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DE102009021818A1 - Ortungssystem - Google Patents

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DE102009021818A1
DE102009021818A1 DE102009021818A DE102009021818A DE102009021818A1 DE 102009021818 A1 DE102009021818 A1 DE 102009021818A1 DE 102009021818 A DE102009021818 A DE 102009021818A DE 102009021818 A DE102009021818 A DE 102009021818A DE 102009021818 A1 DE102009021818 A1 DE 102009021818A1
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DE
Germany
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mobile unit
radiators
stationary
receiver
location
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009021818A
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English (en)
Inventor
Gerhard Prof. Dr. Seehausen
Guido Dipl.-Ing. Vermeegen
Chouifi Dipl.-Ing. Abdelmjid
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Fachhochschule Aachen
Original Assignee
Fachhochschule Aachen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
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Publication date
Application filed by Fachhochschule Aachen filed Critical Fachhochschule Aachen
Priority to DE102009021818A priority Critical patent/DE102009021818A1/de
Publication of DE102009021818A1 publication Critical patent/DE102009021818A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S5/00Position-fixing by co-ordinating two or more direction or position line determinations; Position-fixing by co-ordinating two or more distance determinations
    • G01S5/18Position-fixing by co-ordinating two or more direction or position line determinations; Position-fixing by co-ordinating two or more distance determinations using ultrasonic, sonic, or infrasonic waves
    • G01S5/28Position-fixing by co-ordinating two or more direction or position line determinations; Position-fixing by co-ordinating two or more distance determinations using ultrasonic, sonic, or infrasonic waves by co-ordinating position lines of different shape, e.g. hyperbolic, circular, elliptical or radial
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01SRADIO DIRECTION-FINDING; RADIO NAVIGATION; DETERMINING DISTANCE OR VELOCITY BY USE OF RADIO WAVES; LOCATING OR PRESENCE-DETECTING BY USE OF THE REFLECTION OR RERADIATION OF RADIO WAVES; ANALOGOUS ARRANGEMENTS USING OTHER WAVES
    • G01S15/00Systems using the reflection or reradiation of acoustic waves, e.g. sonar systems
    • G01S15/74Systems using reradiation of acoustic waves, e.g. IFF, i.e. identification of friend or foe
    • GPHYSICS
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    • G01S3/00Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received
    • G01S3/80Direction-finders for determining the direction from which infrasonic, sonic, ultrasonic, or electromagnetic waves, or particle emission, not having a directional significance, are being received using ultrasonic, sonic or infrasonic waves
    • G01S3/802Systems for determining direction or deviation from predetermined direction
    • G01S3/809Rotating or oscillating beam systems using continuous analysis of received signal for determining direction in the plane of rotation or oscillation or for determining deviation from a predetermined direction in such a plane

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  • Remote Sensing (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Computer Networks & Wireless Communication (AREA)
  • Measurement Of Velocity Or Position Using Acoustic Or Ultrasonic Waves (AREA)

Abstract

Ortungssystem zur dreidimensionalen Ortung einer Position eines Gegenstandes, umfassend eine stationäre Einheit (A) und eine mobile Einheit (B), wobei die stationäre Einheit (A) als Sender und die mobile Einheit (B) als Empfänger oder die stationäre Einheit (A) als Empfänger und die mobile Einheit (B) als Sender ausgebildet ist, wobei der Sender und/oder der Empfänger angepasst ist eine gerichtete Abstrahlung oder einen gerichteten Empfang auszuführen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Ortungssystem mittels welchem eine relative Position eines beweglichen Gegenstandes, beispielsweise eine Fahrzeuges, zu einem festen Punkt mittels einer dreidimensionalen Ortung bestimmbar ist.
  • In vielen Bereichen der modernen Industriegesellschaft besteht ein stetig wachsender Bedarf nach autonomen Mobilsystemen. Als wesentliche Einsatzszenarien derartiger Systeme sind Produktionsprozesse, Transportsysteme und Serviceaufgaben zu nennen, die entweder aus ökonomischen Gründen oder in für Menschen nicht zugänglichen bzw. hoch gefährlichen Arbeitsgebieten einer Automation bedürfen. Eine Schlüsselkomponente beim Einsatz autonomer Mobilsysteme ist die Navigation, zu der sowohl die momentane Ortsbestimmung als auch die Nachvollziehbarkeit des zurückgelegten Weges gehört.
  • Um die Position eines Gegenstandes dreidimensional bestimmen zu können, ist es bei den bekannten Systemen notwendig, dass eine Entfernungsmessung von mindestens drei Punkten eines Nutzraumes erfolgen muss. Ein konventionelles Ortungssystem besteht daher aus mindestens drei fest installierten Geräten bzw. fest installierten Einheiten und einem mobilen Gerät bzw. mobilen Einheit.
