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Die
Erfindung betrifft zunächst
ein Verfahren zur Reinigung einer elektromotorisch betriebenen Küchenmaschine,
die einen Rührtopf,
ein darin vorzugsweise als Messersatz ausgebildetes Rührwerk und
vorzugsweise einen Deckel für
den Rührtopf
aufweist, wobei durch die Reinigung das Rührwerk und/oder eine Topfinnenfläche gereinigt
werden sollen und die Reinigung durch eine Betätigung des Rührwerks
nach einer Füllung
des Rührtopfes
mit einer Reinigungsflüssigkeit
durchgeführt
wird.
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Elektromotorisch
betriebene Küchenmaschinen
sind bekannt. Diese dienen insbesondere zur Vorbereitung oder zur
Zubereitung von Speisen. Die zu verarbeitenden Lebensmittel werden
hierbei in dem Rührtopf
zufolge Einwirkung über
das Rührwerk vermengt,
gegebenenfalls auch bei Ausbildung des Rührwerkes als Messersatz zerkleinert.
Nach einer Entleerung des Rührtopfes
verbleiben in der Regel Lebensmittelreste wandungsinnenseitig des
Rührtopfes
und/oder an dem Rührwerk,
insbesondere an den Messern des Messersatzes. Entsprechend ist eine
Reinigung des Topfinnern und/oder des Rührwerkes nötig. Hierzu ist es weiter bekannt
das Rührwerk
manuell über
die Bedienelemente in Betrieb zu nehmen, wobei durch hohe Drehzahlen
das Rührwerk
bzw. die Messerklingen eines Messersatzes gereinigt werden, in dem
anhaftender Rest durch die Zentrifugalkraft abgelöst und an
die Topfwand geschleudert werden. Unter Zugabe einer Reinigungsflüssigkeit,
beispielsweise Wasser unter optionaler Zugabe von Reinigungsmittel
wird bei manuell eingeschaltetem Rührwerk eine Reinigung der Topfinnenwandung
erreicht.
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Im
Hinblick auf den bekannten Stand der Technik wird eine technische
Problematik der Erfindung darin gesehen, ein Verfahren der in Rede
stehenden Art insbesondere hinsichtlich der Anwenderfreundlichkeit
weiter zu verbessern.
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Diese
Problematik ist zunächst
und im Wesentlichen durch den Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei
darauf abgestellt ist, dass eine programmgesteuerte, mehrmalige
Richtungsumkehr des Rührwerks
vorgenommen wird. Zufolge dieser Ausgestaltung ist bei gutem Reinigungsergebnis
ein anwenderfreundliches Verfahren angegeben. Zum Reinigen des Topfinnern
und/oder des Rührwerks startet
der Anwender lediglich das Reinigungsprogramm, wonach programmgesteuert
das Rührwerk angetrieben
wird. Ohne weiteren Anwendereingriff wird eine mehrmalige Richtungsumkehr
des Rührwerkes
vorgenommen, was sich positiv auf das Reinigungsergebnis auswirkt. Über die
Programmsteuerung der Küchenmaschine
wird die Drehrichtung, die Anzahl der Richtungsumkehrungen sowie
bevorzugt auch die Drehzahl des Rührwerks vorgegeben. Mit Beendigung
des Reinigungsprogramms wird das Rührwerk bevorzugt automatisch
abgeschaltet, so dass auch hierzu kein Anwendereingriff nötig ist.
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Weitere
Merkmale der Erfindung sind nachstehend, auch in der Figurenbeschreibung,
oftmals in ihrer bevorzugten Zuordnung zum Gegenstand des Anspruches
1 erläutert.
Sie können
aber auch in einer Zuordnung zu nur einzelnen Merkmalen des Anspruches
1 oder des jeweiligen weiteren Anspruches oder jeweils unabhängig von
Bedeutung sein.
