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DE102009020687A1 - System zur Entkeimung und/oder Sterilisation flüssiger Medien - Google Patents

System zur Entkeimung und/oder Sterilisation flüssiger Medien Download PDF

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DE102009020687A1
DE102009020687A1 DE200910020687 DE102009020687A DE102009020687A1 DE 102009020687 A1 DE102009020687 A1 DE 102009020687A1 DE 200910020687 DE200910020687 DE 200910020687 DE 102009020687 A DE102009020687 A DE 102009020687A DE 102009020687 A1 DE102009020687 A1 DE 102009020687A1
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media film
liquid
film
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DE200910020687
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Christian Kaushal
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L2/00Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor
    • A61L2/02Methods or apparatus for disinfecting or sterilising materials or objects other than foodstuffs or contact lenses; Accessories therefor using physical phenomena
    • A61L2/08Radiation
    • A61L2/10Ultraviolet radiation
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
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    • A61L2209/10Apparatus features

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Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Entkeimung von flüssigen Medien, wobei aus einem flüssigen Medium ein Volumenstrom erzeugt wird. Erfindungsgemäß kann die Dicke des Medienfilms durch Änderung der Fließgeschwindigkeit und/oder des Volumenstromes des Strahles flüssigen Mediums eingestellt werden. Während der weiteren Bewegung des Medienfilms in Richtung der Erdanziehung wird dieser mit UV-Licht bestrahlt und somit entkeimt bzw. in der Keimzahl reduziert.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein System zur Entkeimung und/oder Sterilisation von flüssigen Medien, insbesondere von in der Industrie verwendeten Kühlschmierstoffen.
  • Stand der Technik ist, dass, um beispielsweise Kühlschmierstoffe vor Keimbefall zu schützen und diesen zu verhindern oder einzuschränken, giftige chemische Zusatzstoffe verwendet werden, die potentiell umwelt- und gesundheitsschädlich sind. Eine Verkeimung würde hier bedeuten, dass der Kühlschmierstoff seine technische Funktion nicht mehr bzw. nur noch eingeschränkt erfüllen kann.
  • Der Erfindung liegt in Anbetracht dieses Standes der Technik die Aufgabe zugrunde, ein System der eingangs genannten Art zur Verfügung zu stellen, welches einen Verzicht auf die Zugabe der genannten chemischen Zusatzstoffe ermöglicht und ferner auf einfache Art und Weise eine Anpassung der Entkeimung bzw. Sterilisation an das zu entkeimende bzw. zu sterilisierende ermöglicht.
  • Zur technischen Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein System zur kontinuierlichen oder zyklischen Entkeimung und/oder Sterilisation des gesamten, insbesondere in einer Werkzeugmaschine befindlichen Medienvolumens ohne die Verwendung von giftigen chemische Zusatzstoffen mit den Merkmalen des Anspruchs bereitgestellt. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Die Erfindung nutzt dabei gezielt den biologischen Umstand, dass Keime und sonstige Mikroorganismen und/oder mikrobiologische Kleinstlebewesen durch eine Bestrahlung mit UV-Strahlung, vorzugsweise mit einer Wellenlänge von 254 nm, abgetötet und/oder oder dauerhaft geschädigt werden. Erfindungsgemäß wird daher vorteilhafterweise ein der UV-Strahlung ausgesetzter Medienfilm bis zur Eindringtiefe der UV-Strahlung entkeimt.
  • Die Erfindung macht sich dabei weiter die Erkenntnis zu nutze, dass es, insbesondere da in der Regel ansonsten keine völlige Keimfreiheit erreicht werden kann, vorteilhafterweise ausreichend ist, die Keimzahl lediglich unter einen gewissen Grenzwert halten zu können, um die technische Funktion des Kühlschmierstoffs oder dergleichen Medien aufrechterhalten zu können. Die Erfindung nutzt ferner die Erkenntnis, dass die Eindringtiefe der UV-Strahlung direkt von der Dicke des Medienfilms auf der Fläche bestimmt wird.
