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DE102009022712A1 - Torsionswinkelsensor - Google Patents

Torsionswinkelsensor Download PDF

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DE102009022712A1
DE102009022712A1 DE200910022712 DE102009022712A DE102009022712A1 DE 102009022712 A1 DE102009022712 A1 DE 102009022712A1 DE 200910022712 DE200910022712 DE 200910022712 DE 102009022712 A DE102009022712 A DE 102009022712A DE 102009022712 A1 DE102009022712 A1 DE 102009022712A1
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DE
Germany
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wheels
light
torsion angle
torsion
measuring
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE200910022712
Other languages
English (en)
Inventor
Valeri Dr. Klimenko
Michael Bögl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bourns Inc
Original Assignee
Bourns Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bourns Inc filed Critical Bourns Inc
Priority to DE200910022712 priority Critical patent/DE102009022712A1/de
Publication of DE102009022712A1 publication Critical patent/DE102009022712A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L3/00Measuring torque, work, mechanical power, or mechanical efficiency, in general
    • G01L3/02Rotary-transmission dynamometers
    • G01L3/04Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element comprises a torsionally-flexible shaft
    • G01L3/10Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element comprises a torsionally-flexible shaft involving electric or magnetic means for indicating
    • G01L3/12Rotary-transmission dynamometers wherein the torque-transmitting element comprises a torsionally-flexible shaft involving electric or magnetic means for indicating involving photoelectric means
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01LMEASURING FORCE, STRESS, TORQUE, WORK, MECHANICAL POWER, MECHANICAL EFFICIENCY, OR FLUID PRESSURE
    • G01L5/00Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes
    • G01L5/22Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for measuring the force applied to control members, e.g. control members of vehicles, triggers
    • G01L5/221Apparatus for, or methods of, measuring force, work, mechanical power, or torque, specially adapted for specific purposes for measuring the force applied to control members, e.g. control members of vehicles, triggers to steering wheels, e.g. for power assisted steering

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Abstract

Ein Torsionswinkelsensor zur Messung des Torsionswinkels einer drehbaren Welle (1, 2) hat zwei axial hintereinander angeordnete, drehfest mit der Welle (1, 2) verbundene Torsionsräder (6, 7), die jeweils mit einem zugeordneten Meßrad (8, 9) gekoppelt sind. Die Meßräder haben jeweils Bereiche (12, 13) mit unterschiedlicher Luftdurchlässigkeit. Eine Lichtquelle sendet einen Lichtstrahl durch diese Bereiche (12, 13) zu einem Lichtempfänger (15). Bei einer relativen Verdrehung der beiden Meßräder gegeneinander verändern die lichtdurchlässigen Bereiche der beiden Meßräder die Lichtdurchlässigkeit entsprechend dem Torsionswinkel. Die lichtdurchlässigen Bereiche (12, 13) sind Spalten oder Polarisationsfilter. Eine optische Einrichtung (17), die im Strahlengang vor den genannten Bereichen (12, 13) angeordnet ist, erzeugt einen Referenzlichtstrahl, der zu einem zweiten Lichtempfänger (16) geleitet wird.

Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf einen Torsionswinkelsensor gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1. Ein solcher Torsionswinkelsensor ist aus der DE 197 45 823 A1 bekannt.
  • Ein bevorzugtes Anwendungsgebiet der vorliegenden Erfindung ist die Lenkung von Kraftfahrzeugen, bei der die auf die Lenkanordnung ausgeübten Kräfte gemessen werden sollen, die sich als Drehmoment auswirken. So wird beispielsweise eine mit einem Lenkrad des Kraftfahrzeuges verbundene Lenkwelle über einen Torsionsstab mit einer mit einem Lenkgetriebe verbundenen Ritzelwelle gekoppelt. Ein zwischen Lenkwelle und Ritzelwelle auftretendes Drehmoment tordiert den Torsionsstab, so daß sich Lenkwelle und Ritzelwelle gegeneinander verdrehen. Die relative Verdrehung zwischen Lenkwelle und Ritzelwelle wird als Torsionswinkel bezeichnet. Dieser Torsionswinkel entspricht dem auf den Torsionsstab wirkenden Drehmoment.
