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Die
Erfindung richtet sich auf ein Verfahren zur Wärmerückgewinnung mittels Verbindung
mehrerer Wärmeströme eines
fossil befeuerten, insbesondere kohlebefeuerten, Kraftwerks mit
nachgeschalteter CO2-Wäsche des Rauchgases mittels
chemischer Absorption und zugeordneter CO2-Kompression. Weiterhin
richtet sich die Erfindung auf ein Kraftwerk, insbesondere fossil
befeuertes und vorzugsweise kohlebefeuertes Kraftwerk, mit einer
der Verbrennung nachgeschalteten CO2-Wäsche des Rauchgases
mittels chemischer Absorption und zugeordneter CO2-Kompression.
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Seit
geraumer Zeit, spätestens
seit Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls,
werden intensive Anstrengungen unternommen, um die Emission des bei
der Verbrennung fossiler Brennstoffe entstehenden Gases CO2 in die Atmosphäre zu vermindern, um dieses
für die
Klimaerwärmung
verantwortliche Treibhausgas in der Atmosphäre zu reduzieren. Bei fossil
befeuerten, insbesondere kohlebefeuerten, Kraftwerken stehen hierfür drei grundsätzliche
Verfahrensrouten zur Verfügung:
Die Abscheidung vor der Verbrennung, die integrierte Abscheidung
und die Abscheidung nach der Verbrennung.
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Das
Prinzip der Abscheidung vor der Verbrennung (pre-combustion) basiert auf der Umsetzung
des fossilen Brennstoffes zu einem aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff
bestehenden Synthesegas, wobei in einem weiteren Schritt das Kohlenmonooxid
zu Kohlendioxid (CO2) aufoxidiert und dann aus
dem Prozess entfernt wird.
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Die
integrierte Abscheidung wird beim so genannten Oxy-Fuel-Prozess realisiert.
Hierbei wird ein hochkonzentrierter Kohlendioxid(CO2)-Abgasstrom durch
die Verbrennung des fossilen Brennstoffes, insbesondere Kohle, mit
reinem Sauerstoff anstelle von Luft erzeugt, der nach Kondensation
des Wasserdampfanteils ohne zusätzliche
Wäsche
direkt entsorgt werden kann.
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Bei
dem dritten Verfahren, der Abscheidung nach der Verbrennung (post-combustion),
das insbesondere bei konventionellen Kraftwerken Anwendung findet,
wird das Kohlendioxid (CO2) mittels einer Wäsche abgetrennt.
Hierbei wird das Rauchgas am Ende des Rauchgasreinigungsstranges
mittels einer CO2-Wäsche mittels chemischer Absorption
aus dem Rauchgas größtenteils
entfernt, so dass ein CO2-armes Abgas das
Kraftwerk verlässt.
Diese CO2-Wäsche findet in einem Absorber
statt, wobei die chemische Absorption mittels eines Waschmittels,
insbesondere Monoethanolamin (MEA), aber auch Diethanolamin (DEA)
oder Methyldiethanolamin (MDEA), erfolgt. Das mit CO2 beladene
Waschmittel wird in einem Desorber oder Regenerator von dem CO2 befreit und aufbereitet und anschließend im
Kreislauf zum Absorber zurückgeführt. Den
Desorber oder Regenerator verlässt
ein höchst
CO2-haltiges Abgas, das in einer anschließenden CO2-Kompression verflüssigt und danach zur endgültigen Lagerung
oder Weiterverwendung aus dem Bereich des Kraftwerks entfernt wird.
Der große
Vorteil dieses Verfahrens besteht darin, dass damit bestehende konventionelle Kraftwerksanlagen
ohne weiteres nachrüstbar
sind. Der Nachteil dieses Verfahrens ergibt sich aus dem für die CO2-Abscheidung notwendigen hohen Energieaufwand.
Zum einen ist für
die Regeneration des eingesetzten Waschmittels ein hoher Energiebedarf erforderlich,
der üblicherweise
in Form von aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf
des zugeordneten Kraftwerkes abgezapftem Dampf gedeckt wird. Mit
diesem abgezapften Dampf wird ein Reboiler oder Verdampfer des Desorbers
oder Regenerators gespeist, mittels welchem das im Kreislauf geführte Waschmittel
auf die für
die Austreibung von CO2 notwendige Temperatur
erhitzt wird. Weiterer energetischer Aufwand wird für die anschließende CO2-Kompression zur Verflüssigung des Kohlendioxids benötigt. Schließlich wird
auch noch zusätzliche
Energie benötigt,
um das zunächst
drucklose Rauchgas vor dem Absorber der CO2-Wäsche des
Rauchgases auf den notwendigen Absorberdruck anzuheben. Aufgrund dieses
relativ hohen Energieaufwandes für
die CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression wird der Wirkungsgrad des zugeordneten
Kraftwerkes – im
Vergleich zu einem solchen ohne CO2-Wäsche – vermindert.
Auch hat die Maßnahme
des Abführens
von Anzapfdampf aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerkes Einfluss
auf diesen Kreislauf und die Energieströme, insbesondere die Wärmeenergieströme des Kraftwerks.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde eine Lösung zu schaffen, die eine
wärmetechnisch günstige Einbindung
einer CO2-Wäsche des Rauchgases mit zugeordneter
CO2-Kompression in den Gesamtwärmestrom
und/oder die Gesamtwärmeenergiebilanz
eines fossil befeuerten, insbesondere kohlebefeuerten, vorzugsweise
konventionellen, Kraftwerks ermöglicht.
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Bei
einem Verfahren der eingangs näher
bezeichneten Art wird diese Aufgabe dadurch gelöst, dass aus dem Wärmestrom
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression thermische Energie in Form
mindestens eines Teilwärmestroms
ausgekoppelt und in einen unmittelbar oder mittelbar an den Wärmestrom
des Kessels oder Dampferzeugers des Kraftwerks gekoppelten Wärmestrom
wieder eingekoppelt wird und/oder dass aus dem Rauchgaswärmestrom
thermische Energie in Form mindestens eines Teilwärmestrom
ausgekoppelt und in den Wärmestrom
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression wieder eingekoppelt wird.
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In
Ausgestaltung der Erfindung kann dies dadurch realisiert sein, dass
im Bereich der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression
vorhandene thermische Energie mittels mindestens einer dort als
Wärmequelle
nutzbaren Anlagenkomponente als Teilwärmestrom aus dem Wärmestrom
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression ent- oder ausgekoppelt wird
und/oder im Bereich einer Rauchgasleitung vorhandene thermische
Energie mittels mindestens einer dort als Wärmequelle nutzbaren Anlagenkomponente
aus dem Wärmestrom
des Rauchgases ent- oder ausgekoppelt wird und die jeweils durch
die Ent- oder Auskoppelung in Form des mindestens einen Teilwärmestromes
gewonnene thermische Energie im Bereich des Kraftwerks außerhalb
des jeweiligen Ent- oder Auskoppelungsbereiches mittels mindestens
einer dort für
die gewonnene thermische Energie jeweils als Wärmesenke nutzbaren weiteren
Anlagenkomponente wieder in den Wärmestrom des Kraftwerks eingekoppelt
wird.
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Ebenso
wird die vorstehende Aufgabe bei einem Kraftwerk der eingangs näher bezeichneten
Art dadurch gelöst,
dass im Bereich der CO2-Wäsche mit zugeordneter
CO2-Kompression mindestens eine als Wärmequelle
genutzte und die Ent- oder Auskoppelung von thermischer Energie
aus dem Wärmestrom der
CO2-Wäsche
mit zugeordneter CO2-Kompression bewirkende
Anlagenkomponente angeordnet und/oder ausgebildet ist und/oder im
Bereich einer Rauchgasleitung und/oder einer einen Luftvorwärmer umgehenden
Bypass-Rauchgasleitung mindestens eine als Wärmequelle genutzte und die
Ent- oder Auskoppelung von thermischer Energie aus dem Rauchgasstrom
bewirkende Anlagenkomponente angeordnet und/oder ausgebildet ist
und im Bereich des Kraftwerks mindestens eine mit dieser Anlagenkomponente
wärmeenergieleitungsmäßig verbundene
sowie als Wärmesenke
genutzte und die Wiedereinkoppelung der entkoppelten oder ausgekoppelten
thermischen Energie in den Wärmestrom des
Kraftwerks außerhalb
des jeweiligen Ent- oder Auskoppelungsbereichs bewirkende, vorzugsweise weitere,
Anlagenkomponente angeordnet und/oder ausgebildet ist.
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Hierbei
zeichnet sich das Verfahren weiterhin dadurch aus, dass, im Bereich
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression
in einem CO2-reichen Gasstrom und/oder im
verwendeten Absorptionsmittel vorhandene thermische Energie ent- oder
ausgekoppelt wird.
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Weiterhin
sieht die Erfindung in Ausgestaltung des Verfahrens vor, dass im
Bereich der Rauchgasleitung und/oder im Bereich einer einen Luftvorwärmer umgehenden
Bypass-Rauchgasleitung im Rauchgas vorhandene thermische Energie
ent- oder ausgekoppelt wird.
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Bei
einer Energieauskoppelung im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ist es weiterhin
vorteilhaft, wenn die im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ent- oder ausgekoppelte
thermische Energie außerhalb
des Bereiches der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression,
insbesondere in den Wasser-Dampf-Kreislauf und/oder einen Fernwärmekreislauf
und/oder in eine kohleführende
Kohleleitung und/oder eine Frischluftleitung, wieder in den Wärmestrom
des Kraftwerks eingekoppelt wird.
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Bei
einer Wärmeauskoppelung
im Bereich der Rauchgasleitung und/oder der Bypass-Rauchgasleitung
ist es weiterhin zweckmäßig, wenn
die im Bereich der Rauchgasleitung und/oder der Bypass-Rauchgasleitung
ent- oder ausgekoppelte thermische Energie außerhalb des Bereiches der Rauchgasleitung
und/oder der Bypass-Rauchgasleitung in den Wasser-Dampf-Kreislauf
und/oder den Fernwärmekreislauf
und/oder den Bereich der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression, insbesondere einen Wärmetauscher
eines Reboilers, wieder eingekoppelt wird.
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Zweckmäßige Ausgestaltungen
und vorteilhafte Weiterbildungen sowohl des erfindungsgemäßen Verfahrens
als auch des erfindungsgemäßen Kraftwerks
sind Gegenstand der jeweiligen (weiteren) Unteransprüche.
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Durch
die Erfindung wird erreicht, dass die CO2-Wäsche des
Rauchgases mittels chemischer Absorption und zugeordneter CO2-Kompression wärmetechnisch günstig und
optimiert in den Gesamtwärmestrom
und damit die Gesamtwärmeenergiebilanz
eines fossil befeuerten, insbesondere kohlebefeuerten, vorzugsweise
konventionellen, Kraftwerks eingebunden ist und/oder eingebunden
werden kann.
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Zum
einen ist vorgesehen, dass im Bereich der CO2-Wäsche und
im Bereich der CO2-Kompression entstehenden
Abwärmeströme als Wärmequelle(n)
genutzt werden. Hierbei wird unter Wärmequelle die Möglichkeit
verstanden, aus dem jeweiligen Abwärmestrom, d. h. einem thermische
Energie in Form von messbarer Wärme
führenden
Medium, nicht benötigte
thermische Energie in Form mindestens eines Teilwärmestromes
ent- und auszukoppeln und danach wärmeenergieleitungsmäßig einer
an anderer Stelle des Kraftwerks außerhalb des Bereiches der CO2-Wäsche
des Rauchgases mit zugeordneter CO2-Kompression
angeordneten Wärmesenke zuzuführen. Unter
Wärmesenke
wird hierbei verstanden, dass die wärmeleitungsmäßig zugeführte, im Bereich
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression aus- oder entkoppelte thermische Energie
in den Wärmestrom
des Kraftwerkes wieder eingekoppelt, d. h. auf ein dort fließendes oder
strömendes
Medium mit einem niedrigeren Wärmeenergieniveau,
d. h. einer niedrigeren Temperatur, übertragen, und somit aus dem
Bereich der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression entnommene Wärme rückgeführt und
rückgewonnen
wird. Die ansonsten mit dem gereinigten Rauchgasstrom oder mit dem
verflüssigten
Kohlendioxidstrom den Bereich der CO2-Wäsche des
Rauchgases mit zugeordneter CO2-Kompression
ungenutzt verlassende thermische Energie wird erfindungsgemäß somit
zumindest teilweise genutzt und im Wege der Wärmerückgewinnung in den Wärmestrom
des Kraftwerkes zurückgeführt.
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Zum
anderen ist zur Verbesserung und Optimierung des Gesamtwärmestromes
und der Gesamtwärmeenergiebilanz
des Kraftwerkes vorgesehen, dass rauchgasseitig in Rauchgasströmungsrichtung
vor der CO2-Wäsche thermische Energie in Form
eines Teilwärmestromes
aus der im Rauchgas enthaltenen thermischen Energie ent- oder ausgekoppelt
wird und im Bereich der CO2-Wäsche, insbesondere
dort im Bereich des Reboilers oder Verdampfers, in den Wärmestrom
der CO2-Wäsche wieder
eingekoppelt wird. Diese Ausführungsform
lässt sich
auch unabhängig
von der vorstehend beschriebenen Ent- und Auskoppelung von thermischer Energie
aus dem Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression realisieren.
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Weitere
Möglichkeiten
der Verwendung und Wiedereinkoppelung von im Bereich der Rauchgasleitung
oder einer den Luftvorwärmer
umgehenden Bypass-Rauchgasleitung aus dem Rauchgas ent- oder ausgekoppelter
thermischer Energie in den Gesamtwärmestrom des Kraftwerks bestehen
erfindungsgemäß darin,
die entkoppelte oder ausgekoppelte thermische Energie in den Wasser-Dampf-Kreislauf
des Kraftwerks, und hier vorzugsweise im Bereich der Niederdruckvorwärmung und/oder
der Hochdruckvorwärmung,
und/oder in einen zugeordneten Fernwärmekreislauf wieder einzukoppeln.
Diese Verwendung oder Rückeinkoppelung rauchgasseitig
ent- oder ausgekoppelter thermischer Energie wird vorzugsweise in
Kombination mit aus dem Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ent- oder ausgekoppelter
und im Bereich außerhalb
der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression wieder in den
Wärmestrom
des Kraftwerkes eingekoppelter thermischer Energie vorgesehen. Insbesondere
ist es in diesem Zusammenhang zweckmäßig, wenn dann die dem Kessel
oder Dampferzeuger des Kraftwerks zugeführte Frischluft mittels eines
Wärmetauschers
erwärmt
wird, dem aus dem Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ent- oder ausgekoppelte
thermische Energie zur Abgabe an den zuströmenden Frischluftmassestrom
zugeführt
wird.
