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Die
Erfindung betrifft eine Förder- oder Dosierpumpe und ein
Verfahren zum Betreiben einer solchen Pumpe.
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Im
Stand der Technik sind Dosierpumpen in Form von Hubkolbenpumpen
bekannt, zum Beispiel aus
DE
43 28 621 A1 und
DE 10 2004 002 245 A1 . Solche Pumpen weisen
einen elektromagnetischen Antrieb auf, der einen elektromagnetischen
Anker und eine Magnetspule umfasst. Im Betrieb der Kolbenpumpe wird
die Magnetspule geeignet bestromt, um den Anker entsprechend anzutreiben
und somit ein Fluid zu dosieren.
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Herkömmliche
Dosier- oder Förderpumpen weisen ungeachtet ihres Antriebsprinzips üblicherweise
ein definiertes konstantes Volumen pro Hub des Antriebskolbens auf.
Werden solche Pumpen als Förderpumpen in einem System eingesetzt,
welches einen konstanten Druck benötigt, werden üblicherweise
ein Druckspeicher und eine Druckregelung benötigt.
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In 6 ist
ein herkömmliches System dargestellt, das eine Hubkolbenpumpe
und einen Ausgleichsbehälter in Form eines Hydrospeichers
aufweist. Eine Hubkolbenpumpe 1 wird über eine
Leitung 2 aus einem Tank 3 gespeist, in dem ein
Fluid aufgenommen ist. Die Leitung 2 führt stromabwärts der
Pumpe 1 zu einem Ausgleichsbehälter in Form eines
Hydrospeichers 4, wobei der Speicher 4 kein separates
Bauteil sein muss. Es kann die Leitung 2 selbst sein, d.
h. die Elastizität der Leitung 2. Stromabwärts
des Hydrospeichers 4 ist ein Injektor 5 angeordnet,
an den stromabwärts eine Düse 6 angeschlossen
ist. Stromabwärts der Pumpe 1 ist des Weiteren
ein Drucksensor 7 an die Leitung 2 angeschlossen.
Falls im Auslassbereich der Pumpe 1 Druckschwankungen entstehen,
die durch den Verbraucher in Form des Injektors 5 bzw.
der Düse 6 hervorgerufen werden können,
so sind diese Druckschwankungen mittels des Drucksensors 7 messbar. Solche
Druckschwankungen können mittels des Hydrospeichers 4 zumindest
teilweise ausgeglichen werden.
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Das
System gemäß 6 unterliegt
dem Nachteil, dass stromaufwärts des Hydrospeichers 4 beträchtliche
Druckschwankungen auftreten können. Die Zeit, die die Pumpe 1 dafür
benötigt, den Hydrospeicher 4 auf ein vorbestimmtes
Druckniveau zu bringen, ist bedeutend größer als
die sogenannte Entladezeit, in der der Hydrospeicher eine zusätzliche
Fördermenge des Fluids zur Kompensation von Druckschwankungen
in Richtung des Injektors 5 abgibt. Hieraus resultiert
die Anforderung, dass die Pumpe 1 vergleichsweise überdimensioniert
werden muss, wodurch sie energetisch ungünstig wird. Insbesondere
bei kleinen Fördermengen der Pumpe 1 kann sich
der weitere Nachteil ergeben, dass die Druckschwankungen durch den
Hydrospeicher 4 nicht vollständig kompensiert
werden, was sich negativ auf das Betriebsverhalten des Injektors 5 bzw.
der Düse 6 auswirkt.
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Als
Alternative zu einer Speicherschaltung gemäß der
Darstellung von 6 können Druckschwankungen
bei Hubkolbenpumpen dadurch kompensiert werden, dass ein geometrisches
Pumpenkammervolumen des Förderraums der Pumpe hydraulisch
verstellt wird. Dies erfolgt üblicherweise durch eine Einstellung
der Hubmenge des Pumpenkolbens oder des Kolbenraumes. Solche konstruktiv realisierten
Ausgleichsmaßnahmen sind jedoch teuer und verschleißanfällig,
was sich zusätzlich nachteilig auf die Gesamtlebensdauer
des Systems und auch auf deren Betriebssicherheit auswirken kann.
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Ein
weiterer Nachteil besteht darin, dass eine Magnetspule der Pumpe
nach Erreichen des Endanschlag eines Antriebskolbens weiterhin mit
elektrischem Strom beaufschlagt wird, so dass Strom ohne eine Bewegung
des Antriebskolbens zu bewirken weiter fließt, was eine
zusätzliche und unnötige Erwärmung der
Magnetspule und einen Wirkungsgradverlust der Pumpe zur Folge hat.
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DE 602 05 599 T2 zeigt
eine Dosierpumpe mit einem Hydraulikflüssigkeiteinlass,
einem Auslass, sowie ein angrenzendes System eines Dieselverbrennungsmotors
mit Commom-Raileinspritzung. Ein Drucksensor der stromabwärts
der Pumpe eingelassen ist, sensiert den von der Pumpe erreichten Auslassdruck
und gibt diesen Wert als Eingangssignal an die Einspritzregelung
weiter. Dort wird dieser Istwert mit einem Drucksollwert verglichen
und konsolidiert, und der konsolidierte Wert weitergegeben an einen
PID-Regler.
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DE 600 36 720 T2 zeigt
eine elektromagnetisch betriebene Dosierpumpe, die mit einer Steuermethode
ausgeführt wird, die automatisch und elektronisch die Hublänge,
die Hubgeschwindigkeit und das Ansaugen der Pumpe regelt. Eingangsgröße
der Regelung ist die Position eines Antriebskolbens bzw. in einer
anderen Ausführungsform der Druck im Inneren der Pumpe.
Nachteilig ist, dass diese Ausführungsform keinen konstanten
Druck an einem Auslass in strömungsrichtung des zu fördernden
Fluids, also in Verbraucherrichtung, abgeben kann.
