[go: up one dir, main page]

DE102009020347A1 - Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem Download PDF

Info

Publication number
DE102009020347A1
DE102009020347A1 DE102009020347A DE102009020347A DE102009020347A1 DE 102009020347 A1 DE102009020347 A1 DE 102009020347A1 DE 102009020347 A DE102009020347 A DE 102009020347A DE 102009020347 A DE102009020347 A DE 102009020347A DE 102009020347 A1 DE102009020347 A1 DE 102009020347A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
polling
applications
operating system
application
coordinator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Ceased
Application number
DE102009020347A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerald Dr. Käfer
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens AG
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens AG, Siemens Corp filed Critical Siemens AG
Priority to DE102009020347A priority Critical patent/DE102009020347A1/de
Priority to PCT/EP2010/053439 priority patent/WO2010127897A1/de
Publication of DE102009020347A1 publication Critical patent/DE102009020347A1/de
Ceased legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F1/00Details not covered by groups G06F3/00 - G06F13/00 and G06F21/00
    • G06F1/26Power supply means, e.g. regulation thereof
    • G06F1/32Means for saving power
    • G06F1/3203Power management, i.e. event-based initiation of a power-saving mode
    • GPHYSICS
    • G06COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
    • G06FELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
    • G06F9/00Arrangements for program control, e.g. control units
    • G06F9/06Arrangements for program control, e.g. control units using stored programs, i.e. using an internal store of processing equipment to receive or retain programs
    • G06F9/46Multiprogramming arrangements
    • G06F9/48Program initiating; Program switching, e.g. by interrupt
    • G06F9/4806Task transfer initiation or dispatching
    • G06F9/4843Task transfer initiation or dispatching by program, e.g. task dispatcher, supervisor, operating system
    • G06F9/4881Scheduling strategies for dispatcher, e.g. round robin, multi-level priority queues
    • G06F9/4893Scheduling strategies for dispatcher, e.g. round robin, multi-level priority queues taking into account power or heat criteria
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02DCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGIES [ICT], I.E. INFORMATION AND COMMUNICATION TECHNOLOGIES AIMING AT THE REDUCTION OF THEIR OWN ENERGY USE
    • Y02D10/00Energy efficient computing, e.g. low power processors, power management or thermal management

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Theoretical Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Software Systems (AREA)
  • Power Sources (AREA)

Abstract

Die Erfindung liegt im Wesentlichen darin, dass Polling Anwendungen die Kontrolle der Pollingzyklen an eine externe Komponente bzw. eine zusätzliche Betriebssystemkomponente abgeben, um eine systemweite Optimierung mit möglichst langen Idle-Zeiten zwischen Intervallen unter Berücksichtigung von dynamischen Power Management der Betriebssystemebene für das Gesamtsystem erreichen zu können. Von besonderem Vorteil ist hier, dass die Erfindung sowohl für Legacy Anwendungen sowie für neue Anwendungen geeignet ist. Zusätzlich wurde ein Verfahren beschrieben, welches erlaubt, Legacy Anwendungen nach bestimmten Kriterien als Polling Application zu klassifizieren und automatisch mit Default Policies in die Gesamtoptimierung mit einzubeziehen.