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Ergänzend kann
in nicht dargestellter Weise zudem vorgesehen sein, dass dem Kraftwerk
solarthermische oder geothermische Energieerzeugungsanlagen zugeordnet
sind, deren darin gewonnene Energie dem Wärmestrom des Kraftwerkes in
Form von thermischer Energie und/oder elektrischer Energie zugeführt oder
zur Verfügung
gestellt wird.
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Besonders
vorteilhaft ist es, wenn die Ent- oder Auskoppelung am CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf sowie in CO2-Strömungsrichtung hinter
der CO2-Kompression erfolgt. Vorteilhafte
Orte für
die Ausbildung von Wärmesenken
für die
Ent- oder Auskoppelung von thermischer Energie bestehen weiterhin
im Bereich der CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und
im Bereich der CO2-Kompression-Zwischenkühlung. Für die Wiedereinkoppelung der
ausgekoppelten thermischen Energie besonders vorteilhafte Orte sind
der Bereich der Niederdruckvorwärmung
sowie der Bereich in Strömungsrichtung hinter
einer hinter einem Kondensator angeordneten Kondensatpumpe, wobei
die vorstehenden Bereiche alle im Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks
ausgebildet sind. Weitere vorteilhafte Orte für die Ausbildung von Wärmesenken
zur Wiedereinkoppelung der im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ausgekoppelten
thermischen Energie sind der dem Kraftwerk zugeordnete Fernwärmekreislauf,
die Frischlufterwärmung
der den Brennern des Kraftwerks zuzuführenden Frischluft oder die
Kohletrocknung der einer Kohlemühle
zuzuführenden
Kohle als fossilem Brennstoff. Dies gilt insbesondere bei der Verwendung
von Braunkohle, wobei das erfindungsgemäße Verfahren und das erfindungsgemäße Kraftwerk
aber sowohl bei Steinkohle- als auch bei Braunkohle-Verfeuerung
anwendbar ist.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren
zeichnet sich weiterhin dadurch aus, dass die Ent- oder Auskoppelung
der thermischen Energie mittels einer oder mehrerer am CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf
und/oder in CO2-Strömungsrichtung hinter der CO2-Kompression und/oder im Bereich der CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und/oder
im Bereich der CO2-Kompression-Zwischenkühlung ausgebildeter
Wärmequelle(n)
und die Wiedereinkoppelung der thermischen Energie mittels einer oder
mehrerer im Bereich der Niederdruckvorwärmung und/oder in Kondensatströmungsrichtung
vor der Niederdruckvorwärmung
und/oder in einem Fernwärmekreislauf
und/oder in einer Frischlufterwärmung
und/oder in einer Kohletrocknung ausgebildeten/ausgebildeter und
wärmeenergieleitungsmäßig mit
der/den Wärmequelle(n)
verbundene(n) Wärmesenke(n)
durchgeführt
wird.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung besteht darin,
dass die Ent- oder Auskoppelung der thermischen Energie mittels
einer oder mehrerer in der Rauchgasleitung und/oder in der Bypass-Rauchgasleitung
ausgebildeter Wärmequelle(n)
und die Wiedereinkoppelung der thermischen Energie in den Wasser-Dampf-Kreislauf
im Bereich der Niederdruckvorwärmung
und/oder der Hochdruckvorwärmung
und/oder in den Fernwärmekreislauf
und/oder in den Bereich der CO2-Wäsche, insbesondere
in den Reboiler, vorzugsweise einen Wärmetauscher des Reboilers,
durchgeführt
wird.
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Ebenso
ist es von Vorteil, wenn die im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression ent- oder ausgekoppelte
thermische Energie mittels in einem Rankine-Kreislauf angeordneter Wärmetauscher
wieder in den Wärmestrom
des Kraftwerks eingekoppelt wird.
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Für die Durchführung des
Verfahrens ist es erfindungsgemäß besonders
zweckmäßig, wenn
das Verfahren in einem Kraftwerk nach einem der Ansprüche 11 bis
29 durchgeführt
wird.
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Ebenso
zeichnet sich das Kraftwerk in Ausgestaltung der Erfindung daher
dadurch aus, dass am CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf und/oder
in CO2-Strömungsrichtung hinter der CO2-Kompression und/oder im Bereich der CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und/oder
im Bereich der CO2-Kompression-Zwischenkühlung eine
oder mehrere zur Wärmeübertragung
als Wärmequelle(n) genutzte
Anlagenkomponente(n) angeordnet und/oder ausgebildet ist/sind, die
jeweils in ein Wärmeträgermedium
führender
Weise wärmeenergieleitungsmäßig mit
einer oder mehreren im Bereich der Niederdruckvorwärmung und/oder
in Kondensatströmungsrichtung
vor der Niederdruckvorwärmung und/oder
in einem Fernwärmekreislauf
und/oder in der Frischlufterwärmung
und/oder in der Kohletrocknung angeordneten und als Wärmesenke(n)
eine Wärmeübertragung
bewirkenden Anlagenkomponente(n) verbunden ist/sind.
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Eine
verfahrenstechnisch und anlagentechnisch gut zu realisierende Möglichkeit
Wärmequellen und
Wärmesenken
auszubilden, besteht darin, hierfür vorhandene und/oder als zusätzliche
Wärmetauscher
ausgebildete Anlagenkomponenten zu verwenden. Die Erfindung sieht
daher bezüglich
des Kraftwerkes in weiterer Ausgestaltung auch vor, dass im Bereich
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression mindestens eine, eine Wärmequelle,
insbesondere für
ein separates Wärmeträgermedium,
ausbildende Anlagenkomponente, vorzugsweise ein Wärmetauscher,
ausgebildet und in der wärmeenergieleitungsmäßig ein
Medium, vorzugsweise das separate Wärmeträgermedium, führenden Weise
mit mindestens einer im Bereich des Kraftwerks angeordneten weiteren,
eine Wärmesenke, insbesondere
für das
separate Wärmeträgermedium, ausbildenden
Anlagenkomponente, vorzugsweise ein weiterer Wärmetauscher, verbunden ist,
wobei eine oder mehrere der aus einem Wärmetauscher am CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf und/oder einem Wärmetauscher hinter der CO2-Kompression
und/oder einem Wärmetauscher der
CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und/oder
einem Wärmetauscher
der CO2-Kompression-Zwischenkühlung ausgewählte(n)
Anlagenkomponente(n) je einen als Wärmequelle fungierenden Wärmetauscher
und/oder eine nach einem Desorber hoch CO2-haltiges Gas führende Leitung
eine als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponente und/oder eine nach der CO2-Kompression
flüssiges CO2 führende
Leitung eine als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponente(n) sowie eine oder mehrere der aus einem
Wärmetauscher
der Niederdruckvorwärmung
und/oder einem Wärmetauscher
vor der Niederdruckvorwärmung
und/oder einem Wärmetauscher
im Fernwärmekreislauf
und/oder einem Wärmetauscher
der Kohletrocknung und/oder einem Wärmetauscher der Frischlufterwärmung ausgewählte(n)
Anlagenkomponente(n) je einen als Wärmesenke fungierenden weiteren
Wärmetauscher ausbilden.
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Eine
Möglichkeit,
die Entkoppelung von thermischer Energie und Wiedereinkoppelung
von thermischer Energie zu realisieren besteht insbesondere darin,
dass der eine Wärmequelle
ausbildende Wärmetauscher
am CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf wärmeenergieleitungsmäßig mit
einem eine Wärmesenke
ausbildenden Wärmetauscher
der Niederdruckvorwärmung,
insbesondere mit dem einer stromaufwärtsseitig zur Kondensatströmungsrichtung
gelegenen Kondensatpumpe nächstgelegenen
Wärmetauscher,
verbunden ist.
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Eine
weitere Möglichkeit,
in vorteilhafterweise die Auskoppelung und Wiedereinkoppelung von thermischer
Energie zu realisieren besteht weiterhin darin, dass der eine Wärmequelle
ausbildende Wärmetauscher
hinter der CO2-Kompression wärmeenergieleitungsmäßig mit
einem eine Wärmesenke ausbildenden
Wärmetauscher
der Niederdruckvorwärmung,
insbesondere dem in Kondensatströmungsrichtung
einem Speisewasserbehälter
nächstgelegenen
Wärmetauscher,
und/oder dem eine Wärmesenke
ausbildenden Wärmetauscher
vor der Niederdruckvorwärmung
verbunden ist.
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Hierbei
ist es dann besonders zweckmäßig, wenn
der Wärmetauscher
vor der Niederdruckvorwärmung
in einer Kondensatleitung in Kondensatströmungsrichtung hinter einer
Kondensatpumpe und/oder die Wärmetauscher
der Niederdruckvorwärmung
in einer von der Kondensatleitung abzweigenden Bypass-Leitung angeordnet
ist/sind, was die Erfindung ebenfalls vorsieht.
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Gemäß weiterer
Ausgestaltung lässt
sich eine wärmetechnisch
besonders günstige
Aneinanderkopplung der Wärmetauscher
WT2 und WT5 dadurch erreichen, dass der Rücklauf des Wärmetauschers
der Niederdruckvorwärmung
wärmeenergieleitungsmäßig mit
dem Vorlauf des Wärmetauschers vor
der Niederdruckvorwärmung
verbunden ist.
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Eine
weitere vorteilhafte und zweckmäßige wärmeenergieleitungsmäßige Verbindung
zwischen den einzelnen Wärmequellen
und den einzelnen Wärmesenken
lässt sich
insbesondere dann erreichen, wenn zwischen den Wärmequellen und den Wärmesenken
ein, insbesondere zum übrigen
Stofffluss des Kraftwerks separates, Wärmeträgermedium zwischen diesen im
Kreislauf geführt
wird, was vorzugsweise dann der Fall ist, wenn die Wärmequellen
und Wärmesenken
als Wärmetauscher ausgebildet
sind. Die Erfindung sieht in weiterer Ausgestaltung daher auch vor,
dass ein Wärmeträgermedium in
einem vom Wärmetauscher
hinter der CO2-Kompression, dem in Kondensatströmungsrichtung
einem Speisewasserbehälter
nächstgelegenen
Wärmetauscher
und dem Wärmetauscher
vor der Niederdruckvorwärmung
gebildeten Kreislauf und/oder in einem vom Wärmetauscher am CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf und dem einer in stromaufwärtsseitiger Kondensatströmungsrichtung
gelegenen Kondensatpumpe nächstgelegenen Wärmetauscher
gebildeten Kreislauf jeweils durch diese Wärmetauscher geführt ist.
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Eine
zweckmäßige Möglichkeit
zur Ausbildung einer Wärmerückgewinnung
besteht auch darin, die ent- oder ausgekoppelte thermische Energie in
den Fernwärmekreislauf
eines Kraftwerkes wiedereinzukoppeln, falls ein solcher Fernwärmekreislauf vorgesehen
ist. Die Erfindung sieht in Ausgestaltung daher weiterhin auch vor,
dass der Wärmetauscher am
CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf und/oder der Wärmetauscher hinter der CO2-Kompression mit einem oder mehreren in
dem Fernwärmekreislauf
angeordneten Wärmetauscher(n)
wärmeenergieleitungsmäßig verbunden
ist/sind.
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Hierbei
kann eine leitungsmäßige Verbindung
und Ankoppelung zwischen den im Fernwärmekreislauf angeordneten Wärmetauschern
und den im Bereich des Wasser-Dampf-Kreislaufes des Kraftwerkes angeordneten
Wärmetauschern
von Vorteil sein, weshalb sich die Erfindung auch dadurch auszeichnet,
dass einer oder mehrere der in dem Fernwärmekreislauf angeordneten Wärmetauscher
mit einem oder mehreren der der Niederdruckvorwärmung zu- oder vorgeordneten
Wärmetauscher(n)
wärmeenergieleitungsmäßig verbunden
ist/sind.
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Hierbei
kann wiederum der Wärmetauscher vor
der Niederdruckvorwärmung
im Rücklauf
des in dem Fernwärmekreislauf
angeordneten Wärmetauschers
und/oder im Rücklauf
des der Niederdruckvorwärmung
zugeordneten Wärmetauschers
angeordnet sein.
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Aufgrund
der Möglichkeit,
durch die Auskoppelung von thermischer Energie im Bereich der CO2-Wäsche
mit zugeordneter CO2-Kompression eine ausreichend
hohe Wärmeenergiemenge
oder ausreichend hohe Menge an thermischer Energie für eine Wiedereinkoppelung
zur Verfügung
zu stellen, besteht eine weitere erfindungsgemäße Ausgestaltung des Kraftwerks
auch darin, dass die Wärmeenergiezufuhr
für den
Reboiler oder Verdampfer in den Fernwärmekreislauf integriert ausgebildet
ist (Die Begriffe „Wärmeenergie” und „thermische
Energie” werden
im vorliegenden Text als Synonyme verwendet).
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Eine
weitere Möglichkeit
zur Nutzung der durch Auskoppelung wieder rückgewonnenen thermischen Energie
besteht darin, diese zur Kohletrocknung und/oder zur Frischlufterwärmung zu
verwenden. Eine vorteilhafte Nutzung besteht erfindungsgemäß daher
weiterhin darin, dass der Wärmetauscher am
CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf und/oder
der Wärmetauscher
hinter der CO2-Kompression mit einem oder
mehreren in einer mit einer Kohlemühle verbundenen Kohleleitung
des Kraftwerks angeordneten Wärmetauscher(n)
wärmeenergieleitungsmäßig verbunden
ist/sind.
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Ebenso
sieht die Erfindung noch vor, dass der Wärmetauscher am CO2-Wäsche-Desorber- oder
Regeneratorkopf und/oder der Wärmetauscher hinter
der CO2-Kompression mit einem oder mehreren
in einer dem Kessel des Kraftwerks Frischluft zuführenden
Frischluftzuleitung angeordneten Wärmetauscher(n) wärmeenergieleitungsmäßig verbunden ist/sind.
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In
vorteilhafter Ausgestaltung sieht die Erfindung weiterhin vor, dass
das mindestens ein in der Bypass-Rauchgasleitung angeordneter Wärmetauscher
mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks im Bereich der Niederdruckvorwärmung oder der
Hochdruckvorwärmung
wärmerenergieleitungsmäßig verbunden
ist.
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In
Weiterbildung ist darüber
hinaus vorgesehen, dass ein in der Bypass-Rauchgasleitung angeordneter
Wärmetauscher
wärmeenergieleitungsmäßig mit
dem Fernwärmekreislauf
verbunden ist.
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Vor
Vorteil ist es gemäß Weiterbildung
der Erfindung darüber
hinaus, dass ein in der Bypass-Rauchgasleitung angeordneter Wärmetauscher
wärmeenergieleitungsmäßig mit
dem Reboiler und/oder einem Wärmetauscher
des Reboilers verbunden ist.
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Es
ist dann weiterhin von Vorteil, wenn im Reboilerrücklauf ein
wärmeleitungsmäßig mit
dem Fernwärmekreislauf
verbundener Wärmetauscher und/oder
ein mit dem Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks, vorzugsweise
im Bereich der Niederdruckvorwärmung,
wärmeleitungsmäßig verbundener
Wärmetauscher
angeordnet ist.
