit den einzelnen Detektorspalten 40 bis 48 sowie ein zweites Detektormodul 11 mit den Detektorspalten 50 bis 57 dargestellt. Es überlappen sich jeweils drei Detektorspalten. So liegen die Detektorspalten 50 bis 52 über den Detektorspalten 46 bis 48. Die 6b zeigt den Zustand nach einem ersten Integrationszeitintervall. Die Detektorspalten 40 bis 45 sowie 50 bis 57 enthalten die entsprechenden Strahlungswerte des ersten Integrationsintervalls. Die Detektorspalten 46 bis 48 haben noch kein Signal erhalten, da diese unter den Detektorspalten 50 bis 52 des zweiten Detektormoduls 11 liegen und durch diese abgeschirmt werden. Um diesen Effekt zu verbessern kann noch eine zusätzliche Abschirmung zwischen diesen Detektorspalten vorgesehen sein. Den Zustand nach einem zweiten Integrationszeitintervall zeigt die 6c. Zu Beginn des zweiten Integrationszeitintervalls werden die einzelnen Werte der Detektorspalten in Integrationsrichtung 18, das heißt nach rechts verschoben. Somit stehen die vorhergehenden Werte aus den Detektorspalten 40 bis 45 nun in den Spalten 41 bis 46. Von einer nicht dargestellten weiter links von der Detektorspalte 40 angeordneten Detektorspalte wird ein weiterer Wert eins in die Detektorspalte 40 übertragen. Die Werte der Detektorspalten 50 bis 56 werden nun in die Detektorspalten 51 bis 57 übertragen. Der Wert der Detektorspalte 57 wird in eine weiter rechts von dieser angeordneten und nicht dargestellten Detektorspalte übertragen. Nach dieser Über tragung wird das Signal im zweiten Integrationszeitintervall aufintegriert. Somit erhalten nun wieder die Detektormodule 40 bis 45 und 50 bis 57 das aktuelle Signal des zweiten Integrationsintervalls. In der 6d sind die einzelnen Detektorspalten am Ende des dritten Integrationsintervalls dargestellt. Ebenso wie zuvor beschrieben wurde zu Beginn des dritten Integrationsintervalls eine Verschiebung nach rechts durchgeführt und danach für die Dauer des Integrationsintervalls die Messwerte 3 auf integriert. In der 6e ist noch der Zustand nach dem vierten Integrationsintervall dargestellt. In der 6f ist nun das Ergebnis einer erfindungsgemäßen TDI dargestellt. So wird erfindungsgemäß das Signal aller Detektoren an einer bestimmten Position addiert. Die Spalten 40 bis 45 des ersten Detektormoduls welche jeweils alle Werte der Integrationsintervalle eins bis vier enthalten, werden direkt übernommen. Im Bereich der Überlappung werden die Werte der Detektorspalten 46 und 50, 47 und 51, 48 und 52 jeweils miteinander addiert. Wie zu erkennen ist, in enthalten somit diese Spalten auch den vollständigen Satz der Integrationswerte der Intervalle 1 bis 4. Die Spalten 53 bis 57 werden wieder ohne Addition übernommen, da hier keine weiteren verfügbaren Detektorspalten parallel angeordnet sind. Entsprechend der Erfindung erfolgt somit auch die Addition ausschließlich im Überlappungsbereich.
  • 7 zeigt eine Draufsicht auf einen Rund-Detektor 60, der aus mehreren Detektormodulen zusammengesetzt ist. Dieser Detektor hat einen Detektorträger 78, auf dem eine Vielzahl von ebenen Detektormodulen 61a61g angebracht sind. Diese Detektormodule umfassen jeweils wenigstens einen hochauflösenden Halbleiter-Röntgendetektor. Der Detektorträger 78 gibt die gewölbte Grundform des Detektors vor. Vorzugsweise überlappen sich die Detektormodule geringfügig, so dass die Anschlussbereiche am Rand eines Detektormoduls unter dem benachbarten Detektormodul liegen. Damit ist eine lückenlose Abbildung möglich. Die einzelnen Detektormodule 61a61g sind mit Detektorhaltern 70a70g an dem Detektorträger 78 befestigt. Die Detektorhalter sind vorzugsweise jus tierbar ausgeführt. Durch diese Detektorhalter kann eine einfache Justage der Anordnung erfolgen.
  • 8 zeigt einen Detektorhalter 70 im Schnitt. Der Detektorhalter verbindet ein Detektormodul 61 mit dem Detektorträger 78. hierzu ist eine Spannplatte 74 mittels der Schrauben 72 an dem Detektorträger 78 befestigt. Diese Spannplatte lässt sich aufgrund der Langlöcher 77 geringfügig gegenüber dem Detektorträger drehen. Zwischen dem Detektormodul und der Spannplatte ist ein Gummiring 75, vorzugsweise ein O-Ring eingesetzt. Gegen den elastischen Gummiring wird das Detektormodul 61 mittels weiterer Schrauben, welche durch ein Halteprofil 71 an dem Detektormodul befestigt sind und den Muttern 73 verspannt. Es werden hier vorzugsweise drei Schrauben eingesetzt, so dass das Detektormodul 61 in alle Richtungen ausgerichtet werden kann. Nach der Montage kann der Detektorhalter beispielsweise durch Klebstoff fixiert werden. Besonders bevorzugt ist es, wenn hierbei ein Zweikomponentenkleber in den Detektorhalter eingebracht wird.
