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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Messen und Einstellen
bzw. Korrigieren des Gasdrucks in einem Reifen eines Kraftfahrzeugs. Aus
der
DE 199 61 020 ist
eine automatische Reifenluftdruckregulierung bekannt, bei der der
Innenraum des Reifens über einen zentrisch in der Kraftfahrzeugachse
verlaufenden Druckluftzufuhrkanal mit dem Reifeninnenraum verbunden
ist. Obwohl eine derartige Vorrichtung wirksam in der Lage ist,
den Reifeninnenraum mit einem festen Druckluftanschluss für
eine Reifendrucksteuerung zu verbinden, hat diese Vorrichtung den
Nachteil, dass das Vorsehen einer Druckluftleitung im Zentrum einer
Radachse herstellungstechnisch problematisch ist und erhöhte
Herstellungskosten mit sich bringt. Zum anderen ist die Verbindung
des zentrischen Druckluftzuführungskanals mit einem sich
mit dem Kraftfahrzeugrad drehenden Adapterstück schwierig,
da sich das Adapterstück relativ zu dem zentrischen Druckluftzuführungskanal
in der Achse mit der Geschwindigkeit des Kraftfahrzeugrades bewegt.
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Es
ist Aufgabe der Erfindung, eine Vorrichtung zu schaffen, die es
erlaubt, auf einfache Weise den Druck in einem Kraftfahrzeugreifen
zu detektieren und zu steuern, bzw. zu regeln.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale
des Anspruchs 1 oder 18 gelöst. Ein Kraftfahrzeug einer
derartigen Vorrichtung ist Gegenstand des Anspruchs 21.
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Gemäß einem
Aspekt der Erfindung wird zur Druckluftübertragung von
einer Druckmittelquelle zu dem Reifen ein Ringkanal vorgesehen.
Der Ringkanal wird definiert durch ein erstes Kanalelement, das im
Wesentlichen drehfest relativ zur Radachse vorgesehen ist, und durch
ein zweites Kanalelement, das sich mit dem Rad des Kraftfahrzeugs
dreht. Die beiden Kanalelemente sind hierbei vorzugsweise im Bereich
des Bremsscheibenflansches und damit platzsparend vorgesehen. Sie
bilden einen im Wesentlichen geschlossenen Ringkanal, über
welchen ein Druckmittel, z. B. Druckluft aus einer stationären Druckmittelquelle
des Kraftfahrzeugs dem jeweiligen Kraftfahrzeugreifen zugeführt
wird. An dem drehfest angeordneten ersten Kanalelement ist mindestens ein
Anschluss für eine mit einer Druckmittelquelle verbundene
Druckmittelleitung ausgebildet, so dass die Druckluft oder irgendein
anderes Gas zum Befüllen der Kraftfahrzeugreifen über
das erste Kanalelement in den Ringkanal zugeführt werden
kann. In dem Anschluss ist vorzugsweise ein steuerbares Ventil vorgesehen,
durch welches sich die Verbindung zwischen Druckmittelquelle und
Ringkanal in gesteuerter Weise öffnen lässt. Das
zweite Kanalelement weist ein Einlassventil, insbesondere in der
Art eines Rückschlagventils auf, über welches
das zweite Kanalelement mit dem Innenraum des Kraftfahrzeugreifens
verbunden ist. Eine Befüllung des Reifens erfolgt, wenn
der Druck in dem durch die beiden Kanalelemente gebildeten Ringkanal
größer ist als der Druck im Kraftfahrzeugreifen.
Wenn der Druck geringer ist, schließt das Einlassventil
in an sich bekannter Weise, so dass aus dem Kraftfahrzeugreifen keine
Luft in den Ringkanal entweichen kann.
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Wenn
die Erfindung von einem im Wesentlichen geschlossenen Ringkanal
spricht, wird davon ausgegangen, dass zwischen den einander zugewandten
und den Ringkanal bildenden Teilen, bzw. Rändern oder Kanten
des ersten und zweiten Kanalelements ein kleiner Abstand d verbleibt,
der so klein ist, dass die Druckverluste durch diesen Spalt durch die
Druckmittelzufuhr über den Anschluss des ersten Kanalelements
soweit kompensiert werden können, dass in dem gesamten
Ringkanal ein höherer Druck erzeugt werden kann als in
dem Kraftfahrzeugreifen. Vorzugsweise beträgt der Abstand
zwischen den abdichtenden Kanten/Teilen der beiden Kanalelemente 0,05–3
mm, insbesondere 0,2–1 mm. Diese Ausführung des
Ringkanals hat den Vorteil, dass keine Reibung zwischen den stationären
und sich drehenden Teilen des Ringkanals stattfindet, so dass keine
Abnutzungs- oder Abdichtprobleme diesbezüglich auftreten
können. Der zwischen den Kanten bzw. Teilen des ersten
und zweiten Kanalelements einzustellende Spalt wird lediglich innerhalb
der technisch machbaren Möglichkeiten so gering wie möglich
gehalten, so dass die Druckverluste durch den Spalt möglichst gering
sind. Eine derartige Ausführung ist sehr wartungsfreundlich,
weil keine Dichtelemente vorgesehen sein müssen, die zu
pflegen sind, weil zum Anderen der Spaltbereicht zwischen dem ersten
und dem zweiten Kanalelement durch den Druckmittelstrom aus dem
Ringkanal nach außen ständig gesäubert
wird, so dass keine Verschmutzungen in den Spaltbereich des Ringkanal
gelangen können.
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Der
Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung liegt
u. a. darin, dass sich zum Einen neue Kfz-Wagen auf einfachere Weise
mit einem derartigen Drucksteuerungssystem ausrüsten lassen
und sogar die Nachrüstung bestehender Fahrzeuge möglich
ist, die kein derartiges System aufweisen.
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Vorzugsweise
wird die Druckmittelzufuhr über die Druckmittelleitung
gesteuert durch eine Steuerung, die Signale über den aktuellen
Reifenluftdruck erhält als auch Werte für einen
Solldruck in dem Kraftfahrzeugreifen aufweist. Durch eine derartige
elektronische Steuerung lässt sich auf einfache Weise die
Druckmittelzufuhr zu dem jeweiligen Reifen über ein Steuerventil
steuern, das an beliebiger Stelle zwischen der Druckmittelzufuhr
und dem ersten Kanalelement angeordnet sein kann.
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Da
das erste und zweite Kanalelement von der Fahrzeugaußenseite
gesehen vorzugsweise hinter der Bremsscheibe und vorzugsweise innerhalb des
Flansches der Bremsscheibe angeordnet sind, ist zum Einen die gesamte
Vorrichtung gut geschützt vor mechanischer Beschädigung
und zum Anderen lässt sich der Abstand zwischen dem ersten
und zweiten Kanalelement vorzugsweise über eine Montageeinrichtung,
insbesondere mittels einer Distanzscheibe sehr gut einstellen.
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Die
einander zugewandten abdichtenden Ränder/Kanten des ersten
und zweiten Kanalelements liegen vorteilhaft entweder so, dass der
zwischen ihnen gebildete Spalt auf einer Ebene quer zur Radachse
oder parallel zur Radachse liegt.
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Die
Kanalelemente können gemäß einer einfach
herzustellenden und montierbaren Ausführungsform in der
Form von Scheiben ausgebildet sein, die koaxial nebeneinander montiert
sind, und in den einander zugewandten Teilen den Ringkanal bilden.