  • Die eingangs genannte DE 197 45 823 A1 zeigt eine Vorrichtung zum gleichzeitigen Messen von Drehmoment und Drehwinkel einer drehbaren Welle. An zwei axial voneinander entfernten Stellen der Welle sind als Scheiben ausgebildete Meßkörper drehfest an der Welle befestigt, deren relative Winkellage sich bei einer Drehmomentbeaufschlagung der Welle ändert. Die Meßkörper haben Segmentringe mit in Umfangsrichtung gleichmäßig beabstandeten Segmenten, die abwechselnd unterschiedliche Lichtdurchlässigkeiten aufweisen und von einem Lichtstrahl durchstrahlt werden.
  • Auf der der Lichtquelle gegenüberliegenden Seite der Meßkörper ist ein Meßfeld vorgesehen, das mit einem Lichtempfänger wenigstens zwei Segmente erfaßt. Bei Drehung der Welle gelangen somit stets mindestens zwei Segmente von jedem Meßkörper in das Meßfeld. Je nach Drehstellung sind es jedoch unterschiedliche Segmente bzw. Segmentpaare. Daher hängt die Genauigkeit dieser Meßeinrichtung wesentlich davon ab, daß die jeweiligen Paare von Segmenten exakt die gleichen Eigenschaften haben. Abweichungen in der Teilung, also insbesondere der Größe der Segmente in Radial- als auch in Umfangsrichtung sowie Lichtdurchlässigkeit haben entscheidenden Einfluß auf die Meßgenauigkeit. Mit anderen Worten führen Teilungsfehler dazu, daß das Drehmomentsignal vom absoluten Drehwinkel der Welle abhängig ist. An die Fertigung der Scheiben stellen sich somit hohe Anforderungen hinsichtlich der Genauigkeit der Herstellung.
  • Auch muß der Lichtempfänger über den gesamten Bereich des Meßfeldes gleiche Empfindlichkeit haben. Da man für den Lichtempfänger, der ein größeres Meßfeld abdecken soll mehrere dicht nebeneinander plazierte Lichtsensoren benötigt, ist die Forderung nach möglichst exakt gleich empfindlichen Lichtsensoren kaum zu erfüllen, da solche Bauteile nur innerhalb gewisser Toleranzen hergestellt werden können. Somit kommt es zu Signalschwankungen, die von der Drehstellung abhängen und somit das Meßergebnis für den Torsionswinkel verfälschen.
  • Die DE 198 33 359 C1 zeigt eine Torsionswinkelmeßeinrichtung, die ebenfalls zwei Scheiben aufweist, die axial hintereinander an Wellenteilen, zwischen denen der Torsionswinkel gemessen werden soll, befestigt sind. Beide Scheiben haben je eine Öffnung, die bei wechselseitiger Verdrehung der beiden Scheiben als Blende wirken. Eine ringförmige Lichtquelle bestrahlt die gesamte Oberfläche der einen Scheibe. Eine Detektoranordnung ist auf der lichtstromabwärtigen Seite der anderen Scheibe angebracht. Ein Ausgangssignal der Detektoranordnung wird drahtlos und insbesondere über Licht an einen ortsfesten, d. h. nicht drehbaren Empfänger gesendet. Hier ist zwar nur eine einzige Blende in den beiden Scheiben vorgesehen. Die Genauigkeit der Messung verlangt jedoch, daß die ringförmige Lichtquelle an ihrem gesamten Umfang gleichmäßiges Licht aussendet. Weiter ist die drahtlose Übertragung des Ausgangssignals der sich mit der Welle drehenden Detektoranordnung an einen ortsfesten Empfänger aufwendig und störungsanfällig, da die relative Position zwischen der Detektoranordnung, die einen Sender enthält, und dem Empfänger die Übertragungsbedingungen beeinflussen. Aus diesem Grunde schlägt diese Druckschrift auch vor, mehrere Empfänger in Umfangsrichtung verteilt anzuordnen, wobei dann die Meßgenauigkeit we sentlich davon abhängt, daß alle Empfänger die gleichen Eigenschaften haben. Aus diesem Grunde wird auch verlangt, daß die vom Sender zum Empfänger übertragene Information nicht in der Amplitude enthalten sein darf, weshalb frequenzmodulierte, frequenzanaloge oder pulsweitenmodulierte Signale vorgeschlagen werden, was hohen technischen Aufwand bedingt.