  • 9 zeigt eine Draufsicht auf Detektormodule 61 des Runddetektors 60. Die Detektormodule weisen jeweils in dieser Darstellung horizontal verlaufende Detektorzeilen 62 und vertikal verlaufende Detektorspalten 63 aus einzelnen Detektormodulen auf. Die Größe eines solchen Detektormoduls liegt typischerweise in einem Bereich von 10 Mikrometer bis 500 Mikrometer, bevorzugt bei 100 Mikrometer. Da die einzelnen Detektormodule Fertigungstoleranzen haben, müssen diese individuell ausgerichtet beziehungsweise positioniert werden. Zudem müssen sich die Detektormodule geringfügig überlappen.
  • 10 zeigt die Ansicht eines weiteren Runddetektors 60 aus der Perspektive der Röntgenröhre 15. Hierin sind drei übereinander angeordnete Reihen aus Detektormodulen vorgesehen. Die obere Reihe mit den Detektormodulen 61o61u ist gegenüber der mittleren Reihe mit den Detektormodulen 61h61n verkippt. Gleiches gilt für die untere Reihe mit den Detektormodulen 61a61g. Durch die verkippte obere und untere Reihe ergibt sich eine Annäherung an eine gewölbte Bauform
  • 11 zeigt einen Detektorträger, welcher beispielsweise aus Aluminium hergestellt ist. Dieser Träger weist Aufnahmeflächen zur Befestigung der einzelnen Detektormodule auf.
  • 1
    Messwerte des ersten Integrationsintervalls
    2
    Messwerte des zweiten Integrationsintervalls
    3
    Messwerte des dritten Integrationsintervalls
    4
    Messwerte des vierten Integrationsintervalls
    10
    erstes Detektormodul
    11
    zweites Detektormodul
    12
    drittes Detektormodul
    13–16
    Pixel
    17
    Bewegungsrichtung
    18
    TDI Integrationsrichtung
    19
    Detektorspalte
    20–25
    Überlappungsbereiche
    40–48
    Detektorspalten des ersten Detektormoduls 10
    50–57
    Detektorspalten des zweiten Detektormoduls 11
    61
    Detektormodule
    62
    Detektorzeile
    63
    Detektorspalte
    64
    Auswerteeinheit
    70
    Detektorhalter
    71
    Halteprofil
    72
    Schraube
    73
    Mutter
    74
    Spannplatte
    75
    Gummiring
    77
    Langloch
    78
    Detektorträger
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 5828408 [0002]
    • - US 5744806 [0003]
    • - US 2004/0017224 A1 [0004]

Claims (8)

  1. Röntgendetektor zur Aufnahme eines sich gegenüber dem Detektor bewegenden Objekts umfassend wenigstens zwei Detektormodule (10, 11, 12) zur Erfassung einzelner Pixelwerte, die derart nebeneinender angeordnet sind, dass sie sich teilweise überlappen, wobei die Detektormodule zur Durchführung einer TDI (Time Delayed Integration) ausgebildet sind, und hierzu entsprechend der Bewegung des Objekts gegenüber dem Detektor Pixelwerte in Richtung der Bewegung des Objekts verschieben, dadurch gekennzeichnet, dass eine Auswerteeinheit (64) mit den Detektormodulen (10, 11, 12) verbunden ist und im Bereich der Überlappung aus Pixelwerten der Detektormodule korrigierte Pixelwerte ermittelt.
  2. Röntgendetektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur Durchführung einer TDI Detektorspalten (19) umfassend mehrere Pixel (13, 14, 15) innerhalb eines Detektormoduls verschoben werden, wobei keine Verschiebung von einem Detektormodul in ein anderes Detektormodul erfolgt.
  3. Röntgendetektor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Auswerteeinheit (64) im Bereich der Überlappung die Pixelwerte der sich überlappenden Detektormodule (10, 11, 12) addiert, wobei die einzelnen Pixelwerte vor der Addition noch skaliert werden können.
  4. Röntgendetektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Röntgendetektor eine gewölbte Form aufweist.
  5. Röntgendetektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlappung der Detektormodule derart ausgeführt ist, dass in Verschiebungsrichtung das Ende eines Detektormodules unter dem Anfang des nächsten Detektormodules liegt.
  6. Röntgendetektor nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Röntgendetektor ein gekachelter Runddetektor ist, welcher einen gewölbten Detektorträger (78) umfasst, auf dem mittels Detektorhaltern (70) Detektormodule (61) befestigt sind.
  7. Röntgengerät umfassend einen Röntgendetektor nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
  8. Verfahren zum Betrieb eines Röntgendetektors umfassend wenigstens zwei nebeneinander angeordnete, sich teilweise überlappende Detektormodule (10, 11, 12) zur Aufnahme eines sich gegenüber dem Detektor bewegenden Objekts, umfassend die Schritte a. Durchführung einer TDI (Time Delayed Integration) mit einer vorgegebenen Anzahl von Integrationsschritten b. Ermittlung der Pixelwerte aus dem Bereich der Überlappung durch gewichtete Addition der Pixelwerte aus dem Bereich der Überlappung der sich überlappenden Detektormodule.
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