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Die
Erfindung betrifft eine Schaltung und ein Verfahren zur Anbindung
einer Energiequelle an ein Energienetz sowie ein Fahrzeug mit einer
derartigen Schaltung.
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In
konventionellen Fahrzeugenergiebordnetzen ist ein Generator als
Energiequelle vorgesehen, der durch einen Verbrennungsmotor angetrieben wird.
Häufig
ist der Generator die einzige Energiequelle in dem Fahrzeug. Mit
zunehmendem Grad der Elektrifizierung steigt auch der elektrische
Leistungsbedarf, so dass eine grundsätzliche Motivation besteht,
weitere Energiequellen in dem Fahrzeug nutzbar zu machen.
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Um
die CO2-Emission des Fahrzeugs zu reduzieren, sind Maßnahmen
bekannt, die die Energieerzeugung optimieren (z. B. in Form eines ”Mild-Hybrid”-Fahrzeugs
und/oder einer optimierten Generatorregelung).
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Zusätzlich zu
dem genannten Generator können
in dem Fahrzeug weitere elektrische Energiequellen eingesetzt werden.
Diese zusätzlichen Energiequellen
können
die Energie aus der Umgebung (z. B. Sonneneinstrahlung, Temperatur,
Vibration, Bewegung des Fahrzeugs, etc.) gewinnen und entnehmen
nicht (wie der Generator) die Energie aus der Primärenergiequelle ”Kraftstoff” des Fahrzeugs. Beispiele
für solche
Energiequellen sind: Thermoelektrischer Generator (TEG), Photovoltaik-Module, piezoelektrische
Kristalle.
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Derartige
Energiequellen haben die Eigenschaft, dass die Menge der Energieabgabe
abhängig von
der Ausgangsspannung ist. Da die Energie aus der Umgebung entnommen
wird, ist es das Ziel, mit diesen Energiequellen möglichst
viel elektrische Energie zu erzeugen, um den Generator bestmöglich zu entlasten
und somit weniger Kraftstoff zum Betrieb des Generators zu benötigen. Diesbezüglich zeigen 1A und 1B Charakteristiken
sogenannter MPP (”Maximum
Power Point”)
Energiequellen, also Energiequellen, die einen optimalen Betriebsmodus aufweisen. 1A zeigt
eine Kennlinie 101 maximaler elektrischer Leistung abhängig von
der Spannung und der Temperatur und 1B zeigt
eine Kennlinie 102 maximaler elektrischer Leistung abhängig von der
Spannung und der Energieeinstrahlung.
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Da
diese MPP Energiequellen starken Schwankungen hinsichtlich der von
ihnen bereitgestellten Spannungen unterliegen können, werden sie oftmals über geregelte
elektrische Wandler mit dem Energiebordnetz des Fahrzeugs verbunden.
Dies ist vergleichbar z. B. mit Wechselrichtern, die zur Anbindung
von Photovoltaik-Anlagen an das elektrische Versorgungsnetz eingesetzt
werden oder mit geregelten DC/DC-Wandlern
zum Laden von Batterien (z. B. in Wohnmobilen).
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Zur
optimierten Nutzung der MPP-Energiequellen werden häufig Spannungswandler
verwendet, die mit überlappenden
Spannungsbereichen arbeiten können.
Ein solcher Spannungswandler kann mindestens einen Aufwärtswandler
und/oder mindestens einen Abwärtswandler
aufweisen.
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Der
Einsatz eines solchen Spannungswandlers erzeugt Verluste und liefert
einen unerwünschten thermischen
Beitrag in dem vorgesehenen Bauraum. Gegebenenfalls müssen gesonderte
Maßnahmen zur
Kühlung
der Komponenten des Wandlers vorgesehen werden. Hierbei nehmen die
Verluste des Wandlers mit zunehmender Leistungsfähigkeit zu, da entsprechend
seine Komponenten für
eine höhere Stromtragfähigkeit
und höhere
Sperrspannungen ausgelegt sein müssen.
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Es
ist auch bekannt, die MPP-Energiequelle über eine Diode mit dem Energiebordnetz
zu verbinden und keine separate Regelung oder Anpassung (in Form
des Spannungswandlers) vorzusehen. Allerdings ist diese Lösung in
Teilen des möglichen Spannungsbereichs
und Leistungsbereichs der MPP-Energiequelle deutlich schlechter
als die Anbindung über
den Spannungswandler.