  • Die DE 36 37 318 A1 zeigt einen ähnlichen Drehmomentsensor mit zwei axial hintereinander angeordneten Scheiben, die optisch abtastbare Markierungen tragen. Zwei ortsfeste, sich nicht mit der Welle drehende optische Abtastvorrichtungen tasten die beiden Scheiben ab und lassen aus der Lage der Markierungen den Torsionswinkel ermitteln. Auch hier hängt die Genauigkeit des Meßergebnisses wesentlich von der Genauigkeit der Markierungen auf den Scheiben ab.
  • Eine ähnliche Einrichtung mit Markierungen auf Scheiben ist in der DE-OS-29 19 946 beschrieben.
  • Die DE 199 62 525 A1 zeigt einen optischen Drehmomentsensor mit zwei axial hintereinander angeordneten Scheiben, die eine umlaufende periodische Randform aufweisen. Eine Beleuchtungseinrichtung in Kombination mit optischen Sensoren erfaßt aus einem Phasenwinkel der periodischen Randformen der beiden Scheiben einen Torsionswinkel. Auch hier hängt die Genauigkeit wesentlich von der Exaktheit der periodischen Randform der Scheiben ab.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den Torsionswinkelsensor der eingangs genannten Art dahinge hend zu verbessern, daß bei einfachem Aufbau und einfacher Herstellung ein hochgenauer Meßwert erhalten wird, der weitestgehend unabhängig von Fertigungstoleranzen mechanischer Bauteile ist.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
  • Dadurch, daß die Meßräder ortsfest sind und mit den Torsionsrädern der Welle gekoppelt sind, erhält man wirkungsmäßig eine ortsfeste Blende, die den Lichtdurchtritt in Abhängigkeit vom zu messenden Torsionswinkel beeinflußt. Damit ist in jedem Falle das Ausgangssignal des Lichtempfängers unabhängig von der Drehstellung der Welle, da stets nur an ein und derselben Blende gemessen wird. Fertigungstoleranzen der Blende haben nach einmaliger Kalibrierung ebenfalls keinen Einfluß auf die Meßgenauigkeit. Die durch die beiden Meßräder gebildete Blende hat auch im Vergleich zum Stand der Technik eine kleine Öffnungsfläche, so daß ein einziger Lichtsensor verwendet werden kann. Damit ist das Problem mehrerer nebeneinanderliegender Lichtsensoren mit unterschiedlichen Empfindlichkeiten gelöst.
  • Eine möglichst gute Kopplung zwischen den Meßrädern und den Torsionsrädern erhält man, wenn diese als miteinander kämmende Zahnräder ausgebildet sind. Vorzugsweise sind die Meßräder und die Torsionsräder federelastisch gegeneinander verspannt, womit man bei entsprechenden Zahnformen auch eine weitestgehend spiel freie Kopplung erreicht. Durch ein Übersetzungsverhältnis zwischen den Torsionsrädern und den Meßrädern kann erreicht werden, daß im Meßbereich des zu messenden Torsionswinkels, der beispielsweise bei Kraftfahrzeuglenkungen in der Größenordnung von 7° bis 15° liegt, die beiden Meßräder um einen größeren Winkelbereich gegeneinander verdreht werden, um im Meßbereich eine Veränderung der Blende zwischen vollständigem öffnen und weitestgehend vollständigem Schließen zu erreichen.
  • In eleganter und einfacher Weise erhält man die federelastische Vorspannung dadurch, daß die Meßräder in einem Lagergehäuse angeordnet sind, das an seiner der Welle abgewandten Seite mindestens einen Federarm aufweist, der das Lagergehäuse und damit auch die Meßräder in Richtung zur Welle drückt.
