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DE102009021087A1 - Stereo-Mikroskopiesystem, optischer Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem und Mikroskopieverfahren - Google Patents

Stereo-Mikroskopiesystem, optischer Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem und Mikroskopieverfahren Download PDF

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DE102009021087A1
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Fritz Dr. Strähle
Christoph Dr. Hauger
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Carl Zeiss Meditec AG
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Carl Zeiss Surgical GmbH
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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stereo-Mikroskopiesystem, welches ein Gehäuse (10) mit einer Abdeckscheibe (D), ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse (10) aufgenommenes Abbildungssystem mit einer Abbildungsoptik zur Bereitstellung eines stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, C1) und ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse (10) aufgenommenes Beleuchtungssystem mit einer Beleuchtungsoptik (S, T) zur Bereitstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs (W) umfasst. Die Abbildungsoptik umfasst wenigstens eine Objektivlinse (F). Weiter ist entlang des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, C1) zwischen der Objektivlinse (F) und der Abdeckscheibe (D) eine Spiegelfläche (E1) angeordnet. Entlang des Beleuchtungsstrahlengangs (W) zwischen der Objektivlinse (F) und der Abdeckscheibe (D) ist ein Beleuchtungsspiegel (V) angeordnet. Dabei liegen der Beleuchtungsspiegel (V) und die Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems in unterschiedlichen Ebenen. Weiter werden die Integration einer Kamera bzw. eines Displays in das Stereo-Mikroskopiesystem, ein optischer Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem sowie ein Mikroskopieverfahren, welches das Stereo-Mikrokopiersystem verwendet, offenbart.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Stereo-Mikroskopiesystem, einen optischen Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem und insbesondere in dem Stereo-Mikroskopiesystem sowie ein Mikroskopieverfahren, welches das Stereo-Mikroskopiesystem verwendet.
  • Mikroskopiesysteme stellen einem Benutzer eine Vergrößerung eines zu betrachtenden Objektes bereit. Hierfür ist das Objekt in einer Abbildungsebene einer Objektivlinse des Mikroskopiesystems anzuordnen. Die Abbildungsebene ist eine zur optischen Achse des Mikroskopiesystems rechwinklige Ebene, in der das zu betrachtende Objekt scharf in eine Bildebene des Mikroskopiesystems abgebildet wird, und wird auch als Objektebene bezeichnet. Die optische Achse des Mikroskopiesystems ist in der Regel durch die Geometrie der Objektivlinse festgelegt. Einfache Mikroskopiesysteme arbeiten mit einem vorgegebenen Arbeitsabstand zwischen dem Mikroskopiesystem und der Abbildungsebene und weisen eine nur diskret umschaltbare Vergrößerung auf, aufwendigere Mikroskopiesysteme erlauben die Anpassung eines Arbeitsabstandes und/oder stellen eine variable Vergrößerung (Zoomfunktion) bereit.
  • Stereo-Mikroskopiesysteme vermitteln einem Benutzer zudem einen räumlichen Eindruck von dem Objekt. Dies wird erreicht, indem linken und rechten Augen des Benutzers zugeordnete linke und rechte Abbildungsstrahlengänge des Stereo-Mikroskopiesystems so geführt werden, dass sie sich an dem betrachteten Objekt und damit in der Abbildungsebene immer unter Einschluss eines Stereowinkels schneiden. Typischerweise beträgt der Stereowinkel zwischen 5° und 20°. Derartige linke und rechte Abbildungsstrahlengänge bilden zusammen einen stereoskopischen Abbildungsstrahlengang. Anstelle den Augen eines Benutzers kann der stereoskopische Abbildungsstrahlengang auch linken und rechten Kameras oder einer Stereokamera zugeführt werden.
  • Derartige Mikroskopiesysteme, finden in vielen Gebieten der Technik Verwendung, insbesondere beispielsweise in der Medizintechnik, der Feinmechanik oder dem Juwelierwesen. Ein Beispiel für ein in der Medizintechnik verwendbares Operationsmikroskop ist aus der internationalen Patentanmeldung WO 2007/101695 bekannt. Auf den Inhalt dieses Dokuments wird vollumfänglich Bezug genommen. Es sind auch Mikroskopiesysteme bekannt, die einen besonders kompakten Aufbau aufweisen, welcher es erlaubt, das Mikroskopiesystem am Kopf eines Benutzers zu befestigen. Derartige Mikroskopiesysteme werden auch als Kopflupen bezeichnet. Beispiele für eine derartige Kopflupe sind aus der WO 2007/082691 oder der DE 101 34 896 A1 bekannt. Auf den Inhalt dieser Dokumente wird vollumfänglich Bezug genommen. Ein weiteres Beispiel einer Kopflupe ist in der internationalen Patentanmeldung PCT/EP2007/010750 , auf deren Inhalt ebenfalls vollumfänglich Bezug genommen wird, beschrieben.
  • Bei Mikroskopiesystemen ist es in der Regel erforderlich, ein Beleuchtungssystem zur Beleuchtung der Abbildungsebene bereitzustellen. Bei größeren Mikroskopiesystemen ist das Beleuchtungssystem häufig in das Mikroskopiesystem integriert, bei Kopflupen häufig separat vom Mikroskopiesystem angeordnet. Bei Integration des Beleuchtungssystems in das Mikroskopiesystem tritt das Problem auf, dass bei Überlappung von Abbildungsstrahlengang und Beleuchtungsstrahlengang in Linsen oder Filtern des Mikroskopiesystems störende Reflexe auftreten können.
  • Ausgehend hiervon ist es eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Stereo-Mikroskopiesystem zur Verfügung zu stellen, welches einen kompakten Aufbau aufweist und eine Führung von Abbildungsstrahlengang und Beleuchtungsstrahlengang ohne Überlappung in den Elementen des Mikroskopiesystems erlaubt.
  • Ausführungsformen stellen ein Stereo-Mikroskopiesystem bereit, welches ein Gehäuse mit einer Abdeckscheibe, ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse aufgenommenes Abbildungssystem, sowie ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse aufgenommenes Beleuchtungssystem umfasst. Das Abbildungssystem weist eine Abbildungsoptik zur Bereitstellung eines stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs zur Abbildung eines in einer Abbildungsebene des Mikroskopiesystems anordenbaren Objekts mit wenigstens einer Objektivlinse auf. Weiter ist entlang des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs zwischen der Objektivlinse und der Abdeckscheibe eine Spiegelfläche angeordnet, welche Spiegelfläche den stereoskopischen Abbildungsstrahlengang so faltet, dass die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs gemeinsam nacheinander die Objektivlinse und die Abdeckscheibe durchsetzen. Als Spiegelfläche kann für die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs entweder eine gemeinsame Spiegelfläche oder zwei getrennte Spiegelflächen vorgesehen sein. Das Beleuchtungssystem weist eine Beleuchtungsoptik zur Bereitstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs zur Beleuchtung der Abbildungsebene der Abbildungsoptik auf. Entlang des Beleuchtungsstrahlengangs ist zwischen der Objektivlinse und der Abdeckscheibe ein Beleuchtungsspiegel angeordnet, welcher den Beleuchtungsstrahlengang so faltet, dass er nacheinander sowohl die Objektivlinse als auch die Abdeckscheibe durchsetzt. Der Beleuchtungsspiegel ist zusätzlich zu der die Abbildungsstrahlengänge faltenden Spiegelfläche vorgesehen. Der Beleuchtungsspiegel und die Spiegelfläche des Abbildungssystems liegen in unterschiedlichen Ebenen. Beispielsweise können der Beleuchtungsspiegel und die Spiegelfläche des Abbildungssystems in Ebenen liegen, die im Bereich des Beleuchtungsspiegels und im Bereich der Spiegelfläche voneinander beabstandet sind. Dies schließt nicht aus, dass sich die Ebenen außerhalb dieses Bereichs schneiden. Die Ebenen können somit parallel oder zueinander geneigt sein.