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Die
Aufgabe der Erfindung besteht darin, die vorstehend genannten Nachteile
zu vermeiden und insbesondere eine effiziente Lösung zur Anbindung von Energiequellen,
z. B. von MPP-Energiequellen in einem Fahrzeug, anzugeben.
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Diese
Aufgabe wird gemäß den Merkmalen der
unabhängigen
Patentansprüche
gelöst.
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich auch aus den abhängigen Ansprüchen.
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Zur
Lösung
der Aufgabe wird eine Schaltung zur Anbindung einer Energiequelle
an ein Energienetz angegeben,
- – bei der
in einem ersten Leistungsbereich die Energiequelle mittels eines
ersten Elements geregelt mit dem Energienetz verbunden ist und
- – bei
der mindestens in einem zweiten Leistungsbereich die Energiequelle
mittels eines zweiten Elements ungeregelt mit dem Energienetz verbunden
ist.
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Hierbei
ist es von Vorteil, dass in dem zweiten Leistungsbereich die Energiequelle über das zweite
Element effizient und kostengünstig
mit dem Energienetz verbunden werden bzw. verbunden sein kann. Dies
gilt insbesondere für
den Fall, dass der zweite Leistungsbereich eine höhere Leistung
der Energiequelle abdeckt als der erste Leistungsbereich. In diesem
Fall kann das erste Element, das eine geregelte Verbindung der Energiequelle
mit dem Energienetz ermöglicht,
für den
niedrigeren Leistungsbereich ausgelegt sein. Dies bringt im Hinblick auf
die aufwändigere
Regelung Kostenvorteile sowie Vorteile hinsichtlich Bauraum und
Kühlungsbedarf.
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Eine
Weiterbildung ist es, dass das erste Element ein Wandler, insbesondere
ein Spannungswandler ist.
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Eine
andere Weiterbildung ist es, dass der Wandler mindestens eine der
folgenden Komponenten umfasst:
- – einen
Hochsetzsteller;
- – einen
Tiefsetzsteller;
- – einen
Hochtiefsetzsteller.
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Auch
können
spezielle Wandler eingesetzt werden, z. B. Boost, Buck, Sepic, Cuk,
und daraus abgeleitete Topologien wie Sperrwandler, Push-Pull, Vorwärtswandler.
Auch Kombinationen aus den genannten Wandlern sind einsetzbar.
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Insbesondere
ist es eine Weiterbildung, dass das zweite Element eine Diode, eine
gesteuerte Diode bzw. Schaltelement (Relais) oder einen Leistungstransistor,
z. B. einen MOSFET umfasst.
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Auch
ist es eine Weiterbildung, dass die Energiequelle in dem ersten
Leistungsbereich und in dem zweiten Leistungsbereich über das
zweite Element mit dem Energienetz verbunden ist.
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Dadurch
kann das zweite Element eine Ausfallsicherheit hinsichtlich eines
möglichen
Defekts des ersten Elements gewährleisten.
So wird sichergestellt, dass auch im Fehlerfall des ersten Elements die
Energiequelle (in dem ersten Leistungsbereich) mit dem Energienetz
verbunden ist. Die Funktionalität
ist somit auch in dem ersten Leistungsbereich gewährleistet,
auch wenn das erste Element nicht funktioniert.
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Ferner
ist es eine Weiterbildung, dass das zweite Element parallel zu dem
ersten Element angeordnet ist.
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Eine
nächste
Weiterbildung besteht darin, dass der erste Leistungsbereich ein
Bereich geringerer Leistung ist als der zweite Leistungsbereich.
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Somit
kann das zweite Element (z. B. die Diode) für einen hohen Leistungsbereich
der Energiequelle ausgelegt sein, wohingegen das erste Element (z.
B. der Spannungswandler) effizient und kostengünstig für einen niedrigen Leistungsbereich
der Energiequelle ausgelegt ist.
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Eine
Ausgestaltung ist es, dass eine Regelung vorgesehen ist, anhand
derer abhängig
von mindestens einem Eingangssignal das erste Element und/oder das
zweite Element ansteuerbar ist.
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Die
Regelung kann z. B. in Form eines Mikrocontrollers oder Mikroprozessors
in Hardware, Firmware oder Software realisiert sein. Auch kann die
Regelung in Digital- oder
in Analogtechnik implementiert sein.
