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HINTERGRUND
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Die
Erfindung betrifft im Wesentlichen das Gebiet medizinischer Datenverarbeitung
und insbesondere Techniken zum Trainieren und Nutzen von lernenden
Automaten bzw. Maschinen.
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Auf
dem medizinischen Gebiet stehen viele unterschiedliche Werkzeuge
zum Erkennen und Behandeln von Zuständen eines Patienten zur Verfügung. Herkömmlicherweise
würden Ärzte Patienten untersuchen
und aus einer riesigen Palette über
Jahre des Studiums und der Erfahrung zusammengetragener persönlicher
Kenntnis schöpfen,
um von Patienten empfundene Probleme und Zustände zu identifizieren und um
geeignete Behandlungen festzulegen. Quellen für Unterstützungsinformationen umfassten
herkömmlicherweise
weitere Fachärzte, Nachschlagewerke
und Handbücher,
relativ einfache Untersuchungsergebnisse und Analysen usw. Innerhalb
der letzten Jahrzehnte und insbesondere in den letzten Jahren wurde
eine große
Palette weiterer Referenzmaterialien und Entscheidungsfindungs-Unterstützungswerkzeuge
für den
Facharzt verfügbar,
welche die verfügbaren
Ressourcen erheblich erweitern und die Patientenbetreuung intensivieren
und verbessern.
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Beispielsweise
können
riesige Mengen an patientenbezogenen Informationen, wie z. B. Personenkenndaten,
Patientengeschichte, Testergebnisse, Bilddaten und dergleichen,
für diesen
Patienten gesammelt und in elektronischer Form in einer elektronischen
Patientenakte (EMR, Electronic Medical Record) sein. Derartige EMRs
können
den Entscheidungsfindungsprozess eines Arztes verbessern, indem
sie dem Arzt alle oder einen wesentlichen Teil von relevanten Patientendaten
in einer effizienten Weise zur Verfügung stellen, statt zu erfordern,
dass der Arzt die Daten von mehreren Orten und Quellen zusammensammelt.
Ferner ist nachvollziehbar, dass die Sammlung relevanter Patientendaten
an einer zentralen Stelle, wie z. B. in einer EMR, die Entwicklung
von Entscheidungsfindungs-Unterstützungswerkzeugen zur Unterstützung des
Arztes bei der Diagnose und Behandlung eines Patienten fördern kann.
Eine ”aktive” EMR nutzt
beispielsweise die Daten in der EMR in einem Verarbeitungsalgorithmus, um
dem Arzt in einem Entscheidungsfindungsprozess Unterstützung zu
geben.
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Ein
exemplarischer Verarbeitungsalgorithmus kann ein lernender Algorithmus
zur Klassifizierung von Objekten auf der Basis ihrer Merkmale zur Lösung interessierender
Probleme sein. Es ist jedoch nachvollziehbar, dass die Entwicklung
eines derartigen lernenden Algorithmus, einschließlich des
Trainings und des Tests des lernenden Algorithmus, typischerweise
ein langer Prozess ist. Ferner hängen derartige
lernende Algorithmen oft von für
das Datenerfassungssystem, mit welchem die Daten erfasst wurden,
charakteristischen Dateneigenschaften ab. Demzufolge werden in medizinischen
Anwendungen lernende Algorithmen aufgrund des Umstandes, dass sich
die medizinische Technologie rasch entwickelt und dass auf der Basis
zuvor erfasster Daten trainierte und getestete lernende Algorithmen
nicht mehr bei mit neueren oder unterschiedlichen Technologien erfassten
aktuellen Daten anwendbar sind, selten genutzt.
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KURZBESCHREIBUNG
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Bestimmte
Aspekte, die dem Rahmen der ursprünglich beanspruchten Erfindung
entsprechen, sind nachstehend beschrieben. Es dürfte sich verstehen, dass diese
Aspekte lediglich darge stellt werden, um dem Leser eine Kurzbeschreibung
bestimmter Formen zu geben, die die Erfindung annehmen kann, und
dass diese Aspekte nicht als Einschränkung des Schutzumfangs der
Erfindung gedacht sind. Tatsächlich
kann die Erfindung eine Vielfalt von Aspekten umfassen, die nachstehend
nicht angegeben sein können.
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Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung können
im Wesentlichen Techniken zum Trainieren eines lernenden Algorithmus
oder Automaten und zum Verarbeiten von Daten mit einem derartigen Algorithmus
oder Automaten betreffen. In einer Ausführungsform wird ein lernender
Automat (eine lernende Maschine) mittels eines datengesteuerten Prozesses
trainiert, getestet und validiert. In einer weiteren Ausführungsform
werden Daten von einem oder mehreren Datenerfassungssystemen erhalten, und
es werden bezüglich
der Erfassungsquelle invariante Merkmale aus den Daten abgeleitet
und anschließend
durch einen lernenden Algorithmus verarbeitet, um eine Entscheidungsfindungsunterstützung für einen
Benutzer bereitzustellen. Insbesondere stellt der Prozess in einer
Ausführungsform
eine Entscheidungsfindungsunterstützung für einen Arzt bei der Diagnose
eines Patienten bereit.
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Es
können
verschiedene Weiterentwicklungen der vorstehend genannten Merkmale
in Bezug auf verschiedene Aspekte der vorliegenden Erfindung bestehen.
Weitere Merkmale können
ebenfalls in diese verschiedenen Aspekte einbezogen sein. Diese
Weiterentwicklungen und zusätzlichen
Merkmale können
einzeln oder in beliebiger Kombination vorliegen. Beispielsweise
können
verschiedene nachstehend in Bezug auf eine oder mehrere von den
dargestellten Ausführungsformen
diskutierte Merkmale in einem beliebigen von den vorstehend beschriebenen
Aspekten der vorliegenden Erfindung alleine oder in irgendeiner
Kombination einbezogen sein. Wiederum soll die vorstehend präsen tierte Kurzbeschreibung
nur den Leser mit bestimmten Aspekten und Zusammenhängen der
vorliegenden Erfindung ohne Einschränkung des beanspruchten Erfindungsgegenstandes
vertraut machen.
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ZEICHNUNGEN
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Diese
und weitere Merkmale, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden besser verständlich,
wenn die nachstehende detaillierte Beschreibung unter Bezugnahme
auf die beigefügten Zeichnungen
gelesen wird, in welchen gleiche Bezugszeichen gleiche Teile durchgängig durch
die Zeichnungen bezeichnen, in welchen zeigen:
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1 eine
Blockdarstellung einer exemplarischen prozessorbasierenden Vorrichtung
oder eines prozessorbasierten Systems gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung;
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2 eine
Blockdarstellung, welche allgemein den Betrieb eines ein Datenerfassungssystem und
ein Datenverarbeitungssystem enthaltenden exemplarischen Systems
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung veranschaulicht;
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3 eine
allgemeine schematische Darstellung einer exemplarischen Datenerfassungsressource
von 2, welche verschiedene allgemeine Komponenten
oder Module zur Erfassung eine Körperfunktion
und einen Zustand repräsentierender elektrischer
Daten enthält;
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4 eine
allgemeine schematische Darstellung bestimmter funktionaler Komponenten
eines medizinischen Diagnosebildgebungssystems, das Teil einer Datenerfassungsressource
gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung sein kann;
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5 eine
schematische Darstellung eines exemplarischen Röntgen-Bildgebungssystems, welches
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
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6 eine
schematische Darstellung eines exemplarischen Magnetresonanz-Bildgebungssystems,
welches gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
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7 eine
schematische Darstellung eines exemplarischen Computertomographie-Bildgebungssystems,
welches gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
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8 eine
schematische Darstellung eines exemplarischen Positronen-Emmisions-Tomographie-Bildgebungssystems,
welches gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung verwendet werden kann;
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9 ein
Flussdiagramm eines exemplarischen Datenverarbeitungsverfahrens,
das gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung bereitgestellt wird;
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10 eine
Blockdarstellung, die verschiedene Module veranschaulicht, die eingesetzt
werden können,
um das Verfahren nach 9 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung auszuführen;
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11 ein
Ablaufdiagramm eines Prozesses, um eine Ausgabe an einen Benutzer
gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung zu liefern; und
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12 ein
Ablaufdiagramm eines exemplarischen Verfahrens zum Trainieren und
Validieren eines lernenden Automaten gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
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Eine
oder mehrere spezifische Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung sind nachstehend beschrieben. In dem
Bemühen,
eine knappe Beschreibung dieser Ausführungsformen zu liefern, können nicht
alle Merkmale einer tatsächlichen
Implementierung in der Beschreibung beschrieben werden. Es dürfte nachvollziehbar
sein, dass bei der Entwicklung von jeder derartigen tatsächlichen
Implementierung wie bei jedem technischen oder konstruktiven Projekt,
zahlreiche implementationsspezifische Entscheidungen getroffen werden
müssen,
um die spezifischen Ziele des Entwicklers, wie z. B. eine Übereinstimmung
mit systembezogenen und geschäftsbezogenen
Randbedingungen, zu erzielen, welche von einer Implementierung zur
anderen variieren können.