Eine vorteilhafte Ausführungsform ist demgegenüber
auch eine solche, bei der das erste Kanalelement in Zylinderringform
im zweiten Kanalelement in einer Art Zylinder-Buchse geführt
ist. Eine besondere Ausführungsform für eine Luftbeaufschlagung von
ausschließlich im Stand des Fahrzeuges sieht hier zur Minimierung
eines Reibungsverschleißes vor, dass das erste Kanalelement
bei der Druckluftbeaufschlagung mittels der verursachten Druckerhöhung
gegen das zweite Kanalelement in den Ringkanal abdichtender Weise
gedrückt wird.
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Falls
an der Achse Zwillingsreifen verwendet werden, können zwei
konzentrische Ringkanäle für jeden Reifen der
Achse vorgesehen sein, wodurch sich der Druck der einzelnen Reifen
eines Zwillingsreifens separat steuern lässt. Dies hat
den Vorteil, dass die Last auf den Zwillingsreifen gut verteilt
wird und untern Umständen die Laufeigenschaften bei Beschädigung
eines Reifens über eine gewisse Zeit aufrechterhalten werden
können.
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Es
ist eine Grundidee der Erfindung, keine permanente absolute Abdichtung
zwischen dem stationären und dem sich bewegenden Teil der
Druckmittelzufuhr vorzusehen zu müssen, um Druckluft dem
Reifen zuzuführen. Entweder wird eine vordefinierte Spaltgröße
vorgesehen, deren Bereitstellung zwischen den stationären
und sich drehenden Elementen dazu führt, dass gerade die
Dichtungsprobleme der herkömmlichen kontaktbasierten Abdichtungen
von Druckluftsystemen vermieden werden, insbesondere keine Abnutzung
aufgrund des Reibens von Dichtflächen aneinander auftritt,
oder es ist vorgesehen, bei einer Druckluftbeaufschlagung im Stand
des Fahrzeuges das eine Kanalelement zu abdichtenden Zwecken verschiebbar
zu halten, um es dann bei einer Druckerhöhung im Ringkanal
gegen das komplementäre Kanalelement zu drücken.
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Die
erfindungsgemäß beschaffene Vorrichtung ist im
Ergebnis sehr viel wartungsfreundlicher als bekannte Vorrichtungen
und sie erlaubt eine effektive Befüllung und ggf. sogar
eine Reduzierung des Luftdruckes in einem Kraftfahrzeugreifen. Eine Reduzierung
kann dabei beispielsweise einfach mittels eines durch die Steuereinrichtung
ansteuerbaren elektromagnetischen Ventils erfolgen, dass an der Druckleitung
zwischen dem Steuerventil des Kanalelementes und dem Reifen angeschlossen
ist. Bei Ansteuerung öffnete das Ventil, sodass Luft/Gas
aus dem Reifen in die Umgebung strömt.
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Die
Erfindung schafft die Möglichkeit, die Befüllung
des Kraftfahrzeugreifens wie auch eine Verringerung des Reifendrucks
sowohl während der Fahrt als auch im Stillstand erfolgen
zu lassen.
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Gemäß einer
Weiterbildung kann zusätzlich ein zweiter Ringkanal, d.
h. ein Auslassringkanal vorgesehen sein, welcher dazu genutzt wird,
den Luftdruck im Kraftfahrzeugreifen zu verringern. Dieser Auslassringkanal
ist koaxial zum ersten Ringkanal angeordnet und zwischen dem ersten
Kanalelement und dem zweiten Kanalelement gebildet. Der in dem ersten
Kanalelement gebildete Teil des Auslassringkanals ist mit einem
Anschluss einer Druck mittelzufuhrleitung verbunden, die mit einer
Druckmittelquelle in Verbindung steht. Auch in diesem Anschluss oder
der Druckmittelleitung hierfür ist ein Steuerventil vorgesehen,
das vorteilhaft elektromagnetisch über die elektronische
Reifendrucksteuerung ansteuerbar ist.
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Der
in dem zweiten Kanalelement gebildete Teil ist mit einem Betätigungselement
eines Auslassventils verbunden, welches bei Druckluftbeaufschlagung
den Innenraum des Kraftfahrzeugreifens mit einem Bereich geringeren
Drucks, insbesondere der Umgebung, verbindet – dieses Ventil
ist demnach über den Druck im Auslassringkanal ansteuerbar. Durch
eine Druckmittelbeaufschlagung des Betätigungselements,
insbesondere einer Betätigungsfläche, kann mittels
des Auslassringkanals das Auslassventil in eine Öffnungsstellung
betätigt werden, wodurch Druck aus dem Kraftfahrzeugreifen
in den Bereich geringeren Drucks, insbesondere in die Umgebung,
entweicht.
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In
einer derartigen Vorrichtung sind also zwei zueinander konzentrische
Ringkanäle vorgesehen, einer zum Erhöhen des Reifendrucks
und einer zum Verringern des Reifendrucks. Auf diese Weise kann durch
entsprechende Ansteuerung der Steuerventile der Druck im Ringkanal
und im Auslassringkanal und damit der Reifendruck entsprechend den
gerade vorherrschenden Fahrbedingungen gesteuert bzw. geregelt werden.
Auf weicherem Untergrund kann so z. B. der Luftdruck in allen Reifen
etwas reduziert werden, um eine bessere Haftung am Untergrund zu
realisieren, während auf trockener Strasse der Luftdruck erhöht
werden kann, um einen geringen Reibungswiderstand zu erzielen. Dies
kann durch in der Steuereinheit, beispielsweise auch in Verbindung
mit der Haupt-Steuereinheit des Fahrzeuges durch vorgegebene Parameter
automatisiert sein.
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Die
Steuerung des Luftdrucks erfolgt vorzugsweise über die
Ansteuerung eines der beiden Steuerventile in dem Anschluss des
ersten Kanalelements für die Druckmittelleitung oder eines
Ventils in der Druckmittelleitung selbst. Durch Öffnen
dieses Steuerventils wird der entsprechende Ringkanal mit einem
Druck aus der Druckmittelquelle mit einem über den im Kraftfahrzeugreifen
vorherrschenden Druck gefüllt, wodurch je nach Beschickung
des Ringkanals oder des Auslassringkanals der Reifen stärker
aufgepumpt oder etwas Druck abgelassen wird. Hierzu könnten
das Anschlussventil in dem ersten Kanalelement und das Anschlussventil
in dem Auslasskanalelement elektromagnetisch gesteuerte Ventile
sein. Die Ventile im zweiten Kanalelement sind vorzugsweise Druckmittelventile,
derart, dass sowie der auf das Anschlussventil im ersten Ringkanal
des ersten Kanalelements gegebene Druck einen Schwellendruck übersteigt,
das Anschlussventil öffnet, womit es gewährleistet
ist, dass dieser Druck ausreicht, um den Reifen ungeachtet von Druckverlusten
durch die Leckage zwischen den Kanalelementen aufzupumpen, indem
mit diesem Druck das Ventil des zweiten Kanalelements im ersten
Ringkanal geöffnet wird. Wird demgegenüber das
Auslassventil im zweiten Ringkanal, d. h. dem Auslassringkanal,
im zweiten Kanalelement durch die Druckluft angesteuert, kann der
Ansteuerdruck geringer sein als gegenüber einem Befülldruck,
um das Ventil zu öffnen und Luft/Gas aus dem Reifen abzulassen.
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Es
ist in einer alternativen Ausführungsform auch möglich,
die Befüllung des Reif als als auch das Auslassen von Luft
mit lediglich einem Ringkanal vorzunehmen, wenn Drucksteuerventile
verwendet werden. In diesem Fall weist das zweite Kanalelement des
Ringkanals sowohl eine Verbindung mit dem Einlassventil des Kraftfahrzeugreifens
als auch eine Verbindung mit dem Betätigungselement eines
Auslassventils des Kraftfahrzeugreifens auf. Die Verbindung zum
Einlassventil ist in dem Ringkanal einfach winkelmäßig
versetzt zu der Verbindung des Betätigungselements für
das Auslassventil.