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Schließlich sieht
die Erfindung auch noch vor, dass der Wärmetauscher am CO2-Wäsche-Desorber
oder -Regeneratorkopf und/oder der Wärmetauscher hinter der CO2-Kompression und/oder der Wärmetauscher
der CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und/oder der Wärmetauscher
der CO2-Kompression-Zwischenkühlung wärmeleitungsmäßig mit
einem in einem Rankine-Kreislauf angeordneten Wärmetauscher verbunden ist/sind.
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Es
versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch
zu erläuternden Merkmale
nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in
anderen Kombinationen verwendbar sind. Der Rahmen der Erfindung
ist nur durch die Ansprüche
definiert.
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Die
Erfindung ist nachstehend anhand einer Zeichnung beispielhaft näher erläutert. Diese
zeigt in
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1 in
schematischer Darstellung Kraftwerkskomponenten eines kohlebefeuerten,
insbesondere braunkohlebefeuerten, Kraftwerks,
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2 in
schematischer Darstellung Kraftwerkskomponenten eines kohlebefeuerten
Kraftwerks mit Wärme(rück)einkoppelung
von im Bereich der CO2-Wäsche
mit zugeordneter CO2-Kompression ausgekoppelter
thermischer Energie in den Wasser-Dampf-Kreislauf und in einen dem Kraftwerk
zugeordneten Fernwärmekreislauf,
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3 in
schematischer Darstellung den Fernwärmekreislauf nach 2 mit
zusätzlich
integrierter Verdampfererwärmung,
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4 in
schematischer Darstellung eine alternative Ausführungsform einer Wärme(rück)einkopplung
in einen Fernwärmekreislauf,
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5 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
in eine Kohleförderung und/oder
Kohletrocknung einer einem Kraftwerk zugeordneten Kohlemühle,
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6 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
in die Frischlufterwärmung einer
Brennern eines Kessels des Kraftwerks Frischluft zuführenden
Frischluftleitung,
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7 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
von im Bereich der CO2-Wäsche
mit zugeordneter CO2-Kompression ausgekoppelter
und von im Bereich einer Bypass-Rauchgasleitung
ausgekoppelter thermischer Energie in den Wasser-Dampf-Kreislauf
des Kraftwerks,
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8 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
entsprechend der 7 mit zusätzlicher Wärme(rück)einkopplung in einen zugeordneten
Fernwärmekreislauf,
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9 in
schematischer Darstellung eine indirekte Dampfbeheizung eines Wasserkreislaufes
einer indirekten Beheizung eines Reboilers,
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10 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
in einen Rankine-Kreislauf,
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11 in
schematischer Darstellung eine Auskoppelung von thermischer Energie
im Bereich einer Bypass-Rauchgasleitung
und Einkoppelung der thermischen Energie im Bereich des Verdampfers/Reboilers
des Desorbers der CO2-Wäsche,
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12 in
schematischer Darstellung eine Wärme(rück)einkopplung
gemäß 11 ergänzt um eine
Frischluftvorwärmung
und in
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13 eine
schematische Prinzipdarstellung verschiedener Teilwärmeströme eines
Kraftwerkes mit mehreren zur Wärmerückgewinnung
Wärmeströme des Kraftwerks
verbindenden Teilwärmeströmen.
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Die 13 zeigt
in schematischer Prinzipdarstellung ein insgesamt mit 1 bezeichnetes
Kraftwerk, das den Dampferzeuger oder Kessel 2, einen, vorzugsweise
Hochdruckturbinen 3, Mitteldruckturbinen 4 und
Niederdruckturbinen 5, umfassenden Turbinensatz 76,
eine eine CO2-Wäsche 58 mit zugeordneter
CO2-Kompression 27 umfassende CO2-Abscheidung 77 und ein zugeordnetes,
einen Fernwärmekreislauf 44 umfassendes
Fernwärmenetz 78.
Untereinander stehen diese Anlagenkomponenten 2, 76, 77 und 78 über verschiedene
Teilwärmeströme miteinander
in Verbindung, wobei diese Teilwärmeströme zusammen
den Gesamtwärmestrom
und die Gesamtwärmeenergiebilanz
des Kraftwerks 1 ausbilden. Von diesen Teilwärmeströmen sind
in der 13 der Wasser-Dampf-Kreislauf Q1, die Fernwärmeeinbindung Q2,
die rauchgasseitige Wärmestromanbindung
der CO2-Abscheidung 77 an den Kessel 2 als
Q3, der dem Kessel mit der Luft zugeführte Wärmestrom
als Q4, der dem Kessel 2 mittels
der Kohle zugeführte
Wärmestrom
als Q5, der die CO2-Abscheidung
verlassende CO2-arme Abgaswärmestrom
als Q6 und der die CO2-Abscheidung 77 verlassende Teilwärmestrom
des hoch CO2-haltigen Mediums als Q7 bezeichnet, wobei alle Teilströme Q1 bis Q7 gestrichelt
gezeichnet sind. Erfindungsgemäß werden
nun aus dem innerhalb der CO2-Abscheidung 77 sich ausbildenden
Wärmestrom
Teilwärmeströme Q8 bis Q11 abgezweigt
und entkoppelt und, wie durch die entsprechend gekennzeichneten
und mit durchgezogener Linie dargestellten Pfeilen angedeutet, in
andere Teilwärmeströme und damit
den Gesamtwärmestrom
des Kraftwerks 1 rückgeführt. Ebenso
werden aus dem rauchgasseitigen Teilwärmestrom Q3 die Teilwärmeströme Q12 bis Q14 abgezweigt
bzw. entkoppelt und entsprechend der Pfeildarstellung ebenfalls
wieder in den Gesamtwärmestrom
des Kraftwerks 1 (rück)eingekoppelt.
Hierbei wird der Teilwärmestrom
Q8 aus der CO2-Abscheidung 77 ausgekoppelt
und in den im Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks 1 geführten Teilwärmestrom
Q1 eingekoppelt. Der Teilwärmestrom
Q9 wird aus der CO2-Abscheidung 77 ausgekoppelt
und in den Fernwärmekreislauf 44 des
Fernwärmenetzes 78 und
damit im Prinzip dem Teilwärmestrom
Q2 eingekoppelt. Der Teilwärmestrom
Q10 wird aus der CO2-Abscheidung 77 aus-
oder entkoppelt und dem Teilwärmestrom
Q4 der Frischluftzuführung zugeführt und in diesen wieder (rück)eingekoppelt.
Der Teilwärmestrom
Q11 wird ebenfalls aus dem Wärmestrom
der CO2-Abscheidung 77 ausgekoppelt
und dann in den in einer zu einer Kohlenmühle 54 und/oder dem
Kessel 2 führenden
Kohleleitung 55 geführten
Teilwärmestrom
Q5 wieder (rück)eingekoppelt. Ebenso wird
aus dem rauchgasseitigen Teilwärmestrom
Q3 ein Teilwärmestrom Q12 ausgekoppelt,
der in den in der CO2-Abscheidung 77 geführten Teilwärmestrom
wieder (rück)eingekoppelt
wird. Weiterhin werden aus dem Teilwärmestrom Q3 die
Teilwärmeströme Q13 und Q14 ausgekoppelt,
wovon der Teilwärmestrom
Q13 in den Teilwärmestrom Q1 des
Wasser-Dampf-Kreislaufs des Kraftwerks 1 und der Teilwärmestrom
Q14 in den Fernwärmekreislauf 44 des
Fernwärmenetzes 78 wieder
(rück)eingekoppelt
wird.
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Das
in 1 insgesamt mit 1 bezeichnete Kraftwerk
ist im oberen Teilbild mit seinem an den Kessel 2 angeschlossenen
Wasser-Dampf-Kreislauf und im unteren Teilbild mit seinem rauchgasseitig
an den Kessel 2 angeschlossenen Rauchgasweg mit der im
Kessel 2 erfolgenden Verbrennung nachgeschalteter CO2-Wäsche
des Rauchgases mittels chemischer Absorption und zugeordneter CO2-Kompression 27 schematisch dargestellt.
Auf der Seite des Wasser-Dampf-Kreislaufes umfasst das Kraftwerk eine
Hochdruckturbine 3, zwei Mitteldruckturbinen 4 und
vier Niederdruckturbinen 5, wobei die Anzahl der Turbinen
lediglich beispielhaft ist. Am Ende der Turbinenstrecke ist ein
Generator 6 angeordnet. Nachfolgend zu der letzten Niederdruckturbine 5 ist
im Wasser-Dampf-Kreislauf ein Kondensator 7 angeordnet,
der wie üblich
mit einem Kühlturm 8 verbunden ist.
In Strömungsrichtung
des Kondensats ist nachfolgend zum Kondensator 7 im Wasser-Dampf-Kreislauf
eine Kondensatpumpe 9 angeordnet, die das Kondensat einem
fünf Wärmetauscher
umfassenden Niederdruckvorwärmer 10 zuführt. An
den Niederdruckvorwärmer 10 schließt sich
ein Speisewasserbehälter 11 mit
zugeordneter Speisewasserpumpe 12 an, die das aus dem Speisewasserbehälter 11 stammende
Speisewasser einem Hochdruckvorwärmer 13 zuführt, wonach
es dann in den Dampferzeuger des Kessels 2 gelangt. Weiterhin
sind in dem Wasser-Dampf-Kreislauf von den jeweiligen Turbinen 3, 4, 5 ausgehende
Dampfleitungen eingezeichnet. Insofern besteht dieser Teil des Kraftwerkes
aus Komponenten, wie sie von konventionellen kohlebefeuerten Kraftwerken
bekannt sind. Zusätzlich
weist der Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks 1 darüber hinaus
drei Wärmetauscher
WT1, WT2 und WT5 auf. Hiervon ist der Wärmetauscher WT5 vor der Niederdruckvorwärmung, und
zwar in Kondensatströmungsrichtung
hinter der Kondensatpumpe 9, aber vor dem Niederdruckvorwärmer 10 in
die zum Speisewasserbehälter 11 führende Kondensatleitung 14 eingebunden.
Die Wärmetauscher
WT1 und WT2 sind in einer in Kondensatströmungsrichtung hinter dem Wärmetauscher
WT5 von der Kondensatleitung 14 abzweigenden und hinter
dem Niederdruckvorwärmer 10,
aber vor dem Speisewasserbehälter
wieder in die Kondensatleitung 14 einmündenden Bypass-Leitung 15 angeordnet.
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Befeuert
wird der Kessel 2 wie durch den Pfeil 16 angedeutet
ist, mit Luft und Kohle. Das den Kessel 2 über die
Rauchgasleitung 17 verlassende Rauchgas wird einer zumindest
die Komponenten Entstickungsanlage, Elektrofilter und Rauchgasentschwefelungsanlage
umfassenden Rauchgasbehandlung 18 zugeführt und gelangt dann in eine
eine CO2-Wäsche 58 mit zugeordneter
CO2-Kompression 27 umfassende Dekarbonisierungsanlage 19.
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Bei
dieser der Verbrennung nachgeschalteten Dekarbonisierungsanlage 19 wird
das im Rauchgas enthaltene CO2 mittels chemischer
Absorption mit einem Waschmittel entfernt. Als Waschmittel wird vorzugsweise
MEA (Monoethanolamin, H2N-CH2-CH2-OH), aber auch DEA (Diethanolamin, HO-CH2-CH2-NH-CH2-CH2-OH) oder MDEA
(Methyldiethanolamin, HO-CH2-CH2-NCH3-CH2-CH2-OH), verwendet.
Hierbei findet die eigentliche Wäsche
des Rauch- oder Abgases mittels des Waschmittels in einem Absorber 20 oder
einer Absorptionskolonne statt, welchen/welche das Rauchgas im Gegenstrom zu
dem Waschmittel durchströmt.
Das Rauchgas verlässt
den Absorber 20 an dessen Kopfende als CO2-armes
Abgas 21. Um das im Absorber 20 beladene Wasch-
oder Lösungsmittel
wieder aufzubereiten und für
einen dauerhaften Einsatz zu regenerieren ist dem Absorber 20 ein
Desorber oder Regenerator 22, vorzugsweise in Form einer
Desorptionskolonne, nachgeschaltet, dem das CO2-reiche
Wasch- oder Lösungsmittel
nach dem Durchströmen
des Absorbers 20 zugeführt
wird. Für
die Regeneration des Waschmittels und das Austreiben des CO2 aus dem Waschmittel ist ein hoher Energiebedarf
notwendig, der in Form von dem Wasser-Dampf-Kreislauf abgezapftem Dampf dem Verdampfer
oder Reboiler 23 des Desorbers/Regenerators 22 zugeführt wird,
wie dies im oberen Teilbild der 1 durch
die gestrichelte Linie und die Buchstaben D1 in
diesem Bereich sowie am Reboiler 23 angedeutet ist. Der
Rücklauf
S1 des im oder am Verdampfer 23 angeordneten Wärmetauschers 24 mündet in
Kondensatströmungsrichtung
hinter dem Niederdruckvorwärmer 10 und
vor dem Speisewasserbehälter 11 in
die Kondensatleitung 14 des Wasser-Dampf-Kreislaufs ein.
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Vor
dem Eintritt in den Absorber 20 wird das zunächst drucklose
Rauchgas isotherm auf einen Druck von unter 10 bar, beispielsweise
2 bar, verdichtet und dann durch den Absorber 20 geführt, wobei ihm
das Wasch- oder Lösungsmittel entgegenströmt. Das
CO2-reiche Waschmittel oder Lösungsmittel
wird danach unter Durchströmen
eines Wärmetauschers 25 in
den Desorber/Regenerator 22 eingeleitet. Im Desorber/Regenerator 22 wird
das CO2-reiche Waschmittel durch Erhitzung
aufgebrochen und regeneriert, so dass am Kopfende des Desorbers/Regenerators 22 ein
nahezu reines CO2-H2O-Gemisch austritt,
das durch einen Kondensationsprozess getrennt werden kann, so dass
dann ein ca. 90% reiner CO2-Strom freigesetzt
wird, der über
eine Leitung 26 einer im Ausführungsbeispiel zehnstufigen CO2-Kompressionsanlage der CO2-Kompression 27 zugeführt wird,
die den CO2-Strom auf ca. 100 bar verdichtet
und verflüssigt.
Danach wird das verflüssigte
CO2, mittels einer Leitung 28 einer
weiteren Verwendung oder einer Lagerung zugeführt.
