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Es
wird ein Piezoaktor in Vielschichtbauweise beschrieben, bei dem
piezoelektrische Schichten und Elektrodenschichten alternierend übereinander zu
einem Stapel angeordnet sind. Beim Anlegen einer elektrischen Spannung
an die Elektrodenschichten dehnt sich der Stapel entlang der aus
der angelegten Spannung resultierenden elektrischen Feldrichtung
aus.
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Mittels
eines solchen Piezoaktors wird beispielsweise ein Ventilkolben eines
Steuerventils betätigt, welches als Einspritzventil in
einem Kraftfahrzeug dient.
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Ein
Piezoaktor ist beispielsweise in den Druckschriften
DE 199 45 933 C1 oder der
WO 2005/035971 A1 beschrieben.
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Es
ist eine zu lösende Aufgabe, einen Piezoaktor anzugeben,
welcher über eine hohe Zuverlässigkeit verfügt
und für eine Vielzahl möglicher Anwendungsbereiche
und Einbauorte geeignet ist.
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Diese
Aufgabe wird durch den unabhängigen Anspruch gelöst.
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Vorteilhafte
Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus
den abhängigen Ansprüchen.
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Es
wird ein Piezoaktor in Vielschichtbauweise angegeben, bei dem piezoelektrische
Schichten und Elektrodenschichten alternierend übereinander zu
einem Stapel angeordnet sind.
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Der
Stapel weist beispielsweise vier Seitenflächen und zwei
Stirnflächen auf. Der Piezoaktor kann an den Stirnflächen
eingespannt sein, was für eine mechanische Vorspannung
entlang der Längsachse des Stapels sorgt.
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Beispielsweise
umfasst der Stapel eine Vielzahl dünner Folien aus Piezokeramik,
welche beispielsweise ein Material wie Bleizirkonattitanat umfassen.
Eine piezoelektrische Schicht kann eine oder mehrere dieser Folien
aufweisen. Zwischen diesen Schichten aus Piezokeramik sind Elektrodenschichten
angeordnet. Je nach dem gewünschten spannungsabhängigen
Verhalten des Piezoaktors muss nicht unbedingt auf jede piezoelektrische
Schicht eine Elektrodenschicht folgen.
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Ein
mögliches Material für die Elektrodenschicht ist
Silberpalladium oder Kupfer. Dieses kann als Paste mittels eines
Siebdruckverfahrens auf die piezoelektrische Schicht aufgebracht
werden und anschließend kann der Stapel gesintert werden.
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Die
Elektrodenschichten können durchgehend auf die piezoelektrischen
Schichten aufgebracht sein oder sie können die Querschnittsfläche der
piezoelektrischen Schichten nur teilweise bedecken. Die Ausführungsform
der elektrischen Kontaktierung der Elektrodenschichten hängt
davon ab, ob die Elektrodenschichten durchgehend auf der Oberfläche
der piezoelektrischen Schichten angeordnet sind.
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Mehrere
der Elektrodenschichten sind mit einem Kontaktstift elektrisch leitend
verbunden, wobei am Kontaktstift eine Weiterführung so
angeordnet ist, dass sie den Kontaktstift und die Weiterführung
elektrisch leitend verbindet. Die Weiterführung weist eine Kontaktstelle
mit dem Kontaktstift auf, sowie ein freies Ende, welches zur Herstellung
eines elektrischen Anschlusses vorgesehen ist. Eine Gerade, welche durch
die Kontaktstelle und das freie Ende der Weiterführung
verläuft, schließt einen Winkel mit der Längsachse
des Kontaktstifts ein, der größer als 0° und
kleiner als 180° ist.
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In
einer Ausführungsform, in der die Elektrodenschichten durchgehend
ausgeführt sind, führen die aufgebrachten Elektrodenschichten
an allen Seitenflächen des Stapels aus diesem heraus. Die
elektrische Verbindung der Elektrodenschichten mit dem Kontaktstift
kann zum Beispiel durch dünne Drähte realisiert
sein, die jede zweite Elektrodenschicht an einer Seitenfläche
des Stapels einzeln mit dem Kontaktstift verbinden.
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An
dem Kontaktstift kann eine Weiterführung angebracht sein.
