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TECHNISCHES GEBIET
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Die Erfindung betrifft ein Motorölniveau-Verwaltungssystem und insbesondere eine Ölwanne, die zum Verwalten eines Ölniveaus ausgestaltet ist, sowie ein Verfahren zum Einbauen von Motoren in Fahrzeuge.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Ein Fahrzeugmotor enthält typischerweise eine Ölwanne, die an den Motorblock montiert ist. Öl wird zum Schmieren und Kühlen der beweglichen Teile des Motors einschließlich der Kurbelwelle verwendet. Das Öl läuft von dem Motorblock in die Ölwanne und sammelt sich darin, bevor es wieder aus der Ölwanne gepumpt und durch den Motor umgewälzt wird. Wenn die beweglichen Teile das in der Ölwanne gesammelte Öl kontaktieren, nimmt der Öldruck ab, während die Öltemperatur ansteigt, was die Lebensdauer des Öls verringert. Zudem wird dem Öl Luft zugeführt und es ist beim Kühlen des Motors weniger effizient. Der Kontakt mit dem Öl trägt auch zu Drehverlusten bei, was die Motorleistung verringert.
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In einem Fahrzeug mit Frontantrieb ist der Motor typischerweise so installiert, dass die Rotationsachse der Kurbelwelle allgemein horizontal und quer zu dem Fahrzeug verläuft. Bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb ist der Motor typischerweise so installiert, dass die Rotationsachse der Kurbelwelle längs verläuft und zu dem Heck des Fahrzeugs hin nach unten geneigt ist, sodass die Kurbelwelle auf geeignete Weise mit einer längs verlaufenden Antriebswelle zum Antreiben der Hinterräder verbunden werden kann. Da die Ölwanne unter der Kurbelwelle montiert ist, kann die Neigung nach unten bewirken, dass die rotierende Kurbelwelle mit dem in der Ölwanne gesammelten Öl in Kontakt kommt.
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Die Druckschrift
US 4 770 276 A offenbart eine Ölwanne für einen Kraftfahrzeugmotor, die mehrere Stützbleche und Verstärkungsrippen quer zu einer Längsachse der Ölwanne aufweist, um diese zu versteifen und Schwingungen zu reduzieren. Die Stützbleche sind in der Nähe der Längsachse unterbrochen und die Verstärkungsrippen sind in Richtung der Längsachse zu den Stützblechen versetzt, um das Fließen von Öl dazwischen zu ermöglichen.
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In der Druckschrift
US 2004/0 177 827 A1 ist eine Ölwanne offenbart, die eine horizontal angeordnete Trennwand mit eingebauter Flüssigkühlung aufweist. Durch Löcher in der Trennwand kann Öl in die Ölwanne abtropfen. Die Trennwand verringert das Schwappen und Spritzen des Öls in der Ölwanne und trägt zur Kühlung des Öls bei.
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Die Druckschrift
DE 10 2005 013 279 A1 offenbart eine Ölwanne mit vertikalen Ablenkplatten zur Ölflusssteuerung, wobei die Ablenkplatten eine Unterteilung der Ölwanne in vier Kammern bewirken. An den Grundflächen einiger der Ablenkplatten sind Öffnungen vorgesehen, um einen ausreichenden Ölfluss zu ermöglichen.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es wird ein Ölniveau-Verwaltungssystem für ein Fahrzeug bereitgestellt, wobei eine Ölwanne eine einzigartige Ausgestaltung aufweist, um das Ölniveau so zu verwalten, dass ein Kontakt mit der rotierenden Kurbelwelle verhindert wird, wodurch eine Zufuhr von Luft, eine Öltemperatur und Drehverluste verringert werden und ein Öldruck nicht verringert wird. Zudem ist die Ölwanne so ausgestaltet, dass sie diese Vorteile unabhängig davon bereitstellt, ob der Motor in einem Fahrzeug mit Frontantrieb oder Heckantrieb verwendet wird. Insbesondere ist die Ölwanne so ausgestaltet, dass sie Öl enthält und an den Motorblock montiert werden kann, und sie weist eine Trennwand auf, die sich quer zu der Rotationsachse der Motorkurbelwelle erstreckt, wenn die Ölwanne derart montiert ist. Die Trennwand ist so ausgestaltet, dass sie einen ersten Ölvorratsbehälter und einen zweiten Ölvorratsbehälter teilweise definiert sowie eine Ölflussöffnung derart definiert, dass die Ölvorratsbehälter miteinander in Fluidverbindung stehen und sich durch jeweilige erste und zweite Ölniveaus in der Wanne auszeichnen. Der zweite Vorratsbehälter läuft in den ersten Vorratsbehälter ab, wenn der Motor läuft und wenn der Motorblock und die Kurbelwelle in dem Fahrzeug derart angeordnet sind, dass die Rotationsachse von der Horizontalen weg geneigt ist. Das erste Ölniveau ist niedriger als das zweite Ölniveau, um einen Ölkontakt mit der Kurbelwelle zu vermeiden. Es wird auch ein Verbrennungsmotor bereitgestellt, der die vorstehend beschriebene Ölwanne enthält.
