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Die
Erfindung betrifft ein Wärmekraftmaschinensystem, umfassend
mindestens eine Wärmekraftmaschine, welche mit einem Arbeitsfluid
betrieben ist.
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In
dem Artikel "Investigation Into the Use of Ceramic-Honeycomb
Rotarg Regenerators for Solar Brayton Cycles" von D. G.
Wilson und T. Baker, Proceedings of GT2007 ASME Turbo Expo 2007:
Power for Land, Sea and Air, May 14–17, 2007, Montreal, Canada,
GT2007-27216 ist ein rotatorischer Generator beschrieben.
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Die
Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zum Betreiben einer Wärmekraftmaschine
mittels eines Arbeitsfluids, bei dem der Wärmekraftmaschine erhitztes
Arbeitsfluid zugeführt wird und entspanntes Arbeitsfluid
abgeführt wird.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem Wärmekraftmaschinensystem
der eingangs genannten Art und bei einem Verfahren der eingangs
genannten Art einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen.
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Diese
Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Wärmekraftmaschinensystem
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
eine Wärmeträgermedium-Einrichtung mit einem ersten
Direktkontaktwärmeübertrager, an welchem Wärmeträgermedium
Arbeitsfluid erhitzt und welcher der mindestens einen Wärmekraftmaschine
vorgeschaltet ist, mit einem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager,
an welchem Arbeitsfluid Wärmeträgermedium erhitzt
und welcher der mindestens einen Wärmekraftmaschine nachgeschaltet
ist und mit einer Heizeinrichtung zur Erhitzung des Wärmeträgermediums über
eine externe Energiequelle, vorgesehen ist.
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Über
die Wärmeträgermedium-Einrichtung ist eine thermische
Kopplung des Arbeitsfluids der Wärmekraftmaschine an das
gleiche Wärmeträgermedium sowohl für
die Wärmezufuhr (extern und intern) als auch für
die Wärmeabfuhr (sowohl extern als auch intern) vorgesehen.
Die Erwärmung und Abkühlung des Arbeitsfluids
der mindestens einen Wärmekraftmaschine erfolgt dadurch
nur an einem System, nämlich der Wärmeträgermedium-Einrichtung
anstatt an mehreren Systemen. Dadurch lässt sich der Wirkungsgrad
erhöhen.
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Insbesondere
lässt sich vorgewärmtes Wärmeträgermedium
an der Heizeinrichtung erhitzen, um eine Wirkungsgraderhöhung
zu erreichen.
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An
den Direktkontaktwärmeübertragern lässt sich
eine effiziente Wärmeübertragung zwischen Arbeitsfluid
und Wärmeträgermedium erreichen. Insbesondere
lassen sich Druckverluste und Grädigkeiten gering halten.
Es lassen sich die Gesamtkosten durch Systemvereinfachung und die
Verwendbarkeit billigerer Komponenten senken.
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Insbesondere
ist das Arbeitsmedium für die mindestens eine Wärmekraftmaschine
ausschließlich über den ersten Direktkontaktwärmeübertrager beheizt,
d. h. über die Heizeinrichtung durch die externe Energiequelle
aufgeheiztes Wärmeträgermedium heizt an dem ersten
Direktkontaktwärmeübertrager das Arbeitsfluid
auf eine Arbeitstemperatur für die Wärmekraftmaschine.
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Eine
Wärmeabgabe von abgearbeitetem Arbeitsmedium an das Wärmeträgermedium
erfolgt vorzugsweise ausschließlich an dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager.
Dadurch lässt sich der Wärmeaustausch auf ein
System, nämlich die Wärmeträgermedium-Einrichtung,
begrenzen.
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Es
kann dabei vorgesehen sein, dass die Wärmeträgermedium-Einrichtung
einen Kreislauf für Wärmeträgermedium
umfasst. Das Wärmeträgermedium wird transportiert.
Dementsprechend ist das Wärmeträgermedium ein
transportierbares Fluid. Dadurch lässt sich der Wärmeaustausch
zwischen Wärmeträgermedium und Arbeitsfluid auf
einfache Weise durchführen.
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Insbesondere
sind dabei der erste Direktkontaktwärmeübertrager
und der zweite Direktkontaktwärmeübertrager an
dem Kreislauf angeordnet, wobei bezogen auf eine Strömungsrichtung
von Wärmeträgermedium der zweite Direktkontaktwärmeübertrager
dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager nachgeschaltet
ist. Dadurch lässt sich Wärmeträgermedium,
welches nach Durchlaufen des ersten Direktkontaktwärmeübertragers
aufgrund Wärmeübertragung auf das Arbeitsfluid
abgekühlt ist, mittels abgearbeitetem Arbeitsfluid an dem
zweiten Direktkontaktwärmeübertrager wieder vorwärmen.
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Günstig
ist es, wenn das Wärmeträgermedium über
Festkörperpartikel gebildet ist oder eine Flüssigkeit
ist. Die Festkörperpartikel, welche beispielsweise Keramikpartikel
sind, sind förderbar. Es lässt sich eine Direktwärmeübertragung
zu dem Arbeitsfluid realisieren, wobei keine Wände oder
dergleichen vorgesehen werden müssen.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn die Wärmeträgermedium-Einrichtung
eine Druckerhöhungseinrichtung umfasst, durch welche Wärmeträgermedium
auf einen Druck entsprechend dem Druck des Arbeitsfluids bei Zuführung
zu der mindestens einen Wärmekraftmaschine bringbar ist.
Dadurch lässt sich eine Wärmeübertragung
in einem Direktkontaktwärmeübertrager erreichen.
Die Wärmekraftmaschine lässt sich mit Arbeitsfluid
auf einem optimierten Arbeitspunkt sowohl bezüglich Temperatur
als auch Druck betreiben.
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Insbesondere
ist die Druckerhöhungseinrichtung bezogen auf eine Strömungsrichtung
von Wärmeträgermedium dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager
vorgeschaltet. Dadurch lassen sich optimierte Arbeitsbedingungen
für den Betrieb der Wärmekraftmaschine erreichen.