Ferner dürfte
nachvollziehbar sein, dass eine derartige Entwicklungsanstrengung
zwar komplex und zeitaufwendig sein kann, aber trotzdem für den gewöhnlichen
Fachmann mit dem Vorteil dieser Offenbarung ein routinemäßiges Unterfangen
zur Auslegung, Herstellung und Fertigung darstellen würde.
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Wenn
Elemente verschiedener Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung eingeführt werden, sollen die Artikel ”einer,
eines, eine”, ”der, die,
das” und ”besagter,
besagte, besagtes” die
Bedeutung haben, dass eines oder mehrere von den Elementen vorhanden
sein können.
Die Begriffe ”aufweisen”, ”enthalten” und ”haben” sollen
einschließend
sein und die Bedeutung haben, dass zusätzliche weitere Elemente außer den
aufgelisteten Elementen vorhanden sein können. Ferner ist, obwohl der
Begriff ”exemplarisch” hierin
in Verbindung mit bestimmten Beispielen von Aspekten oder Ausführungsformen
der vorliegend offenbarten Technik verwendet werden kann, nachvollziehbar,
dass diese Beispiele veranschaulichender Natur sind und dass der
Begriff ”exemplarisch” hierin
nicht zur Angabe irgendeiner Präferenz
oder Notwendigkeit in Bezug auf einen offenbarten Aspekt oder eine
offenbarte Ausführungsform
verwendet wird. Ferner erfolgt jede Verwendung der Begriffe ”oben”, ”unten”, ”über”, ”unter”, weiterer
Positionsbegriffe und Varianten dieser Begriffe zur Vereinfachung
und erfordert keine spezielle Orientierung der beschriebenen Komponenten.
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Indem
nun auf die Zeichnungen verwiesen und zunächst auf 1.
Bezug genommen wird, ist dort ein exemplarisches prozessorbasierendes
System 10 zur Verwendung in Verbindung mit der vorliegenden
Technik dargestellt. In einer Ausführungsform ist das exemplarische
prozessorbasierende System 10 ein Allzweckcomputer, wie
z. B. ein Personal Computer, der dafür konfiguriert ist, eine Vielfalt
von Software einschließlich
Software, welche die gesamte oder einen Teil der vorliegenden Technik
implementiert, ablaufen zu lassen. Alternativ kann in weiteren Ausführungsformen
das prozessorbasierende System 10 unter anderem einen Mainframe-Computer,
ein verteiltes Computersystem oder ein anwendungsspezifischer Computer
oder eine Workstation sein, die dafür konfiguriert ist, die gesamte
oder einen Teil der vorliegenden Technik auf der Basis spezialisierter
Software und/oder Hardware, die als Teil des Systems bereitgestellt
ist, zu implementieren. Ferner kann das prozessorbasierende System 10 entweder
nur einen einzigen Prozessor oder mehrere Prozessoren enthalten,
um die Implementierung der vorliegend offenbarten Funktionalität zu ermöglichen.
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Im
Wesentlichen enthält
das exemplarische prozessorbasierende System 10 einen Mikrocontroller
oder Mikroprozessor 12, wie z. B. eine zentrale Verarbeitungseinheit
(CPU), welche verschiedene Routinen und Verarbeitungsfunktionen
des Systems 10 ausführt.
Beispielsweise kann der Mikroprozessor 12 verschiedene
Betriebssysteminstruktionen sowie Softwareroutinen ausführen, die
dafür konfiguriert sind,
bestimmte Prozesse zu be wirken und die in einem Erzeugnis gespeichert
sind oder bereitgestellt werden, das ein computerlesbares Medium,
wie z. B. einen Speicher 14 (z. B. einen Direktzugriffsspeicher (RAM)
eines Personal Computers) oder eine oder mehrere Massenspeichervorrichtungen 16 (z.
B. ein internes oder externes Festplattenlaufwerk, eine Festkörperspeichervorrichtung,
CD-ROM, DVD oder andere Speichervorrichtung) beinhalten kann. Zusätzlich verarbeitet
der Mikroprozessor 12 Daten, die als Eingaben für verschiedene
Routinen oder Softwareprogramme geliefert werden, wie z. B. Daten, die
als Teil der vorliegenden Technik in computerbasierenden Implementierungen
geliefert werden.
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Derartige
Daten können
in dem Speicher 14 oder der Massenspeichervorrichtung 16 gespeichert oder
bereitgestellt werden. Alternativ können derartige Daten an den
Mikroprozessor 12 über
eine oder mehrere Eingabevorrichtungen 18 geliefert werden. Wie
der Fachmann auf diesem Gebiet nachvollziehen kann, können die
Eingabevorrichtungen 18 manuelle Eingabevorrichtungen,
wie z. B. eine Tastatur, eine Maus oder dergleichen, umfassen. Zusätzlich können die
Eingabevorrichtungen 18 eine Netzwerkvorrichtung, wie z.
B. eine drahtgebundene oder drahtlose Ethernetkarte, einen drahtlosen
Netzwerkadapter oder irgendwelche verschiedenen Ports oder Vorrichtungen
umfassen, die dafür
konfiguriert sind, eine Kommunikation mit anderen Vorrichtungen über irgendein
geeignetes Netzwerk 24, wie z. B. ein lokales Netzwerk
oder das Internet, bereitzustellen. Über eine derartige Netzwerkvorrichtung
kann das System 10 mit anderen vernetzten elektronischen Systemen
entweder in der Nähe
oder entfernt von dem System 10 Daten austauschen und kommunizieren.
Es ist nachvollziehbar, dass das Netzwerk 24 verschiedene
Komponenten enthalten kann, die eine Kommunikation ermöglichen,
wie z. B. Switches, Router, Server oder weitere Computer, Netzwerkadapter,
Kommunikationskabel usw.
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Von
dem Mikroprozessor 12 erzeugte Ergebnisse, wie z. B. die
durch Verarbeitung von Daten gemäß einer
oder mehreren gespeicherten Routinen erhaltene Ergebnisse, können an
eine Bedienungsperson über
eine oder mehrere Ausgabevorrichtungen, wie z. B. eine Anzeigevorrichtung 20 und/oder einen
Drucker 22, geliefert werden. Auf der Basis der dargestellten
oder ausgedruckten Ergebnisse kann eine Bedienungsperson eine zusätzliche
oder alternative Verarbeitung anfordern oder zusätzliche oder alternative Daten
beispielsweise über
die Eingabevorrichtung 18 liefern. Wie der Fachmann auf
diesem Gebiet nachvollziehen kann, kann eine Kommunikation zwischen
den verschiedenen Komponenten des prozessorbasierenden Systems 10 typischerweise über einen
Chipsatz und einen oder mehrere Busse oder Zwischenverbindungen
erzielt werden, welche die Komponenten des Systems 10 elektrisch
miteinander verbinden. Insbesondere kann in bestimmten Ausführungsformen
der vorliegenden Technik das exemplarische prozessorbasierende System 10 dafür konfiguriert
sein, Daten zu verarbeiten und Objekte in den Daten mit einem lernenden
Algorithmus, wie nachstehend detaillierter diskutiert, zu klassifizieren.
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Ein
exemplarisches System 30 zum Erfassen und Verarbeiten von
Daten gemäß einer
Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung ist in 2 dargestellt.
Das System 30 enthält
ein oder mehrere Datenerfassungssysteme 32, die Daten von
oder bezüglich
eines Patienten 36 sammeln. Die Daten 34 können entweder
Bilddaten oder Nicht-Bilddaten oder beides enthalten, welche unter
anderem Meta-Daten einer elektronischen Patientenakte (EMR) enthalten
können.
Ferner können
die Daten 34 von statischen oder dynamischen Datenquellen,
einschließlich
der Datenerfassungssysteme 32, empfangen werden und durch
ein Datenverarbeitungssystem 38 verarbeitet werden. Das
Datenverarbeitungssystem 38 kann das vorstehend beschriebene prozessorbasierende
System 10 oder irgendwelche anderen oder zusätzlichen Komponenten
oder Systeme, die eine Datenverarbeitung gemäß der vorliegend offenbarten
Technik ermöglichen,
enthalten.
