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DE102009037018A1 - Operationsmikroskop und Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position oder eines Arbeitsabstandes mit einem Operationsmikroskop - Google Patents

Operationsmikroskop und Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position oder eines Arbeitsabstandes mit einem Operationsmikroskop Download PDF

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DE102009037018A1
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Abstract

Es wird ein Operationsmikroskop (3) zur Betrachtung eines Operationsfelds (27) zur Verfügung gestellt. Das Operationsmikroskop umfasst: eine Steuerung (43) zum Steuern motorisch angetriebener Positioniermittel zum Verändern der Position des Operationsmikroskops (3) und/oder seines Arbeitsabstandes in Bezug auf das Operationsfeld (27), einen Speicher (45) mit wenigstens einer gespeicherten Position (Pup, Pdown) des Operationsmikroskops (3) und/oder wenigstens einem gespeicherten Arbeitsabstand und Betätigungsmittel (2) zum Auslösen eines von der Steuerung (43) gesteuerten Anfahrens einer gespeicherten Position (Pup, Pdown) und/oder eines gespeicherten Arbeitsabstandes mit einer Verfahrgeschwindigkeit entlang eines Verfahrwegs. Mit dem Speicher (45) ist eine Eingabeeinheit (47) verbunden, die das Eingeben und/oder das Ändern wenigstens einer vorgegebenen und/oder wenigstens eines vorgegebenen Verfahrwegs ermöglicht.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Operationsmikroskop, insbesondere ein ophthalmologisches Operationsmikroskop, und ein Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position oder eines Arbeitsabstandes mit einem solchen Operationsmikroskop.
  • Insbesondere in ophthalmologischen Chirurgie, aber auch in anderen Bereichen der Mikrochirurgie, etwa der Dentalchirurgie, der Gefäßchirurgie, der Neurochirurgie, der plastischen Chirurgie, etc werden Operationsmikroskope eingesetzt. Ein Operationsmikroskop muss hierbei sehr hohen optischen Anforderungen genügen, um eine kontrastreiche und scharfe Abbildung des Operationsbereichs zu gewährleisten, und möglichst frei positionierbar sein, um neben einer guten Sicht auf den Operationsbereich auch die Zugänglichkeit zum Operationsbereich zu gewähren.
  • Bei der Positionierung eines Operationsmikroskops ist der Abstand des Mikroskophauptobjektivs von dem Operationsfeld als dem betrachteten Beobachtungsobjekt von Bedeutung, da Operationsmikroskope in der Regel nur eine begrenzte Schärfentiefe aufweisen. Wenn nacheinander unterschiedliche Tiefenbereiche des Operationsfelds betrachtet werden sollen, deren Abstand die Schärfentiefe des Operationsmikroskops übersteigt, muss bei einem Operationsmikroskop mit fester Objektivbrennweite das Operationsmikroskop in der Höhe Verfahren werden, um seine Fokusebene in die jeweilige Tiefenbereiche zu bringen. Bei einem derartigen Verlagern der Fokusebene spricht man auch vom sog. Außenfokus. Alternativ kann ein Operationsmikroskop Verwendung finden, das ein Objektiv mit veränderbarer Objektivbrennweite (sog. Vario-Objektiv) umfasst. Ein solches Vario-Objektiv umfasst mehrere Objektivlinsen oder Objektivlinsengruppen, wobei wenigstens eine Objektivlinse oder Objektivlinsengruppe entlang der optischen Achse des Objektivs verschiebbar ist. Durch Verschieben der wenigstens einen Objektivlinse oder Objektivlinsengruppen kann dann die Fokusebene verlagert werden, ohne dass die Position des Operationsmikroskops verändert werden muss. Mittels eines Vario-Objektivs kann also der Arbeitsabstand des Operationsmikroskops, d. h. der Abstand zwischen dem Objektiv und der Fokusebene, eingestellt werden. Bei einem Verlagern der Fokusebene mittels eines Vario-Objektivs spricht man vom Innenfokus. Zum Verändern des Außenfokus und ggf. zum Verändern des Innenfokus sind häufig motorisch angetriebene Einheiten vorhanden, die entweder das gesamte Mikroskop verfahren (Außenfokus) oder eine Objektivlinse bzw. Objektivlinsenkombination (Innenfokus).
  • Beispielsweise bei einer der am häufigsten im Ophthalmologiebereich durchgeführten Operationstechniken, nämlich bei der Kataraktoperation, bei der eine getrübte Linse durch eine künstliche Linse ersetzt wird, besteht oftmals der Wunsch bzw. die Notwendigkeit, die Fokusebene während der Operation um ca. 30–40 mm zu variieren bzw. über das Auge zu verlagern. Die Verlagerung ermöglicht dem Chirurgen Manipulationen der künstlichen Linse wie etwa ein Falten oder ein Einführen in einen Applikator unter mikroskopischer Beobachtung durch das Operationsmikroskop. Anschließend wird dann unter mikroskopischer Beobachtung die künstliche Linse mit Hilfe des Applikators in das Auge eingebracht. Hierzu muss die Fokusebene in das Auge zurückverlagert werden.
  • Bei einer anderen Operationstechnik wird mit Hilfe eines einschwenkbaren Vorsatzmoduls, welches eine sog. Ophthalmoskopierlupe umfasst, die Sicht auf den Augenhintergrund ermöglicht. Derartige Vorsatzmodule sind bspw. in DE 10 2005 011 781 B4 und DE 10 2006 047 459 A1 beschrieben. Um das Vorsatzmodul während der Operation kollisionsfrei einschwenken zu können, ist es oftmals notwendig, dass zuvor das Operationsmikroskop mehrere Zentimeter nach oben verfahren wird, um es dann nach dem Einschwenkvorgang wieder in die Ausgangsposition zurückzufahren. Ein Vorsatzmodul mit Ophthalmoskopierlupe erzeugt ein Zwischenbild, das einige Zentimeter über dem Auge liegt und das mit dem Operationsmikroskop beobachtet wird. Die Verschiebung der Bildebene kann zwar durch eine im Vorsatzmodul angeordnete Reduktionsoptik ausgeglichen werden, indem die effektive Brennweite so weit reduziert wird, dass das über dem Auge liegende Zwischenbild des Fundus vom Operationsmikroskop mehr oder weniger scharf abgebildet wird. Dies hat zur Folge, dass man, wenn das Vorsatzmodul ausgeschwenkt ist, die Oberfläche des Auges scharf sieht, bei eingeschwenktem Vorsatz dagegen den Fundus (wobei etwas Nachjustieren immer notwendig ist). Trotzdem wollen viele Chirurgen das Operationsmikroskop beim Ein- und Ausschwenken schnell hochfahren, so dass räumlich mehr Platz vorhanden ist, um den Vorsatz aus dem OP-Bereich ein- bzw. auszuschwenken. Die Arbeitsweise ist also: Beobachtung der Oberfläche des Auges; Hochfahren des Mikroskops; Einschwenken des Vorsatzmoduls; Runterfahren des Mikroskops; Beobachtung des Fundus bzw. Beobachtung des Fundus; Hochfahren des Mikroskops; Ausschwenken des Vorsatzmoduls; Runterfahren des Mikroskops; Beobachtung der Oberfläche des Auges. Beim Einsatz eines sog. indirekten ophthalmoskopischen Kontaktglases verhält es sich anders. Hier wird auch ein Zwischenbild über dem Auge erzeugt, aber es steht keine Reduzieroptik zur Verfügung. Bei einem Außenfokus muss das Mikroskop in eine obere Position gefahren werden, um auf das Zwischenbild zu fokussieren. Diese Position ist dann eine echte Arbeitsposition.