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Da
für die
Desorption/Regeneration des Waschmittels im Desorber/Regenerator 22 hohe Temperaturen
erforderlich sind, wird der CO2-reiche Wasch-
oder Lösungsmittelstrom
im Wärmetauscher 25 auf
ca. 95°C
erhitzt. Dies geschieht mit Hilfe von ebenfalls durch den Wärmetauscher 25 geleitetem, im
Desorber/Regenerator 22 regeneriertem CO2-armem
Wasch- oder Reinigungsmittel 29, das im Verdampfer/Reboiler 23 ausreichend
temperiert wird. Der Verdampfer oder Reboiler 23 verdampft
einen Teil des Lösungsmittels,
wodurch das Kohlendioxid von dem Wasch- oder Lösungsmittel desorbiert wird, so
dass sich am Kopfende ein nahezu reines CO2-H2O-Gemisch
bildet, das in den Kondensator 31 am Kopf des Desorbers/Regenerators 22 gelangt,
wo das Wasser auskondensiert, so dass ein nahezu reiner CO2-Strom abgeführt wird. Das regenerierte, CO2-arme Wasch- oder Lösungsmittel 29 wird
am Sumpf des Desorbers/Regenerators 22 abgezogen, über den
Wärmetauscher 25 geführt, in
welchen der entgegenströmende,
beladene, CO2-reiche Wasch- oder Lösungsmittelstrom 30 erwärmt wird.
Nach Durchlaufen einer Pumpe auf den notwendigen Absorberdruck gebracht
und entsprechend abgekühlt, wird
das CO2-arme Wasch- oder Lösungsmittel 29 wieder
dem Absorber 20 zugeführt.
Da sich während des
ganzen Vorganges Verluste an Wasser und Waschmittel ergeben, werden
diese an einer Mischstelle 32 wieder dem System zugegeben.
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An
dem CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf
des Desorbers/Regenerators 22 ist in der Leitung 26 ein
eine als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponente in Form eines Wärmetauschers 33 angeordnet.
In Strömungsrichtung
des CO2-H2O-reichen Gasstromes ist in der Leitung 26 hinter
dem Wärmetauscher 33 ferner
ein Kondensatauffangbehälter 34 angeordnet,
mit welchem aufgrund der mit dem Wärmetauscher 33 einhergehenden
Kühlung des
in der Leitung 26 geführten
CO2 H2O-Stromes auskondensierendes
H2O aufgefangen werden kann. Ein weiterer,
der Kühlung
des verflüssigten
CO2-Stromes nach der CO2-Kompression 27 dienender
und ebenfalls eine als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponente ausbildender Wärmetauscher 35 ist
der CO2-Kompression 27 nachgeschaltet
in der Leitung 28 angeordnet. Weitere als Wärmequellen
in Form von Wärmetauschern 36 genutzte
Anlagenkomponenten sind als Wärmetauscher
der CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung vorgesehen,
wobei auch ein am Kopf des Absorbers 20 angeordneter Wärmetauscher 36 als
zur CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung gehörig angesehen wird. Insgesamt
sind im Ausführungsbeispiel
vier Wärmetauscher 36 vorhanden.
Weiterhin sind als Wärmequellen
genutzte Anlagenkomponenten auch noch in Form von Wärmetauscher 37 der
CO2-Kompression-Zwischenkühlung zwischen den Kompressoren 38 der
CO2-Kompression 27 angeordnet.
Im Ausführungsbeispiel
sind sechs Wärmetauscher 37 zwischen
den Kompressoren 38 dargestellt, es können aber bei den zehn vorhandenen
Kompressoren 38 bis zu neun Wärmetauscher 37 der
CO2-Kompression-Zwischenkühlung vorhanden
sein. Da alle diese Wärmetauscher 33, 35, 36 und 37 der
Kühlung
dienen, bilden sie gleichzeitig eine Wärmequelle für das in den Wärmetauschern 33, 35 bis 37 jeweils
ansonsten noch geführte
Wärmeträgermedium
aus. Diese Funktion der Wärmetauscher 33, 35 bis 37 als
Wärmequelle
wird erfindungsgemäß nun dazu
genutzt, einen Teil der über
die angezapfte Dampfleitung D1 dem Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks 1 entnommenen
Energie wieder zurückzugewinnen
und dem Kraftwerk 1 wieder zuzuführen, insbesondere dem Wasser-Dampf-Kreislauf oder
aber anderen Bereichen oder Anlagenteilen, die mit dem Kraftwerk 1 in
Verbindung stehen, wieder zuzuführen.
Hierzu dienen an den entsprechenden Stellen positionierte Wärmetauscher
WT1–WT11,
die, wie nachstehend noch erläutert
wird, jeweils eine als Wärmesenke
genutzte Anlagenkomponente ausbilden, mit deren Hilfe sich jeweils
thermische Energie auf einen Teilwärmestrom übertragen lässt. Mit Hilfe der als Wärmequelle
für ein
in ihnen geführtes
Wärmeträgermedium wirkenden
Wärmetauscher 33, 35 bis 37 wird
im Bereich der CO2-Wäsche und der die zugeordnete CO2-Kompression 27 umfassenden Dekarbonisierungsanlage 19 thermische
Energie aus dem Wärmestrom
der Dekarbonisierungsanlage 19 entkoppelt, auf das in den
Wärmetauschern 33, 35 bis 37
strömende Wärmeträgermedium übertragen
und danach durch Abgabe aus diesem Wärmeträgermedium mit Hilfe der für das Wärmeträgermedium
Wärmesenken
ausbildenden Wärmetauschern WT1–WT11 an
anderer Stelle wieder als thermische Energie in den Wärmestrom
des Kraftwerkssystem eingekoppelt.
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Bei
dem Ausführungsbeispiel
nach der 1 erfolgt eine Ent- oder Auskoppelung
von thermischer Energie aus dem Wärmestrom der CO2-Wäsche 58 mit
zugeordnetem Regenerator 22 und zugeordneter CO2-Kompression 27 mittels der Wärmetauscher 33 und 35.
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Im
Ausführungsbeispiel
nach der 1 ist der als Wärmequelle
fungierende Wärmetauscher 33 im
Vorlauf über
die Leitung 39 und im Rücklauf über die
Leitung 40 mit dem als Wärmesenke fungierenden und genutzten,
in der Bypass-Leitung 15 angeordneten Wärmetauscher WT1 der Niederdruckvorwärmung verbunden.
In den Leitungen 39, 40 zirkuliert ein Wärmeträgermedium,
das im Wärmetauscher 33 thermische
Energie aufnimmt und diese im Wärmetauscher
WT1 an das in der Bypass-Leitung 15 fließende Kondensat
abgibt und so wieder in den eigentlichen Wärmestrom des Kraftwerks 1 eingekoppelt
wird. Ebenso ist der als Wärmequelle
fungierende Wärmetauscher 35 über eine
Leitung 41 mit dem als Wärmesenke fungierenden und genutzten, in
der Bypass-Leitung 15 angeordneten Wärmetauscher WT2 verbunden.
Der Rücklauf
des Wärmetauschers
WT2 der Niederdruckvorwärmung
ist über eine
Leitung 42 mit dem in der Kondensatleitung 14 angeordneten
und ebenfalls eine Wärmesenke
ausbildenden Wärmetauscher
WT5 verbunden. Rücklaufseitig
ist der Rücklauf
des Wärmetauschers
WT5 über
eine Leitung 43 wiederum mit dem Wärmetauscher 35 verbunden.
Auch hier zirkuliert in den Leitungen 41, 42 und 43 ein
Wärmeträgermedium.
Hier wird demnach thermische Energie aus dem Wärmestrom der CO2-Wäsche 58 mit
zugeordnetem Desorber 22 und zugeordneter CO2-Kompression 27 entkoppelt
und an zwei Stellen, nämlich
den als Wärmesenken
genutzten Anlagenkomponenten in Form der Wärmetauscher WT2 und WT5, wieder
in den eigentlichen Wärmestrom
des Kraftwerks 1 eingekoppelt. In einer nicht dargestellten
Ausführungsform
ist es auch möglich,
auf die Wärmetauscher 33 und 35 zu verzichten
und stattdessen die Leitung 26 mit dem Wärmetauscher
WT1 und die Leitung 28 mit den Wärmetauschern WT2 und WT5 zu
verbinden, so dass das in der Leitung 26 transportierte
CO2-reiche Gas sowie das in der Leitung 28 transportierte
oder geförderte
flüssige
CO2 unmittelbar als Wärmeträgermedium fungiert, aus welchem
thermische Energie entkoppelt und über die Wärmetauscher WT1, WT2 und WT5
in den Wasser-Dampf-Kreislauf wieder eingekoppelt wird. In diesem
Falle ist dann im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression und im Bereich
des Kraftwerkes jeweils eine Anlagenkomponente, im vorliegenden
Beispiel die zu einer Einheit zusammengefassten Wärmetauscher 35 und
WT2 und die zu einer Einheit zusammengefassten Wärmetauscher 33 und
WT1, vorhanden, die im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression sowohl als
Wärmequelle
genutzt und die Ent- oder
Auskoppelung von thermischer Energie bewirkt und die im Bereich
des Kraftwerks 1 als Wärmesenke
genutzt wird und die Einkoppelung der im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression aus- oder entkoppelten
thermischen Energie bewirkt.
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Im
Ausführungsbeispiel
allerdings ist jeweils ein Kreislauf eines separaten Wärmeträgermediums, wie
durch die Leitungen 39, 40 und 41 bis 43 angedeutet,
vorgesehen, in welchem Wasser als separates Wärmeträgermedium zirkuliert.
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Im
Bereich des Wärmetauschers 35 befindet sich
der in der Leitung 28 geförderte flüssige CO2-Strom
auf einer Temperatur von ca. 185°C,
wobei der Wärmetauscher 35 als
Wärmequelle
für das in
den Leitungen 41, 42 und 43 geförderte Wärmeträgermedium
dient, das die aufgenommene thermische Energie an das in Kondensatströmungsrichtung hinter
der Kondensatpumpe 9 circa 18°C kühle Kondensat abgibt, das in
einer Menge von ca. 2/3 des gesamten durch die Kondensatleitung 14 geführten Kondensatstromes über die
Bypass-Leitung 15 an dem Niederdruckvorwärmer 10 vorbeigeführt und
mit Hilfe des als Wärmesenke
wirkenden Wärmetauschers
WT2 erwärmt
wird, so dass das Kondensat vor Wiedereinlauf in die Leitung 14 oder
den Speisewasserbehälter 11 eine
Temperatur von ca. 120°C aufweist.
Der zum Wärmetauscher
WT5 führende Rücklauf des
Wärmetauschers
WT2 weist dann immer noch eine so hohe Temperatur auf, dass der Wärmetauscher
WT5 ebenfalls als Wärmequelle
für die
Wärmerückübertragung
in das in der Leitung 14 fließenden Kondensat genutzt werden
kann und gemäß Ausführungsbeispiel
auch wird, wobei der Wärmetauscher
WT5 im Sinne der Erfindung allerdings eine Wärmesenke für die im Bereich der CO2-Wäsche
gewonnenen thermischen Energie ausbildet.
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Neben
den eine Wärmequelle
zur Ent- oder Auskoppelung von thermischer Energie aus dem Wärmestrom
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression 27 ausbildenden Anlagenkomponenten
Wärmetauscher 33 am
CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf
und Wärmetauscher 35 hinter
der CO2-Kompression 27 ist
am Reboiler oder Verdampfer 23 des Desorbers/Regenerators 22 ein weiterer
Wärmetauscher 24 vorgesehen.
Dieser Wärmetauscher 24 bildet
aber im Sinne der hier verwendeten Terminologie eine Wärmesenke
aus, mittels welcher thermische Energie in den Wärmestrom der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression eingekoppelt
wird. Hier wird aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf entnommener Anzapfdampf
D1 zur Aufheizung des CO2-armen Wasch- oder
Lösungsmittels 29 verwendet,
wobei der Rücklauf
S1 des Wärmetauschers 24 vor
dem Speisewasserbehälter 11 in
die Kondensatleitung 14 einmündet und dort Kondensat mit
einer Temperatur von ca. 120°C in
die Kondensatleitung 14 rückführt. Diese Rückführstelle
bildet eine Wärmequelle
für das
in der Kondensatleitung 14 strömende Kondensat aus.
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Im
Bereich des Wärmetauschers 33 ist
die Temperatur des in der Leitung 26 geführten CO2-haltigen Gases so hoch, dass im Vorlauf
des Wärmetauschers 33 durch
die Leitung 26 eine Temperatur von 95°C in dem zwischen dem Wärmetauscher 33 und dem
Wärmetauscher
WT1 geführten
Kreislauf einstellbar ist.
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Die 2 zeigt
in schematischer Darstellung ein Kraftwerk 1, das ebenfalls
mit einer in der 2 nicht dargestellten CO2-Wäsche
mit zugeordneter CO2-Kompression wie beim
Ausführungsbeispiel nach
der 1 ausgebildet ist.
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Insofern
finden in der 2 für identische und gleiche Teile,
Elemente und Komponenten dieselben Bezugszeichen Verwendung. Der
wesentliche Unterschied zum Ausführungsbeispiel
nach der 1 besteht darin, dass dem Kraftwerk 1 nun
zusätzlich
ein Fernwärmekreislauf 44 zugeordnet
ist, dessen Wärmebedarf
im Wesentlichen durch die Dampfleitungen 45a–45d aus
dem Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks 1 gespeist wird.
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Zusätzlich sind
in dem Fernwärmekreislauf 44 als
Wärmesenken
genutzte weitere Anlagenkomponenten in Form von Wärmetauschern
WT3 und Wt4 vorgesehen. Mittels der Wärmetauscher WT3 und WT4 wird
in den Fernwärmekreislauf 44 thermische
Energie wieder eingekoppelt, die ebenfalls an den als Wärmequelle
genutzten Wärmetauschern 33 und 35 der
CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression 27 durch
dortige Ent- oder
Auskoppelung aus dem Wärmestrom
der CO2-Wäsche gewonnen wurde. Die die
Wärmetauscher
WT4 und WT3 mit den Wärmetauschern 33 und 35 verbindenden
Leitungen 39, 40 und 41, 43 sind
aus der 2 ersichtlich. Während der
Wärmetauscher
WT4 in einer die gesamte Vorwärm-
und Aufheizstrecke von einer Kondensatpumpe 46 bis zu einer
Fernwärmeentnahmestelle 47 überbrückenden
Bypass-Leitung 48 angeordnet ist, ist der Wärmetauscher
WT3 in einer zwischen Kondensatpumpe 46 und Fernwärmeentnahmestelle 47 lediglich
die erste Hälfte
der Vorwärm-
und Aufheizstrecke des Fernwärmekreislaufes 44 überbrückenden
Bypassleitung 49 angeordnet. Hierbei ist die Verschaltung
beziehungsweise Verrohrung derart, dass der Wärmetauscher 35 hinter
der CO2-Kompression 27 wärmeenergieleitungsmäßig in seinem
Vorlauf über
die Leitung 41 wie aus dem Ausführungsbeispiel nach der 1 bekannt, mit
dem Wärmetauscher
WT2 verbunden ist, dessen Rücklauf
mit der zum Wärmetauscher 35 zurückführenden
Leitung 43 verbunden ist. Über die Leitung 42 ist
der Rücklauf
des Wärmetauschers
WT2 mit dem Vorlauf des Wärmetauschers
WT5 verbunden, dessen Rücklauf
wiederum in die Leitung 43 einmündet. Weiterhin zweigt von
Leitung 41 die den Vorlauf zum Wärmetauscher WT4 im Fernwärmekreislauf 44 bildende
Leitung 50 ab, während
eine mit dem Rücklauf des
Wärmetauschers
WT4 verbundende Leitung 51 in die zum Rücklauf des Wärmetauschers 35 führende Leitung 43 einmündet. Ebenso
ist im Bereich der Niederdruckvorwärmung und des Niederdruckvorwärmers 10 wiederum
der Wärmetauscher
WT1 angeordnet und mit der Vorlaufleitung 39 des Wärmetauschers 33 am
CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf wärmeenergieleitungsmäßig verbunden. Ebenso
ist der Rücklauf
des Wärmetauschers
WT1 an die Rücklaufleitung 40 des
Wärmetauschers 33 angebunden.
