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Die vorliegende Erfindung betrifft einen Brenner zur Verbrennung einer Kohlenwasserstoffflüssigkeit nach dem Oberbegriff von Anspruch 1. Die Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit, wofür sich Ethanol aufgrund seiner umweltfreundlichen Verbrennung besonders eignet, kann sowohl zu Dekorationszwecken, etwa zur Erzeugung einer bestimmten Stimmung, als auch zum Heizen insbesondere innerhalb von Gebäuden erfolgen. Üblicherweise wird der Brenner dabei in eine kaminlose Feuerstelle eingesetzt. Der Brenner umfasst zumindest eine Brennkammer mit mindestens einer Öffnung und einer sich daran anschließenden Verbrennungszone zur Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit, sowie mindestens einen mit der Verbrennungszone verbundenen Tank zur Aufnahme eines Vorrats von Kohlenwasserstoffflüssigkeit.
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Derartige Brenner sowie ihre Einsatzmöglichkeiten und Vorteile sind beispielsweise aus der
DE 111 08 075 A1 oder aus der
EP 1 798 575 B1 bekannt, so dass diesbezüglich darauf verwiesen wird.
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Alle derartigen vorbekannten Brenner werden von einem Benutzer manuell bedient und gesteuert. So wird beispielsweise der Verbrennungsvorgang üblicherweise durch Annähern einer Flamme gestartet oder die Intensität der Verbrennung durch manuelles Verschieben einer Verschlussklappe eingestellt, die an der Öffnung der Brennkammer angeordnet ist, durch die die Flammen bei der Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit hindurchtreten.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Brenner der eingangs genannten Art zu schaffen, der sich neben einer großen Betriebssicherheit durch eine einfachere Bedienbarkeit auszeichnet und somit einen größeren Komfort bietet.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen Brenner nach Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
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Wesentlich bei der erfindungsgemäßen Lösung ist es, dass der Brenner mindestens eine elektrische Schnittstelle zur Zuführung elektrischer Energie aufweist, und dass der Brenner eine elektrische und/oder elektronische Steuerung aufweist, durch die zumindest einzelne Funktionen des Brenners elektrisch und/oder elektronisch steuerbar sind.
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Der Hauptvorteil liegt dabei darin, dass einzelne oder mehrere Aktionen des Brenners elektrisch unterstützt ausgeführt werden können, was die Bedienung deutlich vereinfacht. Außerdem kann die Ausführung bestimmter Funktionen von den Steuermitteln unter bestimmten Bedingungen unterbunden werden, wodurch die Betriebssicherheit des Brenners erhöht wird.
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Die erfindungsgemäß an dem Brenner vorgesehenen Steuermittel können beispielsweise eine oder mehrere Leiterplatten oder Platinen mit darauf aufgebrachten, insbesondere aufgedruckten Schaltungen, elektronische Bauteile und/oder Mikroprozessoren umfassen und vorzugsweise im Inneren des Brenners angeordnet sein. Es ist aber ebenso möglich eine Schnittstelle zum Anschluss einer externen Steuereinheit vorzusehen. Zum Betrieb der Steuermittel und zur Ausführung der hiervon gesteuerten Funktionen ist an dem Brenner eine Stromversorgung vorgesehen, die bei herkömmlichen Brennern dieser Art bisher nicht erforderlich war.
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Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Brenner Aufnahmemittel zum Aufnehmen und Halten mindestens einer Batterie umfasst, die mit Kontakten der elektrischen Schnittstelle des Brenners verbunden werden kann. Dadurch kann der Brenner in der gewohnten Art und Weise in Feuerstellen oder Möbel eingesetzt werden. Vorzugsweise ist die Batterieaufnahme an der Unterseite des Brenners angeordnet, so dass sie in einem eingebauten Zustand des Brenners, bei dem nur der obere Teil des Brenners sichtbar ist, verdeckt ist und das Design der Feuerstelle und des Brenners somit nicht beeinträchtigt wird. Vorteilhafterweise kann die Batterie als wiederaufladbarer Akku ausgeführt sein. Alternativ kann zur Versorgung des Brenners mit elektrischer Energie auch eine Steckverbindung zu einem stationären Stromnetz vorgesehen sein.