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Das
Einlassventil und/oder das Auslassventil können nun gleichermaßen
wie oben beschrieben mit Druckluft ansteuerbar sein. Während
das Auslassventil einen geringeren Ansteuerdruck erfordert, um zu öffnen
und Luft aus dem Reifen abzulassen, wird das Einlassventil mit einem
höheren Druck zum Schalten beaufschlagt. Da sich nun bei
dieser Ausführungsform beide Ventile in ein und demselben Ringkanal
befinden, öffnet das Auslassventil natürlich ebenso
immer dann, wenn das Einlassventil zu betätigen ist. Deshalb
ist der Ansteuerdruck für das Einlassventil so hoch anzusetzen,
dass trotz der Verluste durch das Auslassventil und etwaiger Dichtungen
ein Befüllen des Reifens noch stattfinden kann. Vor diesem
Hintergrund ist es vorteilhaft, den Querschnitt des Auslassventils
geeignet gering zu wählen, sodass die Verluste durch dieses
Ventil beim Befüllen des Reifens nicht zu groß ausfallen.
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Es
kann aber alternativ auch über eine zeitliche Steuerung
des Steuerventils im Anschluss des ersten Kanalelements festgelegt
werden, ob das Anschlussventil über die Verbindung zum
Einlassventil geöffnet wird oder über die Verbindung
zum Betätigungselement. Dann ist es zweckmäßig,
hier zwei radiale Stege in den den Ringkanal bildenden Teilen des
zweiten Kanalelements vorzusehen, so dass zwei Ringkanalsektoren
voneinander getrennt sind. Das erste Kanalelement bildet dann vorzugsweise nur
eine Wand des Ringkanals, so dass winkelmäßig zwei
Sektoren des Ringkanals einen eigenen Druck haben können.
Der eine Sektor ist mit dem Einlassventil verbunden, der andere
mit dem Betätigungselement des Auslassventils. Entsprechend
wird dann für einen kurzen Moment entweder Luft in den
Reifen eingeblasen oder Luft aus dem Reifen herausgelassen, je nachdem
welcher Sektor mit Druckluft beaufschlagt ist. Dies erfordert selbstverständlich
dann eine Erfassung der Position der beiden Kanalelemente relativ
zueinander als auch eine positionsabhängige Steuerung des
Steuerventils im Anschluss der Druckmittelleitung des ersten Kanalelements.
Auf diese Weise ließe sich sowohl eine Erhöhung
als auch eine Verringerung des Drucks im Kraftfahrzeugreifen mittels
eines Kanals realisieren. Die Sektoren müssen nicht gleich
groß sein. Die Winkelbereiche der jeweiligen Sektoren können
auch unterschiedlich ausfallen: So kann auf Kosten des einen Sektors
der Winkelbereich des anderen größer gewählt
werden, um beispielsweise bei schneller Drehung des Rades im Fahrzustand
des Fahrzeuges ein wirkungsvolles Befüllen zu realisieren,
d. h. der Befüll-Sektor kann größer sein,
mit dem Vorteil, dass die Ansteuerung des Gaseinlasses über
einen größeren Winkelbereich erfolgen kann.
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Wenn
man in diesem Fall z. B. zwei identische konzentrische Kanäle
vorsehen würde, könnte man an einer Achse zwei
Zwillingsreifen separat voneinander ansteuern, und zwar sowohl zum
Erhöhen als auch zum Verringern des Reifendrucks.
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Vorzugsweise
sind die einzelnen Kanalelemente in integraler Bauweise, d. h. jeweils
einstückig ausgebildet, so dass möglichst wenig
Komponenten im feststehenden Teil als auch an dem sich drehenden
Teil der Kraftfahrzeugachse vorgesehen sind. Zudem ist ein integriertes
Teil unanfälliger gegen Verschmutzung und mechanische Beschädigung.
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Vorzugsweise
sind die Elemente des Ringkanals, d. h. das erste und zweite Kanalelement
aus Aluminium hergestellt, was die Gewichtszunahme durch die erfindungsgemäße
Vorrichtung in engen Grenzen hält. Verbunden mit einer
entsprechenden elektronischen Steuerung und Regelung und einer Erfassung
des Reifendruckes in allen Reifen lässt sich somit ein
sehr wirkungsvolles Regelungssystem entwickeln, dass in der Lage
ist, die Sicherheit und Fahrstabilität eines Kraftfahrzeugs
erheblich zu verbessern.
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Die
Erfindung hat auch den Vorteil, dass die Notlaufeigenschaften jedes
Reifens verbessert werden. So ist es z. B. möglich, den
Luftdruck in dem Reifen auf dem gewünschten Sollwert zu
erhalten, so lang die durch die Beschädigung des Reifens
entweichende Luftmenge geringer ist als die Luftmenge die über
die erfindungsgemäße Vorrichtung zugeführt werden
kann.
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Es
ist selbstverständlich auch möglich, im Bereich
des Spaltes zwischen dem ersten und zweiten Kanalelement eine Dichtung
geringer Reibung vorzusehen, wie z. B. eine Lippendichtung, eine Bürstendichtung,
auch wenn berührungslose Dichtungen wie z. B. eine Labyrinthdichtung
im Spaltbereich vorzuziehen sind.
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Bei
einer speziellen Ausführungsform (siehe Anspruch 18) ist
vorgesehen, dass der Ringkanal in einem Kreisring-Element vollständig
integriert ist – also nicht aus zwei Kanalelementen gebildet
wird. Dieses Kreisring-Element ist vorzugsweise das mit dem KFZ-Rad
mitrotierende Element. Dieses Element kann u. U. auch das zweite
Kanalelement sein, das dann eben neben dem Teil, der den hälftigen Ringkanal
bildet, einen weiteren Ringkanal vollständig mit umfasst.
Der Ringkanal hat zur Stirnseite des Kreisring-Elements, die einer
Stirnseite eines komplementären Kreisringelements zugewandt
ist, an dem die Druckmittelquelle über ein Anschlussventil angeschlossen
ist, mindestens zwei Öffnungen. In diesen Öffnungen
sind Rückschlagventile angeordnet, die in den integralen
Ringkanal hinein nicht jedoch aus diesem heraus öffnen
können. Überstreicht nun beim Fahren des Fahrzeugs
die Auslassöffnung der mit einem Druckmedium beaufschlagten
Stirnseite des ersten Kanalelements die jeweilige Öffnung
eines Rückschlagventils, so öffnet dieses und
führt das hier hindurch strömende Druckmedium
in den integralen Ringkanal, aus dem das Druckmedium über das
im integralen Ringkanal angeordnete Ventil zur Einlass-Seite des
KFZ-Reifens strömt.
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Durch
diesen über Rückschlagventile zur Gaseinlassseite
verschlossenen integralen Ringkanal sind Druckverluste minimiert.
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Um
die Öffnungsmaße zu erhöhen, mit denen
der Druckmedium-Auslass des ersten, i. e. des im Wesentlichen drehfest
angeordneten Kreisring-Elements die Öffnungen der Rückschlagklappen überstreicht,
kann dieses erste drehfeste Kreisring-Element in der Form des ersten
Kanalelements nach obiger Beschreibung gebildet sein, in dem ja bereits
ein Teil eines Ringkanals gebildet ist. Durch diesen Ringkanal-Teil
besteht eine kontinuierliche Überdeckung zwischen der Auslass-Seite
des ersten Kreisring-Elements und den Öffnungen für
die Rückschlagventile des anderen gegenüberliegenden Kreisring-Elements.