  • Ein Nachteil dieses herkömmlichen Verfahrens mittels Triangulation ist der hohe Installationsaufwand aufgrund der notwendigen drei fest installierten Einheiten. Ein weiterer Nachteil besteht in der geringen Reichweite der Positionierung von maximal 10 m pro Koordinate.
  • Es ist daher Aufgabe der Erfindung ein Ortungssystem zur dreidimensionalen Ortung einer Position eines Gegenstandes zur Verfügung zu stellen, bei welchem der Installationsaufwand deutlich reduziert werden kann.
  • Die Lösung der Aufgabe erfolgt erfindungsgemäß durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
  • Das erfindungsgemäße Ortungssystem zur dreidimensionalen Ortung einer Position eines Gegenstandes weist eine stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit und eine mobile Einheit auf, wobei die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit als Sender und die mobile Einheit als Empfänger oder die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit als Empfänger und die mobile Einheit als Sender ausgebildet ist, wobei der Sender und/oder der Empfänger angepasst ist eine gerichtete Abstrahlung oder einen gerichteten Empfang auszuführen.
  • Im Gegensatz zu den bekannten Ortungssystemen ermöglicht das erfindungsgemäße Ortungssystem eine dreidimensionale Positionsmessung mittels lediglich einer festen stationären oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit bzw. Gerät und einer mobilen Einheit bzw. Gerät. Demzufolge sind hierbei nur zwei Geräte erforderlich, wodurch der Installationsaufwand des Ortungssystems erheblich reduziert werden kann. Die Positionsbestimmung erfolgt durch eine Kombination zweier Winkelmessungen und einer Entfernungsmessung, was dadurch realisiert wird, indem der Sender und/oder Empfänger angepasst ist eine gerichtete Abstrahlung oder einen gerichteten Empfang auszuführen. Das erfindungsgemäße Ortungssystem ist vorzugsweise dort einsetzbar, wo mit geringem Installationsaufwand die relative Position eines beweglichen Gegenstandes zu einem festen Punkt bestimmt werden soll. Dies können zum Beispiel landwirtschaftliche Maschinen, Bau-/Bergbaumaschinen oder Roboter sein, die an schwer zugänglichen oder gefährlichen Stellen eingesetzt werden.
  • Dadurch, dass mit dem erfindungsgemäßen Ortungssystem eine dreidimensionale Ortung stattfindet, ist eine der zu bestimmenden Größe die Höhe, d. h. beispielsweise der Abstand des Fahrzeuges zu dem Boden. Dies ist beispielsweise dann sinnvoll, wenn der Verdichtungsgrad von Biomasse in einem Silo bestimmt werden soll, wobei die Biomasse durch das Überfahren mit einem Traktor verdichtet wird. Bei den bisher bekannten Ortungssystemen kann der Fahrer des Traktors keine Informationen darüber erhalten, wo innerhalb des Silos die Biomasse bereits ausreichend verdichtet ist und wo nicht. Dies führt zwangsläufig dazu, dass Stellen überfahren werden, an denen der Verdichtungsgrad bereits das Maximum erreicht hat, während an anderen Stellen zu wenig verdichtet wird. Mittels des erfindungsgemäßen Ortungssystems ist es nun möglich dem Traktorführer die exakte Position seines Fahrzeuges innerhalb des Silos einschließlich der Höhe zu übermitteln, wobei die Höhe im direkten Zusammenhang mit dem Verdichtungsgrad der Biomasse steht. Das erfindungsgemäße Ortungssystem ermöglicht hierfür eine genaue dreidimensionale Ortung des Traktors im Sub-Zentimeterbereich.
  • Dadurch, dass das erfindungsgemäße Ortungssystem lediglich zwei Einheiten bzw. Geräte benötigt, kann das Ortungssystem schnell und einfach vor Ort aufgestellt und in Betrieb genommen werden. Beispielsweise kann die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit innerhalb oder in der Nähe des Nutzraumes, z. B. an einem Mast befestigt werden, und die mobile Einheit an dem Fahrzeug bzw. Traktor befestigt werden. Somit ermöglicht das erfindungsgemäße Ortungssystem eine dreidimensionale Ortung mittels einer stationären Einheit in dem Nutzraum und durch schnelle und einfache Installation und Handhabung des Ortungssystems. Ferner sind die Investitionskosten für ein solches Ortungssystem aufgrund der geringen Anzahl der Geräte sehr gering und es ist eine Genauigkeit im Sub-Zentimeterbereich, auch in der Höhenkoordinate, möglich. Mittels des erfindungsgemäßen Ortungssystems ist vorzugsweise eine Reichweite von mehr als 60 m möglich.
  • Nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist für die gerichtete Abstrahlung oder den gerichteten Empfang der Sender und/oder der Empfänger mindestens zwei in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnete Strahler auf. In einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet bedeutet, dass der Abstand zwischen den Strahlern bekannt und vorgegeben ist. Durch die gerichtete Abstrahlung bzw. den gerichteten Empfang ist es möglich, dass die von den Strahlern ausgehenden Schallwellen sich überlagern und somit durch Auslöschung bzw. Verstärkung unter verschiedenen Winkeln zum Sender Schalldruckminima und Schalldruckmaxima im Raum hervorrufen können.
