DE102009032085A1 - Strukturbauteil für ein Kraftfahrzeug - Google Patents
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Abstract
Ein Strukturbauteil für ein Kraftfahrzeug, welches dafür vorgesehen ist, in einem Crashfall eine von einem auf das Strukturbauteil auftreffenden Körper auf dasselbe einwirkende Kraft aufzunehmen, weist einen Hauptkörper und wenigstens einen sich von dem Hauptkörper wegerstreckenden Vorsprung auf. Zumindest ein Abschnitt des wenigstens einen Vorsprungs ist von dem Hauptkörper weg in Richtung des auf das Strukturbauteil auftreffenden Körpers ausgerichtet.
Description
- Die Erfindung betrifft ein Strukturbauteil für ein Kraftfahrzeug nach der im Oberbegriff von Anspruch 1 näher definierten Art.
- Aus der
EP 1 219 499 A1 oder derUS 6,209,934 B1 sind gattungsgemäße Strukturbauteile in Form von Stoßfängerquerträgern bekannt. Hierbei wirkt das Profil des Querträgers im Funktions- bzw. Crashfall, also wenn ein Körper auf das Strukturbauteil auftrifft bzw. das Strukturbauteil auf einen Körper auftrifft, mit seinem gesamten Querschnitt und die Überdeckung zu dem Körper wird durch das Profil des Querträgers bestimmt. - Aufgrund der prinzipiell beengten Platzverhältnisse bei Kraftfahrzeugen und der immer umfangreicheren Ausstattung derselben, welche dieses Problem noch verschärft, ergibt sich beispielsweise im Bereich des Stoßfängerquerträgers, wo häufig zusätzlich ein Kühler angeordnet ist, das Problem, dass zusätzlich zu den problematischen Platzverhältnissen die Kühlluft um den Querträger strömen muss, weshalb es wünschenswert wäre, diese Querträger oder ähnliche Strukturbauteile so klein wie möglich auszuführen. Andererseits ist es für bestimmte Vorschriften zur Erfüllung der Crashsicherheit oder ähnlichem notwendig, dass sich derartige Strukturbauteile in einer bestimmten Höhe befinden bzw. sich bis zu einer bestimmten Höhe erstrecken, um diese Vorschriften erfüllen zu können. Da dies meist größere und insbesondere in vertikaler Richtung ausgedehnte und damit höhere Strukturbauteile erfordert, ergibt sich ein Zielkonflikt, der mit aus dem Stand der Technik bekannten Strukturbauteilen nicht gelöst werden kann.
- Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Strukturbauteil für ein Kraftfahrzeug zu schaffen, welches einen möglichst geringen Raumbedarf erforderlich macht und dabei dennoch in der Lage ist, bestimmte gesetzliche Erfordernisse hinsichtlich des Crashverhaltens zu erfüllen.
- Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in Anspruch 1 genannten Merkmale gelöst.
- Durch den in Richtung des auf das Strukturbauteil auftreffenden Körpers ausgerichteten Abschnitt des Vorsprungs wirkt das Profil des Strukturbauteils im Crashfall zeitversetzt, da der Vorsprung erst bei einem gewissen Lastfall durch seine Deformation und die sich dadurch ergebende senkrechte Aufstellung des Abschnitts des Vorsprungs seine vollständige Überdeckung gegenüber dem auf das Strukturbauteil auftreffenden Körper herstellt.
- Da das Strukturbauteil also erst im Crashfall seine volle Größe entfaltet, kann es kleiner ausgeführt werden, so dass Raum eingespart wird und sich die Packagesituation entschärft. Des weiteren kann aufgrund der geringeren Bauhöhe des erfindungsgemäßen Strukturbauteils die Anströmung anderer Bauteile optimiert werden.
- Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen. Nachfolgend ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung anhand der Zeichnung prinzipmäßig dargestellt.
- Es zeigt:
-
1 Eine erste Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Strukturbauteils in einem ersten Zustand; -
2 eine zweite Ausführungsform des erfindungsgemäßen Strukturbauteils in dem Zustand gemäß1 ; und -
3 das Strukturbauteil aus1 in einem zweiten Zustand. -
1 zeigt einen Schnitt durch ein Strukturbauteil1 für ein in seiner Gesamtheit nicht dargestelltes Kraftfahrzeug. Das Strukturbauteil1 ist im vorliegenden Fall als Querträger für einen Stoßfänger2 des Kraftfahrzeugs ausgebildet, von welchem neben dem Strukturbauteil1 auch ein Stoßfängerüberzug3 sehr schematisch dargestellt ist. Statt als Querträger für einen Stoßfänger könnte das Strukturbauteil1 auch als Längsträger einer Karosserie des Kraftfahrzeugs ausgebildet sein. Das Strukturbauteil1 dient dazu, in einem Crashfall, also bei einem Zusammenstoß mit einem Hindernis, das im vorliegenden Fall durch den Körper4 gebildet wird, eine von dem auf das Strukturbauteil1 auftreffenden Körper4 auf dasselbe einwirkende Kraft aufzunehmen. Bei dem Körper4 handelt es sich im vorliegenden Fall um einen Prüfkörper, der gegenüber dem Strukturbauteil1 in einer bestimmten Höhe in der mit ”z” bezeichneten senkrechten Richtung angeordnet ist. Während des Einsatzes des Kraftfahrzeugs kann der Körper4 natürlich auch durch ein reales Hindernis gebildet sein, auf welches das Kraftfahrzeug und somit das Strukturbauteil1 auftrifft. - Das Strukturbauteil
