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Die
Erfindung betrifft eine Dachstruktur für ein Cabrioletfahrzeug
nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Aus
der Praxis sind Cabrioletfahrzeuge mit einer Dachstruktur bekannt,
die über ein in einem deckellosen Verdeckkasten plazierbares
Verdeck verfügen. Ein solcher deckelloser Verdeckkasten
verfügt über eine feststehende Verdeckkastenabdeckung, die
eine Verdeckkastenöffnung definiert. Das Verdeck kann beim
Zusammenfalten über die Verdeckkastenöffnung im
Verdeckkasten abgelegt und beim Entfalten aus dem Verdeckkasten über
die Verdeckkastenöffnung entnommen werden.
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Bei
einer solchen Dachstruktur eines Cabrioletfahrzeugs mit einem deckellosen,
eine feststehende Verdeckkastenabdeckung aufweisenden Verdeckkasten
wirkt mit dem Verdeck ein Spannspriegel bzw. Spannbügel
zusammen, wobei der Spannspriegel in montiertem Zustand, und zwar
sowohl bei geöffnetem Verdeck als auch bei geschlossenem
Verdeck, die feststehende Verdeckkastenabdeckung des Verdeckkastens
derart untergreift, dass eine Außenkante des Spannspriegels
von einer die Verdeckkastenöffnung definierenden, inneren
Verdeckkastenabdeckungskante verdeckt bzw. überdeckt ist. Durch
diese Überdeckung kann bei geschlossenem Verdeck eine gute
Abdichtung zwischen dem Spannspriegel und der feststehenden Verdeckkastenabdeckung
realisiert werden.
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Die
Montage eines solchen Spannspriegels erfordert dann, wenn der Spannspriegel
einstückig bzw. einteilig ausgebildet ist, eine Demontage
der feststehenden Verdeckkastenabdeckung, da ansonsten aufgrund
seiner Abmessungen der Spannspriegel nicht in den Verdeckkasten
eingeführt werden könnte. Um die Montage des Spannspriegels zu
erleichtern, ist aus der
DE
196 18 296 C1 ein geteilter, zum Einführen in
den Verdeckkasten zusammendrückbarer Spannspriegel bekannt,
wobei der Spannspriegel nach dem Zusammendrücken seiner Segmente,
die über Gelenke miteinander verbunden sind, über
die Verdeckkastenöffnung im Verdeckkasten platziert werden
kann. Ein solcher Spannspriegel kann zwar einfach bei montierter
Verdeckkastenabdeckung im Verdeckkasten platziert werden, die Anbindung
des Spannspriegels an das Verdeck ist jedoch nach wie vor aufwendig.
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Hiervon
ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde
eine neuartige, im Aufbau einfache Dachstruktur zu schaffen, die
eine einfache Montage des Spannspriegels am Verdeck ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch eine Dachstruktur für ein Cabrioletfahrzeug
gemäß Anspruch 1 gelöst. Erfindungsgemäß sind
beide Enden des Spannspriegels über jeweils einen Spannspriegelhalter
am Verdeck montiert, wobei einerseits zwischen den Spannspriegelhaltern
und dem Verdeck und andererseits zwischen den Spannspriegelhaltern
und den Enden des Spannspriegels jeweils eine Gelenkverbindung ausgebildet
ist.
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Bei
der erfindungsgemäßen Dachstruktur dienen Spannspriegelhalter
der Montage des Spannspriegels am Verdeck, wobei zwischen beiden Enden
des Spannspriegels und dem Verdeck jeweils ein Spannspriegelhalter
montiert ist. Zwischen dem Spannspriegelhaltern und dem Verdeck
sowie zwischen den Spannspriegelhaltern und den Enden des Spannspriegels
sind jeweils Gelenkverbindungen ausgebildet. Hierdurch ist eine
einfache Montage des in den Verdeckkasten eingeführten
Spannspriegels am Verdeck möglich.