  • Es wurde festgestellt, dass sich durch die erfindungsgemäße Verwendung eines im Wesentlichen eine geschlossene Mantelfläche aufweisenden dreidimensionalen Körpers auf einfache und kostengünstige Art und Weise eine Anpassung der Entkeimung bzw. Sterilisation an das zu entkeimende bzw. zu sterilisierende ermöglicht wird, da die Dicke des Medienfilms durch die Fläche einstellbar und/oder steuerbar ist. Vorteilhafterweise ist die Größe der Fläche und/oder der Abstand zwischen dem die Fläche im Wesentlichen ausbildenden bzw. bereitstellenden dreidimensionalen Körper und dem Medienstrahl bzw. dem Auftreffpunkt des Medienstrahls auf die Fläche einstellbar, vorzugsweise durch eine Regelung unter automatischer Berücksichtigung der Dicke des Medienfilms und/oder des Mediums. Erfindungsgemäß ist so die Dicke des Medienfilms auf der Fläche bestimmbar und reproduzierbar erzeugbar. Vorteilhafterweise wird eine Medienfilm mit möglichst optimaler medienspezifischer Dicker erzeugt und so vorteilhaferweise eine optimale Durch- bzw. Bestrahlung des Medienfilms mit UV-Strahlung bewirkt. Vorteilhafterweise ist eine Einstellbarkeit des Medienfilms durch Änderung des Volumenstroms, insbesondere durch Änderung der Fließgeschwindigkeit und der Durchflussmenge des flüssigen Mediums erreichbar.
  • Zur Erhöhung der Durchflussleistung können erfindungsgemäß vorteilhafterweise mehrere Medienstrahlen verwendet werden.
  • Vorteilhafterweise ist es erfindungsgemäß ausreichend, die Eindringtiefe der UV-Strahlung gering zu halten, vorzugsweise insbesondere bei einem milchigen Kühlschmierstoff in einem Bereich von 0,1 mm bis 0,9 mm.
  • Erfindungsgemäß ist die Schichtdicke des Medienfilms vorteilhafterweise so zu erzeugen, dass diese weitestgehend der Eindringtiefe der UV-Strahlung entspricht. Vorteilhafterweise ist die Schichtdicke des zu erzeugenden Medienfilms ≤ der Eindringtiefe der UV-Strahlung. Erfindungsgemäß werden daher dünne Flüssigkeitsfilme produziert, um eine optimale Durch- bzw. Bestrahlung des Medienfilms zu erreichen.
  • Erfindungsgemäß wird der flüssige Medienstrahl durch sein Auftreffen auf den dreidimensionalen Körper, vorzugsweise einem Kegel, oder sonstiger beliebiger dreidimensionaler Form, auf der Mantelfläche des Körpers zu einem flüssigen Medienfilm aufgeweitet. Durch das in dem flüssigen Medienstrahl vorhandene Flüssigkeitsvolumen und die Geschwindigkeit des Mediums kann vorteilhafterweise die Dicke des am Ende der Mantelfläche vorhandenen flüssigen Medienfilms mathematisch bestimmt werden. Im Weiteren schließt sich an den Kegelquerschnitt vorteilhafterweise ein zylindrischer Querschnitt an, auf dessen Mantelfläche wird der flüssige Medienfilm mit seiner bereits durch die Kegelmantelfläche erreichte Dicke weitergeführt. Der Übergangsquerschnitt zwischen dem dreidimensionalen Körper, vorzugsweise einem Kegel und dem anschließendem Querschnitt, idealerweise einem Zylinder, kann beliebig gestaltet sein, idealerweise gebogen mit einem Radius oder sogar stufenartig das heißt, der flüssige Medienfilm fließt im Anschluss an die Mantelfläche des vorzugsweise Kegels ins Freie, und trifft dann auf einen weiteren dreidimensionalen Körper, vorzugsweise Zylinder. Der Übergangsquerschnitt zum Zylinder ist beliebig gestaltbar, beispielsweise mit einem Radius versehbar. Denkbar ist auch dass auf dem beliebig gestaltbaren Übergangsquerschnitt, beispielsweise einem Radius, Erhöhungen oder Vertiefungen zwecks Beeinflussung des Strömungsverhaltens des Medienfilms anzuordnen sind. Der flüssige Medienfilm liegt vorteilhafterweise aufgrund des physikalischen Phänomens der Adhäsion annähernd gleichmäßig an der zylindrischen Mantelfläche an und bewegt sich aufgrund der Erdanziehung nach unten. Erfindungsgemäß wird die Dicke des flüssigen Medienfilms der medienspezifische Eindringtiefe der genannten UV-Strahlung angepasst. Somit kann eine technisch erreichbare optimale Durchdringung des flüssigen Medienfilms erzielt werden.