Diese Weiterführung ist mit dem Kontaktstift an einer Kontaktstelle
elektrisch leitend verbunden. Beispielsweise ist die Weiterführung
fest mit dem Kontaktstift verbunden, zum Beispiel an diesem angelötet
oder mittels einer Öse, welche den Kontaktstift fest umschließt,
am Kontaktstift befestigt.
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Alle
anderen Befestigungsmöglichkeiten, die einen leitenden
Kontakt zwischen dem Kontaktstift und der Weiterführung
ermöglichen und die ausreichende Stabilität hinsichtlich
eines elektrischen Anschlusses bietet, sind jedoch ebenfalls denkbar.
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Die
Weiterführung umfasst beispielsweise einen flexiblen Leitungsdraht
oder ein starres stiftförmiges Element. Eine Kombination
aus diesen beiden Möglichkeiten wäre ebenso denkbar.
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Die
Weiterführung ist am Kontaktstift angebracht. Der Winkel,
in dem die Weiterführung am Kontaktstift angebracht ist,
soll zwischen 0° und 180° bezüglich der
Längsachse des Kontaktstifts betragen. Durch die Möglichkeit
verschiedene Winkel zu wählen, kann eine individuelle Ausrichtung
der elektrischen Anschlüsse erreicht werden und eine seitliche
Weiterkontaktierung des Stapels über die Weiterführung
wird ermöglicht.
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Das
freie Ende der Weiterführung kann vom Zentrum des Stapels
gesehen nach außen weisend ausgerichtet sein. Dieses freie
Ende kann zum Anlegen einer Spannung zwischen den Elektrodenschichten
dienen und somit einen elektrischen Anschluss des Stapels bilden.
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Vorzugsweise
führen die Elektrodenschichten abwechselnd an gegenüberliegenden
Seitenflächen aus dem Stapel heraus und mehrere der Elektrodenschichten
sind mittels einer Außenelektrode, welche seitlich am Stapel
aufgebracht ist, kontaktiert.
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Bei
einem Stapel, in dem die Elektrodenschichten wechselseitig aus diesem
herausführen, bedecken die Elektrodenschichten nicht die
ganze Fläche einer piezoelektrischen Schicht. Die Bereiche des
Stapels in denen sich benachbarte Elektrodenschichten in Stapelrichtung
nicht überlappen, werden inaktive Zonen genannt. Die Bereiche
des Stapels, in denen sich benachbarte Elektrodenschichten in Stapelrichtung überlappen,
werden aktive Zonen genannt.
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Eine
solche Konstruktion des Stapels erlaubt beispielsweise eine gemeinsame
elektrische Kontaktierung aller Elektrodenschichten, die an derselben Seite
aus dem Stapel herausführen, über eine gemeinsame
Außenelektrode.
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Die
Außenelektrode wird beispielsweise mittels einer Einbrennpaste,
die durch ein Siebdruckverfahren auf die Außenseite des
Stapels aufgebracht ist, hergestellt und anschließend mit
dem Stapel gesintert.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform ist der Kontaktstift
parallel zur Längsachse des Stapels angeordnet.
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Da
an dem Kontaktstift die Weiterführung befestigt ist, folgt
aus einer festen Orientierung des Kontaktstifts bezüglich
des Stapels auch eine feste Orientierung der Weiterführung
zu dem Stapel. Dies kann sehr hilfreich sein, um die Lage des freien
Endes der Weiterführung und somit der spätere
elektrische Anschluss des Piezoaktors einzustellen, da nur der Winkel
der Weiterführung bezüglich des Kontaktsstifts
berücksichtigt werden muss und nicht der Winkel zwischen
der Weiterführung und der Längsachse des Stapels.
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Bei
der Herstellung des Piezoaktors kann auch der Kontaktstift mit einer
Weiterführung schon vorgefertigt worden sein und das so
entstandene Bauteil kann in einem einzigen Arbeitsschritt beispielsweise über
ein Zwischenelement am Stapel angebracht werden. Dadurch, dass die
Orientierung der Weiterführung bezüglich des Kontaktstifts
schon feststeht, ist bei einer parallelen Anordnung auch zwischen
Kontaktstift und Stapel die Orientierung der Weiterführung
bezüglich des Stapels festgelegt.
