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DE102009023314A1 - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein Download PDF

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DE102009023314A1
DE102009023314A1 DE200910023314 DE102009023314A DE102009023314A1 DE 102009023314 A1 DE102009023314 A1 DE 102009023314A1 DE 200910023314 DE200910023314 DE 200910023314 DE 102009023314 A DE102009023314 A DE 102009023314A DE 102009023314 A1 DE102009023314 A1 DE 102009023314A1
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acrolein
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mixing
line
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Holger Blum
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Abstract

Eine Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein, die an einer Hauptballastwasserleitung einer Ballastwassereinrichtung anzuschließen ist, umfasst eine Reaktoreinrichtung, der ein Acroleinderivat und Wasser zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung zuzuführen ist, eine Abzweigungsleitung, die mit der Hauptballastwasserleitung zur Abzweigung eines Ballastwasser-Teilstroms verbunden ist, und eine Mischeinrichtung, die mit der Abzweigungsleitung und mit einer Acroleinlösung-Zufuhrleitung von der Reaktoreinrichtung verbunden ist und zur Verdünnung der wässrigen Acroleinlösung von der Reaktoreinrichtung ausgelegt ist, und eine Zufuhreinrichtung zur Zufuhr der wässrigen Acroleinlösung von der Mischeinrichtung zu der Hauptballastwasserleitung. Bei dem Verfahren zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein wird ein Acroleinderivat und Hydrolysewasser in einer Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung gemischt, ein von einem Hauptballastwasserstrom an einer Abzweigstelle abgezweigter Ballastwasser-Teilstrom wird mit der von der Reaktoreinrichtung zugeführten Acroleinlösung gemischt und dabei verdünnt, und der mit der Acroleinlösung behandelte Ballastwasser-Teilstrom wird stromab von der Abzweigstelle zu dem Hauptballastwasserstrom zurückgeführt.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein
  • Es ist bereits bekannt, dass Ballastwasser auf Schiffen desinfiziert werden kann durch den Einsatz von Acrolein. Schon eine Zugabe von 5 bis 15 ppm Acrolein zum Ballastwasser können Bakterien, Algen, Zebra-Muscheln und anderen Organismen des Zooplanktons abgetötet und damit kann der Transfer von einem Hafen zum anderen sicher unterbunden werden. Der Vorteil des Acroleineinsatzes ist die Nachhaltigkeit insbesondere gegenüber Larven von Zebramuscheln, und die Tatsache, dass das Acrolein sich nach einigen Tagen von selbst abbaut, d. h. beim Ablassen des Ballastwassers im Zielhafen tritt keine erneute Belastung des Hafenbeckens durch dieses Biozid auf.
  • Diesen Vorteilen steht gegenüber, dass die Handhabung, der Transport und die Lagerung vom reinem Acrolein auf Schiffen nicht durchgeführt werden kann, weil Acrolein eine hochgiftige Flüssigkeit mit Tränengaswirkung darstellt und das Bordpersonal gezwungen wäre, die Handhabung dieses Biozids nur mit vollständiger ABC-Schutzbekleidung und unter Verwendung von Gasmasken durchzuführen.
  • Wässrige Lösungen von Acrolein sind nicht giftig und lassen sich sicher handhaben, jedoch beträgt die Haltbarkeit dieser Lösungen nur wenige Tage, so dass der Einsatz auf Schiffen wegen der logistischen Probleme unmöglich ist.
  • Aus DE-GM 20 2007 004 912 ist eine Vorrichtung bekannt, bei der das Ballastwasser mittels einer Druckerhöhungspumpe durch eine Wasserstrahlpumpe gepumpt wird und die Unterdruckzone der Wasserstrahlpumpe hydraulisch über ein Stellventil verbunden ist mit einem Reaktionsgefäß, welches außen angebrachte separate Zulauföffnungen für Acroleinacetal, Säure und Hydrolysewasser aufweist. In dem Reaktionsgefäß wird eine wässrige Acroleinlösung erzeugt, die in der Wasserstrahlpumpe dem Ballastwasser zugemischt wird, sodass die Organismen in dem Ballastwasser durch das Acrolein abgetötet werden. Bei der Vorrichtung nach DE-GM 20 2007 004 912 kann Acroleinacetal direkt ein gesetzt werden, ohne dass eine Vormischung mit einem Lösungsmittel erforderlich ist. Das gleiche gilt für die als Katalysator eingesetzte Säure, die ohne vorherige Verdünnung mit Wasser in die Vorrichtung dosiert werden kann. Das Hydrolysewasser wird aus dem Bordwassernetz entnommen. Obwohl mit dieser Verrichtung die Probleme der Handhabung, des Transports und der Lagerung vom reinem Acrolein auf Schiffen gelöst werden, gibt es mit zunehmenden Durchsatzanforderungen Dimensionierungsprobleme insbesondere bei der Wasserstrahlpumpe und bei dem Reaktionsgefäß.
  • Es ist die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine im Aufbau einfache Vorrichtung bereit zu stellen, wobei das Ballastwasser an Bord von Schiffen auch bei großen Durchsatzmengen mit vertretbarem Bauaufwand mit Acrolein behandelt werden kann.