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DE 10 2006 044 246
A1 zeigt ein Abgasnachbehandlungssystem, umfassend eine
Membranpumpe, einen Tank, eine Verbindungsleitung, eine Düse
und eine Steuereinheit. Die Membranpumpe pumpt dabei aus dem Tank
ein Reduktionsmittel über die Verbindungsleitung durch
die Düse in ein Abgasrohr, welches in einen Katalysator
mündet. Die Membranpumpe weist einen translatorisch beweglichen Förderkolben
auf, welcher von einem Antriebskolben angetrieben wird, wobei der
Antriebskolben selbst durch ein Magnetfeld einer Magnetspule in
axialer Richtung bewegt wird. Durch den Hub des Förderkolbens
in einen Druckraum entsteht ein Unter- bzw. Überdruck in
einem konus- oder kalottenförmigen Membranarbeitsraum,
wodurch eine Membran in dem Membranarbeitsraum hin- und herschwenkt.
Auf der dem Förderkolben gegenüberliegenden Seite
der Membran entsteht durch die Schwingung ebenfalls ein Unter- bzw. Überdruck,
mit der Folge, dass das Reduktionsmittel von einem Ansaugkanal in
einen Ausstoßkanal gefördert wird. Durch die Steuereinheit wird
ein Bestromen der Magnetspule auf Grund der Vorgabe einer Motorsteuerung
gesteuert. Wie die Regelung der Pumpe erfolgen soll, insbesondere welcher
Prozessparameter als Ist-Größe der Regelung zugeführt
werden soll, ist nicht erläutert. Nachteilig ist, dass
die Steuerung ausschließlich über eine Motorsteuerung
in einer Weise erfolgt, die Unregelmäßigkeiten
in der Einspritzung nicht ausgleichen kann, und ferner, dass eine
ausgleichende Druckregelung am Düsenaustritt nicht erreicht
werden kann, da dem System keine Informationen über den
Druck beispielsweise am Düsenaustritt zur Regelung vorliegen.
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US 5,237,975 zeigt ein Motorregelungssystem
für eine Kraftstoffeinspritzung, umfassend eine Kraftstoffpumpe,
eine Mehrzahl von Injektoren, einen Differenzdrucksensor, einen
Temperatursensor, ein Motorregelungsmodul und eine Pumpentreibereinheit.
Die Kraftstoffpumpe fördert dabei den Kraftstoff über
eine Zulaufleitung und eine Kraftstoffverteilerleitung an die Mehrzahl
der Injektoren, welche den Kraftstoff in die Brennkammer spritzen.
An der Kraftstoffverteilerleitung wird dabei von dem Temperatursensor
die Temperatur und vom Differenzdrucksensor der Druck gemessen.
Weiterhin wird von dem Differenzdrucksensor der Druck in der Ansaugleitung gemessen.
Die Informationen Differenzdruck und Temperatur werden an das Motorregelungsmodul
gesendet, welches intern konsolidierte Informationen an zwei Routinen
weitergibt: eine Kraftstoffflussvorhersage und eine sogenannte Regelungsstrategie. Die
Kraftstoffflussvorhersage ermittelt mit zwei zusätzlichen
Informationen Motordrehzahl und Impulsdauer den Kraftstoffdurchfluss.
Die Ergebnisse der Kraftstoffflussvorhersage und der Regelungsstrategie
werden ferner zusammen als Ausgangssignal an die Pumpentreibereinheit
weitergegeben, welche ihrerseits das Signal verstärkt und
an die Kraftstoffpumpe weitergibt, und so die Geschwindigkeit der Pumpe
regelt. Mit dieser Information wird der Pumpenarbeitskreislauf geregelt.
Ist die Kraftstoffmenge sehr viel größer als der
Kraftstoffbedarf des Motors, so wird die Pumpe abgeschaltet. Weiterhin
vorgesehen ist ein Druckablassventil, welches parallel zu einem
Rückschlagventil, angebracht in der Versorgungsleitung,
angeordnet ist. Das Druckablassventil wirkt bei einem in der Benzinleitung
auftretenden Überdruck ausgleichend. Nachteilig ist, dass
die gezeigte Pumpenregelung ein sehr aufwendiges Verfahren für
eine Kraftstoffeinspritzung in einen Motor zeigt. Hier sind ferner
eine Vielzahl von Sensoren notwenig, um die gewünschte
Wirkung, die Kraftstoffeinspritzung, zu erreichen. Es ist kein Magnetantrieb gezeigt,
und die Regelung bzw. die Steuerung erfolgt nicht über
die Ein- und Ausschaltdauer in Abängigkeit eines Porzessparameters
bzw. das Einstellen dieser auf einen im Wesentlichen konstanten
Wert, sondern über die Einstellung einer Geschwindigkeit
der Pumpe.
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Entsprechend
liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Förder-
oder Dosierpumpe und ein Verfahren zu deren Betrieb zu schaffen,
um mit einfachen Mitteln einen konstanten Versorgungsdruck an einen
Pumpenauslass in Richtung eines Verbrauchers sicherzustellen.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Verfahren
mit den Merkmalen von Anspruch 1, und durch eine Förder-
oder Dosierpumpe mit den Merkmalen von Anspruch 20 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
definiert.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren zum Betreiben einer
Förder- oder Dosierpumpe wird bei einer solchen Pumpe angewendet,
die einen translatorisch verschieblichen Antriebskolben und einen
Magnetantrieb aufweist, der eine auf den Antriebskolben wirkende
Magnetspule aufweist. Zum Antrieb des Antriebskolbens wird die Magnetspule
in Abhängigkeit zumindest eines Prozessparameters geregelt,
d. h. über eine Regelstrecke bestromt. Regelstrecke ist hierbei
ein Zeitintervall wie beispielsweise ein Zyklus. Bei dem zumindest
einen Prozessparameter kann es sich um einen Druck oder auch um
einen Durchfluss bzw. Volumenstrom oder um eine Strömungsgeschwindigkeit
in einem Auslassbereich der Pumpe oder einem der Pumpe nachgeschalteten
Bereich handeln.