  • Die Ausführung der dreidimensionalen Körper und deren Querschnitte kann symmetrisch wie asymmetrisch sein. Beispielsweise muß ein zylindrischer Querschnitt der sich an einen Kegelquerschnitt anschließt nicht den gleichen Querschnitt wie der Kegel an seinem größtem Durchmesser haben.
  • Vorstellbar ist auch eine Anordnung von mehreren dreidimensionalen Körpern und deren Querschnitten, sowie eine Kombination mehrerer Körper und deren Querschnitten.
  • Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung werden nachfolgend anhand der in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigen:
  • 1 eine Seitenansicht einer Anordnungsskizze des grundlegenden Prinzips und des prinzipiellen Aufbaus eines erfindungsgemäßen Systems zur Entkeimung und/oder Sterilisation flüssiger Medien unter Verwendung eines freien flüssigen Medienstrahls, der sich beim Auftreffen auf eine Fläche zu einem Medienfilm verteilt;
  • 2 eine Draufsicht der Anordnung nach 1;
  • 3 eine Seitenansicht einer Anordnungsskizze der Erzeugung eines Medienfilms unter Verwendung eines Behälters, dessen Öffnung derart gestaltet ist, dass das flüssige Medium auf einer Fläche derart verteilt wird, so dass es einen erfindungsgemäßen Medienfilm ausbildet;
  • 4 in einer Anordnungsskizze das grundlegende Prinzip und den prinzipiellen Aufbau eines weiteren erfindungsgemäßen Systems zur angepassten Entkeimung und Sterilisation flüssiger Medien;
  • 5 in einer Anordnungsskizze ein System in welchem der sich an den Kegel anschließende zylindrische Körper einen größeren Durchmesser hat, als dieser an seinem größten Querschnitt. Der Übergang zwischen beiden Körpern ist hier als Radius ausgeführt;
  • 6 in einer Anordnungsskizze ein System in welchem der sich an den Kegel anschließende zylindrische Körper einen größeren Durchmesser hat, als dieser an seinem größten Querschnitt. Der Übergang zwischen beiden Körpern ist hier als Stufe ausgeführt. Das heißt der flüssige Medienfilm fließt hier ins Freie, trifft dann auf den als Radius ausgeführte, obere Ende des Zylinders und fließt dann an der Mantelfläche des Zylinders weiter und
  • 7 in einer Anordnungsskizze ein System in welchem sich die Kombination von dreidimensionalen Körpern, hier ein Kegel mit Übergangsradius an einen Zylinder angeschlossen durch eine zweckmäßige Druckerhöhung zu reinigen ist. Erfindungsgemäß wird zum Schutz anderer Anlagenteile eine Schutzvorrichtung, hier ein Rohr über das System bewegt. Um auch eine Abreinigung der Mantelfläche des Zylinders sicher zu stellen muß der Abstand der Rohrinnenfläche zu Zylindermantelfläche definiert, nicht zu groß sein, um eine ausreichend hohe Fließgeschwindigkeit sicher stellen zu können.
  • Das in 1 und 2 dargestellte System weist eine Druckerhöhung des Mediums auf, vorzugsweise durch eine Pumpe 6. Das Medium strömt dann durch eine Rohrleitung oder vergleichbares Bauelement und wird dann in einem offenen Strahl 3 gegen eine Fläche 1 geleitet. Der offene Strahl 3 trifft unter einem Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° zur horizontalen Ebene wie zur vertikalen Ebene auf die Fläche 1. Die Fläche 1 nimmt zur Längsachse des Strahls 3 einen Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° in horizontaler Ebene wie in vertikaler Ebene ein.