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So
ist in einer weiter bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass das
Rührwerk
vor einer Drehrichtungsumkehrung mit einer Drehgeschwindigkeit betrieben
wird derart, dass sich eine trichterförmige Oberfläche der
Reinigungsflüssigkeit
einstellt, mit einer Absenkung im Mittenbereich, die einem Fünftel oder
mehr einer Ausgangshöhe
der Reinigungsflüssigkeit
entspricht. So wird bevorzugt das Rührwerk auf eine Geschwindigkeit
von 800 bis 2000 U/min, bevorzugt 1000 bis 1500 U/min beschleunigt,
bis die Reinigungsflüssigkeit
eine stabile, an der Topfinnenfläche
rotierende Trombe bildet, mit einem Tromben auge, das gegenüber dem
ruhenden Spiegel der Reinigungsflüssigkeit in dem Rührtopf abgesenkt
ist. Diese Absenkung entspricht in bevorzugter Ausgestaltung dem
0,2- bis 1-Fachen der Spiegelhöhe
der Reinigungsflüssigkeit
im ruhenden Zustand, dies mit Bezug zu dem Topfboden, so dass entsprechend eine
Absenkung des Trombenauges in Richtung auf das am Topfboden drehend
angeordnete Rührwerk erreicht
ist. So ist weiter in diesem Zusammenhang bevorzugt vorgesehen,
dass die Drehgeschwindigkeit vor einer Drehrichtungsumkehr so gewählt ist, dass
eine Absenkung eines Mittenbereiches der Reinigungsflüssigkeit
bis zum Durchbruch des Rührwerkes über die
Flüssigkeitsoberfläche erreicht
ist, so dass der Nabenbereich des bevorzugt als Messersatz ausgebildeten
Rührwerkes
im Bereich der Topfmitte nicht mehr von der bewegten Reinigungsflüssigkeit
bedeckt sind. Zufolge der mittigen Absenkung der Reinigungsflüssigkeit
erstreckt sich die Trombe im Bereich der Topfinnenfläche über das
Niveau der ursprünglichen
Ausgangshöhe
der Reinigungsflüssigkeit
im Ruhezustand hinaus, dies weiter bevorzugt bis zu einer Höhe, in welcher
die Reinigungsflüssigkeit
an der Topfinnenfläche
mit geringem Abstand zu der Topfrandkante reicht. Dieser im Wesentlichen vertikale
Abstand bis zur Topfrandkante entspricht etwa 1/4 bis 1/20 der Ausgangshöhe der Reinigungsflüssigkeit
im Ruhezustand.
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Unter
Beibehaltung der die vorbeschriebene Trombe herbeiführenden
Rührwerk-Geschwindigkeit wird
der Rührwerklauf
in weiter bevorzugter Ausgestaltung vor Durchführung einer Drehrichtungsumkehrung
für zwei
Sekunden oder mehr durchgeführt, so
weiter beispielsweise für
2 bis 15 Sekunden, dies weiter bevorzugt mit einer konstanten Drehgeschwindigkeit.
In bevorzugter Ausgestaltung wird eine Drehrichtungsumkehrung unmittelbar
im Anschluss an eine erneute Ausbildung der Absenkung, d. h. unmittelbar
im Anschluss einer Stabilisierung der Trombe durchgeführt, weiter
bevorzugt innerhalb einer Zeitspanne von 0,1 bis 1 Sekunde bzw.
innerhalb von 10 Sekunden oder weniger nach Stabilisierung der Trombe,
wobei nach dieser Stabilisierung in der ei nen Drehrichtung diese
mit maximaler Beschleunigung umgekehrt wird und hiernach eine Geschwindigkeit
zur Ausbildung einer neuen Trombe in Gegenrichtung eingestellt wird,
welche Geschwindigkeit nach Drehrichtungsumkehr erneut bevorzugt
zwischen 1000 und 1500 U/min liegt. Infolge dieser Umkehrung bricht
die Wassertrombe zusammen und bildet sich mit umgekehrter Drehrichtung
erneut, wobei in bevorzugter Ausgestaltung eine Drehrichtungsumkehr
des Rührwerks
innerhalb von 0,1 bis 2 Sekunden, bevorzugt innerhalb von 1 bis
1,2 Sekunden erreicht ist. Die entsprechende Reversion der Wassertrombe
ist in Abhängigkeit
von der beanspruchten Zeit für
die Rührwerk-Drehrichtungsumkehrung
innerhalb von 2 bis 5 Sekunden, bevorzugt 3 Sekunden erreicht. Während dieser
Zeitspanne sind die verschmutzten Oberflächen des Rührwerkes, beispielsweise Messeroberflächen in
die abschwellende bzw. anschwellende Reinigungsflüssigkeits-Trombe
eingetaucht und werden mit bedeutender, variabler Relativgeschwindigkeit
durch die Flüssigkeit
bewegt und gereinigt. Zusätzlich üben die
stark verwirbelten Reinigungsflüssigkeits-Massen Tangentialkräfte auf den
Topfboden aus, so dass auch dort eine zusätzliche mechanische Reinigungswirkung
entsteht. Sobald sich die Trombe erneut stabilisiert hat, startet
der Reversionszyklus neu. In bevorzugter Ausgestaltung beträgt die Anzahl
der Reversionen, d. h. der Richtungsumkehrungen des Rührwerkes
5 bis 20, weiter bevorzugt 10 bis 15, dies bei einer jeweiligen
Dauer von mindestens 1,5 bis 4 Sekunden, bevorzugt 3 Sekunden.