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren, bei der/dem in einem Rechnersystem Energiezustände einzelner Komponenten mitgeteilt werden und damit koordinierte Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung erfolgen.
  • Aus der Patentschrift US7334138B2 ist ein Verfahren und eine Vorrichtung zur dynamischen Verwaltung des Energieverbrauchs peripherer Einheiten bekannt, bei dem/der mit Hilfe eines Hintergrundprogramms (daemon program) und einer Ruhezeit-Tabelle (idle time table) nicht benötigte Einheiten feststellt und Energiesparsignale an das Betriebssystem gesandt werden, damit dieses daraufhin die entsprechenden Einheiten abschalten kann. Durch diese, bei Web-basierten Anwendungen gerne auf http-Ebene durchgeführten, meist periodischen Abfragen (Polling), kommen die Anwendungsprogramme aber nicht zur Ruhe.
  • Aus der Patentanmeldung US5560022A1 ist ein Power Management Coordinator System und eine entsprechende Schnittstelle bekannt, bei dem es generell darum geht, dass einzelne Komponenten unterschiedliche Energieverbrauchszustände (Power States) haben und diese beschreiben und mitteilen können. Damit kann ein Power Manager ein System allgemein zwischen Performance und Energie-Effizienz ausrichten.
  • Verteilte Systeme erstrecken sich immer öfter über Firmengrenzen hinweg, z. B. für Software as a Service, System Management, Remote Service, Business Process Mngt., und müssen damit meist mehrere Firewalls passieren. Das Problem hierbei ist, dass der Verwaltungsaufwand zur Verschaltung von VPN- oder SSH-Tunnel mit den Firewall Administratoren zeit- und kostenintensiv bzw. langwierig ist und deshalb soweit wie möglich gemieden wird.
  • Ein Tunnel (Tunneling) bezeichnet hier den Gebrauch des Kommunikationsprotokolls eines Netzwerkdienstes als Transportmittel für Daten, die nicht zu diesem Dienst gehören. Auf diese Weise lassen sich, z. B. in einem SSH-Tunnel, unsichere Netzwerkprotokolle eingebettet in einem gesicherten und verschlüsselten Netzwerkprotokoll abhör- und manipulationssicher transportieren. Tunnel, z. B. VPN-Tunnel, können auch zur Einbindung von Geräten eines benachbarten Netzes an das eigene Netz dienen, ohne dass die Netzwerke zueinander kompatibel sein müssen.
  • Deshalb setzen neuere Produkte auf http/https basierende Protokolle, teilweise wird darüber hinaus auch noch auf Webservices aufgesetzt. Entscheidend ist, dass ausschließlich über clientseitig ausstrahlenden Verkehr (Outbound Traffic) mittels Polling eine 2-Wege Kommunikation über eine zusätzliche Gatewayserver Komponente bereitgestellt wird. Das bedeutet, der Client-Rechner muss permanent einen Polling-Zyklus durchführen um Anfragen des Server-Rechners erkennen zu können. Hierfür werden verschlimmernd noch „Reverse-Proxies” basierend auf dieser Technik eingesetzt um herkömmliche IP-basierte Anwendungen durch Firewalls zu schleusen. Dazu kommt noch der Trend, dass immer mehr Anwendungen per https auf Updates prüfen oder diverse Statusinformation, z. B. Präsenz, mitteilen. Um gleichzeitig den Durchsatz und die Netzwerkbelastung abzustimmen, gibt es teilweise recht ausgeklügelte Mechanismen zur Steuerung der Polling Intervalle einzelner Anwendungen.
  • Da sich unterschiedliche Applikationen nicht gegenseitig kennen, nutzen sie die Power Management Fähigkeiten eines Betriebssystems jedoch in der Regel nicht wirklich effizient.
  • Die der Erfindung zu Grunde liegende Aufgabe besteht nun darin ein Verfahren und Vorrichtung zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem, vor allem in einem verteilten Rechnersystem, derart anzugeben, dass die oben genannten Nachteile möglichst vermieden werden.