  • Durch das Auftreffen des Strahles auf die Fläche 1 verteilt sich das flüssige Medium auf dieser Fläche 1. Im Folgenden bewegt sich bzw. rinnt dann das flüssige Medium aufgrund der Schwerkraft und der Adhäsion als Medienfilm 4 in Richtung der Erdanziehung. Der Medienfilm 4 wird dabei während seiner Bewegung in Richtung der Erdanziehung UV-Strahlung geeigneter Intensität und Wellenlänge, vorzugsweise einer Wellenlänge von 254 nm, ausgesetzt. Die UV-Strahlung wird vorteilhafterweise mit speziellen Leuchtmitteln, insbesondere UV-Lampen 5 erzeugt. Durch die Bestrahlung des Medienfilms 4 mit der UV-Strahlung werden in der Flüssigkeit enthaltene Keime und/oder Mikroorganismen bzw. mikrobiologische Kleinstlebewesen abgetötet bzw. derart geschädigt, dass diese die technische Funktion des flüssigen Mediums nicht verschlechtern. Somit wird erfindungsgemäß eine Keimfreiheit bzw. Keimarmut des flüssigen Mediums erzielt.
  • Das in 3 dargestellte System weist einen beispielsweise nach unten geöffneten Behälter 7 auf. Das vorteilhafterweise lediglich durch die Schwerkraft und den Schweredruck austretende flüssige Medium verteilt sich hier durch die länglich ausgeführte Öffnung des Behälters 7 auf der vertikal darunter befindlichen Fläche 1 und bildet wiederum aufgrund der Schwerkraft und der Adhäsion einen sich in Richtung der Erdanziehung bewegenden flüssigen Medienfilm 4. Dabei kann die Fläche in einem Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° zur vertikalen Ebene geneigt sein. Der flüssige Medienfilm 4 wird dann, wie vorstehend im Zusammenhang mit 1 und 2 beschrieben, erfindungsgemäß mit UV-Strahlung behandelt.
  • 4 zeigt in einer Anordnungsskizze das grundlegende Prinzip und den prinzipiellen Aufbau eines weiteren erfindungsgemäßen Systems zur angepassten Entkeimung und Sterilisation flüssiger Medien, vorliegend mit einem dreidimensionalen Körper. Dabei wird ein flüssiger Medienstrahl verwendet der sich beim Auftreffen auf einen dreidimensionalen Körper zu einem mathematisch bestimmbaren und einstellbaren flüssigen Medienfilm verteilt. Dieser flüssige Medienfilm wird dann im Weiteren mit der genannten UV-Strahlung bestrahlt.
  • Das in 4 dargestellte System besteht aus einem Rohr 12 mit rundem Querschnitt durch dass das flüssige Medium 11 mit einstellbarem Druck und einstellbarer Geschwindigkeit transportiert wird. Die Längsachsen des Rohres 12 und des Kegels 16 sind hier exemplarisch identisch, es sind jedoch auch andere Geometrieformen denkbar. Vorliegend trifft der flüssige Medienstrahl 13 zentrisch auf die Kegelspitze. Infolgedessen wird der Medienstrahl 13 aufgeweitet und fließt auf der Mantelfläche 18 des Kegels als flüssiger Medienfilm 14 in Richtung der Schwerkraft weiter. Am Ende der Mantelfläche 18 des Kegels 16 besitzt der flüssige Medienfilm 14 eine durch das Volumen und die Fließgeschwindigkeit des Medienstrahls 13 bestimmte Dicke. Der flüssige Medienfilm wird im Weiteren über eine sich an den Kegel 19 anschließende Mantelfläche eines Zylinders 17 geleitet. Befindet sich der flüssige Medienfilm auf der Zylindermantelfläche, behält er im weiteren Verlauf eine dem Gesamtstrom des flüssigen Mediums 14 nach definierte Dicke. Die Dicke des Medienfilms ist mit Änderungen des Medienvolumenstroms und/oder seiner Fließgeschwindigkeit an die spezifische Eindringtiefe der UV-Strahlen in das flüssige Medium 11 anpassbar. Der Medienfilm wird auf seinem Weg von den Lampen 15 mit UV-Strahlung der genannten Wellenlänge, vorzugsweise 254 Nanometern, bestrahlt. Somit wird der erfindungsgemäß der der Dicke nach an die Eindringtiefe der UV-Strahlung in das flüssige Medium 11 angepasste flüssige Medienfilm 14 entkeimt.