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Es
ist nachvollziehbar, dass die Daten 34 in einer Datenbank 40 gespeichert
werden können
und dass das Datenverarbeitungssystem 38 die Daten 34 direkt
von den Datenerfassungssystemen 32, aus der Datenbank 40 oder
in irgendeiner anderen geeigneten Weise erhalten kann. Ferner kann
das Datenverarbeitungssystem 38 auch zusätzliche
Daten aus der Datenbank 40 zur Verarbeitung erhalten. Wie
es nachstehend detaillierter beschrieben ist, kann die durch das
Datenverarbeitungssystem 38 durchgeführte Verarbeitung eine Organisierung
der Daten 34 oder zusätzlicher
Daten in mehrere Objekte auf der Basis eines interessierenden Problems,
eine Ableitung quelleninvarianter Merkmale aus den organisierten
Daten, eine Klassifizierung der Objekte auf der Basis der quelleninvarianten
Merkmale, eine Organisierung der Ergebnisse, um die Lösung des
interessierenden Problems zu erleichtern, und eine Ausgabe einer
bestimmten Anzeige der Ergebnisse beinhalten, wie es allgemein durch
den Bericht 42 in 2 angezeigt
ist. Es sollte auch angemerkt werden, dass das Datenverarbeitungssystem 38 ein
prozessorbasierendes System wie das in 1 dargestellte
sein und jede beliebige geeignete Kombination von Hardware und/oder
Software enthalten kann, die dafür
angepasst sind, die vorliegend offenbarte Funktonalität auszuführen. Ferner
ist, obwohl bestimmte Ausführungsformen
der vorliegenden Technik unter Bezugnahme auf medizinische Daten
und Vorrichtungen erläutert
sein können,
anzumerken, dass die Nutzung der vorliegenden Technik bei nicht-medizinischen
Daten und Systemen ebenfalls vorgesehen ist.
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Obwohl
zusätzliche
Details des Betriebs eines Datenverarbeitungssystems 38 gemäß bestimmten
Ausführungsformen
nachstehend bereitgestellt werden, wird zuerst angemerkt, dass die vorliegend offenbarten
Techniken auf Daten anwendbar sind, die aus einer breiten Palette
von Datenquellen (z. B. Datenerfassungssystemen 32) erhalten
werden und variierende Eigenschaften und Formate haben, die von der
Art der Datenquelle abhängen
können,
aus welcher die Daten erhalten werden. In einigen Ausführungsformen
kann ein exemplarisches Datenerfassungssystem 50 bestimmte
typische Module oder Komponenten, wie sie allgemein in 3 dargestellt sind,
enthalten. Diese Komponenten. können
Sensoren oder Wandler 52 beinhalten, welche auf oder um einen
Patienten herum platziert sein können,
um bestimmte interessierende Parameter zu detektieren, die medizinische
Ereignisse oder Zustände
anzeigen können.
Somit können
die Sensoren von dem Körper oder
Abschnitten des Körpers
ausgehende elektrische Signale, von bestimmten Bewegungsarten (z. B.
Puls, Atmung) erzeugten Druck, oder Parameter, wie Bewegung, Reaktionen
auf Reize usw., detektieren. Die Sensoren 52 können auf
Außenbereichen des
Körpers
platziert sein, können
aber auch eine Platzierung innerhalb des Körpers, wie z. B. mittels Katheter,
injizierter oder aufgenommener Einrichtungen, mit Sendern ausgerüsteter Kapseln
usw., umfassen.
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Die
Sensoren erzeugen für
die gemessenen Parameter repräsentative
Signale oder Daten. Derartige Rohdaten können an ein Datenerfassungsmodul 54 übertragen
werden. Das Datenerfassungsmodul kann abgetastete oder analoge Daten
akquirieren und verschiedene anfängliche
Operationen an den Daten, wie z. B. eine Filterung, Multiplexierung
usw., durchführen.
Die Daten können
dann an ein Signalaufbereitungsmodul 56 übertragen
werden, bei dem eine weitere Verarbeitung durchgeführt wird,
wie z. B. eine zusätzliche
Filterung, Analog/Digital-Umwandlung usw. Ein Verarbeitungsmodul 58 empfängt dann die
Daten und führt
Verarbeitungsfunktionen durch, welche eine einfache oder detaillierte
Analyse der Daten beinhalten kann. Eine Anzeige/Benutzer-Schnittstelle 60 ermöglicht eine
Beeinflussung, Betrachtung und Ausgabe der Daten in einem vom Benutzer
gewünschten
Format, wie z. B. als Kurven auf Bildschirmanzeigeeinrichtungen,
als Hardcopy usw. Das Verarbeitungsmodul 58 kann auch die
Daten zur Kennzeichnung so markieren oder analysieren, dass Anmerkungen,
Begrenzungs- oder Bezeichnungsachsen oder Pfeile und weitere Zeichen auf
der über
die Schnittstelle 60 erzeugten Ausgabe erscheinen. Schließlich dient
ein Archivmodul 62 dazu, die Daten entweder lokal innerhalb
der Ressource oder an einer entfernten Stelle zu speichern. Das Archivierungsmodul
kann auch eine Umformatierung oder Reorganisation der Daten, Kompression
der Daten, Dekompression der Daten usw. ermöglichen. Die spezielle Konfiguration
der in 3 dargestellten verschiedenen Module und Komponenten
variiert natürlich
abhängig
von der Art der Ressource und, wenn ein Bildgebungssystem vorliegt,
der damit verbundenen Modalität.
Schließlich
können,
wie es allgemein mit dem Bezugszeichen 24 dargestellt ist,
die in 3 dargestellten Module und Komponenten direkt
oder indirekt mit externen Systemen und Ressourcen über ein
Netzwerk verknüpft
sein, welches die Übertragung
von Daten 34 von dem Datenerfassungssystem 32 an
das Datenverarbeitungssystem 38 oder die Datenbank 40 ermöglicht.
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Es
ist nachvollziehbar, dass die Datenerfassungssysteme 32 eine
Anzahl von Nicht-Bildgebungssystemen enthalten können, die in der Lage sind,
gewünschte
Daten von einem Patienten zu sammeln. Beispielsweise können die
Datenerfassungssysteme 32 unter anderem ein Elektroenzephalographie-(EEG)-System,
ein Elektrokardiographie-(EKG)-System oder ein Elektromyographie-(EMG)-System, ein
Elektroimpedanz-Tomographie-(EIT)-System, ein Elektronystagmographie-(ENG)-System,
ein zum Sammeln von Nervenleitungsdaten eingerichtetes System oder
irgendeine Kombination dieser Systeme enthalten. Die Datenerfassungssysteme
können
auch oder anstelle davon verschiedene Bildgebungsquel len, wie nachstehend unter
Bezugnahme auf die 4–8 erläutert, enthalten.
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Es
ist nachvollziehbar, dass derartige Bildgebungssysteme zur Diagnose
medizinischer Ereignisse und Zustände sowohl in weichem als auch
in hartem Gewebe und zur Analyse von Strukturen und Funktionen spezifischer
Anatomien eingesetzt werden können.
Ferner stehen Bildgebungssysteme zur Verfügung, welche während chirurgischer
Eingriffe verwendet werden können,
um z. B. die Führung
chirurgischer Komponenten durch Gebiete zu unterstützen, welche
schwierig zugänglich
oder nicht zu visualisieren sind. 4 stellt
eine allgemeine Übersicht exemplarischer
Bildgebungssysteme dar, und die anschließenden Figuren bieten detailliertere
Einsichten in die Hauptsystemkomponenten spezifischer Modalitätssysteme.
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Gemäß 4 enthält ein Bildgebungssystem 70 allgemein
eine bestimmte Art einer Bildgebungsvorrichtung 72, welche
Signale detektiert und die Signale in nutzbare Daten umwandelt.
Wie es nachstehend vollständiger
beschrieben ist, kann die Bildgebungsvorrichtung 72 gemäß verschiedenen physikalischen
Prinzipien zur Erzeugung der Bilddaten arbeiten. Im Allgemeinen
werden jedoch interessierende Bereiche in einem Patienten kennzeichnende
Bilddaten durch die Bildgebungsvorrichtung entweder auf einem herkömmlichen
Träger,
wie z. B. einem fotographischen Film, oder in einem digitalen Medium
erzeugt.
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Die
Bildgebungsvorrichtung arbeitet unter der Steuerung der Systemsteuerschaltung 74.
Die Systemsteuerschaltung kann einen breiten Bereich von Schaltungen
enthalten, wie z. B. Strahlungsquellen-Steuerschaltungen, Zeittaktschaltungen,
Schaltungen für
die Koordinierung der Datenerfassung in Verbindung mit Patienten-
oder Tischbewegungen, Schaltungen für die Steuerung der Position
der Strahlungsquellen oder anderer Quellen und/oder Detektoren usw.