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Hierbei
kann abhängig
von mindestens einem Eingangssignal der Regelung das erste Element,
z. B. der Wandler, geeignet angesteuert, aktiviert und/oder deaktiviert
werden. Auch ist es möglich,
dass das zweite Element, z. B. die Diode, aktiviert bzw. deaktiviert
wird. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Regelung den Strompfad
der Diode leitend schaltet oder entsprechend sperrt.
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Vorzugsweise
wird mittels der Regelung das erste Element, z. B. der Wandler,
getaktet angesteuert, so dass eine Anpassung des Energieniveaus
der Energiequelle entsprechend einer vorgegebenen Größe erfolgt.
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Insbesondere
kann die Diode immer aktiv sein und nur der Wandler wird mittels
der Regelung angesteuert oder inaktiv geschaltet.
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Eine
alternative Ausführungsform
besteht darin, dass mindestens ein Eingangssignal der Regelung mindestens
eines der folgenden Signale umfasst:
- – eine Spannung
der Energiequelle;
- – einen
Strom, der von der Energiequelle bereitgestellt wird.
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Eine
nächste
Ausgestaltung ist es, dass abhängig
von dem mindestens einen Eingangssignal mittels der Regelung eine
Diagnosefunktion durchführbar
ist.
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Somit
kann die Regelung derart eingerichtet sein, dass mindestens eines
der Eingangssignale geeignet ausgewertet wird und z. B. durch Detektion
einer Veränderung
um mehr als einen vorgegebenen Schwellwert eine vorbestimmte Aktion
ausgelöst wird.
So könnte
z. B. ein Defekt (z. B. über
einen Spannungs- oder Leistungseinbruch) der Energiequelle detektiert
werden. Auch kann mittels geeigneter Eingangssignale eine Funktion
der Diode oder des Wandlers (allgemein des ersten Elements und/oder
des zweiten Elements) geprüft
werden. Gegebenenfalls kann die Regelung über eine Notfall-Deaktivierung
der Schaltung verfügen
und/oder eine Fehlermeldung generieren und geeignet anzeigen oder
weiterleiten. Beispielsweise kann die Regelung eine solche Diagnose über ein
Bussystem an eine zentrale Komponente eines Fahrzeugs weiterleiten,
die abhängig
von der Art der Diagnose eine vorgegebene Aktion einleitet oder
durchführt.
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Auch
ist es eine Ausgestaltung, dass die Regelung den ersten Leistungsbereich
und den zweiten Leistungsbereich anhand des mindestens einen Eingangssignals
detektiert und abhängig
von dem detektierten Leistungsbereich das erste Element und/oder
das zweite Element ansteuert, aktiviert oder deaktiviert.
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Eine
Weiterbildung besteht darin, dass die Energiequelle mindestens eine
der folgenden Komponenten umfasst:
- – einen
thermoelektrischen Generator;
- – ein
Photovoltaik-Modul;
- – piezoelektrische
Kristalle.
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Eine
zusätzliche
Ausgestaltung ist es, dass die Anbindung der Energiequelle an ein
Energienetz, insbesondere an ein Energiebordnetz eines Fahrzeugs,
erfolgt.
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Die
vorstehend genannte Aufgabe wird auch gelöst durch ein Fahrzeug umfassend
eine Schaltung wie hierin beschrieben.
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Die
vorstehend genannte Aufgabe wird auch gelöst durch ein Verfahren zur
Anbindung einer Energiequelle an ein Energienetz
- – bei dem
in einem ersten Leistungsbereich die Energiequelle mittels eines
ersten Elements geregelt mit dem Energienetz verbunden wird und
- – bei
dem mindestens in einem zweiten Leistungsbereich die Energiequelle
mittels eines zweiten Elements ungeregelt mit dem Energienetz verbunden
wird.
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Das
Verfahren ist mittels einer Regelung (oder jedweder Steuereinheit)
durchführbar.
Eine solche Regelung kann – wie
hierin ausgeführt – in Hardware
oder Software realisiert sein.
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Eine
Ausgestaltung ist es, dass mittels einer Regelung abhängig von
mindestens einem Eingangssignal der Regelung das erste Element und/oder
das zweite Element angesteuert, aktiviert oder deaktiviert wird.
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Auch
ist es eine Möglichkeit,
dass mittels der Regelung eine Überwachung
und/oder Diagnose des ersten Elements und/oder des zweiten Elements durchgeführt wird.
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Die
sonstigen beschriebenen Ansätze
gelten für
das Verfahren entsprechend.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der Zeichnungen dargestellt und
erläutert.