  • Im Rahmen dieses Dokuments wird unter einer Abdeckscheibe ein für Strahlung des Abbildungsstrahlengangs und des Beleuchtungsstrahlengangs im wesentlichen durchlässiges Element verstanden, welches eine Brennweite größer 2 m aufweist. Beispielsweise kann das Element zwei planparallele Oberflächen oder zwei gekrümmte Oberflächen mit überall gleichem Abstand relativ zueinander aufweisen. Dabei bedeutet ”im wesentlichen durchlässig”, dass die Intensität der das Element durchsetzenden Strahlung des Abbildungsstrahlengangs und des Beleuchtungsstrahlengangs um nicht mehr als 10 und vorzugsweise um nicht mehr als 5 reduziert wird. Im Unterschied zur Abdeckscheibe weist die Objektivlinse eine Brennweite kleiner als 700 mm und insbesondere kleiner als 500 mm und weiter insbesondere kleiner 300 mm auf.
  • Da der Beleuchtungsstrahlengang ebenso wie der stereoskopische Abbildungsstrahlengang die Objektivlinse und Abdeckscheibe durchläuft, ist eine Beleuchtung des Abbildungsfeldes unter einem kleinen Winkel zu dem Abbildungsstrahlengang möglich. Weiter wird so bei einer Änderung des Arbeitsabstandes beispielsweise durch Wechsel der Objektivlinse sowohl eine Anpassung des Durchmessers des vom Beleuchtungsstrahlengang in der Abbildungsebene bereitgestellten Beleuchtungsfeldes als auch von Abbildungs strahlengang in der Abbildungsebene bereitgestellten Abbildungsfeldes (das auch als Sehfeld bezeichnet wird) erzielt. Durch das Vorsehen eines von der Spiegelfläche des Abbildungssystems beabstandeten Beleuchtungsspiegels kann zudem sichergestellt werden, dass sich der stereoskopische Abbildungsstrahlengang und der Beleuchtungsstrahlengang in der Abdeckscheibe nicht (d. h. zu 0%) oder zu nicht mehr als 20% und vorzugsweise nicht mehr als 10% und weiter bevorzugt um nicht mehr als 5% überlappen.
  • Gemäß einer Ausführungsform liegen die Spiegelfläche des Abbildungssystems und der Beleuchtungsspiegel jeweils in Ebenen, die miteinander einen von Null verschiedenen kleinsten Winkel einschließen, der kleiner als 12° und insbesondere kleiner als 8° und weiter insbesondere, kleiner als 4° ist. Gemäß einer Ausführungsform ist dieser Winkel so gewählt, dass sich ein von dem stereoskopischen Abbildungsstrahlengang bereitgestelltes Abbildungsfeld und ein von dem Beleuchtungsstrahlengang bereitgestelltes Beleuchtungsfeld in der Abbildungsebene der Objektivlinse überlagern. Auf diese Weise kann ein Versatz zwischen dem Abbildungsstrahlengang und dem Beleuchtungsstrahlengang, welcher durch die Anordnung des Beleuchtungsspiegels und der Spiegelfläche des Abbildungssystems in unterschiedlichen Ebenen hervorgerufen wird, kompensiert werden. Diese Kompensation erfolgt gemäß einer Ausführungsform in Abhängigkeit von einem jeweiligen Arbeitsabstand der Objektivlinse.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist der Abstand zwischen einer Hauptebene der Objektivlinse und der Spiegelfläche des Abbildungssystems entlang der Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs jeweils um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer, als der Abstand zwischen dieser Hauptebene der Objektivlinse und dem Beleuchtungs spiegel entlang des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlengangs. Der Beleuchtungsspiegel ist näher an der Objektivlinse angeordnet, als die Spiegelfläche des Abbildungssystems.
  • Gemäß einer weiteren Ausführungsform durchsetzen Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs die Objektivlinse in Bereichen, welche von der optischen Achse der Objektivlinse jeweils um einen insbesondere gleich großen ersten Abstand beabstandet sind. Weiter durchsetzt der Zentralstrahl des Beleuchtungsstrahlengangs die Objektivlinse in einem Bereich, welcher von der optischen Achse der Objektivlinse um einen zweiten Abstand beabstandet ist. Dabei unterscheidet sich der zweite Abstand um nicht mehr als 50% und insbesondere um nicht mehr als 25% und weiter insbesondere um nicht mehr als 10% von dem ersten Abstand. Zentralstrahlen des Abbildungsstrahlengangs und des Beleuchtungsstrahlengangs spannen an ihrem Schnittpunkt mit der Objektivlinse ein insbesondere gleichschenkliges Dreieck auf, auf dessen Basis die optische Achse der Objektivlinse liegt. Der Abbildungsstrahlengang und der Beleuchtungsstrahlengang durchsetzen die Objektivlinse in unterschiedlichen Bereichen, die sich vorzugsweise nicht überlappen.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist der Abstand zwischen der Spiegelfläche des Abbildungssystems und der Abdeckscheibe entlang der Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs jeweils um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer, als der Abstand zwischen dem Beleuchtungsspiegel und der Abdeckscheibe entland des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlengangs. Der Beleuchtungsspiegel ist näher an der Abdeckscheibe angeordnet, als die Spiegelfläche des Abbildungssystems.
  • Eine nähere Anordnung des Beleuchtungsspiegels an der Objektivlinse und/oder der Abdeckscheibe als die Spiegelfläche des Abbildungssystems hat zur Folge, dass sich der Beleuchtungsstrahlengang zwischen Objektivlinse und Abdeckscheibe nicht so stark auffächern kann. Dies erleichtert eine Trennung der Bereiche, in denen der Beleuchtungsstrahlengang und der Abbildungsstrahlengang die Abdeckscheibe durchsetzen.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind die Objektivlinse, die Abdeckscheibe, die Spiegelfläche des Abbildungssystems und der Beleuchtungsspiegel von einer gemeinsamen Halterung getragen, die lösbar am Gehäuse befestigt ist, und bilden so eine Einheit. Dieser modulare Aufbau erlaubt zur Änderung des Arbeitsabstandes einen einfachen gemeinsamen Austausch der Objektivlinse mit der Abdeckscheibe, der Spiegelfläche des Abbildungssystems und dem Beleuchtungsspiegel, wobei der Beleuchtungsspiegel dem Arbeitsabstand der Objektivlinse entsprechend geeignet geneigt ist.
  • Da der gefaltete Verlauf des Abbildungsstrahlengangs und des Beleuchtungsstrahlengangs ein kompaktes Stereo-Mikroskopiesystem bereitstellt, ist es besonders gut zur Verwendung als Kopflupe geeignet. Dann kann es gemäß einer Ausführungsform einen an einem Kopf eines Benutzers befestigbaren Träger, der das Gehäuse trägt, umfassen.