  • In besonders einfacher Weise sind die Bereiche unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit der Meßräder Spalten. Diese Spalten können kreissegmentförmige Durchbrechungen sein, die in besonders vorteilhafter Weise in der Mitte der Meßräder angeordnet sind. Die Erstreckung der Spalten bzw. Segmente in Umfangsrichtung sowie die entsprechende Ausrichtung der beiden Meßräder zueinander in einer Neutrallage, bei der der Torsionswinkel Null ist, kann so gewählt werden, daß bei dem maximal möglichen positiven Torsionswinkel die durch die sich überlappenden Segmente entstehende Blende weitestgehend geschlossen ist und bei dem maximal möglichen negativen Torsionswinkel die entstehende Blende weitestgehend geöffnet ist. Es kann aber von Vorteil sein, auch bei dem maximal möglichen positiven Torsionswinkel die Blende noch zu einem kleinen Teil geöffnet zu halten, damit noch ein Nutzsignal erzeugt wird, das sich detektieren läßt und damit die Funktionsfähigkeit von Lichtquelle und Lichtsensor überprüfen läßt.
  • Anstelle von Spalten können die Meßräder auch optische Polarisationsfilter enthalten, die dann auch nicht segmentförmig aufgeteilt sein müssen, sondern beispielsweise als kreisförmige Scheiben ausgebildet sind. Die unterschiedliche Lichtdurchlässigkeit ergibt sich damit durch die Lage der Polarisationsebene. Die oben erwähnte Übersetzung zwischen den Torsionsrädern und den Meßrädern ist bei Einsatz von Polarisationsfiltern so zu wählen, daß im Meßbereich des Torsionswinkels die beiden Meßräder möglichst zwischen 0° und 90° gegeneinander verdreht werden.
  • Um eine gleichmäßigere Belichtung der gesamten Öffnungsfläche bzw. bei Verwendung von Polarisationsfiltern der gesamten Filterfläche zu erreichen, ist vorgesehen im Strahlengang des Lichtstrahles mindestens eine Milchglasscheibe einzusetzen, die eine Streuung des Lichtes bewirkt. Vorteilhaft wird eine Milchglasscheibe zwischen den Lichtsensor und das dem Lichtsensor nächst gelegene Meßrad eingesetzt. Zusätzlich kann auch eine zweite Milchglasscheibe unmittelbar vor den ersten Lichtempfänger plaziert werden. Dadurch können Lichtstärkeschwankungen, die beispielsweise durch Vibrationen der Welle (z. B. Lenksäule) verursacht werden, ausgeglichen werden, da die gesamte beleuchtete Meßfläche besser erfaßt wird.
  • Zur Erhöhung der Meßgenauigkeit kann ein Referenzlichtstrahl von der Lichtquelle zu einem zweiten Lichtempfänger geleitet werden, der im Strahlengang vor den Meßrädern liegt. Eine hierzu verwendete optische Einrichtung kann die erwähnte Milchglasscheibe sein, die auch Licht zurück in Richtung zum Lichtsender strahlt oder ein teildurchlässiger Spiegel oder eine sonstige optische Einrichtung, mit der ein Teillichtstrahl abgezweigt werden kann.
  • In besonders einfacher Weise haben die Meßräder mit mittigem Lichtdurchtrittsbereich beidseitig axial vorstehende Ränder, die in U-förmige Ausnehmungen von Wänden eines Lagergehäuses eingreifen. Damit werden einfach herzustellende und einfach zu montierende Bauteile für den Torsionswinkelsensor verfügbar.
  • Im folgenden wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbeispieles im Zusammenhang mit der Zeichnung ausführlicher erläutert. Es zeigt:
  • 1 Einen Längsschnitt des Torsionswinkelsensors nach der Erfindung;
  • 2 einen Querschnitt längs der Linie II-II des Torsionswinkelsensors der 1;
  • 3 eine perspektivische Explosionsdarstellung gesehen schräg von oben des Torsionswinkelsensors nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung; und
  • 4 eine schematische Draufsicht auf bei der Erfindung verwendete Meßräder nach einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
  • In 1 sind zwei axial zueinander ausgerichtete Wellenteile 1 und 2 über einen Torsionsstab 3 miteinander gekoppelt, wobei die Verbindung zwischen dem Torsionsstab 3 und den beiden Wellenteilen 1 und 2 über Nut- und Federverbindungen 4 und 5 erfolgen kann. Die Gesamtheit der Wellenteile 1 und 2 und des Torsionsstabes 3 wird hier als Welle bezeichnet. Generell kann die Erfindung auch bei einer durchgehenden tordierbaren einstückigen Welle eingesetzt werden. Wenn zwischen den beiden Wellenteilen 1 und 2 ein Drehmoment herrscht, so wird der Torsionsstab 3 tordiert und die beiden Wellenteile 1 und 2 werden relativ zueinander verdreht. Derartige Wellen mit Torsionsstab werden beispielsweise bei Kraftfahrzeuglenkungen eingesetzt. Der zwischen den beiden Wellenteilen 1 und 2 auftretende Drehwinkel wird auch als Torsionswinkel bezeichnet und ist im Regelfall linear von dem zwischen den Wellenteilen 1 und 2 herrschenden Drehmoment. An beiden Wellenteilen 1 und 2 ist jeweils ein Torsionsrad 6 bzw. 7 befestigt, das sich mit den zugeordneten Wellenteilen dreht. Die Torsionsräder 6 und 7 sind vorzugsweise Zahnräder. Möglich sind jedoch auch Reibräder.