  • Da das Verlagern eines Operationsmikroskops in der Regel relativ langsam erfolgt, um ein Feinjustieren des Fokusebene während einer Operation zu erleichtern, ist das Hin-und-Her-Verfahren des Operationsmikroskops kompliziert und zeitaufwändig. Wenn der Chirurg daher bspw. bei der erstgenannten Operationstechnik auf ein Verfahren des Operationsmikroskops verzichtet und das Manipulieren der künstlichen Linse ohne Operationsmikroskop durchführt, muss er den Blick vom Operationsmikroskop abwenden. Dies führt dazu, dass er das Auge, das beim Blick durch das Operationsmikroskop üblicherweise auf unendlich akkomodiert ist, neu akkomodieren muss.
  • Aus DE 10 2005 053 703 B4 sind Mikroskopbewegungen sowie Änderungen des Arbeitsabstandes anhand voreingestellter Positionen bekannt. Dieser Stand der Technik beschreibt ein Operationsmikroskop, bei dem vorbestimmte Betriebsmodi gespeichert sind und bei dem das Operationsmikroskop durch Betätigen einer Auslösevorrichtung in einen von mehreren vorbestimmten Betriebsmodi gebracht werden kann. Bei einem Bringen in einen bestimmten Betriebsmodus werden abgespeicherte Betriebsparameter wie etwa ein Arbeitsabstand oder eine x-, y- oder z-Position angefahren.
  • Die DE 103 05 117 A1 beschreibt eine Einrichtung und eine Software zum Steuern eines Mikroskopiersystems, in dem Mikroskoptischpositionen gespeichert werden, die motorgesteuert angefahren werden können.
  • Trotz dieses Standes der Technik besteht weiterhin ein Bedarf, das Verfahren eines Operationsmikroskops in wenigstens eine Position weiter zu verbessern.
  • Der Erfindung liegt daher Aufgabe zugrunde, ein Operationsmikroskop zur Verfügung zu stellen, mit dem das Anfahren einer gespeicherten Position und/oder eines gespeicherten Arbeitsabstandes weiter verbessert werden kann. Der Erfindung liegt als weitere Aufgabe zugrunde, ein vorteilhaftes Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position und/oder eines Arbeitsabstandes mit einem Operationsmikroskop zur Verfügung zu stellen.
  • Diese Aufgaben werden durch ein Operationsmikroskop nach Anspruch 1 bzw. ein Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position und/oder eines Arbeitsabstandes mit einem Operationsmikroskop, wie es in nach Anspruch 12 definiert ist, gelöst. Die abhängigen Ansprüche enthalten vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung.
  • Ein erfindungsgemäßes Operationsmikroskop zur Betrachtung eines Operationsfelds, umfasst eine Steuerung zum Steuern motorisch angetriebener Positioniermittel zum Verändern der Position des Operationsmikroskops und/oder seines Arbeitsabstandes in Bezug auf das Operationsfeld, einen Speicher zum Speichern wenigstens einer Position des Operationsmikroskops und/oder wenigstens eines Arbeitsabstandes sowie Betätigungsmittel zum Auslösen eines von der Steuerung gesteuerten Anfahrens einer gespeicherten Position und/oder eines gespeicherten Arbeitsabstandes mit einer Verfahrgeschwindigkeit entlang einem Verfahrweg. Erfindungsgemäß ist eine mit dem Speicher verbundene Eingabeeinheit vorhanden, die das Eingeben und/oder das Ändern wenigstens einer vorgegebenen Verfahrgeschwindigkeit und/oder wenigstens eines vorgegebenen Verfahrwegs ermöglicht.
  • Dadurch, dass die Verfahrgeschwindigkeit und/oder der Verfahrweg des Operationsmikroskops für wenigstens einen Positionswechsel und/oder einen Wechsel des Arbeitsabstandes eingegeben oder geändert werden können, wird eine individuelle Anpassung an Vorlieben und Gewohnheiten eines Chirurgen möglich. Verschiedene Chirurgen können dadurch bei gleicher Ausrüstung jeweils individuell konfigurierte Anfahrrouten und Anfuhrgeschwindigkeiten zum Anfahren einer gespeicherten Position und/oder eines gespeicherten Arbeitsabstandes verwenden.
  • Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass im Falle eines Außenfokus ein bestimmter Arbeitsabstand einer bestimmten Position des Operationsmikroskops entspricht, da die Berennweite und damit der Abstand der Fokusebene vom Objektiv beim Außenfokus unveränderlich sind. Ein unabhängiges Einstellen von Position und Arbeistabstand ist daher nicht möglich, es sei den, es findet ein Objektivwechsel statt. Im Falle eines Innenfokus kann dagegen der Arbeitsabstand des Operationsmikroskops unabhängig von seiner Position in Bezug auf das Beobachtungsobjekt variiert werden, da neben der Mikroskopposition auch die Position der beweglichen Linse bzw. Linsengruppe des Vario-Objektivs zum Einstellen der Objektivbrennweite verändert werden kann. Ein Operationsmikroskop weist eine typische Fokussiergeschwindigkeit auf, mit der der Operateur bei einem Außenfokus das Mikroskop und bei einem Innenfokus und die Position der beweglichen Linse bzw. Linsengruppe zum Fokussieren des Mikroskops bewegt. Die vorgegebene Verfahrgeschwindigkeit entspricht wenigstens dem 1,3-fachen dieser Fokussiergeschwindigkeit, vorzugsweise mindestens dem 1,5-fachen.
  • Insbesondere können im erfindungsgemäßen Operationsmikroskop für jede gespeicherte Position und/oder für jeden gespeicherten Arbeitsabstand wenigstens zwei, vorzugsweise mehr als zwei vorgegebene Verfahrgeschwindigkeiten und/oder wenigstens zwei, vorzugsweise mehr als zwei, vorgegebene Verfahrwege im Speicher gespeichert oder speicherbar sein. Das Operationsmikroskop umfasst in dieser Ausgestaltung außerdem eine Auswahlvorrichtung, die für eine gespeicherte Position und/oder für einen gespeicherten Arbeitsabstand ein Auswählen einer der gespeicherten Verfahrgeschwindigkeiten und/oder eines der gespeicherten Verfahrwege ermöglicht. Dadurch wird eine freie Kombination einer gespeicherten Position und/oder einem gespeicherten Arbeitsabstand mit einer der gespeicherten Verfahrgeschwindigkeiten und/oder einem der gespeicherten Verfahrwege ermöglicht, so dass eine hohe Zahl an Kombinationsmöglichkeiten mit relativ wenig Speicherbedarf realisierbar ist.
