DE102009034810A1 - Drehmomentübertragungseinrichtung - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung, mit einer Betätigungseinrichtung, die eine lineare Bewegung eines Betätigungselementes in eine Drehbewegung eines betätigten Elementes umsetzt. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung mit Druckplatte, Gegendruckplatte und Hebelelement, wobei das Hebelelement mit einer von einer Betätigungseinrichtung erzeugten Betätigungskraft beaufschlagbar ist, durch welche die Druckplatte axial verlagerbar und ein Reibeingriff zwischen Druckplatte, Gegendruckplatte und zwischen diesen angeordnetem Reibbelag steuerbar ist.
- Reibungskupplungen können insbesondere auch als Teil sogenannter Doppelkupplungen eingesetzt werden, bei denen zwei Reibungskupplungen (Teilkupplungen) in einem Gehäuse angeordnet sind, wobei jeweils eine Hebelfeder als Hebelelement eine der Teilkupplungen betätigt. Doppelkupplungen sind beispielsweise Gegenstand der
DE 10 2005 003 505 A1 und derDE 10 2004 009 832 A1 . - Gerade bei Doppelkupplungen ist es vorteilhaft, zumindest eine der Reibungskupplungen als zugedrückte Reibungskupplung („normally open”) auszuführen, die im kraftfreien Zustand des Betätigungselementes geöffnet und bei axialer Beaufschlagung des Hebelelementes durch das Betätigungselement geschlossen wird. Das Betätigungssystem umfasst insbesondere ein Betätigungslager, das eine Drehbewegung der rotierenden Teile der Kupplung von den stationären Teilen der Kupplung abtrennt. Entsprechend ist das Betätigungslager zwischen dem Hebelelement (als dem betätigten Element) und dem Betätigungslager (als dem Betätigungselement) angeordnet. Die Kraft zur Beaufschlagung des Betätigungslagers kann beispielsweise hydraulisch oder elektro-mechanisch erzeugt werden und kann beispielsweise über einen Betätigungshebel, wie einen Hebeleinrücker auf das Betätigungslager übertragen und auf das Hebelelement (meist eine Tellerfeder) einwirken.
- Die Kontaktflächen zwischen dem Betätigungssystem der Reibungskupplung mit dem Betätigungslager und dem Hebelelement (als dem betätigten Element) sind dabei gegeneinander zur Ausbildung eines Anlagekontaktes im kraftfreien Zustand axial vorgespannt.
- Bei Betätigung der Kupplung wandert die Kontaktstelle zwischen dem Betätigungslager und dem Hebelelement radial über eine Gleitbewegung, der eine von der Betätigungskraft abhängige Reibkraft entgegenwirkt. Es ergibt sich eine verhältnismäßig hohe Reibungshysterese zwischen Betätigungslager und Hebelelement.
- Eine derartige Reibungshysterese tritt ebenso bei im Grundzustand geschlossenen Kupplungen („normally closed”) und/oder bei rein hydraulischen Betätigungssystemen ohne Betätigungshebel auf.
- Zur Hysteresereduzierung an der Kontaktstelle zwischen Betätigungslager und Tellerfeder wurde vorgeschlagen, das Betätigungslager als planare Fläche und die Tellerfederzungen mit einer konvexen Kuppe bestimmter Geometrie zu versehen. Diese Kombination einer konvexen Kuppe mit einer planaren Fläche kompensiert die radiale Gleitbewegung jedoch nur teilweise durch Abrollen. Der weiterhin vorhandene Gleitanteil der radialen Bewegung äußert sich in einer schlechten Regelbarkeit der (Doppel-)Kupplung aufgrund der noch vorhandenen Hysterese.
