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DE102009021392A1 - Holzbalkendecke - Google Patents

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DE102009021392A1
DE102009021392A1 DE200910021392 DE102009021392A DE102009021392A1 DE 102009021392 A1 DE102009021392 A1 DE 102009021392A1 DE 200910021392 DE200910021392 DE 200910021392 DE 102009021392 A DE102009021392 A DE 102009021392A DE 102009021392 A1 DE102009021392 A1 DE 102009021392A1
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DE
Germany
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ceiling
shell
raw
beams
underside
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE200910021392
Other languages
English (en)
Inventor
Manfred Goritzka
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Goritzka Manfred Dipl-Ing
Original Assignee
Goritzka Manfred Dipl-Ing
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Filing date
Publication date
Application filed by Goritzka Manfred Dipl-Ing filed Critical Goritzka Manfred Dipl-Ing
Priority to DE200910021392 priority Critical patent/DE102009021392A1/de
Publication of DE102009021392A1 publication Critical patent/DE102009021392A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04BGENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
    • E04B5/00Floors; Floor construction with regard to insulation; Connections specially adapted therefor
    • E04B5/02Load-carrying floor structures formed substantially of prefabricated units
    • E04B5/12Load-carrying floor structures formed substantially of prefabricated units with wooden beams

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Building Environments (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft eine Holzbalkendecke, die zumindest mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken (9), in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale (10) angeordnet ist und an denen gegebenenfalls - jeweils unterseitig - eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke (11) befestigt ist, umfasst. Kennzeichnend für die Erfindung ist, dass die Rohdeckenschale (10) einen hohen inneren Materialverlustfaktor aufweist, wodurch eine signifikante Reduzierung des von der trittschallangeregten Rohdeckenschale (10) in den Raum zwischen den Balken (9), das Gefach, abgestrahlten Luftschalls erzielt wird.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Holzbalkendecke, die zumindest mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken umfasst, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale angeordnet ist und an denen gegebenenfalls – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke befestigt ist.
  • Als Holzbalkendecke wird in der Bautechnik eine Geschossdecke bezeichnet, deren tragende Elemente aus Holz sind, in Form von gesägten oder gehauenen Deckenbalken, die sogenannte Balkenlage.
  • Holzbalkendecken waren bis etwa 1940 bei Mehrfamilienhäusern üblich, bei Einfamilienhäusern bis etwa 1960. Ab diesem Zeitpunkt lösten Decken aus Stahlbeton die Holzbalkendecken ab. Neben den aus künstlichen oder natürlichen Bausteinen gefertigten Ein- und Mehrfamilienhäusern erfreuen sich zunehmend jedoch wieder (Fertig)-Häuser aus Holz zunehmender Beliebtheit.
  • Die aus Holzbalken gefertigten Deckenkonstruktionen neigen sehr stark zur Übertragung von Trittschall. Daher ist insbesondere für zu sanierende Wohngebäude oder für Fertighäuser aus Holz ein aufwändiger Aufbau der Deckenkonstruktion notwendig. Zur Minderung des Trittschalls muss die Holzbalkendecke beschwert werden, was üblicherweise durch Befüllung zwischen den Balken erreicht wird. Das Füllmaterial, die Schüttung, besteht beispielsweise aus Hochofenschlacke oder Sand, der auf einem sogenannten „Fehlboden” aus Holzbrettern liegt.
  • Bei der Sanierung von Holzbalkendecken aufweisenden Mehrfamilienhäusern wird anstelle von Hochofenschlacke oder Sand eine Dämmung aus Mineralwolle eingesetzt. Derartig sanierte Holzbalkendecken haftet jedoch der Nachteile an, dass diese – im Vergleich zu zeitgemäßen Stahlbetondecken – nur eine geringe Trittschalldämmung, insbesondere im tieffrequenten Bereich, aufweisen.
  • Ein dahingehend verbesserte trittschalldämmende Holzbalkendecke ist in der DE 2006 013 348 beschrieben. Die Holzbalkendecke wird hierbei gebildet durch mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale angeordnet ist und an denen – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke befestigt ist. Kennzeichnend für diese Erfindung ist, dass zwischen dem jeweiligen tragenden Balken und der Rohdeckenschale – wenigstens längs einer der Seiten des Balkens – ein aus zwei weiteren Balken bestehender, mittels einer elastischen Schicht zusammengehaltener, den Abstand/Luftspalt zur Unterseite der Rohdeckenschale mittels Befestigungsmittel fixierbarer Balkenverbund angeordnet ist.
  • Obwohl mit der vorgenannten konstruktiven Lösung die Trittschallübertragung gegenüber konventionellen Holzbalkendecken signifikant verringert werden konnte, so ist diese, insbesondere im mittelfrequenten Bereich, noch zu verringern.
  • Die Aufgabe der Erfindung besteht nunmehr darin, eine Holzbalkendecke vorzuschlagen, die bei einer geringen Aufbauhöhe und ohne Eingriff an der Unterdecke eine signifikante Trittschallminderung über den gesamten bauakustischen Frequenzbereich gewährleistet und dabei den Vorschriften des Denkmalschutzes in vollem Umfang gerecht wird.