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Außerdem
ist eine parallele Orientierung des Kontaktstifts bezüglich
des Stapels platzsparend.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ein elektrisch
leitendes Zwischenelement zwischen der Außenelektrode und
dem Kontaktstift angeordnet, welches die Außenelektrode
und den Kontaktstift elektrisch leitend verbindet.
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Das
Zwischenelement kann ein oder mehrere Einzelelemente umfassen. Beispielsweise
kann es sich um ein elastisches Bauteil handeln, welches sich den
Bewegungen des Stapels anpasst. Dies verhindert einen Verlust der
elektrischen Verbindung zwischen der Außenelektrode und
dem Kontaktstift und sorgt für eine beständige
Betriebsfähigkeit des Piezoaktors. Insbesondere kann das
Abreißen der Verbindung zwischen Kontaktstift und Zwischenelement und
zwischen Zwischenelement und Außenelektrode verhindert
werden.
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Durch
ein solches Abreißen der elektrischen Verbindung zwischen
dem Kontaktstift und den Elektrodenschichten könnte ein
Ausfall des Piezoaktors erfolgen. Sollte der Piezoaktor beispielsweise
einen Ventilkolben eines Steuerventils betätigen, welches als
Einspritzventil in einem Kraftfahrzeug dient, dann muss der Piezoaktor
umgehend ausgetauscht werden, um einen weiteren Betrieb des Einspritzventils und
somit des Motors zu gewährleisten.
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Weiterhin
kann vorgesehen sein, dass das elektrisch leitende Zwischenelement
parallel angeordnete Drähte umfasst, welche die Außenelektrode mit
dem Kontaktstift elektrisch leitend verbindet. Beispielsweise können
die parallelen Drähte senkrecht zur Längsachse
des Stapels ausgerichtet sein.
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Um
die Außenelektrode mit dem Kontaktstift elektrisch leitend
zu verbinden, findet beispielsweise eine sogenannte Drahtharfe Verwendung.
Diese umfasst eine Mehrzahl dünner, elektrisch leitfähiger Drähte.
Der Draht kann mit der Außenelektrode und dem Kontaktstift
verlötet sein.
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Beispielsweise
können zwei Außenelektroden am Stapel angebracht
sein, die abwechselnd die Elektrodenschichten kontaktieren. Zur
Herstellung der Drahtharfe wird ein dünner, elektrisch
leitfähiger Draht in einer Vielzahl von Windungen um den
Stapel gewickelt. Nach dem Verlöten des Drahtes mit den Außenelektroden
kann die Drahtverbindung zwischen den beiden Außenelektroden
durchtrennt und die Verbindung vollständig entfernt werden.
Somit sind die Außenelektroden voneinander elektrisch isoliert.
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Vorzugsweise
schließt die Gerade, die durch die Kontaktstelle zwischen
der Weiterführung und dem Kontaktstift und das freie Ende
der Weiterführung verläuft, mit der Längsachse
des Kontaktstifts einen Winkel von 90° ein.
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Die
Weiterführung kann senkrecht zum Kontaktstift angeordnet
sein. Falls der Kontaktstift auch parallel zur Längsachse
des Stapels angeordnet ist, dann ist die Weiterführung
nicht nur senkrecht zum Kontaktstift sondern auch senkrecht zur
Längsachse des Stapels angeordnet. Diese Orientierung ist
für einen Anschluss des Piezoaktors an eine Spannungsquelle
vorteilhaft, da auch eine seitliche elektrische Weiterkontaktierung
des Piezoaktors auf diese Weise möglich ist.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Piezoaktor
ein Gehäuse auf.
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Dieses
Gehäuse kann beispielsweise ein Verguss aus einem elastischen
Material, wie zum Beispiel Silikon sein oder einen derartigen Verguss umfassen.
Idealerweise umschließt das Gehäuse mindestens
die Seitenflächen des Stapels. Auch alle anderen Gehäuseformen,
die einen Betrieb des Piezoaktors nicht behindern, sind denkbar.
Ein Gehäuse kann Schutz gegen Umwelteinflüsse
wie beispielsweise Nässe bieten.