- Die vorstehend beschriebene Reibungshysterese wurde zwar anhand einer Kupplungseinrichtung beschrieben, es versteht sich indes, dass eine Reibungshysterese immer dann vorliegt, wenn in einer Betätigungseinrichtung eine lineare Bewegung eines Betätigungselementes, z. B. des vorgenannten Betätigungslagers, in eine Drehbewegung, z. B. des Hebelelementes (Tellerfeder), umgesetzt werden muss. Es versteht sich weiterhin, dass eine Reibungshysterese auch dann vorliegt, wenn in einer Betätigungseinrichtung eine Drehbewegung eines Betätigungselementes in eine lineare Bewegung umgesetzt werden muss. Es versteht sich weiterhin, dass eine Reibungshysterese auch bei Betätigungssystemen einer Bremseinrichtung oder anderen eine Betätigungseinrichtung aufweisenden Drehmomentübertragungseinrichtungen vorhanden ist. Es ergibt sich daher eine gleichartige Regelungsproblematik.
- Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Regelbarkeit der Eingangs genannten Drehmomentübertragungseinrichtung zu verbessern, indem Betätigungselement und betätigtes Element bei möglichst geringer Reibung gegeneinander verschoben werden können.
- Die vorgenannte Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung, mit einer Betäti gungseinrichtung, die eine Drehbewegung eines Betätigungselementes in eine lineare Bewegung eines betätigten Elementes umsetzt, wobei ein zwischen Hebelelement und Betätigungseinrichtung angeordnetes Kontaktelement vorgesehen ist, welches eine bei Betätigen der Drehmomentübertragungseinrichtung entstehende radiale Gleitbewegung der Kontaktstelle zwischen Betätigungseinrichtung und betätigtem Element in einer Abrollbewegung oder einer Kippbewegung umwandelt. Insbesondere wird die erfindungsgemäße Aufgabe gelöst durch eine Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung mit Druckplatte, Gegendruckplatte und Hebelelement, wobei das Hebelelement als dem betätigten Element mit einer von den Betätigungselement erzeugten Betätigungskraft beaufschlagbar ist, durch welche die Druckplatte axial verlagerbar und ein Reibeingriff zwischen Druckplatte, Gegendruckplatte und zwischen diesen angeordnetem Reibbelag steuerbar ist, und wobei ein zwischen Hebelelement und Betätigungselement angeordnetes Kontaktelement vorgesehen ist, welches eine bei Betätigen der Kupplung entstehende radiale Gleitbewegung der Kontaktstelle zwischen Betätigungselement und Hebelelement in einer Abrollbewegung oder einer Kippbewegung umwandelt.
- Bei der erfindungsgemäßen Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung wird bei der radialen Bewegung zwischen Einrücklager bzw. Ausrücklager und Hebelfederzungen der Gleitanteil erheblich reduziert bzw. vollständig eliminiert aufgrund ganz oder teilweise rollender Kontaktelemente (Zwischenelemente). Dementsprechend wird die Hysterese des Betätigungskraftverlaufs bei der Reibungskupplung (unabhängig davon ob eine zugedrückte oder eine gezogene Kupplung vorliegt) reduziert. Die Steuerbarkeit insbesondere von Doppelkupplungssystemen verbessert sich.
- Gemäß einem bevorzugten Ausführungsbeispiel ist als Kontaktelement eine Abrolleinheit vorgesehen, die einen oder mehrere Wälzkörper aufweist, welche zwischen einer Oberfläche des Betätigungselementes und einer Oberfläche des Hebelelementes angeordnet sind. Der oder die Wälzkörper können unabhängig voneinander zwischen Hebelelement und Betätigungselement angeordnet sein, wobei ein Verlagerungsweg des oder der Wälzkörper durch ein (bereits vorhandenes) Bauteil der Reibungskupplung begrenzt werden kann. Bei der Reibungskupplung kann es sich um eine zugedrückte Kupplung mit weggesteuerter Verschleißnachstellung handeln, wobei eine (bei dieser Art Kupplung vorhandene) Antriebsfeder zur radialen Wegbegrenzung und seitlichen Führung der Wälzkörper vorgesehen ist, indem die Antriebsfeder mit (zusätzlichen) Aussparungen ausgebildet wird, in denen der oder die Wälzkörper aufgenommen sind.
- Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel ist als Kontaktelement ein offener oder geschlossener Ring mit integrierten Kippelementen vorgesehen, wobei die Kippelemente jeweils am Hebelelement und am Betätigungselement abgestützt sind. Der Ring (der auch aus voneinander unabhängigen Segmenten aufgebaut sein kann) kann Haltebügel aufweisen, um den Ring mit dem Hebelement vormontieren zu können. Zwischen benachbarten Kippelementen flexible Zwischenbereiche vorgesehen sein zur Ausführung einer Torsionsbewegung. Die Kippelemente des Ringes können an beiden Seiten radial geführt sein durch Ausnehmungen in dem Hebelelement und am Betätigungselement.
- Bevorzugter Weise ist das Hebelelement eine Tellerfeder, und das Kontaktelement ist zwischen den Tellerfederzungen der Tellerfeder und dem Betätigungslager (Einrücklagen oder Ausrücklager) der Betätigungseinrichtung angeordnet.
- Die Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung kann Teil einer Doppelkupplungsanordnung sein.
- Die vorliegende Erfindung wird nachfolgend mit Bezug auf mehrere bevorzugte Ausführungsbeispiele in Verbindung mit den jeweils zugehörigen Figuren näher erläutert. In diesen zeigen:
-
1 eine Ansicht eines Ausführungsbeispiels einer Doppelkupplung, -
2 einen Teilschnitt entlang der Schnittlinie A-A der Doppelkupplung der1 , -
3 einen Teilschnitt entlang der Schnittlinie B-B der Doppelkupplung der1 , -
4 ein Detail der Doppelkupplung der1 , -
5 eine Detailansicht auf ein Ausführungsbeispiel des vorliegenden Kontaktelementes in Form eines Abrollelementes, -
6 eine Detailansicht der Darstellung gemäß5 im Bereich des Abrollelementes, -
7 eine perspektivische Darstellung eines Ausführungsbeispiels, bei dem die Antriebsfeder (Fachwerksfeder) als Käfig zur seitlichen Führung und Begrenzung eines radialen Bewegungsweges der Abrollelemente vorgesehen ist, -
8 ein weiteres Ausführungsbeispiel des Kontaktelementes in der Ausbildung als ein Kippelement (Kippring) und -
9 eine perspektivische Darstellung des Kippringes nach8 . - Die
1 bis3 zeigen ein Ausführungsbeispiel einer Doppelkupplung mit einer ersten Reibungskupplung2 , die mit einer zweiten Reibungskupplung3 zu einer Doppelkupplung1 in einem gemeinsamen Gehäuse4 kombiniert ist. - Aus der Ansicht nach
1 wird die außen liegende Hebelfeder5 der ersten Reibungskupplung2 mit den einzelnen Hebelelementen (Tellerfederzungen)6 und dem diese über den Umfang verbindenden Kraftrand7 ersichtlich. Die Hebelelemente6 der Hebelfeder5 werden teilweise von den axial darüber liegenden Speichen8 einer sogenannten Antriebsfeder (auch als Fachwerksfeder bezeichnet) überdeckt, wobei die Speichen8 mittels Nieten9 ,10 auf eifern Nietkreis mit größeren und einem Nietkreis mit kleinerem Durchmesser mit den Hebelelementen6 der Hebelfeder5 vernietet sind. Die Hebelelemente6 sind hierzu entsprechend verbreitert und laufen radial innerhalb des inneren Nietkreises zu Anlageflächen11 für die (nicht im Einzelnen dargestellte) Betätigungseinrichtung (mit Betätigungslager und Betätigungskrafterzeugungsmechanismus) aus. - Ein Schnitt durch die Hebelfeder und die Antriebsfeder im Bereich der Nietverbindungen ist in
4 gezeigt. Aus4 ist zudem ersichtlich, dass der radial zwischen den Nietkreisen angeordnete Kraftrand7 der Hebelfeder6 in Richtung der Speichen8 der Antriebesfeder ausgerichtete Ausprägungen12 aufweist. Gerade aus dieser Schnittansicht wird ebenfalls ersichtlich, dass die Antriebsfeder in der Art eines Fachwerks jeweils zwei Bereiche der einzelnen Hebelelemente miteinander verbindet. - An den Speichen