  • Diese Aufgabe wird hinsichtlich des Verfahrens durch die Merkmale des Patentanspruchs 1 und hinsichtlich der Vorrichtung durch die Merkmale des Patentanspruchs 5 erfindungsgemäß gelöst. Die weiteren Ansprüche betreffen vorteilhafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die Erfindung liegt im Wesentlichen darin, dass Polling Anwendungen die Kontrolle der Pollingzyklen an eine externe Komponente bzw. eine zusätzlichen Betriebssystemkomponente abgeben, um eine systemweite Optimierung mit möglichst langen Idle-Zeiten zwischen Intervallen (Idleness Exploitation) unter Berücksichtigung von dynamischen Power Management der Betriebssystemebene für das Gesamtsystem erreichen zu können. Von besonderem Vorteil ist hier, dass die Erfindung sowohl für bestehende Altanwendungen bzw. Legacy Anwendungen, sowie für neue Anwendungen geeignet ist. Zusätzlich wurde ein Verfahren beschrieben, welches erlaubt Legacy Anwendungen nach bestimmten Kriterien als Polling Application zu klassifizieren und automatisch mit Default Policies in die Gesamtoptimierung mit einzubeziehen.
  • Nachfolgend wird die Erfindung anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert. Dabei zeigt
  • 1 eine Darstellung eines Polling Coordinators als eine Zusatzkomponente für ein Betriebssystem mit Applikationsschnittstelle für neue zu entwickelnde Anwendungen,
  • 2 eine einfache Darstellung der Applikations- und Betriebssystemschnittstellen des Polling Coordinators,
  • 3 eine Architektur des Polling Coordinators und dessen Integration in ein Betriebssystem und
  • 4 eine Darstellung zur Erläuterung des Pollingverhaltens ohne und mit Polling Coordinator.
  • Eine bestimmte Kategorie von Web-Anwendungen weist Webservices als Client und eine Kommunikation durch „http request-response”-Paare auf. Da diese Kommunikation nicht mit dem OS Power Management abgestimmt ist, kann der Rechner nicht in einen temporären Ruhezustand oder Idle-Mode schalten, bzw. bei längeren Polling Intervallen „wacht der Rechner nicht mehr auf”. Beim erfindungsgemäßen Verfahren oder bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist jedoch ein sogenannter ”Polling Coordinator” vorhanden, bei dem sich solche Anwendungen registrieren, ihre Polling Anforderungen mitteilen, und der ihnen dann die nächsten Polling Zeitpunkte mitteilt und für die optimierten Idle-Slots das Rechnersystem samt externen Komponenten in einen Idle-Mode schaltet, oder einen vorhandenen Betriebsystem Power Manager damit beauftragt. So eine Komponente kann bspw. in die Java VM® oder in die .net Runtime Library®, oder in Betriebssysteme eingebaut werden.
  • Der Polling Coordinator nimmt Power Management Policies der einzelnen Polling Anwendungen, also bei der Koordinierung zu berücksichtigende Regeln oder Bedingungen, entgegen und richtet die Polling-Wartezyklen derart aus, dass möglichst lange Ruhezeiten bzw. Idle-Zeiten für die Abschaltung von Systemkomponenten entstehen. Die Anwendungen beschreiben mit diversen Polling Management Policies, wie lange Polling Intervalle maximal sein dürfen und in wie weit sie maximal um den gewünschten Pollingzeitpunkt verschoben werden dürfen.
  • 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung, also eines Polling Coordinators P, quasi als eine Zusatzkomponente für ein Betriebssystem OS die einerseits eine Applikationsschnittstelle IN für neue zu entwickelnde Anwendungen PAN zur Verfügung stellt aber auch eine Koordination von bestehenden Altanwendungen ermöglicht. Für bestehende Altanwendungen PA1, PA2 greift der Polling Coordinator in das Betriebssystem Scheduling intern über I1, I2 ein, gesteuert durch ein zusätzliches Konfigurationsfile, welches ihm die Polling Application Kandidaten bzw. die zugehörigen Pol ling Management Policies mitteilt. Der Polling Coordinator bildet eine Verbindung zwischen Betriebssystem und Polling Anwendung und wird bei Neuentwicklungen per Bibliothek von der Anwendung direkt kontaktiert, bei Altanwendungen (legacy applications) hingegen holt er sich die notwendige Management-Information vom Betriebssystem-Scheduler. Typischerweise wird der Polling Coordinator als „Service” einer Windows Plattform oder als „Daemon” einer Unix Plattform laufen.