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In
einem hydraulischen System mit einem hydraulischen Verbraucher ist
es zur Gewährleistung einer ausreichenden Betriebssicherheit
von großer Bedeutung, dass dieser Verbraucher stets mit
einem konstanten Druck bzw. einem konstanten Fluidvolumen versorgt
wird. Falls das Druckniveau bzw. das Fördervolumen für
den Verbraucher von einem vorbestimmten Wert abweicht, wird durch
die Regelung der Bestromung der Magnetpumpe der Förderhub der
Pumpe und ggf. ihre Fördermenge geeignet variiert bzw.
angepasst.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung kann
bei der Regelung der Bestromung der Magnetspule ihre Einschaltdauer
vermindert werden, nämlich in Abhängigkeit des
zumindest einen Prozessparameters. Bei einem Magnetantrieb ist der Hub
des Antriebskolbens im Wesentlichen proportional zur Einschaltdauer
der Magnetspule. Durch eine Verkürzung der Einschaltdauer
der Magnetspule wird somit der Hub des Antriebskolbens mechanisch
geregelt, bzw. entsprechend vermindert. Durch eine Verkürzung
der Einschaltdauer arbeitet die Förder- oder Dosierpumpe
in einem Bereich unterhalb des Vollhubbereiches. Entsprechend gelangt
der Antriebskolben nicht bis zu seinem normalen Endanschlag. Dies
führt dann vorteilhaft dazu, dass kein Anschlagsgeräusch
und damit keine Belastung der Anschlagsfläche entsteht,
was die Lebensdauer der Pumpe erhöht. Des Weiteren ist
durch die verringerte Leistungsaufnahme in Folge einer verkürzten
Bestromung der Magnetspule auch keine zusätzliche Kühlung
erforderlich.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann auch die Ausschaltdauer
der Magnetspule in Abhängigkeit des Prozessparameters geregelt
werden. Durch eine Verminderung der Ausschaltdauer lässt
sich die Frequenz eines Pumpenhubes geeignet erhöhen, um – bei
z. B. gleichbleibender Einschaltzeit – im Ergebnis ein
konstantes Fördervolumen der Pumpe sicherzustellen.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung können die Einschaltdauer
und ggf. die Ausschaltdauer der Magnetspule auf einen im Wesentlichen konstanten
Wert eingestellt werden. Hierdurch ist ein konstanter Betriebspunkt
der Pumpe sichergestellt, wenn zum Beispiel bei einem veränderten
Druckniveau innerhalb des hydraulischen Systems eine Regelung der
Magnetspule geeignet angepasst wird. Der konstante Druck im Auslassbereich
der Pumpe in Richtung des hydraulischen Verbrauchers führt
zu einer verbesserten, exakten Dosierung des geförderten
Fluids. Da es in Folge einer Verkürzung der Einschaltdauer
der Magnetspule zu einem verringerten Hub des Antriebskolbens kommt,
wird auch die hervorgerufene Druckimpulsmenge reduziert, woraus sich
die Druckschwankungen in dem gesamten System verringern.
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Durch
die konstante Druckregelung in dem hydraulischen System ist es möglich,
die Förder- oder Dosierpumpe mit einem Verbraucher miteinander
zu synchronisieren. Diese Synchronisation ist nicht nur auf das Übersetzungsverhältnis
Pumpe-Verbraucher bezüglich der Entnahmefrequenz im Verhältnis
1:1, sondern auch auf ein Vielfaches dieses Übersetzungsverhältnisses
anwendbar. Durch die vorstehend genannte synchrone Frequenzregelung,
zum Beispiel durch eine Verminderung der Ausschaltdauer der Magnetspule,
wird die Entstehung von Druckregelfehlern prinzipbedingt vermieden. Das
System kann hochdynamisch Laständerungen folgen.
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Die
Einschaltdauer bzw. die Ausschaltdauer wird vorzugsweise so eingestellt,
dass der zumindest eine Prozessparameter auf einen im Wesentlichen konstanten
Wert eingestellt wird.
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In
vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung kann in einem Auslassbereich
der Pumpe ein Sensor angeordnet sein, mittels dem der zumindest
eine Prozessparameter bestimmt werden kann. Dies bedeutet, dass
mittels dieses Sensors beispielsweise eine Veränderung
des Druckniveaus und/oder eines Fördervolumens bestimmt
werden kann. Diese physikalischen Größen in Form
eines Druckniveaus oder eines Fördervolumens dienen dann
als Regelgröße für eine Regelstrecke, über
der die Förder- oder Dosierpumpe in Bezug auf das Bestromen
ihrer Magnetspule betrieben wird. Die Regelung der Spannung, die
an die Magnetspule zu deren Bestromung angelegt wird, kann geeignet
durch eine Prozessoreinheit erfolgen, an die der im Auslassbereich
der Pumpe angeordnete Sensor angeschlossen ist. Entsprechend erfolgt
die Regelung der an die Magnetspule angelegten Spannung durch diese
Prozessoreinheit.
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In
einer vorteilhaften Weiterentwicklung des Verfahrens kann durch
eine verkürzte Einschaltdauer der Magnetspule ein Teilhub
des Antriebskolbens erreicht werden, so dass es nicht mehr zu einem
Anschlag an einer dem Antriebskolben gegenüberliegenden
Anschlagsfläche kommt. Damit wird ein Abnutzen des Antriebskolben
sowie aller mit dem Antriebskolben in mechanischem Kontakt stehenden Komponenten,
insbesondere der Anschlagsfläche, vermindert.
