DE102009023825A1 - Führungsschiene - Google Patents
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-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
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Abstract
Description
- Gebiet der Erfindung
- Die vorliegende Erfindung betrifft eine Führungsschiene zum führen eines Zugmittels. Die Führungsschiene weist hierbei einen Trägerkörper auf und einen auf dem Trägerkörper angeordneten Gleitkörper, welcher aus Kunststoff hergestellt. Das Zugmittel wird hierbei auf dem Gleitkörper entlanggeführt.
- Hintergrund der Erfindung
- Eine Führungsschiene gemäß der vorgenannten Gattung ist aus der Druckschrift
DE 42 12 127 A1 bekannt. Eine herkömmliche Führungsschiene besteht aus einem metallischen Führungsarm und einem auf der Oberseite des Führungsarms angebrachten Gleitschuh. Um eine ideale Führung des Zugmittels zu erreichen ist die Führungsschiene an ihrer Gleitfläche, welche als Kontaktfläche für das Zugmittel ausgebildet ist, leicht gekrümmt. Zu Erreichung der Krümmung wurde bisher der metallische Führungsarm in der Art und Weise gebogen, dass die gewünschte Krümmung entsteht. Daraufhin wurde der Kunststoffschuh passend zu Krümmung des metallischen Führungsarms gegossen. In der Endmontage wird der Kunststoffschuh auf den Führungsarm geclipst. - Aufgabe der Erfindung
- Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine in wenigen Arbeitsschritten. einfach herstellbare und somit kostengünstige Führungsschiene für einen Zugmitteltrieb herzustellen.
- Zusammenfassung der Erfindung
- Diese bisherigen Lösungen erforderten, dass der zumeist aus Blech hergestellte Führungsarm über eine Profilkontur gebogen bzw. abgewinkelt wird. Außerdem ist es notwendig, beim Biegeverfahren auf Genauigkeit zu achten, damit der ebenfalls gebogene Gleitschuh exakt auf dem Führungsarm angeclipst werden kann. Dieser gebogene Führungsarm hat demnach zur Folge, dass zusätzliche aufwendige Arbeitsschritte, bei der Herstellung und Endmontage, durchgeführt werden müssen. Die oben genannte Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass eine Führungsschiene einen Trägerkörper aufweist, welcher vorzugsweise aus Metall gefertigt ist, der an seiner zu einem Gleitkörper hin gerichteten Kontaktfläche keinerlei Krümmung aufweist. Der Gleitkörper wiederum besitzt an seiner dem Trägerkörper abgewandten Seite eine gekrümmte Gleitfläche, auf welcher ein Zugmittel geführt wird. Der metallische Trägerkörper bleibt somit in seiner Ursprungsform und muss keinem zusätzlichen Biegeverfahren unterzogen werden, da lediglich der in einem Spritzgießverfahren hergestellte Gleitkörper an seiner Gleitfläche die für die Zugmittelführung benötigte Krümmung aufweist. Die ungekrümmte Kontaktfläche des Trägerkörpers dient somit als Plattform für verschiedene Gleitkörper mit unterschiedlichen Krümmungen. Es genügt also, einen flachen Trägerkörper als Grundkörper herzustellen und lediglich verschiedene gekrümmte Gleitkörper darauf anzuordnen.
- Zur Erhöhung der Steifigkeit von Einzelteilen oder Konstruktionen dienen sogenannte Sicken oder Versteifungssicken. Die Sicke wird manuell mit Sickenhammer auf Sickenstock oder maschinell mit der Sickenmaschine mit Hilfe zweier Sickenrollen in das Blech gedrückt. Sicken dienen zur Vermeidung von Dröhngeräuschen aber vor allem zur lokalen Versteifung. Deshalb kann es vorgesehen sein, dass an der Unterseite des Trägerkörpers eine Versteifungssicke ausgebildet ist. Vorteilhafterweise ist, die durch die Einbringung der Sicke in das Trägermaterial entstehende Materialausbuchtung, entgegen der Kontaktfläche des Trägerkörpers an dessen Unterseite anzuordnen. Das Einbringen einer Versteifungssicke in einen flachen Trägerkörper ist leicht umzusetzen. Im Gegensatz dazu gestaltet sich das Einbringen einer Sicke in ein gebogenes Flachmaterial aufgrund der einzubringenden Radien, als sehr viel schwieriger.
- Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Trägerkörper einen Versteifungswinkel auf, welcher senkrecht zum Trägerkörper in Richtung des Gleitkörpers angeordnet ist. Hierbei sind der Trägerkörper und der Versteifungswinkel einstückig ausgebildet. Dieser Versteifungswinkel wird entlang der Kontaktfläche durch Umbiegen hergestellt. Im Bereich der Führungsschiene kann es zu einem Schlagen des Zugmittels z. B. einer Kette kommen. Diese unkontrollierte Kettenbewegung übt Druck auf den Trägerkörper aus. Damit der Trägerkörper aufgrund der Krafteinwirkung nicht knickt, ist einseitig an seiner ganzen Länge ein Versteifungswinkel angebracht. Der Versteifungswinkel kann die Kette auch davor bewahren, dass diese seitlich vom Gleitkörper abrutscht.
- Gemäß einem weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiel weist der Gleitkörper einen Versteifungswinkel auf, welcher senkrecht zum Gleitkörper in Richtung des Zugmittels angeordnet ist. Hierbei sind der Gleitkörper und der Versteifungswinkel einstückig ausgebildet. Um Materialkosten zu sparen weist der Gleitkörper teilweise eine wabenförmige Struktur auf. Diese ist mittels Kunststoffspritzgießens leicht herstellbar. Jedoch kann es sein, dass der Gleitkörper dadurch an Festigkeit verliert. Um eine ausreichende Steifigkeit des Gleitkörpers zu gewährleisten, weist der Gleitkörper seitliche Versteifungswinkel auf. Außerdem unterstützen die Versteifungswinkel zusätzlich die Führung der Kette entlang des Gleitkörpers.
- Optional ist die Führungsschiene als ein Bauteil eines Zugmitteltriebes in einem Verbrennungsmotor ausgebildet.
- Kurze Beschreibung der Zeichnungen
- Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Figuren dargestellt, die nachfolgend detailliert beschrieben sind, wobei sich die Erfindung nicht auf diese Ausführungsbeispiele beschränkt.
- Es zeigen:
-
1 eine perspektivische Darstellung einer Führungsschiene, -
1a eine Vorderansicht der in1 dargestellten Führungsschiene, -
2 eine perspektivische Darstellung einer Führungsschiene mit eingebrachter Versteifungssicke, -
2a eine Vorderansicht der in2 dargestellten Führungsschiene, -
3 eine perspektivische Darstellung einer Führungsschiene mit einem an der Führungsschiene angeordneten Versteifungswinkel, -
3a eine Vorderansicht der in3 dargestellten Führungsschiene, -
4 eine perspektivische Darstellung einer Führungsschiene mit an einem Gleitkörper angeordneten Erstreckungswinkeln und -
4a eine Vorderansicht der in4 dargestellten Führungsschiene. - Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen
- In den
1 und1a ist eine Führungsschiene (1 ) dargestellt, welche einen Trägerkörper (2 ) aufweist, auf dessen Kontaktfläche (4 ) ein aus Kunststoff spritz gegossener Gleitkörper (3 ) angeordnet ist. Im Gegensatz zu der geraden Kontaktfläche (4 ) des metallischen Trägerkörpers (2 ) weist die Gleitfläche (5 ) des Gleitkörpers (3 ) eine konvexe Krümmung (9 ) auf. Entlang dieser gekrümmten Gleitfläche (5 ) bewegt sich im montierten Zustand der Führungsschiene (1 ) das Zugmittel. Je nach Motor und der Beabstandung der Antriebs- beziehungsweise Abtriebsräder zueinander ist es erforderlich, die Krümmung (9 ) der Führungsschiene (1 ) an die Gegebenheiten des Zugmittels anzupassen. Dabei kann der Trägerkörper (2 ) unverändert bleiben, während sich verschiedene spritzgegossene Gleitkörper (3 ) mit unterschiedlichen Krümmungen (9 ) darauf anordnen lassen. - Die
2 und2a zeigen einen ähnlichen Aufbau einer Führungsschiene wie in den1 und1a . Der Unterschied besteht in der in den Trägerkörper (2 ) eingebrachten Versteifungssicke (7 ). Die Versteifungssicke (7 ) dient als zusätzliche Stabilisation des länglichen Trägerkörpers. Die Versteifungssicke (7 ) ist entlang der Kontaktfläche (4 ) des metallischen Trägerkörpers (2 ) eingebracht worden. Sie lässt eine Materialausbuchtung an der Unterseite (6 ) des Trägerkörpers (2 ) entstehen. Die Versteifungssicke (7 ) beeinträchtigt jedoch nicht die Funktion der Kontaktfläche (4 ) als ebene Anlagefläche für den Gleitkörper (3 ). - Die