  • Nach der Konzeption der Erfindung umfasst die Holzbalkendecke zumindest mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale angeordnet ist und an denen gegebenenfalls – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke befestigt ist. Kennzeichnend für die Erfindung ist, dass die Rohdeckenschale einen hohen inneren Materialverlustfaktor aufweist, wodurch eine signifikante Reduzierung des von der trittschallangeregten Rohdeckenschale in den Raum zwischen den Holzbalken, das Gefach, abgestrahlten Luftschalles erzielt wird.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung umfasst die Holzbalkendecke neben der erfindungsgemäßen Rohdeckenschale zumindest mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale angeordnet ist und an denen gegebenenfalls – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke befestigt ist, wobei zwischen dem jeweiligen tragenden Balken und der Rohdeckenschale – wenigstens längs einer der Seiten des Balkens – ein aus zwei weiteren Balken bestehender, mittels einer elastischen Schicht zusammengehaltener, den Abstand/Luftspalt zur Unterseite der Rohdeckenschale mittels Befestigungsmittel fixierbarer Balkenverbund angeordnet ist.
  • Der als Kenngröße für die Absorption von Körperschall bzw. Dämpfung von Schwingungen in Materialien und Bauteilen dienende Materialverlustfaktor beträgt vorzugsweise > 0,05.
  • Ein hoher Materialverlustfaktor kann beispielsweise erzielt werden, in dem die Rohdeckenschale nicht nur einschichtig, sondern auch mehrschichtig ausgebildet wird. Vorzugsweise kommen hierbei Sandwichsysteme zum Einsatz, die gegenüber homogenen Dämpfungsbelegen bei gleicher Belagdicke einen höheren Verlustfaktor aufweisen.
  • Bei einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung besteht die Rohdeckenschale aus einer mit Sand gefüllten Wabenkernplatte. Die Wabenkernplatte kann besonders vorteilhaft in Sandwichbauweise gefertigt werden, wobei die beiden äußeren Schichten jeweils aus Pappe und die Zwischenschicht aus mit Sand gefüllten Waben bestehen. Alternativ kann anstelle von Sand auch eine andere feinkörnige, massebehaftete Schüttung eingesetzt werden.
  • Der Weg des Erfindungsgedankens wird auch nicht verlassen, wenn zusätzlich zu der erfindungsgemäßen Rohdeckenschale auch weiterhin eine Schüttung eingesetzt wird. Diese Schüttung ist jedoch nicht zwangsläufig notwendig, sondern würde nur für denjenigen Fall vorgesehen werden, bei der ein Rückbau der ohnehin vorhandenen Schüttung zu aufwändig wäre.
  • Die signifikanten Vorteile und Merkmale der Erfindung gegenüber dem Stand der Technik sind im Wesentlichen:
    • • sowohl im tieffrequenten Bereich als auch im mittelfrequenten Bereich wird eine effiziente Trittschalldämmung erzielt,
    • • ohne Veränderung der oftmals mit Stuck verkleideten Unterdecke kann eine Holzbalkendecke mit nur geringer Aufbauhöhe erzielt werden und
    • • der hohe innere Materialverlustfaktor der Rohdeckenschale gewährleistet eine geringe Luftschallabstrahlung der trittschallerregten Rohdeckenschale in das Gefach und bewirkt somit eine deutliche Reduzierung des mittelfrequenten Trittschalls.
  • Die Ziele und Vorteile dieser Erfindung sind nach sorgfältigem Studium der nachfolgenden ausführlichen Beschreibung der hier bevorzugten, nicht einschränkenden Beispielausgestaltung der Erfindung mit der zugehörigen Zeichnung besser zu verstehen und zu bewerten, welche zeigt:
  • 1: eine Schnittdarstellung der erfindungsgemäßen Holzbalkendecke mit zusätzlicher Schüttung.
  • Die erfindungsgemäße Holzbalkendecke weist im dargestellten Beispiel zwei, eine tragende Funktion ausübende Balken 9 auf, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale 10 angeordnet ist und an denen – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke 11 befestigt ist, wobei zwischen dem jeweiligen tragenden Balken 9 und der Rohdeckenschale 10 – wenigstens längs einer der Seiten des Balkens 9 – ein aus zwei weiteren Balken 6, 8 bestehender, mittels einer elastischen Schicht 7 zusammengehaltener, den Abstand/Luftspalt zur Unterseite der Rohdeckenschale 10 mittels Befestigungsmittel fixierbarer Balkenverbund 6, 7 und 8 angeordnet ist. Der Balkenverbund 6, 7 und 8 ist im Bereich der Balkenleiste 8 mit dem Balken 9 mittels eines aus Holz bestehenden U-Profils 1 verbunden, vorzugsweise durch eine Klebe- oder Schraubverbindung. Die homogen aufgebaute Rohdeckenschale 10 weist hierbei einen sehr hohen inneren Materialverlustfaktor von 0,1% auf. Zusätzlich zu der den Luftschall reduzierenden Rohdeckschale 10 weist die Holzbalkendecke einen Fehlboden 4 auf, der mittels Leisten zwischen jeweils zwei Balken 9 arretiert ist. Im Bereich unterhalb des Fehlbodens 4 ist eine leichte, schallabsorbierende Schüttung 5 platziert. Oberhalb des Fehlbodens 4 ist hingegen eine schwere Schüttung 3 in Form von recyceltem Bauschutt angeordnet.
  • 1
    U-Profil
    2
    Kleber
    3
    schwere Schüttung
    4
    Fehlboden
    5
    schallabsorbierende Schüttung
    6
    Fußbodenleiste
    7
    elastische Schicht
    8
    Balkenleiste
    9
    Balken
    10
    Rohdeckenschale
    11
    Unterdecke
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 2006013348 [0006]