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Es
ist auch günstig, wenn die Wärmeträgermedium-Einrichtung
eine Druckerniedrigungseinrichtung umfasst, durch welche Wärmeträgermedium
auf einen Druck entsprechend dem Druck des Arbeitsfluids bei Abführung
von der mindestens einen Wärmekraftmaschine bringbar ist.
An der Wärmekraftmaschine wird Arbeitsfluid entspannt.
Das Druckniveau im Arbeitsfluid, welches von der Wärmekraftmaschine
abgeführt ist, ist niedriger als das Druckniveau von Arbeitsfluid,
welches der Wärmekraftmaschine zugeführt ist.
Um eine optimierte Wärmeübertragung zur Vorwärmung
des Wärmeträgermediums am zweiten Direktkontaktwärmeübertrager
zu erreichen, ist eine Anpassung des Druckniveaus des Wärmeträgermediums
an das Druckniveau des Arbeitsfluids notwendig.
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Es
ist dann günstig, wenn die Druckerniedrigungseinrichtung
dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager bezogen
auf eine Strömungsrichtung von Wärmeträgermedium
nachgeschaltet ist und dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager
vorgeschaltet ist. Dadurch lässt sich eine optimierte Wärmeübertragung
von Arbeitsfluid auf Wärmeträgermedium erreichen.
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Bei
einer Ausführungsform weist die Wärmeträgermedium-Einrichtung
mindestens einen Speicher auf. Dadurch lässt sich thermische
Energie insbesondere Pufferspeichern. Dies ist beispielsweise vorteilhaft,
wenn die Heizeinrichtung eine solare Heizeinrichtung ist. Dadurch
lässt sich eine von Schwankungen in den thermischen Einstrahlungsbedingungen
insbesondere aufgrund der Sonnenbewegung (Tag und Nacht) unabhängige
Stromerzeugung realisieren.
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Beispielsweise
umfasst die Wärmeträgermedium-Einrichtung mindestens
einen Niedertemperaturspeicher, welcher bezogen auf die Strömungsrichtung
des Wärmeträgermediums der Heizeinrichtung vorgeschaltet
ist und/oder umfasst mindestens einen Hochtemperaturspeicher, welcher
der Heizeinrichtung nachgeschaltet ist. Es lässt sich dann
thermische Energie auf dem entsprechenden Temperaturniveau zwischenspeichern.
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Bei
einer Ausführungsform ist die Heizeinrichtung eine solare
Heizeinrichtung. Sie ist beispielsweise durch einen solaren Receiver
gebildet, in dem eine Aufheizung mittels konzentrierter Solarstrahlung
erfolgt.
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Die
mindestens eine Wärmekraftmaschine ist insbesondere eine
Turbine wie eine Gasturbine oder eine Dampfturbine.
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Es
ist ferner vorteilhaft, wenn ein Kreislauf für Arbeitsmedium
vorgesehen ist. Dadurch lässt sich das Wärmekraftmaschinensystem
auf optimierte Weise betreiben.
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Insbesondere
steht der Kreislauf für Arbeitsmedium über den
ersten Direktkontaktwärmeübertrager und den zweiten
Direktkontaktwärmeübertrager mit der Wärmeträgermedium-Einrichtung
in thermischem Kontakt. Arbeitsmedium im Kreislauf nimmt thermische
Energie an dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager
aus dem Wärmeträgermedium auf und gibt thermische
Energie an dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager
an das Wärmeträgermedium ab.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn der Kreislauf für Arbeitsmedium
bezüglich der kontrollierten Abführung und Zuführung
von Wärme ausschließlich mit der Wärmeträgermedium-Einrichtung in
thermischem Kontakt steht. Dadurch lässt sich die Erhitzung
und Abkühlung des Wärmeträgermediums über
ein einziges System, nämlich der Wärmeträgermedium-Einrichtung,
durchführen.
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Es
ist günstig, wenn an dem Kreislauf für Arbeitsmedium
ein Verdichter angeordnet ist. Dadurch lässt sich das Arbeitsmedium
auf einen Druck-Arbeitspunkt für die Wärmekraftmaschine
bringen.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn die Druckerhöhungseinrichtung
und/oder eine Druckerniedrigungseinrichtung als Schleusenstation
ausgebildet sind mit mindestens einer Aufnahmekammervorrichtung
mit mindestens einem Aufnahmeraum für Wärmeträgermedium
und einer Druckeinstellungseinrichtung zur Einstellung des Drucks.
Es lässt sich dadurch insbesondere im Batchbetrieb eine
Druckeinstellung zur optimierten Wärmeübertragung
mit dem Arbeitsfluid erreichen. Es lassen sich bei entsprechender
Ausbildung Verschleißprobleme an hochtemperaturbelasteten
Dichtungen zumindest verringern. Weiterhin lassen sich Leckagen
bei der Druckangleichung von Wärmeträgermedium
und Arbeitsfluid zumindest verringern.
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Es
ist grundsätzlich auch möglich, dass eine Druckänderung
und Wärmeübertragung beispielsweise in dem gleichen
Druckbehälter durchgeführt wird. Es erfolgt dann
in dem Druckbehälter die Druckänderung am Wärmeträgermedium
und, wie erwähnt, die Wärmeübertragung.
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Insbesondere
weist die mindestens eine Aufnahmekammervorrichtung thermisch isolierte
Wände für den mindestens einen Aufnahmeraum auf.
Es ist dadurch möglich, eine Schleusentür von
dem Aufnahmeraum zu trennen. Dadurch lässt sich die Schleusentür
auf einem niedrigeren Temperaturniveau als ein Aufnahmeraum halten
und Dichtungen für eine Schleusentür lassen sich
in einem ”kälteren” Bereich der Aufnahmekammervorrichtung
anordnen. Günstigerweise wird beim Transport durch die Schleusenstüren
eine thermische Isolierung verwendet bzw. in die Schleusentür
eingebracht, um die Dichtungen der entsprechenden Schleuse von den hohen
Temperaturen des Wärmeträgermediums zu schützen.
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Bei
einer Ausführungsform umfasst die Druckeinstellungseinrichtung
mindestens zwei getrennte Druckreservoirs. Dadurch lässt
sich auf einfache Weise eine Druckeinstellung erreichen und die Leckage
verringern.