  • Das in 5 dargestellte System besteht aus einem Kegel 16 und einem Zylinder 17, der über einen Radius mit dem Kegel 16 verbunden ist. Das durch das Rohr 2 geleitete flüssige Medium 20 trifft als Strahl flüssigen Mediums 13 zentrisch auf die Spitze des Kegels 16. An der Kegelspitze wird der Strahl flüssigen Mediums 13 aufgeweitet und wird auf der Mantelfläche 18 aufgrund von Adhäsion und Erdanziehung zu einem flüssigen Medienfilm 14 umgeformt. Im Weiteren wird der flüssige Medienfilm 14 über den Radius auf die Mantelfläche 18 des Zylinders 17 geleitet.
  • Die Dicke des Medienfilms ist mit Änderungen des Medienvolumenstroms und/oder seiner Fließgeschwindigkeit an die spezifische Eindringtiefe der UV-Strahlen in das flüssige Medium 11 anpassbar. Der Medienfilm wird auf seinem Weg von den Lampen 15 mit UV-Strahlung der genannten Wellenlänge, vorzugsweise 254 Nanometern, bestrahlt. Somit wird der erfindungsgemäß der der Dicke nach an die Eindringtiefe der UV-Strahlung in das flüssige Medium 11 angepasste flüssige Medienfilm 14 entkeimt.
  • Das in 6 dargestellte System besteht aus einem Kegel 16 und einem Zylinder 17, der über einen Radius mit dem Kegel 16 verbunden ist. Das durch das Rohr 2 geleitete flüssige Medium 20 trifft als Strahl flüssigen Mediums 13 zentrisch auf die Spitze des Kegels 16. An der Kegelspitze wird der Strahl flüssigen Mediums 13 aufgeweitet und auf der Mantelfläche aufgrund von Adhäsion und Erdanziehung zu einem flüssigen Medienfilm 14 umgeformt. Am Ende des Kegels 16 fließt der flüssige Medienfilm 14 ins Freie und trifft dann auf den oberen als Radius ausgeführen Bereich des Zylinders 17. Über den Radius fließt der flüssige Medienfilm im Weiteren auf die Mantelfläche 18 des Zylinders 17 geleitet. Die Dicke des Medienfilms ist mit Änderungen des Medienvolumenstroms und/oder seiner Fließgeschwindigkeit an die spezifische Eindringtiefe der UV-Strahlen in das flüssige Medium 11 anpassbar. Der Medienfilm wird auf seinem Weg von den Lampen 15 mit UV-Strahlung der genannten Wellenlänge, vorzugsweise 254 Nanometern, bestrahlt. Somit wird der erfindungsgemäß der der Dicke nach an die Eindringtiefe der UV-Strahlung in das flüssige Medium 11 angepasste flüssige Medienfilm 14 entkeimt.
  • Das in 7 dargestellte System zeichnet sich dadurch aus, dass es durch Erhöhung des Mediendruckes in der Rohrleitung 2, somit Erhöhung der kinetischen Auftreffenergie des flüssigen Medienstrahls 3 abreinigbar ist. Durch ein zentrisch über die Anordnung bewegbaren Rohres 21 mit entsprechend geringem Abstand zur Mantelfläche 18 des Zylinders 17 kann eine erhöhte Fließgeschwindigkeit des flüssigen Mediums 4 sicher gestellt werden, um so eine Abreinigung gewährleisten zu können. Zudem ist das Rohr 21 in der Weise ausgeführt, sodass andere Anlagenteile vor Medienspritzern geschützt sind.
  • Die in den Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele dienen lediglich der Erläuterung der Erfindung und sind für diese nicht beschränkend.