Von der Vorlaufleitung 39 zweigt eine zum Wärmetauscher
WT3 im Fernwärmekreislauf 44 führende Leitung 52 ab,
wobei rücklaufseitig
der Wärmetauscher
WT3 über
eine Leitung 53 an die Rücklaufleitung 40 angebunden
ist. Durch diese wärmeenergieleitungsmäßige Führung ist
es möglich,
thermische Energie, die durch Entkoppelung mittels der als Wärmequelle
genutzten Anlagenkomponenten in Form der Wärmetauscher 33 und 35 aus
dem Wärmestrom
der CO2-Wäsche mit zugeordneter CO2-Kompression
gewonnen wird, sowohl in den Wärmestrom
des Kraftwerks 1 beim Bereich des Niederdruckvorwärmers 10 über die
Wärmetauscher WT1,
WT2 und WT5, als auch im Bereich des Fernwärmekreislaufs 44 mittels
der dort als Wärmesenken
in Form von Wärmetauschern
WT3 und WT4 ausgebildeten Anlagenkomponenten vorzunehmen. Hierbei
kann die Schaltung verschiedenartig ausgeführt sein. So ist es möglich, alternativ
entweder den Wärmetauscher
WT2 oder den Wärmetauscher
WT4 über
den Wärmetauscher 35 und/oder
alternativ den Wärmetauscher
WT1 oder den Wärmetauscher
WT3 über
den Wärmetauscher 33 zu
speisen. Es ist aber auch möglich
kombiniert jeweils die beiden zugeordneten Wärmetauscher WT2 und WT4 und/oder
WT1 und WT3 über
die entsprechenden Zuleitungen 41 und 39 zu speisen.
Ebenso ist es möglich,
den Wärmetauscher
WT5 sowohl aus dem Rücklauf
vom Wärmetauscher
WT2 als auch aus dem Rücklauf vom
Wärmetauscher
WT4 zu speisen. Im Fernwärmekreislauf 44 wird
dabei hinter der Kondensatpumpe 46 im Bereich der Abzweigung
der Bypass-Leitungen 48, 49 eine
Temperatur von 46°C
bei 13 bar erreicht und im Bereich der Einmündung der Bypass-Leitung 48 in
den Fernwärmekreislauf 44 eine Temperatur
von 136°C
bei ca. 14 bar eingestellt. Es ist natürlich je nach gewünschter
Anordnung oder Nutzung einer oder mehrerer Wärmetauscher(s) WT1, WT2, WT3,
WT4 und/oder WT5 jeweils nur die Zuleitungen oder Schaltungen von
Leitungen vorzusehen, die für
den gewünschten
Betrieb erforderlich sind.
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Die 3 zeigt
ausschnittsweise eine weitere alternative Ausführungsform, die im Wesentlichen identisch
zu der in 2 dargestellten Ausführungsform
mit dem alleinigen Unterschied ist, dass der Reboiler oder Verdampfer 23 nun
nicht mehr mit dem Dampf D1 aus dem Wasser-Dampf-Kreislauf gespeist
und sein Rücklauf
S1 der Kondensatleitung 14 zugeführt wird. Vielmehr ist der
Reboiler 23 nun in den Fernwärmekreislauf 44 integriert,
so dass die für die
CO2-Austreibung
notwendige thermische Energie aus dem Fernwärmekreislauf 44 mittels
der Anzapfdampfleitungen 45a–45d sowie der darin
wie beim Ausführungsbeispiel
nach der 2 angeordneten und verschalteten
Wärmetauscher
WT3 und WT4 bereitgestellt wird. Zu den Ausführungsbeispielen der vorhergehenden 1 und 2 gleiche
oder identische Teile oder Elemente sind wiederum mit denselben
Bezugszeichen versehen.
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Die 4 zeigt
ein Ausführungsbeispiel,
in welchem die als Wärmesenke
in Form von Wärmetauschern
WT6 und WT7 ausgebildeten Anlagenkomponenten die einzigen in dem
Fernwärmekreislauf 44 angeordneten
Anlagenkomponenten zur Erwärmung/Aufheizung
des Fernwärmekreislaufes 44 sind.
Es sind also keine Dampfzuführungen 45a–45d vorhanden,
wie sie im Ausführungsbeispiel
nach der 3 und dem Ausführungsbeispiel
nach der 2 vorhanden sind. Auch sind
die weiteren in den anderen Ausführungsbeispielen
vorhandenen Wärmetauscher
WT3 und WT4 im Fernwärmekreislauf 44 nicht mehr
vorhanden. In diesem Ausführungsbeispiel
ist vorgesehen, dass die gesamte im Bereich der CO2-Wäsche mit
zugeordneter CO2-Kompression 27 entkoppelte
thermische Energie komplett und vollständig dem Fernwärmekreislauf 44 zugeführt wird. Hierbei
ist der Wärmetauscher
WT6 mit dem Wärmetauscher 33 am
CO2-Wäsche-Desorber-
oder Regeneratorkopf verbunden, was durch die Leitungen 39 und 40 angedeutet
ist. Der Wärmetauscher
WT7 ist an den Wärmetauscher 35 hinter
der CO2-Kompression 27 angeschlossen,
was durch die Leitungen 41 und 43 angedeutet ist.
In diesem Falle ist jeweils ein separat vorhandenes Wärmeträgermedium
kontinuierlich in einem durch die Leitungen 41 und 43 gebildeten
Kreislauf zwischen den Wärmetauschern 35 und
WT7 sowie einem mittels der Leitungen 39 und 40 zwischen
den Wärmetauschern 33 und
WT6 ausgebildeten Kreislaufs rezirkulierend geführt. Analog zu der Ausführungsform
gemäß 3 kann
auch bei der Ausführungsform
nach der 4 in den Fernwärmekreislauf 44 der
Erwärmungskreislauf
für den
Reboiler oder Verdampfer 33 mit Vorlauf D2' und Rücklauf S2' integriert
angeordnet sein.
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Auch
wenn in den Ausführungsformen
nach den 1 bis 3 jeweils
ein Wärmetauscher
WT5 nach der Kondensatpumpe und vor der Niederdruckvorwärmung 10 angeordnet
und ausgebildet ist, besteht auch die Möglichkeit, auf einen solchen
zu verzichten und ausschließlich über mindestens
einen oder mehrere der Wärmetauscher
WT1 und/oder WT2 und/oder WT3 und/oder WT4 die Wiedereinkoppelung
der rückgewonnenen
thermischen Energie durchzuführen.
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In
nicht dargestellter Art und Weise können auch die weiteren Wärmetauscher 36 der
CO2-Wäsche-Absorberzwischenkühlung und/oder
die Wärmetauscher 37 der
CO2-Kompression-Zwischenkühlung als Wärmequelle in Form von Wärmetauschern zur
Wärmeübertragung
genutzte Anlagenkomponenten ausbilden, die dann mit einer der als
Wärmesenke
ausgebildeten Anlagenkomponenten WT1–WT7 sowie der nachfolgend
erläuterten
Anlagenkomponenten in Form von Wärmetauschern
WT8–WT11
zusammenwirkend genutzt werden.
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Bei
der Anordnung des Reboilers oder Verdampfers 23 integriert
in den Fernwärmekreislauf 44 bildet
der Zulauf aus dem Fernwärmekreislauf 44 den Vorlauf
oder die Verdampfererwärmung
D2' und
der Rücklauf
S2' den
Rücklauf
des Verdampfers 23 in den Fernwärmekreislauf 44 aus.
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An
Stelle zur Aufheizung des Fernwärmekreislaufes 44 kann
die aus den Wärmetauschern 33 und 35 ausgekoppelte
thermische Energie auch in die Luftvorwärmung oder Frischlufterwärmung der Frischluftzufuhr
zum Kessel 2 des Kraftwerks 1 oder zur Kohletrocknung
in dem einer Mühle 54 zugeführten Kohlestrom
genutzt werden, wie dies die weiteren Ausführungsbeispiele gemäß 5 und 6 schematisch
darstellen.
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Die 5 zeigt
eine zur Kohlemühle 54 führende Kohlezuführleitung 55,
in deren Verlauf zwei als Wärmesenken
ausgebildete Wärmetauscher WT8
und WT9 angeordnet sind, wobei der Wärmetauscher WT8 mit mindestens
einem der Wärmetauscher 36 und/oder 37 und
der Wärmetauscher
WT9 mit mindestens einem der Wärmetauscher 33 und/oder 35 verbunden
ist, wobei insbesondere wiederum durch die Leitungen 39, 40 und/oder 41, 43 ein Wärmeträgermedium
im Kreislauf geführt
wird. Bei der zugeführten
Kohle kann es sich insbesondere um Braunkohle handeln. Die Wärmetauscher
WT8 und WT9 sind vorzugsweise in Form von Trommeltrocknern ausgebildet,
in denen der Kohlestrom und der durch die Leitungen 39 und 40 jeweils
zugeführte Wärmeträgermediumstrom
getrennt voneinander im Gegenstrom geführt sind. Wie durch die punktierte
Linie bis zum Wärmetauscher
WT angedeutet, können in
der Leitung 55 aber auch noch mehr (oder aber auch weniger)
als die beiden Wärmetauscher
WT8 und WT9 angeordnet sein.
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Der 6 ist
ein Ausführungsbeispiel
zu entnehmen, bei welchem Wärmetauscher
WT10 und WT11 als Wärmesenken
in einer Frischluftzu(führungs)leitung 56 vor
dem Luftvorwärmer 57 angeordnet
sind. Hierbei ist wiederum der Wärmetauscher WT10 über Leitungen 39, 40 mit
dem Wärmetauscher 33 und
der Wärmetauscher
WT11 über
Leitungen 41, 43 mit dem Wärmetauscher 35 verbunden, wobei
in den Leitungen 39/40 und 41/43 wiederum ein
separates Wärmeträgermedium
im Kreislauf geführt
wird. Auch hier können
weitere oder weniger Wärmetauscher
WT in der Leitung 56 angeordnet sein.
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Die
Wärmetauscher 33 und 35 sind
in den Ausführungsbeispielen
derart ausgelegt, dass sich am Wärmetauscher
WT1 und am Wärmetauscher WT3
eine Vorlauftemperatur des zugeführten
Wärmeträgermediums
von 95°C
und eine Rücklauftemperatur
des rückgeführten Wärmeträgermediums
von ca. 50–60°C einstellt.
Dasselbe Temperaturniveau von Vorlauf und Rücklauf stellt sich bei den
Wärmeträgern WT6,
WT8 und WT10 ein.
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Die
Temperaturführung
am Wärmetauscher 35 ist
so ausgelegt, dass sich dort ein als Vorlauf abgehenden Wärmeträgermediumstrom
eine Temperatur von 185°C
einstellt.
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Auch
wenn dies im Einzelnen nicht dargestellt ist, so liegt es auch im
Rahmen der Erfindung, jeden eine Wärmesenke ausbildenden Wärmetauscher
WT1–WT11
und/oder jeden eine Wärmequelle ausbildenden
Wärmetauscher 33 am
CO2-Wäsche-Desorber- oder Regeneratorkopf
und/oder Wärmetauscher 35hinter
der CO2-Kompression und/oder Leitung 26 und/oder
Leitung 28 in jeder beliebigen Kombination sowohl miteinander
als auch untereinander derart zu verbinden, dass eine Wärmeauskoppelung
an den Wärmequellen
und eine Wiedereinkoppelung von thermischer Energie an den Wärmesenken
erfolgt oder realisierbar ist.
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Eine
ergänzend
mit weiteren rückgewonnenen
Energieströmen,
die nicht ausschließlich
aus dem Bereich der CO2-Wäsche rückgewonnene
Energieströme
umfassen, die dann in den Wasser-Dampf-Kreislauf
rückgeführt werden,
ausgestattete Kraftwerksanlage ist aus der 7 ersichtlich. Hier
ist zunächst
ein Wärmetauscher
WT12 vorgesehen, der von dem vom Reboiler 23 bzw. dem dort
angeordneten Wärmetauscher 24 ausgehenden
Rücklauf
S1 durchströmt wird, wobei der Rücklauf S1 dann in die Kondensatleitung 14 in
Kondensatströmungsrichtung
vor dem Speisewasserbehälter 11 einmündet. Ebenso
wird der Wärmetauscher
WT12 von aus der Kondensatleitung 14 abgezweigtem Kondensat im
Gegenstrom zum Reboilerrücklauf
S1 durchströmt, welches Kondensat einem
in einer Bypass-Rauchgasleitung 59 des Luftvorwärmers 57 angeordneten
weiteren Wärmetauschers
WT13 zugeführt
wird. Vom Wärmetauscher
WT13 aus strömt das
dort von heißem
Rauchgas erwärmte
Kondensat wieder in die Kondensatleitung 14 in Kondensatströmungsrichtung
stromaufwärts
des in Kondensatströmungsrichtung
letzten Wärmetauschers
des Niederdruckvorwärmers 10 zurück.
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In
der Bypass-Rauchgasleitung 59 ist ein weiterer Wärmetauscher 14 angeordnet,
der im Gegenstrom zu dem in der Bypass-Rauchgasleitung 59 geführten Rauchgas
ebenfalls von Kondensat durchströmt
wird, das in Kondensatströmungsrichtung
hinter dem Speisewasserbehälter 11 und
vor dem Hochdruckerwärmer 13 aus
der Kondensatleitung 14 abgezweigt wird. Nach Durchströmen des
Wärmetauschers 14 wird
das Kondensat in Kondensatströmungsrichtung
hinter dem letzten Wärmetauscher des
Hochdruckvorwärmers 13 wieder
in die Kondensatleitung 14 rückgeführt. Außerdem ist in der 7 noch
der in der Frischluftleitung 56 angeordnete Wärmetauscher
WT10, der dem Luftvorwärmer 57 vorgeschaltet
ist, dargestellt.
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Das
durch den Wärmetauscher
WT14 geführte
Kondensat kann auch in Strömungsrichtung des
Kondensats hinter dem ersten Wärmetauscher des
Hochdruckvorwärmers 13 in
die Kondensatleitung 14 einmünden.
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Eine ähnliche
Ausführungsform
im Zusammenhang mit einer Wärmeeinkoppelung
in einen zugeordneten Fernwärmekreislauf 44 in
Weiterentwicklung des Ausführungsbeispiels
nach der 2 zeigt die 8.