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Ganz
besonders vorteilhaft ist es, wenn in der mindestens einen Aufnahmekammervorrichtung mindestens
ein Behälter angeordnet ist, in welchem der mindestens
eine Aufnahmeraum gebildet ist. Dadurch lässt sich eine
Schleusentür der Aufnahmekammervorrichtung von dem Behälter
trennen. Dadurch wiederum lassen sich Dichtungen für eine Schleusentür
von dem Behälter trennen und in einem kälteren
Bereich der Aufnahmekammervorrichtung anordnen.
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Es
ist dann günstig, wenn die mindestens eine Aufnahmekammervorrichtung
mindestens eine Schleusentür aufweist, welche von dem mindestens einen
Behälter getrennt ist. Dadurch lassen sich Verschleißprobleme
für Dichtungen der Schleusentür zumindest verringern.
Weiterhin lässt sich die Einsatztemperatur der Dichtung
verringern.
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Insbesondere
steht der mindestens eine Aufnahmeraum in Wirkverbindung mit einem
Druckbeaufschlagungsraum, welcher in Wirkverbindung mit der Druckeinstellungseinrichtung
steht. Der Druckbeaufschlagungsraum umgibt beispielsweise einen
Behälter, in welchem der Aufnahmeraum gebildet ist. Dadurch
lässt sich auf einfache Weise eine Druckeinstellung (Druckerhöhung
oder Druckerniedrigung) realisieren.
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Insbesondere
zur Verringerung oder Vermeidung von Leckagen ist es vorteilhaft,
wenn die Druckerhöhungseinrichtung und/oder eine Druckerniedrigungseinrichtung
mehrstufig ausgebildet und/oder betrieben sind mit mindestens einem
Zwischendruckniveau zwischen einem Eingangsdruck und einem Ausgangsdruck.
Bei Druckänderungen des Wärmeträgermediums
können durch Hohlräume, die mit Arbeitsfluid gefüllt
sind, Leckagen entstehen. Ein gestufter Druckaustausch soll die
Leckagen verringern. Ein solcher gestufter Druckaustausch ist beispielsweise
dadurch möglich, dass eine Mehrzahl von Schleusenstationen
vorgesehen ist, welche nacheinander durchlaufen werden, wobei mindestens
ein Zwischendruckniveau durchlaufen wird. Es ist auch möglich,
innerhalb einer Schleusenstation ein Zwischendruckniveau bereitzustellen,
bevor ein endgültiges Druckniveau erreicht wird.
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Beispielsweise
wird bei einem gestuften Druckaustausch der Schleusenraum einer
Schleusenstation nacheinander mit einer Reihe Zwischenbehälter
verbunden. Beim Verbinden der Schleusenstation und eines Zwischenbehälters
stellt sich in beiden der gleiche Druck ein, womit ein Massenstrom verbunden
ist. Dieser Massenstrom reduziert schließlich die Leckagemenge
beim Verbinden der Schleuse mit der Umgebung.
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Insbesondere
ist ein Batchbetrieb für eine Kreisführung von
Wärmeträgermedium vorgesehen. In einer Schleusenstation
lässt sich ein Druckausgleich für ein Paket von
Wärmeträgermediumpartikeln durchführen.
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Bei
einer Ausführungsform ist eine Abzweigungseinrichtung für
einen Teilstrom an Wärmeträgermedium vorgesehen,
welche dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager
zugeordnet ist, so dass der zweite Direktkontaktwärmeübertrager
mit einem Teilstrom an Wärmeträgermedium durchströmbar
ist. Durch die Abzweigungseinrichtung ist es möglich, den
Massenstrom an Wärmeträgermedium einzustellen,
welcher durch den zweiten Direktkontaktwärmeübertrager
vorgewärmt wird. Dadurch ist es beispielsweise in Verbindung
mit einer solaren Heizeinrichtung möglich, beispielsweise
schwankende Einstrahlungsbedingungen zu berücksichtigen
und dadurch den Gesamtwirkungsgrad zu verbessern.
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Die
eingangs genannte Aufgabe wird bei dem eingangs genannten Verfahren
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
die Erhitzung des Arbeitsfluids über ein Wärmeträgermedium
erfolgt, Abwärme von abgearbeitetem Arbeitsfluids an das
gleiche Wärmeträgermedium abgegeben wird und das
Wärmeträgermedium über eine externe Energiequelle
erhitzt wird.
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Das
erfindungsgemäße Verfahren weist die bereits im
Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Wärmekraftmaschinensystem
erläuterten Vorteile auf.
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Weitere
vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen
Verfahrens wurden ebenfalls bereits im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen
Wärmekraftmaschinensystem erläutert.
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Bei
einer Ausführungsform wird das Wärmeträgermedium
solar erhitzt.
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Insbesondere
erfolgen die Erhitzung des Arbeitsfluids und die Abkühlung
des Arbeitsfluids an dem gleichen System und dabei an dem gleichen Wärmeträgermedium.
Dadurch lässt sich insbesondere aufgrund optimierter Wärmeübertragung
ein hoher Wirkungsgrad erreichen.
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Günstig
ist es, wenn das Arbeitsfluid durch Wärmeträgermedium über
einen ersten Direktkontaktwärmeübertrager erhitzt
wird. Es ergibt sich dadurch eine optimierte Wärmeübertragung
von dem Wärmeträgermedium auf das Arbeitsfluid.
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Aus
dem gleichen Grund ist es günstig, wenn das Arbeitsfluid
Wärmeträgermedium über einen zweiten
Direktkontaktwärmeübertrager erhitzt. Dadurch
ergibt sich eine optimierte Vorwärmung von Wärmeträgermedium über
abgearbeitetes Arbeitsfluid.
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Günstig
ist es, wenn das Wärmeträgermedium in einem Kreislauf
geführt wird. Dadurch lässt sich ein Wärmekraftmaschinenprozess
auf optimierte Weise durchführen.