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Es
zeigen:
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2 einen
schematischen Verlauf eines Systemwirkungsgrads η bei Anbindung der MPP-Energiequelle
(z. B. eines thermoelektrischen Generators) mittels einer Diode
und bei Anbindung der MPP-Energiequelle mittels eines geregelten DC/DC-Wandlers
in Abhängigkeit
von der Leistung P des Systems;
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3 eine
Schaltungsanordnung zur Anbindung einer MPP-Energiequelle an ein
Energiebordnetz, z. B. eines Kraftfahrzeugs, wobei eine Regelung
einen Wandler in Abhängigkeit
des Leistungsbereich der MPP-Energiequelle bzw. des optimierten Wirkungsgrads
aktiviert bzw. deaktiviert; ist der Wandler inaktiv, so ist die
MPP-Energiequelle über eine
Diode an das Energiebordnetz gekoppelt;
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4 eine
alternative Schaltungsanordnung zur Anbindung einer MPP-Energiequelle an
ein Energiebordnetz, wobei die Diode zur Überbrückung des Wandlers angeordnet
ist.
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Der
hier vorgeschlagene Ansatz kombiniert auf besonders effiziente Weise
die Vorteile einer ungeregelten und einer geregelten Anbindung einer MPP-Energiequelle
an ein Energiebordnetz z. B. eines Fahrzeugs.
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So
wird ein geregelter Wandler (z. B. ein Spannungswandler, Hochsetzsteller,
Tiefsetzsteller, oder Kombinationen hiervon) für einen ersten Leistungsbereich
der MPP-Energiequelle eingesetzt, so dass die Energie der MPP-Energiequelle über den Wandler
in das Energiebordnetz gespeist wird.
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Für einen
zweiten Leistungsbereich der MPP-Energiequelle wird der Wandler
abgeschaltet und die Einspeisung der Energie der MPP-Energiequelle
in das Energiebordnetz erfolgt direkt, z. B. über einen gesteuerten Schalter
oder über
eine Diode.
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Der
erste Leistungsbereich der MPP-Energiequelle entspricht vorzugsweise
einem Bereich geringer Leistung und der zweite Leistungsbereich
der MPP-Energiequelle entspricht vorzugsweise einem Bereich hoher
Leistung. Insbesondere können
der erste Leistungsbereich und der zweite Leistungsbereich einen
gesamten Leistungsbereich der MPP-Energiequelle abdecken.
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Auch
ist es möglich,
dass entsprechend mehrere Leistungsbereiche vorgesehen sind, in
denen eine unterschiedliche Anbindung der MPP-Energiequelle an das
Energiebordnetz erfolgt. Beispielsweise können verschiedene Wandler für unterschiedliche
Leistungsbereiche vorgesehen sein.
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2 zeigt
einen schematischen Verlauf eines Systemwirkungsgrads η bei Anbindung
der MPP-Energiequelle (z. B. eines thermoelektrischen Generators)
mittels einer Diode (Graph 201) und bei Anbindung der MPP-Energiequelle
mittels eines geregelten DC/DC-Wandlers (Graph 202) in
Abhängigkeit
von der Leistung P des Systems. In dem Leistungsbereich bis ca.
50 W ist die Anbindung an das Energiebordnetz über den Wandler deutlich effizienter
und in dem Leistungsbereich ab ca. 50 W ist die Anbindung der MPP-Energiequelle über eine
Diode eine wirkungsgradoptimierte Lösung.
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3 zeigt
eine Schaltungsanordnung zur Anbindung einer MPP-Energiequelle an
ein Energiebordnetz, z. B. eines Kraftfahrzeugs, wobei eine Regelung
einen Wandler in Abhängigkeit
des Leistungsbereich der MPP-Energiequelle bzw. des optimierten Wirkungsgrads
aktiviert bzw. deaktiviert. Ist der Wandler inaktiv, so ist die
MPP-Energiequelle über eine
Diode an das Energiebordnetz gekoppelt.
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3 zeigt
ein Energiebordnetz 301, bei dem ein Starter 302,
ein Generator 303, eine Batterie 304 und ein Verbraucher 305 parallel
geschaltet sind. Der positive Pol des Energiebordnetzes 301 ist
mit einem Knoten 314 verbunden.
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Eine
MPP-Energiequelle 307 ist mit ihrem positiven Pol mit einem
Knoten 315 verbunden, der negative Pol liegt an Masse.
Eine Induktivität 312 liegt
zwischen dem Knoten 315 und einem Knoten 316.