Claims (5)

  1. Holzbalkendecke, zumindest umfassend mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken (9), in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale (10) angeordnet ist und an denen gegebenenfalls – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke (11) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdeckenschale (10) einen hohen inneren Materialverlustfaktor aufweist, wodurch eine signifikante Reduzierung des von der trittschallangeregten Rohdeckenschale (10) in den Raum zwischen den Balken (9), das Gefach, abgestrahlten Luftschalls erzielt wird.
  2. Holzbalkendecke nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere, eine tragende Funktion ausübende Balken (9) vorgesehen sind, in deren jeweiligen oberen Bereich eine Rohdeckenschale (10) angeordnet ist und an denen gegebenenfalls – jeweils unterseitig – eine auf Lattung aufgebrachte Unterdecke (11) befestigt ist, und zwischen dem jeweiligen tragenden Balken (9) und der Rohdeckenschale (10) – wenigstens längs einer der Seiten des Balkens (9) – ein aus zwei weiteren Balken (6, 8) bestehender, mittels einer elastischen Schicht (7) zusammengehaltener, den Abstand/Luftspalt zur Unterseite der Rohdeckenschale (10) mittels Befestigungsmittel fixierbarer Balkenverbund (6, 7 und 8) angeordnet ist, wobei die Rohdeckenschale (10) einen hohen inneren Materialverlustfaktor aufweist, wodurch eine signifikante Reduzierung des von der trittschallangeregten Rohdeckenschale (10) in den Raum zwischen den Balken (9), das Gefach, abgestrahlten Luftschalls erzielt wird.
  3. Holzbalkendecke nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der innere Materialverlustfaktor > 0,05 beträgt.
  4. Holzbalkendecke nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdeckenschale (10) mehrschichtig aufgebaut ist.
  5. Holzbalkendecke nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdeckenschale (10) als eine mit Sand gefüllte Wabenkernplatte ausgebildet ist.
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EP3760804A1 (de) * 2019-07-01 2021-01-06 Bau-Fritz GmbH & Co. KG seit 1896 Geschossdeckenbauteil
DE102021124483A1 (de) 2021-09-22 2023-03-23 Axel Fischer Verfahren zum Herstellen einer Betondecke, Deckensystem aus Betondecke und Bestandsdecke, Betondecke, Gebäude

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DE202006013348U1 (de) * 2006-08-30 2006-11-30 Goritzka, Manfred, Dipl.-Ing. Trittschalldämmende Holzbalkendecke

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MEIER, Andreas: Die Bedeutung des Verlustfaktors bei der Bestimmung der Schalldämmung im Prüfstand, D82 (Diss. RWTH Aachen), Aachen: Shaker Verlag, 2000. S. 71, 72, 81, 98, 90.-ISBN 3-8265-7693-4 *

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