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Es
ist günstig, wenn ein erster Direktkontaktwärmeübertrager
zur Erhitzung von Arbeitsfluid über Wärmeträgermedium
und ein zweiter Direktkontaktwärmeübertrager zur
Erhitzung von Wärmeträgermedium durch Arbeitsfluid
in dem Kreislauf von Wärmeträgermedium durchströmt
werden. Dadurch ergibt sich ein optimierter Wärmeaustausch.
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Insbesondere
wird Wärmeträgermedium in einem Batchbetrieb im
Kreislauf geführt. Dadurch lässt sich auf einfache
Weise eine Druckerhöhung bzw. Druckerniedrigung von Wärmeträgermedium zur
Anpassung an das Druckniveau von Arbeitsfluid erreichen.
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Insbesondere
wird Wärmeträgermedium in dem Kreislauf vor Wärmekontakt
mit dem Arbeitsfluid auf ein Druckniveau des Arbeitsfluids gebracht.
Dadurch ergibt sich ein hoher Wirkungsgrad bei optimierter Wärmeübertragung
auf das Arbeitsfluid bzw. von dem Arbeitsfluid auf Wärmeträgermedium.
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Günstig
ist es, wenn das Bringen auf das Druckniveau des Arbeitsfluids in
mehreren Stufen erfolgt. Dadurch lassen sich Leckagen zumindest
verringern. Das Bringen auf das Druckniveau des Arbeitsfluids in
mehreren Stufen kann dabei durch das Vorsehen mehrerer Schleusenstationen,
welche hintereinander angeordnet sind, erfolgen. Entsprechend erfolgt
ein mehrfaches Einschleusen und Ausschleusen. Alternativ oder zusätzlich
kann das Bringen auf das Druckniveau des Arbeitsfluids in mehreren
Stufen innerhalb einer Schleusenstation erfolgen, indem mehrere
Druckniveaus innerhalb der Schleusenstationen vorgesehen sind, welche
nacheinander durchfahren werden.
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Insbesondere
erfolgt ein Druckausgleich in mindestens einer Aufnahmekammervorrichtung.
Diese lässt sich während des Druckausgleichs von
dem restlichen Kreislauf abkoppeln.
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Das
Wärmeträgermedium ist insbesondere durch Festkörperpartikel
gebildet. Dadurch lässt sich auf einfache Weise ein direkter
Wärmekontakt zu der Direktkontaktwärmeübertragung
zwischen Arbeitsfluid und Wärmeträgermedium erreichen.
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Die
nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen
dient im Zusammenhang mit den Zeichnungen der näheren Erläuterung
der Erfindung. Es zeigen:
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1 eine
schematische Blockschaltbilddarstellung eines Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Wärmekraftmaschinensystems;
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2 eine
schematische Darstellung eines Ausführungsbeispiels einer
Druckerniedrigungseinrichtung bzw. einer Druckerhöhungseinrichtung;
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3 eine
schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
eines erfindungsgemäßen Wärmekraftmaschinensystems;
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4 eine
schematische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels
einer Druckerhöhungseinrichtung oder einer Druckerniedrigungseinrichtung
in Teildarstellung vor dem Öffnen; und
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5 die
Druckerniedrigungseinrichtung oder Druckerhöhungseinrichtung
der 4 in einem Zustand, in dem Wärmeträgermedium
einkoppelbar oder auskoppelbar ist.
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Ein
erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Wärmekraftmaschinensystems, welches in 1 in
Blockschaltbilddarstellung gezeigt und mit 10 bezeichnet
ist, umfasst eine Wärmekraftmaschine 12. Diese
wird mit Arbeitsfluid betrieben. Die Wärmekraftmaschine 12 ist
insbesondere eine Turbine. Im Beispielsfall einer Gasturbine ist
das Arbeitsfluid beispielsweise Luft. Bei einem anderen Beispiel
ist die Wärmekraftmaschine 12 eine Dampfturbine.
In diesem Fall ist das Arbeitsfluid Dampf und insbesondere Wasserdampf.
Vorzugsweise wird dann der Dampfturbine überhitzter Dampf
zugeführt.
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Die
Wärmekraftmaschine 12 ist an einem Kreislauf 14 für
Arbeitsfluid angeordnet. Dieser Kreislauf 14 umfasst einen
Zuführungsteil 16 zur Zuführung von erhitztem
Arbeitsfluid zu der Wärmekraftmaschine 12 und
einen Abführungsteil 18 zur Abführung
von abgearbeitetem Arbeitsfluid von der Wärmekraftmaschine 12.
Im Zuführungsteil steht das Arbeitsfluid unter einem Druck
p2
* und im Abführungsteil 18 unter
einem Druck p1
*.
An der Wärmekraftmaschine 12 wird das Arbeitsfluid
entspannt, so dass p2
* größer
ist als p1
*.
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An
dem Zuführungsteil 16 ist ein Verdichter 20 angeordnet,
welcher das Arbeitsfluid auf den notwendigen Druck p2
* bringt. Der Verdichter 20 wird
beispielsweise direkt über die Wärmekraftmaschine 12 angetrieben.
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Der
Wärmekraftmaschine 12 ist beispielsweise ein Generator 22 zur
Erzeugung von elektrischem Strom zugeordnet.
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Der
Kreislauf 14 ist geschlossen. Abgearbeitetes Arbeitsfluid
wird dem Verdichter 20 zugeführt. Der geschlossene
Kreislauf ist in 1 durch die Pfeile mit dem Bezugszeichen 24 angedeutet.
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Das
Wärmekraftmaschinensystem 10 weist eine Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 auf,
an welche das Arbeitsfluid in dem Kreislauf 14 thermisch angekoppelt
ist. Die Wärmeaufnahme von Arbeitsfluid in dem Zuführungsteil 16 erfolgt
allein aus Wärmeträgermedium der Wärmeträgermedium-Einrichtung 26.
Ferner erfolgt eine Vorwärmung von Wärmeträgermedium
in der Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 durch
abgearbeitetes Arbeitsfluid. Die Wärmeaufnahme und die
kontrollierte Wärmeabgabe des Arbeitsfluids erfolgt ausschließlich über
die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26.
(Nicht vermeidbare Wärmeverluste am Arbeitsfluid durch
Leitungsströmung sind dabei außer Acht gelassen.)