  • Alternativ ist es auch möglich, dass für jede gespeicherte Position und/oder für jeden gespeicherten Arbeitsabstand jeweils genau eine Verfahrgeschwindigkeit und/oder genau ein Verfahrweg im Speicher gespeichert oder speicherbar ist, wobei jeweils eine feste Zuordnung zwischen einer gespeicherten Position und/oder einem gespeicherten Arbeitsabstand einerseits sowie einer gespeicherten oder speicherbaren Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem gespeicherten oder speicherbaren Verfahrweg andererseits vorhanden ist. Das Speichern von fixen Kombinationen aus jeweils einer Position und/oder einem Arbeitsabstand einerseits und genau einer Verfahrgeschwindigkeit und/oder genau einem Verfahrweg andererseits ermöglicht es dann bspw. die Kombinationen in einem Menü anzuordnen um ein Aufrufen mit einem einzigen Auswahlvorgang zu ermöglichen. Wenn dagegen eine freie Kombinierbarkeit im Vordergrund steht, sind mehrere Auswahlvorgänge nötig, um eine Kombination aus jeweils einer Position und/oder einem Arbeitsabstand einerseits und einer Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem Verfahrweg andererseits zu erstellen, was sich bei einer Operation wegen des damit verbundenen Zeitaufwands nachteilig auswirken kann.
  • In einer speziellen Ausgestaltung des Operationsmikroskops sind im Speicher wenigstens eine untere Arbeitsposition und wenigstens eine oberen Arbeitsposition gespeichert, wobei die Arbeitspositionen bspw. unterschiedliche Abstände zwischen dem Operationsmikroskops und dem Operationsfeld realisieren. Diese Ausgestaltung ist relativ einfach zu realisieren und deckt bereits viele wesentliche Einsatzbereiche ab, beispielsweise die eingangs mit Bezug auf die Opthalmologie erwähnten Operationstechniken, in denen rasch eine oberen Position oder eine unteren Position angefahren werden sollen.
  • In einer Weiterbildung dieser speziellen Ausgestaltung enthält der Speicher eine obere Arbeitsposition, insbesondere genau eine obere Arbeitsposition, und eine untere Arbeitsposition, insbesondere genau eine untere Arbeitsposition. Außerdem ist eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichtung vorhanden, die ein Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition registriert und ein Anfahren der unteren Arbeitsposition sperrt, wenn sie nicht innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition das Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition registriert hat. Diese Weiterbildung stellt eine Schutzfunktion dar, die zu verhindern hilft, dass die untere Position angefahren wird, ohne dass zuvor die obere Position angefahren worden ist.
  • Beispielsweise kann die anzufahrende Position statt basierend auf einer aufwändigen absoluten Positionsbestimmung in einer weniger aufwändigen Variante durch eine Richtung und eine Strecke definiert sein. In diesem Fall ist keine Information über die absolute Position des Operationsmikroskops vor dem Anfahren der unteren Position vorhanden. Daher könnte das Anfahren der unteren Position ohne vorheriges Anfahren der oberen Position zu nahe an des Operationsfeld heranführen und dadurch zu Beschädigungen des Operationsmikroskops oder zu Verletzungen des Patienten führen. Mit der beschriebenen Weiterbildung kann ein Anfahren der unteren Position ohne vorheriges Anfahren der oberen Position unterbunden werden. Der Zeitraum innerhalb dessen vor einem Anfahren der unteren Position die obere Position angefahren worden sein muss, kann dabei auf den im Rahmen der Operationstechnik zu erwartenden zeitlichen Abstand zwischen dem Anfahren der oberen Position und dem darauf folgenden Anfahren der unteren Position abgestimmt sein.
  • In einer Weiterbildung der beschriebenen speziellen Ausgestaltung, die zusätzlich oder alternativ vorhanden sein kann, ist außerdem eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichtung vorhanden, die ein vollständiges zurücklegen des Verfahrensweges in die obere Arbeitsposition registriert und ein Anfahren der unteren Arbeitsposition sperrt, wenn sie nicht vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition das vollständige Zurücklegen des Verfahrensweges in die obere Arbeitsposition registriert hat. Auch diese Weiterbildung stellt eine Schutzfunktion dar. Sie verhindert, dass die untere Position im Falle eines bspw. aufgrund einer Fehlfunktion unvollständig ausgeführten Verfahrensweges zur oberen Position angefahren werden kann. Auch dies ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn die Positionen jeweils lediglich durch eine Richtung und eine Strecke definiert ist, statt durch absolute Koordinaten.
  • In noch einer Weiterbildung der beschriebenen speziellen Ausgestaltung, die zusätzlich oder alternativ zu den zuvor beschriebenen Weiterbildungen vorhanden sein kann, ist eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichung vorhanden, die bei einem Anfahren einer Arbeitsposition diejenige Verfahrwegkomponente des zurückgelegten Verfahrwegs registriert, die entlang der optischen Achse des Objektivs verläuft, und ein Anfahren einer unteren Arbeitsposition nur um denjenigen Betrag entlang der optischen Achse des Objektivs frei gibt, um den die Summe der beim Anfahren einer oberen Arbeitsposition des Objektivs entlang der optischen Achse zurückgelegten Verfahrwegkomponenten größer ist als die Summe der beim Anfahren einer unteren Arbeitsposition des Objektivs entlang der optischen Achse zurückgelegten Verfahrwegkomponenten, und ein Anfahren einer unteren Arbeitsposition ansonsten sperrt. Diese Weiterbildung ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn mehr als eine einzige obere Arbeitsposition und/oder mehr als eine einzige untere Arbeitsposition gespeichert sind. Sie ermöglicht ein Ausführen bspw. mehrerer Anfahrvorgänge über kurze Strecken in untere Positionen nacheinander, ohne dass dazwischen ein Anfahren einer oberen Position zu erfolgen braucht, wenn zuvor ein Anfahren einer oberen Position über eine ausreichend lange Strecke erfolgt ist. Dadurch dass diejenigen Komponenten der Verfahrwege Berücksichtigung finden, die entlang der optischen Achse verlaufen, also in Richtung auf das Operationsfeld zu oder von diesem weg, kann sichergestellt werden, dass lediglich die relevante Bewegungskomponente in die gebildeten Summen eingeht. Dies ist von Bedeutung, wenn kurvige oder schräge Verfahrwege vorliegen, da dann bspw. die beim Verfahren in eine obere Position zurückgelegte Strecke zwar absolut lang sein kann, in der relevanten Richtung entlang der optischen Achse jedoch nur eine kurze Komponente aufweist (etwa bei einem stark aus der Horizontalen abweichenden Verfahrweg).
  • Wie bereits erwähnt, können im erfindungsgemäßen Operationsmikroskop die gespeicherten Positionen in Form einer Richtung und einer Strecke gespeichert sein. Diese Ausgestaltung benötigt keine Erfassung absoluter Positionsdaten des Operationsmikroskops. Es sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Definieren der gespeicherten Positionen in Form einer Richtung und einer Strecke nicht bedeutet, dass der Verfahrweg entlang dieser Strecke zu erfolgen braucht. Er kann vielmehr frei festgelegt werden, solange sein Endpunkt der durch die Richtung und die Strecke festgelegten Position entspricht.