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Bei einer Ausführungsform weist die Ölwanne einen Boden und Seitenwände auf, die sich im Wesentlichen vertikal von dem Boden weg erstrecken. Die Trennwand erstreckt sich im Wesentlichen vertikal von dem Boden weg, quer zwischen zwei einander gegenüberliegenden der Seitenwände, um den ersten und zweiten Vorratsbehälter teilweise zu definieren. Der Boden weist einen ersten Abschnitt und einen zweiten Abschnitt auf und definiert eine Stufe zwischen dem ersten und zweiten Abschnitt. Die Seitenwände sind so ausgestaltet, dass die Ölwanne bei dem ersten Abschnitt tiefer als bei dem zweiten Abschnitt ist. Die Trennwand erstreckt sich von dem zweiten Abschnitt weg.
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Ein Verfahren zum Einbauen von Motoren in Fahrzeuge umfasst, dass eine erste Ölwanne bereitgestellt wird, die eine Trennwand aufweist, die sich von einem Boden der Ölwanne weg zwischen einander gegenüberliegenden Seitenwänden der Ölwanne erstreckt und so ausgestaltet ist, dass sie quer zu der Kurbelwelle verläuft, wenn die Ölwanne an den Motor montiert ist. Die Trennwand weist eine Ölflussöffnung auf und unterteilt die Ölwanne in einen ersten Vorratsbehälter und einen zweiten Vorratsbehälter, die über die Ölflussöffnung miteinander in Verbindung stehen. Das Verfahren umfasst, dass die erste Ölwanne an einen ersten Motor montiert wird und dass der erste Motor mit der daran montierten ersten Ölwanne in ein Fahrzeug mit Frontantrieb installiert wird. Das Verfahren kann ferner umfassen, dass eine zweite Ölwanne, die mit der ersten Ölwanne im Wesentlichen identisch ist, an einen zweiten Motor montiert wird, der mit dem ersten Motor im Wesentlichen identisch ist. Der zweite Motor mit der daran montierten zweiten Ölwanne wird dann in ein Fahrzeug mit Heckantrieb installiert. Die Ölwanne verwaltet ein Ölniveau so, dass ein Kontakt mit der rotierenden Kurbelwelle verhindert wird, unabhängig davon, ob ein Motor in einem Fahrzeug mit Frontantrieb oder Heckantrieb verwendet wird, und sogar, wenn die Kurbelwelle bei einer Installation in ein Fahrzeug mit Heckantrieb bezüglich der Horizontalen geneigt ist.
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Die vorstehenden Merkmale und Vorteile und andere Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich leicht aus der folgenden genauen Beschreibung der besten Arten zum Ausführen der Erfindung in Verbindung mit den beiliegenden Zeichnungen.
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KURZBESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1A ist eine schematische Seitenansichtsdarstellung eines Fahrzeugs mit Heckantrieb, das einen Motor mit einer ersten Ausführungsform einer Ölwanne aufweist, die ein Ölverwaltungssystem beinhaltet, das eine quer verlaufende vertikale Trennwand umfasst;
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1B ist eine schematische Draufsicht auf die Ölwanne mit dem Ölverwaltungssystem von 1A;
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2 ist eine schematische perspektivische Darstellung einer Ölwanne, die nicht Teil der Erfindung ist und die- ein Ölverwaltungssystem beinhaltet, das eine quer verlaufende vertikale Trennwand umfasst;
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3 ist eine schematische Querschnittsdarstellung der Ölwanne von 2, die nicht Teil der Erfindung ist, wobei die Motorkurbelwelle gezeigt ist;
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4 ist eine schematische perspektivische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer Ölwanne, die ein Ölverwaltungssystem beinhaltet, das eine quer verlaufende vertikale Trennwand umfasst; und
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5 ist eine schematische Darstellung in Vorderansicht eines Fahrzeugs mit Frontantrieb mit einem Motor und einer Ölwanne, die mit denjenigen von 1A–1B identisch sind.