  • Neue Anwendungen die Polling verwenden, können die zusätzliche Schnittstelle IN implementieren um ohne externe Konfiguration auszukommen. während der Startphase registrieren sich die Polling Anwendungen hierzu beim Polling Coordinator P. Dynamisch können die Anwendungen für sich Policies zur Bestimmung des nächsten Polling Zeitpunktes oder der nächsten Polling Zeitpunkte einstellen. Sollte zu einem außergewöhnlichen Zeitpunkt ein Polling Request notwendig werden, kann die Anwendung das mit einem speziellen Polling Request gesondert mitteilen. Der Polling Coordinator P versucht dann intern die einzelnen Polling Requests der registrierten Anwendungen gemäß deren Randbedingen so anzuordnen, dass sich möglichst lange Idle-Zeiten ergeben. Mittels eines Polling Triggers bekommen die einzelnen Anwendungen dann die Aufforderung ihren Polling Zyklus durchzuführen.
  • 2 zeigt eine erfindungsgemäße Vorrichtung, also einen entsprechenden Polling Coordinator P, mit seinen wichtigsten Ein- und Ausgängen, wobei dieser im Bereich zwischen dem Betriebssystem OS und einer Anwendungsschnittstellenebene AI angesiedelt ist. Aus der Ebene AI erhält der Polling Coordinator P ein „Subscribe/Unsubscribe”-Signal SUB, ein „Set Policies”-Signal SP und ein „Polling Request”-Signal REQ. Betriebssystemseitig besteht ein Interface IPM zum Power Management PM des Betriebssystems, eine Verbindung DPA zum Betriebssystemscheduler S zur Ermittlung von Polling Anwendungen und deren schlafenden Prozessen oder Threads sowie ein „Polling Trigger Manipulation”-Signal TM zur Beeinflussung eines Sleep Timers ST im Betriebssystem.
  • 3 stellt die Architektur der erfindungsgemäßen Vorrichtung und seine Integration in das Betriebssystem noch etwas detaillierter dar. Der Polling Coordinator P erhält, für den Fall einer bestehenden Altanwendung (legacy application), aus den gestrichelt dargestellten Betriebssystemkomponenten Anwendungsladeprogramm (Application Loader) SAL (zur Herstellung der Beziehung: Anwendung – Prozess-ID), von einer Systemtabelle SPA gerade blockierte Prozesse oder Threads (als Trigger zur Optimierung) und von einer weiteren Systemtabelle SV „wait timer”-Werte bzw. „sleep”-Werte zur Implementierung entsprechender Schlafzustände (als Input und Output zur Optimierung).
  • Der Polling Coordinator P greift sowohl bei Neuanwendungen als auch bei bestehenden Altanwendungen auf ein Konfigurationsfile für Polling Application Management zu. Das Konfigurationsfile enthält Applikationsnamen IDs und die Polling Management-Regeln (Polling Management Policies) MPIs.
  • 3 zeigt auch wie die Implementierung des Polling Coordinator-Schnittstellenadapters für neue Anwendungen sich in das Gesamtkonzept einfügt. Für die Subscribe/Unsubscribe Funktion SUB ist keine Information vom Application Loader SAL notwendig und somit auch keine zusätzliche Konfiguration erforderlich bzw. Policy Funktion SP werden in eine mit erlaubten Polling Anwendungen (Polling Application White List) PAWL von einer Anwendungsprogramm-Schnittstelle API entsprechend eingefügt. Damit entstehen die Randbedingungen für die Optimierungsfunktion in Summe zur Verfügung. Dedizierte Polling Request Sleeps von entsprechenden Prozessen oder Threads werden direkt mitgeteilt, wodurch eine entsprechende Suche entfällt.
  • Optional, ist in 3 auch ein strichpunktiert dargestellter Automatischer Polling Application Detector APAD vorhanden, welcher bei bestehenden Altanwendungen selbstständig Polling Application Kandidaten identifiziert.
  • Diese Komponente kennt die blockierten Prozesse (Threads) und schaut gleichzeitig auf die zugehörigen Waittimer Zeiten, wenn vorhanden. Wenn eine Anwendung typischerweise des Öfteren lange Wartezeiten hinterlegt, ist sie ein potentieller Kandidat für eine Polling Application Optimierung.