  • In einer alternativen Ausgestaltung des Operationsmikrioskops wird der Steuerung mithilfe einer Positionserfassungsvorrichtung die Position des Operationsmikroskops in Bezug auf das Operationsfeld in einem Koordinatensystem zur Verfügung gestellt. Außerdem ist die wenigstens eine gespeicherte Position in Koordinaten des Koordinatensystems gegeben. Dies ermöglicht es, die gespeicherten oder speicherbaren Positionen in absoluten Koordinaten zur Verfügung zu stellen, was zwar einen größeren Aufwand als die zuvor beschriebenen relativen Positionsangaben erfordert, dafür jedoch zusätzliche Sicherheitsaspekte dahingehend ermöglicht, dass der Abstand zwischen dem Operationsfeld und dem Operationsmikroskop automatisch überwacht werden kann.
  • Das erfindungsgemäße Operationsmikroskop ermöglicht das Durchführen eines erfindungsgemäßen Verfahrens zum gesteuerten Anfahren einer Position mit einem Operationsmikroskop und/oder zum Anfahren eines Arbeitsabstandes des Operationsmikroskops in Bezug auf das Operationsfeld. In diesem erfindungsgemäßen Verfahren wird für das Anfahren einer Position und/oder eines Arbeitsabstandes diese bzw. dieser aus einem Speicher des Operationsmikroskops ausgelesen. Das Anfahren erfolgt dann mit einer Verfahrgeschwindigkeit entlang eines Verfahrwegs Außerdem wird bezüglich der Verfahrgeschwindigkeit und/oder des Verfahrwegs ein Speicher ausgelesen, der wenigstens einen von einem Benutzer eingegebenen oder ausgewählten Verfahrweg und/oder wenigstens eine von einem Benutzer eingegebene oder ausgewählte Verfahrgeschwindigkeit enthält.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren ermöglicht das Realisieren der Vorteile, die mit Bezug auf das erfindungsgemäße Operationsmikroskop erläutert wurden. Auf eine Wiederholung an dieser Stelle wird daher verzichtet.
  • Insbesondere kann im erfindungsgemäßen Verfahren bezüglich der Verfahrgeschwindigkeit und/oder des Verfahrwegs ein Speicher ausgelesen werden, der für eine Position und/oder einen Arbeitsabstand wenigstens zwei unterschiedliche Verfahrgeschwindigkeiten und/oder wenigstens zwei unterschiedliche Verfahrwege enthält. Auf der Basis einer von einem Benutzer getroffenen Auswahl wird dann eine gespeicherte Position und/oder ein gespeicherter Arbeitsabstand mit einer gespeicherten Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem gespeicherten Verfahrweg verknüpft.
  • Vorteilhafterweise ist im Rahmen des erfindungsgemäßen Verfahrens wenigstens eine Sicherheitsfunktion vorhanden, die ein Zu-nahe-Kommen des Operationsmikroskops an das Operationsobjekt infolge des Anfahrens einer Position verhindert oder erschwert. In einer ersten Ausgestaltung ist diese Funktion derart realisiert, dass eine obere Arbeitsposition und eine untere Arbeitsposition angefahren werden können und dass ein Anfahren der unteren Arbeitsposition nur frei gegeben wird, wenn innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Anfahren der unteren Arbeitsposition die obere Arbeitsposition angefahren worden ist. Zusätzlich oder alternativ kann sie so ausgestaltet sein, dass ein Anfahren der unteren Arbeitsposition nur frei gegeben wird, wenn zuvor der gesamte Verfahrweg zur oberen Arbeitsposition durchfahren worden ist. Eine weitere zusätzliche oder alternative Möglichkeit zur Realisierung der Sicherheitsfunktion kann so ausgestaltet sein, dass bei einem Anfahren einer Arbeitsposition die entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegte Verfahrwegkomponente des Verfahrwegs registirert wird und ein Anfahren einer unteren Arbeitsposition nur um denjenigen Betrag entlang der optischen Achse des Objektivs frei gegeben wird, um den die Summe der beim Anfahren einer oberen Arbeitsposition entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegten Verfahrwegkomponenten größer ist als die Summe der beim Anfahren einer unteren Arbeitsposition entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegten Verfahrwegkomponenten.
  • In diesem Zusammenhang können obere Positionen und untere Positionen insbesondere in Bezug auf eine zuvor angefahrene Position definiert sein, wobei die Richtung der Verfahrwegkomponenten entlang der optischen Achse des Objektivs beim Anfahren der anzufahrenden Position von der zuvor angefahrenen Position aus darüber entscheidet, ob die anzufahrende Position eine obere Position oder eine untere Position ist.
  • Auch die Vorteile der Sicherungsfunktion wurden bereits im Rahmen des erfindungsgemäßen Operationsmikroskops beschrieben, so dass auf eine erneute Beschreibung an dieser Stelle verzichtet wird.
  • Weitere Merkmale, Eigenschaften und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die beiliegenden Figuren.
  • 1 zeigt ein Stativ mit einer Mikroskophalterung und einem daran angeordneten Operationsmikroskop.
  • 2 zeigt die Freiheitsgrade, die das Stativ und die Halterung aus 1 zur Verfügung stellen.
  • 3 zeigt ein Operationsmikroskop für die Augenchirurgie.
  • 4 zeigt die Komponenten einer Steuerung für das Anfahren einer Position und/oder eines Arbeitsabstandes durch das Operationsmikrsoskop.
  • In 1 ist ein Stativ 1 mit einem daran befestigten Operationsmikroskop 3 dargestellt. Das Stativ 1 ruht auf einem Stativfuß 5, an dessen Unterseite Rollen 6 vorhanden sind, die ein Verfahren des Stativs 1 ermöglichen. Um ein ungewolltes Verfahren des Stativs 1 zu verhindern, besitzt der Stativfuß 5 außerdem eine Fußbremse 7.
  • Das eigentliche Stativ 1 umfasst als Stativglieder eine höhenverstellbare Stativsäule 8, einen Tragarm 9, einen Federarm 10, und eine Mikroskopaufhängung 11, welche ihrerseits ein Verbindungselement 13, einen Schwenkarm 15 und einen Haltearm 14 umfasst. Die Freiheitsgrade, welche die Stativglieder zum Positionieren des Operationsmikroskops 3 zur Verfügung stellen, sind in 2 gezeigt. Der Tragarm 9 ist an seinem einen Ende um eine Achse A drehbar mit der Stativsäule 8 verbunden. Am anderen Ende des Tragarms 9 ist ein Ende des Federarms 10 um eine zur Achse A parallele Achse B drehbar befestigt, so das der Tragarm 9 und der Federarm 10 einen Gelenkarm bilden. Das andere Ende des Federarms 10 ist von einem Kippmechanismus gebildet (nicht dargestellt), an dem die Mikroskopaufhängung 11 befestigt ist und der ein Verkippen der Mikroskopaufhängung 11 um die Achse C ermöglicht.
  • Die Mikroskopaufhängung 11 weist eine Drehachse D, eine Schwenkachse E sowie eine Kippachse F auf, um die sich das Mikroskop drehen, schwenken bzw. verkippen lässt. Mit einem Verbindungselement 13 ist die Mikroskopaufhängung 11 am äußeren Ende des Federarms 10 um die Drehachse D drehbar befestigt. Die Drehachse D erstreckt sich entlang des Verbindungselementes 13. An das Verbindungselement 13 schließt sich ein Schwenkarm 15 an, mit dessen Hilfe sich das Mikroskop 3, genauer gesagt ein am Schwenkarm 15 angebrachter Haltearm 14, an dem das Mikroskop 3 mittels einer Mikroskophalterung (nicht dargestellt) befestigt ist, um die Schwenkachse E schwenken lässt. Die Schwenkachse E erstreckt sich durch den Schwenkarm 15. Der Winkel zwischen Schwenkarm 15 und Verbindungselement 13, d. h. der Winkel zwischen der Schwenkachse E und der Drehachse D, kann mittels einem zwischen dem Verbindungsteil 13 und dem Schwenkarm 15 angeordneten Verstellmechanismus variiert werden.