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In
weiter bevorzugter Ausgestaltung erfolgt vor Durchführung der
Drehrichtungsumkehrung des Rührwerks
eine Befüllung
des Rührtopfes
mit vorzugsweise vorgewärmten
Wasser, mit einer Menge, die um 1/10 oder mehr geringer ist als
eine Gesamtfüllmenge
des Rührtopfes,
bevorzugt 1/5 oder mehr, weiter bevorzugt 2/3 der Gesamtfüllmenge
entspricht. In vorteilhafter Weise wird hierzu übliches Leitungswasser in einem
Temperaturbereich zwischen 40°C
und 60°C
in den Rührtopf
gefüllt.
Ausgehend von einem beispielhaften trichterförmigen Rührtopf mit einem Bodendurchmesser
von 100 bis 150 mm, be vorzugt 130 mm, einem Öffnungs-Randdurchmesser von
150 bis 200 mm, bevorzugt 180 mm und einer Höhe von 130 bis 170 mm, bevorzugt 150
mm, entspricht eine ausreichende Füllhöhe einer Befüllung von
Reinigungsflüssigkeit
bevorzugt 1/2 bis 4/5, weiter bevorzugt 2/3 der Gesamthöhe. Bei
einem maximalen Volumen von 2,5 bis 3 Liter, bevorzugt 2,7 Liter
entspricht diese Höhe
etwa einem Füllvolumen
von etwa 1,2 bis 1,7 Liter, bevorzugt 1,5 Liter. Das vorgewärmte Wasser
ist in weiterer Ausgestaltung verschmutzungsabhängig mit einem Geschirrspülmittel
oder einem ähnlichen
Reinigungsmittel angereichert, um so ein verbessertes Reinigungsergebnis
zu erzielen. Hierbei ist weiter bevorzugt die Zugabe eines Zusatzes
in einer solchen Menge, die einem Dreihundertstel bis einem Fünfundsiebzigster, bevorzugt
einem Hundertfünfzigstel
der Reinigungsflüssigkeit-Füllmenge
entspricht. Die Dosierung ist weiter so gewählt, dass es im Verlauf des
Reinigungsprozesses nicht zu einer übermäßig starken Schaumbildung kommt.
Bei sehr starker Verschmutzung können
weitere Zusatzstoffe der Reinigungsflüssigkeit zugesetzt werden.
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Eine
weitere Verbesserung des Reinigungsergebnisses wird in einer Weiterbildung
dadurch erreicht, dass weiter vor Durchführung einer Drehrichtungsumkehrung
eine Anlösephase
durchgeführt wird,
in welcher bei langsamer Drehgeschwindigkeit des Rührwerks
die Reinigungsflüssigkeit
erhitzt wird oder die Erwärmung
auf einem vorgegebenen Wert gehalten wird. Bevorzugt wird die Anlösephase
einmalig vor einem Reversionsbetrieb mit Drehrichtungsumkehrung
durchgeführt.
Hierbei dreht das Rührwerk
bevorzugt mit einer Geschwindigkeit, die geringer gewählt ist
als die Rührwerkgeschwindigkeit in
der die Drehrichtungsumkehrung desselben bewirkenden Programmabschnittes,
so weiter bevorzugt mit einer Geschwindigkeit von 200 bis 500 U/min. Hierbei
wird die gegebenenfalls vorgewärmte
Reinigungsflüssigkeit
auf eine erhöhte
Temperatur von 50°C
bis 80°C,
bevorzugt 60°C
bis 70°C
erhitzt und auf diesem Temperaturniveau gehalten. Hierzu wird bevorzugt
eine in der Küchenmaschine
vorgesehene, den Topfbodenbereich beaufschlagende Heizung ge nutzt,
die auch im üblichen
Betrieb der Küchenmaschine
zur Erwärmung
der in dem Rührtopf
befindlichen Lebensmittel dient. Während der Anlösephase werden
die Verschmutzungen im Rührtopf
durch den verlängerten
Kontakt mit der erwärmten
Reinigungsflüssigkeit
aufgeweicht und angelöst,
so dass sich diese durch den oder die nachfolgenden Programmschritte
leichter von der Oberfläche
entfernen lassen. Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Dauer dieser
Anlösephase,
wobei bevorzugt ist, dass diese für einen Zeitraum von 0,5 bis
15 Minuten, bevorzugt eine Minute durchgeführt wird, wonach selbsttätig, programmgesteuert
der nächste
Programmschritt ausgeführt
wird.