  • Jedem Torsionsrad 6 und 7 ist ein Meßrad 8 bzw. 9 zugeordnet, das vom jeweiligen Torsionsrad angetrieben wird, wenn sich das zugeordnete Wellenteil 1 bzw. 2 dreht. Die Meßräder 8 und 9 sind vorzugsweise ebenfalls Zahnräder. Wenn die Torsionsräder 6 und 7 Reib räder sind, so sind entsprechend die Meßräder 8 und 9 ebenfalls Reibräder. Die beiden Meßräder 8 und 9 sind in einem Lagergehäuse 10 drehbar gelagert. Beide Meßräder 8 und 9 sind koaxial zueinander längs einer gemeinsamen Achse 11 ausgerichtet. Die Torsionsräder und die Meßräder sind so dimensioniert bzw. mit entsprechenden Zähnezahlen der Zahnräder versehen, daß sich ein Übersetzungsverhältnis größer 1 ergibt, d. h. eine Verdrehung der Torsionsräder um einen Winkel führt dazu, daß sich die Meßräder um einen entsprechend dem Übersetzungsverhältnis vergrößerten Winkel drehen.
  • In einem ersten Ausführungsbeispiel haben beide Meßräder 8 und 9 mindestens einen Spalt 12 bzw. 13, durch den Licht von einem Lichtsender 14 hindurch treten und zu einem Lichtempfänger 15 gelangen kann. Der Lichtsender 14 ist auf einer Seite der beiden Meßräder 8 und 9 angeordnet, während der Lichtempfänger 15 auf der gegenüberliegenden Seite der beiden Meßräder 8 und 9 angeordnet ist.
  • Je nach Torsionswinkel zwischen den beiden Wellenteilen 1 und 2 sind auch die beiden Meßräder 8 und 9 entsprechend dem Torsionswinkel gegeneinander verdreht, so daß, wie im Zusammenhang mit 4 noch ausführlicher erläutert wird, die beiden Spalte 12 und 13 der beiden Meßräder 8 und 9 gegeneinander verdreht werden und damit eine Art Blende bilden, deren Öffnungsquerschnitt eine Funktion des Torsionswinkels ist. Der von dem Lichtsender 14 ausgestrahlte Lichtstrom zum Lichtempfänger 15 wird damit in Abhängigkeit vom Torsionswinkel verändert. Der Lichtempfänger 15 wandelt den empfangenen Lichtstrom in ein elektrisches Ausgangs signal um, das damit ein Maß für den Torsionswinkel ist.
  • Damit der Lichtstrahl möglichst gleichmäßig über die gesamte Meßfläche der Meßräder verteilt ist, ist im Strahlengang mindestens eine Streuscheibe in Form einer Milchglasscheibe 17 vorgesehen, die zwischen dem Lichtsender 14 und dem nächstgelegenen Meßrad 9 liegt. Bei Bedarf kann auch eine zweite Streuscheibe 17' zwischen dem Meßrad 8 und dem Lichtempfänger 15 vorgesehen werden.