  • Durch den Haltearm 14 verläuft senkrecht zur Darstellungsebene die Kippachse F, die ein Verkippen des Operationsmikroskops 3 ermöglicht. Das Operationsmikroskop 3 ist mittels einer nicht dargestellten Mikroskophalterung am Haltearm 14 befestigt.
  • Die Freiheitsgrade der Mikroskopaufhängung 11 sowie die Einstellmöglichkeiten des Operationsmikroskops 3, bspw. Fokussierung, Schärfe, Vergrößerungsfaktor, etc, können über eine Stelleinrichtung 2 eingestellt werden, das im vorliegenden Ausführungsbeispiel als Fußschaltpult dargestellt ist. Es kann aber auch als Handschaltelement oder als Kombination von beiden realisiert sein. Es ist außerdem möglich, eine Stelleinrichtung für das Gesamtsystem aus Stativ, Halterung und Mikroskop vorzusehen oder für einzelne Geräte des Gesamtsystems individuelle Stelleinrichtungen vorzusehen, bspw. getrennte Stelleinrichtungen für Stativ 1, Halterung 11 und Mikroskop 3.
  • Um ein ungewolltes Verstellen des Mikroskops 3 aus einer gewählten Position zu verhindern, sind die Stativglieder bzw. die Gelenke zwischen den Stativgliedern mit Bremsen (nicht dargestellt) versehen, welche nach dem Positionieren des Mikroskops 3 fixiert werden. Als Bremsen kommen sowohl manuell als auch elektrisch zu betätigende Bremsen in Frage.
  • In 3 ist als ein Beispiel für das Operationsmikroskop 3 aus den 1 und 2 ein sogenanntes ein Ophthalmo-Operationsmikroskop zur Betrachtung eines meschnlichen Auges 23 als Operations-Objekt abgebildet. Das Operationsmikroskop 3 ist als ein Stereomikroskop mit einem Binokulartubus 25 ausgebildet durch den der Chirurg das Auge 23 dreidimensional betrachten kann. Es umfasst einen Operationsmikroskop-Grundkörper 19, in dem beispielsweise ein Mikroskop-Hauptobjektiv mit fester Brennweite oder ein mittels elektromechanischen Antriebes in seiner Brennweite verstellbares Mikroskop-Hauptobjektivsystem 21 (Vario-Objektiv) mit einem Zoomsystem vorhanden ist. Der Operationsmikroskop-Grundkörper 19 ist mittels der Mikroskopaufhängung 11 an dem in 3 nicht dargestellten Stativ befestigt. Hierdurch wird einem operierenden Arzt ermöglicht, das Ophthalmo-Operationsmikroskop 3 in einer gewünschten Arbeitsposition relativ zu einem Patientenauge 23 zu positionieren.
  • Das Patientenauge 23 ist ein räumlich ausgedehntes Organ mit einem sogenannten Glaskörper 27, der zwischen dem Augenvordergrund 29 mit Hornhaut und Linse und dem Augenhintergrund 31 mit der Netzhaut angeordnet ist. Die räumliche Ausdehnung des Glaskörpers 27 beträgt etwa 17 mm. Sie übersteigt damit die Schärfentiefe eines Operationsmikroskops, die je nach eingestellter Vergrößerung üblicherweise zwischen 0,35 mm und 4 mm liegt. Daher muss ein operierender Arzt bei Eingriff an einem Patientenauge den Arbeitsabstand des Operationsmikroskops nachjustieren, wenn er räumlich weit auseinanderliegende, unterschiedliche Abschnitte des Auges mit dem Operationsmikroskop 3 scharf sehen will. Das Nachjustieren erfolgt im Falle eines Objektivs mit fester Brennweite via Außenfokus, d. h. durch entsprechendes Verfahren des Mikroskop-Hauptkörpers 19 von einer ersten ursprünglichen Position in eine neue, an den neuen Beobachtungsort angepasste zweite Position. Im Falle eines Vario-Objektivs kann das Nachjustieren via Innenfokus erfolgen, d. h. durch Verstellen der Brennweite des Mikroskop-Hauptobjektivsystems 21.
  • Im entspannten Zustand gewährleisten Hornhaut und Linse eines gesunden Patientenauges, dass ein paralleles, auf das Auge 23 einfallendes Lichtstrahlenbündel auf den Augenhintergrund 31 fokussiert wird. Um einem operierenden Arzt zu ermöglichen, dass während einer Augenoperation auch tief im Innern des Auges 23 liegende Bereiche mit einem Operationsmikroskop 3 scharf gesehen werden können, ist dem Ophthalmo-Mikroskop 3 eine Ophthalmoskopierlupe 33 mit positiver Brechkraft zugeordnet. Die Ophthalmoskopierlupe 33 ist mit einem optischen System zur Strahlvertauschung und Bildumkehr 35 an einer verstellbaren Halterung 37 am Operationsmikroskop-Grundkörper 19 gehalten. Die Halterung 37 mit der Ophthalmoskopierlupe 33 und dem optischen System zur Strahlvertauschung und Bildumkehr 35 kann um die Achse 39 in der mittels des Doppelpfeils 41 angedeuteten Weise in und aus dem Beobachtungsstrahlengang des Operationsmikroskops geschwenkt werden. Um ein ungehindertes Ein- und Ausschwenken der Ophthalmoskopierlupe 33 und des optischen System zur Strahlvertauschung und Bildumkehr 35 zu ermöglichen, wird vor einem Ein- oder Ausschwenken das Operationsmikroskop 3 in eine weiter vom Auge 23 entfernte Position gebracht und der Beendigung des Schwenkvorgangs wieder in seine Ursprungsposition zurückgefahren.
  • Das Steuern der Freiheitsgrade des Stativs 1 für ein rasches Verfahren des Operationsmikroskops aus einer unteren Position Pdown in einer oberen Position Pup wird nachfolgend mit Bezug auf 4 beschrieben. Diese zeigt in Form eines Blockschaltbildes die Ausstattung des Operationsmikroskops, die ein rasches Positionieren des Operationsmikroskops 3 entlang eines Verfahrwegs mit einer Verfahrgeschwindigkeit bspw. im Bereich von 5 bis 10 mm/s ermöglicht. Dies kann insbesondere dazu verwendet werden einen Außenfokus rasch zu realisieren oder den Abstand zum Auge zu vergrößern, wenn die Ophthalmoskopierlupe eingeschwenkt oder ausgeschwenkt werden soll, und anschließend wieder zu verkleinern. Das Operationsmikroskop umfasst hierzu eine Steuerung, die mit dem Stativ 1 zum Ausgeben von Steuersignalen an dessen Antriebsmotoren verbunden ist. Darüber hinaus ist die Steuerung 43 mit einem Speicher 45 verbunden, in dem wenigstens eine Position des Operationsmikroskops 3 gespeichert werden kann. Vorzugsweise ist ein Mehrzahl von Positionen im Speicher 43 speicherbar. Diese Positionen können insbesondere Arbeitspositionen zum Beobachten verschiedener Abschnitte des Auges, Positionen zum Ein- bzw. Ausschwenken der Ophthalmoskopierlupe, et cetera sein. Falls das Operationsmikroskop 3 ein Vario-Objektiv umfasst, kann der Speicher 43 alternativ oder vorzugsweise zusätzlich zu den Mikroskoppositionen auch zum Speichern von Arbeitsabständen ausgelegt sein. Die Arbeitsabstände sind dann in Form von Positionen einer beweglich angeordneten Linse oder Linsengruppe innerhalb des Vario-Objektivs im Speicher 43 hinterlegbar.