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Die
Effizienz des Verfahrens kann weiter verbessert werden, wenn die
Einschaltdauer und die Ausschaltdauer in Abhängigkeit voneinander
geregelt werden.
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Bei
einem bevorzugten Verfahren, bei dem die Pumpe zyklisch betrieben
wird, wird nach jedem Zyklus, oder zumindest regelmäßig,
der wenigstens eine Prozessparamenter ermittelt. Hierbei wird die Magnetspule
in mehreren aufeinander folgenden Zyklen bestromt.
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Nach
einer bevorzugten Ausgestaltung des Verfahrens wird dann in einem
Initialisierschritt der Betrag oder Maximalwert wenigstens eines
der Prozessparameter bei Vollausschlag des Antriebskolbens erfasst.
Dabei wird zunächst in einem ersten Zyklus der Anschlag
nicht verhindert, sondern dessen charakteristische Auswirkung auf
den Prozessparameter für die nachfolgenden Zyklen für
die Berechnungen in einer Regelungseinrichtung zugrunde gelegt und
genutzt.
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In
einem weiteren Schritt wird dann derjeniger Kolbenhub und die zugehörige
der Antriebsspule zuzuführende Leistung ermittelt, bei
der sich der Maximalwert des wenigstens einen der Prozessparameter
einstellt, wobei an Stelle des Maximalwertes auch ein um wenige
Prozente reduzierter Betrag des im Initialisierungsschritt gemessenen
Maximalwertes herangezogen werden kann. Die der Antriebsspule zuzuführende
Leistung – reduzierte Stromstärke oder reduzierte
Einschaltdauer – wird dann als diejenige gesetzt, bei der
der Kolben maximal verlagert wird, ohne gegen den Anschlag anzuschlagen.
Damit ist die in einem Zyklus für einen maximalen Hub des Kolbens
benötigte minimale Leistung eingestellt. Durch diese einfache
Maßnahme kann bereits ein Überbestromen der Antriebsspule
wirksam verhindert werden. Dabei wird zugrundegelegt, dass bei einem
Vollausschlag des Antriebskolbens zumindest in erster Näherung
die Prozessparameter in unterschiedlichen Zyklen einen im Wesentlichen
konstanten Wert besitzen.
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Steht
der Regelungseinrichtung die minimale Stromstärke als Wert
zur Verfügung, kann die Stromstärke auf einen
Wert unterhalb des Minimalwerts reduziert werden und damit ein Vollausschlag
verhindert werden. Damit kann ein beinahe Vollausschlag erreicht
werden, so dass bei wesentlich höherer Lebensdauer der
Pumpe eine fast gleichbleibende Pumpleistung erzielt wird. Ferner
kann der Wert der minimalen Stromstärke oder der entsprechenden Einschaltdauer
vorteilhaft als Ausgangswert für eine Regelung herangezogen
werden. Die Einschaltdauer entspricht der Dauer der Bestromung der
Spule, und beginnt mit dem Einschaltzeitpunkt und endet mit dem
Ausschaltzeitpunkt. Bei zyklischem Betrieb des Magnetantriebs reicht
die Ausschaltdauer von dem Ausschaltzeitpunkt bis zu dem nächstfolgenden
Einschaltzeitpunkt. Wird die Stromstärke nicht reduziert, kann
statt dessen die Einschaltdauer reduziert werden, beispielsweise
indem der Ausschaltzeitpunkt früher gelegt wird. Entsprechend
kann ausgehend von dem Initialisierungsschritt entsprechend der
Bestimmung der minimalen Stromstärke derjenige Ausschaltzeitpunkt
ermittelt werden, bei dem sich der Maximalwert des wenigstens einen
der Prozessparameter noch einstellt.
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Gemäß einer
ersten bevorzugten Verwirklichungsform wird die Stromstärke,
ausgehend von dem gemessenen Wert des zumindest einen Prozessparameters
und einem Sollwert für diesen, eingestellt bzw. geregelt.
Dann kann der Zyklus insgesamt für einen Pumpenhub, einschließlich
Rückhub, genutzt werden. Der zumindest eine Prozessparameter wird
damit zuverlässig eingestellt.
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Gemäß einer
zweiten bevorzugten Verwirklichungsform wird die Einschaltdauer
für die Bestromung der Magnetspule, ausgehend von dem gemessenen
Wert des zumindest einen Prozessparameters und einem Sollwert für
diesen, eingestellt bzw. geregelt. Dann kann der Zyklus insgesamt
für einen Pumpenhub, einschließlich Rückhub,
genutzt werden. Dabei erfolgt die Einstellung der Einschaltdauer
entweder durch die Veränderung des Einschaltzeitpunkts
oder des Ausschaltzeitpunkts oder beider. Der zumindest eine Prozessparameter
wird damit zuverlässig eingestellt.
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In
beiden vorstehenden bevorzugten Verwirklichungsformen wird durch
die entsprechende Regelung der Stromstärke bzw. der Einschaltdauer eine
permanente Anpassung der Zyklusfrequenz überflüssig,
so dass die Summe aus Einschaltdauer und Ausschaltdauer, die die
Dauer eines Zyklus definiert, konstant bleibt. Überdies
ist es möglich, bei veränderten Zyklusfrequenzen
jeweils diejenige Stromstärke bzw. Einschaltdauer einzustellen,
um den zumindest einen Prozessparameters gemäß dem
Sollwert zu regeln. Es versteht sich, dass die beiden vorstehenden
bevorzugten Verwirklichungsformen auch für die Regelung
miteinander kombiniert werden können, wodurch die Spanne
der erreichbaren Sollwerte verbreitert wird.
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Alternativ
kann die Frequenz der Bestromung der Magnetspule, ausgehend von
dem zumindest einen Prozessparameters und einem Sollwert für
diesen, eingestellt werden.