Eine Diode 311 ist zwischen dem Knoten 316 und
dem Knoten 314 angeordnet, wobei die Kathode der Diode 311 in
Richtung des Knotens 314 zeigt. Ein Kondensator 308 (z.
B. stellvertretend für
ein EMV-Filter) ist einerseits mit dem Knoten 314 und andererseits
mit Masse verbunden. Ein Kondensator 313 (z. B. stellvertretend
für ein
EMV-Filter) ist einerseits mit dem Knoten 315 und andererseits
mit Masse verbunden. Die EMV-Filter können beispielsweise zwei Kondensatoren
und eine Induktivität
umfassen und/oder in einer PI-Topologie ausgeführt sein. Ein elektronischer
Schalter 309 ist einerseits mit dem Knoten 316 und
andererseits mit Masse verbunden. Der elektronische Schalter 309 kann
z. B. als ein Transistor, ein MOSFET, ein IGBT oder als ein Triac ausgeführt sein.
Der elektronische Schalter 309 wird über ein Signal 310 einer
Regelung 306 angesteuert. Die Regelung 306 erhält eine
Spannungsinformation U der Spannung der MPP-Energiequelle 307 sowie eine
Strominformation I des von der MPP-Energiequelle 307 eingespeisten
Stroms. Abhängig
von der Spannungsinformation U und/oder der Strominformation I generiert
die Regelung 306 ein entsprechendes Signal 310 zur
Ansteuerung des elektronischen Schalters 309.
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Somit
wird die MPP-Energiequelle 307 über einen Hochsetzsteller an
das Energiebordnetz 301 angebunden. Im niedrigen Leistungsbereich
wird der DC/DC-Wandler
getaktet betrieben und mit Hilfe der Regelung 306 eingestellt.
Sobald die MPP-Energiequelle 307 so viel Energie erzeugt,
dass eine Anbindung über
die Diode 311 einen besseren Wirkungsgrad (als die Anbindung über den
Wandler) erzielt, wird der DC/DC-Wandler mittels der Regelung 306 abgeschaltet.
Die MPP-Energiequelle 307 speist dann ungeregelt über die
Diode 311 Energie in das Energiebordnetz 301 ein.
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Hierbei
ist es von Vorteil, dass nur die Diode 311 und die Strombelastbarkeit
der Induktivität 312 für den maximal
auftretenden Stromfluss der MPP-Energiequelle 307 ausgelegt
sein müssen.
Der elektronische Schalter 309, die Kondensatoren 308 und 309 (EMV
Filter) sowie das Kernmaterial für
die Induktivität 312 müssen nur
für den
niedrigen Leistungsbereich (im Beispiel von 2 kleiner
(oder gleich) 50 W) ausgelegt sein und können somit auf einem geringen
Bauraum integriert werden.
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Die
Regelung 306 kann beispielsweise als ein Mikrokontroller
realisiert sein.
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4 zeigt
eine alternative Schaltungsanordnung zur Anbindung einer MPP-Energiequelle an ein
Energiebordnetz, wobei die Diode jetzt zur Überbrückung des Wandlers und etwaig
vorhandenen EMV-Filtern angeordnet ist.
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4 zeigt
wieder das Energiebordnetz 301, das bereits im Zusammenhang
mit 3 beschrieben ist. Der positive Pol des Energiebordnetzes 301 ist
mit einem Knoten 414 verbunden.
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Eine
MPP-Energiequelle 407 ist mit ihrem positiven Pol mit einem
Knoten 415 verbunden, der negative Pol liegt an Masse.
Eine Induktivität 412 liegt
zwischen dem Knoten 415 und einem Knoten 416.
Eine Diode 411 ist zwischen dem Knoten 415 und
dem Knoten 414 angeordnet, wobei die Kathode der Diode 411 in
Richtung des Knotens 414 zeigt. Ein Kondensator 408 (z.