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In
einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist der Kontaktstift
vollständig vom Gehäuse umschlossen.
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Da
der Kontaktstift nicht mehr direkt zum Anschluss des Stapels an
eine Spannungsquelle benötigt wird, kann es zweckmäßig
sein, ihn komplett im Gehäuse zu belassen. Ein seitlicher
Anschluss ist bei manchen Anwendungen von Vorteil, da die mechanischen
Kontaktflächen, die sich beispielsweise an den Stirnseiten
des Stapels befinden, von den elektrischen Anschlüssen
getrennt sind.
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Vorzugsweise
ragt die Weiterführung aus einer Seitenfläche
des Gehäuses heraus.
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Auf
diese Weise wird eine elektrische Weiterkontaktierung an einer Seitenfläche
des Gehäuses ermöglicht.
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Weiterhin
kann vorgesehen sein, dass die Weiterführung an einem freien
Ende mit einem Anschlusselement verbunden ist und der Piezoaktor über
dieses Anschlusselement angesteuert werden kann.
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Das
Anschlusselement dient dazu, eine elektrische Spannung zwischen
die Elektrodenschichten anzulegen. Über die Höhe
der angelegten Spannung kann das Verhalten des Stapels geregelt werden.
Bei dem Anschlusselement kann es sich um einen Aufsatz auf die Weiterführung
handeln. Ein solcher Aufsatz kann an jeder Weiterführung
aufgebracht sein. Auch können zwei Aufsätze in
einem Bauteil integriert sein und gemeinsam ein Anschlusselement
bilden.
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Das
Anschlusselement kann auch ein Teil einer elektrischen Weiterkontaktierung
sein, die am Einbauort des Piezoaktors angeordnet ist. Die Weiterführungen
können mit der Weiterkontaktierung beispielsweise über
eine Steckverbindung verbunden sein. Über die Weiterkontaktierung
kann eine Spannung an den Stapel angelegt und auch geregelt werden.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform weist der Piezoaktor
zwei Kontaktstifte auf und die Elektrodenschichten sind abwechselnd
mit jeweils einem Kontaktstift elektrisch leitend verbunden. Jeder
der Kontaktstifte weist eine Weiterführung auf. Über
die freien Enden der Weiterführungen kann eine Spannung
zwischen benachbarten Elektrodenschichten angelegt werden.
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Beispielsweise
sind die Elektrodenschichten abwechselnd an gegenüberliegenden
Seitenflächen des Stapels mit einem Kontaktstift verbunden.
An dem Kontaktstift ist eine Weiterführung angebracht.
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Im
Falle durchgehender Elektrodenschichten kann jede zweite Elektrodenschicht
mittels eines leitfähigen Drahtes mit einem Kontaktstift
verbunden sein. Da am Kontaktstift eine Weiterführung angebracht
ist, wird auf diese Weise eine elektrisch leitende Verbindung zwischen
den Elektrodenschichten und der Weiterführung hergestellt.
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Eine
andere Möglichkeit wäre, über eine Außenelektrode
und ein Zwischenelement eine leitfähige Verbindung zwischen
den Elektrodenschichten und der Weiterführung herzustellen.
Dies ist insbesondere für den Fall vorteilhaft, dass die
Elektrodenschichten nicht die gesamte Querschnittsfläche
der piezoelektrischen Schicht bedecken.
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An
die Weiterführungen kann dann über das Anschlusselement
eine Spannung angelegt werden. Je nach der gewünschten
Ausführung des Anschlusses kann die Weiterführung
bezüglich der Längsachse des Stapels unterschiedlich
orientiert sein.
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Im
Falle zweier Weiterführungen kann die Weiterkontaktierung
in beliebiger Orientierung der Weiterführungen zueinander
erfolgen. Dadurch kann der Piezoaktor individuell, je nachdem welche
Orientierung der freien Enden der Weiterführungen gewünscht
ist, angefertigt werden.
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Beispielsweise
können die freien Enden der Weiterführungen an
derselben Seitenfläche des Piezoaktors angeordnet sein.