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Die
Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 umfasst
dazu eine Heizeinrichtung 28, an welcher Wärmeträgermedium über
eine externe Energiequelle aufheizbar ist. Bei der Heizeinrichtung 28 kann
es sich beispielsweise um eine Heizeinrichtung handeln, welche durch
fossile Brennstoffe beheizt ist. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform
ist die Heizeinrichtung 28 so ausgebildet, dass Wärmeträgermedium
solar aufgeheizt wird; in diesem Fall ist die externe Energiequelle
die Sonne.
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Das
Wärmeträgermedium ist beispielsweise durch Festkörperpartikel
wie Keramikpartikel gebildet. Diese Partikel sind förderbar.
Dazu umfasst die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 einen
Kreislauf 30 für Wärmeträgermedium.
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In
dem Kreislauf 30 ist ein erster Direktkontaktwärmeübertrager 32 angeordnet,
welcher an den Kreislauf 14 für Arbeitsfluid gekoppelt
ist. Der erste Direktkontaktwärmeübertrager 32 ist
in dem Kreislauf 30 von Wärmeträgermedium
durchströmbar und ist in dem Kreislauf 14, und
zwar in dem Zuführungsteil 16 des Kreislaufs 14,
von Arbeitsfluid durchströmbar. Es lässt sich
dadurch das Arbeitsfluid über das Wärmeträgermedium
der Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 aufheizen.
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Ferner
ist an dem Kreislauf 30 ein zweiter Direktkontaktwärmeübertrager 34 angeordnet,
welcher in thermischem Kontakt mit dem Abführungsteil 18 des
Kreislaufs 14 steht.
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Der
zweite Direktkontaktwärmeübertrager 34 ist
im Kreislauf 14 von abgearbeitetem Arbeitsfluid durchströmt.
Er ist ferner im Kreislauf 30 von Wärmeträgermedium
durchströmt, welches zuvor den ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 durchströmt hat.
Dadurch lässt sich über Arbeitsfluid das Wärmeträgermedium
in dem Kreislauf 30 aufheizen, d. h. der zweite Direktkontaktwärmeübertrager 34 bildet einen
Vorwärmer für Wärmeträgermedium
der Wärmeträgermedium-Einrichtung 26.
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Bezogen
auf die Strömungsrichtung von Wärmeträgermedium
in dem Kreislauf 30 ist der erste Direktkontaktwärmeübertrager 32 der
Heizeinrichtung 28 nachgeschaltet. Der zweite Direktkontaktwärmeübertrager 32 ist
der Heizeinrichtung 28 vorgeschaltet.
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Ein
Ausgang der Heizeinrichtung 28 steht in fluidwirksamer
Verbindung mit einem (Wärmeträgermedium-)Eingang
des ersten Direktkontaktwärmeübertragers 32.
Ein (Wärmeträgermedium-)Ausgang des ersten Direktkontaktwärmeübertragers 32 steht in
fluidwirksamer Verbindung mit einem ersten (Wärmeträgermedium-)Eingang
des zweiten Direktkontaktwärmeübertragers 34.
Ein (Wärmeträgermedium-)Ausgang des zweiten Direktkontaktwärmeübertragers 34 steht
in fluidwirksamer Verbindung mit einem Eingang der Heizeinrichtung 28.
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Es
kann dabei vorgesehen sein, dass die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 ein
oder mehrere Speicher für Wärmeträgermedium
umfasst. Beispielsweise ist ein Niedertemperaturspeicher 36 vorgesehen,
welcher an dem Kreislauf 30 zwischen dem (Wärmeträgermedium-)Ausgang
des zweiten Direktkontaktwärmeübertragers 34 und
dem Eingang der Heizeinrichtung 28 angeordnet ist. Es kann
alternativ oder zusätzlich ein Hochtemperaturspeicher 38 vorgesehen
sein, welcher zwischen dem Ausgang der Heizeinrichtung 28 und
dem (Wärmeträgermedium-)Eingang des ersten Direktkontaktwärmeübertragers 32 angeordnet
ist.
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Arbeitsfluid
wird der Wärmekraftmaschine 12 auf einen Druck
p2
* zugeführt.
Das Wärmeträgermedium, welches in dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 Arbeitsfluid
erhitzt, welches dann direkt der Wärmekraftmaschine 12 zugeführt
wird, muss dann unter einem Druck p2 stehen,
welcher mindestens näherungsweise dem Druck p2
* entspricht.
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Abgearbeitetes
Arbeitsfluid wird von der Wärmekraftmaschine 12 nach
Entspannung unter dem Druck p1
* abgeführt.
Damit in dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 Wärme
von dem Arbeitsfluid auf das Wärmeträgermedium
auf optimierte Weise übertragen werden kann, sollte das
Wärmeträgermedium bei Eintritt in den zweiten
Direktkontaktwärmeübertrager 34 auf einem
Druck p1 stehen, welcher mindestens näherungsweise
dem Druck p1
* des Arbeitsfluids
entspricht.
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Die
Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 weist
dazu eine Druckerhöhungseinrichtung 40 auf, welche
bezogen auf eine Strömungsrichtung des Wärmeträgermediums
in dem Kreislauf 30 dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 vorgeschaltet ist.
In der Druckerhöhungseinrichtung 40 lässt
sich der Druck des Wärmeträgermediums von p1 auf p2 erhöhen.
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Weiterhin
umfasst die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26 eine
Druckerniedrigungseinrichtung 42. Diese ist in dem Kreislauf 30 zwischen
dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 und
dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 angeordnet.
An ihr lässt sich der Druck des Wärmeträgermediums
von p2 auf p1 erniedrigen,
so dass in den zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 Wärmeträgermedium
auf einem Druckniveau (p1) einkoppelbar
ist, welches mindestens näherungsweise auf dem Niveau des
Arbeitsfluids in dem Abführungsteil 18 des Kreislaufs 14 liegt.