  • Zur Lösung der Aufgabe umfasst die erfindungsgemäße Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein, die an einer Hauptballastwasserleitung einer Ballastwassereinrichtung anzuschließen ist, eine Reaktoreinrichtung, der ein Acroleinderivat, vorzugsweise Acroleinacetal, und Wasser zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung zuzuführen ist, eine Abzweigungsleitung, die mit der Hauptballastwasserleitung zur Abzweigung eines Ballastwasser-Teilstroms verbunden ist, und eine Mischeinrichtung, die mit der Abzweigungsleitung und mit einer Acroleinlösung-Zufuhrleitung von der Reaktoreinrichtung verbunden ist und zur Verdünnung der wässrigen Acroleinlösung von der Reaktoreinrichtung ausgelegt ist, und eine Zufuhreinrichtung zur Zufuhr der wässrigen Acroleinlösung von der Mischeinrichtung zu der Hauptballastwasserleitung.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Reaktoreinrichtung einen Generator mit wenigstens einem Anschlussstutzen für Acroleinderivet und einem Anschlussstutzen für Reinwasser und einem Auslassstutzen für eine Acroleinlösung, wobei der Generator zur vorläufigen Mischung des Acroleinderivats mit Wasser ausgelegt ist, und einen Schlauchreaktor, der einen über eine Leitung mit dem Auslassstutzen des Generators verbunden Einlassstutzen und einen Auslassstutzen zur Weiterleitung der behandelten Acroleinlösung aufweist und dessen Volumen ausgelegt ist, um eine Verweilzeit der Acroleinlösung in dem Schlauchreaktor bereit zu stellen, in der die Lösung bzw. Hydrolyse des Acroleinderivats in Wasser abgeschlossen wird. Durch die erfindungsgemäße Reaktoreinrichtung wird in vorteilhafter Weise erreicht, dass der Generator selbst kein großes Volumen haben muss, weil ein Teil der Reaktion des Acroleinderivats mit dem Wasser in dem nachfolgenden Schlauchreaktor stattfindet. Nachdem der Generator gewöhnlich auf Deck installiert ist, während der Schlauch des Schlauchreaktors von Deck bis zum Ballastwassertank führt, bietet der Schlauchreaktor genügend Volumen für die Aufnahme der erforderlichen Menge an Hydrolysewasser und Acroleinderivat und auch eine aus reichende Verweilzeit dieser Mischung in dem Generator und den Schlauchreaktor, damit am Ausgang des Schlauchreaktors eine Acroleinlösung zur Verfügung steht, bei der die Hydrolyse des Acroleinderivats in dem Wasser angeschlossen ist.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Generator einen weiteren Anschlussstutzen für Spaltkatalysator aufweist. Es ist vorteilhaft, den Spaltkatalysator ebenfalls in den Generator einzuführen, um bereits dort eine komplette Mischung der Ausgangsmaterialien für die Acroleinlösung zu erhalten.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Generator einen kastenförmigen Behälter mit einem Volumen von etwa 4 bis 6 Liter aufweist. Aufgrund des vorstehend erläuterten Konzepts der Erfindung kann der Generator selbst auch dann nur mit 4 bis 5 Litern gemessen werden, wenn ein Teil Ballastwasserstrom von 500 m3/h vorhanden ist, dem die Acroleinlösung, die von dem Schlauchreaktor abgegeben wird, zugemischt wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor die Form einer einlagigen zylindrischen Schlauchspule auf weist. Damit ist der Schlauchreaktor als kompakte Einheit ausgebildet, so dass sie an einer beliebigen Stelle zwischen dem Deck des Schiffes und dem Ballastwassertank untergebracht werden kann, wo dieser Schlauchreaktor am wenigsten stört.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor mindestens eine halbe Schlauchwindung aufweist. Durch die Ausbildung des Schlauchreaktors als Spule mit wenigstens einer halben Schlauchwindung wird auch innerhalb des Schlauchreaktorschlauches eine Durchmischung der Komponenten für die Acroleinlösung begünstigt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch des Schlauchreaktors eine Länge von 30 bis 40 m hat und einen Innendurchmesser von 20 mm bis 40 mm aufweist für den Anwendungsfall, dass eine Hauptballastwasserströmung von 5000 m3/h mit Acrolein behandelt werden soll. Diese Dimensionierung des Schlauchreaktors ist vorteilhaft, um die erwünschte Verweilzeit der Acroleinlösung beziehungsweise von deren Komponenten in dem Schlauchreaktor sicherzustellen. Bei der angegebenen Dimensionierung des Schlauchreaktors ergibt sich ein Inhalt des Schlauchreaktors von etwa 10 Liter bis 20 Liter, was bei der Berechnung der Gesamtverweilzeit der Acroleinlösung in dem Generator und dem Schlauchreaktor zu berücksichtigen ist. Bei geringeren Hauptballastwasserströmungen wird der Schlauch entsprechend dimensioniert, wobei die gewünschte Konzentration des Acroleins im Ballastwasser von 15 ppm der Richtwert ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor aus einem Kunststoff, vorzugsweise Polyethylen oder Polytetrafluorethylen, besteht. Der Kunststoff eignet sich besondern für den Schlauchreaktor, weil es durch die Acroleinlösung kaum angegriffen wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor mit einer Stahlarmierung versehen ist. Durch die Stahlarmierung kann der Schlauchreaktor in vorteilhafter Weise auch mit einem gewissen Druck belastet werden, ohne dass ein Gefahrenherd entsteht.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Mischeinrichtung eine Mischdüse mit einem sich in Strömungsrichtung verengenden Einlasskonus, der einen Zuleitungsstutzen für den Anschluss einer Druckwasserleitung hat, mit einem sich in Strömungsrichtung erweiternden Auslasskonus, der einen Abflussstutzen für den Anschluss einer Leitung zur Zufuhr der wässrigen Acroleinlösung von der Mischeinrichtung zu einem Bestimmungsort hat, sowie mit wenigstens einen in einen Unterdruckbereich der Mischdüse mündenden Saugstutzen, der mit einer Acroleinlösungs-Zufuhrleitung von einer Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung verbunden ist, und eine Druckerhöhungspumpe, die stromauf von der Mischdüse angeordnet und mit einer Ballastwasser-Zweigleitung verbunden ist, die eine Zweigleitung von eine Hauptballastwasserleitung für einen Teilstrom des Ballastwassers ist, wobei die Leistung der Druckerhöhungspumpe in Abhängigkeit von der Verengung des Einlasskonus der Mischdüse so dimensioniert ist, dass bei Nennleistung der Druckerhöhungspumpe in dem Bereich der Mischdüse zwischen dem Einlasskonus und dem Auslasskonus eine Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec zu erreichen ist.