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Die
Erfindung sieht des Weiteren eine Förder- oder Dosierpumpe
vor, die einen translatorisch verschieblichen Antriebskolben und
einen Magnetantrieb mit einer auf den Antriebskolben wirkenden Magnetspule
umfasst. Die Magnetspule kann zum Antrieb des Antriebskolbens in
Abhängigkeit zumindest eines Prozessparameters geregelt
bestromt werden. Das Bestromen der Magnetspule über eine
Regelstrecke, nämlich in Abhängigkeit des zumindest
einen Prozessparameters, der beispielsweise aus einem Druck- und/oder
aus einem Durchfluss in einem Auslassbereich der Pumpe bestehen
kann, kann in Ausführung des vorstehend erläuterten
erfindungsgemäßen Verfahren erfolgen.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren und die erfindungsgemäße
Förder- oder Dosierpumpe können überall
dort eingesetzt werden, wo in Bezug auf hydraulische Systeme die
Forderung besteht, dass ein Fluid bzw. ein Medium mit einem konstanten
Systemdruck von einer Hubkolbenpumpe an einen hydraulischen Verbraucher
gefördert werden soll. Ein besonders geeignetes Anwendungsgebiet
ist eine Abgasnachbehandlung nach dem SCR-Verfahren. Hierbei kann
die Länge der Einschaltdauer für die Magnetspule
durch einen Drucksensor, der im Auslassbereich der Pumpe angebracht
ist, geregelt werden. Hierdurch ist gewährleistet, dass
ein nachgeschaltetes System bzw. ein nachgeschalteter Verbraucher
mit einem annähernd konstanten Druckniveau arbeiten.
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In
einer vorteilhaften Ausgestaltung der Förder- und Dosierpumpe
ist der Magnetantrieb einem Ausgang einer Regelungseinrichtung nachgeordnet, die
einen Eingang für einen Wert des zumindest einen Prozessparameters
aufweist. Die Regelungseinrichtung, die als Prozessor ausgebildet
sein kann, regelt dann vorteilhaft die Einschaltdauer und/oder die Stromstärke
der Magnetspule, um den zumindest einen Prozessparameter auf den
vorgegebenen Sollwert einzustellen. Die Ist-Erfasssung des zumindest einen
Prozessparameters und die Verarbeitung in der Regelungseinrichtung
ermöglicht eine schnelle und zuverlässige Regelung.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und die nachstehend
noch zu erläuternden Merkmale nicht nur in der jeweils
angegebenen Kombination, sondern auch in anderen Kombinationen oder
in Alleinstellung verwendbar sind, ohne den Rahmen der vorliegenden
Erfindung zu verlassen.
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Die
Erfindung ist nachfolgend anhand einer bevorzugten Ausführungsform
in der Zeichnung schematisch dargestellt und wird unter Bezugnahme auf
die Zeichnung ausführlich beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 eine
Querschnittsansicht einer erfindungsgemäßen Förder-
oder Dosierpumpe,
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2 eine
vereinfachte Darstellung eines erfindungsgemäßen
Systems, in dem eine Pumpe gemäß 1 vorgesehen
ist,
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3 ein
Zeit-Hub-Diagramm für einen Antriebskolben einer Pumpe
von 1,
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4 ein
Zeit-Hub-Diagramm einer herkömmliche Hubkolbenpumpe,
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5 ein
Diagramm für eine Kolbenhubbewegung als Funktion der Zeit
für einen Vollhub und für einen Teilhub der Pumpe
von 1,
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6 ein
hydraulisches System nach dem Stand der Technik,
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7 ein
Zeit-Diagramm mit Kurven für den prozentzualen Kolbenhub
und die an die Magnetspule angelegte Stromstärke einer
Pumpe von 1 bei Stromstärkenregelung,
und
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8 ein
Zeit-Diagramm mit Kurven für den prozentualen Kolbenhub
und die an die Magnetspule angelegte Stromstärke einer
Pumpe von 1 bei Einschaltregelung.
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In
1 ist
eine erfindungsgemäße Förder- oder Dosierpumpe
10 in
einer Querschnittsansicht gezeigt. Diese Pumpe ist als Membranpumpe
ausgeführt. Der grundsätzliche Aufbau und die
Funktionsweise einer solchen Membranpumpe sind zum Beispiel aus
DE 10 2006 044 246
A1 bekannt. Die Förder- oder Dosierpumpe
10 ist
nachstehend stets als Pumpe bezeichnet.
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Die
Pumpe 10 dient zum Fördern eines Fluids, insbesondere
eines flüssigen Mediums. Ohne dies als Einschränkung
zu verstehen, wird das zu fördernde Fluid nachstehend nur
als flüssiges Medium bezeichnet. Die Pumpe 10 weist
einen Antriebsraum 12 und einen Förderraum 14 auf.
In dem Antriebsraum 12 ist ein Antriebskolben 16 längsverschieblich aufgenommen.
Der Antriebskolben 16 ist von einer Magnetspule 18 radial
umschlossen. Die Magnetspule 18 ist mit Versorgungsleitungen 20 verbunden,
die aus dem Pumpengehäuse 22 nach außen
führen. Über die Versorgungsleitungen 20 wird
die Magnetspule 18 mit einer Spannung versorgt und geeignet bestromt.
Die Magnetspule 18 bildet zusammen mit dem Antriebskolben 16 einen
Magnetantrieb für die Pumpe 10, der auf eine in
dem Förderraum 14 angeordnete Membran 24 wirkt.
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In
dem Pumpengehäuse
22 sind ein Einlasskanal
26 und
ein Auslasskanal
28 ausgebildet, die jeweils an den Förderraum
14 angrenzen.