  • Optional kann mit dem Detector APAD zusätzlich auch der Netzwerkverkehr nach dem „bereit”-Werden durch ein entsprechendes Interface M betrachtet werden, um z. B. noch exakter auf eine „Network Polling Application” schließen zu können. Wenn die Anwendung sich z. B. nach kurzer Aktivität sofort wieder in den Schlafzustand begibt.
  • Optional kann zusätzlich der Detector APAD mit einer Blacklist B von Anwendungen konfiguriert werden. In der Blacklist B gelistete Anwendungen werden nie Kandidaten als Kandidaten für den Optimierungsprozess identifiziert. Kandidaten für den Optmierungsprozess werden dann automatisch in die Polling Application Whitelist samt voreingestellten Regeln bzw. default Policies eingefügt und werden somit zu gesamten Optimierung automatisch miteinbezogen.
  • Der interne Polling Intervall Optimierer des Polling Coordinators P ist im Prinzip ein Scheduler und arbeitet nach ähnlichen Algorithmen wie sie in einem heutigen Echtzeitbetriebssystem-Scheduler zum Einsatz kommen. In dem Fall dass sich die Polling Request so anordnen lassen, dass größere Idle-Zeiten entstehen, teilt der Polling Coordinator diese Zeiten dem Betriebssystem sofort mit, damit das dynamische Power Management einen Processor Step-Down oder Idle-Sate Switch durchführen kann, bzw. einen Festplatten spin-down. Bei längern Idle-Phasen ist sogar ein tiefer Standby-Zustand mit vordefiniertem Wake-Up möglich.
  • Polling Anwendungen sind meist dadurch gekennzeichnet, dass sie längere Zeit im Ruhezustand also „idle” sind, nach einem bestimmten Intervall wieder aktiv werden und dann Input-Information verarbeiten, und wieder den Idle-Zustand anneh men. Die Idle-Zeit wird programmtechnisch in der Regel durch Timerfunktionen oder Sleep Funktionen abgebildet. return value sleep (idle time). Der Prozess-Scheduler des Betriebssystems versetzt dadurch den Prozess in den Zustand blockiert und setzt einen Timerwert im Hintergrund in einer internen Timertabelle SV. Ist der Timerwert abgelaufen, versetzt eine Timerbetriebssystemfunktion den Prozess wieder in den Zustand rechenbereit und er kommt wieder zur Ausführung. Genau bei diesen beiden Tabellen „blockierte Prozesse” (Threads) SPA bzw. zugeordnete „Wartetimerwerte Tabelle” SV setzt die Anwendungsverwaltung des Polling Coordinators P im Falle bestehender Polling-Altanwendungen (legacy polling applications) ein.
  • Wird eine beim Polling Coordinator P registrierte Polling Application gestartet, meldet der Application Loader SAL die zugehörigen Process-IDs oder Thread-IDs and den Polling Coordinator P. Die Intergration soll derart sein, dass auch zur Laufzeit dynamisch gestartete Threads sichtbar werden. Diese Process IDs oder Thread IDs werden dann zyklisch vom Polling Coordinator P in den „blockiert Process Queues” SPA des Schedulers gesucht in denen auf Ereignisse wartende Prozesse oder Threads aufgeführt sind. Gibt es eine Übereinstimmung, werden die hinterlegten Wartetimer-Werte betrachtet, falls solche vorhanden sind. Liegen die Wartetimer Werte über der Schwelle, sind sie Kandidaten für die Polling Intervall Optimierung. Diese geschieht dann einfach durch eine Optimierung der Timerwerte und einem Override der einzelnen Timervalues bei dem alle Polling Applications im Wartezustand, gemäß ihrer Policies dynamisch angepasst werden.
  • 4 zeigt das durch einen Polling Coordinator erreichbare Verhalten. Unkontrolliert durchgeführte Pollingzyklen UPA von einzelnen Anwendungen erlauben dem Betriebssystem keine effiziente Abschaltung von Systemkomponenten, wie dies bei koordiniert durchgeführten Pollingzyklen CPA der Fall ist.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - US 7334138 B2 [0002]
    • - US 5560022 A1 [0003]