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Zudem
ist vorgesehen, dass weiter vor oder nach der Durchführung der
Drehrichtungsumkehrung des Rührwerks
eine so hohe Rührwerk-Geschwindigkeit
(Hochgeschwindigkeitsphase) gewählt
wird, dass von der Reinigungsflüssigkeit
randseitig eine Topfoberkante bzw. eine Deckelunterseite erreicht wird.
Bevorzugt wird diese Höchstgeschwindigkeitsphase
einmalig nach einem Reversionsbetrieb mit Drehrichtungsumkehrung
durchgeführt.
So ist diesbezüglich
vorgesehen, dass das Rührwerk
mit einer bevorzugten Geschwindigkeit von 3000 bis 6000 U/min, bevorzugt
4000 bis 5000 U/min beschleunigt wird. Diese Drehgeschwindigkeit
sorgt für
eine starke Zentrifugalkraft, welche angelöste Verschmutzungen von den
rotierenden Klingen abschleudert. Zusätzlich entsteht eine sehr schnell
rotierende Wassertrombe mit wesentlich geringerer Dicke als in dem
Programmabschnitt der Drehrichtungsumkehrung des Rührwerks,
zufolge der hier gegenüber
wesentlich erhöhten
Rührwerk-Geschwindigkeit.
So stellt sich eine Absenkung der Reinigungsflüssigkeit im Mittenbereich ein,
die in bevorzugter Ausgestaltung einem 0,9-Fachen bis 1-Fachen der Ausgangshöhe der Reinigungsflüssigkeit
im Ruhezustand entspricht. Die an der Topfinnenseite entlang rotierende
Trombe erstreckt sich in Vertikalrichtung bis zum Topfrand und weiter
bis an die Unterseite des bevorzugt den Rührtopf überdeckenden Deckels. Auf diese
Weise werden auch die oberen Wandbereiche und der Topfdeckel von
der Reinigungsflüssigkeit
er reicht, die durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit tangentiale
Kräfte ausübt und Verschmutzungen
chemisch und mechanisch ablöst.
Diese Hochgeschwindigkeitsphase wird für einen Zeitraum von 10 Sekunden
bis eine Minute, vorzugsweise 20 bis 30 Sekunden durchgeführt.
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Ein
bevorzugtes Programm sieht zunächst die
Befüllung
des Rührtopfes
mit der Reinigungsflüssigkeit
vor, wonach durch aktive Auslösung über den Benutzer
das Programm automatisch abläuft.
Zunächst
wird die Anlösephase
akiviert, bevorzugt gefolgt vom Reversionsbetrieb. Zum Ende des
Programmablaufs wird die Hochgeschwindigkeitsphase aktiviert, wonach
das Programm beendet ist. Nach Abschluss des Reinigungsprogramms
wird das Ergebnis visuell durch den Anwender kontrolliert. Ist die Reinigung
nicht zufriedenstellend kann der Programmablauf gegebenenfalls mit
frischer Reinigungslösung
wiederholt werden. Um verbleibende Reste chemischer Reinigungszusätze abzuspülen ist
es zweckmäßig, vor
der Zubereitung von Lebensmitteln den Rührtopf mit klarem Wasser nachzureinigen.
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Im
Unterschied zur manuellen Anwendung von einzelnen Schritten zur
Reinigungsunterstützung bietet
das automatische Reinigungsprogramm eine vollständige Abfolge von Maschinenfunktionen,
deren Parameter optimiert sind. Dies sichert die vollständige Nutzung
des Gesamtprogramms ohne dass der Anwender diese mühsam einzeln
abrufen muss. Die Reinigungswirkung wird auf diese Weise bei kurzer
Programmdauer maximiert und die Ausnutzung der automatischen Reinigungsmöglichkeiten
bedeutend vereinfacht.
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Zufolge
der vorgeschlagenen Erfindung ist eine Lösung angegeben, die kostengünstig zu
realisieren ist, da diese im Wesentlichen durch entsprechende Codierung
der Software erreicht wird.
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Die
einzelnen Schritte werden als Sequenz durch einmaligen Anwendereingriff
aktiviert, die manuelle Einstellung von Geschwindigkeiten, Zeiten und
Temperaturen entfällt.
Dies vereinfacht die Verfügbarkeit
und die Handhabung des Reinigungsprogramms für den Anwender und stellt sicher,
dass dieses vollständig
und korrekt abläuft.