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Bevorzugte
Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen
und der nachfolgenden Beschreibung. Ausführungsbeispiele der
Erfindung werden, ohne hierauf beschränkt zu sein, an Hand
der Zeichnung näher erläutert. Dabei zeigt:
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1 ein
Detail einer erfindungsgemäßen Dachstruktur für
ein Cabrioletfahrzeug nach einem ersten Ausführungsbeispiel
der Erfindung; und
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2 ein
Detail einer erfindungsgemäßen Dachstruktur für
ein Cabrioletfahrzeug nach einem zweiten Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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Die
Erfindung betrifft eine Dachstruktur für ein Cabrioletfahrzeug
mit einem in einem deckellosen Verdeckkasten platzierbaren Verdeck.
Ein deckelloser Verdeckkasten verfügt über eine
feststehende Verdeckkastenabdeckung, wobei eine innere Verdeckkastenabdeckungskante
eine Verdeckkastenöffnung definiert. Über die
so definierte Verdeckkastenöffnung kann ein Verdeck im
Verdeckkasten abgelegt oder aus dem Verdeckkasten entnommen werden.
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Eine
Dachstruktur mit einem deckellosen, eine feststehende Verdeckkastenabdeckung
umfassenden Verdeckkasten verfügt über einen Spannspriegel 10,
der in 1, 2 abschnittsweise dargestellt
ist. Der Spannspriegel 10 verfügt über eine
Außenkante 11, die dann, wenn der Spannspriegel 10 in
den Verdeckkasten eingesetzt ist, die nichtdargestellte, innere
Verdeckkastenabdeckungskante der die Verdeckkastenöffnung
definierenden Verdeckkastenabdeckung untergreift.
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Um
eine einfache Montage des Spannspriegels 10 bzw. ein einfaches
Einführung des Spannspriegels 10 in den Verdeckkasten
bei montierter Verdeckkastenabdeckung zu ermöglichen, ist der
Spannspriegel 10 mehrteilig ausgebildet, sodass derselbe
in Richtung auf eine Längsachse 12 des Cabrioletfahrzeugs
zusammengedrückt werden kann. Im Ausführungsbeispiel
der 1 ist der Spannspriegel 10 insgesamt
dreiteilig ausgebildet, wobei dann derselbe zwei sich im wesentlichen
in Längsrichtung des Cabrioletfahrzeugs erstreckende Seitenabschnitte 13 und
einen sich im wesentlichen quer zur Längsrichtung des Cabrioletfahrzeugs
erstreckenden Mittelabschnitt 14 aufweist. Die beiden Seitenabschnitte 13 sind
dann über Gelenkverbindungen 15 mit dem Mittelabschnitt 14 verbunden.
Im Ausführungsbeispiel der 2 ist der
Spannspriegel 10 zweiteilig aus zwei Hälften 16 und 17 ausgebildet, die
wiederum über eine Gelenkverbindung 18 miteinander
verbunden sind.
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In
beiden Ausführungsbeispielen kann der Spannspriegel 10 in
Richtung auf die Längsachse 12 zusammengedrückt
werden, um so dessen Abmessungen quer zur Längsachse 12 zu
verkleinern, sodass dann der Spannspriegel 10 bei montierter,
feststehender Verdeckkastenabdeckung über die Verdeckkastenöffnung
in den Verdeckkasten eingeführt und in demselben platziert
werden kann.
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Zur
Anbindung bzw. Montage des Spannspriegels 10 an das Verdeck
der erfindungsgemäßen Dachstruktur dienen Spannspriegelhalter 19. Beiden
sich in Längsrichtung 12 des Cabrioletfahrzeugs
erstreckenden Enden des Spannspriegels 10 ist dabei jeweils
ein Spannspriegelhalter 19 zugeordnet, über den
der Spannspriegel 10 an das Verdeck montiert werden kann.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel der 1 und 2 wird
der Spannspriegel 10 über die Spannspriegelhalter 19 an
einem Verdeckgestell bzw. Verdecklager 20 des Verdecks
montiert.
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Zwischen
den Spannspriegelhaltern 19 und den sich in Längsrichtung 12 des
Cabrioletfahrzeugs erstreckenden Enden des Spannspriegels 10 sind Gelenkverbindungen 21 ausgebildet.
Ebenso sind zwischen den Spannspriegelhaltern 19 und dem
Verdeck, nämlich dem Verdeckgestell bzw. Verdecklager 20,
Gelenkverbindungen 22 ausgebildet. Diese Anbindung des
Spannspriegels 10 über die Spannspriegelhalter 19 am
Verdeck über die im Bereich jedes Spannspriegelhalters 19 ausgebildeten
Gelenke 21 und 22 erlaubt eine besonders vorteilhafte
und einfache Montage des in den Verdeckkasten eingeführten Spannspriegelhalters 10 am
Verdeck.