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Gemäß einer besonders bevorzugten Ausführungsart der Erfindung ist vorgesehen, dass der Brenner eine mit dem Steuermittel elektrisch verbundene Anzeigevorrichtung aufweist, auf der zumindest einzelne Aktionen, Funktionen oder Zustände des Brenners angezeigt oder graphisch dargestellt werden können. Auch sind Nachrichten, Berichte, Statusinformationen sowie Fehlermeldungen optisch darstellbar. Vorzugsweise ist die Anzeigevorrichtung als LED-Display ausgebildet, das nahtlos in die Frontseite des im eingebauten Zustand sichtbaren oberen Bereichs eingelassen sein kann.
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Eine besonders große Vereinfachung der Bedienung des Brenners kann dadurch erzielt werden, dass der Brenner eine durch die Steuermittel betätigbare elektrische Zündeinrichtung aufweist, durch die die Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit elektrisch gestartet werden kann. Hierzu kann vorzugsweise im Bereich der Brennkammer ein Hochspannungs-Funke von mehreren tausend Volt erzeugt werden, der das über der Kohlenwasserstoffflüssigkeit befindliche Gasgemisch entzündet. Der Benutzer muss daher zum Starten des Brenner nicht mehr eine offene Flamme, etwa einen Zündstab an die Öffnung der Brennkammer des Brenners bringen, was nicht nur einen größeren Komfort, sondern vor allem auch einen Sicherheitsgewinn beim Handling des Brenners bedeutet.
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Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Brenner mindestens ein an der Öffnung der Brennkammer angeordnetes, durch ein elektrisches Antriebsmittel verstellbares Verschlusselement, insbesondere einen Schieber oder eine Klappe umfasst, durch das die Öffnung der Brennkammer verschlossen oder geöffnet werden kann. Das Verschließen der Öffnung beendet dabei eine laufende Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit, so dass hierdurch beispielsweise nach Ablauf einer vorgegebenen oder einstellbaren Brenn-Zeitdauer von der Steuerung des Brenners eine automatische Beendigung der Verbrennung herbeigeführt werden kann. Weiterhin kann von der Steuerung des Brenners ein Öffnen der Brennkammer und somit auch ein neuer Startvorgang für eine bestimmte oder einstellbare Mindestpausenzeit nach dem letzten Brennvorgang verhindert werden.
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Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn das Verschlusselement elektrisch in mindestens zwei verschiedene Positionen verstellbar ist, in denen die Öffnung der Brennkammer unterschiedlich weit geöffnet ist, wobei das Verschlusselement ein Verbrennungssteuermittel bildet, durch das die Intensität der Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit gesteuert und/oder die Verbrennung der Kohlenwasserstoffflüssigkeit beendet werden kann. Vorzugsweise erfolgt die Intensitätssteuerung stufenweise, etwa in zwei oder drei Stufen, so dass eine geringe, eine mittlere und eine maximale Verbrennung einstellbar ist. Um eine noch feinere Steuerung der Verbrennung zu ermöglichen kann auch eine stufenlose Verstellbarkeit des Verschlusselements vorgesehen werden.
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Ein besonders großer Sicherheitsgewinn kann ferner dadurch erzielt werden, dass an der Öffnung der Brennkammer ein verstellbares Verschlusselement angeordnet ist, welches durch elastische Federmittel beaufschlagt und durch ein mit der Steuerung des Brenners verbundenes, elektrisch lösbares Halteelement gehalten ist, wobei das Verschlusselement beim Lösen des Haltelements durch eine Entspannung der Federmittel schlagartig in eine Verschlussposition gebracht wird, in der die Öffnung der Brennkammer verschlossen ist und ein laufender Verbrennungsvorgang beendet wird. Auf diese Weise kann eine Notfallabschaltung erzielt werden, die bei unzulässigen oder unsicheren Bedingungen, insbesondere bei einem Notfall mittels des sehr schnell reagierenden federbelasteten Verschlusselements eine Verbrennung unmittelbar beendet. Das Verschlusselement kann eine separate Löschklappe sein oder gegebenenfalls auch durch das vorgenannte elektrisch verstellbare Verschlusselement gebildet werden. Sobald die Bedingungen eine erneute Inbetriebnahme des Brenners erlauben, werden die Federmittel beim Öffnen des Verschlusselements erneut gespannt und sind somit wieder bereit für eine mögliche neue Notfallabschaltung.