  • 1
    Fläche
    2
    Rohrleitung
    3
    Strahl flüssigen Mediums
    4
    Flüssiger Medienfilm
    5
    UV-Lampe
    6
    Pumpe
    7
    Behälter für flüssiges Medium
    8
    Medientank
    11
    Flüssiges Medium
    12
    Rohrleitung
    13
    Strahl flüssigen Mediums
    14
    Flüssiger Medienfilm
    15
    UV-Lampe
    16
    Kegel
    17
    Zylinder/Konus
    18
    Mantelfläche
    19
    Behälter für flüssiges Medium
    20
    flüssiges Medium

Claims (11)

  1. System zur Entkeimung und/oder Sterilisation von flüssigen Medien, insbesondere von in der Industrie verwendeten Kühlschmierstoffen, mit einem oder mehreren flüssigen Medienstrahlen (3), dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere flüssige Medienfilme (4) erzeugt werden, indem der mindestens eine Medienstrahl (3) unter einem horizontalen wie vertikalen Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° auf eine oder mehrere von wenigstens einer Fläche (1) ausgebildeten Ebenen, die zu der Medienstrahlachse oder ihrer Ebenenlängsachsen ebenfalls unter einem Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° zur horizontalen wie vertikalen Ebene stehen, geleitet wird und wobei aus der Bewegung des Medienfilms (4) in Richtung der Erdanziehung der Medienfilm (4) mit UV-Strahlung, vorzugsweise UV-Strahlung der Wellenlänge 254 nm, bestrahlt wird, wobei durch die UV-Bestrahlung in dem flüssigen Medium enthaltene Keime und/oder Mikroorganismen bzw. mikrobiologische Kleinstlebewesen abgetötet oder zumindest geschädigt werden, wobei die wenigstens eine Fläche (1) durch die im Wesentlichen geschlossene Mantelfläche eines dreidimensionalen Körpers bereitgestellt und/oder ausgebildet wird.
  2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Medienfilm (4) durch eine an einem drucklosen oder unter Druck stehenden Behälter (7) befindliche und entsprechend geformte Öffnung erzeugt wird.
  3. System nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich in der Fläche (1) kreisförmige Vertiefungen in beliebiger Anordnung befinden, die die Form von durch eine waagerechte Ebene abgetrennten Ausschnitten aus der Mantelfläche einer Kugel darstellen und vorzugsweise ein besseres Anliegen des flüssigen Medienfilms (4) bewerkstelligen.
  4. System nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass gegen anhaftende Verschmutzungen ein Reinigungsschaber, vorzugsweise in Form einer Gummilippe, über die Fläche (1) geführt wird.
  5. System nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (1) gegen anhaftende Verschmutzungen in Vibrationen versetzbar ist und versetzt wird.
  6. System nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fläche (1) durch die im Wesentlichen geschlossene Mantelfläche eines zumindest einen Kegelstumpf umfassenden dreidimensionalen Körpers bereitgestellt und/oder ausgebildet wird.
  7. System nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Medienstrahl (3) im Bereich der Kegelstumpfspitze auf die Fläche (1) geleitet wird.
  8. System nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Größe der Fläche (1) und/oder der Abstand zwischen dem die Fläche (1) im Wesentlichen ausbildenden bzw. bereitstellenden dreidimensionalen Körper und der Öffnung des Behälters (7) einstellbar ist, vorzugsweise durch eine Regelung unter automatischer Berücksichtigung der Dicke des Medienfilms und/oder des Mediums.
  9. System nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Dicke des Medienfilms durch Änderung der Fließgeschwindigkeit und/oder des Volumenstromes des Strahles flüssigen Mediums einstellbar ist.
  10. System nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Kombination mehrer gleicher oder unterschiedlicher dreidimensionaler Körper besteht.
  11. System nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass unterhalb der Öffnung des Behälters sich eine mit in beliebiger Anordnung versehenen Bohrungen beliebiger Größe versehene Platte befindet, wobei die Plattenebene zur Waagerechten wie zur Senkrechten jeden beliebigen Winkel in einem Bereich von 0° bis 180° einnimmt bzw. einnehmen kann.
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