  • Aus den Strömungsgleichungen nach Bernoulli und Venturi ist der Zusammenhang zwischen der Strömungsgeschwindigkeit von Wasser beim Austreten aus einer Verengung, den Dimensionen eine Leitung für die Strömung und dem Druck sowie der Strömungsgeschwindigkeit vor einer Düse bekannt. Daher kann aus den bekannten Dimensionen der Ballastwasserleitung und den Dimensionen der Mischdüse der Druck berechnet werden, der erforderlich ist, damit die Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec am Austritt des Einlasskonus erreicht wird. Diese Wasserströmungsgeschwindigkeit des austretenden Wassers bewirkt in vorteilhafter Weise, dass die über die Acroleinlösungs-Zufuhrleitung zugeführte Acroleinlösung plötzlich, das heißt innerhalb von Millesekunden, soweit verdünnt wird, dass das Acrolein in der Lösung bis zu mehreren Tagen stabil bleibt.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerhöhungspumpe auf eine Leistung von 45 kW bei einem Durchsatz von 500 m3/h und einer Strömungsgeschwindigkeit von 2 bis 3 m/sec in einer Zuflussleitung und einer Abflussleitung der Druckerhöhungspumpe ausgelegt ist. Diese Dimensionierung der Druckerhöhungspumpe ist insoweit vorteilhaft, dass ein Hauptballastwasserstrom von ca. 5000 m3/h behandelt werden kann, wenn die Mischeinrichtung einen Durchsatz von 500 m3/h hat.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus der Mischdüse einen Konuswinkel zwischen 18 und 22 Grad und er der Auslasskonus der Mischdüse einen Konuswinkel zwischen 9 und 11 Grad aufweist. Diese Bereiche der Konuswinkel für den Einlasskonus und den Auslasskonus sind vorteilhaft in den Fällen, in denen die Wasserströmung einen gewissen Anteil an Festkörperteilchen hat, wie beispielsweise bei Ballastwasser, wobei sich einerseits ein guter Wirkungsgrad der Mischdüse und andererseits eine lange Standzeit der Mischdüse ergibt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus der Mischdüse einen Konuswinkel von 20 Grad und der Auslasskonus der Mischdüse einen Konuswinkel von 10 Grad aufweist. Diese Werte für die Konuswinkel des Einlasskonus und des Auslasskonus haben sich in Versuchen als optimal für den speziellen Verwendungszweck der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung für eine Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein erwiesen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus ein Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung von Einlass zu Auslass, d. h. eine Verengung, von etwa 2:1 und der Auslasskonus Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung von Einlass zu Auslass, d. h. eine Erweiterung, von etwa 1:2 aufweist, und dass der Durchmesser des Einlasskonus an seinem Einlass und der Durchmesser des Auslasskonus an seinem Auslass gleich groß ist wie der Durchmesser der angeschlossenen Rohrleitung. Diese Dimensionierung des Einlasskonus und des Auslasskonus in Verbindung mit dem Durchmesser der angeschlossenen Rohrleitung wird zu einem guten Wirkungsgrad einerseits und zu einer möglichst geringen Bauhöhe der Mischdüse andererseits.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mischdüse einen weiteren Saugstutzen hat, der mit einem Tank für einen Zersetzungsbeschleuniger über eine Rohrleitung verbunden ist. Damit kann in vorteilhafter Weise nicht nur die Acroleinlösung sondern auch zusätzlich ein Zersetzungsbeschleuniger in der Mischdüse mit dem von der Druckerhöhungspumpe zugeführten Strömungsmittel zusammengeführt und gemischt werden. Der Anschluss des Tanks für einen Zersetzungsbeschleuniger an die Mischdüse ist ferner vorteilhaft insoweit, als die Zufuhr des Zersetzungsbeschleunigers unabhängig von anderen Funktionen der Mischeinrichtung oder der Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein erfolgen kann.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Einlasskonus und dem Auslasskonus ein Zwischenstück vorgesehen ist. Dieser Aufbau der Mischdüse bedeutet, dass die Mischdüse in einer vorteilhaften modularen Technik zusammengesetzt werden kann, so dass Wartung und der Ersatz von Teilen der Mischdüse einfach durchgeführt werden kann.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück den Saugstutzen für die Acroleinlösung und ggf. den Saugstutzen für den Zersetzungsbeschleuniger aufweist. Damit werden in vorteilhafter Weise die Acroleinlösung und der Zersetzungsbeschleuniger in den Niederdruckbereich der Mischdüse auf gleicher Höhe eingeführt und mit der Ballastwasserströmung in der Mischdüse vermischt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass in der Ballastwasser-Zweigleitung eine zur physikalischen Abtrennung von suspendierten Feststoffen des Ballastwasser-Teilstroms dienende Trenneinrichtung vorgesehen ist, die in Strömungsrichtung des Ballastwassers vor der Mischdüse angeordnet ist. Eine derartige Trenneinrichtung sorgt dafür, dass die Standzeit der Druckerhöhungspumpe und die Standzeit der Mischdüse erhöht wird, da das in diesen Baueinheiten fließende Wasser weniger Fremdstoffe enthält und damit weniger Abrieb verursacht.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Mischeinrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinheit einen Zentrifugalkraft-Abscheider und/oder einen Schlammfilter aufweist. Zentrifugalkraft-Abscheider, beispielsweise Hydrozykloneinrichtungen, und Schlammfilter können mit dem großen Durchsatz betrieben werden, mit dem in diesem speziellen Anwendungsfall zu rechnen ist.
  • Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Zufuhreinrichtung eine Ringdüse, die zum Einsatz in die Hauptballastwasserleitung ausgelegt ist, wobei die Ringdüse einen Düsenring aufweist, der eine Vielzahl von über einen Innenumfang des Düsenrings verteile Düsenöffnungen aufweist. Durch die Ringdüse mit der Vielzahl von an ihrem Innenumfang angeordneten Düsenöffnungen kann die Acroleinlösung gleichzeitig um den gesamten Umfang des Hauptballastwasserstroms herum diesem Hauptballastwasserstrom zugeführt werden, so dass eine gleichmäßige Zufuhr von Acroleinlösung an dem Umfang des Hauptwasserstroms erfolgt, wodurch eine gleichmäßige und gute Durchmischung der Acroleinlösung mit dem Hauptballastwasserstrom ermöglicht wird. Eine gleichmäßige Durchmischung dieser beiden Ströme ist für die gewünschte Wirkung des Acroleins, nämlich die Abtötung der lebenden Organismen in dem Hauptballastwasserstrom, wesentlich.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl der über den Innenumfang der Ringdüse verteilen Düsenöffnungen unter gleichen Abständen angeordnet sind, wobei sich eine in vorteilhafter Weise gleichmäßige Verteilung der Acroleinlösungsströme in den Hauptballastwasserstrom ergibt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Ringdüse an den Innenumfang der der Hauptballastwasserleitung des Hauptballastwasserstroms angepasst ist. Dabei ist vorteilhaft, dass die Hauptballastwasserströmung ungehindert vorbeiströmen kann, so dass sich keine Feststoffbestandteile des Hauptballastwasserstroms vor oder hinter der Ringdüse ansammeln können. Auch die Lebensdauer der Ringdüse wird dadurch erhöht.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung weiterhin eine an der Ringdüse angeordnete Strömungs-Störeinrichtung aufweist, die in Richtung eines in der Hauptballastwasserleitung fließenden Hauptballastwasserstroms stromab von der Ringdüse liegt. Durch die Strömungs-Störeinrichtung wird in vorteilhafter Weise die endgültige Durchmischung zwischen der Acroleinlösungsströmung und der Hauptballastwasserströmung erreicht. Dass die Strömungsmittel-Steuereinrichtung separat von der Ringdüse ausgebildet ist, hat den Vorteil, dass die Strömungs-Störeinrichtung leicht zu ersetzen ist, wenn sie durch den Hauptballastwasserstrom beschädigt oder abgenutzt ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungs-Störeinrichtung eine Mischblende mit einer Durchtrittsöffnung für den Hauptballastwasserstrom aufweist, wobei die Durchtrittsöffnung eine kleinere offene Fläche als die freie innere Querschnittsfläche der Hauptballastwasserleitung hat. Die Strömungs-Störeinrichtung kann eine beliebige Strömungs-Leiteinrichtung, ein Diffusor oder dergleichen sein. Die Ausbildung der Strömungs-Störeinrichtung als Mischblende ist eine konstruktiv einfache und sehr wirkungsvolle Lösung für die Strömungs-Störeinrichtung, die einerseits den Zweck einer Durchmischung der Acroleinlösungsströmung mit der Hauptballastwasserströmung gewährleistet und andererseits bei einem erforderlichen Austausch leicht zu handhaben ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung der Mischblende nicht kreisförmig ist. Die Mischfunktion der Mischblende wird durch den nicht kreisförmigen Querschnitt im Vergleich zu der Mischwirkung einer Mischblende mit einer runden Öffnung verbessert.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zuflussleitung der Ringdüse als Injektorleitung ausgebildet ist, die tangential an der Ringdüse angeordnet ist. Dabei ist vorteilhaft, dass die Acroleinlösung tangential in die Ringdüse eingeleitet wird, so dass sich in der Ringdüse eine Kreisströmung ergibt, die für eine gleichmäßige Verteilung der Acroleinlösung an die Austrittsöffnungen der Ringdüse sorgt.