  • Zur Erhöhung der Meßgenauigkeit, die durch Schwankungen der Versorgungsspannung für den Lichtsender 14, durch Alterung von Bauteilen oder Verschmutzung hervorgerufen werden können, wird ein Referenzlichtstrahl des Lichtsenders 14 zu einem zweiten Lichtempfänger 16 gesandt. Der Referenzlichtstrahl wird im dargestellten Ausführungsbeispiel durch die Milchglasscheibe 17 erzeugt, die zwischen dem Lichtsender 14 und dem dem Lichtsender 14 nächst gelegenen Meßrad 9 angeordnet ist und einen Teil des vom Lichtsender 14 abgestrahlten Lichtes zurückstreut, so daß es zum zweiten Lichtempfänger 16 gelangt, der hier unmittelbar neben dem Lichtsender 14 angeordnet ist. Der Referenzlichtstrahl läuft somit nicht durch die beiden Spalte 12 und 13 und ist somit unabhängig vom zu messenden Torsionswinkel.
  • Dem Fachmann ist klar, daß anstelle der Milchglasscheibe 17 auch andere optische Einrichtungen verwendet werden können, wie z. B. teildurchlässige Spiegel oder Strahlenteiler.
  • Im Ausführungsbeispiel der 1 und 3 sind die Meßräder 8 und 9 jeweils beidseitig mit einem radial vorspringenden zylindrischen Rand 18 versehen, der jeweils in eine U-förmige Ausnehmung 19 (2) von Tragwänden 20 des Lagergehäuses 10 eingreift, so daß die Tragwände 20 mit ihrer Ausnehmung 19 als Lager für die Meßräder 8 und 9 dienen. Das Lagergehäuse 10 enthält weiterhin Leiterbahnplatten 21 und 22, an denen der Lichtsender 14 und die Lichtempfänger 15 und 16 sowie weitere nicht dargestellte elektrische und/oder elektronische Bauteile befestigt sind.
  • Das Lagergehäuse 10 ist in Richtung zu den Wellenteilen 1 und 2 offen und besitzt an der den Wellenteilen 1 und 2 gegenüberliegenden Seite mindestens einen Federarm 24, durch den das Lagergehäuse 10 in Richtung zu den Wellenteilen 1 und 2 gedrückt wird, so daß die Meßräder 8 und 9 federelastisch gegen die Torsionsräder 6 und 7 gedrückt werden. Hierdurch wird eine weitestgehend spielfreie Kopplung zwischen den Meßrädern 8 und 9 und den zugeordneten Torsionsrädern 6 und 7 erreicht.
  • Das Lagergehäuse 10 ist in ein Gehäuse 23 eingesetzt, das durch einen Gehäusedeckel 26 verschlossen ist.
  • In 2 und der Explosionsdarstellung der 3 ist besser zu erkennen, daß das Lagergehäuse 10 samt den Meßrädern 8 und 9, dem Lichtsender 14 und den beiden Lichtempfängern 15 und 16 in ein Gehäuse 23 einsetzbar ist, wobei sich das Lagergehäuse 10 über Federarme 24 an einer Wand 25 des Gehäuses 23 abstützt und damit die Meßräder 8 und 9 federelastisch gegen die Torsionsräder 6 und 7 drückt. Das Gehäuse 23 ist durch einen Gehäusedeckel 26 verschlossen, wobei der Gehäusedeckel 26 und eine Bodenwand 27 des Gehäuses 23 jeweils eine Öffnung 28 bzw. 29 haben, durch die die Wellen 1 bzw. 2 hindurch treten.
  • Im Betrieb ist das Gehäuse 23 gegenüber den Wellenteilen 1 und 2 drehfest gehalten.
  • 4 zeigt schematisch die beiden Meßräder 8 und 9 mit den Spalte 12 und 13 sowie abgedunkelten Stellen 33. Die beiden Meßräder 8 und 9 sind hier nebeneinander abgebildet. Richtet man sie gemäß der gemeinsamen Achse 11 (1) axial zueinander aus, so ergibt sich die untere Abbildung der 4 aus der zu erkennen ist, daß ein gemeinsamer Spalt 31 beider Meßräder 8 und 9 zusammen schmaler ist als die einzelnen Spalte 12 und 13 und entsprechend der abgedeckte Bereich 32 breiter ist als die abgedeckten Bereiche 33 der beiden Meßräder 8 und 9.