  • Die Strahler sind nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung phasenversetzt ansteuerbar. Durch eine gezielte, phasenversetzte Ansteuerung der Strahler lässt sich eine sehr scharfe Nullstelle unter beliebigem Winkel im Raum erzeugen, die vom Empfänger detektiert werden kann. Durch Bestimmung des Winkels der Schalldruck-Nullstelle zum Sender ist in Kombination mit einer konventionellen Distanzmessung die Position des beispielsweise mobilen Empfängers exakt bestimmbar. Durch eine sich kontinuierliche ändernde phasenversetzte Ansteuerung der Strahler kann die Nullstelle auf jeden beliebigen Winkel des Nutzraumes geschwenkt werden, so dass der gesamte Nutzraum abgescannt werden kann. Sie Strahler sind dabei einzeln für sich ansteuerbar. Durch die gezielte Ansteuerung der einzelnen Strahler werden bei der Schallabstrahlung bestimmte Richtfunktionen erzeugt, die aus Schallbündeln und Nullstellen bestehen.
  • Vorzugsweise sind mehr als zwei Strahler vorgesehen, wobei die Strahler mit einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet sind. Es können alle Strahler mit dem gleichen Abstand zueinander angeordnet. Es ist aber auch möglich, dass der Abstand zwischen einem ersten Strahlerpaar und einem zweiten Strahlerpaar unterschiedlich groß ist. Wichtig dabei ist lediglich, dass die Größe des Abstands bekannt ist. Besonders bevorzugt sind mehr als 20 Strahler in dem Sender und/oder Empfänger vorgesehen. Je größer die Anzahl der Strahler ist, desto schärfer sind die Hauptmaxima bzw. die Nullstelle.
  • Der Abstand der Strahler zueinander sollte dabei ferner vorzugsweise kleiner als eine halbe Wellenlänge eines Übertragungssignals sein.
  • Die Strahler weisen ferner bevorzugt eine kugelförmige Abstrahlcharakteristik auf, wodurch der Effekt der Interferenz auch unter großen Winkeln ermöglicht werden kann. Es ist jedoch auch möglich, dass die Strahler eine keulenförmige Abstrahlcharakteristik aufweisen.
  • Die Anordnung der Strahler kann nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung äquidistant in einer Reihe erfolgen. Durch Interferenz der Schallwellen, die von den einzelnen Strahlern einer derartigen Reihe von Strahlern ausgesendet bzw. empfangen werden, entstehen unter verschiedenen Abstrahlwinkeln Schalldruck-Minima und Schalldruck-Maxima. Auf diese Weise lässt sich ein Schallbündel erzeugen, dessen Amplitude der Summe der Einzelamplituden aller Strahler entspricht. In Abhängigkeit der Anzahl der Strahler können somit deutlich größere Entfernungen überbrückt werden, als das mit herkömmlichen Ortungssystemen möglich ist, wobei dafür möglichst viele Strahler vorgesehen sind. Die Interferenz der phasenverschobenen Schallwellen kann somit zu einer winkelabhängigen Verstärkung bzw. Auslöschung des Schalls, im Falle der Verwendung von Ultraschallsender und/oder Ultraschallempfänger, im Raum führen.
  • Die Strahler können ferner vorzugsweise derart angeordnet sein, dass eine gleichmäßige Schalldruckverteilung innerhalb eines Nutzraumes möglich ist. Die Strahler können dabei beispielsweise halbkreisförmig zueinander angeordnet sein. Dabei werden vorzugsweise jeweils nur die Strahler angesteuert, die den momentan abzudeckenden Winkelbereich betreffen.
  • Weiter kann nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen sein, dass mindestens eine erste Reihe von mindestens zwei Strahlern und mindestens eine zweite Reihe von mindestens zwei Strahlern vorgesehen ist, wobei die Strahler der ersten Reihe versetzt zu den Strahlern der zweiten Reihe angeordnet sind. Um Überlappungen der Richtfunktionen im gesamten Winkelbereich von –90° ≤ υ ≤ +90° zu vermeiden, sollte der Abstand der Strahler zueinander nicht größer als die halbe Wellenlänge der größten im Übertragungssignal vorkommenden Frequenz sein. Da der Durchmesser der Ultraschallstrahler meist größer als die kleinste Wellenlänge ist, ist es vorteilhaft, wenn die Strahler versetzt zueinander angeordnet sind.
  • Um eine erste Winkel-Ortung einer Position eines Gegenstandes durchführen zu können, kann nach einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ein Strahlungsmaximum, bei welchem die Summenstrahlung aller einzelnen Strahler gebildet wird, herangezogen werden. Hiermit ist eine grobe Ortung der Position des zu ortenden Gegenstandes durchführbar.