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Die
Gelenkverbindungen 21 zwischen den Spannspriegelhaltern 19 und
den sich in Längsrichtung 12 erstreckenden Enden
des Spannspriegels 10 sind jeweils als Drehgelenke ausgebildet,
deren Drehachsen sich jeweils in vertikaler Richtung erstrecken.
Diese Drehgelenke zwischen den Spannspriegelhaltern 19 und
den sich in Längsrichtung 12 erstreckenden Enden
des Spannspriegels 10 sind nach der Montage des Spannspriegels 10 am
Verdeck blockierbar, um so den Spannspriegel 10 nach der
Montage zu stabilisieren.
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Die
Gelenkverbindungen 22 zwischen den Spannspriegelhaltern 19 und
dem Verdeck, nämlich dem Verdeckgestell bzw. Verdecklager 20,
sind jeweils derart ausgebildet, dass ein horizontale Schwenkachse 23 des
Verdecks, die sich quer zur Längsrichtung 12 erstreckt
und um die das Verdeck beim Öffnen und Schließen
desselben gegenüber dem Spannspriegel 10 verschwenkt
werden kann, zur Montage des Spannspriegels 10 um eine
vertikale Achse kippbar ist. Diese Gelenkverbindungen 22 zwischen
dem Spannspriegelhalter 19 und dem Verdeckgestell bzw.
Verdecklager 20 des Verdecks sind gemäß 1 und 2 als
ballige Buchsen ausgebildet. Im Unterschied können auch
Drehgelenke zum Einsatz kommen.
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Zur
Montage des Spannspriegels 10 der Dachstruktur am Verdeck,
nämlich am Verdeckgestell bzw. Verdecklager 20,
werden die Spannspriegelhalter 19 am Verdeckgestell bzw.
Verdecklager 20 montiert. Der Spannspriegel 10 wird
in zusammengeklappten Zustand, in welchem die über die
Gelenkverbindungen 15 bzw. 18 desselben verbundenen Segmente
in Richtung auf die Längsachse 12 zusammengeklappt
sind, über die Verdeckkastenöffnung in den Verdeckkasten
eingeführt, wobei dann anschließend die sich in
Längsrichtung 12 erstreckenden Enden des Spannspriegels 10 über
die Gelenkverbindungen 21 an den Spannspriegelhaltern 19 angebunden
werden.
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Hierbei
nehmen dann die Spannspriegelhalter 19 sowie die sich in
Längsrichtung 12 erstreckenden Enden des Spannspriegels 10 die
in 1 und 2 in gestrichelter Linienführung
dargestellten Positionen ein. Nach dieser Montage kann der Spannspriegel 10 nach
außen in die 1 und 2 in durchgezogener
Linienführung gezeigte Position aufgeklappt werden, nämlich
unter Ausnutzung der Gelenkverbindungen 21 und 22 der
Spannspriegelhalter 19. In der in durchgezogener Linienführung
gezeigten Position können die Gelenkverbindungen 21 zwischen
den Spannspriegelhaltern 19 und dem Spannspriegel 10 blockiert
werden, sodass dann der Spannspriegel 10 in seiner Kontur
stabilisiert ist, wobei dann seine Außenkante 11 von
der die Verdeckkastenöffnung definierenden, inneren Verdeckkastenabdeckungskante
verdeckt ist. Die Gelenkverbindungen 22 lassen dann ein
Verschwenken des Verdecks gegenüber dem Spannspriegel 10 um
die horizontale Schwenkachse 23 zu.
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- 10
- Spannspriegel
- 11
- Außenkante
- 12
- Längsachse
- 13
- Seitenabschnitt
- 14
- Mittelabschnitt
- 15
- Gelenkverbindung
- 16
- Hälfte
- 17
- Hälfte
- 18
- Gelenkverbindung
- 19
- Spannspriegelhalter
- 20
- Verdeckgestell/Verdecklager
- 21
- Gelenkverbindung
- 22
- Gelenkverbindung
- 23
- Schwenkachse
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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