Natürlich können auch mehr als zwei Öffnungen
mit Rückschlagventilen im zweiten Kreisring-Element vorgesehen
sein.
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In
einer noch weiteren Ausgestaltung sind das erste Kreisring-Element
durch das erste Kanalelement und das zweite Kreisring-Element durch
das zweite Kanalelement mit seinem bereits jeweils gefertigten komplementären
Teil für den weiteren Ringkanal gebildet. Ferner kann vorgesehen
sein, dass der Teil des durch das erste Kanalelement gebildeten Ringkanals
so ausgeformt ist, beispielsweise wellenförmig, dass dieser
Ringkanal immer mit mindestens einem Rückschlagventil in
Wirkverbindung steht.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand der schematischen Zeichnungen
in beispielhafter Weise beschrieben. In dieser zeigen:
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1 eine
schematische teilweise quer geschnittene Ansicht der erfindungsgemäßen
Vorrichtung im Bereich eines Kraftfahrzeugrades,
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2 eine
Ausführungsform ähnlich 1 mit zusätzlichem
Auslassringkanal zur Verringerung des Luftdrucks im Kraftfahrzeugreifen,
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3 eine
detaillierte Ansicht der erfindungsgemäßen Vorrichtung
aus 2 mit Darstellung der für die Druckregulierung
im Kraftfahrzeugreifen verwendeten Komponenten, und
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4 eine
Draufsicht auf das zweite Kanalelement in einer alternativen Ausführungsform
zu 1, bei welcher mittels eines Ringkanals sowohl eine
Erhöhung als auch eine Verringerung des Drucks im Reifeninneren
erfolgen kann,
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5 eine
der Ausführungsform in 4 entsprechende
Ansicht gemäß 1,
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6 eine
teilgeschnittene Ansicht einer moderneren Ausführungsform
gemäß den 3 bis 5,
und
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7 die
Ausführungsform der 6 in montiertem
Zustand innerhalb des Bremsscheibenflansches;
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8 eine
weitere Ausführungsform im Querschnitt mit integralem separaten
Ringkanal.
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Ferner
zeigen 9 bis 13 eine weitere Ausführungsform
der Erfindung, bei der eine Kühlung der Bremsscheibe integriert
ist, wobei
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9 eine
Draufsicht auf die Bremsscheibe dieser Ausführungsform
zeigt,
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10 eine
Schnittansicht durch eine in 9 gezeigte
Schnittlinie,
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11 eine
Schnittansicht durch eine in 9 gezeigte
Schnittlinie, wobei gegenüber 10 ein
anderer Verfahrenszustand der Erfindung dargestellt ist, bei dem
Druckluft dem Reifen während der Fahrt des Fahrzeugs zugeführt
wird;
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12 eine
Schnittansicht durch eine in 9 gezeigte
Schnittlinie zeigt, wobei die Funktion der Bremsscheibenlüftung
dargestellt ist; und
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13 das
Ausführungsbeispiel als nachrüstbares Element
zu einer bestehenden Bremsscheibe offenbart.
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1 zeigt
die erfindungsgemäße Vorrichtung 10,
die im Bereich eines Kraftfahrzeugrades 12 realisiert ist.
Die Fig. zeigt einen stationären Teil 14 einer
Kraftfahrzeugachse 17, innerhalb dessen die mit einer Bremsscheibe 16 verbundene
Welle zum Antrieb des Kraftfahrzeugrades 12 angeordnet
ist. Das Kraftfahrzeugrad selbst besteht aus einer Felge 20,
auf deren Außenumfang ein Reifen 22 gehalten ist,
so dass zwischen der Felge 20 und dem Reifen 22 ein
Innenraum 24 des Reifens definiert wird, in welchem der
Druck des Kraftfahrzeugreifens 22 eingestellt wird. An
einem Halter 26 der Bremsscheibe 16 ist ein zweites
scheibenförmiges Kanalelement 28 befestigt, welches
sich mit dem Kraftfahrzeugrad 12 dreht. In den 1 bis 3 und 5 ist
die erfindungsgemäße Vorrichtung unvollständig
nur oberhalb der Radachse 17 gezeigt.
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Auf
dem stationären Teil 14 der Kraftfahrzeugachse
ist ein erstes scheibenförmiges Kanalelement 30 mittels
eines Adapters als Montageeinrichtung 32 angeordnet. Über
den Adapter 32 lässt sich der Abstand d (3)
zwischen dem ersten Kanalelement 30 und dem zweiten Kanalelement 28 einstellen,
sowie die horizontale Ausrichtung der den jeweiligen Ringkanal bildenden
Kanalelemente 28, 30: Das erste Kanalelement 30 hat
an seiner dem zweiten Kanalelement 28 zugewandten Seite
eine erste Ausnehmung 34, die einer zweiten Ausnehmung 36 im
zweiten Kanalelement 28 gegenüberliegt. Diese beiden
Ausnehmungen 34, 36 bilden zusammen einen Ringkanal 35.
Mit der ersten Ausnehmung 34 ist ein Steuerventil 38 verbunden,
das mit einer Druckmittelquelle 40 verbunden ist. Über
einen Steuereingang 42 wird das Steuerventil 38 von
einer Druckluftsteuerung 44 angesteuert, die wiederum mit
einer zentralen Steuerung 46 des Kraftfahrzeugs verbunden
sein kann. Das Steuerventil 38 kann am Ort oder der Nähe
der Kanalelemente implementiert sein; es kann jedoch auch an einer
anderen Stelle zwischen Druckmittelquelle und Reifen angeordnet
sein. Der Innenraum 24 in dem Kraftfahrzeugreifen 22 ist über eine
Druckleitung 48 mit einem Einlassventil 50 in
der Form eines gängigen Rückschlagventils verbunden, das
im Bereich der zweiten Ausnehmung 36 des zweiten Kanalelements 28 vorgesehen
ist. In diesem Bereich kann in nicht dargestellter Weise optional noch
ein Drucksensor (49, siehe 3) angeordnet sein,
der den tatsächlichen aktuellen Reifendruck des Kraftfahrzeugreifens 22 entweder über
Kabel oder kabellos an die Steuerung 44 und/oder die Zentralsteuerung 46 des
Kraftfahrzeugs übermittelt. Auf diese Weise ist eine Regelung
des Drucks im Kraftfahrzeugreifen 22 möglich.
Die Aufteilung der Sensorik- und Steuerungsfunktionen zwischen der
Drucksteuerung 44 und der zentralen Steuerung 46 des Kraftfahrzeugs
ist beliebig, wobei die Drucksteuerung 44 auch ein integraler
Bestandteil der zentralen Steuerung 46 des Kraftfahrzeugs
sein kann. Am sinnvollsten ist es, wenn die gesamte Steuerung und
Regelung als auch die Druckwerterfassung in der Reifendrucksteuerung 44 stattfindet
und lediglich Statusmeldungen und Sollwertvorgaben an die/von der zentrale(n)
Steuerung 46 erfolgen. Über den nicht dargestellten
Drucksensor werden die aktuellen Reifendruckdaten an die Druckluftsteuerung 44 übermittelt,
welche diese Druckdaten mit Solldaten vergleicht, die von der zentralen
Steuerung 46 für den gerade vorherrschenden Fahrbetrieb
vorgegeben werden. Entsprechend dem Vergleichsergebnis wird das
Steuerventil 38 aktiviert, woraufhin es öffnet
und den Ringkanal 35 mit dem Druckmittel aus der Druckmittelquelle 40 beaufschlagt.