  • Ausführungsformen, die mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden können, stellen ein Stereo-Mikroskopiesystem zur Abbildung eines in einer Abbildungsebene des Mikroskopiesystems anordenbaren Objekts bereit, welches ein Abbildungssystem mit einer Abbildungsoptik zur Bereitstellung eines stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs bestehend aus linken und rechten Abbildungsstrahlengängen umfasst. Dabei umfasst das Abbildungssystem ein Faltungssystem, welches die Abbildungsstrahlengänge so faltet, dass ein Zentralstrahl von in dem linken Abbildungsstrahlengang geführter Strahlung in wenigstens einem Abschnitt koaxial antiparallel zu einem Zentralstrahl von in dem rechten Abbildungsstrahlengang geführter Strahlung orientiert ist. Dabei sind ”koaxial” und ”antiparallel” nicht im streng mathematischen Sinn zu verstehen. Vielmehr ist hinsichtlich ”koaxial” ein Versatz von bis zu einem Drittel des größten Durchmessers der Objektivlinse und beispielsweise von bis zu 20 mm und insbesondere von bis zu 10 mm zulässig. Weiter ist hinsichtlich ”antiparallel” eine Winkelabweichung von bis zu 10° und insbesondere von bis zu 5° zulässig. In diesem Abschnitt der linken und rechten Abbildungsstrahlengänge sind jeweils teildurchlässige Spiegel angeordnet, um je nach Orientierung der teildurchlässigen Spiegel aus den Abbildungsstrahlengängen jeweils einen Koppel-Strahlengang auszukoppeln oder in die Abbildungsstrahlengänge jeweils einen Koppel-Strahlengang einzukoppeln. In den Koppel-Strahlengängen sind jeweils eine Kamera, insbesondere eine CCD-Kamera oder ein Display, insbesondere eine Flüssigkristallanzeige, angeordnet.
  • Selbstverständlich können dem selben Abbildungsstrahlengang auch sowohl eine Kamera (z. B. zu Dokumentationszwecken) als auch ein Display (zur Dateneinspiegelung) zugeordnet sein. In diesem Fall sind in dem Abschnitt, in dem der Abbildungsstrahlengang koaxial antiparallel geführt ist, zwei unterschiedlich orientierte teildurchlässige Spiegel angeordnet, die jeweils der Kamera bzw. dem Display zugeordnet sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind die teildurchlässigen Spiegel einander entgegengesetzt orientiert angeordnet und gegenüber Zentralstrahlen der sie jeweils durchsetzenden Abbildungsstrahlengänge um zwischen 30° und 60° und insbesondere 45° geneigt.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind in den Koppel-Strahlengängen jeweils Spiegelflächen angeordnet, welche Ebenen aufspannen, die mit von den zugehörigen teildurchlässigen Spiegeln aufgespannten Ebenen jeweils einen Winkel von zwischen 75° und 105° und insbesondere 90° einschließen. Die Spiegelflächen sind entlang der linken und rechten Abbildungsstrahlengänge zwischen den jeweiligen teildurchlässigen Spiegeln und der Kamera bzw. dem Display angeordnet, so dass die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge über die jeweilige Spiegelfläche mit der zugehörigen Kamera bzw. dem zugehörigen Display verbunden sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform sind die Kamera bzw. das Display des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs beide zwischen den Spiegelflächen des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs angeordnet. Dies erlaubt einen kompakten Aufbau des Mikroskopiesystems, bei dem die Kameras bzw. die Displays der Abbildungsstrahlengänge ”Rücken an Rücken” angeordnet sind.
  • Gemäß einer Ausführungsform werden die Kamera bzw. das Display des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs beide von einer gemeinsamen Aufhängung getragen. Dies vereinfacht eine Einbindung der Kameras bzw. Displays in das Mikroskopiesystem, da diese beispielsweise gemeinsam kontaktiert und/oder auf einer gemeinsamen Platine angeordnet sein können und/oder eine gemeinsame Ausleseschaltung verwenden können.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Abbildungssystem eine Abbildungsoptik, welche in den Abschnitten, in denen Zentralstrahlen des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs zueinander koaxial antiparallel orientiert sind, eine afokale Abbildung der Abbildungsstrahlengänge bewirkt. Dabei ist es möglich, aber nicht erforderlich, dass die Abbildung im gesamten Abschnitt, in denen Zentralstrahlen des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs zueinander koaxial antiparallel orientiert sind, afokal ist.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Stereo-Mikroskopiesystem weiter ein Gehäuse, welches das Abbildungssystem mit den Spiegelflächen und der Kamera bzw. dem Display des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs zumindest teilweise aufnimmt, sowie einen an einem Kopf eines Benutzers befestigbaren Träger, der das Gehäuse trägt. Das Mikroskopiesystem kann somit als Kopflupe ausgebildet sein.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Stereo-Mikroskopiesystem weiter ein Beleuchtungssystem mit einer Beleuchtungsoptik zur Bereitstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist in mindestens einem Abbildungsstrahlengang des Stereo-Mikroskopiesystems ein Beobachtungsfilter für Fluoreszenzstrahlung eines Fluoreszenzfarbstoffs anordenbar. Weiter ist das Beleuchtungssystem ausgebildet, Beleuchtungsstrahlung eines Wellenlängenbereichs zu emittieren, welcher die Anregung des Fluoreszenzfarbstoffs bewirkt. Hierfür kann im Beleuchtungssystem ein entsprechender Filter anordenbar sein. Alternativ kann das Beleuchtungssystem eine Strahlungsquelle aufweisen, welche Strahlung des gewünschten Wellenlängenbereichs emittiert.
  • Gemäß einer Ausführungsform umfasst das Beleuchtungssystem des Mikroskopiesystems ferner einen Lichtleiter, eine Leuchtfeldblende und einen Kollektor. Der Lichtleiter führt von der Strahlungsquelle erzeugte Beleuchtungsstrahlung zur Beleuchtungsoptik. Die Leuchtfeldblende ist zwischen Lichtleiter und Kollektor in der Fokusebene des Kollektors angeordnet. Ein derartiges Beleuchtungssystem ist besonders gut zur Verwendung in einer Kopflupe geeignet, da die Strahlungsquelle auf Grund der Verwendung des Lichtleiters separat von dem eigentlichen Mikroskopiesystem z. B. am Hinterkopf als Gegengewicht zum Mikroskopiesystem angeordnet werden kann. Die Strahlungsquelle kann beispielsweise eine Hochleistungs-Lichtquelle und insbesondere eine Xenon-Lichtquelle sein. Beispiele für Lichtleiter sind Lichtwellenleiter, Glasfasern, polymere optische Fasern oder andere lichtleitende Bauteile aus Kunststoff sowie Faseroptik-Komponenten.
  • Gemäß einer Ausführungsform weisen der Lichtleiter und die Leuchtfeldblende jeweils einen gleichen Durchmesser von kleiner 5 mm und insbesondere kleiner 3 mm auf, wobei der Durchmesser des Lichtleiters größer gleich 1 mm und insbesondere größer gleich 2 mm ist. Weiter ist die Leistung der Strahlungsquelle umgekehrt proportional zum Durchmesser des Lichtleiters gewählt, so dass der vom Lichtleiter ausgehende Lichtstrom bei sich änderndem Durchmesser des Lichtleiters konstant ist. Gemäß einer Ausführungsform umfasst der Kollektor eine Meniskuslinse und ein Kittglied, wobei die Meniskuslinse zwischen Kittglied und Leuchtfeldblende angeordnet ist. Weiter beträgt eine Brennweite des Kollektors beispielsweise zwischen 8 mm und 16 mm und insbesondere 12 mm.
  • Ausführungsformen, die mit den vorstehend beschriebenen Ausführungsformen kombiniert werden können, offenbaren einen optischen Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem welcher optische Aufbau eine Halterung, eine Linse, eine Abdeckscheibe, eine erste Spiegelfläche und eine zweite Spiegelfläche umfasst. Dabei trägt die Halterung die Linse, die Abdeckscheibe, die erste Spiegelfläche und die zweite Spiegelfläche und legt diese so hinsichtlich ihrer Orientierung und Lage relativ zueinander fest. Ein Lot auf eine Hauptebene der Linse schließt mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe einen kleinsten Winkel von zwischen 30° und 90° ein. Die erste und zweite Spiegelfläche liegen in unterschiedlichen Ebenen, die mit der Hauptebene der Linse jeweils einen Winkel von zwischen 20° und 70° einschließen. Beispielsweise können die Ebenen zueinander parallel versetzt oder im Bereich der ersten und zweiten Spiegelfläche versetzt und zueinander geneigt sein. Die Halterung ist ausgebildet, an einem Mikroskopiesystem befestigt zu werden. Somit bildet der optische Aufbau ein auswechselbares Modul für ein Mikroskopiesystem.