Zusätzlich
zu den schon im Ausführungsbeispiel
nach der 2 vorhandenen Elementen ist hier
zunächst
wiederum ein vom Rücklauf
S1 des Reboilers 23 gespeister
Wärmetauscher
WT15 vorhanden, nach dessen Durchlaufen die Rücklaufflüssigkeit des Rücklaufs
S1 in die Kondensatleitung 14 einmündet. Im
Gegenstrom wird durch den Wärmetauscher
WT15 Kondensat von der Kondensatleitung 14 in einer in
Strömungsrichtung
des Kondensats vor dem letzten Wärmetauscher
des Niederdruckvorwärmers 10 abzweigenden
Leitung durch den Wärmetauscher
WT15 mit Wiedereinmündung
in die Kondensatleitung 14 ebenfalls wiederum in Strömungsrichtung
des Kondensats 14 vor dem letzten Wärmetauscher des Niederdruckvorwärmers 10 geführt. Parallel
zum Wärmetauscher
WT15 ist ein ebenfalls vom Rücklauf
S1 des Reboilers 23 durchströmter Wärmetauscher
WT16 angeordnet. Im Gegenstrom zum Rücklauf S1 wird
durch den Wärmetauscher WT16
im Fernwärmekreislauf 44 geführtes Fluid durch
den Wärmetauscher
WT16 geführt.
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Weiterhin
zweigt in Strömungsrichtung
vor der zum Wärmetauscher
WT16 führenden
Abzweigung aus dem Fernwärmekreislauf 44 eine
Leitung 60 ab, die zu einem weiteren Wärmetauscher WT17 führt, der
im Gegenstrom zu dem vom Wärmekreislauf 44 abgezweigten
Fluid von in der Bypass-Leitung 59 geführtem Rauchgas
durchströmt
wird. Über
eine Rücklaufleitung 61 ist
der Wärmetauscher
WT17 mit dem Fernwärmekreislauf 44 verbunden.
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Bei
einer zur Ausführungsform
der Kraftwerksanlage nach der 8 alternativen
Ausführungsform
kann in den Fernwärmekreislauf 44 eine Reboilerentnahme
mit Vorlauf D'2 und Rücklauf
S'2 mit
Abzweigung vom und Rückführung zum
Fernwärmekreislauf 44 vorgesehen
sein, wie dies in 3 dargestellt ist. Bei dieser
Ausführungsform
entfällt dann
der Zulauf D1 zum Reboiler 23 und
der Rücklauf S1 vom Reboiler 23 mit den darin
integrierten Wärmetauschern
WT15 und WT16, wie sie noch im Ausführungsbeispiel nach der 8 enthalten
sind.
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Bei
der Ausführungsform
nach der 6 ist eine Einkoppelung von
Niedertemperaturwärme
aus der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 über die
dort dargestellten Wärmetauscher
WT10 und WT11 möglich.
Hierbei kann es ergänzend
auch so sein, dass der Wärmetauscher
WT10 mit den Wärmetauschern 36, 37 der
CO2-Wäsche 58 mit
CO2-Kompression 27 in Leitungsverbindung
steht und der Wärmetauscher WT11
mit dem Wärmetauscher 33.
In diesem Fall bietet sich die Möglichkeit
auf einem höheren
Temperaturniveau Wärme
für die
Niederdruck- oder Hochdruckvorwärmer 10, 13 oder
auch für
einen Fernwärmekreislauf 44 auszukoppeln.
Hierbei ist es möglich, über die
Bypass-Leitung 59 auf der Rauchgasseite Wärmetauscher
WT14 und/oder Wärmetauscher WT17
vorzusehen, über
die aus der Kondensatleitung 14 abgezweigtes und in die
Kondensatleitung 14 rückgeführtes Kondensat
und/oder aus dem Wärmekreislauf 44 abgezweigtes
und in diesen wieder rückgeführtes Fluid
des Wärmekreislaufes 44 geführt werden
kann, wie dies für
die Kombination WT13 und WT14 in der 7 und die
Kombination von WT14 und WT17 in der 8 ersichtlich
ist. Die Anordnung eines Wärmetauschers
WT13 und/oder WT14 und/oder WT17 in der von Rauchgas durchströmten Bypass-Rauchgasleitung 59 hat
den Vorteil, dass zur Aufrechterhaltung des Rauchgasstromes kein
zusätzliches
Gebläse
notwendig ist, da die Bypass-Rauchgasleitung 59 in Richtung
der generellen Rauchgasströmungsrichtung
durchströmt
wird. Dies hat allerdings den Nachteil, dass der jeweilige Wärmetauscher
WT13, WT14, WT17 mit schmutzigem Rauchgas in Kontakt kommt, weshalb
der jeweilige Wärmetauscher
aus hochwertigem Stahl gefertigt sein muss. Außerdem besteht bei Anlagen
mit einer Entstickungsanlage die Gefahr der Bildung von Ammoniumbisulfat,
das sich auf den Wärmetauscherflächen niederschlägt.
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Wie
die 6 weiterhin zeigt, ist es auch möglich, auf
der Luftseite eine Rückführleitung 62 vorzusehen,
in welcher ein weiterer Wärmetauscher WT18
angeordnet ist, der dann mit der Kondensatleitung 14 im
Bereich des Niederdruckvorwärmers 10 oder
des Hochdruck-Vorwärmers 13 in
Leitungsverbindung steht. Die Rückführleitung 62 zweigt
in Strömungsrichtung
der Frischluft hinter dem Luftvorwärmer 57 von der Luftzuführungsleitung 56 ab
und mündet
in Luftströmungsrichtung
vor dem Wärmeverschubsystem 63 wieder
in die Frischluftleitung 56. Die Bypass-Rauchgasleitung 59 auf
der Rauchgasseite zweigt in Rauchgasströmungsrichtung vor dem Luftvorwärmer 57 von
der Rauchgasleitung 17 ab und mündet in Rauchgasströmungsrichtung
hinter dem Luftvorwärmer 57 und
vor dem Wärmeverschubsystem 63 wieder
in die Rauchgasleitung 17 ein. In der Rückführleitung 62 ist ein
Gebläse 64 angeordnet,
um die darin rückgeführte Frischluft
gegen die generelle Strömungsrichtung
der Frischluft in der Leitung 56 bewegen zu können.
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Neben
der direkten Beheizung des Wärmetauschers 24 des
Reboilers 23 mit aus dem Dampfkreislauf abgezweigtem Dampf
in der Vorlaufleitung D1 mit Reboiler-Rücklauf S1, ist es auch möglich, den Wärmetauscher 24 indirekt
mit Dampf zu beheizen. Dies ist in der 9 dargestellt.
Hierbei wird in einem Wärmeträgermediumkreislauf 65,
in welchem der Wärmetauscher 24 des
Reboilers 23 angeordnet ist, ein Wärmeträgermedium im Kreislauf geführt. Auf der
Vorlaufstrecke zum Wärmetauscher 24 sind
in dem Wärmeträgermediumkeislauf 65 drei
Wärmetauscher 66, 67 und 68 angeordnet,
die mit zugeführtem
Dampf, und zwar beispielsweise Frischdampf zum Wärmetauscher 66, Mitteldruckdampf
zum Wärmetauscher 67 und
Niederdruckdampf zum Wärmetauscher 68,
beheizt werden, wobei der Dampf gemäß der Bezeichnung D1 dem Wasser-Dampf-Kreislauf eines Kraftwerks 1 entnommen
ist. Diese mittels des Wärmeträgermediumkreislaufes 65 indirekte (Warmwasser)Beheizung
des Reboilers 23 vermindert gegenüber einer direkten und unmittelbaren Dampfbeheizung
die Gefahr, dass das Speisewasser durch mögliche Leckagen im Reboilerwärmetauscher 24 mit
dem chemischen Absorptionsmittel 29 kontaminiert wird.
Hierbei ist durch die Anordnung der Wärmetauscher in der Strömungsrichtung
des im Wärmeträgermediumkreislauf 65 geführten Wärmeträgermediums
Wasser in der Reihenfolge Wärmetauscher 68,
Wärmetauscher 67 und
dann Wärmetauscher 66 eine
gestufte Beheizung vorgesehen.
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Mit
Niedertemperaturwärme
aus der CO2-Wäsche/CO2-Kompression 58/27 kann
auch ein Rankine-Kreislauf versorgt werden, wie dies der 10 zu
entnehmen ist. Hierbei sind in einem Rankine-Kreislauf 69 zwei
Wärmetauscher
WT19 und WT20 angeordnet. Im Rankine-Kreislauf wird mittels eines
organischen Lösungsmittels
oder vorzugsweise Ammoniak (NH3) ein Kreislauf
betrieben, in dem Niedertemperaturabwärme aus der CO2-Wäsche 58/CO2-Kompression 27 verwendet wird.
Im Ausführungsbeispiel
ist der Wärmetauscher
WT19 in der „kalten
Stufe” des
Rankine-Kreislaufes 69 angeordnet und wird ihm in Abwärme aus
der Absorber-Zwischenkühlung 36 oder
der CO2-Kompression-Zwischenkühlung 37 zugeführt. Mittels
des Wärmetauschers
WT20, der in der „heißen Stufe” des Rankine-Kreislaufes 69 angeordnet
ist, wird in der CO2-Wäsche nicht benötigte Abwärme aus
dem Desorberkopf, d. h. über
den Wärmetauscher 33 gewonnene
thermische Energie, oder aus der CO2-Kompression,
d. h. über
den Wärmetauscher 35 gewonnene
thermische Energie, dem Rankine-Kreislauf 69 zugeführt. Der
der Turbinenstufe des Rankine-Kreislaufes 69 zugeordnete
Abnehmer 75 kann ein Generator zur Stromerzeugung, aber
auch ein mechanischer Antrieb einer Speisepumpe oder eines CO2-Kompressors
sein. Auch wenn im Ausführungsbeispiel
nach der 10 sowohl ein Wärmetauscher WT19
als auch ein Wärmetauscher
WT20 vorgesehen sind, ist es auch möglich, je nach Ausgestaltung des
Kraftwerkes lediglich einen der beiden Wärmetauscher WT19 oder WT20
vorzusehen.
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Natürlich ist
es auch möglich,
anstelle der jeweils in den 1–10 dargestellten
Wärmetauscher
WT1–WT20
jeweils mehrere in Reihe oder parallel geschaltete Wärmetauscher
eines Typs vorzusehen. Dies hängt
von der gewünschten
Dimensionierung der jeweiligen Wärmetauscher
ab und liegt im Belieben des Fachmannes.
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Die 11 und 12 zeigen
die Verwendung eines Wärmetauschers
WT21, der rauchgasseitig thermische Energie von dem durch die Bypass-Rauchgasleitung 59 strömenden Rauchgas aufnimmt,
wobei die Bypass-Rauchgasleitung 59 eine als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponente darstellt. Der Wärmetauscher WT21 gibt die aufgenommene
Wärme an
den zum Wärmetauscher 24 des
Reboilers 23 führenden
Vorlauf D3 ab, wobei das Wärmeträgermedium
vom Wärmetauscher 24 über den
Reboilerrücklauf
S3 zum Wärmetauscher
WT21 rückgeführt wird.
Insofern wird der Wärmetauscher WT21
als rauchgasseitig gespeiste und als Wärmequelle genutzte Anlagenkomponente
ausgebildet und ist der dem Reboiler 23 zugeordnete Wärmetauscher 24 dann
eine als Wärmesenke
genutzte Anlagenkomponente.
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Das
Ausführungsbeispiel
nach der 12 unterscheidet sich vom Ausführungsbeispiel
nach der 11 lediglich darin, dass hier
in der Frischluftleitung 56 in Luftströmungsrichtung vor dem Wärmeverschubsystem 63 ein
von den Wärmetauschern 37 der
Zwischenkühlung
des Kompressors 27 gespeister Wärmetauscher WT11 angeordnet
ist, der somit eine von der CO2-Kompression 27 gespeiste
Wärmesenke
als Anlagenkomponente darstellt.
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Die 11 zeigt
eine Rauchgasleitung 17, die in Strömungsrichtung des Rauchgases
nach einer Entstickungsanlage 70 zum Luftvorwärmer 57 und
danach zu einem Elektrofilter 71 führt. Auf dem Weg zwischen der
Entstickungsanlage 70 und dem Elektrofilter 71 umgeht
die von der Rauchgasleitung 17 abzweigende und wieder in
diese einmündende Bypass-Rauchgasleitung 59 den
Luftvorwärmer 57, mündet aber
vor dem Elektrofilter 71 wieder in die Rauchgasleitung 17 ein.
Dem Elektrofilter 71 ist in der Rauchgasleitung 17 nachgeordnet
ein Wärmeverschubsystem 63 angeordnet,
in welchem zwei über
ein im Kreislauf geführtes
Wärmeträgermedium miteinander
verbundene Wärmetauscher 73 und 74 angeordnet
sind, wovon der Wärmetauscher 73 thermische
Energie aus dem in der Leitung 17 geführten Rauchgasstrom entnimmt
und an das im Wärmeverschubsystem 63 im
Kreislauf geführte
Wärmeträgermedium
abgibt. Dem Wärmeverschubsystem 63 nachgeschaltet
ist dann weiterhin noch eine Rauchgasentschwefelungsanlage 72,
der dann die den Absorber 20 mit zugeordnetem Desorber 22 umfassende
CO2-Wäsche 58 zur
CO2-Abscheidung folgt, bevor dann das CO2-arme Abgas 21 die Anlage verlässt. Weiterhin
ist die Frischluftleitung 56 vorgesehen, die in Frischluftströmungsrichtung
vor dem Luftvorwärmer 57 zunächst durch
das Wärmeverschubsystem 63 geführt wird
und dort in dem Wärmetauscher 74 die
vom Rauchgas über
den Wärmetauscher 74 an
das im Wärmeverschubsystem 63 im Kreislauf
geführte
Wärmeträgermedium
angegebene thermische Energie aufnimmt. Bei dem dieser Ausführungsform
zugrundegelegten 800–850
MWel Kraftwerk wird im Wärmeverschubsystem 63 die
vor der Rauchgasentschwefelungsanlage 72 vorhandene Niedertemperaturwärme in Frischluftströmungsrichtung
vor dem Luftvorwärmer 57 in
den Frischluftstrom übertragen.
Der dadurch vorgewärmte
Frischluftstrom benötigt
im Luftvorwärmer 57 dann
nur noch eine geringere Wärmeenergiezufuhr,
um die in Strömungsrichtung
hinter dem Luftvorwärmer 57 vorgesehene
Temperatur aufzuweisen. Dies wird dazu benutzt, die im Rauchgas
zwar vorhandene, aber im Luftvorwärmer 57 zur Erwärmung der
Frischluft nun nicht mehr benötigte
Wärmemenge über die
Bypass-Rauchgasleitung 59 zu führen und dort in dem Wärmetauscher
WT18 an das darin und als Vorlauf D3 zum
Wärmetauscher 24 des
Reboilers 23 geführte Wärmeträgermedium
ZM übertragen.