Fehlerhafte Eingaben sind ausgeschlossen, so dass die Selbstreinigungsfähigkeit
durch die Maschinenfunktionen optimal ausgenutzt wird. Dem Anwender
verbleibt die Anpassung auf unterschiedliche Verschmutzungsgrade
durch die Dosierung des Reinigungsmittels und die Anzahl der Programmwiederholungen.
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Weiter
betrifft die Erfindung eine elektromotorisch betriebene Küchenmaschine,
mit einem Rührtopf,
einem darin vorzugsweise als Messersatz ausgebildeten Rührwerk und
vorzugsweise einem Deckel für
den Rührtopf,
wobei ein Bedienfeld vorgesehen ist.
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Um
eine Küchenmaschine
der in Rede stehenden Art gebrauchsvorteilhafter auszugestalten, ist
vorgesehen, dass das Bedienfeld eine Taste oder einen Drehschalter
zur Auslösung
eines programmierten Reinigungsvorganges aufweist. Die Taste oder
der Drehschalter kann hierbei als zusätzliches Element neben weiteren
Tastern oder Drehschaltern beispielsweise zur Aktivierung und Steuerung
des Rührwerkes
oder gegebenenfalls einer Heizung vorgesehen sein. Alternativ kann
beispielsweise bei Ausgestaltung als Drehschalter dieser auch zugleich weitere
Funktionen, beispielsweise eine Rührwerkseinstellung beinhalten.
Weiter alternativ kann auch eine elektronische Aktivierung des programmierten Reinigungsvorganges
erfolgen, so beispielsweise durch Anordnung eines berührungsempfindlichen Anzeigeelements
(Touchscreen) im Bedienfeld. Hinsichtlich der Merkmale des auszulösenden,
programmierten Reinigungsvorganges gilt für deren anspruchsmäßige Zuordnung
das Gleiche wie oben bezüglich
der verfahrensbezogenen Merkmale ausgeführt.
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Die
jeweils angegebenen zahlenmäßigen Bandbreiten
schließen
auch – soweit
solche nicht ohnehin exemplarisch angegeben sind – sämtliche
Zwischenwerte ein und zwar insbesondere in 1/10-Schritten von der
unteren und/oder oberen Grenze auf die jeweils andere Grenze hin
eingeschränkt. „Und” steht
hierbei dafür,
dass beide Grenzen um jeweils ein oder mehrere Zehntel auf die Grenze
hin verschoben, d. h. eingegrenzt werden.
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Nachstehend
ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich
ein Ausführungsbeispiel
darstellt, näher
erläutert.
Es zeigt:
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1 in
einer partiell geschnittenen Seitenansicht eine Küchenmaschine
der in Rede stehenden Art mit einem Deckel verschlossenen Rührtopf und
einer in dem Rührtopf
aufgenommenen Reinigungsflüssigkeit;
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2 eine
der 1 entsprechende Darstellung, die Anlösephase
betreffend;
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3 eine
Folgedarstellung der 2, den Reversionsbetrieb in
einer Drehrichtung betreffend;
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4 eine
Folgedarstellung der 3 im Zuge einer Drehrichtungsumkehr
des Rührwerks
und damit einhergehenden Zusammenbrechen einer Wassertrombe;
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5 eine
Folgedarstellung der 4 entsprechend der 3,
jedoch bei entgegengesetzter Drehrichtung des Rührwerkes;
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6 eine
Folgedarstellung der 5, die Hochgeschwindigkeitsphase
betreffend;
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7 in
schematischer Darstellung den Programmablauf.
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Dargestellt
und beschrieben ist zunächst
mit Bezug zu 1 eine Küchenmaschine 1 mit
einer Rührgefäß-Aufnahme 2 und
einem Bedienfeld 3.
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Der
Küchenmaschine 1 ist
ein Rührtopf 4 zuordbar,
indem dieser in die Rührgefäß-Aufnahme 2 eingesetzt
wird. In dem Rührtopf 4 ist
dem Rührtopfboden 5 zugeordnet
ein Rührwerk 6 vorgesehen, welches über einen
in der Küchenmaschine 1 unterhalb
der Aufnahme 2 angeordneten, nicht dargestellten Elektroantrieb
betrieben wird.
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Der
Rührtopf 4 besitzt
einen senkrecht ausgerichteten Haltegriff 7. Der Sockelbereich 8 des Rührtopfes 4 ist
topfartig mit kreisrundem Querschnitt ausgebildet und trägt zentral
im Inneren das Rührwerk 6.