  • In einem nicht in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß anstelle der Spalte 12 und 13 und abgedunkelten Stellen 33 in den mittleren Bereich der Meßräder 8 und 9 optische Polarisationsfilter eingesetzt sind, welche zusammen einen Neutraldichtefilter (oder Graufilter) bilden. Werden die beiden Meßräder 8 und 9 relativ zueinander verdreht, was durch einen Torsionswinkel zwischen den Wellenteilen 1 und 2 hervorgerufen wird, so ändert sich die relative Ausrichtung der Polarisationsachsen und damit die Lichtdurchlässigkeit im Strah lengang des Lichtstrahles vom Lichtsender 14 zum Lichtempfänger 15, so daß auch bei diesem Ausführungsbeispiel der vom Lichtempfänger 15 empfangene Lichtstrom vom zu messenden Torsionswinkel abhängig ist.
  • In beiden geschilderten Fällen können die lichtdurchlässigen Bereiche, d. h. die Spalte oder die Polarisationsfilter der beiden Meßräder 8 und 9 in der neutralen Lage, bei der der Torsionswinkel Null ist, so zueinander ausgerichtet sein, daß der maximale Lichtstrom bei dem Torsionswinkel Null auftritt und sich mit zunehmendem Torsionswinkel verringert. Umgekehrt kann die Ausrichtung aber auch so erfolgen, daß in der neutralen Lage ein minimaler Lichtstrom durch die lichtdurchlässigen Bereiche läuft und sich der Lichtstrom mit zunehmendem Torsionswinkel vergrößert.
  • Will man nicht nur den Absolutwert des Torsionswinkels messen, sondern auch dessen Richtung (mathematisches Vorzeichen) und damit die Richtung des Drehmomentes erfassen, was insbesondere bei Lenkkraftunterstützungssystemen von Kraftfahrzeugen gefordert wird, so sind die beiden Meßräder in der neutralen Stellung, bei der der Torsionswinkel Null ist, so zueinander ausgerichtet, daß die Blende halb geschlossen ist, bzw. Polarisationsfilter um ca. 45° gegeneinander verdreht sind. Allgemeiner gesprochen sind die Meßräder in der neutralen Stellung so angeordnet, daß das Ausgangssignal des Lichtsensors im wesentlichen in der Mitte des Nutzsignales zwischen Minimal- und Maximalwert liegt.
  • Das Ausgangssignal des Lichtempfängers 15 ist somit eine Funktion des zu messenden Torsionswinkels. Über den vom zweiten Lichtempfänger 16 gemessenen Referenzlichtstrahl kann diese Funktion normiert werden, um Schwankungen der Lichtintensität des Lichtsenders 14 aufgrund von Schwankungen der Versorgungsspannung oder Alterung von Bauteilen auszugleichen. Je nach verwendeten Bauteilen für die Lichtquelle 14 oder die Lichtempfänger 15 und 16 sowie auch Anordnung und Ausbildung der lichtdurchlässigen Bereiche in den beiden Meßrädern 8 und 9 kann die Funktion zwischen Torsionswinkel und Ausgangssignal des Lichtempfängers 15 nichtlinear sein. Bei Bedarf kann durch eine nicht dargestellte elektronische Auswerteschaltung auch eine Linearisierung durchgeführt werden.
  • Im rechten Bereich der 4 ist der Fall dargestellt, daß der zu messende Torsionswinkel Null ist. Die lichtdurchlässigen Bereiche 12 und 13 der Meßräder 8 und 9 sind relativ zueinander um den Winkel α2 verdreht, so daß sich ein resultierender Durchtrittsbereich 31 ergibt, der die halbe Öffnungsfläche bezogen auf die lichtdurchlässigen Bereiche 12 und 13 hat. Im linken Teil der 4 ist das Meßrad 9 um den Winkel α2 im Uhrzeigersinn (nach rechts) gegenüber dem Meßrad 8 verdreht, so daß der resultierende lichtdurchlässige Bereich 31 gerade maximale Größe hat, da sich die lichtdurchlässigen Bereiche 12 und 13 der Meßräder 8 und 9 exakt Überlappen.
  • Verdreht man dagegen ausgehend vom rechten Teil der 4 das Meßrad 9 gegenüber dem Meßrad 8 um den Winkel α2 gegen den Uhrzeigersinn, so überdecken sich die lichtdurchlässigen Bereiche 13 des Meßrades 9 gerade mit den lichtundurchlässigen Bereichen 33 des Meßrades 8 und die resultierende Öffnungsfläche wird zu Null.