In dem Einlass- und Auslasskanal
26,
28 sind genormte
Anschlussstutzen
30 eingebracht, um daran Leitungen für
das flüssige Medium anzuschließen. In dem Einlasskanal
26 und
in dem Auslasskanal
28 sind des Weiteren angrenzend an
den Förderraum
14 jeweils Rückschlagventile
32,
34 angeordnet.
Diese Rückschlagventile gewährleisten ein geeignetes Öffnen bzw.
Schließen des Förderraums
14 beim Betrieb
der Pumpe
10. Die grundsätzliche Funktionsweise
einer solchen Pumpe ist z. B. aus
DE 10 2006 044 246 A1 bekannt,
wobei für weitere Details hierauf verwiesen wird.
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Die
erfindungsgemäße Pumpe 10 eignet sich
zur Verwendung in einem hydraulischen System 36, das vereinfacht
in 2 dargestellt ist. Bei dem in 2 gezeigten
System 36 handelt es sich um ein Abgasnachbehandlungssystem
eines Kraftfahrzeugs. Das System 36 arbeitet nach dem Prinzip
des SCR-Verfahrens, bei dem ein Reduktionsmittel in Form einer wässrigen
Harnstoff-Wasser-Lösung in die Abgase eines Dieselmotors
stromaufwärts eines SCR-Katalysators eingespritzt wird.
Hierzu ist stromaufwärts eines Katalysators 38 eine
Einspritzdüse 40 an einem Abgasrohr 41 eines
(nicht gezeigten) Diesel-Verbrennungsmotors befestigt, wobei die
Einspritzdüse 40 über eine Verbindungsleitung 42 mit der
Pumpe 10 verbunden ist. Die Pumpe 10 wiederum
ist über eine Versorgungsleitung 44 mit einem Tank 46 verbunden,
in dem das flüssige Medium in Form der wässrigen
Harnstoff-Wasser-Lösung aufgenommen ist.
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Die
Membranpumpe 10 ist an eine als Prozessoreinheit ausgebildete
Regelungseinrichtung 48 angeschlossen, die wiederum an
eine Motorsteuerung 50 angeschlossen ist. Mittels der Regelungseinrichtung 48 wird das
Bestromen der Magnetspule 18 der Pumpe 10 gewährleistet,
um dadurch einen Hub und eine Frequenz für den Antriebskolben 16 einzustellen.
An der Düse 40 ist ein Sensor 52 befestigt, durch
den Druckschwankungen stromabwärts der Pumpe 10 und/oder
im Bereich des Verbrauchers, d. h. an der Einspritzdüse
gemessen werden können.
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Nachstehend
sind das erfindungsgemäße Verfahren bzw. die Funktionsweise
der erfindungsgemäßen Pumpe 10 im Detail
erläutert.
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Falls
stromabwärts der Pumpe 10 bzw. im Bereich der
Einspritzdüse 40 Druckschwankungen auftreten,
zum Beispiel eines Druckabfalls, so wird dies von dem Sensor 52 gemessen
und entsprechend an die Regelungseinrichtung 48 übermittelt. Infolgedessen
wird die Einschaltdauer der Magnetspule 18 vermindert,
so dass dadurch der Antriebskolben 16 einen verkürzten
Hub bzw. einen Teilhub ausführt. Im Diagramm von 3 ist
der Kolbenhub KH des Antriebskolbens 16 als Funktion über
die Zeit t aufgetragen. In diesem Diagramm ist die Anfangslage des
Antriebskolbens 16, wenn die Magnetspule 18 nicht
bestromt ist, auf die x-Achse referenziert. Bei einem Bestromen
der Magnetspule 16, d. h. ab dem Einschaltzeitpunkt tE kommt es zu einer Verlagerung des Antriebskolbens 18 entlang
seiner Längsachse, was im Diagramm von 3 durch
einen Anstieg des Graphen dargestellt ist. Die Länge der
Einschaltdauer e ist durch einen Pfeil mit e gekennzeichnet. In gleicher
Weise ist die Länge der Ausschaltdauer a durch einen anderen
Pfeil mit a gekennzeichnet.
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Im
Diagramm gemäss 4 ist der Kolbenhub KH als Funktion über
die Zeit dargestellt, nämlich für den Fall, dass
bei einem Betrieb der Pumpe die Einschaltdauer e nicht vermindert
ist. In gleicher Weise wie im Diagramm gemäß 3 sind
in dem Diagramm gemäß 4 die Länge
der Einschaltdauer e' und die Länge der Ausschaltdauer
a' jeweils durch Pfeile mit e' und mit a' gekennzeichnet. Die in
Bezug auf das Diagramm von 3 erläuterte
verkürzte Einschaltdauer e im Vergleich zu einem Betrieb
der Pumpe 10 mit nicht verminderter Einschaltdauer e ergibt
sich z. B aus einem Vergleich der Länge der Pfeile e und
e'.
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Im
Betrieb der Pumpe 10 gemäss der Darstellung von 4 bewegt
sich der Antriebskolben nach einem Bestromen der Magnetspule 16 in
seine Endlage E, in der er mit einer Anschlagfläche im Pumpengehäuse 22 in
Kontakt gelangt. In dieser Endlage E hat der Antriebskolben einen
größeren Kolbenhub KH ausgeführt als
bei Betrieb der Magnetspule 18 mit verkürzter
Einschaltdauer e, was sich ohne Weiteres durch einen Vergleich der
Graphen der 3 und 4, die im
Wesentlichen im gleichen Maßstab dargestellt sind, ergibt.
Sobald der Antriebskolben 16 in Kontakt mit der Anschlagsfläche gelangt
ist, verläuft der Graph im Diagramm von 4 im
Wesentlichen horizontal, da dann eine weitere Verlagerung des Antriebskolbens 16 nicht
möglich ist. Wenn der Antriebskolben 16 in Kontakt
mit der Anschlagsfläche gelangt, so erreicht er seinen Vollausschlag
mit maximalem Kolbenhub KH. Sobald die Magnetspule 18 entregt
ist, bewegt sich ab diesem Zeitpunkt, d. h. dem Ausschaltzeitpunkt
tA, der Antriebskolben 16 zurück
in seine Anfangslage, die im Diagramm von 4 in gleicher
Weise wie bei dem Diagramm von 3 auf die
x-Achse referenziert ist.