Die Bildgebungsvorrichtung 72 kann anschließend an
die Erfassung der Bilddaten oder Signale die Signale z. B. zur Umwandlung
in digitale Werte verarbeiten und gibt die Bilddaten an die Datenerfassungsschaltung 76 weiter.
In dem Falle von analogen Medien, wie z. B. einem fotographischen Film,
kann das Datenerfassungssystem im Wesentlichen Träger für den Film
sowie eine Ausrüstung
zur Entwicklung des Films und zur Erzeugung von Hartkopien enthalten,
die anschließend
digitalisiert werden können.
Bei digitalen Systemen kann die Datenerfassungsschaltung 76 einen
breiten Bereich von anfänglichen
Verarbeitungsfunktionen, wie z. B. eine Anpassung digitaler Dynamikbereiche,
eine Glättung oder
Schärfung
der Daten sowie eine Kompilierung von Datenströmen und Dateien nach Wunsch
ausführen.
Die Daten werden dann an eine Datenverarbeitungsschaltung 78 übertragen,
in welcher eine zusätzliche
Verarbeitung und Analyse durchgeführt wird. Für herkömmliche Medien, wie z. B. einen
fotographischen Film, kann das Datenverarbeitungssystem eine Textinformation
zu den Filmen hinzufügen sowie
bestimmte Anmerkungen oder Patientenidentifizierungsinformationen
anbringen. Für
die verschiedenen verfügbaren
digitalen Bildgebungssysteme führt
die Datenverarbeitungsschaltung eine Grundanalyse der Daten, Ordnung
von Daten, Schärfung, Glättung, Merkmalserkennung
usw. durch.
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Schließlich werden
die Bilddaten an irgendeine Art einer Bedienerschnittstelle zur
Betrachtung und Analyse weitergeleitet. Obwohl Operationen an den
Bilddaten vor der Betrachtung durchgeführt werden können, ist
die Bedienerschnittstelle 80 an einem gewissen Punkt für die Betrachtung
rekonstruierter Bilder auf der Basis der gesammelten Bilddaten nützlich.
Es sollte angemerkt werden, dass in dem Falle eines fotographischen
Films Bilder typischerweise auf Lichtkästen oder ähnlichen Anzeigevorrichtungen
angeordnet werden, um Radiologen oder behandelnden Ärzten zu
ermöglichen,
leichter Bildfolgen auszuwerten und zu kommentieren. Die Bilder
können
auch in Kurzzeit- oder Langzeitspeichervorrichtungen, die für die vorliegenden
Zwecke als im Wesentlichen in der Schnittstelle 80 enthalten betrachtet
werden, wie z. B. in Bilder archivierenden Kommunikationssystemen
gespeichert werden. Die Bilddaten können auch an entfernte Stellen,
wie z. B. an ein entfernt befindliches Datenverarbeitungssystem 38, über das
Netzwerk 24 übertragen
werden. Es sollte auch angemerkt werden, dass von einem allgemeinen
Standpunkt aus die Bedienerschnittstelle 80 eine Steuerung
des Bildgebungssystems typischerweise über eine Schnittstelle zu der
Systemsteuerschaltung 74 bereitstellt. Ferner sollte auch
angemerkt werden, dass mehr als nur eine einzige Bedienerschnittstelle 80 vorgesehen
sein können.
Demzufolge kann ein bildgebender Scanner oder eine Station eine
Schnittstelle enthalten, welche die Regulierung der in der Bilddatenerfassungsprozedur
beteiligten Parameter ermöglicht,
während
eine andere Bedienerschnittstelle für die Manipulation, Verbesserung
und Betrachtung der resultierenden rekonstruierten Bilder vorgesehen
sein kann.
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Indem
nun detailliertere Beispiele von Bildgebungssystemen, die in Verbindung
mit der vorliegenden Technik eingesetzt werden können, behandelt werden, ist
ein digitales Röntgensystem 84 allgemein
in 5 dargestellt. Es sollte angemerkt werden, dass,
obwohl auf ein digitales System in 5 Bezug
genommen wird, natürlich
auch herkömmliche Röntgensysteme
bei der vorliegenden Technik verwendet werden können. Insbesondere können herkömmliche
Röntgen-Systeme
extrem nützliche Werkzeuge
sowohl in der Form eines fotographischen Films als auch in der Form
digitalisierter Bilddaten bereitstellen, die beispielsweise unter
Nutzung eines Digitalisierers aus dem fotographischen Film extrahiert
wurden.
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Das
in 5 dargestellte System 84 enthält eine
Strahlungsquelle 86, typischerweise eine Röntgenröhre, die
für die
Emission eines Strahlbündels 88 ausgelegt
ist. Die Strahlung kann typischerweise durch die Einstellung von
Parametern der Quelle 86, wie z. B. der Art des Targets,
des Eingangsleistungspegels und des Filtertyps, aufbereitet oder
angepasst werden. Das resultierende Strahlungsbündel 88 wird typischerweise
durch einen Kollimator 90 geleitet, welcher die Ausdehnung
und die Form des auf den Patienten 36 gerichteten Strahlbündels bestimmt.
Ein Abschnitt des Patienten 36 ist in dem Pfad des Strahlbündels 88 platziert,
und das Strahlbündel
trifft auf einen digitalen Detektor 92 auf.
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Der
Detektor 92, welcher typischerweise eine Matrix von Pixeln
enthält,
codiert die Intensitäten der
auf verschiedene Stellen in der Matrix auftreffenden Strahlen. Ein
Szintillator wandelt die Hochenergie-Röntgenstrahlung in Photonen
niedrigerer Energie um, welche von Photodioden in dem Detektor detektiert
werden. Die Röntgenstrahlung
wird durch Gewebe in dem Patienten abgeschwächt, so dass die Pixel unterschiedliche
Abschwächungspegel
identifizieren, die zu verschiedenen Intensitätspegeln führen, welche die Basis für ein letztlich
rekonstruiertes Bild ergeben.
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Die
Steuerschaltung und Datenerfassungsschaltung sind zur Steuerung
des Bilderfassungsprozesses und zur Detektion und Verarbeitung der
resultierenden Signale vorgesehen. Insbesondere ist in der Darstellung
von 5 eine Quellensteuerung 94 für die Einstelloperation
der Strahlungsquelle 86 vorgesehen. Eine weitere Steuerschaltung
kann natürlich
für steuerbare
Aspekte des Systems, wie z. B. eine Tischposition, eine Strahlungsquellenposition usw.,
vorgesehen sein. Die Datenerfassungsschaltung 96 ist mit
dem Detektor 92 gekoppelt und ermöglicht das Auslesen der Ladung
an den Photodetektoren an schließend
an eine Bestrahlung. Im Allgemeinen wird eine Ladung auf den Photodetektoren durch
das Auftreffen von Strahlung verringert, und die Photodetektoren
werden sequentielll wiederaufgeladen, um die Verringerung zu messen.
Die Ausleseschaltung kann eine Schaltung zum systematischen Auslesen
von Zeilen und Spalten der Photodetektoren entsprechend den Pixelstellen
der Bildmatrix enthalten. Die resultierenden Signale werden dann
durch die Datenerfassungsschaltung 96 digitalisiert und
an die Datenverarbeitungsschaltung 98 weitergeleitet.
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Die
Datenverarbeitungsschaltung 98 kann eine Reihe von Operationen,
einschließlich
einer Anpassung von Nullpunktverschiebungen, Verstärkungen
und dergleichen, an den digitalen Daten, sowie verschiedene Bildverbesserungsfunktionen,
durchführen.
Die resultierenden Daten werden dann an eine Benutzerschnittstelle,
das Datenverarbeitungssystem 38 oder eine Speichervorrichtung
zur Kurzzeit- oder Langzeitspeicherung weitergeleitet. Die auf der
Basis der Daten rekonstruierten Bilder können auf der Benutzerschnittstelle
angezeigt werden oder können
an andere Stellen beispielsweise über ein Netzwerk 24 zur
Betrachtung oder zusätzlichen
Verarbeitung weitergeleitet werden. Auch können digitale Daten als Basis
für die
Belichtung und das Drucken rekonstruierter Bilder auf einem herkömmlichen Hardcopy-Medium,
wie z. B. einem fotographischen Film, verwendet werden.
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6 zeigt
eine allgemeine schematische Darstellung eines Magnetresonanz-Bildgebungssystems 102.