  • Zur Lösung der vorstehenden Aufgabe wird ein Verfahren zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein bereit gestellt, bei dem ein Acroleinderivat und Hydrolysewasser in einer Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung gemischt werden, ein von einem Hauptballastwasserstrom an einer Abzweigstelle abgezweigter Ballastwasser-Teilstrom mit der von der Reaktoreinrichtung zugeführten Acroleinlösung gemischt und dabei verdünnt wird, und der mit der Acroleinlösung behandelte Ballastwasser-Teilstrom stromab von der Abzweigstelle zu dem Hauptballastwasserstrom zurückgeführt wird. Dadurch wird bei großen Durchsatzmengen in der Hauptballastwasserleitung von bis zu 5000 m3/h erreicht, dass das Acrolein dennoch in einer verhältnismäßig klein bauenden Anlage erzeugt und in ausreichender Menge dem Hauptballastwasserstrom zugeführt werden kann. Auch das Problem der ausreichenden Wasserversorgung der Anlage zum Abmischen der Acroleinlösung wird vorteilhaft durch die Verwendung eines Teils des Hauptballastwasserstroms gelöst.
  • Eine vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung zusätzlich ein Spaltkatalysator zugeführt wird, um die Hydrolyse des Acroleinderivats zu beschleunigen, was sich vorteilhaft auf die Länge der erforderlichen Verweilzeit der Acroleinlösung in der Reaktoreinrichtung auswirkt.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass dem Ballastwasser-Teilstrom zusätzlich ein Zersetzungsbeschleuniger zugeführt wird, was sich in vorteilhafter weise dahingehen auswirkt, dass eventuell noch vorhandene Reste der Acroleinderivats auflösen, bevor der Ballastwasser-Teilsrom dem die Lösung dem Hauptballastwasserstrom zugemischt wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Ballastwasser-Teilstrom von etwa 10% von dem Hauptballastwasserstrom abgezweigt wird, was einerseits für die Wasserversorgung der Anlage ausreichend ist und andererseits den Bauumfang der Anlage in Grenzen hält.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der Nenngehalt des Acroleins in dem mit Acrolein behandelte Hauptballastwasserstrom eine Konzentration von etwa 5 bis 15 ppm Acrolein beträgt und der Ballastwasser-Teilstrom 10% des Hauptballastwasserstroms ist, das Verhältnis von ein Acroleinderivat und Hydrolysewasser an der Reaktoreinrichtung so gewählt wird, dass die aus der Reaktoreinrichtung austretende Acrolienlösung eine Konzentration von 150000 ppm Acrolein hat, und dass der Ballastwasser-Teilstrom nach dem Mischen mit der Acroleinlösung eine Konzentration von 50 bis 150 ppm Acrolein hat. Für höhere oder niedrigere Konzentrationen des Acroleins in dem Hauptballastwasserstrom kann diese Bemessungsvorschrift entsprechend angewandt werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Reaktoreinrichtung austretende Acroleinlösung bei der Mischung mit dem Ballastwasser-Teilstrom im Verhältnis von etwa 1:500 bis 1:1000 durch den Ballastwasser-Teilstrom verdünnt wird, und dass der mit Acrolein behandelte Ballastwasser-Teilstrom im Verhältnis von etwa 1:5 bis 1:10 durch den Hauptballastwasserstrom verdünnt wird, wenn der Nenngehalt des Acrtoleins in dem mit Acrolein behandelte etwa 5 bis 15 ppm Acrolein beträgt und der Ballastwasser-Teilstrom 10% des Hauptballastwasserstroms ist. Es findet somit eine dreistufige Verdünnung des Acroleins statt: eine erste Verdünnung in der Reaktoreinrichtung durch das Hydrolysewasser aus eine 5 bis 15%ige Acroleinlösung, ein zweite Verdünnung beim Abmischen der von der Reaktoreinrichtung kommenden Acroleinlösung, und eine dritte Verdünnung beim Eintreten des mit Acrolein behandelte Ballastwasser-Teilstroms in den Hauptballastwasserstrom. Dadurch wird eine gute Verfahrensökonomie erreicht.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass zur Mischung des Ballastwasser-Teilstrom und der Acroleinlösung eine durch den Ballastwasser-Teilstrom betriebene Mischdüse vom Typ eine Wasserstrahlpumpe verwendet wird, deren Unterdruckzone die Acroleinlösung und ggf. der Zersetzungsbeschleuniger zugeführt wird/werden. Dadurch lässt sich eine gute Durchmischung der Acroleinlösung mit dem Ballastwasser-Teilstrom erreichen.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass der Druck und die Strömungsgeschwindigkeit des Ballastwasser-Teilstroms so gewählt wird, dass in der Mischdüse eine Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec erreicht wird. Die Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec in der Mischdüse ist ausreichend, um die Akroleinlösung aus der Reaktoreinrichtung und den Zersetzungsbeschleuniger anzusaugen, und sie gewährleistet eine sofortige Durchmischung der zugeführten Medien in Millisekunden, was für die Stabilisierung des Acroleins wichtig ist.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrenes ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Druckerhöhungspumpe einer Nennleistung von 45 kW zur Erhöhung des Drucks in dem Ballastwasser-Teilstrom verwendet wird, wenn ein Durchsatz von 500 m3/h und eine Strömungsgeschwindigkeit von 2 bis 3 m/sec in dem Ballastwasser-Teilstrom vorgegeben sind, um eine Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec in der Mischdüse zu erreichen. Diese Dimensionierungsregel kann entsprechend auf andere Durchsatzmengen angewendet werden.