1 weist einen im vorliegenden Fall als geschlossenes Hohlprofil ausgebildeten Hauptkörper5 und wenigstens einen, im vorliegenden Ausführungsbeispiel zwei sich von dem Hauptkörper5 weg erstreckende Vorsprünge6 auf. Die beiden Vorsprünge6 erstrecken sich dabei in der Richtung ”z” von dem Hauptkörper5 weg. Um in Richtung ”z” Raum einzusparen, ist zumindest ein Abschnitt7 des Vorsprungs6 von dem Hauptkörper5 weg in Richtung des auf das Strukturbauteil1 auftreffenden Körpers4 , also in der mit dem Pfeil ”x” bezeichneten Richtung nach vorne ausgerichtet. Zusätzlich weisen die beiden Vorsprünge6 jeweils einen sich in Verlängerung einer vorderen Wandung8 des Hauptkörpers5 erstreckenden Abschnitt9 auf, also einen in Richtung ”z” ausgerichteten Abschnitt, der sich unmittelbar an den Hauptkörper5 anschließt. - Bei der in
2 dargestellten Ausführungsform des Strukturbauteils1 ist der in Richtung des Körpers4 ausgerichtete Abschnitt7 unmittelbar an dem Hauptkörper5 angebracht, d. h. es wird bei beiden Vorsprüngen6 jeweils auf den Abschnitt9 verzichtet. Dadurch kann in z-Richtung noch mehr Raum eingespart werden, allerdings vergrößert sich das Strukturbauteil1 in der mit ”x” bezeichneten Fahrtrichtung des Kraftfahrzeugs weiter nach vorne, was für verschiedene Anwendungsfälle jedoch kein Problem darstellt. - Bei beiden Ausführungsformen sind die Vorsprünge
6 jeweils an zwei gegenüberliegenden Seiten des Hauptkörpers5 angeordnet. Des weiteren kann bei beiden Ausführungsformen der auf den Körper4 ausgerichtete Abschnitt7 gegenüber der vorderen Wandung8 des Hauptkörpers5 geneigt sein. - In
3 ist das Strukturbauteil1 in dem Zustand dargestellt, in dem es mit dem Körper4 kollidiert ist. Dabei ist zu erkennen, dass der untere Vorsprung6 seine Form nicht geändert hat, wohingegen der obere Vorsprung6 so verformt wurde, dass er vollständig in Längsrichtung der vorderen Wandung8 ausgerichtet ist. Selbstverständlich würde ein weiteres Eindringen des Körpers4 in das Strukturbauteil1 eine noch stärkere Verformung desselben bewirken. Aus einem Vergleich der1 bzw.2 mit3 geht hervor, dass durch die schräge Ausrichtung des Abschnitts7 des Vorsprungs6 sich ein zeitversetztes Wirken des Strukturbauteils1 ergibt, bei dem gegenüber bekannten Lösungen der Vorsprung6 erst dann vollständig in Eingriff mit dem Körper4 ist, wenn der Körper4 bereits eine Verformung des Vorsprungs6 bewirkt hat. Auf diese Weise lässt sich Raum in z-Richtung einsparen, wobei dieselbe Wirkung wie bei bekannten Strukturbauteilen gegeben ist, bei denen sich die Vorsprünge vollständig bzw. ausschließlich in Längsrichtung der vorderen Wandung des Hauptkörpers erstrecken. - ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
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- - EP 1219499 A1 [0002]
- - US 6209934 B1 [0002]
Claims (8)
- Strukturbauteil für ein Kraftfahrzeug, welches dafür vorgesehen ist, in einem Crashfall eine von einem auf das Strukturbauteil auftreffenden Körper auf dasselbe einwirkende Kraft aufzunehmen, mit einem Hauptkörper und mit wenigstens einem sich von dem Hauptkörper weg erstreckenden Vorsprung, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Abschnitt (
7 ) des wenigstens einen Vorsprungs (6 ) von dem Hauptkörper (5 ) weg in Richtung des auf das Strukturbauteil (1 ) auftreffenden Körpers (4 ) ausgerichtet ist. - Strukturbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der wenigstens eine Vorsprung (
6 ) einen sich in Verlängerung einer vorderen Wandung (8 ) des Hauptkörpers (5 ) erstreckenden Abschnitt (9 ) aufweist. - Strukturbauteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der in Richtung des auf das Strukturbauteil (
1 ) auftreffenden Körpers (4 ) ausgerichtete Abschnitt (7 ) unmittelbar an dem Hauptkörper (5 ) angebracht ist. - Strukturbauteil nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass an zwei gegenüberliegenden Seiten des Hauptkörpers (
5 ) jeweils ein Vorsprung (6 ) mit einem in Richtung des auf das Strukturbauteil (1 ) auftreffenden Körpers (4 ) ausgerichteten Abschnitt (7 ) vorgesehen sind. - Strukturbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der in Richtung des auf das Strukturbauteil (
1 ) auftreffenden Körpers (4 ) ausgerichtete Abschnitt (7 ) gegenüber einer vorderen Wandung (8 ) des Hauptkörpers (5 ) geneigt ist. - Strukturbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptkörper (
5 ) als geschlossenes Hohlprofil ausgebildet ist. - Strukturbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Strukturbauteil (
1 ) als Querträger für einen Stoßfänger ausgebildet ist. - Strukturbauteil nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Strukturbauteil (
1 ) als Längsträger des Kraftfahrzeugs ausgebildet ist.
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| DE102009032085A1 true DE102009032085A1 (de) | 2011-01-13 |
| DE102009032085B4 DE102009032085B4 (de) | 2014-08-28 |
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