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Ein
Vergleich der Diagramme gemäß der 3 und 4 verdeutlicht,
dass bei dem Bestromen der Magnetspule 18 nach dem erfindungsgemäßen
Verfahren (3) die Einschaltdauern e kleiner gewählt
sind. Da der Antriebskolben 16 dabei nur einen Teilhub
ausführt und nicht gegen eine feste Anschlagfläche
prallt, nimmt der Teil des Graphen, bevor der Antriebskolben 16 seine
Endlage E erreicht, auch nicht den Steigungswert Null an, sondern
hat über einen zusammenhängenden Zeitraum einen von
Null verschiedenen Steigungswert.
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Wie
vorstehend erläutert, wird bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren die Einschaltdauer e von dem Prozessparameter, d. h. dem
Druck im Auslassbereich der Pumpe 10, beeinflusst. Somit
hat der Druck die Funktion einer Regelgröße, um
dadurch die Spannung zu regeln, mittels der die Magnetspule 18 geeignet
bestromt wird. Für ein konstantes Druckniveau ist es von
Bedeutung, dass über der Regelstrecke die jeweilige eingestellte
Einschaltdauer der Magnetspule 18 jeweils einen konstant
gleichen Wert einnimmt. In gleicher Weise gilt dies für
die Ausschaltdauer a. Im Diagramm von 3 kommt
dies dadurch zum Ausdruck, dass die Pfeile e (für die Dauer
der Einschaltdauer e) und die Pfeile a (für die Dauer der
Ausschaltdauer a) jeweils eine gleiche Länge aufweisen.
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Eine
Anpassung an den Verbraucher in Form der Einspritzdüse 40 bzw.
an einen geforderten Gesamtvolumenstrom ist erfindungsgemäß dadurch möglich,
dass bei konstant gehaltener Einschaltdauer e die Ausschaltdauer
a variiert wird. Hieraus resultiert eine Veränderung der
Frequenz für einen Hub des Antriebskolbens 16.
Falls beispielsweise die Einschaltdauer e = 200 ms und die Ausschaltdauer
a = 800 ms betragen (wobei dann die Frequenz f = 1 Hz ist), so kann
bei gleichbleibender Einschaltdauer e die Frequenz dadurch verdoppelt
werden, dass die Ausschaltdauer a auf einen Wert von 300 ms verkürzt wird.
Es versteht sich, dass die vorstehend genannten Zahlenbeispiele
rein beispielhaft sind und die Einschalt- und Ausschaltdauer beliebige
andere Werte annehmen können. Von Bedeutung ist, dass bei
einem konstanten Wert für die Einschaltdauer die Frequenz
der Pumpe 10 durch eine Veränderung der Ausschaltzeit
für die Magnetspule 18 möglich ist. Eine Änderung
der Frequenz ist des Weiteren auch durch eine Veränderung
der Einschaltdauer e möglich. Jedoch erfolgt dies zweckmäßig
in Abhängigkeit des zumindest einen Prozessparameters,
zum Beispiel dem Druck oder dem Fördervolumen im Auslassbereich
der Pumpe 10.
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5 zeigt
ein Diagramm für den Kolbenhub KH als Funktion über
der Zeit t. Der Hub des Antriebskolbens 16 ist in diesem
Diagramm durch eine dicke Volllinie dargestellt. Zusätzlich
ist in dem Diagramm eine Doppellinie (durchgezogene Linie, überlagert
von einer gestrichelten Linie) eingetragen, die den Schaltzustand
für die Magnetspule 18 symbolisiert. Für
diesen Schaltzustand sind die Werte 0 (keine Bestromung bzw. stromlos)
und der Wert 1 (Bestromung der Magnetspule 18) gewählt.
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Im
linken Teil des Diagramms gemäß 5 ist
ein Vollhub des Antriebskolbens 16 gezeigt. Zur Vereinfachung
ist hierbei die Bewegung des Antriebskolbens 16 ab dem
Zeitpunkt tE, wenn die Magnetspule 18 bestromt
wird, linear dargestellt. Sobald die Magnetspule 18 ab
dem Ausschaltzeitpunkt tA entregt wird,
wandert der Antriebskolben 18 aufgrund der Vorspannung
einer entsprechenden Feder in seine Anfangslage zurück,
die auf der x-Achse referenziert ist. Zum Zwecke der Vereinfachung
ist auch diese Rückbewegung des Antriebskolbens 16 linear dargestellt.
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In
einem rechten Teil des Diagramms von 5 ist der
Kolbenhub KH für den Fall dargestellt, dass die Magnetspule 18 mit
einer verkürzten Einschaltdauer e bestromt wird. Entsprechend
führt der Antriebskolben 16 nur einen Teilhub
aus. In dem rechten Bereich des Diagramms von 5 ist
rein zu Vergleichszwecken mit einer gestrichelten Linie der Hub
des Antriebskolbens 16 gezeigt, wenn die Pumpe 10 im
Vollhubbetrieb, also mit einer nicht verkürzten Einschaltdauer
e betrieben wird. Zum Zwecke der Vereinfachung ist der Hub KH des
Antriebskolbens 16 im rechten Bereich des Diagramms von 5 ebenfalls
linear aufgetragen.