  • Ausführungsbeispiele der Erfindung werden an Hand der beigefügten Zeichnungen erläutert, in denen
  • 1 schematisch ein erstes Ausführungsbeispiel der gesamten Vorrichtung zeigt,
  • 2 schematisch die Ringdüse in der Seitenansicht zeigt,
  • 3 schematisch die in eine Ballastwasserrohrleitung eingesetzte Ringdüse zusammen mit der Mischblende zeigt,
  • 4 eine perspektivische Ansicht der Ringdüse mit einer tangential angesetzten Injektorleitung zeigt,
  • 5 eine Vorderansicht der Mischblende MB mit quadratischer Durchtrittsöffnung zeigt, und
  • 6 eine Schnittdarstellung einer Mischdüse.
  • Wie aus 1 zu ersehen ist, fließt der Hauptballastwasserstrom (Volumen/Zeiteinheit) BW des mit Acrolein zu behandelnden Ballastwassers durch die Hauptballastwasserleitung 2 zu einer Zufuhreinrichtung, eine Ringdüse 4 mit einem Düsenring 5, an dessen Innenseite wenigstens eine Düsenöffnung 6, vorzugsweise eine Vielzahl von unter gleichen Abständen angeordnete Düsenöffnungen 6, vorgesehen ist/sind.
  • Ferner umfasst die Zufuhreinrichtung eine Strömungs-Störeinrichtung, die in Richtung des Hauptballastwasserstroms stromab von der Ringdüse 4 liegt. Die Strömungs-Störeinrichtung kann eine Verengung, eine Strömungsleiteinrichtung oder ein sonstiges Hindernis sein, wodurch der von der Ringdüse kommende Hauptballastwasserstrom verwirbelt und damit vermischt wird. Eine bevorzugte Form der Strömungs-Störeinrichtung ist eine in 1 gezeigt Mischblende 8, durch die das aus der Ringdüse 4 austretende Ballastwasser strömt. Durch die Mischblende 8 wird der freie Querschnitt der Hauptballastwasserleitung 2 verengt, und es wird ein hydraulischer Überdruck vor der Blende 8 erzeugt, der zu einer Turbulenz in der Ballastwasserströmung führt, die zu der schnellen und guten Durchmischung des Hauptballastwasserstroms BW mit einem mit Acrolein vorbehandelten Ballastwasser führt.
  • Durch die Düsenöffnungen 6 fließt gleichzeitig ein Strom (Volumen/Zeiteinheit) BA von mit Acrolein behandeltem Wasser radial nach innen und trifft auf den Hauptballastwasserstrom BW. Die vollständige momentane Vermischung des Hauptballastwasserstroms BW und des mit Acrolein vorbehandelten Wasserstroms BA mittels der Mischblende 8 liefert als Summe den Ballastwasserabfluss BWB.
  • Die Vorrichtung umfasst ferner eine Leitung 10, durch die der Vorrichtung ein Ballastwasser-Teilstrom BT zugeführt wird. Die Leitung 10 führt zu einer Trenneinrichtung 12, die zur physikalischen Abtrennung des Schlammanteils bzw. von suspendierten Feststoffen des Ballastwasser-Teilstroms BT dient. Ein Regelventil 14 ist in der Leitung 10 vorgesehen, um die Menge des in die Trenneinrichtung 12 eintretenden Ballastwasser-Teilstroms BT einzustellen. Ein in der Trenneinrichtung 12 abgetrennter Schlammwasserstrom BZ verlässt die Vorrichtung über eine Austrittsleitung 16. Die Trenneinrichtung 12 führt eine physikalische Abtrennung von suspendierten Feststoffen aus dem Ballastwassers-Teilstrom BT mittels Zentrifugalkraft und/oder Filtration durch.
  • Eine Klarwasserleitung 18 führt von der Trenneinrichtung 12 zu dem Saugstutzen der Pumpe 20. Der vermittels der Trenneinrichtung 12 vorher physikalisch gereinigte Ballastwasser-Teilstrom BV fließt durch die Leitung 18 zu der Pumpe 20, die als Druckerhöhungspumpe ausgelegt ist. Von der Pumpe 20 führt eine Druckwasserleitung 22 zu einer Mischdüse 24, um den aus der Pumpe 20 austretenden, vorher physikalisch gereinigten Wasser-Teilstrom BV einem Zuflussstutzen 26 der Mischdüse 24 zuzuführen, in welcher der Wasser-Teilstrom BV mit wässriger Acroleinlösung gemischt wird. Die Mischdüse 32 ist als Wasserstrahlpumpe mit einem Düsenbereich mit hydraulischem Unterdruck ausgebildet. Die Mischdüse 24 hat ferner einen Abflussstutzen 28, der über eine Leitung 29 mit der Ringdüse 4 verbunden ist, und zwei Vakuum-Stutzen 30, 32.
  • Das Volumen des Wasser-Teilstroms BV ist nahezu gleich der Differenz des von der Pumpe angesaugten Volumens des Wasser-Teilstroms BT minus dem Volumen des von der Trenneinrichtung 12 zur physikalischen Abtrennung von Feststoffen abgeschiedenen Schlammwasserstroms BZ.
  • Der eine Vakuum-Stutzen 30 ist über eine Leitung 34 mit einem Schlauchreaktor 36 verbunden, der einen Abflussstutzen 38 und einen Zuflussstutzen 40 aufweist. Der Zuflussstutzen 40 des Schlauchreaktors 36 ist über eine Leitung 42 mit einem Abflussstutzen 44 eines Generators 46 verbunden, der einen Akrolein-Zuflussstutzen 48, einen Spaltkatalysator-Zuflussstutzen 50 and einen Wasser-Zuflussstutzen 52 aufweist.