  • Um eine genauere Ortung der Position eines Gegenstandes realisieren zu können, kann nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung eine Strahlungsnullstelle, welche durch die Differenzstrahlung mindestens zweier Gruppen von einzelnen Strahlern gebildet wird, herangezogen werden.
  • Vorteilhafterweise sind die von der stationären Einheit und/oder der mobilen Einheit ausgesendeten Übertragungssignale kodiert und gefiltert. Die Kodierung erfolgt vorzugsweise mittels Pulskompression und die Filterung erfolgt vorzugsweise mittels eines Korrelationsverfahrens. Nach der Kodierung werden die Übertragungssignale mit einer geeigneten Korrelation festgelegt und die entsprechenden Korrelationsfilter werden implementiert. Dabei werden vorzugsweise Barker-Codes verwendet. Diese werden vorzugsweise mittels Frequenzmodulation oder Phasenmodulation übertragen. Die Codierung und die Filterung der ausgesendeten Übertragungssignale sind dabei vorzugsweise derart beschaffen, dass die Übertragungsbandbreite der ausgesendeten Übertragungssignale minimiert wird. Ferner ist die Codierung der ausgesendeten Übertragungssignale derart beschaffen, dass die Entfernungsauflösungsgenauigkeit bei der Ortung durch Einsatz von geeigneten Korrelationsverfahren maximiert wird.
  • Vorzugsweise ist ferner eine Selbstkalibrierung der stationären oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit und der mobilen Einheit vorgesehen. Die Selbstkalibrierung erfolgt dabei vorzugsweise für die Entfernungsmessung und für die Winkelbestimmung. Mit Hilfe zweier bekannter Positionen, die vom Nutzer beliebig vorgegeben werden können, ist es dabei möglich, dass sich das Ortungssystem selber kalibriert.
  • Nach einer weiter bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung arbeiten die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit und die mobile Einheit auf der Basis von Ultraschallwellen. Die Strahler senden bzw. empfangen somit vorzugsweise Ultraschallwellen.
  • Um eine Kodierung bzw. Auswertung der Übertragungssignale zu ermöglichen, weisen die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit und/oder die mobile Einheit einen Mikrocontroller (μC) und programmierbare Logikbausteine (Field Programmable Gate Array = FPGA) auf. Die auf Empfängerseite vorliegenden Daten können damit beispielsweise an einen Personal Digital Assistent (PDA) weitergeleitet und mitgeloggt werden, um sowohl eine unmittelbare Verwertung als auch eine spätere statistische Auswertung zu ermöglichen. Die FPGAs beinhalten vorzugsweise die Ansteuerung der Strahler bzw. die Auswertung der empfangenen Übertragungssignale und die μCs übernehmen vorzugsweise die Steuerung des Ortungssystems sowie die Übertragung der Messdaten zu einem Personal Computer (PC) und/oder einem PDA. Um Störeinflüssen möglichst wirksam entgegenwirken zu können wird vorzugsweise eine analoge Vorfilterung der Empfangssignale vorgenommen. Eine analoge Addierer-Schaltung kann bereits vor der Digitalisierung die Summe aus allen empfangenen Einzel-Signalen bilden. Da die mobile Einheit und die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit dieselbe Controller-Einheit verwenden können, ist vorzugsweise ein modularer Aufbau vorgesehen, d. h. die Controller-Einheit mit μC und FPGA kann auf einer separaten, steckbaren Platine aufgebaut werden.
  • Nachfolgend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die anliegenden Zeichnungen anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung des erfindungsgemäßen Ortungssystems;
  • 2 eine schematische Darstellung der Bestimmung der Laufwege;
  • 3 ein Blockschaltbild des erfindungsgemäßen Ortungssystems;
  • 4 eine graphische Darstellung der berechneten Richtfunktion mit einem Schallbündel bei 0°;
  • 4a eine graphische Darstellung einer berechneten Richtfunktion ohne Phasenoffset,
  • 4b eine graphische Darstellung einer berechneten Richtfunktion mit Phasenoffset,
  • 5 eine schematische Darstellung eines Autokorrelationsverfahrens;
  • 6 eine schematische Darstellung einer Strahleranordnung gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • 7 eine schematische Darstellung einer Strahleranordnung gemäß einer zweiten Ausführungsform; und
  • 8 eine schematische Darstellung einer Strahleranordnung gemäß einer dritten Ausführungsform.
  • In 1 ist eine mögliche dreidimensionale Positionsbestimmung mit einer stationären Einheit A und einer mobilen Einheit B gezeigt. Die stationäre Einheit A ist als Sender ausgebildet und befindet sich an einem festen Ort im Nutzraum, dessen Position bekannt ist. Die mobile Einheit B ist als Empfänger ausgebildet und befindet sich auf dem zu ortenden Gegenstand. Die Bestimmung der Position der mobilen Einheit B erfolgt mittels einer Kombination aus einer klassischen Entfernungsmessung und zweier Winkelmessungen, die auf zwei unterschiedliche Koordinaten, insbesondere Kugelkoordinaten, bezogen sind.