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Zur Bedienung des elektrisch gesteuerten Brenners sind ein oder mehrere Schaltmittel, insbesondere Druckschalter vorgesehen, über die entsprechend Befehle eingegeben werden können. Die Schalter liegen vorteilhafterweise in einem von der Brennöffnung entfernten und auch im eingebauten Zustand des Brenners leicht zugänglichen Bereich.
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Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn die Schaltmittel mindestens einen Magnetschalter umfassen, der bei Annäherung eines Magneten auf eine bestimmte maximale Schaltentfernung einen Befehl zur Steuerung des Brenners an das Steuermittel generiert. Derartige Magnetschalter können vorzugsweise an der Oberseite des Brenners unter der oberen Gehäusefront angeordnet sein, so dass sie leicht mit einem Magneten erreichbar sind. Die genauen Positionen der Magnetschalter können dabei durch entsprechende Zeichen, etwa in die Oberfläche eingebrachte Icons, markiert sein. Vorzugsweise ist der Magnet am Ende eines Stabes angeordnet, so dass beispielsweise der Startvorgang des Brenners mit einem magnetischen Zündstab eingeleitet werden kann. Da die Schalter ohne Magnete nicht betätigbar sind, kann hierdurch auch eine effektive Kindersicherung realisiert werden. Die Anzahl der Magnetschalter kann dabei vorteilhafterweise gering gehalten werden, indem mehrere Funktionen mit einem Schalter nach unterschiedlich langer Verweildauer des Magneten innerhalb der Schaltentfernung auslösbar sind.
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Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind an dem Tank des Brenners Mittel zur Erfassung des Füllstandes von Kohlenwasserstoffflüssigkeit in dem Tank vorgesehen, die elektrisch mit der Steuerung des Brenners verbunden sind. So kann die Steuerung bestimmte Funktionen des Brenners in Abhängigkeit von aktuellen Füllstand ausführen oder unterbinden. So kann beispielsweise ein Start des Brenners bei zu geringem und/oder bei zu hohem Füllstand von Kohlenwasserstoffflüssigkeit verhindert werden. Vorteilhafterweise kann auch während eines Befüllungsvorgangs der jeweils aktuelle oder eine maximal zulässige Füllstandshöhe angezeigt oder signalisiert werden. Nachdem die Beendigung einer Befüllung erfasst worden ist kann die Brennkammer vorzugsweise automatisch geschlossen werden, um ein versehentliches Offenlassen der Brennkammer und damit verbundene Verluste von eingefüllter Kohlenwasserstoffflüssigkeit aufgrund von Verdunstung zu vermeiden.
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Die Sicherheit des Brenners kann weiterhin durch eine Anzahl von elektrisch mit der Steuerung verbundenen Sensoren erhöht werden, die bestimmte Eigenschaften oder Zustände des Brenners oder seiner Umgebung detektieren.
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So können insbesondere ein oder mehrere Temperatursensoren vorgesehen sein, die die Temperatur einzelner Bereiche des Brenners und/oder der Umgebung des Brenners ermitteln. Wenn beispielsweise die Raumtemperatur oder die Temperatur an einer bestimmten heißesten Stelle des Brenners oder die Temperatur im Bereich elektronischer Komponenten der Steuerung zu hoch ist, verhindert oder beendet die Steuerung den Betrieb des Brenners und schützt dadurch den Brenner bzw. die Umgebung des Brenners.
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Besonders vorteilhaft ist es in diesem Zusammenhang ferner, wenn ein elektrisch verstellbares Verschlusselement zur Steuerung der Verbrennungsintensität von der Steuerung des Brenners in Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur derart steuerbar ist, dass die Umgebungstemperatur auf einen eingestellten Sollwert geregelt wird. So kann die Raumtemperatur auf komfortable Weise zumindest annähernd konstant gehalten werden.
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Ferner kann der Brenner mindestens einen mit der Steuerung verbundenen Gassensor umfassen, durch den die Konzentration von Kohlenmonoxid und/oder Kohlendioxid in der Umgebung des Brenners, insbesondere im Bereich der Brennkammer des Brenners ermittelt werden kann. Falls die Konzentration von CO oder CO2 in der Umgebungsluft zu hoch ist, kann die Steuerung automatisches eine laufende Verbrennung beenden und/oder einen neuen Start des Brenners verhindern, was einen erhebliche Steigerung der Sicherheit bedeutet.