Hierbei erfolgt eine Befüllung des Reifendruckbereichs 24 über
das Ventil 50 (hier Rückschlagventil), so lange
der Druck in dem Ringkanal 35 größer
ist als der Druck im Reifen 22. Ist der Sollwert erreicht,
wird das Steuerventil 38 deaktiviert, woraufhin es schließt
und der in dem Ringkanal 35 gebildete Überdruck
durch den Spalt zwischen dem ersten und zweiten Kanalelement 30, 28 nach
außen in die Umgebungsluft entweichen kann – was
eine Reinigung des Ringkanals bedeutet. Auf diese Weise kann nicht
nur der Druck in dem Reifen auf einem gewünschten Niveau
gehalten werden, sondern es ist sogar möglich, dass im
Fall einer Beschädigung des Reifens 22 eine gewisse
Notlaufeigenschaft aufrecht erhalten wird, so lange die über den
Ringkanal 35 zugeführte Luftmenge größer
ist als die Luftmenge, die durch die Beschädigung des Reifens 22 entweicht.
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Zum
Ablassen des Reifendrucks ist an der Druckleitung 48 ein
durch die Steuereinrichtung 44 ansteuerbares Auslassventil 60 (in 1 nicht
gezeigt) angeordnet, mittels dem bei dessen Betätigung Gas
aus dem Reifen in die Umgebung ggf. über den Ringkanal 35 strömt.
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2 zeigt
eine Ausführungsform ähnlich wie in 1,
bei der neben dem Ringkanal 35 ein Auslassringkanal 52 durch
Ausnehmungen 54, 56 in dem zweiten und ersten
Kanalelement 28, 30 gebildet ist. Hierbei sei
daran erinnert, dass funktionsgleiche oder identische Bauteile in
den unterschiedlichen Ausführungsformen mit den identischen
Bezugszeichen versehen sind. In der Ausnehmung 54 des zweiten
Kanalelements 28 ist die Betätigungsfläche eines
Auslassventils 60 angeordnet, welches einerseits über
die Leitung 62 mit dem Innenraum 24 des Reifens 22 verbunden
ist und zum anderen mit einem Ausgang 64 (siehe 3)
in die Umgebung. Die Wirkungsweise dieser in 2 gezeigten
Vorrichtung wird anhand der mehr schaltungsmäßig
detaillierteren Ansicht der 3 verdeutlicht.
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Der
unter Reifenluftdruck stehende Innenraum 24 steht über
die Druckluftleitung 48 mit einem Drucksensor 49 in
Verbindung, dessen Messwerte drahtlos der Reifendrucksteuerung 44 zugesandt werden.
Die Reifendrucksteuerung 44 ist über Steuerleitungen
mit den Steuereingängen zweier Steuerventile 38, 58 verbunden
und steuert diese Steuerventile in Abhängigkeit von dem
Vergleich der aktuellen von dem Drucksensor 49 erhaltenen
Druckwerte mit vorgegebenen Sollwerten, die von der zentralen Steuerung 46 für
vordefinierte Fahrsituationen oder Fahrbedingungen der Drucksteuerung 44 zugeführt werden.
Ist z. B. der Druck in dem Reifen zu gering, so wird das erste Steuerventil 38 betätigt,
so dass es den ersten Ringkanal 35 mit der Druckmittelquelle 40 verbindet.
Die Druckmittelquelle 40 enthält ein Druckfluid,
z. B. Luft in einem höheren Druck als es für die Reifen
erforderlich ist, z. B. zwischen 3 und 5 bar. Als Druckmittelquelle
kann auch ein Kompressor dienen. Dieser Druck in dem Ringkanal 35 führt
dazu, dass das Einlassventil 50 öffnet und Druckluft über
die Leitung 48 in den Reifen 22 strömt.
Sobald der Sollwert erreicht ist, hört die Ansteuerung
des ersten Steuerventils 38 auf und der in dem Ringkanal 35 aufgebaute
Druck entweicht über den Spalt d zwischen dem ersten Kanalelement 30 und
dem zweiten Kanalelement 28. Dieser Abstand d wird über
ein als Justieradapter ausgebildetes Montageelement 32 eingestellt,
auf welchem das erste Kanalelement 30 axial relativ zu
dem zweiten Kanalelement 28 festgelegt werden kann.
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Stellt
sich heraus, dass der Reifeninnendruck zu hoch ist, so aktiviert
die Drucksteuerung 44 das zweite Steuerventil 58,
wodurch das druckgesteuerte Ventil 60 öffnet und
die Druckluftleitung 48 über die Leitung 62 mit
der Öffnung 64 verbindet, die ins Freie mündet.
Auf diese Weise entweicht somit Luft aus dem Innenraum 24 des
Reifens 22. Sobald der vorgegebene Sollwert erreicht wird,
wird die Ansteuerung des zweiten Steuerventils 58 gestoppt, wodurch
der in dem Auslassringkanal 52 aufgebaute Überdruck
durch den Spalt d zwischen dem ersten Kanalelement 30 und
dem zweiten Kanalelement 28 entweicht. Hierauf schließt
das druckgesteuerte Ventil 60, wodurch die Verbindung der
Druckluftleitung 48 mit der Öffnung 64 getrennt
wird. Auf diese Weise können jeweils alle Reifen des Kraftfahrzeugs
entsprechend den Umwelt- und/oder Fahrbedingungen mit einem höheren
Druck versorgt bzw. der Druck verringert werden, um den Reifendruck
anzupassen. Eine Verringerung des Reifendrucks kann z. B. wünschenswert
sein, wenn sich der Reifendruck in Folge einer Erhitzung zu stark
erhöht hat oder wenn Umweltbedingungen vorherrschen, z.
B. im Offroad, wo ein zu starker Druck in den Reifen unerwünscht
ist.
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Anstelle
der Ansteuerung der Ventile über die Steuereinrichtung 44 kann
eine Ansteuerung derselben auch mittels der in den Ringkanal einströmenden
Druckluft gemäß den Unteransprüchen 15 bis 17 erfolgen.
Gerade dann ist es sinnvoll, für den Auslass einen separaten
Auslasskanals mit zugehörigem Drucksteuer-Ventil vorzusehen.
Ein Wegfall von isoliert von der Steuereinrichtung angesteuerten
Ventilen macht den Aufbau einfacher und kostengünstiger.
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Schließlich
zeigen 4 und 5 eine weitere Alternative zu 1,
bei der eine Erhöhung als auch die Verminderung des Drucks
im Reifen mit nur einem einzigen Ringkanal 35 möglich
ist, wobei druckgesteuerte Ventile ihren Einsatz finden. Der Ringkanal 35 dieser
Ausführungsform ist weitgehend identisch aufgebaut zu dem
in 1 gezeigten, mit dem einzigen Unterschied, dass
das zweite Kanalelement 28 sich von dem in 1 gezeigten
ersten Kanalelement 28 dahingehend unterscheidet, dass
in der Ausnehmung 36 des zweiten Kanalelements 28 sowohl
das Rückschlagventil 50 als auch die Steuerfläche
des druckgesteuerten Ventils 60 aus 3 angeordnet
sind. Vorzugsweise ist an dem zweiten Kanalelement 28 noch
eine Markierung 70 vorgesehen, z. B. in Form eines ferromagnetischen
Stifts oder einer optischen Markierung, die von einem korrespondierenden
Sensor an dem ersten Kanalelement 30 registriert wird,
welches Signal als Positionssignal ebenfalls der Drucksteuerung 44 zugeleitet
wird.