  • Außerdem sind im Speicher Verfahrwege und Verfahrgeschwindigkeiten, über die beziehungsweise mit denen das Verfahren des Mikroskops 3 in eine anzufahrende Position erfolgt, hinterlegbar.
  • Positionen, Arbeitsabstände, Verfahrwege und Verfahrgeschwindigkeiten können über einen mit der Steuerung 43 verbundenen Touchscreen einprogrammiert oder durch Eingabe oder Auswahl geeigneter Parameter verändert werden. Über den Touchscreen 47 kann zudem eine Zuordnung gespeicherter Verfahrwege und Verfahrgeschwindigkeiten zu vom Mikroskop 3 anzufahrenden Positionen oder von der Linse beziehungsweise Linsenkombination anzufahrenden Positionen vorgenommen werden. Auf Grund dieser Möglichkeit der freien Zuordnung von Verfahrwegen und Verfahrgeschwindigkeiten einerseits zu Positionen und Arbeitsabständen andererseits kann mit relativ wenigen gespeicherten Positionen und Arbeitsabständen sowie mit relativ wenigen gespeicherten Verfahrwegen und Verfahrgeschwindigkeiten eine Vielzahl von Bewegungsabläufen realisiert werden.
  • Es besteht aber auch die Möglichkeit, feste Kombinationen aus einer Position und/oder einem Arbeitsabstand einerseits und einer einzigen zugeordneten Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem einzigen zugeordneten Verfahrweg andererseits zu bilden und diese als fest vorgegeben Kombinationen im Speicher 45 abzulegen. Eine solche feste Kombination kann beispielsweise von einem das Operationsmikroskop 3 benutzenden Arzt als seine persönliche Einstellung hinterlegt werden und beispielsweise mit seinem Namen bezeichnet werden. Auf diese Weise können Ärzte ihre bevorzugten Kombinationen aus Positionen und/oder Arbeitsabständen einerseits und Verfahrwegen und/oder Verfahrgeschwindigkeiten andererseits im Speicher 45 hinterlegen. Während einer Operation können diese hinterlegten Kombinationen dann in einem relativ einfachen und daher rasch durchzuführenden Auswahlprozess abgerufen werden. Dies kann beispielsweise mittels der zuvor erwähnten Stelleinrichtung 2 erfolgen.
  • Alternativ oder vorzugsweise zusätzlich zum Touchscreen 47 kann eine Schnittstelle 49 vorhanden sein, die mit der Steuerung 43 verbunden ist und das Einlesen von Verfahrgeschwindigkeiten und/oder Verfahrwegen in den Speicher 45 ermöglicht. Selbstverständlich kann die Schnittstelle 49 auch das Einlesen von anfahrbaren Positionen und/oder anfahrbaren Arbeitsabständen ermöglichen.
  • Wenn während einer Operation eine Position und/oder ein Arbeitsabstand mit einer bestimmten Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem bestimmten Verfahrweg angefahren werden soll, braucht der Chirurg lediglich mittels der Stelleinrichtung die entsprechende Kombination auszuwählen und das Anfahren auszulösen. Da sowohl die anzufahrende Position und/oder der anzufahrende Arbeitsabstand als auch der hierzu zu verwendende Verfahrweg und/oder die hierzu zu verwendende Verfahrgeschwindigkeit von der Steuerung ohne Zutun des behandelnden Arztes vermittelt werden, kann das Verfahren rasch und präzise ausgeführt werden. Beispielsweise kann das Fokussieren im Normalbetrieb des Operationsmikroskops mit einer Fokussiergeschwindigkeit von maximal 5 Millimetern pro Sekunde erfolgen, wobei diese Geschwindigkeit in einem Wertebereich zwischen 5% und 100% bezogen auf die maximale Fokussiergeschwindigkeit skaliert werden kann. Das rasche Verfahren auf der Basis des vorgegebenen Verfahrwegs und der vorgegebenen Geschwindigkeit erfolgt dann mit einer Verfahrgeschwindigkeit, die bis zu einem mehrfachen der Fokussiergeschwindigkeit betragen kann, bspw. bis zum zweifachen oder bis zum dreifachen der Fokussiergeschwindigkeit. Vorzugsweise erfolgt das rasche Verfahren mit mindestens dem 1,3-fachen der Fokussiergeschwindigkeit, insbesondere mit mindestens dem 1,5-fachen der Fokussiergeschwindigkeit. Bspw. kann bei einer maximalen Fokussiergeschwindigkeit von 5 Millimetern pro Sekunde die Verfahrgeschwindigkeit im Bereich zwischen 5 und 10 Millimeter pro Sekunde, insbesondere im Bereich 7 bis 8 Millimeter pro Sekunde, liegen. Aber auch Verfahrgeschwindigkeiten über 10 Millimeter pro Sekunde sind grundsätzlich möglich.
  • Da bei einem raschen Verfahren des Operationsmikroskops die Reaktionszeit, die einem Chirurgen im Falle einer Fehlfunktion zum Vermeiden, dass das Operationsmikroskop dem Operationsbereich zu nahe kommt, zur Verfügung steht, verkürzt ist, sind Sicherheitsfunktionen vorhanden, die ein Zu-nahe-kommen des Operationsmikroskops an den Operationsbereich verhindern sollen. Drei solcher Funktionen werden nachfolgend anhand eines beispielhaften Verfahrens des Operationsmikroskops zwischen einer oberen Position (Pup) und einer unteren Position (Pdown) erläutert.
  • Eine erste Sicherheitsfunktion umfasst, dass ein Anfahren der unteren Arbeitsposition Pdown nur dann freigegeben wird, wenn innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Anfahren der unteren Arbeitsposition die obere Arbeitsposition angefahren worden ist. Hierzu umfasst die Steuerung eine Sperreinrichtung 51, die auf die Motoren des Stativs 1 zum Sperren der Bewegung mittels geeigneter Steuersignale einwirken kann. Diese Sperreinrichtung 51 registriert ein Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition Pup und sperrt das Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition, wenn sie nicht innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition Pdown das Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition Pup registriert hat. Dem liegt die Erkenntnis zugrunde, dass das Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition in der Regel innerhalb eines charakteristischen Zeitraums nach dem Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition erfolgt. Wenn daher vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition innerhalb des vorausgegangenen charakteristischen Zeitraums kein Auslösen des Anfahrens der oberen Position Pup erfolgt ist, kann eine Fehlfunktion oder ein unbeabsichtigtes Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition Pdown vorliegen. Die Sperrung 51 kann insbesondere vorsehen, dass dann das Anfahren der unteren Position Pdown nur nach einer gesonderten Freigabe durch den Chirurgen zu entsperren ist.