B. stellvertretend für
ein EMV-Filter) ist einerseits mit dem Knoten 414 und andererseits
mit Masse verbunden. Ein Kondensator 413 (z. B. stellvertretend
für ein
EMV-Filter) ist einerseits mit dem Knoten 415 und andererseits
mit Masse verbunden. Die EMV-Filter können beispielsweise zwei Kondensatoren
und eine Induktivität
umfassen und/oder in einer PI-Topologie ausgeführt sein. Ein elektronischer
Schalter 409 ist einerseits mit dem Knoten 416 und
andererseits mit Masse verbunden. Zwischen dem Knoten 414 und
dem Knoten 416 ist ein Schalter 417, der insbesondere
als ein elektronischer Schalter ausgeführt ist, angeordnet. Der elektronische
Schalter 409 bzw. der elektronische Schalter 417 kann
z. B. als ein Transistor, ein MOSFET, ein IGBT oder als ein Triac
ausgeführt
sein. Der elektronische Schalter 409 wird über ein
Signal 410 einer Regelung 406 angesteuert. Die
Regelung 406 erhält eine
Spannungsinformation U der Spannung der MPP- Energiequelle 407 sowie eine
Strominformation I des von der MPP-Energiequelle 407 eingespeisten Stroms.
Abhängig
von der Spannungsinformation U und/oder der Strominformation I generiert
die Regelung 406 ein entsprechendes Signal 410 zur
Ansteuerung des elektronischen Schalters 409.
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Im
Unterschied zu dem in 3 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist insbesondere die Diode 411 in 4 den Wandler überbrückend angeordnet. Hierbei
ist es von Vorteil, dass die Verluste der Induktivität 412,
des Wandlers und etwaig vorhandenen EMV-Filtern reduziert werden.
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Um
die Verluste zusätzlich
zu vermindern, kann die Diode 411 als eine gesteuerte Diode
(z. B. mittels eines MOSFETs) ausgeführt sein. Die Ansteuerung der
gesteuerten Diode kann mittels der Regelung 406 erfolgen.
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Auch
ist es von Vorteil, dass die Regelung 406 zur Diagnose
z. B. der MPP-Energiequelle,
der Dioden oder des Wandlers eingesetzt werden kann. So können Veränderungen
in den Signalen U und I z. B. auf defekte Funktionen hinweisen,
die Regelung 406 kann für
diesen Fall z. B. über
eine Funktion zur (z. B. galvanischen) Trennung der MPP-Energiequelle
von dem Energiebordnetz verfügen.
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Die
Schaltung gemäß 4 hat
weiterhin den Vorteil, dass auch bei Ausfall der Regelung 406 weiterhin
eine ungeregelte Einspeisung elektrischer Energie von der MPP-Energiequelle
in das Energiebordnetz möglich
ist.
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Weitere Vorteile:
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Der
Aufwand für
einen Wandler, insbesondere einen DC/DC-Wandler, zur Anbindung einer MPP-Energiequelle
wird mittels der hier vorgeschlagenen Lösung deutlich reduziert. So
kann der Wandler sowie mögliche
EMV-Filter für
eine niedrige Stromtragfähigkeit
ausgelegt werden, was sich positiv auf ein geringes Gewicht, geringe
Anforderungen an den Bauraum sowie die reduzierte benötigte Kühlleistung
auswirkt. Ein derartiger Wandler spart Kosten verglichen mit einem
Wandler, der auch für
die volle Stromtragfähigkeit
ausgelegt sein müsste.
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Somit
ergibt sich eine vorteilhafte Steigerung des Systemwirkungsgrads.
Auch kann in Kombination mit z. B. einer Diode eine Redundanz geschaffen werden,
so dass auch bei Ausfall des Wandlers die Funktionalität des Einspeisens
der Energie von der MPP-Energiequelle
erhalten bleibt.
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- 101
- Kennlinie
- 102
- Kennlinie
- 201
- Wirkungsgrad
der Diodenanbindung
- 202
- Wirkungsgrad
der DC/DC-Wandler-Anbindung
- 301
- Energiebordnetz
- 302
- Starter
- 303
- Generator
- 304
- Batterie
- 305
- Verbraucher
- 306
- Regelung
- 307
- MPP-Energiequelle
- 308
- Kondensator
(bzw. EMV-Filter)
- 309
- elektronischer
Schalter
- 310
- Signal
(zur Ansteuerung des elektronischen Schalters 309)
- 311
- Diode
- 312
- Induktivität
- 313
- Kondensator
(bzw. EMV-Filter)
- 314
- Knoten
- 315
- Knoten
- 316
- Knoten
- 406
- Regelung
- 407
- MPP-Energiequelle
- 408
- Kondensator
(bzw. EMV-Filter)
- 409
- elektronischer
Schalter
- 410
- Signal
(zur Ansteuerung des elektronischen Schalters 309)
- 411
- Diode
- 412
- Induktivität
- 413
- Kondensator
(bzw. EMV-Filter)
- 414
- Knoten
- 415
- Knoten
- 416
- Knoten
- 417
- Schalter