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BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGFORMEN
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Mit Bezug auf die Zeichnungen, bei denen gleiche Bezugszeichen gleiche Komponenten bezeichnen, zeigt 1A ein Fahrzeug 10, das als ein Fahrzeug mit Heckantrieb angeordnet ist, welches einen mit einem Getriebe 14 funktional verbundenen Motor 12 aufweist. Das Getriebe 14 ist durch eine Antriebswelle 16 und einen Differentialmechanismus 18 mit linken und rechten Hinterrädern 20 funktional verbunden (in der Seitenansicht ist nur das rechte Hinterrad 20 nicht maßstabsgetreu sichtbar).
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Der Motor 12 umfasst einen Motorblock 22, an welchen eine Ölwanne 24 montiert ist. Der Motorblock 22 stützt eine Kurbelwelle 26 ab, welche bekanntermaßen um eine Rotationsachse 28 rotiert. Die Ölwanne 24 ist allgemein unterhalb der Kurbelwelle 26 an den Motorblock 22 montiert. Die Ölwanne 24 ist eine Aluminiumgusslegierung, kann aber alternativ ein geprägtes Blech oder ein beliebiges anderes geeignetes geformtes Material sein.
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Wie es bei Heckantriebsanwendungen typisch ist, ist der Motor 12 bezüglich der Horizontalen geneigt, um das Getriebe 14 mit der Antriebswelle 16 zu verbinden. Das heißt, dass der Motor 12 an den (nicht gezeigten) Fahrzeugrahmen derart montiert ist, dass die Rotationsachse 28 bezüglich einer horizontalen Linie H, die allgemein parallel zu einem ebenen Boden unter den Rädern 20 verläuft, unter einem Winkel A installiert ist. Bei der Ausführungsform von 1A beträgt der Winkel A sechs Grad; diese Ausführungsform ist jedoch nur beispielhaft und das Ölniveau-Verwaltungssystem 30 wird auch funktionieren, wenn die Kurbelwelle 26 unter anderen Winkeln installiert ist.
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Die Ölwanne 24 ist Teil eines Ölniveau-Verwaltungssystems 30, das einen Kontakt mit oder eine Mitnahme von Öl in der Ölwanne 24 durch die rotierende Kurbelwelle 26 oder die Verwirbelung desselben verhindert. Eine ”Verwirbelung” ist eine Luftbewegung, die von der rotierenden Kurbelwelle verursacht wird. Das Ölverwaltungssystem 30 umfasst insbesondere eine Trennwand 32, die quer zu der Rotationsachse 28 verläuft und bezüglich der horizontalen Linie H im Wesentlichen vertikal verläuft, zumindest wenn der Motor 12 wie in 1 in einer Heckantriebsanwendung installiert ist. Im Umfang der beanspruchten Erfindung muss die Trennwand nicht in allen Ausführungsformen vollständig vertikal verlaufen, sondern braucht nur über eine vertikale Komponente zu verfügen, d. h. einen insgesamt vertikalen Anstieg von dem Boden weg, der genügt, um das Ölniveau wie beansprucht zu beeinflussen. Wie nachstehend weiter erörtert ist, können die gleiche Ölwanne 24 und der gleiche Motor 12 in Frontantriebsanwendungen installiert sein; die vertikale Trennwand 32 beeinflusst jedoch das Ölniveau in der Ölwanne 24 nur dann, wenn der Motor 12 mit der Rotationsachse 28 unter einem Winkel A installiert ist, wie etwa bei einer Heckantriebsanwendung.