  • Eine weitere Möglichkeit, eine Sicherungsfunktion zu realisieren, besteht darin, das Anfahren der unteren Arbeitsposition Pdown nur dann freizugeben, wenn zuvor der gesamte Verfahrweg zur oberen Arbeitsposition durchfahren worden ist. Sollte dies nicht der Fall sein, kann dies auf eine Funktionsstörung hindeuten. Es kann insbesondere auch bedeuten, dass sich das Operationsmikroskop bereits vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition Pdown in der unteren Arbeitsposition oder in deren Nähe befunden hat. Für den Fall, dass die Sperreinrichtung 51 vor dem Auslösen debs Anfahrens der unteren Arbeitsposition nicht das vollständige Zurücklegen des Verfahrenswegs in die obere Arbeitsposition registriert hat, wird daher das Anfahren der unteren Arbeitsposition nur nach einer gesonderten zusätzlichen Freigabe durch den Chirurgen erfolgen.
  • Eine dritte Möglichkeit, eine Sicherungsfunktion zu realisieren, besteht darin, dass bei jedem Anfahren einer Arbeitsposition diejenige Komponente des Verfahrwegs ermittelt und gespeichert wird, die entlang der optischen Achse des Objektivs verläuft. Diese Sicherungsfunktion ist insbesondere dann sinnvoll, wenn mehrere unterschiedliche obere Arbeitspositionen Pup und/oder mehrere unterschiedliche untere Arbeitspositionen Pdown angefahren werden können. In diesem Fall kann vor dem Freigeben des Anfahrens einer unteren Arbeitsposition von der Sperreinrichtung 51 geprüft werden, ob die Summe der Verfahrwegkomponenten parallel zur optischen Achse des Objektivs der Verfahrwege in eine obere Arbeitsposition Pup größer ist als die Summe der Verfahrwegkomponenten parallel zur optischen Achse des Objektivs der Verfahrwege in eine untere Arbeitsposition Pdown. Wenn dies der Fall ist, kann die Steuerung das Anfahren einer unteren Arbeitsposition Pdown freigeben, deren Verfahrweg eine Komponente parallel zur optischen Achse des Objektivs aufweist, die nicht größer ist als die Differenz zwischen den zuvor erwähnten Summen. Falls die Steuerung andererseits feststellt, dass die Differenz der Summen Null ist oder die Summe der Verfahrwegkomponenten parallel zur optischen Achse des Objektivs die beim Anfahren einer unteren Arbeitsposition zurückgelegt wurden, größer ist als die Summe der Verfahrwegkomponenten parallel zur optischen Achse des Objektivs, die beim Anfahren einer oberen Arbeitsposition zurückgelegt wurden, kann sie das Anfahren einer unteren Arbeitsposition so lange sperren, bis eine obere Arbeitsposition angefahren worden ist, die dazu führt, dass die Summe der Verfahrwegkomponenten aus Anfahrvorgängen für eine obere Arbeitsposition wieder größer ist als die Summe der Verfahrenswegkomponenten aus Anfahrvorgängen für eine untere Arbeitsposition Pdown. Falls als Verfahrwege nur solche Wege vorkommen, die vollständig parallel zur optischen Achse des Objektivs verlaufen, sind die beschriebenen Verfahrgeschwindigkeiten mit den Verfahrwegkomponenten identisch.
  • Die beschriebenen Sicherungsfunktionen können einzeln oder in Kombination mit einander Verwendung finden, um die Sicherheit beim Arbeiten mit dem erfindungsgemäßen Operationsmikroskop zu erhöhen.
  • Wie zuvor ausgeführt, ist die Position eins Operationsmikroskops in Bezug auf das Operationsfeld in der Regel nicht bekannt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, ein Positionserfassungssystem 53 mit der Steuerung 43 zu verbinden. Das Positionserfassungssystem ist dazu ausgelegt, die Position des Operationsmikroskops 3 in einem ortsfesten Koordinatensystem zu erfassen. Wenn dann die Position des Operationsfeldes 27 ebenfalls in einem ortsfesten Koordinatensystem bekannt ist, kann für jede Position des Operationsmikroskops dessen Abstand vom Operationsfeld ermittelt werden. Vorzugsweise sind die Koordinatensysteme, in denen die Position des Operationsmikroskops 3 und die Position des Objektfeldes 27 bestimmt werden, identisch. Falls dies nicht der Fall ist, können die Koordinaten des einen Koordinatensystems mittels einer geeigneten Koordinatentransformation in Koordinaten des anderen Koordinatensystems umgerechnet werden. Dies setzt jedoch voraus, dass die Orientierung und die Lage des Ursprungs eines der beiden Koordinatensysteme in Bezug auf das andere Koordinatensystem bekannt sind.
  • Die beschriebene Positionserfassungseinrichtung ermöglicht es, zusätzlich zu den bereits beschriebenen Sicherungsfunktionen weiter Sicherungsfunktionen vorzusehen, beispielsweise derart, das die Sperreinrichtung 51 das Anfahren einer unteren Position sperrt oder unterbricht, wenn ein vorgegebener Mindestsicherheitsabstand zwischen dem Operationsmikroskop 3 und dem Beobachtungsobjekt 27 unterschritten wird.
  • Das erfindungsgemäße Operationsmikroskop und das erfindungsgemäße Verfahren ermöglichen ein rasches Verändern der Arbeitsposition und/oder des Arbeitsabstandes eines Operationsmikroskops, wobei gleichzeitig hohe Sicherheitsanforderungen erfüllt werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (19)

  1. Operationsmikroskop (3) zur Betrachtung eines Operationsfelds (27), umfassend: eine Steuerung (43) zum Steuern motorisch angetriebener Positioniermittel zum Verändern der Position des Operationsmikroskops (3) und/oder seines Arbeitsabstandes in Bezug auf das Operationsfeld (27), einen Speicher (45) mit wenigstens einer gespeicherten Position (Pup, Pdown) des Operationsmikroskops (3) und/oder wenigstens einem gespeicherten Arbeitsabstand und Betätigungsmittel (2) zum Auslösen eines von der Steuerung (43) gesteuerten Anfahrens einer gespeicherten Position (Pup, Pdown) und/oder eines gespeicherten Arbeitsabstandes mit einer Verfahrgeschwindigkeit entlang eines Verfahrwegs, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem Speicher (45) verbundene Eingabeeinheit (47) vorhanden ist, die das Eingeben und/oder das Ändern wenigstens einer vorgegebenen und/oder wenigstens eines vorgegebenen Verfahrwegs ermöglicht.
  2. Operationsmikroskop (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede gespeicherte Position (Pup, Pdown) und/oder für jeden gespeicherten Arbeitsabstand wenigstens zwei vorgegebene Verfahrgeschwindigkeiten und/oder wenigstens zwei vorgegebene Verfahrwege im Speicher (45) gespeichert oder speicherbar sind und eine Auswahlvorrichtung (47) vorhanden ist, die für eine gespeicherte Position (Pup, Pdown) und/oder für einen gespeicherten Arbeitsabstand ein Auswahlen einer der gespeicherten Verfahrgeschwindigkeiten und/oder einer der gespeicherten Verfahrwege ermöglicht.