Hierdurch kann diesem Wärmeträgermedium
soviel dem Reboiler 23 zuzuführende Energie zur Verfügung gestellt
werden, dass das Wärmeträgermedium
eine Temperatur von über
120°C bis
maximal 360°C
aufweist. Auf diese Weise können
ca. 60 MWth gewonnen werden, wodurch der
durch die zugeschaltete CO2-Abscheidungsanlage
(CO2-Wäsche/CO2-Kompression)
gegenüber
einer Anlage ohne eine solche CO2-Abscheidungung auftretende
Wirkungsgradverlust um 1,5 vermindert werden kann.
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Weitere
12 MW lassen sich bei der Ausführungsform
nach 12 dadurch gewinnen, dass mittels des von der
Zwischenkühlung 37 der
CO2-Kompression 27 gespeisten Wärmetauschers
WT11 auf eine Temperatur auf unter 60°C erwärmt wird, so dass das Wärmeverschubsystem 63 unvermindert seine
volle vorgesehene Wirkung entfalten kann, hierbei dennoch aber die
Frischluft schon vorgewärmt
wird, so dass im Luftvorwärmer 57 nur
noch weniger thermische Energie aus dem Rauchgas abgenommen werden
muss, so dass in der Bypass-Rauchgas-Leitung 59 eine erhöhte Menge
an thermischer Energie zur Verfügung
steht. Im Wärmetauscher
WT18 können
auf diese Weise 72 MWth gewonnen
werden.
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Insgesamt
sind bei den verschiedenen Ausführungsbeispielen
somit der Wärmetauscher 33,
die Leitung 26, der Wärmetauscher 35,
die Leitung 28, der Wärmetauscher 36 und
der Wärmetauscher 37 als
als Wärmequelle
genutzte Anlagenkomponenten ausgebildet und in einer Kraftwerksanlage
angeordnet, wobei diese Wärmequellen
von im Bereich der CO2-Wäsche 58 mit
zugeordneter CO2-Kompression 27 vorhandener
oder dort entstandener thermischer Energie gespeist werden. Als
Wärmesenken
genutzte Anlagenkomponenten, die von den vorstehenden Wärmequellen,
also aus dem Bereich der CO2-Wäsche 58 mit zugeordneter
CO2-Kompression 27, eingekoppelte
thermische Energie wieder abgehen, sind die Wärmetauscher WT1–WT12 sowie
die Wärmetauscher
WT15 und WT16. Hierbei speisen die Wärmetauscher WT1, WT2, WT5,
WT12 und WT15 die von der CO2-Wäsche 58 mit
zugeordneter CO2-Kompression 27 erhaltene
thermische Energie in den Dampf-Wasser-Kreislauf des Kraftwerks 1 ein.
Die Wärmetauscher
WT3, WT4, WT6, WT7 und WT16 speisen die erhaltene thermische Energie
in den Fernwärmekreislauf 44 ein.
Die Wärmetauscher
WT8 und WT9 speisen die erhaltene oder aufgenommene thermische Energie
in die zur Kohlemühle 54 führende Kohleleitung 55 ein.
Die Wärmetauscher
WT10 und WT11 speisen die erhaltene oder aufgenommene thermische
Energie in die Frischluftleitung 56 ein. Die ebenfalls
von der CO2-Wäsche 58 mit zugeordneter CO2-Kompression 27 mit thermischer
Energie gespeisten Wärmetauscher
WT19 und WT20 geben die aufgenommene thermische Energie in ihrer
Funktion als Wärmesenke
an den Rankine-Kreislauf 69 ab.
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Von
der Rauchgasseite, d. h. von dem in der Bypass-Rauchgasleitung 59 geführten Rauchgaswärmeenergie
aufnehmende Anlagenkomponenten mit der Funktion einer Wärmequelle
stellen weiterhin die Wärmetauscher
WT13, WT14, WT17 und WT21 dar, wobei die Wärmetauscher WT13 und WT14 die aufgenommene
thermische Energie in die insofern eine Wärmesenke ausbildende Anlagenkomponente des
Wasser-Dampf-Kreislaufs des Kraftwerks 1 einspeisen und
der Wärmetauscher
WT17 die aufgenommene thermische Energie in den Fernwärmekreislauf 44 als
die die zugehörige
Wärmesenke
ausbildende Anlagenkomponente abgibt. Der Wärmetauscher WT21 gibt die aufgenommene
Wärme an den
Vorlauf D3 zum Wärmetauscher 24 des
Reboilers 23 ab, so dass der Wärmetauscher 24 ebenfalls
die Funktion einer thermischen Energie an die CO2-Wäsche abgebenden
Anlagenkomponente mit Funktion als Wärmesenke ausbildet.
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Der
Wärmetauscher
WT18 bildet eine unmittelbar von der thermischen Energie der den
Luftvorwärmer 57 verlassenden
Frischluft, damit aber indirekt eine von thermischer Energie aus
dem Bereich der CO2-Wäsche 58 und/oder CO2-Kompression 27 gespeiste Wärmequelle
dar, da aus dem Bereich der CO2-Wäsche 58 und/oder
CO2-Kompression 27 entnommene Wärme in Luftströmungsrichtung
vor der Rückführleitung 62 über die
Wärmetauscher
WT10 und/oder WT11 in die Frischluft eingekoppelt oder eingespeist
wird. Die Wärmequelle
WT18 gibt die aufgenommene Wärme
an die als Wärmesenke
fungierende Kondensatleitung 14 im Bereich der Niederdruck-
und/oder der Hochdruck-Vorwärmung 10 und/oder 13 an
den Wasser-Dampf-Kreislauf
des Kraftwerks 1 ab.
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Die
vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur „optimalen” Einbindung
von Wärmeströmen in einen
konventionellen Kraftwerksprozess. Bei dem konventionellen Kraftwerksprozess
kann es sich um alle bekannten, fossil befeuerten Kraftwerksprozesse handeln.
Insbesondere handelt es sich um einen Steinkohle befeuerten Kraftwerksprozess
im Nettoleistungsbereich zwischen 500 und 1000 MWel.
Im Ausführungsbeispiel
handelt es sich um einen Steinkohle gefeuerten Kraftwerksprozess
mit einer Nettoleistung von Ca. 850 MWel.
Die zu integrierenden Wärmeströme können in
einem Temperaturbereich zwischen 50 und 400°C liegen. Insbesondere liegen die
zu integrierenden Wärmen
in einem Temperaturbereich zwischen 50 und 200°C. Die Quelle der Wärmeströme können Anlagen
zur Gewinnung solarthermischer oder geothermischer Energie sein
oder es können
Anlagen sein, die in direktem Bezug zu dem genannten konventionellen
Kraftwerksprozess stehen. Bei den Anlagen, die in einem direkten
Bezug zu dem genannten konventionellen Kraftwerksprozess stehen,
kann es sich um Abwärmeströme handeln, die
aus einer Brennstofftrocknungsanlage stammen. Insbesondere können die
Abwärmeströme aus einer, dem
Kraftwerksprozess nachgeschalteten chemischen CO2-Wäsche mit
einem Absorber und Desorbersystem und einer anschließenden Kompression des
abgeschiedenen Kohlendioxids stammen.
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In
dem Ausführungsbeispiel
wird von einem konventionellen Steinkohle befeuerten Kraftwerksblock
mit einer Nettoleistung von 850 MWel ausgegangen.
Dieser Steinkohle befeuerte Kraftwerksblock hat einen elektrischen
Bruttowirkungsgrad von 47,83% und einen elektrischen Nettowirkungsgrad von
45,25%. Der elektrische Eigenbedarf liegt bei ca. 40 MWel,
wobei der Antrieb der Speisepumpe elektrisch erfolgt. Mit einer
chemischen CO2-Wäsche/Kompression 58/27 hat
der Kraftwerksblock ohne eine Rückführung der
Abwärme
einen elektrischen Bruttowirkungsgrad von 32,42% und einen elektrischen
Nettowirkungsgrad von 32,86%, bei einem elektrischen Eigenbedarf
von 93 MW thermisch. Der Kraftwerksblock bietet optional die Möglichkeit Fernwärme 44 auszukoppeln.
Außerdem
soll die Vorwärmstrecke
des Wasser/Dampf-Kreislaufs aus fünf Niederdruckvorwärmern 10 und
drei Hochdruckvorwärmern 13 bestehen.
Die Temperaturen des Brennstoffs, der Frischluft und des Kühlwassers
wird mit 15°C
angenommen. Für
einen Steinkohle befeuerten 850 MWel Kraftwerksblock
wird, für
den Volllastfall, für
eine CO2-Wäsche des gesamten Rauchgases, bei
einem Abscheidegrad von 95%, ein Wärmestrom von mindestens 510
MWth auf einem Temperaturniveau zwischen
120 und 170°C
benötigt.
Hierbei wird als Annahme vorausgesetzt, dass der spezifische Gesamtenergiebedarf
für die
CO2-Wäsche
in einem Absorber- und Desorbersystem bei 3600 kJ (kg CO2) liegt. Dieser Bedarf entspricht Werten
für das
in diesem Bezug bekannte Waschmittel Monoethanolamin (MEA) in einer
Konzentration von 30% in Wasser. Die benötigte Prozesswärme für die chemische
CO2-Wäsche
wird dem Kraftwerksprozess in geeigneter Weise D1 über ein
Sammlersystem zwischen den verschiedenen Turbinenstufen 3, 4, 5 entnommen. Wichtig
bei der Entnahme des Prozessdampfes aus dem Wasser/Dampf-Kreislauf
ist, dass die Druckdifferenzen der nachfolgenden Turbinenstufen
in den werkstoffseitigen Grenzen bleiben. Ziel der vorliegenden
Erfindung ist es, den Wirkungsgradverlust des Gesamtprozesses zu
minimieren, der durch den hohen Bedarf an thermischer Energie in
der chemischen CO2-Wäsche hervorgerufen wird. Aus
diesem Grund werden zusätzliche
Wärmetauscher
in den Wasser-Dampfkreislauf des konventionellen Kraftwerks installiert,
in denen an geeigneter Stelle und auf geeignetem Temperaturniveau
Abwärmen
aus dem CO2-Wäsche-System und der CO2-Kompression zurückgeführt werden und somit ein verbesserter Wirkungsgrad
für die
Gesamtanlage erzielt wird. Ein weiteres Ziel ist es den Bedarf an
Kühlwasser,
der durch die chemische CO2-Wäsche/Kompression 58/27 gesteigert
wird, möglichst
gering zu halten. D. h. je mehr Wärme aus der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 an
den konventionellen Wasser-Dampf-Kreislauf
zurückgeführt werden
kann, desto weniger zusätzliche
Kühlleistung
(Kühlturmkapazität) muss
installiert werden.
-
Bei
der Co2-Wäsche handelt es sich um ein Absorber- 20 und
Desorber-22-System in dem das CO2 mittels
chemischer Absorption aus dem Rauchgasstrom abgetrennt wird. Bei
der chemischen Absorption wird aufgrund der chemischen Reaktion Wärme frei,
die um einen besseren Umsatz zu erzielen durch Zwischenkühlungen 26 abgeführt wird.
Das beladene Waschmittel gelangt anschließend in die Desorptionkolonne 22 in
der über
einen Reboiler 23 die Energie zugeführt wird, die zum Aufbrechen
der chemischen Bindung zwischen dem Waschmittel und dem CO2 benötigt
wird. Zusätzlich
ist die Wasserbeladung des wieder freigesetzten CO2 am
Desorberkopf aufgrund der höheren
Temperatur höher
als die, des im Absorber 20 behandelten Rauchgases, sodass
hierzu ebenfalls Energie zugeführt
werden muss. Gesamtbedarf 3600 kJ/(kg CO2)
für im MEA/Wasser-Verhältnis von
30/70. Die Temperatur die in der Desorptionskolonne 22 für das Aufbrechen der
chemischen Bindung notwendig ist liegt bei dem beschriebenen System
bei etwa 120°C.
Damit ergibt sich am Desorberkopf ein vollständig wassergesättigter
CO2-Strom, der eine Temperatur von etwa 115°C aufweist.
Nach einer Abkühlung
des CO2 und einer damit einhergehenden Kondensation
des mitgeführten
Wassers kann eine CO2-Kompression erfolgen.
Im Ausführungsbeispiel
nach 1 wird das CO2 in einer
neunstufigen Kompression auf 200 bar verdichtet. Dabei wird aufgrund
einer energieeffizienten Verdichtung zwischen den ersten sieben
Stufen jeweils eine Zwischenkühlung 37 zwischengeschaltet.
Die Zwischenkühlung
findet auf einem Temperaturniveau von etwa 65 auf 30°C statt.
Die letzten Kompressionsstufen werden ohne Zwischenkühlung aneinandergereiht.
Anschließend
hat der komprimierte CO2-Strom eine Temperatur von etwa 190°C. Diese
Temperatur ist für
eine weitere Verarbeitung des CO2 zu hoch,
sodass eine weitere Kühlung 35 notwendig
wird. Im Anschluss liegt das CO2 bei ca. 25°C/200 bar
und in flüssigem
Aggregatzustand vor.
-
Als „Wärmequelle” nutzbare
Anlagenkomponenten sind:
- – Das am Kopf des Desorbers 22 austretende CO2 ist vollständig mit Wasser gesättigt und
hat bei einem Druck von ca. 2 bar eine Temperatur von etwa 115°C. Bei einem
Massenstrom von ca. 250 kg/s sind ca. 40% Wasser enthalten. Mit
einem separaten Wasser-Kreislauf kann ein Wassermassenstrom von
ca. 1050 kg/s auf etwa 105°C
aufgeheizt werden. Für
die Aufheizung eines solchen Wassermassenstroms ist der Wärmetauscher 33 die
als „Wärmequelle” nutzbare Anlagenkomponente.
Aber auch die Leitung 26 kann als Wärmequelle fungieren. Mit dem
Wassermassenstrom können
die als „Wärmesenke” genutzten
Anlagenkomponenten Wärmetauscher WT1
und/oder WT3 und/oder WT6 und/oder WT10 und/oder WT9 betrieben werden.
Ein weiterer Vorteil ist, dass das Wasser gesättigte CO2 in jedem
Fall vor der Kompression abgekühlt
und von einem Großteil
des Wassers befreit werden muss. Im Volllastfall kann das CO2 mit den genannten Wärmetauschern WT1 und/oder WT3 und/oder
WT6 und/oder WT9 und/oder WT10 auf eine Temperatur von 60°C und einen
Wassergehalt von 4% gesenkt werden.
- – Das
in der CO2-Kompression 27 auf 200
bar und 190°C
komprimierte CO2 muss für die weitere Verarbeitung
kondensiert bzw. abgekühlt
werden. Der CO2-Massenstrom beträgt ca. 150
kg/s. Mit diesem CO2-Massenstrom können die
als „Wärmesenke” genutzten
Anlagenkomponenten Wärmetauscher
WT2 oder alternativ WT4 oder WT7 und WT5 oder WT9 betrieben werden.