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Von Vorteil ist es weiterhin, wenn der Brenner einen Neigungssensor umfasst, durch den die Neigung des Brenners und somit unsichere Betriebsbedingungen festgestellt werden können. So kann beispielsweise ein automatisches Beenden der Verbrennung und/oder eine Verhinderung eines neuen Starts erreicht werden, wenn der Brenner um mehr als einen vorgegebenen Grenzwinkel von einer waagerechten Ausrichtung abweicht, was ebenfalls einen Gewinn an Sicherheit bedeutet.
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Besonders vorteilhaft ist es außerdem, wenn ein mit der Steuerung verbundener Bewegungssensor und/oder Beschleunigungssensor vorgesehen ist, durch den für eine sicheren Betrieb unzulässige Bewegungen und/oder Beschleunigungen des Brenners ermittelt werden können. Auf diese Weise können Stöße oder Vibrationen, insbesondere auch Erdbeben als Ereignisse festgestellt werden, welche die Steuerung dazu veranlassen, den Betrieb des Brenners zu beenden und/oder zu verhindern.
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Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der Erfindung verfügt der Brenner über mindestens ein elektrisch mit der Steuerung verbundenes akustisches Signalmittel, insbesondere über eine akustische Alarmvorrichtung. Hierdurch kann etwa bei unsicheren Betriebsbedingungen, Fehlern oder Notfällen ein akustischer Alarm ausgelöst werden, was die Sicherheit weiter erhöht. Ebenso können bestimmte Funktionen, beispielsweise das Nachfüllen von Kohlenwasserstoffflüssigkeit akustisch unterstützt werden, indem bei Annäherung an einen bestimmten Füllstand zunächst ein leiseres Signal und bei Erreichen dieses Füllstandes dann ein lauteres oder andersartiges akustisches Signal ausgegeben wird. Eine Überfüllung über das maximal zulässige Level kann so besonders leicht vermieden werden.
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Die Betriebssicherheit des Brenners kann weiterhin dadurch erhöht werden, dass vor dem Start einer Verbrennung und/oder während des laufenden Brennbetriebs zumindest einzelne Zustände und/oder Funktionen des Brenners von der Steuerung des Brenners kontrolliert werden. So kann etwa eine Selbstdiagnose vor und während des Betriebes durchgeführt werden und der Betrieb des Brenners verhindert oder beendet werden, falls eine unsichere Bedingung festgestellt wird.
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Besonders vorteilhaft ist es dabei, wenn der Brenner über ein Speichermittel verfügt, in welchem zumindest einzelne überwachte Zustände, Aktionen, aufgetretene Fehler und/oder Funktionen des Brenners gespeichert werden. Vorzugsweise erfolgt die elektronische Speicherung dabei zusammen mit dem Zeitpunkt der jeweiligen Zustände oder Ereignisse, so dass eine sogenannte Blackbox-Funktionalität erreicht wird. Noch im Nachhinein können somit eventuelle Bedienungsfehler oder bestimmte Betriebszustände festgestellt werden.
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Vorzugsweise kann die Steuerung des Brenners programmiert werden, so dass beispielsweise der Start und/oder die Beendigung von Brennvorgängen in Abhängigkeit von der Tageszeit und/oder von einem bestimmten Tag automatisch ausgeführt werden können.
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Gemäß einer weiteren besonders bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die Steuerung des Brenners fernbedient werden kann, wobei insbesondere eine Fernbedienungsschnittstelle für eine Fernbedienung mittels Infrarot, Funk oder Bluetooth vorgesehen ist. Vorteilhafterweise kann die Fernsteuerung des Brenners auch über das Internet oder mittels eines Telefons, insbesondere eines Mobiltelefons über eine drahtlose Übertragungsstrecke erfolgen.
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Besonders vorteilhaft ist es ferner, wenn dass der Tank des Brenners einen Zuführleitungsabschnitt aufweist, an den zur Befüllung über eine Leitung ein externer Tank mit weiterer Kohlenwasserstoffflüssigkeit angeschlossen werden kann, wobei in dem Zuführleitungsabschnitt ein von der Steuerung steuerbares Absperrorgan angeordnet ist. IN Verbindung mit der Füllstandsüberwachung kann so eine automatische Nachfüllung erreicht und dabei eine Überfüllung verhindert werden.
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Die vorliegende Erfindung betrifft außerdem eine Feuerstelle, insbesondere eine Heizvorrichtung, die einen Brenner der vorangehend beschriebenen Art aufweist. Die Feuerstelle kann außer einer Heizfunktion auch zusätzlich oder ausschließlich eine Dekorationsfunktion haben.