Claims (5)

  1. Vorrichtung zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem mit einem Polling Coordinator (P), – der Datenverbindungen zu Betriebsystemkomponenten aufweist, wobei die Betriebsystemkomponenten mindestens ein Anwendungsladeprogramm (SAL), eine Systemtabelle (SPA) für blockierte Prozesse oder Threads und eine Systemtabelle (SV) mit wait timer”-Werten zur Realisierung von Prozessor-Schlafzuständen sind, – der auf ein Konfigurationsfile für Polling Application Management verfügt oder zugreift, das Namen von Prozessen oder Threads für Polling Applikationen und Polling Management-Regeln (MPIs) enthält, – der eine Datenverbindung zu einer Liste mit erlaubten Polling Anwendungen (PAWL) aufweist, die von einem Automatischen Polling Application Detector (APAD) selbständig Polling Application Kandidaten erhält, wobei dieser Detector diese Kandidaten dadurch identifiziert, dass diese Anwendungen mindestens mit einer bestimmten Häufigkeit lange Wartezeiten in die Systemtabelle (SV) mit den „wait timer”-Werten hinterlegen, die größer als ein bestimmter Schwellenwert sind, und – der ein internes Schedulerprogramm aufweist, das abhängig von den Polling Management-Regeln (MPIs), die Polling Anfragen zeitlich so anordnet, dass möglichst große Ruhe-Phasen entstehen in denen dem Power Management des Betriebssystems ein Prozessor Step-Down, Idle-State Switch, ein Festplatten Spin-Down oder, bei längeren Ruhe-Phasen, ein tiefer Standby Zustand mit vordefiniertem Wake-Up ermöglicht wird.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der der Detector (APAD) derart ausgebildet ist, dass zusätzlich auch der Netzwerkverkehr nach dem „bereit”-Werden durch ein entsprechendes Interface (M) betrachtet wird.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, bei der der Detector (APAD) derart ausgebildet ist, dass eine Liste (B) von Anwendungen, welche nie Polling Application Kandidaten werden sollen mitberücksichtigt wird.
  4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, – bei der der Polling Coordinator (P) von einer Anwendungsprogramm-Schnittstelle (API) Polling-Anfragen (REQ) entgegennimmt und – bei der in die Liste mit erlaubten Polling Anwendungen (PAWL) von der Anwendungsprogramm-Schnittstelle (API) mit Hilfe einer Subscribe/Unsubscribe-Funktion (SUB) und einer Set Policy-Funktion (SP) zu einer jeweiligen Polling Anwendung mindestens eine Regel direkt einfügbar ist.
  5. Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem, – bei dem, sobald ein Prozess oder Thread auf ein Ereignis wartet, ein Prozess-Scheduler des Betriebssystems einen jeweiligen Prozess oder Thread in den Zustand blockiert versetzt, und einen Timerwert in einer Systemtabelle (SV) mit wait timer”-Werten setzt, – bei dem eine Timerbetriebssystemfunktion den Prozess oder Thread wieder in den Zustand rechenbereit versetzt und diesen Prozess oder Thread wieder zur Ausführung kommen lässt, sobald der Timerwert abgelaufen ist, – bei dem ein Polling Coordinator (P) von einem Anwendungsladeprogramm (SAL) des Betriebssystems (OS) Namen von Prozessen oder Threads für Anwendungen erhält und diese dann zyklisch in einer Systemtabelle (SPA) für blockierte Prozesse oder Threads des Schedulers im Betriebssystems sucht, – bei dem der Polling Coordinator (P) für gefundene Namen von Prozessen oder Threads für Applikationen in einer Systemtabelle (SV) mit wait timer”-Werten des Betriebssystems hinterlegte Wartetimer-Werte geprüft werden, ob diese über einer bestimmten Schwelle liegen und somit Kandidaten für eine Polling Intervall Optimierung sind, – bei dem diese Kandidaten für eine Polling Intervall Optimierung durch einen Scheduler hinsichtlich ihrer Timerwerte dahingehend optimiert werden, dass möglichst große Ruhe- Phasen entstehen, und die einzelnen Timer-Werte bei allen Polling Anwendungen im Wartezustand, gemäß ihrer Polling Management-Regeln (MPIs) dynamisch angepasst werden.
DE102009020347A 2009-05-07 2009-05-07 Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem Ceased DE102009020347A1 (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102009020347A DE102009020347A1 (de) 2009-05-07 2009-05-07 Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem
PCT/EP2010/053439 WO2010127897A1 (de) 2009-05-07 2010-03-17 Vorrichtung und verfahren zur energieeffizienzsteigerung in einem rechnersystem