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Zur
Drehmitnahme des Rührwerkes 6 wirkt dieses
in der Topfzuordnungsstellung mit einem Kupplungsfortsatz der maschinenseitigen
Antriebswelle zusammen. Zudem ist in der Zuordnungsstellung des
Rührtopfes 4 in
der Aufnahme 2 eine elektrische Kontaktierung einer topfbodenseitig
angeordneten Heizung 9 erreicht.
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Die
Heizung 9 sowie das Rührwerk 6 bzw. der
Antrieb für
das Rührwerk 6 sind über Drehschalter 10, 11 im
Bedienfeld 3 steuerbar.
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Der
Rührtopf 4 weist
weiter einen Bodendurchmesser von etwa 130 mm und einen Durchmesser
im Öffnungs-Randbereich
von 180 mm auf, dies bei einer Vertikalerstreckung des Rührtopfes 4 ausgehend
vom Rührtopfboden 5 von
etwa 150 mm, woraus sich ein maximales Füllvolumen von etwa 2,7 Liter
ergibt.
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Der
Rührtopf 4 ist
zur Inbetriebnahme der Küchenmaschine 1 überdeckt
von einem Deckel 12. Dieser ist so ausgestaltet, dass sich
eine Abstützung umlaufend
entlang des Rührtopf-Öffnungsrandes
ergibt, wobei der Deckel 12 nach vertikal innen in den Rührtopf 7 partiell
eingreift.
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Weiter
ist der Deckel 12 mittig in koaxialer Ausrichtung zu einer
Rührwerksachse
x mit einer Einfüllöffnung 13 versehen,
deren Öffnungsrand nach
vertikal unten in einen umlaufenden Kragen 14 übergeht.
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Die
Küchenmaschine 1 ist
mit einem programmgesteuerten Reinigungsverfahren zur Reinigung
des Rührwerks 6 und/oder
der sich aus der Topfbodenfläche
und der Wandungsinnenfläche
des Rührtopfes
und des Deckels zusammensetzenden Topfinnenfläche 15 versehen. Dieses
Reinigungsprogramm wird durch Betätigung einer in dem Bedienfeld 3 weiter
vorgesehenen Taste 16 gestartet; läuft entsprechend nach Tasterbetätigung bis
zur Beendigung des Programms automatisch ab. Der gesamte Programmablauf
des Reinigungsverfahrens ist in 7 schematisch
in einem Blockbild dargestellt.
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Zum
Reinigen des Rührwerks 6 und/oder
der Topfinnenfläche 15 wird
zunächst
in einer Vorbereitungsphase V (siehe 7) der Rührtopf 4 mit
einer Reinigungsflüssigkeit 17 befüllt, vorzugsweise
mit vorgewärmten
Wasser, insbesondere Leitungswasser in einem Temperaturbereich von
40°C bis
60°C. Gemäß der Darstellung
in 1 ist eine Füllhöhe der Reinigungsflüssigkeit 17 vorgesehen,
die etwa 2/3 der Topfhöhe
von etwa 150 mm entspricht. Bei einem, wie in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel vorgesehenen
maximalen Füllvolumen
des Rührtopfes 4 von
2,7 Liter ist eine Befüllung
des Rührtopfes 4 mit
Reinigungsflüssigkeit 17 von
1,5 Liter vorgesehen.
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Das
in dem Rührtopf 4 eingefüllte Wasser kann
verschmutzungsabhängig
beispielsweise mit Geschirrspülmittel
angereichert werden, so weiter bei einer Wasserfüllmenge von etwa 1,5 Liter
mit maximal 10 g Geschirrspülmittel.
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Mit
dem Einfüllen
der Reinigungsflüssigkeit 17,
insbesondere dem vorerwärmten
Wasser in den Rührtopf 4 ist
die Vorbereitungsphase V abgeschlossen. Es stellt sich ein Reinigungsflüssigkeits-Spiegel ein, über welchen
eine Ausgangshöhe
a der Reinigungsflüssigkeit 17 in
dem Rührtopf 4 definiert
ist, welche Ausgangshöhe
a etwa 2/3 der Topfhöhe
b entspricht.
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Das
Einfüllen
der Reinigungsflüssigkeit 17 in den
Rührtopf 4 kann
bei aufgesetztem Deckel 12 durch die deckelseitige Einfüllöffnung 13 erfolgen.
Alternativ wird zur Befüllung
des Rührtopfes 4 der
Deckel 12 abgenommen und dieser nach entsprechender Befüllung auf
den Rührtopf 4 wieder
aufgesetzt.
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Mit
Abschluss der Vorbereitungsphase V wird zufolge Betätigung der
Taste 16 ein in der Küchenmaschine 1 abgelegtes
Programm P abgerufen, über
welches in dem Ausführungsbeispiel
nacheinander drei Programmphasen gesteuert werden.