  • Gemäß einer Ausführungsform liegen die erste und zweite Spiegelfläche in Ebenen, welche mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe jeweils einen kleinsten Winkel von zwischen 15° und 70° einschließen.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist der Abstand zwischen einer Hauptebene der Linse und dem Flächenschwerpunkt der ersten Spiegelfläche um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer, als der Abstand zwischen dieser Hauptebene der Linse und dem Flächenschwerpunkt der zweiten Spiegelfläche.
  • Gemäß einer Ausführungsform ist der Abstand des Flächenschwerpunkts der ersten Spiegelfläche von der Abdeckscheibe um wenigstens 10% und insbesondere wenigstens 20% und weiter insbesondere wenigstens 40% größer, als der Abstand des Flächenschwerpunkts der zweiten Spiegelfläche von der Abdeckscheibe.
  • Gemäß einer Ausführungsform weist die erste Spiegelfläche eine Fläche auf, die wenigstens 20% und insbesondere wenigstens 40% größer als die Fläche der zweiten Spiegelfläche ist. Weiter ist die zweite Spiegelfläche zwischen der ersten Spiegelfläche und der Abdeckscheibe angeordnet.
  • Weiter wird ein Mikroskopieverfahren offenbart, welches den Schritt des direkten Beobachtens eines Körperbereichs eines Patienten mittels eines am Kopf eines Arztes befestigten Mikroskopiesystems, den Schritt des gleichzeitigen Zuführens von in einem Abbildungsstrahlengang des Mikroskopiesystems geführter Strahlung zu einer Kamera und einem Auge des Arztes, und den Schritt des Darstellens der von der Kamera bereitgestellten Bilddaten auf einem im Blickbereich des Patienten angeordneten Monitor gleichzeitig zu einer direkten Beobachtung des Körperbereichs durch den Arzt mittels des Mikroskopiesystems, umfasst. Das Verfahren kann mit einem Mikroskopiesystem nach einer der vorstehenden Ausführungsformen ausgeführt werden. Bei dem Körperbereich des Patienten kann es sich insbesondere um die Mundhöhle handeln.
  • Vorteilhaft an dem Verfahren ist, dass der Arzt dem Patienten den Behandlungsbedarf visuell verdeutlichen und erläutern kann, ohne die Untersuchung unterbrechen oder seinen Blick vom zu untersuchenden Körperbereich abwenden zu müssen.
  • Im Folgenden werden beispielhafte Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert. Soweit möglich werden in den Figuren gleiche oder ähnliche Bezugszeichen verwendet, um auf gleiche oder ähnliche Elemente zu verweisen. Dabei zeigt:
  • 1A schematisch eine perspektivische Ansicht eines Stereo-Mikroskopiesystems am Beispiel, einer Kopflupe gemäß einer ersten Ausführungsform;
  • 1B schematisch eine Seitenansicht des Abbildungssystems des Stereo-Mikroskopiesystems aus 1A, wobei die Elemente des Abbildungssystems in eine Ebene entfaltet sind;
  • 1C schematisch eine Seitenansicht auf ein Beleuchtungssystem des Stereo-Mikroskopiesystems aus 1A, wobei zusätzlich zwei Spiegel des Abbildungssystems gezeigt sind;
  • 1D schematisch eine vergrößerte Seitenansicht eines im Stereo-Mikroskopiesystem in 1A verwendeten optischen Aufbaus;
  • 1E eine Aufsicht auf eine Objektivlinse des Abbildungssystems des Stereo-Mikroskopiesystems aus 1A mit den die Objektivlinse durchdringenden Abbildungs- und Beleuchtungsstrahlengängen;
  • 2A eine perspektivische Ansicht eines Stereo-Mikroskopiesystems am Beispiel einer Kopflupe gemäß einer zweiten Ausführungsform;
  • 2B schematisch eine perspektivische Ansicht auf zentrale Elemente des Abbildungssystems des Stereo-Mikroskopiesystems aus 2A;
  • 2C schematisch eine perspektivische Ansicht auf zentrale Elemente des Beleuchtungssystems des Stereo-Mikroskopiesystems aus 2A;
  • 3A schematisch eine perspektivische Ansicht eines das Stereo-Mikroskopiesystem aus 1A oder 2A aufnehmenden Gehäuses sowie eines dieses tragenden Trägers;
  • 3B schematisch eine perspektivische Ansicht einer Halterung, welche einen optischen Aufbau enthält und zur Verwendung in einem Stereo-Mikroskopie system gemäß 1A oder 2A an diesem befestigbar ist; und
  • 4 eine schematische Ansicht zur Verdeutlichung eines Mikroskopieverfahrens gemäß einer Ausführungsform.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 1A bis 1E eine erste Ausführungsform beschrieben.
  • Das in 1A am Beispiel einer Kopflupe gezeigte Stereo-Mikroskopiesystem ist für einen rechten Abbildungsstrahlengang Cr und einen linken Abbildungsstrahlengang Cl, welche Strahlengänge sich in einer Abbildungsebene B unter Einschluss eines Stereo-Winkels α treffen, symmetrisch aufgebaut.
  • Ausgehend von der Abbildungsebene B durchsetzen die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr nacheinander gemeinsam eine Abdeckscheibe D und werden gemeinsam von einer ersten Spiegelfläche E1 um etwa 90° gefaltet, bevor die Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr gemeinsam eine Objektivlinse F durchsetzen und von einer gemeinsamen zweiten Spiegelfläche E2 wiederum um etwa 90° gefaltet werden. Die erste Spiegelfläche E1 ist somit zwischen der Abdeckscheibe D und der Objektivlinse F angeordnet und faltet die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr so, dass sie sowohl die Abdeckscheibe D als auch die Objektivlinse F durchsetzen.
  • Zwischen der zweiten Spiegelfläche E2 und rechten und linken Okularen Ml, Mr werden die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr jeweils in getrennten optischen Elementen geführt. Dies wird in den Figuren durch Indizierung der Bezugszeichen mit ”l” für ”dem linken Abbildungsstrahlengang Cl zugehörig” bzw. ”r” für ”dem rechten Abbildungsstrahlengang Cr” zugehörig zum Ausdruck gebracht.
  • Ausgehend von der zweiten Spiegelfläche E2 durchsetzen die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr zunächst Linsen G1 bis G4 von rechten und linken Zoomsystemen Gl, Gr bevor sie durch linke und rechte dritte Spiegelflächen E3l, E3r wiederum um etwa 90° so gefaltet werden, dass sie in einem der dritten Spiegelfläche E3l, E3r jeweils folgenden Abschnitt koaxial antiparallel orientiert sind. Dabei ist die Orientierung auf die Zentralstrahlen der stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr bezogen.
  • Der Abschnitt, in dem die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge koaxial antiparallel orientiert sind, erstreckt sich von linken und rechten dritten Spiegelflächen E3l, E3r zu linken und rechten vierten Spiegelflächen E4l, E4r. Dabei durchsetzen die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr jeweils linke und rechte teildurchlässige Spiegel Xl, Xr, welche jeweils ein Teil der in den koaxial antiparallel orientierten Abbildungsstrahlengängen Cl, Cr geführten Strahlung um etwa 90° auskoppeln. Zentralstrahlen der ausgekoppelten Strahlengänge sind im Abschnitt unmittelbar nach den teildurchlässigen Spiegeln in etwa parallel zu Zentralstrahlen der die Objektivlinse F durchsetzenden Abbildungsstrahlengänge orientiert. Die teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr sind einander entgegengesetzt orientiert angeordnet und gegenüber Zentralenstrahlen der sie jeweils durchsetzenden Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr um etwa 45° geneigt.