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Weitere Vorteile und Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele. Es zeigen:
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1: eine schematische dreidimensionale Darstellung eines erfindungsgemäßen Brenners von der Oberseite her betrachtet;
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2: schematische dreidimensionale Darstellung des Brenners aus 1 von der Unterseite her betrachtet;
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3: eine teilweise aufgebrochene schematische Darstellung des Brenners aus 1; und
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4: ein Blockschaltbild einiger Komponenten des Brenners aus 1.
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Der in den Figuren beispielhaft gezeigte elektrische Brenner 1 zur Verbrennung von Ethanol ist zum Einbau in eine hier nicht dargestellte Heizeinrichtung bestimmt, die ohne Kamin in einem Raum betrieben werden kann. Er besteht aus einem im wesentlichen plattenförmigen Oberteil 2 mit einer aus Edelstahl gefertigten Deckplatte 3, der im eingebauten Zustand sichtbar bleibt, und aus daran an seiner Unterseite befestigten Komponenten (2), die nach dem Einsetzen in die Heizeinrichtung nicht mehr sichtbar sind. Zu diesen unterseitigen Anbauteilen gehören im wesentlichen ein Aufnahmefach 4 für Akkus, die als Energieversorgung zum Betrieb der elektrisch gesteuerten Funktionen des Brenners 1 benötigt werden, und ein Tank 5 zur Aufnahme des Ethanolvorrats, der hier etwa 2,25 Liter fasst. Insgesamt ist der Brenner 1 modulförmig aufgebaut, was die Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten und einen gegebenenfalls erforderlichen Austausch von Komponenten vereinfacht.
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Der Brenner 1 hat oberhalb des Tanks 5 eine Brennkammer 6, die nach oben durch eine rechteckige Öffnung 7 in dem Oberteil 2 zur Umgebung hin offen ist. Die bei der Verbrennung des Ethanols entstehenden Flammen treten durch die Öffnung 7 nach außen hervor, so dass der Brenner 1 mit einem offenen Feuer auch für Dekorationszwecke eingesetzt werden kann.
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Zur Erhöhung der Sicherheit sowie für einen größeren Bedienungskomfort ist der Brenner 1 erfindungsgemäß mit einer elektrischen Schnittstelle 8 mit Kontakten für die im Aufnahmefach 4 aufgenommen Akkus, über die elektrische Energie zugeführt werden kann, und mit einer elektronischen Steuerung 9 versehen, durch die eine Reihe von Funktionen des Brenners 1 elektrisch gesteuert ausgeführt werden können.
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Die im Inneren des Oberteils 2 des Brenners 1 angeordnete Steuereinheit 9 umfasst eine Leiterplatte 10 mit darauf aufgedruckten Schaltungen und weiteren elektronischen Bauteilen. Zur Kühlung der Steuereinheit 9 sind Lüftungsschlitze 11 seitlich in den Oberteil 2 eingebracht. Über elektrische Leitungen ist die Steuerung 9 mit mehreren elektrischen Bauteilen des Brenners 1 verbunden.
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So ist die Steuerung 9 mit einer in der Vorderseite des Oberteils 2 des Brenners 1 angeordneten Anzeigevorrichtung 12 verbunden, die hier als LED-Display ausgebildet ist. Auf diesem Display 12 können bestimmte Funktionen, Meldungen oder Zustände des Brenners 1 angezeigt oder graphisch dargestellt werden.
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Zum Starten der Verbrennung des Ethanol ist der Brenner 1 mit einer durch die Steuerung 9 steuerbaren elektrischen Zündeinrichtung 13 ausgestattet, die dazu Hochspannungs-Funken von ca. 10.000 V erzeugt und damit das in der Brennkammer befindliche Gasgemisch entzündet.