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Eine
solche Anordnung der freien Enden der Weiterführungen ist
beispielsweise sehr platzsparend. In diesem Fall ist eine elektrische
Weiterkontaktierung auch über nur eine Seitenfläche
nötig. Dies ist oft aus Platzgründen bevorzugt
und der Einbau eines solchen Piezoaktors ist unter Umständen
leichter, als im Falle einer Anordnung der Weiterführungen
an unterschiedlichen Seitenflächen.
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Die
freien Enden der Weiterführungen können übereinander
bezüglich der Längsachse des Stapels angeordnet
sind.
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Dabei
können die freien Enden der Weiterführungen in
verschiedener Höhe des Stapels auf derselben Seitenfläche
des Piezoaktors oder auch an verschiedenen Seitenflächen
angeordnet sein.
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In
einer weiteren Ausführungsform sind die freien Enden der
Weiterführung nebeneinander bezüglich der Längsachse
des Stapels angeordnet.
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Die
freien Enden der Weiterführungen können auf gleicher
Höhe an derselben Seitenfläche des Piezoaktors
angeordnet sein oder auf der gleichen Höhe an verschiedenen
Seitenflächen des Piezoaktors.
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In
einer vorteilhaften Ausführungsform sind die freien Enden
der Weiterführungen an unterschiedlichen Seitenflächen
des Piezoaktors angeordnet.
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Eine
solche Anordnung der freien Enden der Weiterführungen hat
den Vorteil, dass die Weiterkontaktierung räumlich getrennt
voneinander erfolgen kann.
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Im
Folgenden werden der angegebene Piezoaktor und seine bevorzugten
Ausführungsformen anhand von schematischen und nicht maßstabsgetreuen
Figuren erläutert. Es zeigen:
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1 einen
Piezoaktor mit einem über ein Zwischenelement mit den Elektrodenschichten
verbundenen Kontaktstift, an dem eine Weiterführung angebracht
ist,
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2a einen
Querschnitt durch einen Piezoaktor mit zwei zur Längsachse
des Stapels senkrecht angeordneten Weiterführungen,
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2b einen
Querschnitt durch einen Piezoaktor mit zwei Weiterführungen,
welche an gegenüberliegenden Seiten des Stapels angeordnet
sind,
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3a eine
Seitenansicht des Piezoaktors wie er in 2a gezeigt
ist,
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3b eine
Seitenansicht des Piezoaktors wie er in 2b gezeigt
ist und
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3c eine
Seitenansicht eines Piezoaktors mit zwei bezüglich der
Längsachse des Piezoaktor übereinander angeordneten
Weiterführungen.
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1 zeigt
schematisch einen Piezoaktor 10. Deutlich sind die Elektrodenschichten 12 zu
erkennen, welche in der hier dargestellten Ausführung wechselseitig
aus dem Stapel 16 führen. An den gegenüberliegenden
Seiten des Stapels 16 ist eine Außenelektrode 20 angebracht,
wobei in der hier verwendeten Ansicht nur eine Außenelektrode 20 zu
sehen ist.
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An
der Außenelektrode 20 ist ein leitendes Zwischenelement 22 angeordnet,
welches aus dünnen leitenden Drähten 23 gebildet
ist. Diese parallel zueinander angeordneten Drähte 23 verbinden
die Außenelektrode 20 mit einem starren Kontaktstift 24. An
diesem starren Kontaktstift 24 ist eine Weiterführung 30,
welche aus einem metallischen Stift besteht, fest angelötet.
Der Kontaktstift 24 ist parallel zur Längsachse 18 des
Stapels 16 angeordnet.
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Der
Punkt, an dem der elektrische Kontakt zwischen der Weiterführung 30 und
dem Kontaktstift 24 hergestellt ist, ist die Kontaktstelle 32.
Das freie Ende 34 der Weiterführung 30 zeigt
in eine dem Stapel 16 abgewandte Richtung.
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Legt
man eine Gerade durch die Kontaktstelle 32 und das freie
Ende 34 der Weiterführung 30, so schließt
diese Gerade mit der Längsachse 18 des Kontaktstifts 24 einen
Winkel μ ein, der in dem dargestellten Beispiel 90° beträgt.
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2a zeigt
einen Querschnitt senkrecht zur Längsachse 18 eines
Piezoaktors 10 mit zwei senkrecht zur Längsachse 18 des
Stapels 16 angeordneten Weiterführungen 30.