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Der
Ringkanal 35 ist hier in zwei durch zwei Stege 72, 74 voneinander
getrennte Hälften oder Sektoren 36a und 36b unterteilt.
Wie aus 5 deutlich zu sehen ist, hat
das erste Kanalelement 30 keine Ausnehmung, so dass der
Ringkanal 35 im Wesentlichen durch die Sektoren 36a, 36b in
dem zweiten Kanalelement 28 und der zugewandten Seite des ersten
Kanalelements 30 gebildet wird. Dies bedeutet, dass das
Steuerungsventil 38 über eine halbe Umdrehung
des Rades 12 mit dem Rückschlagventil 50 zur
Erhöhung des Luftdrucks verbunden ist, und eine halbe Umdrehung
mit der Betätigungsfläche des druckgesteuerten
Auslassventils 60, welches zur Verringerung des Reifendrucks
dient. Über eine bestimmt gewählte Anordnung der
Stege 72, 74 kann der eine Sektorenbereich gegenüber
dem Anderen vergrößert, bzw. verkleinert werden,
wobei das Plus des einen Sektors ein Minus des Anderen bedeutet. Die
einzelnen Komponenten, wie Rückschlagventil 50,
Druckluftbeaufschlagtes Auslassventil 60, Druckleitung 62 im
zweiten Kanalelement als auch die Öffnung 64 sind
daher nicht wie in 3 radial nebeneinander sondern
in Umfangsrichtung des Ringkanals 35 hintereinander angeordnet.
Ansonsten ist die Schaltung der Komponenten in den 4 und 5 die
gleiche wie in 3.
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Es
ist aus den Zeichnungen offensichtlich, dass der Ringkanal nicht
durch eine Ausnehmung in beiden Kanalelementen 28, 30 gebildet
sein muss, sondern dass der entsprechende Teil des Ringkanals lediglich
durch eine Wand gebildet sein kann, wie dies z. B. in 5 gezeigt
ist. Darüber hinaus kann es vorteilhaft sein, wenn sich
diese Wand sogar in Richtung auf das andere Kanalelement erstreckt,
wodurch eine Art berührungslose Labyrinthdichtung gebildet
würde, was den Leckagestrom durch den Spalt d abermals
verringern würde.
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Es
soll klargestellt sein, dass durch zentrisches Ineinanderschachteln
zweier Ringkanäle unterschiedlicher Durchmesser gemäß den 4 und 5 eine
Druckregelung, d. h. Druckerhöhung als auch Druckverminderung
zweier Reifen, z. B. der beiden Reifen eines Zwillingsreifens separat
möglich ist.
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Die 6 und 7 zeigen
noch eine zu den 2 und 3 analoge
Ausführungsform mit einem Ringkanal 35 und einem
Auslassringkanal 52. Gut in 7 zu sehen
ist die geringe Einbautiefe im Bereich des Flansches der Scheibenbremse.
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8 zeigt
eine Ausführungsform, bei der ein zusätzlicher
Ringkanal 105 im zweiten Kreisring-Element 102 vollständig
integriert ist (in der 8 gestrichelt dargestellt).
Dieses Kreisring-Element 102 ist das mit dem KFZ-Rad mitrotierende
Element. Dieses Element stellt gleichzeitig das zweite Kanalelement
dar, das dann eben des Weiteren einen hälftigen Ringkanal 36 bildet.
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Der
integrale Ringkanal 105 hat zur Stirnseite des Kreisring-Elements,
die einer Stirnseite eines komplementären Kreisringelements 100 zugewandt ist,
an dem die Druckmittelquelle über ein Anschlussventil angeschlossen
ist, drei Öffnungen. In diesen Öffnungen sind
jeweils Rückschlagventile 103 angeordnet, die
in den integralen Ringkanal 105 hinein, nicht jedoch aus
diesem heraus öffnen können. Überstreicht
nun beim Fahren des Fahrzeugs die Auslassöffnung (in 8 die
rechtseitige im Element 100 gezeigte Ventilöffnung)
des ersten Kanalelements die jeweilige Öffnung eines Rückschlagventils,
so öffnet dieses und führt das hier hindurch strömende Druckmedium
in den integralen Ringkanal 105, aus dem das Druckmedium über
das im integralen Ringkanal angeordnete Ventil zur Einlass-Seite
des KFZ-Reifens strömt.
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Durch
diesen über Rückschlagventile zur Gaseinlassseite
verschlossenen integralen Ringkanal 105 sind Druckverluste
minimiert.
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Um
die Öffnungsmaße zu erhöhen, mit denen
der Druckmedium-Auslass des ersten, i. e. des im Wesentlichen drehfest
angeordneten Kreisring-Elements 100 die Öffnungen
der Rückschlagklappen überstreicht, ist dieses
erste drehfeste Kreisring-Element 100 in der Form des ersten
Kanalelements nach obiger Beschreibung gebildet sein, in dem ja
bereits ein Teil eines Ringkanals gebildet ist. Durch diesen Ringkanal-Teil
besteht eine kontinuierliche Überdeckung zwischen der der
Auslass-Seite des ersten Kreisring-Elements 100 und den Öffnungen
für die Rückschlagventile 103 des anderen
gegenüberliegenden Kreisring-Elements 102. Natürlich können
auch mehr als zwei Öffnungen mit Rückschlagventilen
im zweiten Kreisring-Element vorgesehen sein.
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Zur
Funktionsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung:
Betrachtet man die Situation eines sich drehenden Rades, bei dem
also das erste Kanalelement 30 gegenüber dem nahezu
feststehenden zweiten Kanalelement 28 mit dem Rad mitrotiert,
so kann bei einer Ausführungsform ohne Auslasskanal 52 der einzig
vorliegende Ringkanal 35 kontinuierlich mit Druckluft beaufschlagt
werden, womit der Reifendruck während der Fahrt erhöht
werden kann. Gleiches gilt für das stehende KFZ-Rad, da
das Einlassventil fortwährend mit dem mit Druckluft/Gas
beaufschlagten Ringkanal in Wirkverbindung steht. Ein Ablassen des
Drucks erfolgt ebenso problemlos über die Ansteuerung des
Auslassventils.
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Bei
einer Ausführungsform mit einem Ringkanal 35 und
einem Auslassringkanal 52 ist die Funktionsweise ähnlich,
da Einlass und Auslass über zwei verschiedene Ringkanäle
getrennt sind.
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Bei
einer Ausführungsform mit einem einzelnen Ringkanal, an
dem sowohl das Einlassventil als auch das Auslassventil angeschlossen
sind, kann ein Erhöhen/Verringern des Reifendrucks im Stehen
und beim Fahren des Fahrzeuges gleichermaßen erfolgen:
Wird der Ringkanal mit Druckluft unterhalb eines Schwellenwertes
für das Einlassventil beaufschlagt, so öffnet nur
das Auslassventil, und es wird Luft/Gas aus dem Reifen abgelassen.
Wird demgegenüber der Ringkanal mit einem Druck beaufschlagt,
der auch das Einlassventil öffnet, so muss der durch das Auslassventil
resultierende Druckverlust kleiner sein, als die Druckerhöhung
im Reifen. Zu diesem Druckverlust durch das Auslassventil ist der
Druckverlust durch die Leckage zwischen erstem und zweitem Kanalelement
zu addieren.