  • Über den Akrolein-Zuflussstutzen 48 wird dem Generator 46 in Abhängigkeit vom dem Volumen des Wasser-Teilstroms BT ein Volumenstrom A eines Acroleinderivates, beispielsweise Acroleinacetal, zugeführt. Über den Spaltkatalysator-Zuflussstutzen 50 wird dem Generator 46 in Abhängigkeit von dem Volumenstrom A ein Volumenstrom K eines Spaltkatalysators zugeführt. Über den Wasser-Zuflussstutzen 52 wird dem Generator 46 in Abhängigkeit vom Volumenstrom A ein Wasserstrom W zugeführt. In einer an den Wasser-Zuflussstutzen 52 angeschlossenen Leitung 54 ist ein Ventil 56 zur Steuerung des Wasserzuflusses vorgesehen.
  • Von dem Wasser-Zuflussstutzen 52 führt eine Zweigleitung 58 zu der Druckwasserleitung 22 und endet dort zwischen der Pumpe 20 und der Mischdüse 24. Wenn das Ventil 56 in der Leitung 54 geöffnet und das Ventil 60 in der Leitung 58 geschlossen ist, erfolgt die Wasserzufuhr von einer (nicht gezeigten) Reinwasserquelle. Alternativ kann der Generator 46 auch statt mit dem Wasserstrom W über die Leitung 58 mit einem Teilstrom des Wasser-Teilstroms BV betrieben werden. Dazu wird das Ventil 56 geschlossen und das Ventil 60 geöffnet.
  • Die im Generator 46 durch Zusammenwirken von Wasser W, Spaltkatalysator K und Acroleinderivat A erzeugte, wässrige Acroleinlösung strömt aus dem Abflussstutzen 44 des Generators 46 in den Zuflussstutzen 40 des Schlauchreaktors 36, wo die Reaktion der Reaktionsbestandteile zu Ende geführt wird. Von dem Abflussstutzen 38 des Schlauchreaktors 46 fließt die wässrige Acroleinlösung durch die Leitung 34 in den Vakuum-Stutzen 30 der Mischdüse 32.
  • In der Mischdüse 24 trifft der Volumenstrom der bei dem Vakuum-Stutzen 30 zugeführten wässrigen Acroleinlösung mit dem durch den Anschlussstutzen 26 zugeführten, vorher physikalisch gereinigten Wasser-Teilstrom BV zusammen.
  • Der in der Mischdüse 24 entstehende Acroleinhaltige Wasserstrom verlässt die Mischdüse 24 durch den Austrittsstutzen 28 und gelangt über die Leitung 29 in die Ringdüse 4 wo die Vermischung mit dem Hauptballastwasserstrom BW erfolgt.
  • Mit dem Vakuum-Stutzen 32 ist über eine Leitung 62 ein Tank 64 für Zersetzungsbeschleuniger verbunden. In der Leitung 62 sind eine Pumpe 66 und ein Absperrventil 68 in dieser Reihefolge zwischen dem Tank 64 und Vakuum-Stutzen 32 vorgesehen. Der Tank 64 ist durch die Leitung 63 mit dem Saugstutzen einer Pumpe 66 hydraulisch verbunden. An dem Druckstutzen der Pumpe 66 ist der Zuflussflansch des Absperrventils 68 angebracht. Der Abflussflansch des Absperrventils 68 ist mit dem Flansch des Vakuum-Stutzens 32 der Mischdüse 24 verbunden. Somit kann aus dem Tank 64 bei Bedarf mittels der Pumpe 66 über das Ventil 68 durch die Leitung 62 Zersetzungsbeschleuniger zu dem Vakuum-Stutzen 32 zudosiert werden.
  • 2 zeigt schematisch ein zweites Ausführungsbeispiel der Vorrichtung. Dieses Ausführungsbeispiel unterscheidet sich von dem Ersten Ausführungsbeispiel dadurch, dass die Wasserversorgung für die Mischdüse 24 und den Generator 46 von einer separaten Wasserquelle, beispielsweise von der Brauchwasserversorgung des Schiffes erfolgt, die durch einen Brauchwassertank 67 dargestellt ist. Der Brauchwassertank 67 ist bei diesem Ausführungsbeispiel direkt mit der Druckerhöhungspumpe 20 verbunden. Das gemeinsame Merkmal der beiden Ausführungsbeispielen besteht darin, dass ein im Vergleich zu dem Ballastwasserhauptstrom kleiner Acrolein enthaltender Wasserstrom dem Ballastwasserhauptstrom mit hohem Wirkungsgrad zugeführt werden kann.
  • Wie aus 3 ersichtlich ist, besteht der Düsenring 5 der Ringdüse 4 aus einem inneren Rohrabschnitt 70, der auf seinem Umfang mit mehreren Düsenöffnungen 6 versehen ist, sowie einem äußerem Rohrabschnitt 72 und zwei Flanschringen 74 und 76 gebildet ist. Die Flanschringe 74 und 76 sind zwischen dem inneren Rohrabschnitt 70 und dem äußeren Rohabschnitt 72 flüssigkeitsdicht eingeschweißt. In die Flanschringe 74 und 76 sind Stehbolzen 78 eingesetzt, die Gewinde haben, damit mit Hilfe von Muttern 79 (4) ein leichter Einbau in bestehende Ballastwasserleitungen erfolgen kann.
  • Wie aus 4 ersichtlich ist, ist die Ringdüse 4 durch die Stehbolzen 78 und die Muttern 79 direkt an Anschlussflanschen 80, 82 der Hauptballastwasserleitung 2 so angeschlossen, dass die Mischblende 8 in Flussrichtung des Hauptballastwasserstroms BW hinter den Düsenöffnungen liegt. Zwischen der Ringdüse 4 und den Anschlussflanschen 80, 82 sind Flachdichtungen 84, 86 vorgesehen. Zwischen der Ringdüse 4 und dem Anschlussflansch 80 der Hauptballastwasserleitung 2 ist die Mischblende 8 angeordnet und über zwei Flachdichtungen 88, 90 abgedichtet. Die Mischblende 8 wird beim Anziehen der Muttern 79 an den Stehbolzen 78 einfach eingeklemmt. Somit ergibt sich ein einfacher Anschluss der Ringdüse 4 in die auf dem Schiff vorhandenen Ballastwasserleitungen.
  • 5 zeigt die perspektivische Darstellung der Ringdüse 4 und die am äußeren Rohrmantel 72 tangential angesetzte Leitung 29, die als Injektorleitung ausgebildet ist. 6 zeigt die Mischblende 8 mit einer nicht kreisförmigen sondern quadratischen Durchtrittsöffnung 5.