  • Nach Durchsetzen der teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr werden die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr durch linke und rechte Spiegelflächen E4l, E4r wiederum um etwa 90° gefaltet und durchsetzen nachfolgend linke und rechte optische Tuben Hl, Hr, bevor sie in um linke und rechte Drehachsen Pl, Pr schwenkbare Rhomboidprismen Jl, Jr eintreten. Nach Verlassen der linken und rechten Rhomboid prismen Jl, Jr werden die stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr über linke und rechte Okulare Ml, Mr linken und rechten Augen Ol, Or eines Benutzers zugeführt. Zwischen den Rhomboidprismen Jl, Jr und den Okularen Ml, Mr ist jeweils eine nur in der 1B gezeigte linke und rechte Blende K (Sehfeldblende) angeordnet. In einer nicht eigens gezeigten alternativen Ausführungsform werden die Spiegelflächen der Rhomboidprismen Jl, Jr von entsprechend angeordneten Spiegeln bereitgestellt.
  • Die von den linken und rechten teildurchlässigen Spiegeln Xl, Xr ausgekoppelten Strahlengänge werden über linke und rechte Spiegelflächen Yl, Yr, welche mit den zugehörigen teildurchlässigen Spiegeln Xl, Xr jeweils einen Winkel ε von etwa 90° einschließen, linken und rechten Kameras Zl, Zr zugeführt. Dabei weisen die Kameras jeweils geeignete Optiken auf. In 1A werden CCD-Kameras verwendet. Wie ersichtlich, sind diese CCD-Kameras ”Rücken an Rücken” angeordnet und werden von einer gemeinsamen Aufhängung 90 getragen. Somit sind auch die Kameras Zl, Zr in einem Abschnitt angeordnet, in dem die ausgekoppelten Strahlengänge koaxial antiparallel orientiert sind. Eine erforderliche Anpassung der Bildorientierung der von den Kameras Zl, Zr erzeugten Bilddaten kann dann auf elektronischem Wege erfolgen.
  • Es wird betont, dass eine derartige Anordnung der Kameras nicht zwingend erforderlich ist. So können die linken und rechten Spiegelflächen Yl, Yr die ausgekoppelten Strahlengänge alternativ auch so falten, dass sie in etwa parallel zu den in den linken und rechten Zoomsystemen Gl, Gr verlaufenden Abbildungsstrahlengängen verlaufen. In der Folge können die linken und rechten Kameras Zl, Zr auch oberhalb zwischen dem linken und rechten Tubus Hl, Hr und dem linken und rechten Zoomsystem G angeordnet sein.
  • Weiter müssen die teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr nicht zwingend zwischen den linken und rechten dritten und vierten Spiegelflächen E3l, E3r, E4l, E4r angeordnet sein. Vielmehr ist es ausreichend, wenn die teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr zwischen den Linsen des linken und rechten Zoomsystems Gl, Gr und den Linsen des linken und rechten Tubus Hl, Hr angeordnet sind.
  • Anstelle von Kameras können in einem oder mehreren der stereoskopischen Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr auch Displays angeordnet sein, welche in die Abbildungsstrahlengänge Information einblenden. In diesem Fall ist die Orientierung der linken und rechten teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr um 90° zu ändern. Dies ist in 1A durch gestrichelte Spiegel gezeigt.
  • Selbstverständlich können einem Abbildungsstrahlengang auch sowohl eine Kamera als auch ein Display zugeordnet sein, wofür in dem Abbildungsstrahlengang zwei unterschiedlich orientierte teildurchlässige Spiegel angeordnet sind.
  • In der gezeigten Ausführungsform sind die Objektivlinse F und die Linsen G1 bis G4 der linken und rechten Zoomsysteme Gl, Gr so gewählt, dass sie im Bereich zwischen der linken und rechten dritten Spiegelfläche E3l, E3r und der linken und rechten vierten Spiegelfläche E4l, E4r eine afokale Abbildung der Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr bewirken. Somit sind die linken und rechten teildurchlässigen Spiegel Xl, Xr in Abschnitten angeordnet, in denen der linke und rechte Abbildungsstrahlengang Cl, Cr afokal sind.
  • Das in den 1A bis 1E gezeigte Stereo-Mikroskopiesystem umfasst weiter ein Beleuchtungssystem. Wie in 1A und 1C gezeigt, wird das Beleuchtungssystem in diese Ausführungsform von einem Lichtleiter Q, einer Leuchtfeldblende R und einem Kollektor gebildet. Der Lichtleiter Q führt von einer nicht gezeigten Strahlungsquelle erzeugte Beleuchtungsstrahlung entlang eines Beleuchtungsstrahlengangs W über die Leuchtfeldblende R zu Linsen S, T des Kollektors.
  • In der vorliegenden Ausführungsform ist die Strahlungsquelle außerhalb des Stereo-Mikroskopiesystems angeordnet, so dass sie als Gegengewicht wirken kann, wenn das Stereo Mikroskopiesystem als Kopflupe im Kopf eines Benutzers befestigt ist. Beispiele für geeignete Strahlungsquellen sind insbesondere Xenon-Lichtquellen.
  • Anstelle des Lichtleiters Q und der separaten Strahlungsquelle kann im Stereo-Mikroskopiesystem auch direkt eine Strahlungsquelle, wie beispielsweise eine Halogenlampe, eine Leuchtdiode oder ein Laser vorgesehen sein.
  • In der gezeigten Ausführungsform weisen der Lichtleiter Q und die Leuchtfeldblende R jeweils einen gleichen Durchmesser von 2,5 mm auf. Die vorliegende Erfindung ist hier auf nichts beschränkt. Vielmehr ist es möglich, dass der Durchmesser kleiner als 5 mm und insbesondere höchstens 3 mm beträgt, jedoch gleichzeitig auch größer als 1 mm und insbesondere größer als 2 mm ist.
  • In der vorliegenden Ausführungsform umfasst der Kollektor eine Meniskuslinse S und ein Kittglied T, wobei die Meniskuslinse S zwischen dem Kittglied T und der Leuchtfeldblende R angeordnet ist. Die Brennweite des aus Meniskuslinse S und Kittglied T gebildeten Kollektors beträgt in der vorliegenden Ausführungsform 12 mm.
  • Wie besonders gut aus den 1C und 1D ersichtlich, wird die vom Kollektor kommende Beleuchtungsstrahlung über einen ersten Beleuchtungsspiegel U, der parallel zur ersten Spiegelfläche E2 des Abbildungssystems angeordnet ist, zunächst um etwa 90° gefaltet, so dass der Beleuchtungsstrahlengang W die Objektivlinse F durchsetzt.
  • Dabei ist der erste Beleuchtungsspiegel U so angeordnet, dass der Beleuchtungsstrahlengang W die Objektivlinse F in einem Bereich durchsetzt, der von den Bereichen, in denen die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr die Objektivlinse F durchsetzen, beabstandet ist. Dies ist in 1E gezeigt. Tatsächlich ist der erste Beleuchtungsspiegel U so angeordnet, dass ein Abstand 83, 84 von Zentralstrahlen der linken und rechten Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr von der optischen Achse 70 der Objektivlinse F in etwa gleich groß ist, wie der Abstand 85 des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlenganges W von der optischen Achse 70 der Objektivlinse F. Dabei ist der erste Beleuchtungsspiegel U so angeordnet, dass sich der Beleuchtungsstrahlengang W und die Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr nicht in der Objektivlinse F überlappen.