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Die
Druckerhöhungseinrichtung 40 und die Druckerniedrigungseinrichtung 42 sind
beim Ausführungsbeispiel jeweils als Schleusenstation ausgebildet,
in welche eine bestimmte Menge an Wärmeträgermedium
eingeschleust wird, dieses Wärmeträgermedium von
dem Kreislauf 30 abgekoppelt wird und einstufig oder mehrstufig
(siehe unten) die Druckerhöhung bzw. Druckerniedrigung
durchgeführt wird.
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Bei
einem Ausführungsbeispiel umfasst die Schleusenstation 44 (2),
welche die Druckerhöhungseinrichtung 40 bzw. Druckerniedrigungseinrichtung 42 oder
einen Teil davon bildet, eine Aufnahmekammervorrichtung 46.
Die Aufnahmekammervorrichtung weist einen Innenraum 48 auf.
Zur Zugänglichkeit in den Innenraum 48 weist die
Aufnahmekammervorrichtung 46 (mindestens) eine Schleusentür 50a auf.
In 2 ist die Schleusentür 50a in geschlossener
Stellung und in durchbrochenen Linien in einer Zwischenstellung
beim Öffnen gezeigt. Durch die Schleusentür 50a kann
Wärmeträgermedium in den Innenraum 48 eingekoppelt
werden bzw. von diesem ausgekoppelt werden.
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Es
ist dabei grundsätzlich möglich, dass nur eine
Schleusentür vorgesehen ist, wobei Wärmeträgermedium
an einer Öffnung 52, welche durch die Schleusentür 50a verschließbar
ist, einkoppelbar und auskoppelbar ist. Es ist dann an der entsprechenden Schleusentür 50a ein
bidirektionaler Austausch von Wärmeträgermedium
möglich.
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Es
kann auch vorgesehen sein, wie in 2 gezeigt,
dass eine weitere Schleusentür 50b vorhanden ist,
welche beispielsweise zur Auskopplung dient. In diesem Fall ist
an den Schleusentüren 50a, 50b eine unidirektionale
Auskopplung von Wärmeträgermedium möglich.
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In
dem Innenraum 48 der Aufnahmekammervorrichtung 46 ist
(mindestens) ein Behälter 54 angeordnet, welcher
einen Aufnahmeraum 56 für Wärmeträgermedium
hat. Der Behälter 54 ist dabei durch einen Druckbeaufschlagungsraum 58 umgeben.
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Der
Behälter 54 weist thermisch isolierte Wände 60 auf,
welche den Aufnahmeraum 56 begrenzen. Der Druckbeaufschlagungsraum 58 steht
in fluidwirksamer Verbindung mit dem Aufnahmeraum 56, zumindest
wenn der Aufnahmeraum 56 gegenüber der Öffnung 52 bzw.
einer der Schleusentür 50b zugeordneten Öffnung
offen ist. Dazu ist an der Wand 60 (mindestens) eine Öffnung 62 in
den Innenraum 48 angeordnet. Durch diese Öffnung 62 hindurch
kann Wärmeträgermedium in den Aufnahmeraum 56 eingeführt
werden und aus diesem herausgeführt werden.
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Die Öffnung 62 ist
dabei vorzugsweise verschließbar.
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Die Öffnung 62 und
der Behälter 54 als Ganzes sind beabstandet zu
den Schleusentüren 50a, 50b. Dadurch
ist der Aufwand für Dichtungen der Schleusentüren 50a, 50b zu
der Aufnahmekammervorrichtung 46 verringert.
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Der
Druckbeaufschlagungsraum 48 steht in fluidwirksamem Kontakt
mit einer Druckeinstellungseinrichtung 64, durch welche
sich der Druck einstellen lässt.
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Die
Druckeinstellungseinrichtung 64 umfasst beispielsweise
eine Mehrzahl von Druckreservoirs 66a, 66b, 66c eines
bestimmten Druckniveaus. Die Druckreservoirs 66a usw. lassen
sich wahlweise fluidwirksam an den Druckbeaufschlagungsraum 58 ankoppeln
und dadurch erfolgt eine Druckeinstellung.
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Eine
Druckerhöhung oder Druckerniedrigung funktioniert dabei
wie folgt:
Die gewisse Menge an Wärmeträgermedium
wird aus dem Kreislauf 30 in den Aufnahmeraum 56 eingekoppelt.
Bei dem in 2 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist bei der Einkopplung die Schleusentür 50b verschlossen
und die Schleusentür 50a offen. Durch die Öffnung 52 hindurch
lässt sich Wärmeträgermedium beispielsweise
des Druckniveaus p1 in den Aufnahmeraum 56 einführen.
Nachdem die bestimmte Menge an Wärmeträgermedium
im Aufnahmeraum 56 ist, wird die Schleusentür 50a geschlossen.
Das Druckreservoir beispielsweise des Druckniveaus p2 wird
in fluidwirksame Verbindung mit dem Druckbeaufschlagungsraum 58 gesetzt.
Dadurch wird das Wärmeträgermedium in dem Aufnahmeraum 56 auf das
Druckniveau p2 gebracht.
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Danach
wird die Schleusentür 50b geöffnet und
dieses Wärmeträgermedium auf dem Druckniveau p2 wird dann dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 zugeführt.
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Auf ähnliche
Weise wird vorgegangen, wenn an der Druckerniedrigungseinrichtung 42 eine
Druckerniedrigung von dem Druck p2 auf den
Druck p1 durchgeführt werden soll.
In diesem Fall wird das Druckreservoir 66a mit dem Druckniveau
p1 in Wirkverbindung mit dem Druckbeaufschlagungsraum 58 gesetzt.
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Es
kann vorteilhaft sein, wenn die Druckerhöhung auf einen
Enddruck für die Arbeitsfluidbeaufschlagung und/oder die
Druckerniedrigung für den Enddruck für die Arbeitsfluidbeaufschlagung
mehrstufig erfolgt mit mindestens einem Zwischendruckniveau, welches
zwischen dem Anfangsdruckniveau und dem Enddruckniveau liegt. In
den Direktkontaktwärmeübertragern 32 und 34 können
Hohlräume im Wärmeträgermedium mit Arbeitsfluid
gefüllt sein. Dadurch können bei Druckänderungen
des Wärmeträgermediums Leckagen entstehen. Ein
mehrstufiger Druckaustausch (sowohl bei der Druckerhöhung
als auch bei der Druckerniedrigung) kann die Leckagen verringern.