8 der Antriebsfeder sind radial innen im Bereich der Nieten10 Spangen13 vorgesehen, die nach radial außen gerichtet sind und mit einem einseitig offenen Ring14 verbunden sind und mit diesem Ring14 die Antriebsfeder15 für eine Verschleißnachstelleinrichtung bilden. Hierzu ist an einem der beiden offenen Enden des Rings14 ein Schneckenrad16 mit einer Außenverzahnung17 und am anderen der beiden offenen Enden des Rings14 eine mit dieser Außenverzahnung17 in Eingriff stehenden Gegenverzahnung18 aufgenommen. Das Schneckenrad16 weist weiterhin eine in der Darstellung von1 nicht ersichtliche Schneckenverzahnung auf, die mit einem Zahnsegment der Verschleißnachstellung mit einer Rampeneinrichtung in Verbindung steht, wobei die Verdrehung des Schneckenrads16 bei geschlossener Reibungskupplung2 – wie nachstehend unter2 erläutert – gegen Verdrehen blockiert ist. - Bei einem Betätigungsvorgang der vorliegend zugedrückten Reibungskupplung
2 werden vom Betätigungsglied die Anlageflächen11 axial beaufschlagt. Infolgedessen erfährt der Ring14 über die Spangen13 eine Verringerung seines Durchmessers, wodurch die Gegenverzahnung18 eine in Umfangsrichtung gerichtete Bewegung gegenüber dem Schneckenrad16 ausführt. Der Abstand der Zähne der Außen- und Gegenverzahnung17 ,18 sind dabei so dimensioniert, dass bei vernachlässigbarem Verschleiß lediglich ein Zahnspiel zwischen den Zähnen von Außen- und Gegenverzahnung entsteht. Tritt infolge eines Verschleißes der Reibbeläge ein verlängerter Einrückweg auf, übergreift ein Zahn der Gegenverzahnung18 den entsprechenden Zahn der Außenverzahnung17 und rastet hinter der Zahnflanke ein, wodurch der Ring14 bei dem eingestellten Durchmesser unter Spannung verhakt wird. Wird die Reibungskupplung2 wieder geöffnet, wird die Rampeneinrichtung kraftfrei und die Ringspannung bewirkt eine Verdrehung des Schneckenrads, die über die Schneckenverzahnung die Rampeneinrichtung verstellt und den verschleißbedingten Abstand nachstellt. -
2 zeigt einen Teilschnitt der Doppelkupplung1 entlang der Schnittlinie A-A der1 mit den beiden Reibungskupplungen2 ,3 mit den Hebelfedern5 ,19 sowie den Druckplatten20 ,21 , die jeweils gegenüber einer Seite der Gegendruckplatte22 unter Zwischenlage der Reibbeläge23 ,24 der mit zwei Getriebeeingangswellen verzahnten Kupplungsscheiben25 ,26 von den Hebelfedern5 ,19 verspannbar sind. Dabei stützen sich beide Hebelfedern5 ,19 an dem Gehäuse4 ab, wobei die Hebelfeder19 die Reibungskupplung3 direkt über eine Rampeneinrichtung27 beaufschlagt, während die Hebelfeder5 sich radial über den Kraftrand7 in Verlängerung der Hebelelemente6 erstreckende Hebelarme28 aufweist, die mit über den Umfang verteilten Zugankern29 , die das Gehäuse4 axial durchgreifen, in Anlagekontakt stehen. Die Zuganker29 bilden hierzu radial innen erweiterte Anlageflächen30 für die Hebelarme28 aus, die in Umfangsrichtung als Rampen31 gestaltet sind. Dementsprechend weisen die Hebelarme28 in Umfangsrichtung Steigungen zur Bildung von Gegenrampen32 auf. Auf diese Weise wird die Rampeneinrichtung33 gebildet. - Zur Steuerung der Rampeneinrichtung