  • Wie in 1C gezeigt, ist zwischen der Abdeckscheibe D und der ersten Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems weiter ein zweiter Beleuchtungsspiegel V angeordnet, welcher den Beleuchtungsstrahlengang W so faltet, dass er sowohl die Objektivlinse F als auch die Abdeckscheibe D durchsetzt. Dabei liegt der zweite Beleuchtungsspiegel V in einer Ebene, welche die Ebene, in welcher die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungsstrahlenganges liegt, unter einem Winkel δ von etwa 2,5° schneidet. Somit ist der Beleuchtungsstrahlengang W gegenüber der optischen Achse 70 der Objektivlinse F nach Faltung dieser optischen Achse 70 durch die erste Spiegelfläche E1 um einen Winkel 2·δ von etwa 5° geneigt. Es wird betont, dass die Neigung des zweiten Beleuchtungsspiegels V gegenüber der ersten Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems nicht auf einen Winkel δ von 2,5° beschränkt ist. Vielmehr ist es ausreichend, wenn der Winkel δ kleiner als 12° und insbesondere kleiner als 8° und weiter insbesondere kleiner als 4° ist.
  • Wie in 1C gezeigt, ist der zweite Beleuchtungsspiegel V näher an der Objektivlinse F und näher an der Abdeckscheibe D angeordnet, als die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems, wenn der Abstand 81, 82, 86, 87 entlang des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlengangs W bzw. der Zentralstrahlen des in 1C nicht gezeigten stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs bestimmt wird.
  • In der gezeigten Ausführungsform werden die Objektivlinse F, die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems, der zweite Beleuchtungsspiegel V sowie die Abdeckscheibe D von der gemeinsamen Halterung 20 getragen und bilden so ein Modul. Die Halterung 20 dient gleichzeitig als Gehäuse für das Modul. Dabei wird das Gehäuse an seinen Außenwänden auch von der Objektivlinse F und der Abdeckscheibe D begrenzt.
  • Wie in 3B gezeigt, ist die Halterung 20 über ein Verbindungselement 21 lösbar in einem Gehäuse 10 des Stereo-Mikroskopiesystems befestigbar. Das Gehäuse 10 nimmt die übrigen Elemente des Stereo-Mikroskopiesystems auf.
  • Wie in 1D gezeigt, schließen ein Lot auf eine Hauptebene der Objektivlinse F und ein Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe D einen kleinsten Winkel β von etwa 90° ein. Es ist jedoch ausreichend, dass der Winkel β größer als 30° ist. Weiter liegen der zweite Beleuchtungsspiegel V und die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems in unterschiedlichen Ebenen. Der zweite Beleuchtungsspiegel V liegt in einer Ebene, welche mit der Hauptebene der Linse F einen Winkel γ von 47,5° einschließt, während die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems in einer Ebene liegt, die mit der Hauptebene der Objektivlinse F einen Winkel η von 45° einschließt. Weiter liegt der zweite Beleuchtungsspiegel V in der in 1D gezeigten Ausführungsform in einer Ebene, welche mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe D einen Winkel λ von 47,5° einschließt, während die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems in einer Ebene liegt, welche mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe D einen Winkel φ von 45° einschließt. Es ist jedoch allgemein ausreichend, wenn die beiden zuletzt genannten Winkel λ, φ zwischen 15° und 70° betragen.
  • In der gezeigten Ausführungsform ist ein Abstand 82 zwischen dem Flächenschwerpunkt der ersten Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems und der Hauptebene der Objektivlinse F um etwa 110% größer als der Abstand 81 zwischen der Hauptebene der Objektivlinse F und dem Flächenschwerpunkt des zweiten Beleuchtungsspiegels V. Weiter ist auch ein Abstand 87 des Flächenschwerpunkts der ersten Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems vom Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe D in der gezeigten Ausführungsform um etwa 110% größer, als der Abstand 86 des Flächenschwerpunkts des zweiten Beleuchtungsspiegels V vom Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe D.
  • Die erste Spiegelfläche E1 des Abbildungssystems, welche die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr faltet, hat eine Fläche, die in der gezeigten Ausführungsform um 120% größer ist, als die des zweiten Beleuchtungsspiegel V, der den Beleuchtungsstrahlengang W faltet.
  • Das in den 1A bis 1E gezeigte Stereo-Mikroskopiesystem erlaubt die Anordnung von Beobachtungsfiltern für Fluoreszenzstrahlung in den linken und rechten Abbildungsstrahlengängen Cl, Cr. Diese Beobachtungsfilter sind zwischen den Linsen des linken und rechten Zoomsystems Gl, Gr und den Linsen des linken und rechten Tubus Hl, Hr und ins besondere zwischen den linken und rechten dritten Spiegelflächen E3l, E3r und den teildurchlässigen Spiegeln Xl, Xr anordenbar. Weiter ist die Strahlungsquelle des Beleuchtungssystems ausgebildet, Beleuchtungsstrahlung eines Wellenlängenbereichs zu emittieren, welcher die Anregung des Fluoreszenzfarbstoffes bewirkt. Alternativ ist zwischen dem Kollektor und dem ersten Beleuchtungsspiegel U ein Anregungsfilter anordenbar. Weiter alternativ kann das Mikroskopiesystem eine zusätzliche Strahlungsquelle zur Emission von Anregungsstrahlung aufweisen.
  • Wie in 3A gezeigt, wird das Gehäuse 10, welches das in 1A und 1B gezeigte Abbildungssystem sowie das in 1C gezeigte Beleuchtungssystem aufnimmt, von einem Träger 30 getragen, der am Kopf eines Benutzers befestigbar ist. Dabei sind die linken und rechten Okulare Ml, Mr über linke und rechte Schwenkachsen Pl, Pr der linken und rechten Rhomboidprismen Jl, Jr schwenkbar, so dass einem Benutzer ein direkter Blick auf ein betrachtetes Objekt ermöglicht wird, ohne dass es erforderlich ist, das Stereo-Mikroskopiesystem abzunehmen. Weiter wird der Beleuchtungsstrahlengang von dem Verschwenken der Okulare Ml, Mr nicht beeinträchtigt, so dass das betrachtete Objekt weiterhin beleuchtet wird.
  • Im Folgenden wird unter Bezugnahme auf die 2A, 2B und 2C eine alternative Ausführungsform des Stereo-Mikroskopiesystems beschrieben.
  • Da der Aufbau gemäß der zweiten Ausführungsform dem vorstehend beschriebenen Aufbau gemäß der ersten Ausführungsform sehr ähnlich ist, wird im Folgenden nur auf Unterschiede eingegangen und ansonsten auf das vorstehend gesagte verwiesen.
  • Die erste und zweite Ausführungsform unterscheiden sich durch die Orientierung des Beleuchtungsstrahlengangs W und damit auch die Orientierung des ersten Beleuchtungsspiegels U. Weiter wird anstelle einer gemeinsamen zweiten Spiegelfläche für die linken und rechten Abbildungsstrahlengänge Cl, Cr jeweils eine getrennte linke und rechte zweite Spiegelfläche E2l, E2r verwendet.
  • In 2A ist weder eine Strahlungsquelle noch ein Lichtleiter gezeigt. Jedoch wird der aus den Linsen S und T bestehende Kollektor des Beleuchtungssystems gezeigt.