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Bei
einer Ausführungsform, bei der der einzelne Ringkanal 35 durch
das Stegpaar 72, 74 in zwei Sektoren getrennt
ist, ist zum Erhöhen des Reifendrucks derjenige Sektor
des Ringkanals 35 mit Druckluft zu beaufschlagen, an dem
das Einlassventil vorgesehen ist. Um auch bei hohen Geschwindigkeiten
des Fahrzeuges den Luftdruck schnellstmöglich erhöhen
zu können, ist dieser Sektor vorteilhaft größer
zu wählen, als der Sektor des Auslasses. Da nun der Anschluss 33 immer
nur über entweder dem Einlasssektor oder über
dem Auslasssektor positioniert sein kann, ist eine Druckluftsteuerung
im Stand des Fahrzeuges aufwendiger, sodass bei dieser Ausführungsform
eine Reifendrucksteuerung erst erfolgt, wenn sich das Fahrzeug aus
dem Stand bewegt.
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In
den 9 bis 13 ist nun ein weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung gezeigt. 9 zeigt diesbezüglich
eine Draufsicht auf die Bremsscheibe 16, in der das zweite
Kanalelement enthalten ist, das das erste Kanalelement 30 umschließt.
Ferner sind in 9 drei Einlass-Anschlüsse
für die Druckluft gezeigt. Alle Einlass-Anschlüsse
sind durch eine Schutznase 18 von der Bremsscheibe abgegrenzt,
die gegen eine Bremsstaubansammlung wirkt. Das hier offenbarte Ausführungsbeispiel
beinhaltet einerseits eine Anordnung und Ausführung von erfindungsgemäßen
Elementen, durch die eine Druck luftbeaufschlagung des Kfz Reifens
während des Standes des Fahrzeuges realisiert ist; andererseits
beinhaltet diese Ausführungsform auch ein Beispiel mit
einer Anordnung und Konstruktion von Elementen, bei dem eine Beaufschlagung
des Reifens sowohl während des Standes als auch während
der Fahrt möglich ist. Schlussendlich können diese
beiden genannten Alternativen auch miteinander kombiniert sein,
wie das beispielsweise in den 10 bis 13 dargestellt
ist. Nur im Falle einer Kombination aus „Im-Stand-Beaufschlagung” und „Im-Stand-
und während-der-Fahrt-Beaufschlagung” sowie einer Ausführungsform
mit Bremsscheiben-Belüftung sind alle drei Anschlusseinheiten 33 erforderlich,
die jeweils für die drei genannten Funktionen vorgesehen sind.
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10 zeigt
eine Schnittansicht durch eine in 9 gezeigte
Schnittlinie, bei der derjenige Anschluss 33 im Schnitt
dargestellt ist, der für eine Druckluftbeaufschlagung ausschließlich
im Stand-Zustand des Fahrzeugs gedacht ist. Der Anschluss 33 führt
durch das erste Kanalelement 30 und endet in der Ausnehmung
des Ringkanals 34 am hinteren Ende des ersten Kanalelements.
Die Bremsscheibe ist mit ihrem Sattelansatz so konfiguriert, dass
hierdurch das zweite Kanalelement 28 gebildet ist. In letzterem
ist ein Auslass ausgeführt (siehe Austritt der Luftverwirbelung),
sodass die Druckluft an das Einlassventil 50 (hier nicht
gezeigt) und weiter in den Reifeninnenraum geben werden kann. Während sich
das erste Kanalelement 30 mit der Drehbewegung des Fahrzeugreifens
nicht mitbewegt, rotiert das zweite Kanalelement 28 zusammen
mit der Bremsscheibe 16 um die Radachse 17. Die
Schnittlinie von 10 führt demnach genau
durch die Auslassöffnung des zweiten Kanalelements 28 an
das Steuerventil.
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Obgleich
in 10 eine Kombination aus „Luftbeaufschlagung
ausschließlich im Stand” mit einer „Luftbeaufschlagung
im Stand und bei der Fahrt” aufgezeigt ist, ist diese Kombination
nicht zwingend.
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Im
Folgenden wird im Hinblick auf die Funktionsweise auf die einzelnen
Merkmale der Ausführungsform „Druckluftbeaufschlagung
ausschließlich im Stand” Bezug genommen, was in 10 durch die
im Ringkanal dargestellte Luftverwirbelung angezeigt ist: Die am
Anschluss 33 in die Ausnehmung des Ringkanals eingebrachte
Luft führt zu einer Druckerhöhung im Ringkanal.
Hierdurch wird das erste Kanalelement 30 entgegengesetzt
zur Druckluft-Einblasrichtung verschoben. Dieses Zurückdrücken
des ersten Kanalelements 30 führt dazu, dass die
im Zwischenraum zwischen dem ersten Kanalelement 30 und
dem zweiten Kanalelement 28 geführte Luft nur durch
den Auslass des zweiten Kanalelementes 28 entweichen kann,
und nicht etwa über diesen besagten Zwischenraum zwischen
der Bremsscheibe und dem ersten Kanalelement 30 wieder
am Ort des Anschlusses 33 ausströmt – denn
durch das Verschieben des ersten Kanalelements 30 wird
dieses an den Bremsscheibenfortsatz am Ort des Anschlusses 33 so
heran gedrückt, dass der Zwischenraum zwischen dem ersten
Kanalelement 30 und dem zweiten Kanalelement 28 verschlossen
wird. Diese Kontaktführung zwischen dem ersten Kanalelement
und dem zweiten Kanalelement, bzw. der Bremsscheibe 16 im druckluftbeaufschlagten
Zustand führte bei Rotation des Rades zu Reibungskräften,
sodass die Druckluftbeaufschlagung des Kfz-Reifens mit dieser Ausführungsform
ausschließlich im Stand Verwendung finden sollte. Wird
die Druckluftbeaufschlagung abgeschaltet, so kann sich das erste
Kanalelement 30 zumindest so weit in Druckluftbeaufschlagungsrichtung bewegen,
dass obige Reibungskräfte eliminiert sind, womit der Verschleiß zwischen dem
ersten Kanalelement 30 und dem zweiten Kanalelement 28,
bzw. der Bremsscheibe 16 wieder minimiert ist. Mit anderen Worten
ist das erste Kanalelement 30 im normalen Zustand ohne
Druckluftbeaufschlagung ohne Reibschluss in dem zweiten Kanalelement 28 der
Bremsscheibe gehalten, und erst bei Druckluftbeaufschlagung wird
das erste Kanalelement 30 so an das zweite Kanalelement 28 parallel
zur Lufteinlassrichtung zurück gedrückt, dass
der Zwischenraum zwischen dem ersten Kanalelement 30 und
dem zweiten Kanalelement 28 verschlossen wird.
-
In 11 ist
nun das Beispiel einer Ausführungsform gezeigt, bei der
eine Druckluftbeaufschlagung sowohl im Stand als auch während
der Fahrt möglich ist. Im Unterschied zu dem in 10 gezeigten
Beispiel wird hier in 11 sofort deutlich, dass das
erste Kanalelement 30 bei der Druckluftbeaufschlagung nicht
entgegengesetzt zur Lufteinfuhrrichtung zurück gedrängt
wird, womit ein Reibschluss zwischen dem ersten Kanalelement 30 und
dem zweiten Kanalelement 28 nicht realisiert wird – was andererseits
aber auch dazu führt, das ein gewisser Druckverlust aufgrund
des Zwischenraumes zwischen den beiden Kanalelementen hinzunehmen
ist. Die beiden Darstellungen in 11 zeigen
einmal eine Variante, bei der die Ausnehmung des Ringkanals 34 im
ersten Kanalelement 30 vorliegt (siehe linksseitige Variante)
und andererseits ein Beispiel, bei dem die Ausnehmung des Ringkanals 34 allein
im zweiten Kanalelement 28 vorliegt (siehe rechtsseitige Darstellung).