3 und3a zeigen ebenfalls eine Führungsschiene (1 ) mit einem geraden Trägerkörper (2 ) an dessen einen Seite ein Versteifungswinkel (8 ) einstückig ausgebildet ist. Während des Betriebes kann das Zugmittel Druckkräfte auf den an dem Trägerkörper (2 ) angebrachten Gleitkörper (3 ) ausüben. Der Gleitkörper (3 ) leitet den Druck an den Trägerkörper (2 ) weiter welcher, unterstützt durch den Versteifungswinkel (8 ), dem Druck besser standhalten kann. An einem geraden Trägerkörper (2 ) lässt sich der, durch einfaches Umbiegen an der Längskante des Trägerkörpers (2 ) hergestellte Versteifungswinkel (8 ), leicht und unproblematisch erzeugen. - Die
4 und4a zeigen eine Führungsschiene (1 ) mit einem geraden Trägerkörper (2 ) und einen auf dem Trägerkörper (2 ) angeordneten Gleitkörper (3 ). Der Gleitkörper (3 ) weist eine Gleitfläche (5 ) auf. Zu beiden Seiten der Gleitfläche (5 ) erstrecken sich in Richtung das Zugmittel Versteifungswinkel (8' ). Der Gleit körper (3 ) weist als gewichtsoptimierende Maßnahme eine Gitterstruktur auf. Die zusätzlichen Versteifungswinkel (8' ) geben dem Gleitkörper (3 ) genügend Stabilität um dem Druck, welchen das Zugmittel auf den Gleitkörper (3 ) ausübt, standzuhalten. Die an dem Gleitkörper (3 ) ausgebildeten Versteifungswinkel (8' ) stellen eine Alternative zu dem in den3 und3a am Trägerkörper (2 ) angebrachten Versteifungswinkel (8 ) dar. Während der Versteifungswinkel (8' ) am Gleitkörper (3 ) in einem einzigen Herstellungsprozess während des Spritzgießverfahrens entsteht, erfordert der am Trägerkörper (2 ) angeordnete Versteifungswinkel (8 ) durch das Umbiegen einen zweiten Arbeitsschritt. -
- 1
- Führungsschiene
- 2
- Trägerkörper
- 3
- Gleitkörper
- 4
- Kontaktfläche
- 5
- Gleitfläche
- 6
- Unterseite
- 7
- Versteifungssicke
- 8
- Versteifungswinkel
- 8'
- Versteifungswinkel
- 9
- Krümmung
- ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
- Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
- Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 4212127 A1 [0002]
Claims (5)
- Führungsschiene (
1 ) zum Führen eines Zugmittels, aufweisend einen Tragkörper (2 ) und einen auf dem Tragkörper (2 ) angeordneten Gleitkörper (3 ), welcher aus Kunststoff hergestellt ist, wobei das Zugmittel auf dem Gleitkörper (3 ) geführt wird dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (2 ) an seiner zum Gleitkörper (3 ) hin angeordneten Kontaktfläche (4 ) keine Krümmung aufweist, wohingegen der Gleitkörper (3 ) an seiner der Zugmittel zugewandten Gleitfläche (5 ) eine Krümmung (9 ) aufweist. - Führungsschiene (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Tragkörper (2 ) an seiner dem Gleitkörper (3 ) abgewandten Unterseite (6 ) eine Versteifungssicke (7 ) aufweist. - Führungsschiene (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Tragköper (3 ) einen Versteifungswinkel (8 ) aufweist, welcher senkrecht zum Tragkörper (3 ) angeordnet ist. - Führungsschiene (
1 ) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Gleitkörper (3 ) einen Versteifungswinkel (8' ) aufweist, welcher senkrecht zum Gleitkörper (3 ) in Richtung des Zugmittels angeordnet ist. - Führungsschiene (
1 ) nach einem der vorangegangenen Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Führungsschiene (1 ) als Bauteil eines Zugmitteltriebes eines Verbrennungsmotors ausgebildet ist.
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Legal Events
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Owner name: SCHAEFFLER TECHNOLOGIES AG & CO. KG, DE Free format text: FORMER OWNER: SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG, 91074 HERZOGENAURACH, DE Effective date: 20120824 Owner name: SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG, DE Free format text: FORMER OWNER: SCHAEFFLER TECHNOLOGIES GMBH & CO. KG, 91074 HERZOGENAURACH, DE Effective date: 20120824 |
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