Das System enthält
einen Scanner 104, in welchem ein Patient zur Erfassung
von Bilddaten positioniert ist. Der Scanner 104 enthält einen
Primärmagnet
zum Erzeugen eines Magnetfelds, welches gyromagnetische Materialien
in dem Körper
eines Patienten 36 beeinflusst. Da das gyromagnetische Material,
typischerweise Wasser und Stoffwechselprodukte, versucht, sich zu
dem magnetischen Feld auszurichten, erzeugen Gradientenspulen zusätzliche
magnetische Felder, welche in Bezug zueinander orthogonal orientiert
sind. Die Gradientenfelder wählen
effektiv eine Gewebescheibe bzw. -schicht durch den Patienten zur
Bildgebung aus und codieren die gyromagnetischen Materialien in
der Scheibe bzw. Schicht gemäß der Phase
und Frequenz ihrer Drehung. Eine Hochfrequenz-(RF)-Spule in dem Scanner
erzeugt Hochfrequenzimpulse zum Anregen des gyromagnetischen Materials,
und sobald das Material versucht, sich selbst zu den magnetischen Feldern
wieder auszurichten, werden magnetische Resonanzsignale ausgesandt,
welche von der Hochfrequenzspule gesammelt werden.
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Der
Scanner 104 ist mit der Gradientenspulen-Steuerschaltung 106 und
mit einer RF-Spulen-Steuerschaltung 108 gekoppelt. Die
Gradientenspulen-Steuerschaltung ermöglicht die Steuerung verschiedener
Impulssequenzen, welche Bildgebungs- und Untersuchungsmethodiken definieren, die
zum Erzeugen der Bilddaten genutzt werden. Mittels der Gradientenspulen-Steuerschaltung 106 implementierte
Impulssequenzbeschreibungen sind dafür ausgelegt, spezifische Schichten
und Anatomien abzubilden, sowie eine spezifische Bildgebung von sich
bewegendem Gewebe, wie z. B. Blut und Entschärfungsmaterialien, zu ermöglichen.
Die Impulssequenzen können
eine sequentielle Bildgebung von mehreren Schichten beispielsweise
zur Analyse verschiedener Organe oder Merkmale sowie für eine dreidimensionale
Bildrekonstruktion ermöglichen. Die
RF-Spulen-Steuerschaltung 108 ermöglicht das Anlegen von Impulsen
an die RF-Anregungsspule und dient zum Empfangen und teilweisen
Verarbeiten der resultierenden detektierten MR-Signale. Es sollte
angemerkt werden, dass ein Bereich von RF-Spulen-Strukturen für spezifische
Anatomien und Zwecke verwendet werden kann. Zusätzlich kann nur eine einzelne
RF-Spule zur Übertragung
der RF-Impulse verwen det werden, während eine andere Spule zum
Empfangen der resultierenden Signale dient.
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Die
Gradienten- und RF-Spulen-Steuerschaltung arbeiten unter der Führung einer
Systemsteuerung 110. Die Systemsteuerung implementiert Impulssequenzbeschreibungen,
welche den Bilddaten-Erfassungsprozess definieren. Die Systemsteuerung
ermöglicht
im Allgemeinen ein gewisses Maß an Anpassung
oder Konfiguration der Untersuchungssequenz mittels einer Bedienerschnittstelle 80.
-
Eine
Datenverarbeitungsschaltung 112 empfängt die detektierten MR-Signale
und verarbeitet die Signale, um Daten zur Rekonstruktion zu gewinnen. Im
Wesentlichen digitalisiert die Datenverarbeitungsschaltung 112 die
empfangenen Signale und führt eine
zweidimensionale schnelle Fourier-Transformation an den Signalen
aus, um spezifische Stellen in der ausgewählten Scheibe bzw. Schicht
zu decodieren, von welcher die MR-Signale stammen. Die resultierenden
Informationen liefern eine Anzeige der Intensität der MR-Signale, die an verschiedenen
Stellen oder Volumenelementen (Voxeln) in der Scheibe bzw. Schicht
entstehen. Jedes Voxel kann dann zu einer Pixelintensität in den
Bilddaten zur Rekonstruktion umgewandelt werden. Die Datenverarbeitungsschaltung 112 kann
einen breiten Bereich weiterer Funktionen, wie z. B. zur Bildverbesserung,
dynamischen Bereichsanpassung, Intensitätsanpassung, Glättung, Schärfung usw.,
durchführen.
Die resultierenden verarbeiteten Bilddaten werden typischerweise
an eine Bedienerschnittstelle zur Betrachtung sowie an einen Kurzzeit-
oder Langzeitspeicher weitergeleitet oder können zur zusätzlichen
Verarbeitung an ein Datenverarbeitungssystem weitergeleitet werden.
Wie in dem Falle der vorgenannten Bildgebungssysteme können die
MR-Bilddaten lokal
am Ort eines Scanners betrachtet oder an entfernt liegende Stellen
sowohl innerhalb einer Institution als auch entfernt von einer Institution über das
Netzwerk 24 übertragen
werden.
-
7 stellt
die Grundkomponenten eines Computer-Tomographie-(CT)-Bildgebungssystems dar,
das als ein Datenerfassungssystem 32 gemäß einer
Ausführungsform
verwendet werden kann. Das CT-Bildgebungssystem 116 enthält eine
Strahlungsquelle 118, welche konfiguriert ist, um eine
Röntgenstrahlung
in einem fächerförmigen Strahlbündel 120 zu
erzeugen. Ein Kollimator 122 definiert die Grenzen des
Strahlungsbündels.
Das Strahlungsbündel 120 wird
auf einen gekrümmten
Detektor 124 gerichtet, der aus einer Anordnung von Photodioden
und Transistoren besteht, die es ermöglichen, Ladungen der Dioden
auszulesen, die durch das Auftreffen der Strahlung aus der Quelle 118 verringert
werden. Die Strahlungsquelle, der Kollimator und der Detektor sind
auf einer rotierenden Gantry 126 montiert, was deren rasche
Drehung (beispielsweise bei Drehzahlen von zwei Umdrehungen pro
Sekunde) ermöglicht.
-
Während einer
Untersuchungssequenz werden, während
die Quelle und der Detektor gedreht werden, eine Reihe von Ansichts-Frames
an um einen in der Gantry positionierten Patienten 36 herum im
Winkel versetzten Stellen erzeugt. Eine Anzahl von Ansichts-Frames
(zwischen 500 und 1000) werden für
jede Umdrehung gesammelt, und eine Anzahl von Umdrehungen kann beispielsweise
in einem spiralförmigen
Muster ausgeführt
werden, während
der Patient langsam entlang der axialen Richtung des Systems bewegt
wird. Für
jeden Ansichts-Frame werden Daten von individuellen Pixelstellen
des Detektors gesammelt, um ein großes Volumen diskreter Daten
zu erzeugen. Eine Quellensteuerung 128 steuert den Betrieb
der Strahlungsquelle 118, während eine Gantry/Tisch-Steuerung 130 die
Drehung der Gantry regelt und eine Bewegung des Patienten steuert.
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Von
dem Detektor gesammelte Daten werden digitalisiert und an eine Datenerfassungsschaltung 132 weitergeleitet.
Die Datenerfassungsschaltung kann eine anfängliche Verarbeitung der Daten beispielsweise
zur Erzeugung einer Datendatei durchführen. Die Datendatei kann weitere
nützliche Informationen,
wie z. B. bezüglich
der Herzzyklen, Positionen in dem System zu spezifischen Zeitpunkten
usw., enthalten. Die Datenverarbeitungsschaltung 134 empfängt dann
die Daten und führt
eine breite Reihe von Datenmanipulationen und Berechnungen durch.
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Im
Wesentlichen können
Daten aus dem CT-Scanner in einem Bereich auf verschiedene Arten rekonstruiert
werden. Beispielsweise können
Ansichts-Frames für
eine volle 360°-Umdrehung verwendet
werden, um ein Bild einer Schicht oder Scheibe durch den Patienten
zu konstruieren. Jedoch können,
da ein Teil der Information typischerweise redundant ist (die Bildgebung
derselben Anatomien auf gegenüberliegenden
Seiten eines Patienten), reduzierte Datensätze mit Informationen für Ansichts-Frames,
die über
180° plus
dem Winkel des Strahlungsfächers
erfasst wurden, rekonstruiert werden. Alternativ werden Multisektorrekonstruktionen
eingesetzt, in welchen dieselbe Anzahl von Ansichts-Frames von Abschnitten
mehrerer Rotationszyklen rings um den Patienten erfasst werden.
Eine Rekonstruktion der Daten in nutzbare Bilder beinhaltet dann
Berechnungen von Projektionen der Strahlung auf den Detektor und
eine Identifizierung von relativen Abschwächungen der Daten durch spezifische
Stellen in dem Patienten. Die rohen, die teilweise verarbeiteten
und die vollständig
verarbeiteten Daten können
zur Nachbearbeitung, Speicherung und Bildrekonstruktion weitergeleitet
werden. Die Daten können
für eine
Bedienungsperson beispielsweise an einer Bedienerschnittstelle 80 sofort
verfügbar
sein und können über eine
Netzwerkverbindung 24 fernübertragen werden.
