DE102009038851A1 - Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung sowie hiermit hergestelltes Holz - Google Patents
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Abstract
Ein Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung weist im Wesentlichen zwei Schritte auf, nämlich einen ersten Schritt, bei dem ein Stamm in dünne Holzplatten oder Furnierhölzer (22) mit den gewünschten Dicken, Breiten und Längen geschnitten wird, wonach dann die Platten oder Furnierhölzer gereinigt werden; und einen zweiten Schritt, bei dem die dünnen Holzplatten oder Furnierhölzer (22) unter Verwendung eines Leims oder sonstigen Klebers zusammengefügt und mittels einer Presse zu einer Einheit in Form eines Stück Holzes mit geradlinig verlaufender Maserung zusammengefügt werden, wobei die Dicke einer jeden einzelnen dünnen Holzplatte oder eines jeden Furnierholzes (22) zwischen 1 mm - 4 mm und besonders bevorzugt bei 2.0 mm liegt und die obere Oberfläche des Stück Holzes mit geradlinig verlaufender Maserung über die gesamte Stücklänge hinweg diese geradlinig verlaufende Maserung hat.
Description
- 1. Gebiet der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung oder geradlinig gemasertem Holz, sowie durch dieses Verfahren hergestelltes Holz.
- 2. Stand der Technik bzw. Hintergrund
- Holz mit geradlinig verlaufender Maserung an einer oberen Oberfläche hiervon über das gesamte Holzstück hinweg (geradlinig gemasertes Holz) wird häufig verwendet, verschiedene Möbelteile, Bodenbeläge, Bootsdecks etc. herzustellen. Dies nicht nur aufgrund der Attraktivität der geradlinig gemaserten Oberfläche über das gesamte Werkstück hinweg, sondern auch aufgrund der Stabilität von geradlinig gemasertem Holz, was es möglich macht, widerstandsfähig gegenüber Zusammenziehungen und Ausdehnungen derart zu werden, dass bei der Verwendung als Möbelteile dies das Möbel ansprechend aussehen lässt und den Wert des Produkts ganz erheblich erhöht.
- Heutzutage sind aufgrund der fortlaufend zunehmenden Beliebtheit und der ebenfalls fortlaufend abnehmenden Menge die Kosten zur Bereitstellung von geradlinig gemasertem Holz konstant zunehmend. Weiterhin erzeugt die Bereitstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung (im Viertelschnitt bzw. vierfach gesäumt geschnitten) aus Stämmen ein nutzloses Nebenprodukt ohne geradliniger Maserung, was zu einer Verschwendung bei dem Herstellungsverfahren eines derartigen Holzes führt. Heutzutage ist Holz einer von natürlichen Rohstoffen mit Verknappung; der Preis von Holz nimmt im Ergebnis ständig zu und ebenso die Kosten von Produkten, die aus Holz hergestellt sind.
- Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein besonders kosteneffektives und umweltfreundliches Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, beispielsweise zur Bootsdeck-Holzbeplankung bereitzustellen.
- 3. Zusammenfassung der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung schafft ein Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, welches im wesentlichen zwei Schritte aufweist, nämlich 1) einen ersten Schritt, bei welchem ein Baumstamm in dünne Holzplatten oder Furnierhölzer mit gewünschter Dicke, Breite und Länge gesägt wird, wonach die Platten gereinigt werden; und 2) einen zweiten Schritt, bei dem die dünnen Holzplatten mittels z. B. Leim als Kleber zusammengefügt und gepresst werden, um sie (entlang der Kantenfläche) zu einem Holz mit geradlinig verlaufender Maserung zusammenzufügen. Das Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, das durch den Gegenstand der vorliegenden Erfindung geschaffen wird, ist stabiler als aus einem Stamm gefertigtes (geschnittenes) Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, da es aus dünnen Holzplatten gefertigt wird, die zusammengefügt werden. Weiterhin ist dieser Weg der Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung kosteneffektiv, senkt die Herstellungskosten im Vergleich zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, das massiv aus einem Holzstamm geschnitten wird, ganz erheblich und dient dazu, natürliche Ressourcen zu schonen, indem nutzlose Nebenprodukte verringert werden.
- Die vorliegende Erfindung löst somit das oben genannten Problem bzw. die oben genannte Aufgabenstellung durch Bereitstellen eines Verfahrens zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung unter Verwendung einer Mehrzahl von dünnen Holzplatten oder Furnierholz, welche verleimt und zusammengepresst werden, um ein attraktives, qualitativ hochwertiges Holz mit geradlinig verlaufender Maserung herzustellen, welches auf Größe und Dicke quasi maßgeschneidert werden kann und stabiler als Massivholz mit geradlinig verlaufender Maserung ist, welches aus einem Stamm geschnitten wird. Diese Verwendung von natürlichen Ressourcen ist besonders kosteneffektiv, senkt Kosten, während gleichzeitig mehr des Ursprungsholzes zur Verwendung im Endprodukt eingespart wird, was somit die Umwelt schont und Wälderzerstörungen verhindert.
- Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich besser aus der nachfolgenden detaillierten Beschreibung der Erfindung in Zusammenschau mit der beigefügten Zeichnung.