  • Die stationäre Einheit A weist mehrere Ultraschallstrahler 10 auf, welche äquidistant in einer Reihe angeordnet sind. Durch Interferenz der Schallwellen, die von den einzelnen Strahlern 10 einer derartigen Strahlerreihe ausgesendet bzw. empfangen werden, entstehen unter verschiedenen Abstrahlwinkeln Schalldruck-Minima bzw. Schalldruck-Maxima. Auf diese Weise lässt sich ein Schallbündel erzeugen, dessen Amplitude der Summe der Einzelamplituden aller Strahler 10 entspricht. Mit einer genügend hohen Anzahl an Strahlern 10 können somit deutlich größere Entfernungen überbrückt werden, als mit herkömmlichen Ultraschall-Systemen. Die theoretischen Grundlagen hierfür liefert die sog. Punktstrahlersynthese. Betrachtet man mehrere in gleichem Abstand d auf einer Linie liegende Punktschallquellen, so ergibt sich, wie in 2 gezeigt, der von allen Quellen wi, erzeugte Gesamtschalldruck an einem beliebigen Empfangspunkt AP als Summe der Einzelschalldrücke in diesem Punkt. Im Fernfeld r >> d sind die einzelnen Amplitudenwerte nahezu gleich. Aufgrund der unterschiedlichen Laufwege r ergibt sich jedoch eine vom Winkel υ abhängige Phasenverschiebung zwischen den einzelnen Quellen. Die Interferenz der phasenverschobenen Schallwellen führt folglich zu einer winkelabhängigen Verstärkung bzw. Auslöschung des Schalls im Raum. Dieser Sachverhalt wird mathematisch durch die sogenannte Richtfunktion
    Figure 00100001
    beschrieben. Dabei geben die komplexen Koeffizienten S i = Si·ej·φ·i die Belegung, d. h. die Ansteuerung, der Strahlerreihe in Amplitude und Phase an. Durch unterschiedliche Belegungen lassen sich so zahlreiche verschiedene Richtfunktionen synthetisieren. Steuert man z. B. alle Strahler 10 der Reihe parallel, d. h. mit gleicher Amplitude und Phase an, so entsteht ein absolutes Maximum bzw. ein Schallbündel unter einem Winkel von 0°, wie dies in 4 gezeigt ist.
  • Teilt man die Strahlerreihe in zwei Hälften, die gegenphasig angesteuert werden, entsteht in der Mitte, d. h. unter einem Winkel von 0°, eine scharfe Schalldruck-Nullstelle zwischen zwei Schallbündeln (Hauptmaxima). Es folgt nun noch einen Phasenversatz bzw. Phasenoffset für jeden einzelnen Strahler 10 in Bezug auf seinen Nachbarn, wird die Nullstelle auf einen anderen Abstrahlwinkel gedreht, was anhand der in 4a und 4b gezeigten Richtfunktionen verdeutlicht ist, wobei 4a eine berechnete Richtfunktion ohne Phasenoffset und 4b eine berechnete Richtfunktion mit Phasenoffset zeigt.
  • Durch Ansteuerung der Zeile mit sich kontinuierlich ändernden Phasenoffsets kann so die Nullstelle prinzipiell auf jeden beliebigen Winkel des Nutzraumes geschwenkt werden, der gesamte Raum wird sozusagen „abgescannt”.
  • Ein Ultraschall-Empfänger B auf dem in 1 gezeigten zu ortenden Fahrzeug kann die Nullstelle zwischen den Hauptmaxima detektieren, womit der Winkel α (Azimuth) zwischen Sender A und Empfänger B in einer Ebene bekannt ist. Zur Bestimmung des zweiten Winkels β (Polarwinkel) ist vorzugsweise eine zweite Strahlerreihe vorgesehen, die zu der ersten in einem Winkel von 90° angeordnet ist und auf dieselbe Weise angesteuert wird. Mittels einer konventionellen Entfernungsmessung (A-B-Messung) wird der Abstand d zwischen Sender A und Empfänger B ermittelt. Damit ist die Position des Fahrzeugs in Form von Kugelkoordinaten eindeutig bestimmbar. Werden Sender A und Empfänger B durch ein externes Signal, z. B. mittels Funk, synchronisiert, kann das Fahrzeug nach Detektion der Nullstelle kontinuierlich verfolgt werden.