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So
startet das Programm P zunächst
mit einer Anlösephase
A, in welcher die im Zuge der Vorbereitungsphase V in den Rührtopf 4 eingebrachte, bevorzugt
vorgewärmte
Reinigungsflüssigkeit 17 bei langsamer
Drehgeschwindigkeit des Rührwerkes 6 von
ca. 200 bis 500 U/min auf eine erhöhte Temperatur von 60°C bis 70°C erhitzt
und gehalten wird. Dies fördert
das Reinigungsergebnis, wobei die Dauer dieser Programmphase (Anlösephase)
auch in Abhängigkeit
steht von der Ausgangstemperatur der Reinigungsflüssigkeit 17 und
der Heizleistung der maschinenseitigen Heizung 9.
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In 2 ist
schematisch die Anlösephase
A dargestellt, dies bei einer Drehung des Rührwerks 6 in einer
Drehrichtung r, die während
der gesamten Anlösephase
A beibehalten wird. Alternativ kann das Rührwerk 6 auch in die
entgegengesetzte Richtung drehen.
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Während der
Anlösephase
A werden Verschmutzungen im Bereich der Topfinnenfläche 15, weiter
auch an dem Rührwerk 6 durch
den verlängerten
Kontakt mit der erhitzten Reinigungsflüssigkeit 17 aufgeweicht
und angelöst,
so dass sich diese insbesondere in den nachfolgenden Programmphasen
von den Oberflächen
leichter entfernen lassen. Dieser Effekt verstärkt sich mit zunehmender Dauer
dieser Programmphase, wobei in bevorzugter Ausgestaltung eine Dauer
der Anlösephase
A von einer Minute gewählt
ist.
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In
der dritten Phase (Reversionsphase R) des Reinigungsprogramms P
wird das Rührwerk 6 auf
eine Geschwindigkeit von mindestens 1000 U/min beschleunigt bis
die Wassersäule
eine stabile, an der Innenwand des Rührtopfes 4 rotierende
Trombe T bildet (vgl. 3). Hierbei stellt sich eine
trichterförmige
Oberfläche
der Reinigungsflüssigkeit
ein, mit einer Absenkung des Mittenbereichs M bis zum Durchbruch
des Rührwerks 6 über die
Flüssigkeitsoberfläche. Entsprechend
sind in diesem Zustand die Messeroberflächen des Rührwerkes 6 in der
Nähe der
Topfmitte nicht mehr oder zumindest nicht vollständig von der bewegten Flüssigkeit
bedeckt, wobei die rotierende Trombe T die Innenwandung des Rührtopfes 4 unter
Beabstandung zur Rührtopf-Randkante
bedeckt. Entsprechend stellt sich eine maximale vertikale Höhe c der
Trombe T im Bereich der Topfinnenfläche ein, die in dem dargestellten
Ausführungsbeispiel
in Abhängigkeit
von der Drehgeschwindigkeit des Rührwerkes 6 etwa dem 1,3-
bis 1,4-Fachen der Ausgangshöhe
A der Reinigungsflüssigkeit 17 im
Ruhezustand entspricht.
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Ausgehend
von einer ersten Drehrichtung r (3) wird,
sobald sich die Trombe T stabilisiert hat, die Drehrichtung mit
maximaler Beschleunigung umgekehrt und eine Geschwindigkeit von
etwa 1000 U/min in Gegenrichtung r' eingestellt. Infolge dieser Umkehrung
bricht die Wassertrombe T zusammen und bildet sich mit umgekehrter
Drehrichtung erneut (vgl. 4 und 5).
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In
dem dargestellten Ausführungsbeispiel
ist ein Rührwerk 6 mit
vier höhenversetzten
Messerklingen vorgesehen, welches Rührwerk 6 weiter in
Abhängigkeit
von der beschriebenen Geometrie des Rührtopfes 4 innerhalb
einer Zeitspanne von etwa 1,1 Sekunden reversieren kann. Die entsprechende Reversion
der Wassertrombe T erfolgt weiter innerhalb einer Zeitspanne von
etwa 3 Sekunden. Während
dieser Zeitspanne sind die verschmutzten Messeroberflächen des
Rührwerkes 6 in
die abschwellende bzw. anschwellende Trombe T eingetaucht und werden
mit bedeutender, variabler Relativgeschwindigkeit durch die Flüssigkeit
bewegt und gereinigt. Zusätzlich üben die
stark verwirbelten Wassermassen Tangentialkräfte auf den Topfboden 5 aus,
so dass auch dort eine zusätzliche
mechanische Reinigungswirkung entsteht.