- Es zeigt:
-
1 eine perspektivische Ansicht eines Stücks von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung gemäß der vorliegenden Erfindung; -
2 eine dreidimensionale Ansicht einer dünnen Holzplatte oder eines Furnierholzes gemäß der vorliegenden Erfindung; -
3 den Zusammenbau der dünnen Holzplatten oder Furnierhölzer zu einem Stück Holz mit geradlinig verlaufender Maserung gemäß der vorliegenden Erfindung; und -
4 die beiden Herstellungsschritte zur Fertigung eines Holzes mit geradlinig verlaufender Maserung gemäß der vorliegenden Erfindung. - Ein Verfahren zur Herstellung eines Holzes
20 mit geradlinig verlaufender Maserung (nachfolgend als ”geradlinig gemasertes Holz” bezeichnet) gemäß der vorliegenden Erfindung, wie es in1 dargestellt ist, kann im Wesentlichen wie folgt beschrieben werden:
Ein erster Schritt101 (4 ) besteht darin, dass ein Holzstamm in einzelne dünne Holzplatten oder Furnierhölzer22 gesägt wird, wie in22 gezeigt, wobei Dicke, Breite und Länge nach Bedarf gewählt werden; die Platten22 werden danach gereinigt. Es folgt ein zweiter Schritt102 , bei dem die einzelnen Holzplatten22 unter Verwendung von Leim oder einem anderen geeigneten Kleber zusammengefügt und dann zu dem Stück22 von geradlinig gemasertem Holz verpresst werden, wie es in1 gezeigt ist. - Die Dicke der einzelnen dünnen Holzplatten oder Furnierhölzer
22 liegt im Bereich von 1 mm–4 mm, wobei eine besonders vorteilhafte Dicke bei 2.0 mm liegt. - Bei dem Verfahren zur Herstellung eines geradlinig gemasertes Holzes wird somit das Holz
20 gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt, welches die einzelnen dünnen Holzplatten oder Furnierhölzer22 aufweist, die mittels Leim oder dergl. zusammengefügt und dann miteinander verpresst werden, wobei die Oberfläche des geradlinig gemaserten Holzes20 , hergestellt durch die einzelnen Dicken der jeweiligen dünnen Platten22 , die lange, geradlinig verlaufende Maserung entlang des gesamten Werkstücks hat. - Der bei der vorliegenden Erfindung verwendbare Leim, Kleber oder dergl. ist bevorzugt von einem feuchtigkeitsbeständigen Typ, der auch gegenüber sich ändernden Temperaturen konstant beständig ist.
- Ein gemäß der vorliegenden Erfindung hergestelltes geradlinig gemasertes Holz
20 ist stabiler als geradlinig gemasertes Holz, welches aus einem Stamm massiv gefertigt wird, da es aus den einzelnen Holzplatten oder Furnierhölzern22 zusammengesetzt ist, welche verleimt und miteinander verpresst sind. Dieses Herstellungsverfahren von geradlinig gemasertem Holz ist kosteneffektiv, da es die Herstellungskosten vermeidet, die entstehen, wenn geradlinig gemasertes Holz aus einem einzelnem Stamm hergestellt wird. Weiterhin werden natürliche Ressourcen geschont, da weniger Abfallholz erzeugt wird. - Insoweit zusammenfassend weist somit ein Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung im wesentlichen zwei Schritte auf, nämlich den ersten Schritt, bei dem ein Stamm in die einzelnen dünnen und geradlinig gemaserten Holzplatten oder Furnierhölzer
22 geschnitten wird, welche Dicken, Breiten und Längen nach Bedarf haben, wonach dann diese Holzplatten gereinigt werden. In einem zweiten Schritt werden die Holzplatten unter Verwendung von Leim oder einem anderen geeigneten Kleber zusammengefügt und mit einer Presse zu einer Einheit verbunden, so dass sich ein Holz mit geradlinig verlaufender Maserung ergibt, bei dem die Dicke einer jeden Holzplatte oder eines jeden Furnierholzes zwischen 1–4 mm, besonders bevorzugt bei 2.0 mm liegt und die obere Oberfläche des Holzes mit geradlinig verlaufender Maserung über die gesamte Stücklänge hinweg eine gerade Maserung hat.
Claims (4)
- Ein Verfahren zur Herstellung von Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, aufweisend: – einen ersten Schritt, bei dem ein Stamm in dünne Holzplatten oder Furnierhölzer (
22 ) mit den gewünschten Dicken, Breiten und Längen geschnitten wird, wonach dann die Platten oder Furnierhölzer gereinigt werden; dadurch gekennzeichnet, dass es weiterhin einen zweiten Schritt aufweist, bei dem die dünnen Holzplatten oder Furnierhölzer (22 ) unter Verwendung eines Leims oder sonstigen Klebers zusammengefügt und mittels einer Presse zu einer Einheit in Form eines Stücks Holz (20 ) mit geradlinig verlaufender Maserung zusammengefügt werden, wobei die Dicke einer jeden einzelnen dünnen Holzplatte oder eines jeden Furnierholzes (22 ) zwischen 1 mm–4 mm liegt und die obere Oberfläche des Stück Holzes (20 ) mit geradlinig verlaufender Maserung über die gesamte Stücklänge hinweg die geradlinig verlaufende Maserung hat. - Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke der dünnen Holzplatten oder des Furnierholzes 2.0 mm beträgt.
- Holz mit geradlinig verlaufender Maserung, hergestellt durch das Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Holz (
20 ) mit geradlinig verlaufender Maserung aus dünnen Holzplatten oder Furnierhölzern (22 ) besteht, die unter Verwendung von Leim oder einem sonstigen Kleber zusammengefügt und mittels einer Presse zu dem Holz (20 ) mit geradlinig verlaufender Maserung zusammengefügt werden, wobei die obere Oberfläche des Holzes (20 ) mit geradlinig verlaufender Maserung über die gesamte Länge des Holzstücks hinweg die geradlinig verlaufende Maserung hat. - Verwendung des Holzes mit geradlinig verlaufender Maserung nach Anspruch 1 oder 3 zur Beplankung von Bootsdecks.
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