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Zum Beenden einer laufenden Verbrennung sowie zur Regulierung der Verbrennungsintensität ist an der Öffnung 7 der Brennkammer 6 ein Verschlusselement 14 angeordnet, das hier durch eine verschiebbare Klappe gebildet ist und die Öffnung 7 unterschiedlich weit öffnen oder vollständig verschließen kann. Zur Verstellung sind elektrische Antriebsmittel 15, die hier in der Form eines Linearantriebs ausgeführt sind, über ein Getriebe 16 mit der Verschlussklappe 14 verbunden. Gleichzeitig ermöglicht das Verschlusselement 14 auch eine Notfallabschaltung, bei der die Klappe sehr schnell die Öffnung 7 verschließt. Dazu ist das Verschlusselement 14 über eine von der Steuerung 9 elektrisch lösbare Haltevorrichtung 17 mit dem Antriebsmittel 15 verbunden und beidseitig durch zwei Federn 18 beaufschlagt. Ein Lösen der Haltevorrichtung 17 bewirkt daher eine Entspannung der Federn 18 und eine damit verbundene extrem schnelle Schließbewegung der Verschlussklappe 14.
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Zur Bedienung des Brenners 1 sind in der Oberseite des Oberteils 2 drei hier als Magnetschalter ausgebildete Schalter 19 vorgesehen, die einen Schaltbefehl an die Steuerung 9 übermitteln, wenn ein Magnet für eine bestimmte Zeitdauer auf eine bestimmte Schaltentfernung angenähert wird. Um die genaue Lage der unsichtbaren Magnetschalter 19 erkennen zu können, sind an diesen Stellen entsprechend Icons 20 in die Deckplatte 3 eingeätzt.
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Zusätzlich ist ein mit der Steuereinheit 9 verbundenes Fernbedienungsmodul 21 angeordnet, über das der Brenner 1 auch ferngesteuert bedient werden kann.
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Ferner sind eine Anzahl unterschiedlicher Sensoren 22 bis 26 mit der Steuereinheit 9 verbunden, um bestimmte Zustände des Brenners zu detektieren und die Steuerung gegebenenfalls zu vorbestimmten Aktionen zu veranlassen. So ist hier ein Füllstandssensor 22 vorgesehen, über den der Füllstand des Ethanols im Tank 5 erfasst werden kann. Zwei Temperatursensoren 23 dienen der Erfassung der Temperatur des Brenners 1 im Bereich der Steuerung 9 und einem weiteren Bereich, der im Betrieb sehr heiß werden kann. Ein Gassensor 24 erfasst die Konzentration von Kohlenmonoxid und Kohlendioxid in der Umgebung der Brennkammer, um eine laufende Verbrennung bei unzulässig hohen Konzentrationen automatisch beenden oder einen neuen Start des Brenners 1 verhindern zu können.
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Ferner sind ein Neigungssensor 25 sowie ein Beschleunigungssensor 26 vorgesehen, durch die unzulässige Schrägstellungen sowie Stöße oder Vibrationen des Brenners 1 als unsichere Betriebsbedingungen festgestellt werden können und die Steuerung 9 in diesen Fällen automatisch eine Verbrennung beenden oder einen Neustart blockieren kann.
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Zusätzlich zu der optischen Anzeigevorrichtung 12 verfügt der Brenner 1 auch über ein akustisches Signalerzeugungsmittel 27, über das die Steuerung 9 bei detektierten Notfällen oder unsicheren Bedingungen auch ein akustisches Alarmsignal auslösen kann.
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Vor dem Start einer Verbrennung und während des laufenden Brennbetriebs liefern die Sensoren 22 bis 26 ständig Signale an die Steuerung 9, die somit eine Selbstdiagnose des Brenners 1 ausführen kann Damit die Ergebnisse dieser Überwachungen auch später noch verfügbar sind, weist der Brenner 1 eine Speichereinrichtung 28 auf, in der die einzelnen Werte und Aktionen in der Art einer Blackbox gespeichert werden. Zusätzlich wird hierzu das Datum und die Uhrzeit gespeichert, die von einer im Brenner vorgesehenen Datums- und Uhrzeiteinheit 29 geliefert werden.
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Außerdem kann diese Datums- und Uhrzeiteinheit 29 auch verwendet werden, um bestimmte Funktionen des Brenners 1 vorprogrammieren und dann zu einem gewünschten späteren Zeitpunkt automatisch ausführen zu können. Auch kann hiermit beispielsweise nach Ablauf einer vorgegebenen maximalen Brenn-Zeitdauer eine laufende Verbrennung von der Steuereinheit 9 automatisch beendet werden.
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Insgesamt ermöglichen die vorgenannten Komponenten eine Steigerung der Betriebssicherheit des Brenners 1 sowie einen Komfortgewinn bei seiner Bedienung.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- DE 11108075 A1 [0002]
- EP 1798575 B1 [0002]