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Sobald
sich die Wassertrombe T erneut stabilisiert hat, wird der Reversionszyklus
neu gestartet, wobei innerhalb der Reversionsphase R 10 bis 15 Reversionen
mit einer jeweiligen Dauer von etwa 3 Sekunden vorgesehen sind.
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Im
Anschluss an die Reversionsphase R wird das Rührwerk 6 in einer
Hochgeschwindigkeitsphase H für
eine Dauer von 20 bis 30 Sekunden auf eine Geschwindigkeit von 4000
bis 5000 U/min beschleunigt. Diese Drehgeschwindigkeit sorgt für eine starke Zentrifugalkraft,
welche angelöste
Verschmutzungen von den rotierenden Messerklingen des Rührwerkes 6 abschleudert.
Zusätzlich
entsteht eine sehr schnell rotierende Wassertrombe T mit wesentlich
geringerer radialer Dicke – mit
Bezug auf eine Rotationsachse x des Rührwerkes 6 – als in
der Reversionsphase R, welche Trombe T sich bis an die Öffnungsrandkante des
Rührtopfes 4 ausdehnt
und zusätzlich
die Unterseite des Deckels 12 spült. Zufolge der verringerten radialen
Stärke
der Trombe T ist in dieser Hochgeschwindigkeitsphase H ein möglicher
Austritt von Reinigungsflüssigkeit 17 durch
die deckelseitige Einfüllöffnung 13 unterbunden
(vgl. 6). Vielmehr ist durch die gewählte Geschwindigkeit, weiter
in Abhängigkeit
von der Füllmenge
der Reinigungsflüssigkeit 17,
durch die schnell rotierende Trombe T auch eine Abreinigung der
der Topfinnenwandung zugewandten Wandung des Kragens 14 erreicht.
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Während der
Hochgeschwindigkeitsphase H wird das Rührwerk 6 nur in einer
Drehrichtung r betrieben, wobei alternativ auch das Rührwerk 6 nur
in die entgegengesetzte Richtung angetrieben sein kann.
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Die
oberen Wandungsbereiche der Topfinnenwandung sowie der Deckel 12 werden
während der
Hochgeschwindigkeitsphase H von der Reinigungsflüssigkeit 17 erreicht,
die durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit tangentiale Kräfte ausübt und Verschmutzungen
chemisch und mechanisch ablöst. Bevorzugt
wird die Hochgeschwindigkeitsphase H 20 bis 30 Sekunden lang durchgeführt.
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Mit
Abschluss der Hochgeschwindigkeitsphase H ist auch das selbsttätig ablaufende,
automatische Reinigungsprogramm P abgeschlossen. Hiernach wird das
Ergebnis visuell durch den Anwender kontrolliert. Ist die Reinigung
nicht zufriedenstellend kann das Programm P gegebenenfalls mit frischer Reinigungslösung wiederholt
werden, dies durch erneute Betätigung
der Taste 16.
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In
alternativer Ausgestaltung kann das Programm P auch so ausgelegt
sein, dass nach der Anlösephase
A zunächst
die Hochgeschwindigkeitsphase H und abschließend die Reversionsphase R ausgelöst werden.
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Alle
offenbarten Merkmale sind (für
sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung der Anmeldung wird
hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten Prioritätsunterlagen
(Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender
Anmeldung mit aufzunehmen. Die Unteransprüche charakterisieren in ihrer
fakultativ nebengeordneten Fassung eigenständige erfinderische Weiterbildung
des Standes der Technik, insbesondere um auf Basis dieser Ansprüche Teilanmeldungen
vorzunehmen.
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- 1
- Küchenmaschine
- 2
- Rührgefäß-Aufnahme
- 3
- Bedienfeld
- 4
- Rührtopf
- 5
- Rührtopfboden
- 6
- Rührwerk
- 7
- Haltegriff
- 8
- Sockelbereich
- 9
- Heizung
- 10
- Drehschalter
- 11
- Drehschalter
- 12
- Deckel
- 13
- Einfüllöffnung
- 14
- Kragen
- 15
- Topfinnenfläche
- 16
- Taste
- 17
- Reinigungsflüssigkeit
- a
- Ausgangshöhe
- b
- Topfhöhe
- c
- Trombenhöhe
- r
- Drehrichtung
- r'
- Drehrichtung
- x
- Rotationsachse
- A
- Anlösephase
- H
- Hochgeschwindigkeitsphase
- M
- Mittenbereich
- P
- Programm
- R
- Reversionsphase
- T
- Trombe
- V
- Vorbereitungsphase