  • 6 zeigt schematisch eine Mischdüse 24. Die Mischdüse 24 umfasst einen Auslasskonus 94 und einen Einlasskonus 96 sowie ein Zwischenstück 98, das zwischen einem Flansch 100 an dem Auslassende des Einlasskonus 96 und einen Flansch 102 am Eintrittsende des Austrittskonus 94 angeordnet ist. Die Flansche 100, 102 und das Zwischenstück 98 sind, wie in 6 dargestellt ist, miteinander durch Schrauben 104 und Muttern 106 verschraubt. Der Einlasskonus 96 weist die Einlassmündung 26 für Ballastwasser auf, und der Auslasskonus 94 weist die Auslassöffnung 28 auf. Die Saugstutzen 30 und 32 in dem Zwischenstück 98 dienen zum Anschluss der Leitung 34 für Acroleinlösung bzw. der Leitung 62 für Zersetzungsbeschleuniger.
  • Wie in 6 gezeigt ist, hat der Einlasskonus 96 einen Öffnungswinkel von 20°, und der Auslasskonus 94 hat einen Öffnungswinkel von 10°. Der Einlasskonus 96 der Mischdüse 24 hat ein Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung S von Einlass zu Auslass, das heißt eine Verengung des Durchtrittsquerschnitts, von etwa 2:1 und der Auslasskonus hat ein Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung S vom Einlass zum Auslass, das heißt eine Erweiterung der Durchtrittsfläche, von etwa 1:2. Der Durchmesser des Einlasskonus 96 an seinem Einlass 26 und der Durchmesser des Auslasskonus 94 an seinem Auslass 28 ist gleich groß wie der Durchmesser der angeschlossenen Rohrleitung für Ballastwasser. Wenn die Druckerhöhungspumpe 20 auf 45 kW ausgelegt ist, wird, wenn die Druckerhöhungspumpe 20 bei ihrer Nennleistung arbeitet, bei einem Durchschnitt von 500 m3/h und einer Strömungsgeschwindigkeit von 2 bis 3 m/sec die erforderliche Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec am Auslassende des Einlasskonus 96 erreicht.
  • Der Einlasskonus 94 ist über einen Flansch 98 mit der Zufuhrleitung 29 zu der Ringdüse 4 verbunden. Der Einlassstutzen 96 ist über einen Flansch 110 mit der Leitung 18 für die Zufuhr von Ballastwasser verbunden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 202007004912 U [0005, 0005]

Claims (34)

  1. Vorrichtung zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein, die an einer Hauptballastwasserleitung einer Ballastwassereinrichtung anzuschließen ist, umfassend: eine Reaktoreinrichtung, der ein Acroleinderivat und Wasser zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung zuzuführen ist, eine Abzweigungsleitung, die mit der Hauptballastwasserleitung zur Abzweigung eines Ballastwasser-Teilstroms verbunden ist, und eine Mischeinrichtung, die mit der Abzweigungsleitung und mit einer Acroleinlösung-Zufuhrleitung von der Reaktoreinrichtung verbunden ist und zur Verdünnung der wässrigen Acroleinlösung von der Reaktoreinrichtung ausgelegt ist, und eine Zufuhreinrichtung zur Zufuhr der wässrigen Acroleinlösung von der Mischeinrichtung zu der Hauptballastwasserleitung.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktoreinrichtung einen Generator (46) mit wenigstens einem Anschlussstutzen (48) für Acroleinderivet und einem Anschlussstutzen (52) für Reinwasser und einem Auslassstutzen (44) für eine Acroleinlösung umfasst, wobei der Generator (46) zur vorläufigen Mischung des Acroleinderivats mit Wasser ausgelegt ist, und einen Schlauchreaktor (36), der einen über eine Leitung mit dem Auslassstutzen des Generators (46) verbunden Einlassstutzen und einen Auslassstutzen zur Weiterleitung der behandelten Acroleinlösung aufweist und dessen Volumen ausgelegt ist, um eine Verweilzeit der Acroleinlösung in dem Schlauchreaktor (36) bereit zu stellen, in der die Lösung des Acroleinderivats in Wasser abgeschlossen wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (46) einen weiteren Anschlussstutzen (50) für Spaltkatalysator aufweist.
  4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Generator (46) eine kastenförmigen Behälter mit einem Volumen von etwa 4 bis 6 Liter aufweist.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor (36) die Form einer einlagigen zylindrischen Schlauchspule auf weist.
  6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor (36) mindestens eine halbe Schlauchwindung aufweist.
  7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauch des Schlauchreaktors (36) eine Länge von 30 bis 40 m hat und einen Innendurchmesser von 20 mm bis 40 mm aufweist.
  8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor (36) aus Kunststoff, vorzugsweise Polyethylen oder Polytetrafluorethylen, besteht.
  9. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schlauchreaktor (36) mit einer Stahlarmierung versehen ist.
  10. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischeinrichtung umfasst: eine Mischdüse (24) mit einem sich in Strömungsrichtung verengenden Einlasskonus (96), der einen Zuleitungsstutzen für den Anschluss einer Druckwasserleitung (22) hat, mit einem sich in Strömungsrichtung erweiternden Auslasskonus (94), der einen Abflussstutzen für den Anschluss einer Zufuhrleitung (29) zur Zufuhr der wässrigen Acroleinlösung von der Mischeinrichtung zu einem Bestimmungsort hat, sowie mit wenigstens einen in einen Unterdruckbereich der Mischdüse (24) mündenden Saugstutzen (30), der mit einer Acroleinlösungs-Zufuhrleitung (34) von einer Reaktoreinrichtung (36, 46) zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung verbunden ist, und eine Druckerhöhungspumpe (20), die stromauf von der Mischdüse (24) angeordnet und mit einer Ballastwasser-Zweigleitung (14, 18) verbunden ist, die eine Zweigleitung von eine Hauptballastwasserleitung (2) für einen Teilstrom des Ballastwassers ist, wobei die Leistung der Druckerhöhungspumpe (30) in Abhängigkeit von der Verengung des Einlasskonus (96) der Mischdüse (24) so dimensioniert ist, dass bei Nennleistung der Druckerhöhungspumpe (20) in dem Bereich der Mischdüse (24) zwischen dem Einlasskonus (96) und dem Auslasskonus (94) eine Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec zu erreichen ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Druckerhöhungspumpe (20) auf eine Leistung von 45 kW bei einem Durchsatz von 500 m3/h und einer Strömungsgeschwindigkeit von 2 bis 3 m/sec in einer Zuflussleitung und einer Abflussleitung der Druckerhöhungspumpe (20) ausgelegt ist.