Beispielsweise ist es dazu vorgesehen, dass ausgehend von dem Druckniveau
p1 zunächst eine Druckbeaufschlagung
des Wärmeträgermediums in dem Aufnahmeraum 56 auf
einem Druckniveau p3 (mit p1 kleiner
p3 kleiner p2) erfolgt
und dann ausgehend von dem Druckniveau p3 eine
Druckerhöhung auf den Druck p2 erfolgt.
Diese mehrstufige Druckerhöhung erfolgt dabei bei geschlossenen
Schleusentüren 50a, 50b.
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Es
ist alternativ oder zusätzlich möglich, dass die
Druckerhöhungseinrichtung 40 und/oder die Druckerniedrigungseinrichtung 42 eine
Mehrzahl von Schleusenstationen 68a, 68b bzw. 70a, 70b umfasst (siehe 3).
Die Schleusenstationen 68a, 68b der Druckerhöhungseinrichtung 40 sind
dabei seriell hintereinander angeordnet. Entsprechend sind die Schleusenstationen 70a, 70b der
Druckerniedrigungseinrichtung 42 seriell hintereinander
angeordnet.
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Es
ist dadurch beispielsweise möglich, eine bestimmte Menge
an Wärmeträgermedium, welche in die Schleusenstation 68a eingeschleust
ist, von dem Druckniveau p1 auf das Druckniveau
p3 (p3 kleiner p2) zu bringen. Dieses Wärmeträgermedium
wird dann ausgeschleust. Ausgehend von dem Druckniveau p3 wird es in die Schleusenstation 68b eingeschleust
und von dort auf das Druckniveau p2 gebracht.
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Entsprechend
funktioniert die Druckerniedrigungseinrichtung 42 mit den
Schleusenstationen 70a und 70b.
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Die
Druckerhöhungseinrichtung 40 und/oder die Druckerniedrigungseinrichtung 42 können
dabei auch mehr als zwei Schleusenstationen umfassen.
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Innerhalb
einer Schleusenstation wiederum kann die Druckerhöhung
mehrstufig sein mit einem Druckzwischenschritt.
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Die
Mehrstufigkeit der Druckerhöhung kann über die
Druckerniedrigung innerhalb einer Schleusenstation und/oder über
das Vorsehen mehrerer seriell hintereinander angeordneter Schleusenstationen erfolgen
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Bei
der Schleusenstation 44 ist als Schleusentür 50a bzw.
als Schleusentür 50b, wenn eine solche vorgesehen
ist, eine Klapptür vorhanden, welche schwenkbar ist.
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Bei
einem weiteren Ausführungsbeispiel einer Schleusenstation,
welche in einer Teildarstellung in den 4 und 5 schematisch
gezeigt und dort mit 72 bezeichnet ist, ist als Schleusentür 74 ein Schieber 76 vorgesehen.
Dieser ist im Bereich einer Öffnung 78 in einen
Innenraum 80 einer entsprechenden Aufnahmekammervorrichtung
positioniert. Je nach Stellung des Schiebers 76 bezogen
auf eine Verschiebungsrichtung 82 ist die Öffnung 78 offen oder
geschlossen.
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Wenn
die Öffnung 78 offen ist, dann lässt sich
ein Rohr 84, über welches Wärmeträgermedium einkoppelbar
(oder auskoppelbar) ist, in den Innenraum 80 einführen.
Dadurch wiederum lässt sich in einen entsprechenden Aufnahmeraum
Wärmeträgermedium einkoppeln bzw. aus diesem auskoppeln.
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Es
kann dabei zusätzlich noch vorgesehen sein, dass die Aufnahmekammervorrichtung
der Schleusenstation 72 Wände 86 mit
einer thermischen Isolierung 88 aufweist. Im Bereich der Öffnung 78 kann
eine Klappe 90 an der thermischen Isolierung 88 vorgesehen
sein. Die Klappe 90 ist beispielsweise federbeaufschlagt,
um diese an der Öffnung 78
zu schließen.
Wenn ein Rohr 84 (5) eingeführt wird,
dann wird die Klappe geöffnet und der Zugang zu dem Innenraum 80 freigegeben.
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In
dem Innenraum 80 ist ein Behälter entsprechend
dem Behälter 54 angeordnet. Die Schleusenstation 72 funktioniert
ansonsten wie die Schleusenstation 44.
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Das
Wärmekraftmaschinensystem 10 funktioniert wie
folgt:
Arbeitsfluid wird an dem Verdichter 20 auf
einen Druck p2
* (Druckarbeitspunkt)
gebracht und der Wärmekraftmaschine 12 zugeführt.
An dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 wird
das Arbeitsfluid auf seine Arbeitspunkttemperatur aufgeheizt. An
der Wärmekraftmaschine 12 erfolgt eine Entspannung. Es
wird dabei thermische Energie in mechanische Energie gewandelt.
Diese wiederum wird durch den Verdichter 20 genutzt und
durch den Stromgenerator 22 zur Erzeugung von elektrischer
Energie genutzt.
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Das
abgekühlte Wärmeträgermedium wird auf
einem niedrigeren Druckniveau p1
* dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 zugeführt.
Dort erfolgt eine Vorwärmung des Wärmeträgermediums (mit
entsprechender weiterer Abkühlung des Arbeitsfluids). Von
dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 wird
das Arbeitsfluid wieder zu dem Verdichter 20 geführt.
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Die
Wärmeaufnahme des Arbeitsfluids und die Wärmeabgabe
des Arbeitsfluids erfolgt an ein einziges System, nämlich
die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26.
In diesem strömt Wärmeträgermedium. Dies
ist insbesondere durch Festkörperpartikel gebildet, wie
beispielsweise durch oxidkeramische Partikel. Diese oxidkeramischen
Partikel können dabei eine Größe im Bereich
200 μm bis 2 mm oder 5 mm aufweisen.