  • In 3 ist ein Blockschaltbild für eine mögliche Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ortungssystems gezeigt mit einer stationären Einheit A und einer mobilen Einheit B, welche beide senden und empfangen können. Die Einheit A und die Einheit B können jeweils vorzugsweise zwanzig Ultraschallstrahler einzeln ansteuern. Demzufolge sind jeweils zwanzig voneinander unabhängige Treiber für die Strahler vorgesehen. Weiterhin ist für jedes Gerät ein FPGA sowie ein Micro Controller vorgesehen. Die FPGAs beinhalten die Ansteuerung der Strahler bzw. die Auswertung der empfangenen Übertragungssignale, während die μCs die Steuerung des Ortungssystems sowie die Übertragung der Messdaten zum PC bzw. PDA übernehmen. Um Störeinflüssen möglichst wirksam entgegenzuwirken, ist eine analoge Vorfilterung der Empfangssignale vorgesehen. Eine analoge Addierer-Schaltung bildet bereits vor der Digitalisierung die Summe aus allen empfangenen Einzel-Signalen. Ferner ist ein Datenaustausch zwischen der Einheit A und der Einheit B vorgesehen, der dazu dient, die beiden Einheiten A, B zu synchronisieren, was vorzugsweise über ein externes Signal, welches vorzugsweise kein Ultraschallsignal ist, stattfindet. Dazu ist eine 433 MHz-Funkstrecke vorgesehen. Da bei beiden Einheiten dieselbe Controller-Einheit verwenden können, wird ein modularer Aufbau bevorzugt, d. h. die Controller-Einheit mit μC und FPGA wird auf einer separaten, steckbaren Platine aufgebaut. Die Übertragung der Nutzdaten vom μC an den PC bzw. PDA erfolgt über RS232-, USB- oder Ethernet-Schnittstellen. Dort findet eine Auswertung hinsichtlich der gegenwärtigen Position sowie der vom jeweiligen Fahrzeug bereits zurückgelegten Wege statt. Zu jeder X/Y-Position wird zusätzlich die Höhe des Fahrzeugs angezeigt bzw. abgespeichert. Um eine statistische Nachbearbeitung der Daten zu ermöglichen, werden sämtliche Positionsdaten eines Einsatzes geloggt.
  • 4 zeigt eine berechnete Richtfunktion mit einem Schallbündel bei 0°. Zur Realisierung einer Formung der Richtfunktion ist beispielsweise entweder eine gerichtete Abstrahlung mit einem kugelförmigen Empfang oder eine kugelförmige Abstrahlung mit einem gerichteten Empfang möglich.
  • Bei der gerichteten Abstrahlung und dem kugelförmigen Empfang erfolgt die Formung der Richtfunktion durch den Sender, indem die einzelnen Strahler zueinander phasenversetzt angesteuert werden. Dazu wird jeder einzelne Strahler mit Pulsfolgen belegt, die mit einem Variablen Phasenoffset zu den Pulsfolgen des jeweiligen Nachbar-Strahlers versehen sind. Die Steuerung des Phasenoffsets übernimmt der μC, der über eine Datenschnittstelle mit dem FPGA in Verbindung steht. Das FPGA erzeugt die Pulsfolgen und leitet diese an die einzelnen Treiberstufen der Strahler. Die Software des μC beinhaltet dabei vorzugsweise die folgenden Abläufe:
    • 1) Fang-Vorgang: Die Position der mobilen Einheit ist zunächst unbekannt. Der Sender lässt die Schalldruck-Nullstelle zunächst schnell, in groben Schritten, durch den Raum schwenken, indem der Phasenoffset zwischen den Einzelstrahlern schrittweise verändert wird. Da die Richtfunktion mehrere Nullstellen aufweist, sollte darauf geachtet werden, dass es sich um die Nullstelle zwischen den beiden Hauptmaxima handelt. Diese sind vom Empfänger folglich als Erstes zu detektieren. Sinkt der Schalldruck am Empfänger unter einen bestimmten Pegel, wird dies über die 433 MHz-Funkstrecke dem Sender übermittelt. Nun wird die Schrittweite des Phasenoffsets verkleinert, bis die Nullstelle genau gefunden ist. Die entsprechenden Daten werden abgespeichert. Bei dem Fang-Vorgang wird somit zunächst eine grobe Ortung durch Erzeugung eines Strahlungsmaximums, bei dem Summenstrahlung aller einzelnen Strahler gebildet wird, und anschließend eine genauere Ortung durch Erzeugung einer Strahlungsnullstelle, die durch die Differenzstrahlung mindestens zweier Gruppen von einzelnen Strahlern gebildet wird, durchgeführt. Durch Differenzstrahlung wird eine deutlich feinere Auflösung erzielt. Die Nullstelle hat eine Empfindlichkeit von Γ(Δδ) ≈ Asin(k0Lsin(Δδ))wobei L die Längenabmessung einer Strahlerteilgruppe ist. Bei kleiner Winkelabweichung Δδ ist also die Strahlungsintensität Γ(Δδ) proportional zu dieser Winkelabweichung.
    • 2) Entfernungsmessung: Die Entfernungsmessung erfolgt dabei vorzugsweise mittels aktiver Reflexion.