-
Beide
Schnittansichten führen jedoch wiederum durch den Auslass
am zweiten Kanalelement 28 zum Steuerventil (hier nicht
gezeigt).
-
Obgleich
diese Ausführungsform in Kombination mit dem Ausführungsbeispiel
aus 10 veranschaulicht ist, kann diese Ausführungsform
von 11 auch ohne die Ringkanalskonstruktion am Ende
des ersten Kanalelements 30 ausgeführt sein, wie
diese in 10 gezeigt ist. Die in 11 gezeigte
Kombination aus beiden Ringkanälen ermöglicht jedoch,
dass im Fall einer Druckluftbeaufschlagung im Stand, letztere durch
die Wahl des Anschlusseinlasses 33 ohne Druckverluste an
das hintere Ende des ersten Kanalelements 30 geführt
werden kann, sowie dies in 10 gezeigt
ist. Bei Vorliegen dieser Kombination wird eine Druckluftbeaufschlagung
gemäß 11 nur
während des Drehers des Reifens um die Fahrzeugachsel 17 vollzogen.
-
In 12 wird
nun auf die Funktionsweise einer Bremsscheibenlüftung bei
der Ausführungsform gemäß den 9 bis 13 Bezug
genommen. Zum Zweck der Belüftung führt die dritte
Anschlussöffnung 33 in Kanäle der Bremsscheibenlüftung 27,
die am Ende der Bremsscheibe so offen sind, dass die durch die Einlassöffnung 33 eingeführte
Luft hier wieder austreten kann, womit eine Kühlung der
Bremsscheibe realisiert ist. In der unteren Darstellung von 12 sieht
man einen Schnitt durch die Öffnungen dieser Bremsscheibenlüftung 27,
wobei hier zu sehen ist, dass die mittlere der drei Anschlussöffnungen 33 für
die Bremsscheibenlüftung dient, während die anderen
verbleibenden zwei Anschlussöffnungen 33 einmal
für eine Druckluftbeaufschlagung von ausschließlich
im Fahrzeugstand vorgesehen ist und die andere Anschlussöffnung 33 für
die alternative Ausführungsform einer Druckluftbeauschlagung
ohne Versatz des ersten Kanalelements 30 gemäß der
zu 11 dargelegten Funktionsweise für eine
Druckluftbeaufschlagung im Stand oder bei der Fahrt betrifft. Je
nach Wahl der Anschlussöffnung 33 (siehe 9)
ist es demnach möglich, die Bremsscheibe zu Lüften
und/oder den Fahrzeugreifen mit Druckluft zu beaufschlagen.
-
Schließlich
zeigt 13 eine Ausführungsvariante
des Ausführungsbeispieles zu den 9 bis 12,
bei dem das erste Kanalelement 30 in einem Montageelement
geführt ist, das zusammen mit der Bremsscheibe das zweite
Kanalelement bildet. Mit Hilfe dieses Montageelementes lassen sich
bestehende Bremsscheibensysteme mit dem erfindungsgemäßen
Druckluftbeaufschlagungssystem beispielsweise nachrüsten.
Das Montageelement wird mittels Schrauben, die durch Öffnungen
der Bremsscheibenerweiterung geführt sind an dieser fixiert. 13 zeigt
im übrigen die bereits in 11 offenbarte
Funktionsweise zur Druckluftbeaufschlagung des Reifens während
der Fahrt oder im Stand, bei der das erste Kanalelement 30 durch
die Druckluftbeaufschlagung nicht verschoben wird, womit einerseits zwar
ein Verschleiß vermindert, andererseits aber ein Drucksverlust
aufgrund eines Entweichen von Druckluft durch den Zwischenraum zwischen
dem ersten Kanalelement 30 und dem zweiten Kanalelement 28 hinzunehmen
ist.
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Die
Merkmale der Druckluftsteuerung, der Fahrzeugsteuerung, sowie die
Führung der Druckleitungen und die Details der Sensoren,
wie sie allesamt mit Bezug auf die 1 bis 8 beschrieben wurden,
sind auf diese Ausführungsform natürlich gleichermaßen
zu lesen.
-
In
Zusammenhang mit den Zeichnungen sei noch ausgeführt, dass
die Anzahl und Dimensionierung der einzelnen Komponenten den geforderten Volumenströmen
entsprechen kann, wodurch z. B. mehrere Steuerventile parallel geschaltet
werden können, in gleicher Weise wie Rückschlagventile 50 oder
Druckluftbeaufschlagte Auslassventile 60, wenn ein größerer
Querschnitt gewünscht wird und die Größe
des Ringkanals nicht zur Anordnung entsprechend groß dimensionierter
Ventile ausreicht. Ebenso können mehrere Kanäle
zentrisch zueinander mit unterschiedlichem Radius vorgesehen werden,
entsprechend dem Luftvolumen das übertragen werden soll.
Hinsichtlich der Größe, d. h. des Volumens des Ringkanals 35, 52 ist
auszuführen, dass der Ringkanal lediglich sicherstellen
soll, dass der entsprechende Druck, der durch die Steuerventile 38, 58 aufgebracht
wird, möglichst über dem gesamten Umfang anliegt.
Wenn die Kanalvolumina kleiner gewählt werden, gibt es
mit zunehmender Entfernung zum Steuerventil 38, 58 einen
Druckabfall, der begünstigt wird durch die Größe
des Spaltes d zwischen dem ersten und zweiten Kanalelement 30, 32.
Die Größe der Kanäle ist also so zu wählen,
dass am gegenüberliegenden Ende des Ringkanals, d. h. über
dem Steuerventil 38 um mit 180° verschoben immer
noch ein Druck herrscht, der deutlich höher ist, als der Druck
im Innenraum 24 des Reifens 22.
-
- 10
- Druckluft-Vorrichtung
- 12
- KFZ-Rad
- 14
- stationärer
Teil
- 16
- Bremsscheibe
- 17
- Radachse
- 18
- Schutznase
gegen Bremsstaub
- 20
- Felge
- 22
- Kraftfahrzeugreifen
- 24
- Innenraum
des Kraftfahrzeugreifens
- 26
- Halter
der Bremsscheibe
- 27
- Bremsscheibenlüftung
- 28
- zweites
Kanalelement
- 30
- erstes
Kanalelement
- 31
- Adapter
- 32
- Montageeinrichtung
- 33
- Anschluss
- 34
- Ausnehmung
des Ringkanals
- 35
- Ringkanal
- 36
- weitere
Ausnehmung des Ringkanals
- 36a/b
- Sektoren
des Ringkanals
- 38
- Steuerventil
- 40
- Druckmittelquelle
- 42
- Steuereingang
- 44
- Druckluftsteuerung
- 46
- Fahrzeugsteuerung
- 48
- Druckleitung
- 49
- Drucksensor
- 50
- Einlassventil,
bzw. Rückschlagventil
- 52
- Auslassringkanal
- 54,
56
- Ausnehmung
- 58
- Anschluss;
Steuerventil
- 60
- Auslassventil
- 62
- Druckluftleitung
- 64
- Ausgang,
bzw. Bereich geringen Drucks
- 70
- Positionserfassungseinrichtung;
Markierung
- 71
- ferromagnetisches
Element
- 72
- Steg
- 74
- Steg
- 100
- erstes
Kreisring-Element
- 102
- zweites
Kreisringelement (mitdrehend)
- 105
- integrierter
Ringkanal
- 103
- Rückschlagventil
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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Zitierte Patentliteratur
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