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE102009020347A DE102009020347A1 (de) 2009-05-07 2009-05-07 Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE102009020347A1 true DE102009020347A1 (de) 2010-11-18

Family

ID=42355421

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE102009020347A Ceased DE102009020347A1 (de) 2009-05-07 2009-05-07 Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE102009020347A1 (de)
WO (1) WO2010127897A1 (de)

Families Citing this family (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CN102411423B (zh) * 2011-08-12 2014-05-07 华南理工大学 一种cpu与无线网卡的协同动态电源管理方法

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5560022A (en) 1994-07-19 1996-09-24 Intel Corporation Power management coordinator system and interface
US7334138B2 (en) 2003-11-20 2008-02-19 Acer Incorporated Windows-driven power management for peripheral devices in a computer system

Family Cites Families (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US6885974B2 (en) * 2003-01-31 2005-04-26 Microsoft Corporation Dynamic power control apparatus, systems and methods
US7657762B2 (en) * 2005-01-14 2010-02-02 Ati Technologies, Inc. Apparatus and methods for power management of a circuit module
US8473647B2 (en) * 2007-09-17 2013-06-25 Apple Inc. Methods and apparatus for decreasing power consumption and bus activity

Patent Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US5560022A (en) 1994-07-19 1996-09-24 Intel Corporation Power management coordinator system and interface
US7334138B2 (en) 2003-11-20 2008-02-19 Acer Incorporated Windows-driven power management for peripheral devices in a computer system

Also Published As

Publication number Publication date
WO2010127897A1 (de) 2010-11-11

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102004012056B4 (de) System und Verfahren zum Überwachen von Ressourcenausnutzung und Anwendungsleistungsfähigkeit
DE102020110143B4 (de) Standortbasierte virtualisierungs-workload-platzierung
DE60307532T2 (de) Paralleles Prozess-Ausführungsverfahren und Mehrprozessorenrechner
EP1672498B1 (de) Steuerschnittstelle für verteilte Systemanwendungen
DE112005002614B4 (de) Computer und Verfahren zur Netzwerkzugriffssteuerung auf Anforderung
DE112016006080T5 (de) Verwaltung von virtuellen desktopinstanzenpools
DE102017214068B4 (de) Verfahren, Vorrichtung und Computerprogramm zur dynamischen Ressourcenzuweisung in einem Mehrprozessor-Computersystem
DE112014002799B4 (de) Bereitstellen einer sicheren Kundendomäne in einer virtualisierten Mehr-Mieter-Umgebung
DE102009042128A1 (de) Verfahren und System zur Verwendung von temporären exklusiven Sperren für parallele Betriebsmittelzugrife
US10142195B1 (en) Partitioned performance tracking core resource consumption independently
DE102016219854A1 (de) Computersystem und Verfahren zum dynamischen Anpassen eines software-definierten Netzwerks
US10033620B1 (en) Partitioned performance adaptive policies and leases
EP1634176B1 (de) Clusteranordnung für dezentrale lastverteilung
DE112005003343B4 (de) Mechanismus für eine befehlssatzbasierte Threadausführung an mehreren Befehlsablaufsteuerungen
US20070294736A1 (en) Method for dynamic information technology infrastructure provisioning
DE102009020347A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Energieeffizienzsteigerung in einem Rechnersystem
DE112012004554B4 (de) Serielle Verarbeitung des Zugriffs auf Daten bei Datenverarbeitungsumgebungen mitmehreren Grossrechnern
DE102013211266B4 (de) Aufrechterhalten der Bandbreiten-Servicequalität einer Hardware-Ressource über einen Hardware-Zähler
DE102016008158B4 (de) System und steuerverfahren
DE102004011201B4 (de) Verfahren zum Management und zur Überwachung des Betriebs mehrerer in wenigstens ein Kommunikationsnetz eingebundener verteilter Hard- und/oder Softwaresysteme sowie System zur Durchführung des Verfahrens
DE112022001859T5 (de) Selbst orchestrierte container für das cloud-computing
DE102011083468A1 (de) Schaltungsanordnung zur Ablaufplanung bei einer Datenverarbeitung
DE10360535B4 (de) Einrichtung und Verfahren zur Steuerung und Kontrolle von Überwachungsdetektoren in einem Knoten eines Clustersystems
EP4356246A1 (de) Ressourcenteilung in einer orchestrierten umgebung
DE102020213372A1 (de) Vorrichtung und Verfahren zur Steuerung eines technischen Systems

Legal Events

Date Code Title Description
OP8 Request for examination as to paragraph 44 patent law
8131 Rejection