  • Im optimalen Fall strahlt die Lichtquelle 12 paralleles Licht aus, das den gesamten möglichen Durchtrittsbereich gleichmäßig durchstrahlt, so daß die absolute Stellung der sich drehenden Meßräder 8 und 9 keinen Einfluß auf den von der Lichtquelle 14 zum Lichtempfänger 15 gelangenden Lichtstrom hat. Auch bei einer Drehung der Welle ergibt sich damit ein konstantes Ausgangssignal des Lichtempfängers 15, das nur von der relativen Verdrehung zwischen den beiden Meßrädern 8 und 9 abhängt. Es kann aber mit gleichem Effekt auch eine axial zu Meßrädern 8 und 9 platzierte punktuelle Lichtquelle benutzt werden, welche gleichmäßig in alle Richtungen Lichtstrom ausstrahlt.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 19745823 A1 [0001, 0003]
    • - DE 19833359 C1 [0006]
    • - DE 3637318 A1 [0007]
    • - DE 2919946 [0008]
    • - DE 19962525 A1 [0009]

Claims (14)

  1. Torsionswinkelsensor zur Messung des Torsionswinkels einer drehbaren Welle (1, 2), mit zwei axial hintereinander angeordneten Meßrädern (8, 9), die an axial hintereinander angeordneten Stellen mit der Welle (1, 2) gekoppelt sind, wobei die Meßräder (8, 9) Bereiche (12, 13) unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit aufweisen, mit einer Lichtquelle (14), die einen Lichtstrahl durch die Bereiche (12, 13) unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit aussendet und mit einem Lichtempfänger (15), der den Lichtstrahl nach Durchlaufen der Bereiche (12, 13) unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit empfängt und ein elektrisches Ausgangssignal entsprechend dem empfangenen Licht erzeugt, dadurch gekennzeichnet, daß die zwei Meßräder (8, 9) über drehfest mit der Welle (1, 2) verbundene Torsionsräder (6, 7) mit der Welle (1, 2) gekoppelt sind.
  2. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßräder (8, 9) und die Torsionsräder (6, 7) miteinander kämmende Zahnräder sind.
  3. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßräder (8, 9) federelastisch gegen die Torsionsräder (6, 7) verspannt sind.
  4. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßräder (8, 9) in einem Lagergehäuse (10) angeordnet sind, das an seiner der Welle (1, 2) abgewandten Seite mindestens einen Federarm (24) aufweist, der das Lagergehäuse (10) in Richtung zur Welle (1, 2) drückt.
  5. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Segmente unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit Spalten (12, 13) in den Meßrädern (8, 9) sind.
  6. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Bereiche unterschiedlicher Lichtdurchlässigkeit optische Polarisationsfilter (12, 13) sind.
  7. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang des Lichtstrahls der Lichtquelle (14) vor den Meßrädern (8, 9) eine optische Einrichtung (17) angeordnet ist, die einen Referenzlichtstrahl zu einem zweiten Lichtempfänger (16) leitet.
  8. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Lagergehäuse (10) senkrecht zur Drehachse (11) der Meßräder (8, 9) verlaufende Wände (20) mit U- förmiger Ausnehmung (19) aufweist und daß die Meßräder (8, 9) beidseitig in Axialrichtung vorstehende Ränder (18) aufweisen, die in die zugeordneten Ausnehmungen (19) eingesetzt sind.
  9. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung (17) eine Milchglasscheibe ist.
  10. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die optische Einrichtung (17) ein teildurchlässiger Spiegel ist.
  11. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Torsionsräder (6, 7) und die Meßräder (8, 9) ein Übersetzungsverhältnis größer 1 haben.
  12. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß im Strahlengang des Lichtstrahls der Lichtquelle (14) eine optische Einrichtung (17) angeordnet ist, die das ausgesandte Licht gleichmäßig streut, wobei die optische Einrichtung vorzugsweise eine Milchglasscheibe (17) ist.
  13. Torsionswinkelsensor nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß zusätzlich unmittelbar vor dem ersten Lichtempfänger (15) eine zweite Milchglasscheibe (17') angeordnet ist.
  14. Torsionswinkelsensor nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß der erste Lichtempfänger (15) einen einzigen Lichtsensor enthält.
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