  12. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus (96) der Mischdüse (24) einen Konuswinkel zwischen 18 und 22 Grad und er der Auslasskonus (94) der Mischdüse (24) einen Konuswinkel zwischen 9 und 11 Grad aufweist.
  13. Vorrichtung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus (96) der Mischdüse (24) einen Konuswinkel von 20 Grad und der Auslasskonus (94) der Mischdüse (24) einen Konuswinkel von 10 Grad aufweist.
  14. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Einlasskonus (96) ein Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung von Einlass zu Auslass, d. h. eine Verengung, von etwa 2:1 und der Auslasskonus (94) Durchmesserverhältnis in Strömungsrichtung von Einlass zu Auslass, d. h. eine Erweiterung, von etwa 1:2 aufweist, und dass der Durchmesser des Einlasskonus (96) an seinem Einlass und der Durchmesser des Auslasskonus (94) an seinem Auslass gleich groß ist wie der Durchmesser der angeschlossenen Rohrleitung.
  15. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischdüse (24) einen weiteren Saugstutzen (32) hat, der mit einem Tank (64) für einen Zersetzungsbeschleuniger über eine Rohrleitung (62) verbunden ist.
  16. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Einlasskonus (96) und dem Auslasskonus (94) ein Zwischenstück (98) vorgesehen ist.
  17. Vorrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Zwischenstück (98) einen Saugstutzen (30) für die Acroleinlösung und ggf. einen Saugstutzen (32) für den Zersetzungsbeschleuniger aufweist.
  18. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass in der Ballastwasser-Zweigleitung (14) eine zur physikalischen Abtrennung von suspendierten Feststoffen des Ballastwasser-Teilstroms dienende Trenneinrichtung (12) vorgesehen ist, die in Strömungsrichtung des Ballastwassers vor der Mischdüse (24) angeordnet ist.
  19. Vorrichtung nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Trenneinheit (12) einen Zentrifugalkraft-Abscheider und/oder einen Schlammfilter aufweist.
  20. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung eine Ringdüse (4) aufweist, die zum Einsatz in die Hauptballastwasserleitung (2) ausgelegt ist, wobei die Ringdüse (4) einen Düsenring (5) aufweist, der eine Vielzahl von über einen Innenumfang des Düsenrings (5) verteile Düsenöffnungen (6) aufweist.
  21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Vielzahl der über den Innenumfang der Ringdüse (4) verteilen Düsenöffnungen (6) unter gleichen Abständen angeordnet sind.
  22. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der Innendurchmesser der Ringdüse (4) an den Innenumfang der Hauptballastwasserleitung (2) angepasst ist.
  23. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhreinrichtung weiterhin eine an der Ringdüse (4) angeordnete Strömungs-Störeinrichtung aufweist, die in Richtung eines in der Hauptballastwasserleitung (2) fließenden Hauptballastwasserstroms (BW) stromab von der Ringdüse (4) liegt.
  24. Vorrichtung nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Strömungs-Störeinrichtung eine Mischblende (8) mit einer Durchtrittsöffnung (92) für den Hauptballastwasserstrom (BW) aufweist wobei die Durchtrittsöffnung (92) eine kleinere offene Fläche als die freie innere Querschnittsfläche der Hauptballastwasserleitung (2) hat.
  25. Vorrichtung nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung der Mischblende (8) nicht kreisförmige ist.
  26. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuflussleitung (29) der Ringdüse (4) als Injektorleitung ausgebildet ist, die tangential an der Ringdüse (4) angeordnet ist.
  27. Verfahren zur Behandlung von Ballastwasser mit Acrolein, wobei ein Acroleinderivat und Hydrolysewasser in einer Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung gemischt werden, ein von einem Hauptballastwasserstrom an einer Abzweigstelle abgezweigter Ballastwasser-Teilstrom mit der von der Reaktoreinrichtung zugeführten Acroleinlösung gemischt und dabei verdünnt wird, und der mit der Acroleinlösung behandelte Ballastwasser-Teilstrom stromab von der Abzweigstelle zu dem Hauptballastwasserstrom zurückgeführt wird.
  28. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Reaktoreinrichtung zur Erzeugung einer wässrigen Acroleinlösung zusätzlich ein Spaltkatalysator zugeführt wird.
  29. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass dem Ballastwasser-Teilstrom zusätzlich ein Zersetzungsbeschleuniger zugeführt wird.
  30. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ballastwasser-Teilstrom von etwa 10% von dem Hauptballastwasserstrom abgezweigt wird.
  31. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn der Nenngehalt des Acrtoleins in dem mit Acrolein behandelte Hauptballastwasserstrom eine Konzentration von etwa 15 ppm Acrolein beträgt und der Ballastwasser-Teilstrom 10% des Hauptballastwasserstroms ist, das Verhältnis von ein Acroleinderivat und Hydrolysewasser an der Reaktoreinrichtung so gewählt wird, dass die aus der Reaktoreinrichtung austretende Acrolienlösung eine Konzentration von 150000 ppm Acrolein hat, und dass der Ballastwasser-Teilstrom nach dem Mischen mit der Acroleinlösung eine Konzentration von 150 ppm Acrolein hat.
  32. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass die aus der Reaktoreinrichtung austretende Acroleinlösung bei der Mischung mit dem Ballastwasser-Teilstrom im Verhältnis von etwa 1:500 bis 1:1000 durch den Ballastwasser-Teilstrom verdünnt wird, und dass der mit Acrolein behandelte Ballastwasser-Teilstrom im Verhältnis von etwa 1:5 bis 1:10 durch den Hauptballastwasserstrom verdünnt wird, wenn der Nenngehalt des Acrtoleins in dem mit Acrolein behandelte etwa 5 bis 15 ppm Acrolein beträgt und der Ballastwasser-Teilstrom 10% des Hauptballastwasserstroms ist.
  33. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass zur Mischung des Ballastwasser-Teilstrom und der Acroleinlösung eine durch den Ballastwasser-Teilstrom betriebene Mischdüse vom Typ eine Wasserstrahlpumpe verwendet wird, deren Unterdruckzone die Acroleinlösung und ggf. der Zersetzungsbeschleuniger zugeführt wird/werden.
  34. Verfahren nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, dass der Druck und die Strömungsgeschwindigkeit des Ballastwasser-Teilstroms so gewählt wird, dass in der Mischdüse eine Wasser-Strömungsgeschwindigkeit von 20 bis 25 m/sec erreicht wird.
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