  • Wie aus den 2B und 2C ersichtlich, ist der erste Beleuchtungsspiegel U zwischen den linken und rechten zweiten Spiegelflächen E2l, E2r angeordnet und weist eine diesen Spiegelflächen entgegengesetzte Orientierung auf. In der gezeigten Ausführungsform liegt der erste Beleuchtungsspiegel U in einer Ebene, welche mit den linken und rechten zweiten Spiegelflächen E2l, E2r einen Winkel von 90° einschließt.
  • Der Beleuchtungsstrahlengang W durchläuft von der Strahlungsquelle des Beleuchtungssystems kommend zunächst die Linsen S und T des Kollektors bevor er von dem ersten Beleuchtungsspiegel U um 90° so gefaltet wird, dass er die Objektivlinse F durchsetzt. Nach Verlassen der Objektivlinse F wird er durch den zweiten Beleuchtungsspiegel V so gefaltet, dass er die Abdeckscheibe D durchsetzt und auf die Abbildungsebene B trifft.
  • Wie aus 2B und 2C gut ersichtlich ist auch in dieser Ausführungsform die Form der Objektivlinse F so gewählt, dass Bereiche, die weder von dem stereoskopischen Abbildungsstrahlengang Cl, Cr noch von dem Beleuchtungsstrahlengang W durchsetzt werden, weggeschnitten sind.
  • Im Folgenden wird unter Benzugnahme auf 4 ein Mikroskopieverfahren beschrieben, welches insbesondere unter Verwendung des vorstehend beschriebenen Stereo-Mikroskopiesystems durchgeführt werden kann.
  • Gemäß des Mikroskopieverfahrens wird in dem stereoskopischen Abbildungsstrahlengang C des Mikroskopiesystems 11 geführte Strahlung gleichzeitig sowohl den Augen eines behandelnden Arztes 40 als auch einer in das Mikroskopiesystem 11 integrierten Kamera zugeführt. Die von der Kamera bereitgestellten Bilddaten werden auf einem mittels eines Stativs im Blickbereich eines Patienten 50 angeordneten Monitor 60 dargestellt, während der Arzt 40 über das Mikroskopiesystem 11 weiterhin einen betrachteten Körperbereich des Patienten 50, im vorliegenden Fall die Mundhöhle, untersuchen kann. Dies erlaubt es dem behandelten Arzt 40, einem Patienten einen Behandlungsbedarf zu erläutern, ohne dass er seinen Blick von dem zu beobachtenden Körperbereich des Patienten 50 abwenden oder die Behandlung unterbrechen muss.
  • Das vorstehend beschriebene Mikroskopiesystem eignet sich Vorteilhafterweise für Kopflupen, da es einen kompakten Aufbau aufweist. Weiter kann auf Grund der Verwendung eines Moduls, welches die Abdeckscheibe D, die erste Spiegelfläche E1, den Beleuchtungsspiegel V sowie die Objektivlinse F umfasst, durch Austausch des Moduls bei geeigneter Festlegung des Winkels, in dem der Beleuchtungsspiegel V geneigt ist, in Abhängigkeit von einem verwendeten Arbeitsabstand sichergestellt werden, dass sich ein von dem Beleuchtungsstrahlengang W bereitgestelltes Beleuchtungsfeld und ein von dem Abbildungsstrahlengang Cl, Cr bereitgestelltes Abbildungsfeld in der Abbildungsebene B immer überlagern.
  • Durch die Möglichkeit, Filter in dem Abbildungsstrahlengang oder Beleuchtungsstrahlengang anzuordnen, ist das Stereo-Mikroskopiesystem zudem zur Fluoreszenzbeobachtung geeignet. Bei Fluoreszenzbetrachtung können als Kameras beispielsweise auch Infrarotkameras verwendet werden.
  • Auf Grund der strikten Trennung des Abbildungsstrahlengangs und des Beleuchtungsstrahlengangs in den verwendeten optischen Elementen werden störende Reflexe sicher vermieden.
  • Weiter ist eine einfache Integration von Kameras oder Displays zur Dokumentation oder Dateneinspiegelung möglich.
  • Es wird betont, dass die vorliegende Erfindung nicht auf die Verwendung in Kopflupen beschränkt ist. Beispielsweise kann die Erfindung auch in vorteilhafter Weise in Operationsmikroskopen eingesetzt werden, bei denen die Abbildungsstrahlengänge durch ein Faltungssystem gefaltet werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
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    • - WO 2007/082691 [0004]
    • - DE 10134896 A1 [0004]
    • - EP 2007/010750 [0004]

Claims (22)

  1. Stereo-Mikroskopiesystem umfassend: ein Gehäuse (10) mit einer Abdeckscheibe (D); ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse (10) aufgenommenes Abbildungssystem mit einer Abbildungsoptik zur Bereitstellung eines stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl), wobei die Abbildungsoptik wenigstens eine Objektivlinse (F) umfasst und entlang des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) zwischen der Objektivlinse (F) und der Abdeckscheibe (D) eine Spiegelfläche (E1) angeordnet ist; und ein wenigstens teilweise in dem Gehäuse (10) aufgenommenes Beleuchtungssystem mit einer Beleuchtungsoptik (S, T) zur Bereitstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs (W), wobei entlang des Beleuchtungsstrahlengangs (W) zwischen der Objektivlinse (F) und der Abdeckscheibe (D) ein Beleuchtungsspiegel (V) angeordnet ist; wobei der Beleuchtungsspiegel (V) und die Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems in unterschiedlichen Ebenen liegen.
  2. Stereo-Mikroskopiesystem nach Anspruch 1, wobei die Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems und der Beleuchtungsspiegel (V) jeweils in Ebenen liegen, die miteinander einen von Null verschiedenen kleinsten Winkel (δ) einschließen, der kleiner als 12° und insbesondere kleiner als 8° und weiter insbesondere kleiner als 4° ist.
  3. Stereo-Mikroskopiesystem nach Anspruch 1 oder 2, wobei der Abstand (82) zwischen einer Hauptebene der Objektivlinse (F) und der Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems entlang der Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) jeweils um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer ist, als der Abstand (81) zwischen dieser Hauptebene der Objektivlinse (F) und dem Beleuchtungsspiegel (V) entland des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlengangs (W).
  4. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) die Objektivlinse (F) in Bereichen durchsetzen, welche von der optischen Achse (70) der Objektivlinse (F) jeweils um einen ersten Abstand (83, 84) beabstandet sind; wobei der Zentralstrahl des Beleuchtungsstrahlengangs (W) die Objektivlinse (F) in einem Bereich durchsetzt, welcher von der optischen Achse (70) der Objektivlinse (F) um einen zweiten Abstand (85) beabstandet ist; und wobei sich der zweite Abstand (85) um nicht mehr als 50% und insbesondere um nicht mehr als 25% und weiter insbesondere um nicht mehr als 10% von dem ersten Abstand (83, 84) unterscheidet.
  5. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Abstand (87) zwischen der Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems und der Abdeckscheibe (D) entlang der Zentralstrahlen des stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) jeweils um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer ist, als der Abstand (86) zwischen dem Beleuchtungsspiegel (V) und der Abdeckscheibe (D) entland des Zentralstrahls des Beleuchtungsstrahlengangs (W).
  6. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Objektivlinse (F), die Abdeckscheibe (D), die Spiegelfläche (E1) des Abbildungssystems und der Beleuchtungsspiegel (V) von einer gemeinsamen Halterung (20) getragen sind, die lösbar am Gehäuse (10) befestigt ist.
  7. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, weiter umfassend einen an einem Kopf eines Benutzers befestigbaren Träger (30), der das Gehäuse (10) trägt.