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8 stellt
bestimmte Basiskomponenten eines Positronen-Emissions-Tomographie-(PET)-Bildgebungssystems 140 dar.
Es ist jedoch nachvollziehbar, dass die dargestellten Komponenten
auch denen eines Einzelphotonen-Emissions-Computertomographie-(SPECT)-Systems entsprechen
könnten,
welches ebenfalls als ein Datenerfassungssystem 32 verwendet
werden kann. Das PET-Bildgebungssystem 140 enthält ein Modul 142 zur
radioaktiven Markierung, welches manchmal als ein Zyklotron bezeichnet
wird. Das Zyklotron ist eingerichtet, um bestimmte indizierte oder
radioaktiv markierte Materialien, wie z. B. Glukose, mit einer radioaktiven
Substanz herzustellen. Die radioaktive Substanz wird dann in einen
Patienten 36 injiziert, wie dies bei dem Bezugszeichen 144 angezeigt
ist. Der Patient wird dann in einen PET-Scanner 146 platziert.
Der Scanner detektiert Emissionen aus der indizierten Substanz,
wenn deren Radioaktivität
im Körper
des Patienten abklingt. Insbesondere werden manchmal als positive
Elektronen bezeichnete Positronen von dem Material emittiert, wenn
der Gehalt des Radionuklids abklingt. Die Positronen wandern über kurze
Strecken und kombinieren gegebenenfalls mit Elektronen unter einer
resultierenden Emission eines Paares von Gammastrahlen. Photovervielfacher-Szintillator-Detektoren
innerhalb des Scanners detektieren die Gammastrahlen und erzeugen
Signale auf der Basis der detektierten Strahlung.
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Der
Scanner 146 arbeitet unter der Steuerung der Scannersteuerschaltung 148,
die selbst durch eine Benutzerschnittstelle 80 gesteuert
wird. In den meisten PET-Scans wird der gesamte Körper des
Patienten gescannt, und die aus der Gammastrahlung detektierten
Signale werden an eine Datenerfassungsschaltung 150 weitergeleitet.
Die spezifische Intensität
und Lage der Strahlung kann durch die Datenverarbeitungsschaltung 152 identifiziert werden,
und es können
rekonstruierte Bilder auf der Bedienerschnittstelle 80 formuliert
und betrachtet werden, oder die rohen oder verarbeiteten Daten können für eine spätere Bildverbesserung,
-analyse und -betrachtung gespeichert werden. Die Bilder oder Bilddaten
können
dann an entfernte Stellen über eine
Verbindung zu dem Netzwerk 24 übertragen werden.
-
PET-Scans
werden typischerweise zur Erkennung von Krebs eingesetzt und um
die Auswirkungen einer Krebstherapie zu überprüfen. Die Scans können auch
zur Ermittlung eines Blutstroms, wie z. B. zu dem Herzen, verwendet
werden und können
zur Bewertung von Anzeichen für
eine Koronararterienerkrankung genutzt werden. In Kombination mit
einer myokardialen Stoffwechseluntersuchung können PET-Scans zur Unterscheidung
eines nicht-funktionierenden Herzmuskels von einem Herzmuskel eingesetzt
werden, der von einer Prozedur, wie z. B. einer angioplastischen
oder Koronararterienbypasschirurgie, um einen angemessenen Blutstrom
einzurichten, profitieren würde.
PET-Scans des Gehirns
können
ferner eingesetzt werden, um Patienten mit Gedächtnisstörungen unbestimmter Ursachen
zu beurteilen, um die Möglichkeit
des Vorhandenseins von Gehirntumoren abzuschätzen und um bestimmte Ursachen
für Anfallsleiden
zu analysieren. In diesen verschiedenen Prozeduren wird das PET-Bild auf der Basis
der unterschiedlichen Aufnahme der indizierten Materialien durch
verschiedene Gewebearten erzeugt.
-
Obwohl
bestimmte Bildgebungssysteme vorstehend für den Zweck der Erläuterung
beschrieben worden sind, sollte angemerkt werden, dass das vorliegend
offenbarte Datenverarbeitungssystem 38 Daten von zusätzlichen
und/oder speziellen Bildgebungssystemen, wie z. B. einem Fluorographie-System,
einem Mammographie-System, einem Sonographie-System, einem Thermographie-System,
weiteren nuklearmedizinischen Systemen oder einen thermoakustischen
System, verarbeiten können,
um nur einige wenige Möglichkeiten
zu nennen. Zusätzlich kann,
wie vor stehend angemerkt, das Datenverarbeitungssystem 38 auch
zusätzliche
Daten, die von anderen Nicht-Bildgebungsdatenquellen erhalten werden,
empfangen und verarbeiten, einschließlich derjenigen, die in voller Übereinstimmung
mit der vorliegenden Technik aus einer Datenbank oder einer Computer-Arbeitsstation
erhalten werden.
-
Eine
Ausführungsform
der vorliegend offenbarten Technik kann besser unter Bezugnahme
auf 9 verstanden werden, welche eine Reihe von Schritten
eines exemplarischen Datenverarbeitungsverfahrens 160 darstellt.
Wenn Daten empfangen werden, wie z. B. durch das Datenverarbeitungssystem 38,
werden die Daten in einem Schritt 162 organisiert. Wie
vorstehend erläutert,
können
die empfangenen Daten eines oder beides von Bilddaten 164 und/oder
Nicht-Bilddaten 166 beinhalten, die aus einer breiten Palette
von Datenerfassungssystemen 32 oder Datenbanken, wie z.
B. der Datenbank 40, erhalten werden. In einigen Ausführungsformen
können
die Nicht-Bilddaten parametrische Daten, nicht-parametrische Daten
(z. B. eine Fehlerereignisaufzeichnung) oder EMR-Meta-Daten enthalten.
In einer Ausführungsform
kann die Organisierung der Daten eine Indexierung von Text- und
Bildinformation, eine Anordnung dieser als Vektoren und eine Zuordnung
der Information zu derartigen Vektoren beinhalten.
-
Das
Verfahren 160 beinhaltet auch einen Schritt 168 zur
Identifizierung quelleninvarianter Merkmale in den organisierten
Daten. Wie vorstehend angemerkt, können aus mehreren unterschiedlichen
Erfassungssystemen gesammelte Daten unterschiedlicher Art sein oder
unterschiedliche Formate auf der Basis des Typs des die Daten erzeugenden Erfassungssystems
haben. Ferner sind lernende Automaten bzw. Maschinen und lernende
Algorithmen oft dafür
angepasst, spezifische Datenarten in einem spezifischen Format zu
empfangen, wie z. B. dem von nur einem einzigen Typ eines Datenerfassungssystems
(z. B. einem CT-System, einem MRI-System oder dergleichen). In verschiedenen
Ausführungsformen
der vorliegenden Erfindung kann jedoch das Datenverarbeitungssystem
vorteilhafterweise die Daten vorverarbeiten, um Merkmale in den
Daten zu identifizieren, die interessierende Objekte (z. B. einen
Knoten) in einer quelleninvarianten Weise beschreiben. Derartige
Merkmale können,
sind jedoch nicht darauf beschränkt,
geometrische Merkmale (d. h., Gestaltsmerkmale), Textmerkmale, Objektdichte
oder dergleichen beinhalten. Beispielsweise kann in einem Szenario,
in welchem das interessierende Problem eine Tumoridentifizierung
ist und eines der Merkmale eines lernenden Algorithmus eine Kugel
mit einem Durchmesser in einem bestimmten Größenbereich ist, das Datenverarbeitungssystem
Bilddaten von zwei unterschiedlichen Datenerfassungssystemen, die
unterschiedliche Bildauflösungsfähigkeiten
haben, und die unterschiedlich verarbeitet werden können, erhalten,
um quelleninvariante Datenmerkmale abzuleiten.
-
Sobald
quelleninvariante Merkmale eines interessierenden Objektes identifiziert
sind, fährt
das exemplarische Verfahren 160 mit der Klassifizierung der
Objekte im Schritt 170 fort. In einigen Ausführungsformen
werden die Objekte durch die Verwendung irgendeines geeigneten lernenden
Algorithmus oder Automaten klassifiziert. Ein Beispiel eines lernenden
Algorithmus zur Klassifizierung ist ein Stützvektorautomat. Wie man nachvollziehen
kann, sind Stützvektorautomaten
(SVMs) ein Satz verwandter überwachter
Lernverfahren, die zur Klassifizierung und Regression genutzt werden
und zu einer Familie verallgemeinerter linearer Klassifikatoren
gehören. SVMs
können
auch als ein Spezialfall einer Tikhonov-Regularisierung angesehen
werden. SVMs können
gleichzeitig den empirischen Klassifizierungsfehler minimieren und
den geometrischen Ab stand maximieren und können demzufolge auch als Maximalabstands-Klassifikatoren
bekannt sein.