Als „Wärmequelle” genutzte
Anlagenkomponenten sind hierbei der Wärmetauscher 35 und/oder
die Leitung 28.
- – In
der Zwischenkühlung
der CO2-Kompression 27 wird das
CO2 von ca. 65°C auf ca. 35°C heruntergekühlt. Hiermit
können
die als „Wärmesenke” genutzten
Anlagenkomponenten Wärmetauscher WT8
und/oder WT11 betrieben werden. Hierbei werden die Wärmetauscher 37 als „Wärmequellen” ausbildenden
Anlagenkomponenten genutzt.
- – In
der Zwischenkühlung
des Absorbers 20 wird die Waschlösung, die sich aufgrund der
Absorptionswärme
auf Ca. 60°C
erwärmt,
wieder auf ca. 40°C
heruntergekühlt
um die CO2-Aufnahmefähigkeit der Waschlösung zu
verbessern. Diese Kühlung
erfolgt mittels der als „Wärmequelle” genutzten
Anlagenkomponenten Wärmetauscher 36.
Mit der dadurch gewonnenen thermischen Energie können die als „Wärmesenke” genutzten Anlagenkomponenten
Wärmetauscher
WT8 und/oder WT11 betrieben werden.
- – Der
Rücklauf 31 des
Reboilers hat eine Temperatur von ca. 120°C. Der Massenstrom an warmem
Wasser beträgt
ca. 220 kg/s. Damit können die
Wärmetauscher
WT12 und/oder WT15 und/oder WT16 betrieben werden. Der Wärmetauscher 24 stellt
in diesem Fall (7 und 8) eine
als „Wärmequelle” genutzte
Anlagenkomponente dar.
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Als „Wärmesenken” im Ausführungsbeispiel eines
Steinkohle befeuerten 850 MWel Kraftwerksblocks
dienen:
- – Die
ND-Vorwärmstrecke 10 mit
einer Temperaturspanne von 20 bis 120°C. Hier sind die Wärmetauscher
WT1, WT2, WT5, WT12 und WT15 hinzugefügt.
- – Die
HD-Vorwärmstrecke 13 mit
einer Temperaturspanne von 160 bis 290°C. Hier ist der Wärmetauscher
WT14 hinzugefügt.
Dies ist ein Sonderfall, da hier nicht direkt aus CO2-Wäsche/Kompression
beheizt wird, sondern aus einem Luvo-Bypass 59, der durch
WT10 möglich
wird.
- – Das
Fernwärmeauskopplungssystem
mit einer Temperaturspanne von 46 bis 136°C. Hier sind die Wärmetauscher
WT3, WT4 und WT16 hinzugefügt.
- – Die
Frischluftvorwärmung
wobei die Frischluft je nach Jahreszeit mit einer Temperatur zwischen –10 und
30°C vorliegt.
Hier ist der Wärmetauscher WT10
hinzugefügt.
- – Im
Fall einer teilweisen Behandlung des Rauchgases werden die rückführbaren
Wärmemengen aus
der CO2-Wäsche/Kompression
geringer, so dass hier auch Abwärmen
aus der Absorberzwischenkühlung
(36) oder der der Kompressionszwischenkühlung (37) im Wärmetauscher
WT11 zu verwenden sind.
- – Die
Trocknungsanlage für
den Brennstoff (bei Braunkohle), wobei der Brennstoff mit einer
Eingangstemperatur von 15°C
vorliegt. Hier ist der Wärmetauscher
WT9 hinzugefügt.
Im Fall einer teilweisen Behandlung des Rauchgases werden die rückführbaren
Wärmemengen
aus der CO2-Wäsche/Kompression geringer,
so dass Abwärmen
aus der Absorberzwischenkühlung
(37) der der Kompressionszwischenkühlung (36) im Wärmetauscher WT8
zu verwenden sind.
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Der
WT11 überträgt Wärme aus
einem Teilstrom 33 der Desorberkopfwärme auf die ND-Vorwärmstrecke
(10). Hier wird ca. 50% (100% bei 200 MW Fernwärmeauskopplung)
des ankommenden Kondensats von 20 (29°C bei 200 MW Fernwärmeauskopplung)
auf 100°C
erwärmt.
Dabei werden ca. 32 MW (ca. 60 MW bei 200 MW Fernwärmeauskopplung)
auf den Wasser-Dampf-Kreislauf übertragen. Die
Wirkungsgradsteigung durch diesen Wärmetauscher WT1 beträgt 0,38%-Punkte
(0,79%-Punkte bei 200 MW Fernwärmeauskopplung).
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Der
WT2 überträgt Wärme (25)
aus der letzten Stufe der CO2-Kompression auf die
ND-Vorwärmstrecke
(10). Hier wird ca. 50% des ankommenden Kondensats von
20 auf 120°C
erwärmt.
Dabei werden ca. 49 MW auf den Wasser-Dampf-Kreislauf übertragen.
Die Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher WT2 beträgt 1,19%-Punkte. Dieser
Wärmetauscher
wird alternativ zum WT4 eingesetzt, welcher nur eingesetzt wird,
wenn Fernwärme
(44) ausgekoppelt wird.
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Der
WT3 überträgt Wärme (33)
aus einem Teilstrom der Desorberkopfwärme auf den Fernwärmekreislauf
(44). Hier wird ca. 60% des Fernwärmerücklaufs von 46°C auf 100°C erwärmt. Dabei
werden ca. 80 MW auf den Fernwärmekreislauf 44 übertragen.
Die Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher WT3 beträgt 1,70%-Punkte.
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Der
WT4 überträgt Wärme 35 aus
der letzten Stufe der CO2-Kompression 27 auf
den Fernwärmekreislauf 44.
Hier wird Ca. 20% des Fernwärmerücklaufs
von 46°C
auf 136°C
erwärmt.
Dabei werden ca. 40 MW auf den Fernwärmekreislauf 44 übertragen. Die
Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher WT4 beträgt 1,36%-Punkte.
Dieser Wärmetauscher
wird alternativ zum WT2 eingesetzt, der nur eingesetzt wird, wenn
keine Fernwärme
ausgekoppelt wird.
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Der
WT5 überträgt Wärme (35)
aus der letzten Stufe der CO2-Kompression 27 auf
die ND-Vorwärmstrecke 10.
Der Wärmetauscher
WT5 wird allerdings nicht direkt aus der CO2-Kompression gespeist sondern
vorzugsweise aus dem Rücklauf
aus WT4. Der Wärmetauscher
WT5 wird also vorzugsweise nur eingesetzt, wenn der Wärmetauscher
WT4 arbeitet, also wenn Fernwärme
ausgekoppelt wird. Grund dafür
ist, dass der Rücklauf
von WT4 mit ca. 50°C
deutlich höher
ist als der von WT2 mit 25°C
und somit sich noch dazu eignet sowohl den komprimierten CO2-Strom weiter abzukühlen als auch 100% des Kondensates
von 20 auf 30°C
aufzuwärmen.
Dabei werden ca. 10 MW auf das Kondensat vor den ND-Vorwärmern übertragen.
Die Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher beträgt 0,36%-Punkte.
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Der
WT6 überträgt Wärme (33)
aus einem Teilstrom der Desorberkopfwärme auf den Fernwärmekreislauf 44.
Hier wird in der Ausführungsform
gemäß 4 eine
Fernwärmeerzeugung
betrachtet, die ausschließlich
mit Abwärme
aus der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 gespeist
wird. Dabei werden ca. 30 MW auf den Fernwärmkreislauf 44 übertragen.
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Der
WT7 überträgt Wärme (35)
aus der letzten Stufe der CO2-Kompression 27 auf
den Fernwärmekreislauf 44.
Hier wird (4) eine Fernwärmeerzeugung
betrachtet, die ausschließlich
mit Abwärme aus
der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 gespeist wird.
Dabei werden ca. 20 MW auf den Fernwärmkreislauf übertragen.
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Der
WT10 überträgt Wärme (33)
aus einem Teilstrom der Desorberkopfwärme auf die Frischluft 50.
Dabei werden ca. 57 MW Wärme
auf die Frischluft übertragen,
die bei einem Massenstrom von ca. 640 kg/s mit 15°C eintritt
und mit 100°C austritt.
Die Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher beträgt 1,22%-Punkte
(1,16%-Punkte bei 200 MW Fernwärmeauskopplung).
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Der
Wärmetauscher
WT11 kann auf zwei Weisen betrieben werden: a) durch Abwärme (36) aus
der Absorberzwischenkühlung
oder b) durch die Kompressionszwischenkühlung (37). Auf beide
Weisen wird der WT11 mit einer Vorlauftemperatur von ca. 60°C eingesetzt.
Dieser Wärmetauscher
WT11 kann eingesetzt werden, wenn nur ein geringer Teilstrom des
Rauchgases in der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 behandelt
wird. Damit wird die rückführbare Wärmemenge
aus der CO2-Wäsche/Kompression 58/27 geringer,
so dass Abwärmen
aus der Absorberzwischenkühlung 36 oder
der Kompressionszwischenkühlung 37 im
WT11 zu verwenden sind.
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Der
WT14 wird mittels eines Luvo-Bypasses 59 betrieben. Dieser
Wärmetauscher
WT14 kann eingesetzt werden, da durch den WT10 die Frischluft um
ca. 85°C
wärmer
in den Luvo 57 eintritt. Die Luvoaustrittstemperatur der
Frischluft ist allerdings auf 340°C
begrenzt, so dass hier durch den Luvo-Bypass 59 Wärme auf einem höheren Temperaturniveau
abgenommen werden muss. In diesem Wärmetauscher WT14 werden ca.
150 kg/s Rauchgas von 380°C
auf 170°C
abgekühlt.
Auf der anderen Seite kann durch diese Wärmemenge ca. 200 kg/s Wasser
von 160°C auf
205°C aufgeheizt
werden. Dieser Wassermassenstrom wird zur Überbrückung des ersten HD-Vorwärmers der
Hochdruckerwärmung 13 eingesetzt. Mit
diesem Wärmetauscher
WT14 werden ca. 40 MW übertragen.
Die Wirkungsgradsteigerung durch diesen Wärmetauscher WT14 beträgt 1,3%-Punkte (ebenfalls
bei 200 MW Fernwärme
auch).
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Der
Wärmetauscher
WT16 überträgt Wärme (35)
aus dem Reboiler-Rücklauf
S1 auf den Fernwärmekreislauf 44.
Hier wird der gesamte Fernwärmemassenstrom
von 95°C
auf 105°C
erwärmt.
Der Reboiler-Rücklauf
S1 wird dabei von ca. 120°C
auf 100°C
abgekühlt.
Dabei werden ca. 20 MW an Wärme übertragen.
Der Wärmetauscher
wird zwischen dem dritten und vierten Wärmetauscher des im Ausführungsbeispiel
der 2, 3, 7 und 8 jeweils
vier Wärmetauscher
aufweisenden Fernwärmekreislaufes 44 eingesetzt
und verringert den Bedarf an KZÜ-Dampf
erheblich. Die Wirkungsgradsteigerung durch den Wärmetauscher
WT16 beträgt 0,90%-Punkte.
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Die
Wärmetauscher
WT12 und WT15 übertragen
Wärme aus
dem Reboiler-Rücklauf
S1 auf die ND-Vorwärmstrecke.
Hier wird vorzugsweise der gesamte im WT1 auf 100°C aufgewärmte Massenstrom auf
116°C erwärmt. Der
Reboiler-Rücklauf
wird dabei von ca. 120°C
auf 110°C
abgekühlt.
Dabei werden Ca. 8 MW an Wärme übertragen.
Diese Wärmetauscher
WT12 und WT15 sind sowohl zwischen dem vierten und fünften Wärmetauscher
der in den Ausführungsbeispielen
der 1, 2, 7 und 8 jeweils
fünf Wärmetauscher
aufweisenden ND-Vorwärmstrecke
der Niederdruckvorwärmung 10 eingesetzt
und verringern den Bedarf an MD-Dampf. Die Wirkungsgradsteigerung
durch diesen Wärmetauscher
beträgt
0,4%-Punkte.
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Der
WT9 überträgt Wärme aus:
a) einem Teilstrom der Desorberkopfwärme (33) und b) der letzten
Stufe der CO2-Kompression (35) auf den Brennstoff,
um ihn von 15°C
ausgehend vorzuwärmen.
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Der
Wärmetauscher
WT8 kann auf zwei Weisen betrieben werden: a) durch Abwärme aus
der Absorberzwischenkühlung 36 oder
b) durch die Kompressionszwischenkühlung 37. Auf beide
Weisen wird der WT8 mit einer Vorlauftemperatur von Ca. 60°C eingesetzt.
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Legt
man ein Kraftwerk 1 mit einer 200 MW thermischen Fernwärmeauskoppelung
ohne die erfindungsgemäße Abwärmenutzung
zugrunde, kann man von einem elektrischen Gesamtbruttowirkungsgrad
von 31,4% und einem Nettowirkungsgrad von 25,91% bei einem elektrischen
Eigenbedarf von 94 MW ausgehen. Wenn bei einem solchen Kraftwerk die
Wärmetauscher
WT1, WT2, WT10, WT14 und WT12 oder WT15 eingesetzt und in Betrieb
sind, beträgt
der Gesamtbruttowirkungsgrad des Kraftwerkblocks einschließlich der
kompletten CO2-Wäsche/CO2-Kompression
durch die Rückeinkoppelung der
Wärme 43,13%
bei einem Nettowirkungsgrad von 37,42% und einem elektrischen Eigenbedarf
von ca. 93 MW. Im Vergleich zu einem identischen Kraftwerk ohne
CO2-Wäsche
bedeutet dies einen Gesamtnettowirkungsgradverlust von 7,83%-Punkten, wobei
durch die erfindungsgemäße Wärmerückkoppelung
dieser Gesamtnettowirkungsgradverlust um 4,56%-Punkte vermindert
wird, durch den Einsatz der CO2-Wäsche/Kompression
also lediglich noch ein Gesamtnettowirkungsgradverlust von 3,27%-Punkten eintritt.
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Bei
einem Kraftwerk mit Fernwärmeauskopplung,
bei welchem dann die Wärmetauscher WT1,
WT3, WT4, WT5, WT10, WT14 und WT16 eingesetzt und in Betrieb sind,
lässt sich
dann ein elektrischer Gesamtbruttowirkungsgrad des Kraftwerksblockes
mit vollständiger
CO2-Wäsche/CO2-Kompression und Rückeinkopplung der wärme bei
200 MW thermischer Wärmeauskopplung
von 39,31% erreichen. Der Nettowirkungsgrad liegt dann bei 33,64%
bei einem elektrischen Eigenbedarf von 93 MW. Damit liegt der Gesamtnettowirkungsgrad
einer solchen Gesamtanlage dann um 7,73%-Punkte über dem eines identischen Prozesses
ohne erfindungsgemäße Rückeinkopplung
von Abwärme.