    • 3) Nachführen: Bewegt sich das zu ortende Objekt aus der Nullstelle heraus, wird dies vom Empfänger sofort erkannt und der Sender veranlasst, den Phasenoffset entsprechend nachzuführen. Anschließend erfolgt eine erneute Entfernungsmessung.
  • Bei der kugelförmigen Abstrahlung und dem gerichteten Empfang bestimmt der Empfänger die Richtung zum Sender, indem es die empfangenen Signale der einzelnen Strahler mit einem Phasenoffset versieht. Sobald die Addition der Einzelsignale Null ergeben, ist die dem Phasenoffset entsprechende Richtung ermittelt. Der prinzipielle Ablauf entspricht dabei dem zuvor beschriebenen Ablauf bei einer gerichteten Abstrahlung und einem kugelförmigen Empfang.
  • Um eine höhere Genauigkeit erzielen zu können und um die Windrichtung kompensieren zu können, erfolgt die Entfernungsmessung vorzugsweise nach dem Verfahren der aktiven Reflexion. vorzugsweise mittels aktiver Reflexion.
  • Es existieren prinzipiell zwei unterschiedliche Methoden der Ultraschall-Entfernungsmessung, die passive Reflexion sowie die A-B-Messung. Bei der Methode der passiven Reflexion befinden sich Sender und Empfänger in einem Gerät und es wird das vom Zielobjekt reflektierte Ultraschallsignal empfangen. Bei der A-B-Messung werden von Gerät A ein Ultraschall-Signal und ein Signal eines anderen Trägers (z. B. Funk) nach Gerät B übertragen. Da die Ausbreitungsgeschwindigkeiten beider Signale bekannt sind, kann aus der Laufzeitdifferenz die Entfernung zwischen Gerät A und B bestimmt werden. Vorteil der Methode der passiven Reflexion ist die Unempfindlichkeit gegen Wind. Durch das hin- und rücklaufende Signal wird die Windgeschwindigkeit kompensiert. Nachteile sind mögliche Uneindeutigkeiten des Ergebnisses durch Mehrfachreflexion sowie die deutlich höhere Signalabschwächung proportional zu 1/(4D2). Die A-B-Messung dagegen hat den Nachteil der Windempfindlichkeit. Außerdem wird hier ein externes Synchronisationssignal benötigt.
  • Um die jeweiligen Nachteile der Messmethoden passive Reflexion und A-B-Messung zu eliminieren, existiert eine Kombination beider Methoden, die aktive Reflexion. Der Aufbau entspricht weitgehend der A-B-Messung mit dem Unterschied, dass beide Geräte Senden und Empfangen können. Dabei läuft die Messung wie folgt ab: Gerät A sendet ein Signal SA aus und startet gleichzeitig die Zeitmessung. Nach Eintreffen von SA bei Gerät B antwortet dieses mit dem Signal SB. Bei Eintreffen von SB an Gerät A wird die Zeitmessung gestoppt. Die Entfernung ergibt sich aus der halben Laufzeit beider Signale abzüglich eines konstanten Offsets.
  • Die jeweils von der stationären Einheit A und der mobilen Einheit B ausgesendeten Übertragungssignale werden zur Entfernungsmessung mittels Pulskompression kodiert. Beim Verfahren der Pulskompression wird auf Senderseite ein kurzer Impuls in ein Signal mit einer geeigneten Autokorrelation (z. B. Barker Code) umgewandelt. Auf Empfängerseite wird das Übertragungssignal nur bei entsprechender Korrelation wieder zurückgewandelt. Dadurch erreicht man neben dem gewünschten kurzen Puls für eine gute Auflösung auch die Möglichkeit der Kodierung verschiedener Signale in parallel arbeitenden Systemen. Die Übertragungssignale werden auf diese Weise mit einer geeigneten Korrelation festgelegt und die entsprechenden Korrelationsfilter werden implementiert. Dafür werden hierbei vorzugsweise Barker Codes verwendet, welche gute Autokorrelationseigenschaften aufweisen. Ein Barker Code stellt in der Digitaltechnik eine Sequenz von N Werten von 0 oder 1 dar, bei der die Autokorrelation maximal 1 ist, wenn die Sequenzen nicht verschoben sind. Diese werden mittels Frequenz- oder Phasenmodulation übertragen. Dabei werden die binären Werte 0 und 1 jeweils zweier unterschiedlicher Frequenzen bzw. Phasenlagen des Trägersignals zugeordnet. Ein Übergang in der Bitfolge von 0 auf 1 oder umgekehrt erfolgt somit durch einen Wechsel der Frequenz bzw. durch einen Phasensprung. Die Übertragung frequenzmodulierter Signale ist in 6 schematisch dargestellt. Hier wird die Bitfolge „0110” in Form zweier verschiedener Ultraschall-Frequenzen gesendet. Das am Empfänger ankommende Signal ist durch die Bandpasseigenschaft des Übertragungskanals sowie durch Rauschen verzerrt. Beim Empfang des Signals wird dieses durch das Korrelationsfilter gleichermaßen über das gesendete Signal „herübergeschoben”. Erst zum Zeitpunkt der Übereinstimmung (hier bei 440 μs abzüglich der Laufzeit T) entsteht am Ausgang des Filters ein absolutes Maximum. Nur wenn dieses Maximum detektiert wird, gilt das Signal als korrekt empfangen. Der je nach verwendeten Ultraschall-Strahler mehr oder weniger schmalbandige Übertragungskanal lässt für die Kodierung der Bitfolge weit auseinanderliegende Frequenzen nicht zu. Um dennoch sichere Empfangseigenschaften zu gewährleisten, sollte das 1-Bit-Korrelationsverfahren in einem schnellen FPGA implementiert werden. Dieser liefert eine genügend hohe Auflösung, um zwei nahe beieinanderliegende Frequenzen sicher unterscheiden zu können. Um harte Frequenz- und Phasensprünge zu vermeiden und somit die Bandbreite des Systems zu minimieren, wird ein geeignetes Signalverarbeitungsverfahren, wie z. B. die „Tamed Frequency Modulation” wie in der DE 2 838 984 beschrieben, angewendet.