33 bedarf es einer gezielten Verdrehung der Hebelfeder5 mit deren die Gegenrampen32 aufweisenden Hebelarmen28 gegenüber den Zugankern29 mit den die Rampen31 aufweisenden Anlageflächen30 . Die Zuganker29 sind drehfest mit der Druckplatte21 verbunden, die Druckplatte21 ist über nicht gezeigte Blattfedern mit der Gegendruckplatte22 und dem Gehäuse4 verbunden. In vorteilhafter Weise wird daher die Hebelfeder5 im Verschleißfalle gegen das Gehäuse4 verdreht. Hierzu weist das Gehäuse4 eine kreissegmentförmige Verzahnung34 auf, in die die Schneckenverzahnung35 des Schneckenrads16 eingreift. Wird – wie unter1 beschrieben – ein Verschleißzustand der Reibungskupplung2 erkannt, wird bei geschlossener Reibungskupplung2 ein Verdrehen der Hebelfeder5 gegen die Zuganker29 infolge der durch das Betätigungsglied aufgebrachten Kraft zum Verspannen der Druckplatte21 gegen die Gegendruckplatte22 verhindert. Beim Lösen der Reibungskupplung2 wird die Verbindung zwischen den Rampen31 und Gegenrampen32 abgesehen von Reibungseinflüssen kraftfrei, so dass durch die Vorspannung des Rings14 (1 ) sich das am Ring und damit an der Hebelfeder5 aufgenommene Schneckenrad16 verdreht und sich dabei an der Verzahnung34 am Gehäuse4 abstützt und damit die Hebelfeder5 gegenüber den drehfest mit dem Gehäuse4 verbundenen Zugankern29 verdreht und infolge der Wirkung der Rampeneinrichtung33 einen verschleißbedingten Abstand zwischen Hebelfeder5 und Druckplatte21 ausgleicht. -
3 zeigt einen Teilschnitt der in1 dargestellten Doppelkupplung1 entlang der Schnittlinien B-B. Aus dieser Schnittdarstellung wird die direkte Nachstellung der Reibungskupplung3 deutlich. Hier treibt das auf der Hebelfeder19 aufgenommene Schneckenrad40 mittels der Schneckenverzahnung36 in eine Umfangsverzahnung37 eines Rampenrings38 direkt an. Der Rampenring38 bildet mit Gegenrampen39 der Rampeneinrichtung27 der Reibungskupplung3 die Verschleißnachstelleinrichtung. Die Steuerung des Schneckenrads40 kann in ähnlicher Weise wie die Steuerung des Schneckenrads16 der Reibungskupplung2 weggesteuert erfolgen. -
3 zeigt weiterhin die Hebelfeder5 mit den Hebelelementen6 und den Speichen8 , die in der nachfolgend beschriebenen4 im Schnitt detailliert dargestellt ist. Die Hebelelemente6 der Hebelfeder5 sind einer Fachwerkkonstruktion ähnlich an den Speichen8 abgestützt. Die mittels der Nieten9 ,10 mit den Hebelelementen6 fest verbundenen Speichen8 sind aus dünnerem Blech hergestellt als die Hebelelemente6 und verhindern die Durchbiegung der Hebelelemente6 wirksam. Hierzu sind die Hebelelemente8 direkt an den Speichen8 mittels einer Ausprägung12 abgestützt. Hierdurch kann die Hebelfeder5 mit ihren über den Umfang mittels eines ringförmigen, dem elastischen Verhalten einer Tellerfeder ähnlichen Stegs – dem sogenannten Kraftrand – miteinander verbundenen Hebelelemente8 bei steifen Hebelelementen8 dennoch weich ausgelegt werden, so dass kleinere Betätigungskräfte bei geringer Weghysterese verwirklicht werden können. -
5 zeigt den Bereich der Druckplatte120 einer Reibungskupplung mit weggesteuerter Verschleißnachstellung durch die Rampeneinrichtung127 , vergleichbar dem Aufbau nach den1 bis4 . Hierbei wird die Rampeneinrichtung127 über die Hebelfeder119 vorbelastet. Die Antriebsfeder mit den Speichen108 ist über die Nietverbindungen109 und110 mit der Hebelfeder119 verbunden, vergleichbar dem Aufbau nach den1 bis4 . Die Hebelfeder119 stützt sich am Gehäuse4 der Reibungskupplung ab und ist an diesem durch ein Hebelelement119a gesichert. - Eine Betätigungskraft der Reibungskupplung nach