  3. Operationsmikroskop (3) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für jede gespeicherte Position (Pup, Pdown) und/oder für jeden gespeicherten Arbeitsabstand jeweils genau eine Verfahrgeschwindigkeit und/oder genau ein Verfahrweg im Speicher (45) gespeichert oder speicherbar ist bzw. sind, wobei jeweils eine feste Zuordnung zwischen einer gespeicherten Position (Pup, Pdown) und/oder einem gespeicherten Arbeitsabstand einerseits sowie einer gespeicherten oder speicherbaren Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem gespeicherten oder speicherbaren Verfahrweg andererseits vorhanden ist.
  4. Operationsmikroskop (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Speicher (45) wenigstens eine untere Arbeitsposition (Pdown) und wenigstens eine oberen Arbeitsposition (Pup) gespeichert oder speicherbar sind.
  5. Operationsmikroskop (3) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicher (45) eine obere Arbeitsposition (Pup) und eine untere Arbeitsposition (Pdown) enthält und dass eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichtung (51) vorhanden ist, die ein Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition (Pup) registriert und ein Anfahren der unteren Arbeitsposition (Pdown) sperrt, wenn sie nicht innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition (Pdown) das Auslösen des Anfahrens der oberen Arbeitsposition (Pup) registriert hat.
  6. Operationsmikroskop (3) nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, der Speicher (45) eine obere Arbeitsposition (Pup) und eine untere Arbeitsposition (Pdown) enthält und dass eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichung (51) vorhanden ist, die ein vollständiges zurücklegen des Verfahrweges in die obere Arbeitsposition (Pup) registriert und ein Anfahren der unteren Arbeitsposition (Pdown) sperrt, wenn sie nicht vor dem Auslösen des Anfahrens der unteren Arbeitsposition (Pdown) das vollständige Zurücklegen des Verfahrweges in die obere Arbeitsposition (Pup) registriert hat.
  7. Operationsmikroskop (3) nach einem der Anspruch 4 bis 6 dadurch gekennzeichnet, dass eine auf die Positioniermittel einwirkende Sperreinrichtung (51) vorhanden ist, die bei einem Anfahren einer Arbeitsposition diejenige Verfahrwegkomponente des zurückgelegten Verfahrwegs registriert, die entlang der optischen Achse des Objektivs (21) verläuft und ein Anfahren einer unteren Arbeitsposition (Pdown) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) nur um denjenigen Betrag frei gibt, um den die Summe der beim Anfahren einer oberen Arbeitsposition (Pup) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) zurückgelegten Verfahrwegkomponenten größer ist als die Summe der beim Anfahren einer unteren Arbeitsposition entlang der optischen Achse des Objektivs (21) zurückgelegten Verfahrwegkomponenten.
  8. Operationsmikroskop (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Fokussiergeschwindigkeit vorhanden ist und die Verfahrgeschwindigkeit wenigstens dem 1,3-fachen der Fokussiergeschwindigkeit entspricht.
  9. Operationsmikroskop (3) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Steuerung (43) mithilfe einer Positionserfassungsvorrichtung (53) die Position des Operationsmikroskops (3) in Bezug auf das Operationsfeld (27) in einem Koordinatensystem zur Verfügung gestellt wird und die wenigstens eine gespeicherte oder speicherbare Position (Pup, Pdown) in Koordinaten des Koordinatensystems gegeben ist.
  10. Operationsmikroskop (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verändern des Arbeitsabstandes durch Verschieben der Position wenigstens einer Linse eines mehrlinsigen Objektivs (21) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) erfolgt.
  11. Operationsmikroskop (3) nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Verändern des Arbeitsabstandes durch Verschieben der Position des Operationsmikroskops (3) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) erfolgt.
  12. Verfahren zum gesteuerten Anfahren einer Position (Pup, Pdown) mit einem Operationsmikroskop (3) und/oder zum Anfahren eines Arbeitsabstandes des Operationsmikroskop (3) in Bezug auf ein Operationsfeld (27), wobei für das Anfahren einer Position (Pup, Pdown) und/oder eines Arbeitsabstandes diese bzw. dieser aus einem Speicher (45) des Operationsmikroskops (3) ausgelesen wird und das Anfahren mit einer Verfahrgeschwindigkeit entlang eines Verfahrwegs erfolgt, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Verfahrgeschwindigkeit und/oder des Verfahrwegs ein Speicher (45) ausgelesen wird, der wenigstens einen von einem Benutzer eingegebenen Verfahrweg und/oder wenigstens eine von einem Benutzer eingegebene Verfahrgeschwindigkeit enthält
  13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass bezüglich der Verfahrgeschwindigkeit und/oder des Verfahrwegs ein Speicher ausgelesen wird, der für eine gespeicherte Position (Pup, Pdown) und/oder einen gespeicherten Arbeitsabstand wenigstens zwei unterschiedliche Verfahrgeschwindigkeiten und/oder wenigstens zwei unterschiedliche Verfahrwege enthält und dass auf der Basis einer von einem Benutzer getroffenen Auswahl eine gespeicherte Position und/oder ein gespeicherter oder Arbeitsabstand mit einer gespeicherten Verfahrgeschwindigkeit und/oder einem gespeicherten Verfahrweg verknüpft wird.
  14. Verfahren nach Anspruch 12 oder Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens eine Sicherheitsfunktion vorhanden ist, die ein Zu-nahe-Kommen des Operationsmikroskops (3) an das Operationsobjekt (27) infolge des Anfahrens einer Position (Pup, Pdown) ausschließt.
  15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Arbeitsposition (Pup) und eine untere Arbeitsposition (Pdown) angefahren werden können und dass ein Anfahren der unteren Arbeitsposition (Pdown) nur frei gegeben wird, wenn innerhalb einer vorgegebenen oder vorgebbaren Zeitspanne vor dem Anfahren der unteren Arbeitsposition (Pdown) die obere Arbeitsposition (Pup) angefahren worden ist.
  16. Verfahren nach Anspruch 14 oder Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine obere Arbeitsposition (Pup) und eine untere Arbeitsposition (Pdown) angefahren werden können und dass ein Anfahren der unteren Arbeitsposition (Pdown) nur frei gegeben wird, wenn zuvor der gesamte Verfahrweg zur oberen Arbeitsposition (Pup) durchfahren worden ist.
  17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die bei einem Anfahren einer Arbeitsposition (Pup, Pdown) die entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegte Verfahrwegkomponente des Verfahrwegs registirert wird und ein Anfahren einer unteren Arbeitsposition (Pdown) nur um denjenigen Betrag entlang der optischen Achse des Objektivs frei gegeben wird, um den die Summe der beim Anfahren einer oberen Arbeitsposition entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegten Verfahrwegkomponenten größer ist als die Summe der beim Anfahren einer unteren Arbeitsposition (Pdown) entlang der optischen Achse des Objektivs zurückgelegten Verfahrwegkomponenten.
  18. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Verändern des Arbeitsabstandes durch Verschieben der Position wenigstens einer Linse oder Linsengruppe eines mehrlinsigen Objektivs (21) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) erfolgt.
  19. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Verändern des Arbeitsabstandes durch Verschieben der Position des Operationsmikroskops (3) entlang der optischen Achse des Objektivs (21) erfolgt.
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