  • In den 6 bis 8 sind mögliche Strahleranordnung dargestellt.
  • 6 zeigt eine mögliche Strahleranordnung mit insgesamt neun Strahlern, welche in zwei Strahlerreihen mit einem gemeinsamen mittleren Strahler angeordnet sind. In 7 sind die Strahler halbkreisförmig angeordnet, wodurch erreicht werden kann, dass eine gleichmäßige Schalldruckverteilung im Nutzraum vorliegt. 8 zeigt ferner eine mögliche Strahleranordnung bei der die Strahler versetzt zueinander angeordnet sind.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 2838984 [0049]

Claims (17)

  1. Ortungssystem zur dreidimensionalen Ortung einer Position eines Gegenstandes, umfassend eine stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) und eine mobile Einheit (B), wobei die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) als Sender und die mobile Einheit (B) als Empfänger oder die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) als Empfänger und die mobile Einheit (B) als Sender ausgebildet ist, wobei der Sender und/oder der Empfänger angepasst ist eine gerichtete Abstrahlung oder einen gerichteten Empfang auszuführen.
  2. Ortungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass für die gerichtete Abstrahlung oder den gerichteten Empfang der Sender und/oder der Empfänger mindestens zwei in einem bestimmten Abstand zueinander angeordnete Strahler (10) aufweist.
  3. Ortungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahler (10) phasenversetzt ansteuerbar sind.
  4. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mehr als zwei Strahler (10) vorgesehen sind, wobei die Strahler (10) mit einem bestimmten Abstand zueinander angeordnet sind.
  5. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand der Strahler (10) zueinander kleiner als eine halbe Wellenlänge eines Übertragungssignals ist.
  6. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahler (10) eine kugelförmige Abstrahlcharakteristik aufweisen.
  7. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahler (10) äquidistant in einer Reihe angeordnet sind.
  8. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Strahler (10) derart zueinander angeordnet sind, dass eine gleichmäßige Schalldruckverteilung innerhalb eines Nutzraumes ermöglicht ist.
  9. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 2 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine erste Reihe von mindestens zwei Strahlern (10) und mindestens eine zweite Reihe von mindestens zwei Strahlern (10) vorgesehen ist, wobei die Strahler (10) der ersten Reihe versetzt zu den Strahlern (10) der zweiten Reihe angeordnet sind.
  10. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass ein Strahlungsmaximum zur ersten Winkel-Ortung einer Position eines Gegenstandes vorgesehen ist.
  11. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine Strahlungsnullstelle zur zweiten Winkel-Ortung einer Position eines Gegenstandes vorgesehen ist.
  12. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die von der stationären oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) und/oder der mobilen Einheit (B) ausgesendeten Übertragungssignale kodiert und gefiltert sind.
  13. Ortungssystem nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung und die Filterung der ausgesendeten Übertragungssignale derart beschaffen ist, dass die Übertragungsbandbreite der ausgesendeten Übertragungssignale minimierbar ist.
  14. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Codierung der ausgesendeten Übertragungssignale derart beschaffen ist, dass die Entfernungsauflösungsgenauigkeit bei der Ortung durch Einsatz von geeigneten Korrelationsverfahren maximierbar ist.
  15. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Selbstkalibrierung der stationären oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) und der mobilen Einheit (B) vorgesehen ist.
  16. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) und die mobile Einheit (B) auf der Basis von Ultraschallwellen arbeiten.
  17. Ortungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die stationäre oder über eine vordefinierte Strecke bewegliche Einheit (A) und/oder die mobile Einheit (B) einen Mikrocontroller (μC) und einen Field Programmable Gate Array (FPGA) aufweist.
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