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Wie in 1B gezeigt ist, verläuft die Trennwand 32 zwischen einander gegenüberliegenden Seitenwänden 34A, 34B der Ölwanne 24, welche sich im Wesentlichen senkrecht von dem Boden 38 weg erstrecken. Die Trennwand 32 weist direkt über dem Boden 38 der Ölwanne 24 eine dort hindurch verlaufende Ölflussöffnung 36 auf. Die Ölflussöffnung 36 ist ein Spalt, der teilweise entlang der Breite des Bodens 38 verläuft. Wie in 1A am besten gezeigt ist, weist der Boden 38 einen ersten Abschnitt 40 und einen zweiten Abschnitt 42 mit einer dazwischenliegenden Stufe 44 auf. Die abgestufte Beschaffenheit des Bodens 38 bewirkt, dass die Seitenwände 34A, 34B in dem Gebiet des ersten Abschnitts 40 höher als in dem Gebiet des zweiten Abschnitts 42 sind. Dies schafft einen ersten Vorratsbehälter 46 über dem ersten Abschnitt 40 in der Ölwanne 24, der tiefer als ein zweiter Vorratsbehälter 48 über dem zweiten Abschnitt 42 ist. Die Trennwand 32 erstreckt sich von dem zweiten Abschnitt 42 weg.
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Zusätzlich zu der Ölwanne 24 mit der Trennwand 32 umfasst das Ölniveau-Verwaltungssystem 30 eine Ölpumpe 50 und einen Pumpenaufnehmer 52, die innerhalb des ersten Vorratsbehälters 46 an die Ölwanne 24 montiert sind. Wenn der Motor 12 ausgeschaltet ist, hat die Trennwand 32 keine Auswirkung auf das Ölniveau, und das Öl befindet sich auf einem statischen Ölniveau L, das für den ersten und zweiten Abschnitt gleich ist. Im Betrieb des Motors 12 wird die Pumpe 50 von der Kurbelwelle 26 angetrieben, was bewirkt, dass Öl in dem ersten Vorratsbehälter 46 gemäß dem Strömungspfad, der über Pfeile in 1A gezeigt ist, zum Schmieren und Kühlen der rotierenden Kurbelwelle 26 sowie anderer Motorkomponenten geleitet wird. Der erste Vorratsbehälter 46 ist somit eine Ölaufnehmerkammer. Der innere Aufbau oder die Komponenten des Motors schaffen einen Kanal oder einen Durchgang 54 mit Öffnungen 56 darin, der bewirkt, dass das Öl geeignet über den ganzen Motor 12 verteilt wird. Da das Öl nach unten geleitet wird oder wegen der Schwerkraft nach unten tropft, sammelt es sich sowohl in dem ersten als auch dem zweiten Vorratsbehälter 46, 48. Bei einem ”stationären” Betriebszustand (d. h. nachdem der Motor 12 einen ausreichenden Zeitbetrag lang gelaufen ist), wird das Ölniveau in den jeweiligen ersten und zweiten Vorratsbehältern 46, 48 ein erstes Ölniveau 60 in dem ersten Vorratsbehälter 46 und ein zweites Ölniveau 62 in dem zweiten Vorratsbehälter 48 schaffen. Durch die Öffnung 36 läuft Öl aus dem zweiten Vorratsbehälter 48 mit einer Strömungsrate in den ersten Vorratsbehälter 46 ab, die durch die Größe der Öffnung 36 gesteuert wird.
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Da die Trennwand 32 während eines stationären Betriebs ein Ölniveau 62 in dem zweiten Vorratsbehälter 48 erzeugt, wird ein Teil des Gesamtvolumens des Öls in dem zweiten Vorratsbehälter 48 temporär zurückgehalten, und das Ölniveau 60 in dem ersten Vorratsbehälter 46 ist niedriger als ein Ölniveau 64, das sich ohne die quer verlaufende Trennwand 32 einstellen würde. Die Trennwand wirkt daher wie ein Damm, der das Öl in der Umgebung der rotierenden Kurbelwelle 26 absenkt, wodurch eingeleitete Luft verringert oder beseitigt wird und eine damit verbundene Verringerung beim Öldruck vermieden wird.
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Mit Bezug auf 2 und 3 ist ein Ölniveau-Verwaltungssystem 130 gezeigt, das eine Ölwanne 124 umfasst. Insbesondere umfasst das Ölverwaltungssystem 130 eine erste Trennwand 132, die quer zu einer Rotationsachse 128 einer Motorkurbelwelle 126 verläuft, zumindest wenn die Ölwanne 124 und die Kurbelwelle 126 an einen Motor in einer Heckantriebsanwendung installiert sind, wie etwa in 1. Die gleiche Ölwanne 124 kann an den gleichen Motor bei Frontantriebsanwendungen installiert sein; die Trennwand 132 beeinflusst das Ölniveau jedoch, wenn sie in einer Heckantriebsanwendung installiert ist, wobei die Rotationsachse 128 unter einem Winkel, wie etwa einem Winkel B installiert ist. Das Ölniveau-Verwaltungssystem 130 umfasst ferner eine Pumpe 150 und einen Pumpenaufnehmer 152, die in Funktion und Arbeitsweise der Pumpe 50 und dem Aufnehmer 52 ähneln.