  8. Stereo-Mikroskopiesystem, insbesondere nach einem der Ansprüche 1 bis 7, umfassend: ein Abbildungssystem mit einer Abbildungsoptik zur Bereitstellung eines stereoskopischen Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) bestehend aus linken und rechten Abbildungsstrahlengängen (Cr, Cl); wobei das Abbildungssystem ein Faltungssystem umfasst, welches die Abbildungsstrahlengänge so faltet, dass ein Zentralstrahl von in dem linken Abbildungsstrahlengang (Cl) geführter Strahlung in wenigstens einem Abschnitt koaxial antiparallel zu einem Zentralstrahl von in dem rechten Abbildungsstrahlengang (Cr) geführter Strahlung orientiert ist; wobei in diesem Abschnitt der linken und rechten Abbildungsstrahlengänge (Cl, Cr) jeweils teildurchlässige Spiegel (Xl, Xr) angeordnet sind, um aus den Abbildungsstrahlengängen jeweils einen Koppel-Strahlengang auszukoppeln; und wobei in den Koppel-Strahlengängen jeweils eine Kamera oder ein Display (Zl, Zr) angeordnet sind.
  9. Stereo-Mikroskopiesystem nach Anspruch 8, wobei in den Koppel-Strahlengängen jeweils Spiegelflächen (Yl, Yr) angeordnet sind, welche Ebenen aufspannen, die mit von den zugehörigen teildurchlässigen Spiegeln (Xl, Xr) aufgespannten Ebenen jeweils einen Winkel (ε) von zwischen 75° und 105° und insbesondere 90° einschließen; und wobei die Spiegelflächen (Yl, Yr) entlang der linken und rechten Abbildungsstrahlengänge (Cr, Cl) zwischen den jeweiligen teildurchlässigen Spiegeln (Xl, Xr) und der Kamera bzw. dem Display (Zl, Zr) angeordnet sind.
  10. Stereo-Mikroskopiesystem nach Anspruch 9, wobei die Kamera bzw. das Display (Zl, Zr) des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs (Cr, Cl) beide zwischen den Spiegelflächen (Yl, Yr) des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) angeordnet sind.
  11. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei die Kamera bzw. das Display (Zl, Zr) des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs (Cr, Cl) beide von einer gemeinsamen Aufhängung (90) getragen sind.
  12. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 8 bis 11, wobei das Abbildungssystem eine Abbildungsoptik umfasst, welche in den Abschnitten, in denen Zentralstrahlen des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) zueinander koaxial antiparallel orientiert sind, eine afokale Abbildung der Abbildungsstrahlengänge bewirkt.
  13. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 8 bis 12, weiter umfassend ein Gehäuse (10), welches das Abbildungssystem mit den Spiegelflächen (E1, Yl, Yr) und der Kamera bzw. dem Display des linken und rechten Abbildungsstrahlengangs (C; Cr, Cl) zumindest teilweise aufnimmt; und einen an einem Kopf eines Benutzers befestigbaren Träger (30), der das Gehäuse (10) trägt.
  14. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 8 bis 13, weiter umfassend ein Beleuchtungssystem mit einer Beleuchtungsoptik (S, T) zur Bereitstellung eines Beleuchtungsstrahlengangs (W).
  15. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7 oder 14, wobei in mindestens einem Abbildungsstrahlengang (C; Cl, Cr) ein Beobachtungsfilter für Fluoreszenzstrahlung eines Fluoreszenzfarbstoffs anordenbar ist; und wobei das Beleuchtungssystem ausgebildet ist, Beleuchtungsstrahlung eines Wellenlängenbereichs zu emittieren, welche die Anregung des Fluoreszenzfarbstoff bewirkt.
  16. Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 7, 14 oder 15, wobei das Beleuchtungssystem ferner einen Lichtleiter (Q), eine Leuchtfeldblende (R) und einen Kollektor (T) umfasst; wobei der Lichtleiter (Q) von einer Strahlungsquelle erzeugte Beleuchtungsstrahlung zur Beleuchtungsoptik führt; und wobei die Leuchtfeldblende (R) zwischen Lichtleiter (Q) und Kollektor (T) in der Fokusebene des Kollektors angeordnet ist.
  17. Optischer Aufbau zur Verwendung in einem Mikroskopiesystem insbesondere in einem Stereo-Mikroskopiesystem nach einem der Ansprüche 1 bis 16, umfassend: eine Halterung (20); eine Linse (F); eine Abdeckscheibe (D); eine erste Spiegelfläche (E1); und eine zweite Spiegelfläche (V); wobei die Halterung (20) die Linse (F), die Abdeckscheibe (D), die erste Spiegelfläche (E1) und die zweite Spiegelfläche (V) haltert und so hinsichtlich ihrer Orientierung und Lage relativ zueinander festlegt; wobei ein Lot auf eine Hauptebene der Linse (F) mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe (D) einen kleinsten Winkel (β) von zwischen 30° und 90° einschließt; wobei die erste und zweite Spiegelfläche (E1, V) in unterschiedlichen Ebenen liegen, die mit der Hauptebene der Linse jeweils einen Winkel (η, γ) von zwischen 20° und 70° einschließen; und wobei die Halterung (20) ausgebildet ist, an einem Mikroskopiesystem befestigt zu werden.
  18. Optischer Aufbau nach Anspruch 17, wobei die erste und zweite Spiegelfläche (E1, V) in Ebenen liegen, welche mit einem Lot auf den Flächenschwerpunkt der Abdeckscheibe (D) jeweils einen kleinsten Winkel (φ, λ) von zwischen 15° und 70° einschließen.
  19. Optischer Aufbau nach Anspruch 17 oder 18, wobei der Abstand (82) zwischen einer Hauptebene der Linse (F) und dem Flächenschwerpunkt der ersten Spiegelfläche (E1) um wenigstens 10% und insbesondere um wenigstens 20% und weiter insbesondere um wenigstens 40% größer ist, als der Abstand (81) zwischen dieser Hauptebene der Linse (F) und dem Flächenschwerpunkt der zweiten Spiegelfläche (V).
  20. Optischer Aufbau nach Anspruch 17, 18 oder 19, wobei der Abstand (87) des Flächenschwerpunkts der ersten Spiegelfläche (E1) von der Abdeckscheibe (D) um wenigstens 10% und insbesondere wenigstens 20% und weiter insbesondere wenigstens 40% größer ist als der Abstand (86) des Flächenschwerpunkts der zweiten Spiegelfläche (V) von der Abdeckscheibe (D).
  21. Optischer Aufbau nach einem der Ansprüche 17 bis 20, wobei die erste Spiegelfläche (E1) eine Fläche aufweist, die wenigstens 20% und insbesondere wenigstens 40% größer als die Fläche der zweiten Spiegelfläche (V) ist, und wobei die zweite Spiegelfläche (V) zwischen der ersten Spiegelfläche (E1) und der Abdeckscheibe (D) angeordnet ist.
  22. Mikroskopieverfahren, umfassend die folgenden Schritte: direktes Beobachten eines Körperbereichs, insbesondere der Mundhöhle, eines Patienten (50) mittels eines am Kopf eines Arztes (40) befestigten Stereo-Mikroskopiesystems (11), insbesondere mittels eines Stereo-Mikroskopiesystems nach einem der Ansprüche 1 bis 16; gleichzeitiges Zuführen von in einem Abbildungsstrahlengang (C) des Stereo-Mikroskopiesystems (11) geführter Strahlung zu einer Kamera des Stereo-Mikroskopiesystems (11) und einem Auge des Arztes (40); und Darstellen der von der Kamera bereitgestellten Bilddaten auf einem im Blickbereich des Patienten (50) angeordneten Monitor (60) gleichzeitig zu einer direkte Beobachtung des Körperbereichs durch den Arzt (40) mittels des Stereo-Mikroskopiesystems (11).
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