5 wird über eine (in5 nicht dargestellte Betätigungseinrichtung) wie einen Betätigungsmechanismus in ein Betätigungslager130 und über dieses in die Tellerfederspitzen eingeleitet. Bei einer zugedrückten Kupplung handelt es sich bei dem Betätigungslager130 um ein Einrücklager, wobei der äußere Lagerring130a dieses Einrücklagers130 in Wirkverbindung mit dem Betätigungselement steht, und wobei der innere Lagerring130b mit den Tellerfederzungen der Tellerfedern119 in Wirkverbindung steht. Zwischen dem inneren Lagerring130b und den Tellerfederzungen ist ein sphärisch gestalteter Einstellring131 angeordnet, weshalb dieses Einrücklager130 auch als Ausgleichslager wirkt. Dieses Ausgleichslager dient dazu, dass es sich in allen Richtungen und damit ungehindert an der (nicht dargestellten) Rotationsachse der Kupplung zentrieren kann. - Entgegen der Ausbildung der Antriebsfeder nach den
1 bis4 sind zwischen diesem Einstellring131 und den Tellerfederzungen in Umfangsrichtung mehrere Wälzkörper (vorliegend ausgebildet als rollenförmige Körper)132 angeordnet. Diese zwischen Einrücklager130 und Tellerfederzungen angeordneten rollenden Elemente (z. B. wie dargestellt zylindrische Rollen vergleichbar den Wälzkörpern in einem Nadellager) wandeln die Relativbewegung zwischen Einrücklager und Tellerfederzungen weitestgehend in eine Rollbewegung um. - Entgegen der Ausbildung der Antriebsfeder nach den
1 bis4 weisen die Speichen108 der Antriebsfeder Verlängerungen133 auf, welche in den Bereich zwischen Einrücklager130 und Tellerfederzungen hineinragen. Diese Verlängerungen133 weisen Ausnehmungen auf, in denen die zylindrischen Rollen132 (also die Abrollelemente der Abrolleinheit) aufge nommen sind. Diese Ausnehmungen bilden dabei die seitlichen Führungen für die zylindrischen Rollen und begrenzen ebenfalls den maximalen Verlagerungsweg in radialer Richtung dieser zylindrischen Rollen. In ihrer Gesamtheit bilden die verlängerten Spannen108 dementsprechend einen Käfig, der den Radialweg der Einzelrollen begrenzt und für eine seitliche Führung sorgt. - Diese Ausbildung mit der Führung der zylindrischen Rollen
132 in Ausnehmungen, die in Verlängerungen der Antriebsfeder ausgebildet sind, ist nicht zwingend. Vielmehr wäre auch die Verwendung eines separaten Käfigs oder am Umfang verteilten anderen Führungseinrichtungen möglich, wobei allerdings die Verwendung eines bereits vorhandenen Bauteils (der Spangen108 ) einen besonders einfachen und effizienten Weg zur Führung der zylindrischen Rollen132 ergibt. - In
6 ist der Bereich119 und Einrücklager130 nochmals vergrößert dargestellt. - In
7 ist das vorstehend erläuterte Ausführungsbeispiel in der Variante mit der Führung über die Antriebsfeder mit den Spangen108 nochmals in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Insbesondere aus dieser Darstellung ist der gesamte Aufbau der Antriebsfeder mit den Spangen108 und den vorstehend erläuterten übrigen Bauelementen nochmals ersichtlich, wobei zur vereinfachten Darstellung und zur Hervorhebung der Modifikation der Antriebsfeder zur Führung der zylindrischen Rollen132 die übrigen Bauteile weggelassen wurden. - Die Verwendung von rollenden Elementen wie den vorstehend beschriebenen zylindrischen Rollen ist jedoch nicht die einzige Möglichkeit, die Gleitbewegung jedenfalls weitestgehend in eine Rollbewegung umzuwandeln und dadurch die Hysterese am Kontakt zwischen Einrücklager und Tellerfederzungen zu reduzieren bzw. zu vermeiden. Vielmehr können zwischen dem Einrücklager und den Tellerfederzungen rollende oder geringfügig gleitende Elemente in Form von in einem einteiligen Ring integrierten Kippelementen angeordnet werden.