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In
der Mitte der Abbildung ist der Stapel 16 zu sehen, an
dem an zwei einander gegenüberliegenden Seitenflächen 19 jeweils
eine Außenelektrode 20 aufgebracht ist. Diese
Außenelektroden 20 sind über ein gebogenes
Zwischenelement 22 leitend mit jeweils einem Kontaktstift 24 verbunden.
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Am
Kontaktstift 24 ist elektrisch leitend eine Weiterführung 30 angelötet.
Um diese Anordnung ist eine Vergussmasse 42 gespritzt,
welche zusammen mit einer Hülse 44 das Gehäuse 40 des
Piezoaktors 10 bildet. Die Vergussmasse 42 kann
ein elastisches Material, wie zum Beispiel Silikon, umfassen.
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An
der rechten Seite von 2a ist zu sehen, dass nur die
beiden Weiterführungen 30 aus dem Gehäuse 40 herausragen.
An die freien Enden 34 der Weiterführungen 30 sind
Anschlusskontakte 36 angebracht, über die eine
Spannung an die Elektrodenschichten 12 im Piezoaktor 10 angelegt
ist. Die Weiterführungen 30 ragen an derselben
Seitenfläche 46 aus dem Gehäuse 40 heraus.
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2b zeigt
einen ähnlichen Aufbau wie in 2a mit
dem Unterschied, dass die Weiterführungen 30 an
gegenüberliegenden Seitenflächen 46 des Gehäuses 40 aus
diesem herausragen.
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3a zeigt
eine Seitenansicht des Piezoaktors 10, wie er bereits im
Querschnitt in 2a gezeigt ist. Deutlich ist
zu sehen, dass die Weiterführungen 30 im Winkel μ =
90° zur Längsachse 18 des Piezoaktors 10 hin
angeordnet sind.
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Ebenfalls
ist zu sehen, dass die Weiterführungen 30 nebeneinander
senkrecht zur Längsachse 18 des Piezoaktors 10 angeordnet
sind.
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3b zeigt
eine Seitenansicht des Piezoaktors 10, wie er bereits im
Querschnitt in 2b gezeigt ist. Deutlich ist
zu sehen, dass die Weiterführungen 30 im Winkel μ =
90° zur Längsachse 18 des Piezoaktors 10 hin
angeordnet sind.
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Ebenfalls
ist zu sehen, dass die Weiterführungen 30 an gegenüberliegenden
Seitenflächen 46 aus dem Gehäuse 40 des
Piezoaktors 10 auf gleicher Höhe aus diesem herausführen.
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3c zeigt
eine Seitenansicht eines Piezoaktors 10. Ebenso wie in 3a führen
die Weiterführungen 30 an der gleichen Seitenfläche 46 des Gehäuses 40 aus
diesem heraus. In diesem Beispiel sind sie jedoch übereinander
senkrecht entlang der Längsachse 18 angeordnet.
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Die
Erfindung ist nicht auf die vorstehend beschriebenen bevorzugten
Ausführungsbeispiele beschränkt. Vielmehr ist
eine Vielzahl von Varianten und Abwandlungen möglich, die
ebenfalls von dem Erfindungsgedanken Gebrauch machen und deshalb in
den Schutzbereich fallen.
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Bezugszeichenliste
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- 10
- Piezoaktor
- 12
- Elektrodenschicht
- 14
- piezoelektrische
Schicht
- 16
- Stapel
- 18
- Längsachse
- 19
- Seitenfläche
des Stapels
- 20
- Außenelektrode
- 22
- Zwischenelement
- 23
- Draht
- 24
- Kontaktstift
- 30
- Weiterführung
- 32
- Kontaktstelle
- 34
- freies
Ende der Weiterführung
- 36
- Anschlusselement
- 40
- Gehäuse
- 42
- Verguss
- 44
- Hülse
- 46
- Seitenfläche
des Gehäuses
- μ
- Winkel
zwischen einer Geraden die durch den Kontaktpunkt und das freie
Ende der Weiterführung läuft und dem Kontaktstift
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
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- - DE 19945933
C1 [0003]
- - WO 2005/035971 A1 [0003]