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Wie in 2 gezeigt ist, verläuft die Trennwand 132 zwischen einander gegenüberliegenden Seitenwänden 134A, 134B der Ölwanne 124. Die Trennwand 132 weist eine Ölflussöffnung 136 auf, die sich direkt über dem Boden 138 der Ölwanne 124 entlang der Höhe 135 derselben durch diese hindurch erstreckt. Die Ölflussöffnung 136 unterteilt die erste Trennwand 132 in einen ersten Trennwandabschnitt 137 und einen zweiten Trennwandabschnitt 139. Wie in 3 gezeigt ist, weist der Boden 138 einen ersten Abschnitt 140 und einen zweiten Abschnitt 142 mit einer dazwischenliegenden Stufe 144 auf. Die Trennwand 132 erstreckt sich von dem zweiten Abschnitt 142 weg. Die abgestufte Beschaffenheit des Bodens 138 bewirkt, dass die Seitenwände 134A, 134B in dem Gebiet des ersten Abschnitts 140 höher als in dem Gebiet des zweiten Abschnitts 142 sind. Während eines Motorbetriebs wird Öl über den Aufnehmer 152 und die Pumpe 150 über den gesamten Motor (nicht gezeigt), an welchen die Ölwanne 124 montiert ist, verteilt, und läuft dann in die Wanne 124 zurück. Dies schafft einen ersten Vorratsbehälter 146 über dem ersten Abschnitt 140 in der Ölwanne 124, der tiefer als ein zweiter Vorratsbehälter 148 über dem zweiten Abschnitt 142 ist. Eine zweite Trennwand 170 mit mehreren darin enthaltenen Ölflussöffnungen 172A, 172B schafft einen dritten Vorratsbehälter 174 über einem dritten Abschnitt 176 des Bodens 138. Öl in dem dritten Vorratsbehälter 174 läuft durch die Ölflussöffnungen 172A, 172B zu dem zweiten Vorratsbehälter 148 ab. Öl in dem zweiten Vorratsbehälter 148 läuft wiederum durch die Ölflussöffnung 136 zu dem ersten Vorratsbehälter 146 ab. In dem ersten Vorratsbehälter 146 befindet sich Öl auf einem ersten Ölniveau 160, in dem zweiten Vorratsbehälter 148 auf einem höheren zweiten Ölniveau 162 und in dem dritten Vorratsbehälter 174 auf einem noch höheren dritten Ölniveau 163. Das Ölniveau 160 ist niedriger als ein Ölniveau 164, das während eines Motorbetriebs vorhanden wäre, wenn die Wanne 124 die Trennwände 132, 170 nicht aufweisen würde, wodurch das Einbringen von Luft, der Verlust von Öldruck und Drehverluste verringert werden. Die Ölwanne 124 ist daher zur Verwendung bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb geeignet, wie in 1A, wobei ein Motor derart installiert ist, dass die Kurbelwelle 126 bezüglich der Horizontalen unter einem Winkel verläuft.
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Mit Bezug auf 4 ist eine dritte Ausführungsform einer Ölwanne 224 bei allen Aspekten mit der Ölwanne 124 identisch mit der Ausnahme, dass die erste Trennwand 132 durch eine erste Trennwand 232 ersetzt ist. Die erste Trennwand 232 weist eine Ölflussöffnung 236 in der Form einer Lücke zwischen einem unteren Rand 237 der Trennwand 232 und dem Boden 238 auf. Da die Trennwand 232 und die Öffnung 236 identisch wie die Trennwand 132 und die Öffnung 136 funktionieren, wird die Ölwanne 224, wenn sie als Teil eines Ölniveau-Verwaltungssystems verwendet wird, zu den verschiedenen Ölniveaus 163, 162 und 160 führen, die in 3 gezeigt sind, wenn sie mit einem Motor verbunden ist, der eine Kurbelwelle 126 aufweist, und wenn der Ölaufnehmer 152 und die Pumpe 150 arbeiten, um das Öl zu verteilen. Somit ist die Ölwanne 224 zur Verwendung bei einem Fahrzeug mit Heckantrieb geeignet, wie etwa in 1A, wobei ein Motor derart installiert ist, dass die Kurbelwelle unter einem Winkel bezüglich der Horizontalen verläuft.