- Die Anordnung eines solchen Kippringes
140 ist in8 gezeigt. Dabei ist ersichtlich, dass der Kippring140 zwischen Einrücklager130 und den Tellerfederzungen119b der Tellerfeder119 angeordnet ist, und dass die Antriebsfeder mit den Spangen108 die bereits vorstehend im Zusammenhang mit den1 bis4 beschriebene Ausbildung aufweist. - Im Vergleich zur Ausbildung des Einrücklagers nach
5 wird noch auf die veränderte Ausbildung des Einstellringes131a hingewiesen. Durch diese Veränderung des Einstellringes ergibt sich eine vorteilhafte Möglichkeit der Lagerung und Führung des Kippringes. Zur Lagerung und Führung des Kippringes ist es vorteilhaft wenn die Tellerfederzunge119b mit einer Ausnehmung versehen ist, in die der Kippring140 eingreift. - In
9 ist der Kippring140 in einer perspektivischen Darstellung gezeigt. Wie insbesondere dieser9 entnehmbar, handelt es sich vorliegend um einen einteiligen Ring mit integrierten Kippelementen141 , wobei der Ring vorliegend nicht geschlossen ist, und wobei diese Kippelemente141 zwischen Tellerfederzungen119b und Einstellring131a des Einrücklagers130 angeordnet sind. - Der Kippring
140 weist außerdem Haltebügel142 auf, mit denen der Kippring mit den Tellerfederzungen vormontiert werden kann. - Des Weiteren sind flexible Zwischenbereiche
143 zwischen benachbarten Kippelementen143 angeordnet, die sicherstellen, dass die Kippelemente141 sich ohne große Verlustkraft durch Einfluss der in verschiedene radiale Richtungen wirkenden Torsionsbewegungen gegeneinander verdrehen lassen. - Wie erwähnt können die die Hebelfederzungen
119b und ggf. auch der Einstellring131a (auch als Druckring bezeichnet) tangentiale Schlitze aufweisen, die sicherstellen, dass die Kippelemente141 an beiden Seiten radial geführt werden, insbesondere während der Torsionsbewegungen. - Die vorstehenden Ausführungsbeispiele des Kontaktelementes wurden an Hand einer zugedrückten Reibungskupplung mit weggesteuerter Verschleißnachstelleinrichtung beschrieben, ohne jedoch hierauf beschränkt zu sein. Vielmehr sind die vorliegenden Kontaktelemente bei sämtlichen Arten von Reibungskupplungen, insbesondere auch bei Doppelkupplungen mit und ohne Verschleißnachstelleinrichtung anwendbar. Jedenfalls ist nicht entscheidend, ob es sich um eine zugedrückte oder aufgedrückte Kupplung handelt, wenn auch die vorstehende Erfindung bei einer zugedrückten Kupplung mit weggesteuerter Verschleißnachstellung über die Antriebsfeder besonders bevorzugt einsetzbar ist.