-
Es
wird jedoch nochmals angemerkt, dass derartige lernende Algorithmen
und Automaten bzw. Maschinen typischerweise auf der Basis spezifischer Datentypen,
wie z. B. Daten mit einem gemeinsamen Format aus nur einer einzigen
Datenquelle oder ähnlichen
Datenquellen trainiert, getestet und validiert werden. Somit müssten, um
den lernenden Algorithmus oder Automaten mit einem anderen Datentyp
zu nutzen als dem, der bei dem ursprünglichen Training, Test und
der ursprünglichen
Validierung des Algorithmus verwendet wurde, der lernende Algorithmus
und Automat typischerweise neu trainiert, neu getestet und auf der
Basis eines neuen Satzes von Trainingsdaten neu validiert werden.
In einigen Ausführungsformen
der vorliegend offenbarten Technik können jedoch Datenmerkmale vorverarbeitet
werden, um derartige Merkmale in einer quelleninvarianten Weise
zu beschreiben, so dass der lernende Algorithmus Objekte auf der
Basis quelleninvarianter Merkmale klassifizieren kann, die aus Daten
erhalten wurden, die unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und
die von unterschiedlichen Datenquellen aufgenommen wurden. Demzufolge
ermöglicht
die Identifizierung von Erfassungsquellen-invarianten Merkmalen
in den Daten eine breite Anwendung eines lernenden Klassifizierungsalgorithmus
auf eine Vielfalt von Datentypen aus unterschiedlichen Quellen,
und sie kann die Notwendigkeit eines erneuten Trainings, erneuten
Tests und einer erneuten Validierung des Algorithmus bei Änderungen
der Datenerfassungsquellen oder Technologien vermeiden. Zusätzlich basiert in
einigen Ausführungsformen
die Klassifizierung der Objekte nicht nur auf Bilddaten oder quelleninvarianten
Merkmalen derartiger Bilddaten, sondern auch auf Nicht-Bilddaten,
die durch das Datenverarbeitungssystem 38 erhalten werden.
Beispielsweise kann in einer Ausführungsform die Klassifizierung
sowohl auf Bilddaten als auch auf Nicht- Bilddaten, wie z. B. Meta-Daten aus
einer elektronischen Patientenakte, basieren. Auch die Ergebnisse
dieses Klassifizierungsprozesses können im Schritt 172 vor
irgendeiner die Ergebnisse anzeigenden Ausgabe im Schritt 174 organisiert
werden, wie es nachstehend detaillierter unter Bezugnahme auf 11 erläutert ist.
-
Verschiedene
Komponenten zur Ausführung der
vorstehend beschriebenen Funktionalität sind in dem Blockdiagramm 178 von 10 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Insbesondere kann ein Datenverarbeitungssystem
ein Dateneingabemodul 180 zur Aufnahme verschiedener Daten,
die entweder Bilddaten 164 oder Nicht-Bilddaten 166 oder
beides umfassen, enthalten. Es wird ferner angemerkt, dass das Dateneingabemodul 180 dafür konfiguriert
sein kann, eine automatische Sammlung oder Aufnahme derartiger Daten über ein
Netzwerk zu ermöglichen,
eine Benutzereingabe bestimmter Datentypen ermöglichen kann oder anderweitig
einen Empfang von Daten in irgendeiner anderen geeigneten Weise
ermöglichen kann.
Das Datenverarbeitungssystem kann auch ein Datenorganisationsmodul 182 und
ein Vorverarbeitungsmodul 184 enthalten, welche dafür konfiguriert sind,
die Daten zu organisieren und quelleninvariante Merkmale in den
Daten zu identifizieren, wie es im Wesentlichen vorstehend beschrieben
ist. Zusätzlich kann
das Datenverarbeitungssystem ein Objektklassifizierungsmodul 186 und
ein Ausgabemodul 188 enthalten, die im Wesentlichen dafür konfiguriert sind,
Objekte der Daten zu klassifizieren, die Ergebnisse in einer gewünschten
Weise zu organisieren und eine Anzeige derartiger Ergebnisse auszugeben. Es
sollte angemerkt werden, dass die allgemein dargestellten Module
in jeder geeigneten Hardware verkörpert sein können, um
die vorliegend offenbarte Funktonalität auszuführen, und auch oder stattdessen
Softwareroutinen enthalten können,
die in einem Erzeugnis (z. B. einer Compact Disc, einem Festplattenlaufwerk,
einem Flash-Speicher, einem RAM oder dergleichen) gespeichert und
zur Ausführung
durch einen Prozessor zum Bewirken der Durchführung der hierin beschriebenen
Funktionalität
konfiguriert sind.
-
Verständlicherweise
können
mehrere Leute an den Ergebnissen des Klassifizierungsprozesses interessiert
sein, können
aber unterschiedliche Detailierungssprache bezüglich derartiger Ergebnisse wünschen.
Demzufolge werden in einer im Wesentlichen in der Blockdarstellung 192 von 11 dargestellten
Ausführungsform
die Klassifizierungsergebnisse in einer hierarchischen Weise organisiert,
die eine Verteilung der Ergebnisse an verschiedene Personen mit
einem unterschiedlichen Detailgrad ermöglicht. In der vorliegend dargestellten
Ausführungsform
werden anfängliche
Klassifizierungsergebnisse 194, welche typischerweise in
der Form von numerischen und/oder Text-Formaten vorliegen können, indexiert,
um Ergebnisse 196 zu erzeugen, die eine weitere Analyse
oder Nachverarbeitung ermöglichen,
um jede gewünschte
graphische Ausgabe 198 oder Tonausgabe 200, wie
z. B. einen Alarm, zu erzeugen, der eine Anzeige der Ergebnisse
liefert. In einigen Ausführungsformen
kann die Ausgabe von Ergebnissen im Schritt 174 (9)
die Bereitstellung der graphischen Ausgabe 198 oder der
Audioausgabe 200 beinhalten oder vollständig daraus bestehen. Die Ausgaben 198 und 200 können nach
einer derartigen Nachbearbeitung gespeichert werden, und die graphische
Ausgabe 198 und/oder Audioausgabe 200 können an
eine oder mehrere gewünschte
Geräte
oder Werkzeuge, einschließlich
eines tragbaren Gerätes 202,
einer Computer-Station 204, automatisierter Werkzeuge 206 oder
dergleichen, übertragen werden.
Es ist nachvollziehbar, dass die Ausgaben 198 und 200 an
derartige Geräte
oder Werkzeuge auf eine beliebige geeignete Weise, wie z. B. über eine drahtgebundene
Kommunikation oder eine drahtlose Kommunikation, geliefert werden
können.
Zusätzlich können die
indexierten Er gebnisse 196 oder sogar die anfänglichen
Ergebnisse 194 an das tragbare Gerät 202, die Computer-Station 204 oder,
falls gewünscht,
an die automatisierten Werkzeuge 206 geliefert werden.
Beispielsweise kann in einer Ausführungsform das tragbare Gerät 202 die
graphische Ausgabe 198 oder die Tonausgabe 200 empfangen, und
ein Benutzer einer derartigen Vorrichtung kann einen Zugriff auf
die anfänglichen
Ergebnisse 194 oder die indexierten Ergebnisse 196 über die
tragbare Vorrichtung 202 auswählen.
-
Ein
exemplarisches Automatentrainings- und Validierungsverfahren 210 ist
allgemein in 12 gemäß einer Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung dargestellt. Das Verfahren 210 beginnt
mit der Bereitstellung einer anfänglichen
Problemdefinition im Schritt 212. Beispielsweise kann in
einer Ausführungsform
ein computerunterstütztes
Volumenauslese-(VCAR)-System
verwendet werden, um ein Detektionsproblem auf der Basis einer anfänglichen Problemdefinition
zu lösen
und um kugelartige Formen in medizinischen Daten zu detektieren.
Es können
Ergebnisse aus einem oder mehreren VCAR-Systemen oder anderen Datenerfassungssystemen
in einem Schritt 214 gesammelt und zur Revidierung der
Problemdefinition im Schritt 216 verwendet werden. Wenn
eine weitere Problemdefinitionsrevision gewünscht ist, können zusätzliche
Daten auf der Basis einer revidierten Problemdefinition gesammelt
werden, wie es im Wesentlichen durch den Entscheidungsblock 218 und
den Schritt 220 dargestellt ist. Sobald die Problemdefinition
ausreichend revidiert wurde, können
die Daten dazu genutzt werden, um einen lernenden Automaten oder
Algorithmus in den Schritten 222 bzw. 224 zu trainieren
bzw. zu testen. Das Training und der Test können ein iterativer Prozess
sein, wie er allgemein durch den Entscheidungsblock 226 dargestellt
ist, und sobald ein derartiger Test erfolgreich abgeschlossen ist,
kann der lernende Automat im Schritt 228 validiert werden.