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Die
Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass ein Prozessparameter des
hydraulischen Systems 36, nämlich ein Druckniveau
oder eine Fördermenge im Auslassbereich der Pumpe 10,
als Eingangs- bzw. als Regelgröße für
eine Regelstrecke dient, mittels der die Magnetspule 18 der
Pumpe 10 geregelt bestromt wird. Wie vorstehend erläutert, kann
durch eine Verkürzung der Einschaltdauer e erreicht werden,
dass der Antriebskolben 18 entsprechend einen kleineren
Hub ausführt. Falls zum Beispiel die Frequenz der Pumpe 10 durch
eine Veränderung der Ausschaltdauer a geeignet angepasst wird,
kann im Ergebnis neben einem konstanten Druckniveau auch eine gewünschte
Fördermenge für die Pumpe 10 eingestellt
werden.
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Zwei
weitere Regelungsmöglichkeiten werden mit Hilfe der in 7 und 8 gezeigten
Diagramme erläutert.
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In 7 sind
zwei Kurven dargestellt, die über die Zeit aufgetragen
eine an der Magnetspule 18 einer Pumpe 10 aus 1 angelegte
Stromstärke und ihr folgend einen vom Antriebskolben 16 zurückgelegten
Kolbenhub KH zeigen. Die Stromstärke I ist in einer durchgezogenen
Linie dargestellt, während der Kolbenhub KH als gestrichelte
Linie gezeichnet ist. Dem Kolbenhub KH folgt eine Druckänderung
mit ähnlichem Kurvenverlauf, der hier nicht gezeigt ist.
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Wird
die Magnetspule 18 zu einem Zeitpunkt t0 =
0 mit Strom beaufschlagt, dauert es bis zu einem Zeitpunkt t1 bis sich ein Magnetfeld in der Magnetspule 18 aufgebaut
hat, die Haftreibung des Antriebskolbens 16 überwunden
und der Antriebskolben 16 in Bewegung versetzt wird. Bis
zum Zeitpunkt t1 + tx steigt
der elektrische Strom, der durch die Magnetspule 18 fließt,
an, wobei tx eine variable, durch die Regelungseinrichtung 48 bestimmbare
Zeitgröße darstellt, die zu Beginn des Prozesses
voreingestellt ist und von der Regelungseinrichtung 48 aus
einem dafür vorgesehenen Speicher abgerufen wird. Nach dem
Zeitpunkt t1 + tx erreicht
der elektrische Strom ein Maximum und fällt anschließend
als Funktion der verstrichenen Zeit t bis zu einem Zeitpunkt t2 auf ein Niveau – in der 7 zu
Erläuterungszwecken im Bereich von 0,5 – ab, dass
es beispielsweise einer Feder erlaubt, den Antriebskolben entgegen
der Kraftwirkungsrichtung des Magnetfelds zurück zu bewegen.
In den ersten Zyklen, beispielsweise die Zeiträume von
t1 bis t2 und von
t2 bis t3 in 7,
ist die maximale Stromstärke so gewählt, dass
es zu einem Anschlag des Antriebskolbens 16 kommt. Durch
den Anschlag ist ein Druckanstieg begrenzt, wodurch ein maximaler
und vor allem für einen Vollausschlag charakteristischer
Druckwert erreicht wird. Dieser maximale Druckwert wird mit einem
in einem nächsten Zyklus erreichten maximalen Druckwert
verglichen. Ist der Unterschied zwischen den beiden Maximalwerten
null, leitet die Regelung einen Anschlag des Antriebkolbens 16 ab,
woraufhin die Stromstärke in jedem weiteren Zyklus heruntergeregelt
wird, bis ein Anschlag nicht mehr erreicht wird und ein messbarer Druckunterschied
zweier aufeinanderfolgender, maximaler Druckwerte entsteht.
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Alternativ
oder in Kombination zur Stromstärkenregelung wird die Einschaltdauer
der Magnetspule variiert, wie dies in 8 gezeigt
ist, nachdem ein Anschlag des Antriebskolbens 16 ermittelt
wurde. Der Antriebskolben wird innerhalb eines Zyklus zu einem späteren
Zeitpunkt mit einer Kraft beaufschlagt, wodurch die Auslenkung bzw.
der Hub des Antriebskolbens 16 eingeschränkt wird
und es nicht mehr zu einem Anschlag an der dem Antriebskolben 16 gegenüberliegenden
Fläche kommt. Leicht zu erkennen ist dies durch Vergleich
der beiden Punkte t1 + tx1 und t2 + tx2 in 8,
wobei der Zeitpunkt t1 + tx1 näher
an t1 liegt, als t2 +
tx2 an t2.
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Die
Regelungseinrichtung 48 optimiert die Einschaltzeit, indem
die Einschaltzeit, in den Diagrammen der 7 und 8.
mit einem tx symbolisiert, näher
an die Ausschaltzeit herangerückt wird. Dadurch wird ein
Endanschlag des Antriebskolbens 16 verhindert und der Wirkungsgrad
der Pumpe 10 optimiert. Dieser Prozess kann in einer anderen
Variante auch sukzessive durchgeführt werden, d. h. die Einschaltzeit
wird der Ausschaltzeit in geringen Schritten angenähert,
bis der gewünschte Druck erreicht wird.
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Diese
Verfahren eignen sich nicht nur für eine Anlaufzeit der
Pumpe, sondern werden zu jedem Zeitpunkt der Laufzeit der Pumpe 10 bei
einem Erreichen des Anschlags des Antriebskolbens 16 zu einer
entsprechenden Reaktion und damit zu einer Verhinderung weiterer
Anschläge des Antriebskolben führen. Damit wird
gewährleistet, dass die Regelungseinrichtung 48 auch
bei Störungen, wie beispielsweise einem Druckabfall durch
Leckagen, reagiert.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 4328621
A1 [0002]
- - DE 102004002245 A1 [0002]
- - DE 60205599 T2 [0008]
- - DE 60036720 T2 [0009]
- - DE 102006044246 A1 [0010, 0046, 0048]
- - US 5237975 [0011]