- Die vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele zeigen rollende Elemente (beispielsweise Nadeln) zwischen dem Einrücklager und den Tellerfederzungen bzw. einen bevorzugt einteiligen Ring mit integrierten Kippelementen, wobei die rollenden Elemente und auch die Kippelemente die Relativbewegung zwischen Einrücklager und Tellerfederzungen weitestgehend in eine Rollbewegung umwandeln. Dementsprechend sind sämtliche Ausführungsbeispiele, insbesondere bei automatisierten Anwendungen mit erhöhten Anforderungen an die Regelbarkeit, d. h. mit dem Erfordernis einer Reduzierung der Hysterese, anwendbar, weshalb die Regelbarkeit gerade von Doppelkupplungen verbessert wird.
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 102005003505 A1 [0002]
- - DE 102004009832 A1 [0002]
Claims (11)
- Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung, mit einer Betätigungseinrichtung, die eine lineare Bewegung eines Betätigungselementes in eine Drehbewegung eines betätigten Elementes umsetzt, gekennzeichnet durch ein zwischen Hebelelement und Betätigungseinrichtung angeordnetes Kontaktelement, welches eine bei Betätigen der Kupplung entstehende radiale Gleitbewegung der Kontaktstelle zwischen Betätigungseinrichtung und Hebelelement in einer Abrollbewegung oder einer Kippbewegung umwandelt.
- Drehmomentübertragungseinrichtung, wie eine Reibungskupplung oder eine Bremseinrichtung, nach Anspruch 1, mit Druckplatte, Gegendruckplatte und Hebelelement, wobei das Hebelelement als betätigtem Element mit einer von dem Betätigungselement erzeugten Betätigungskraft beaufschlagbar ist, durch welche die Druckplatte axial verlagerbar und ein Reibeingriff zwischen Druckplatte, Gegendruckplatte und zwischen diesen angeordnetem Reibbelag steuerbar ist, und wobei das zwischen Hebelelement und Betätigungselement angeordnete Kontaktelement eine bei Betätigen der Kupplung entstehende radiale Gleitbewegung der Kontaktstelle zwischen Betätigungselement und Hebelelement in einer Abrollbewegung oder einer Kippbewegung umwandelt.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Kontaktelement eine Abrolleinheit vorgesehen ist, die einen oder mehrere Wälzkörper aufweist, welche zwischen einer Oberfläche des Betätigungselementes und einer Oberfläche des Hebelelementes angeordnet sind.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Wälzkörper unabhängig voneinander zwischen Hebelelement und Betätigungselement angeordnet sind, wobei ein Verlagerungsweg des oder der Wälzkörper durch ein Bauteil der Reibungskupplung begrenzt wird.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Reibungskupplung eine zugedrückte Kupplung mit weggesteuerter Verschleiß nachstellung ist, und dass eine Antriebsfeder zur radialen Wegbegrenzung und seitlichen Führung der Wälzkörper vorgesehen ist, indem die Antriebsfeder Aussparungen aufweist, in denen der oder die Wälzkörper aufgenommen sind.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass als Kontaktelement ein Ring mit integrierten Kippelementen vorgesehen ist, wobei die Kippelemente jeweils am Hebelelement und am Betätigungselement abgestützt sind.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Ring Haltebügel aufweist, um den Ring mit dem Hebelement vormontieren zu können.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen benachbarten Kippelemente flexible Zwischenbereiche vorgesehen sind zur Ausführung einer Torsionsbewegung.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kippelemente des Ringes an beiden Seiten radial geführt sind durch Ausnehmungen in dem Hebelelement und im Betätigungselement.
- Drehmomentübertragungseinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Hebelelement eine Tellerfeder ist, und dass das Kontaktelement zwischen die Tellerfederzungen der Tellerfeder und einem Betätigungslager der Betätigungseinrichtung angeordnet ist.
- Doppelkupplung mit zumindest einer Reibungskupplung nach einem der Ansprüche 1 bis 10.
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