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An
dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 erfolgt
eine Vorheizung dieses Wärmeträgermediums. An
der Heizeinrichtung 28 erfolgt eine Erhitzung durch eine
externe Energiequelle wie beispielsweise die Sonne. An dem ersten
Direktkontaktwärmeübertrager 32 erfolgt
eine Erhitzung des Arbeitsfluids durch das Wärmeträgermedium
auf die Arbeitspunkttemperatur des Arbeitsfluids.
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Um
das Wärmeträgermedium auf den Arbeitspunktdruck
des Arbeitsfluids bei der Wärmeaufnahme des Arbeitsfluids
aus dem Wärmeträgermedium an dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 zu
bringen, ist die Druckerhöhungseinrichtung 40 vorgesehen.
Es erfolgt dabei insbesondere eine Druckerhöhung im Batchbetrieb,
d. h. Pakete von Wärmeträgermediumpartikeln werden
zeitlich nacheinander durch die entsprechende Schleusenstation 44 oder
Schleusenstationen 68a, 68b durchgeschleust mit
der entsprechenden Druckerhöhung. Wie oben erwähnt,
kann die Druckerhöhung mehrstufig erfolgen.
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Das
Wärmeträgermedium muss nach Durchlaufen des ersten
Direktkontaktwärmeübertragers 32 wieder
auf das untere Druckniveau des Arbeitsfluids für den zweiten
Direktkontaktwärmeübertrager 34 gebracht
werden. Dazu ist die Druckerniedrigungseinrichtung 42 vorgesehen,
bei der wiederum im Batchbetrieb Pakete von Wärmeträgermediumpartikeln
auf das niedrigere Druckniveau p1 gebracht
werden. Diese Druckerniedrigung kann dabei, wie oben beschrieben,
einstufig oder mehrstufig erfolgen.
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Es
ist dabei grundsätzlich möglich, dass an dem Kreislauf 30 dem
zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 zugeordnet
eine Abzweigungseinrichtung 92 angeordnet ist. Durch diese
ist ein Teilstrom 94 an Wärmeträgermedium
abzweigbar, welcher den zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 nicht durchströmt
und dementsprechend auch keine Vorwärmung erfährt.
Dieser Teilstrom 94 lässt sich wiederum über
eine Sammelstelle 96 mit demjenigen Teilstrom, welcher
den zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 durchströmt
hat, mischen. Durch die Vorwärmung nur eines Teilmassenstroms
des Wärmeträgermediums kann beispielsweise in
Verbindung mit einem Solarreceiver der Gesamtwirkungsgrad des Wärmekraftmaschinensystems 10 verbessert
werden.
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Bei
der erfindungsgemäßen Lösung wird das gleiche
Wärmeträgermedium sowohl für die externe Wärmezufuhr
und Wärmeabfuhr als auch für die interne Wärmeübertragung
verwendet; sowohl die Erhitzung des Arbeitsfluids der Wärmekraftmaschine 12 als
auch die Abkühlung erfolgt über das gleiche System,
nämlich die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26.
Das Gesamtsystem ist dadurch einfacher aufgebaut, da für
die Wärmeübertragung nur noch ein System, nämlich
die Wärmeträgermedium-Einrichtung 26,
vorgesehen ist.
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Durch
die Vorwärmung des Wärmeträgermediums
an dem zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 ergibt
sich ein verbesserter Wirkungsgrad.
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Die
Wärmeübertragung zwischen Wärmeträgermedium
und Arbeitsfluid lässt sich auf effiziente Weise durchführen,
da große Flächen bereitstellbar sind. Dadurch
lassen sich die Temperaturdifferenzen zwischen den Stoffströmen
und die Druckverluste gering halten. Trennwände, welche
bei großen Wärmeübertragerflächen
beispielsweise hohe Kosten verursachen können oder bei
geringen Wärmeübertragerflächen geringe
Effizienzen, sind vermieden. Dadurch wiederum sind hohe Grädigkeiten
und hohe Druckverluste vermieden.
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Durch
Verwendung von Schleusenstationen 44 lassen sich Verschleißprobleme
an hochtemperaturbelasteten Dichtungen vermeiden. Die Schleusentüren 50a, 50b, 74 können
insbesondere im Bereich von Dichtungen auf niedrigeren Temperaturen
gehalten werden als im Vergleich mit den Temperaturen beispielsweise
in einem Aufnahmeraum 56.
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Leckagen,
die bei der Angleichung des Drucks im Wärmeträgermedium
an die unterschiedlichen Drücke des Arbeitsfluids auftreten
können, lassen sich zumindest verringern, indem ein mehrstufiger
Druckausgleich über eine Mehrzahl von Schleusenstationen
und/oder eine mehrstufige Druckbeaufschlagung innerhalb einer Schleusenstation 44 bzw. 68a usw.
durchgeführt wird.
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Bei
einem typischen Ausführungsbeispiel, bei dem die Wärmekraftmaschine 12 eine
Gasturbine ist, wird Arbeitsfluid an dem ersten Direktkontaktwärmeübertrager 32 auf
ein Temperaturniveau in der Größenordnung von
950°C erhitzt. Abgearbeitetes Arbeitsfluid hat ein typisches
Temperaturniveau von 650°C. Wenn dieses Arbeitsfluid den
zweiten Direktkontaktwärmeübertrager 34 durchströmt,
hat es anfänglich ein Temperaturniveau in der Größenordnung von
640°C und wird dabei auf ca. 200°C abgekühlt. Entsprechend
wird dem Verdichter 20 Arbeitsfluid auf einem Temperaturniveau
von ca. 200°C durchgeführt. An der Heizeinrichtung 28 wird
vorgewärmtes Wärmeträgermedium auf ein
Temperaturniveau von ca. 950°C aufgeheizt.
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Bei
einem Beispiel einer Gasturbine ist das Arbeitsfluid insbesondere
Luft.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Nicht-Patentliteratur
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- - Artikel ”Investigation
Into the Use of Ceramic-Honeycomb Rotarg Regenerators for Solar Brayton
Cycles” von D. G. Wilson und T. Baker, Proceedings of GT2007
ASME Turbo Expo 2007: Power for Land, Sea and Air, May 14–17,
2007, Montreal, Canada, GT2007-27216 [0002]