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Mit Bezug auf 5 sind eine Ölwanne 24A in einem Ölverwaltungssystem 30A, die im Wesentlichen identisch mit der Ölwanne 24 und dem Ölverwaltungssystem 30 von 1A sind, mit einem Motor 12A mit einem Motorblock 22A und einer Kurbelwelle 26A, die im Wesentlichen identisch mit dem Motor 12, dem Motorblock 22 und der Kurbelwelle 26 sind, verwendet und in ein Frontantriebsfahrzeug 10A installiert. Der Motor 12A ist so angeordnet, dass die Kurbelwelle 26A bezüglich des Fahrzeugs 10A quer verläuft, und er ist derart installiert, dass die Rotationsachse 28A der Kurbelwelle 26A im Wesentlichen horizontal zu dem ebenen Boden 11 verläuft. Die Kurbelwelle 26A ist über eine rotierende Einrichtung 29, etwa eine Kette oder einen Riemen, mit einem Antriebselement 39 eines Getriebes 14A verbunden. Drehmoment wird an ein Abtriebselement 33 übertragen und dann durch ein Differential 18A an Radachsen 16A, 16B und an die Vorderräder 20A, 20B (nicht maßstabsgetreu) übertragen. Die Radachse 16A erstreckt sich konzentrisch innerhalb des Antriebselements 39. Wie in 5 gezeigt ist, bewirkt die Trennwand 32A keine unterschiedlichen Ölniveaus in der Ölwanne 24A, wenn der Motor 12A so installiert ist, dass die Rotationsachse 28A der Kurbelwelle 26A allgemein horizontal verläuft. Stattdessen ist das Ölniveau 60A überall gleich. Die Konzeption der Ölwanne 24, 24A und insbesondere der Trennwand 32, 32A ermöglicht, dass der gleiche Motor 12, 12A und die gleiche Ölwanne 24, 24A sowohl bei Frontantriebs- als auch bei Heckantriebsanwendungen verwendet werden können, weil das resultierende Ölniveau in der Ölwanne 24 oder 24A, wenn der Motor 12 oder 12A unter einem Winkel bezüglich der Horizontalen bei der Heckantriebsanwendung installiert ist, über die Trennwand 32 oder 32A und die Öffnung 26 oder 26A verwaltet wird, um das Einleiten von Luft und Drehverluste zu verhindern.
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Entsprechend umfasst ein Verfahren zum Einbauen von Motoren in Fahrzeuge, die mit Bezug auf das Fahrzeug 10 von 1A, 1B erörtert wurden, dass eine erste Ölwanne 24 bereitgestellt wird, die eine Trennwand 32 aufweist, die von einem Boden 38 der Ölwanne 24 weg zwischen einander gegenüberliegenden Ölwannenseitenwänden 34A, 34B verläuft. Die Trennwand 32 ist so ausgestaltet, dass sie zu der Rotationsachse der Kurbelwelle 28 quer verläuft, wenn die Ölwanne 24 an den Motor 12 montiert ist, dass sie eine Ölflussöffnung 36 aufweist, und dass sie die Ölwanne 24 in einen ersten Vorratsbehälter 46 und einen zweiten Vorratsbehälter 48 unterteilt, die über die Öffnung 36 miteinander in Fluidverbindung stehen.
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Das Verfahren umfasst, dass die erste Ölwanne 24 an einen ersten Motor 12 montiert wird, wie in 1A gezeigt ist, wo die Ölwanne 24 über Bolzen 23 an den Motorblock 22 montiert ist. Der Motor 12 wird dann in ein Fahrzeug 10 mit Heckantrieb installiert. Wie vorstehend erörtert, können Motoren des gleichen Typs bei Frontantriebsanwendungen ebenfalls verwendet werden. Folglich umfasst das Verfahren ferner, dass eine zweite Ölwanne 24A, die mit der Ölwanne 24 im Wesentlichen identisch ist, an einen zweiten Motor 12A montiert wird, der mit dem ersten Motor 12 im Wesentlichen identisch ist, und dass ein zweiter Motor 12A mit der zweiten Ölwanne 24A, die daran montiert ist, in ein Fahrzeug 12A mit Frontantrieb installiert wird, wie in 5 dargestellt ist.