Es ist anzu merken, dass die Fähigkeit
eines lernenden Algorithmus, eine genaue Diagnose auf der Basis
verarbeiteter Daten zu geben, signifikant von einer geeigneten Problemdefinition
sowie von ausreichendem Training und Testen des lernenden Algorithmus abhängen kann.
Ferner ist anzumerken, dass das Auffinden von mit einem speziellen
Diagnoseergebnis verknüpften
Merkmalen durch die Sammlung von Felddaten bezüglich der Objektdetektion und
klinischer Ergebnisse in Bezug auf derartige Objekte ermöglicht werden
kann und dass in einer Ausführungsform
derartige Detektions- und Ergebnisdaten genutzt werden, um die Problemdefinition
zu verfeinern und einen Lernalgorithmus, wie z. B. den vorstehend
erläuterten
Klassifizierungsalgorithmus, zu trainieren, zu testen und zu validieren.
-
Schließlich ist
auf der Basis des Vorstehenden nachvollziehbar, dass die vorliegende
Technik eine signifikante Unabhängigkeit
bei den zum Trainieren des lernenden Automaten angewendeten Schritten,
einschließlich
einer Datenunabhängigkeit, Merkmalsunabhängigkeit
und algorithmischen Unabhängigkeit,
zulässt.
Insbesondere stellt die Datenunabhängigkeit die Flexibilitäten gegenüber Änderungen
der Arten integrierter Daten bereit, ohne die Erzeugung von für den Lernprozess
genutzten quelleninvarianten Merkmalen zu beeinflussen. Ferner stellt
die Merkmals-Unabhängigkeit
eine Flexibilität bei
der Erzeugung von quelleninvarianten Prozessen ohne Beeinflussung
der Auswahl spezieller lernender Algorithmen bereit und ermöglicht somit
der vorliegenden Technik, mehrere Algorithmen während des Lernprozesses einzusetzen.
Des Weiteren stellt die algorithmische Unabhängigkeit die Flexibilitäten zum Auswählen von
und Arbeiten mit vielfältigen
lernenden Algorithmen ohne Beeinflussung der Ergebnisse und letztlich
der aus diesen lernenden Algorithmen erzeugten Kenntnis bereit.
Demzufolge kann die durch die vorliegende Technik gebotene Unabhängigkeit
zu einem Lernprozess führen,
der flexibler, besser anpassbar, ef fizienter und leistungsfähiger als frühere Lernprozesse
ist. Ferner kann die Identifizierung und Verwendung von bezüglich des
Erfassungssystems invarianten Merkmalen die Notwendigkeit, einen
lernenden Klassifizierungsalgorithmus aufgrund unterschiedlicher
Datenquellen oder technologischer Änderungen neu zu trainieren,
reduzieren oder eliminieren. Des Weiteren ermöglicht die vorliegende Technik
in einer Ausführungsform
eine Klassifizierung auf der Basis von sowohl bezüglich des
Erfassungssystems invarianten Merkmalen als auch aktiven EMR-Meta-Daten, so dass die
Klassifizierung von Objekten auf ganzheitlichen Betrachtungen basiert.
-
Obwohl
nur bestimmte Merkmale der Erfindung hierin dargestellt und beschrieben
sind, werden viele Modifikationen und Änderungen für den Fachmann auf diesem Gebiet
ersichtlich sein. Es dürfte sich
daher verstehen, dass die beigefügten
Ansprüche
alle derartigen Modifikationen und Änderungen, soweit sie in den
tatsächlichen
Erfindungsgedanken der Erfindung fallen, abdecken sollen.
-
Es
wird eine Datenverarbeitungstechnik bereitgestellt. In einer Ausführungsform
beinhaltet ein auf einem Computer implementiertes Verfahren eine Aufnahme
von Bilddaten 164 aus einem Bildgebungssystem und eine
Organisation 172 der Bilddaten in mehrere interessierende
Objekte. Das Verfahren kann auch eine Identifizierung 168 quelleninvarianter
Merkmale der mehreren interessierenden Objekte und eine Klassifizierung 170 der
mehreren interessierenden Objekte mittels eines lernenden Algorithmus
in Kategorien, die wenigstens teilweise auf den identifizierten
quelleninvarianten Merkmalen basieren, beinhalten. Ferner kann das
Verfahren eine Ausgabe 174 eines Berichts basierend wenigstens zum
Teil auf Daten beinhalten, die aus der Klassifizierung eines oder
mehrerer der mehreren interessie renden Objekte abgeleitet werden.
Zusätzliche
Verfahren, Systeme und Vorrichtungen sind ebenfalls offenbart.
-
- 10
- System
- 12
- Mikroprozessor
- 14
- Speicher
- 16
- Speichervorrichtung
- 18
- Eingabevorrichtung
- 20
- Anzeigevorrichtung
- 22
- Drucker
- 24
- Netzwerk
- 26
-
- 28
-
- 30
- System
- 32
- Datenerfassungssystem
- 34
- Daten
- 36
- Patient
- 38
- Datenverarbeitungssystem
- 40
- Datenbank
- 42
- Bericht
- 44
-
- 46
-
- 48
-
- 50
- Datenerfassungssystem
- 52
- Sensoren
- 54
- Datenerfassungsmodul
- 56
- Signalaufbereitungsmodul
- 58
- Verarbeitungsmodul
- 60
- Anzeige/Benutzer-Schnittstelle
- 62
- Archivmodul
- 64
-
- 66
-
- 68
-
- 70
- Bildgebungssystem
- 72
- Bildgebungsvorrichtung
- 74
- Systemsteuerschaltung
- 76
- Datenerfassungsschaltung
- 78
- Datenverarbeitungsschaltung
- 80
- Schnittstelle
- 82
-
- 84
- System
- 86
- Strahlungsquelle
- 88
- Strahlbündel
- 90
- Kollimator
- 92
- Detektor
- 94
- Quellensteuerung
- 96
- Datenerfassungsschaltung
- 98
- Datenverarbeitungsschaltung
- 100
-
- 102
- System
- 104
- Scanner
- 106
- Gradientenspulen-Steuerschaltung
- 108
- RF-Spulen-Steuerschaltung
- 110
- Steuereinrichtung
- 112
- Datenverarbeitungsschaltung
- 114
-
- 116
- System
- 118
- Strahlungsquelle
- 120
- Strahlbündel
- 122
- Kollimator
- 124
- Detektor
- 126
- Gantry
- 128
- Quellensteuerung
- 130
- Gantry/Tisch-Steuerung
- 132
- Datenerfassungsschaltung
- 134
- Datenverarbeitungsschaltung
- 136
-
- 140
- System
- 142
- Modul
zur radioaktiven Markierung
- 144
- Injektion
- 146
- Scanner
- 148
- Scannersteuerschaltung
- 150
- Datenerfassungsschaltung
- 152
- Datenverarbeitungsschaltung
- 154
-
- 156
-
- 158
-
- 160
- Verfahren
- 162
- Organisieren
von Daten
- 164
- Bilddaten
- 166
- Nicht-Bilddaten
- 168
- Identifizieren
von quelleninvarianten Merkmalen
- 170
- Klassifizieren
von Objekten
- 172
- Organisieren
von Ergebnissen
- 174
- Ausgabe
von Ergebnissen
- 176
-
- 178
- Darstellung,
Diagramm
- 180
- Dateneingabemodul
- 182
- Datenorganisationsmodul
- 184
- Vorverarbeitungsmodul
- 186
- Klassifizierungsmodul
- 188
- Ausgabemodul
- 190
-
- 192
- Darstellung,
Diagramm
- 194
- Anfängliche
Klassifizierungsergebnisse
- 196
- Indexierte
Ergebnisse
- 198
- Graphische
Ausgabe
- 200
- Tonausgabe,
Audioausgabe
- 202
- Tragbares
Gerät,
tragbare Vorrichtung
- 204
- Computerstation
- 206
- Automatisierte
Werkzeuge
- 208
-
- 210
- Verfahren
- 212
- Problemdefinition
- 214
- Sammeln
von Ergebnissen
- 216
- Revidieren
der Problemdefinition
- 218
- Entscheidungsblock
- 220
- Bereitstellen
der revidierten Problemdefinition
- 222
- Trainieren
des lernenden Automaten
- 224
- Test
des lernenden Automaten
- 226
- Entscheidungsblock
- 228
- Validieren