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Die
Erfindung betrifft eine hydrostatische Verdrängermaschine
mit einer um eine Drehachse angeordneten Zylindertrommel, die mit
Kolbenausnehmungen versehen ist, in denen jeweils ein Kolben längsverschiebbar
angeordnet ist, wobei die Kolben mittels jeweils eines rollenförmigen
Wälzkörpers an einer huberzeugenden Laufbahn abgestützt
sind, wobei der rollenförmige Wälzkörper
in einer Ausnehmung, insbesondere einer bohrungsförmigen
Ausnehmung, des Kolbens mittels eines in der Ausnehmung befestigten
Gleitlagerelements gelagert ist.
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Die
Erfindung betrifft weiterhin ein Verfahren zur Befestigung eines
Gleitlagerelements für einen rollenförmigen Wälzkörper
in einer Ausnehmung eines Kolbens einer Verdrängermaschine
der genannten Art nach den Merkmalen des Oberbegriffs des Anspruchs
1.
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Bei
derartigen Verdrängermaschinen, beispielsweise mehrhubigen
Radialkolbenmaschinen oder Axialkolbenmaschinen, ist es bekannt,
die Kolbenkräfte mittels eines Wälzkörpers
an einer mit der Laufbahn versehenen mehrhubigen Hubscheibe abzustützen.
Der Wälzkörper ist hierbei in dem Kolben mittels
eines Gleitlagers gelagert. Sofern der Wälzköper
direkt in einer Ausnehmung des Kolbens gelagert ist, steht der Wälzkörper
direkt mit dem Werkstoff des Kolbens in tribologischem Kontakt.
Um einen direkten Kontakt des Wälzkörpers mit
dem Kolbenwerkstoff zu vermeiden, kann das Gleitlager von einem
in einer Ausnehmung des Kolbens angeordneten und befestigten Gleitlagerelement,
beispielsweise einer Gleitlagerschale, gebildet werden. Hierdurch
können für den Kolben und das Gleitlagerelement
und somit das Gleitlager unterschiedliche Werkstoffe verwendet werden.
Hierdurch wird es möglich, tribologisch günstige
Eigenschaften durch einen entsprechenden Gleitlagerwerkstoff vorzusehen,
um Reibung und Verschleiß an dem Gleitlager zwischen dem
Wälzkörper und dem Gleitlagerelement zu verringern.
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Aus
der nicht gattungsgemäßen
DE 34 31 328 C2 , in der
eine als mehrhubige Axialkolbenmaschine ausgebildete hydrostatische
Verdrängermaschine beschrieben ist, in der die Kolben mittels
eins als Kugel ausgebildeten Wälzkörpers an einer
huberzeugenden Laufbahn abgestützt sind, ist es bereits bekannt,
das Gleitlager von einer aus einem aus Metall-Kunststoff-Verbundwerkstoff
bestehenden Gleitlagerschale auszubilden, die in einer Kolbenausnehmung
des Kolbens formschlüssig befestigt ist.
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Zur
formschlüssigen Befestigung der Gleitlagerschale in der
Kolbenausnehmung ist an der Kolbenausnehmung im äußeren
Umschlingungsbereich des Wälzköpers und somit
in den seitlichen Kolbenwangen jeweils eine von einem Einstich gebildete Hinterschneidung
ausgearbeitet, in der die Gleitlagerschale in Umfangsrichtung gesichert
ist. Die Gleitlagerschale ist an den beiden Enden entsprechend mit
einer zylindrisch abgedrehten Gestalt nachzubearbeiten, so dass
sich die Gleitlagerschale in den Einstichen an den seitlichen Kolbenwangen
der Kolbenausnehmung halten kann.
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Sofern
eine derartige formschlüssige Befestigung der Gleitlagerschale
in der Ausnehmung des Kolbens bei einer gattungsgemäßen
Verdrängermaschine eingesetzt wird, bei der die Kolben
mittels rollenförmigen Wälzkörpern an
der huberzeugenden Laufbahn abgestützt sind, kann mit der
formschlüssigen Befestigung der Gleitlagerschale an den
von den Einstichen gebildeten Hinterschneidungen einer bohrungsförmigen
Ausnehmungen des Kolbens eine Sicherung der Gleitlagerschale in
Umfangsrichtung des Wälzkörpers und somit eine
Sicherung der Gleitlagerschale gegen ein Herausdrehen in Umfangsrichtung
erzielt werden. Bei rollenförmigen Wälzkörpern ist
jedoch zusätzlich eine Sicherung der Gleitlagerschale in
axialer Richtung des Wälzkörpers erforderlich.
Eine derartige axiale Sicherung der Gleitlagerschale in der Ausnehmung
des Kolbens kann beispielsweise durch eine Verformung der Gleitlagerschale
in eine zentrale Ausformung im Kolben erzielt werden.
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Insgesamt
ergibt sich somit für die Sicherung und Befestigung eines
von einer Gleitlagerschale gebildeten Gleitlagerelements in der
Ausnehmung des Kolbens einer gattungsgemäßen Verdrängermaschine
mit rollenförmigen Wälzkörpern bei einer
formschlüssigen Verbindung der Gleitlagerschale in der Ausnehmung
des Kolbens durch die Hinterschneiungen in der Ausnehmung und die
entsprechende Bearbeitung der Gleitlagerschale zur Sicherung in
Umfangsrichtung und die zusätzlich erforderliche Sicherung
in axialer Richtung eine hoher Herstellaufwand.
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Durch
die Ausbildung der Hinterschneidungen an den seitlichen Kolbenwangen
des Kolbens ist zudem der Umschlingungsbereich zwischen der Gleitlagerschale
und dem Wälzkörper begrenzt, wodurch die wirksame
und nutzbare Gleitlagerfläche für den Wälzkörper
begrenzt ist.
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Bei
einer Ausbildung einer hydrostatischen Entlastung des Gleitlagers,
mit der Reibung und Verschleiß an dem Gleitlager zwischen
dem Gleitlagerelement und dem Wälzkörper weiter
herabgesetzt werden kann, ist zudem erforderlich, ein optimales Durchmesserspiel
zwischen der Gleitlagerschale und dem Wälzkörper
einzustellen, um einen optimalen Spalt zur Ausbildung eines hydrostatischen
Druckfeldes zwischen einer mit entsprechenden Drucktasche versehenen
Gleitlagerschale und dem Wälzkörper zu erzielen.
Da die Gleitlagerschale den Wälzkörper an gegenüberliegenden
Seiten im Bereich der seitlichen Kolbenwangen umschließt,
gehen in die Toleranzberechnung, die für das Durchmesserspiel
zwischen dem Wälzkörper und der Gleitlagerschale
entscheidend ist, die Maße des Wälzkörperdurchmessers und
des Durchmessers der bohrungsförmigen Ausnehmung des Kolbens
jeweils einfach ein, die Dicke der Gleitlagerschale jedoch doppelt.
Zur Erzielung eines optimalen Durchmesserspiels zwischen der Gleitlagerschale
und dem Wälzkörper ist somit ein hoher Fertigungsaufwand
mit entsprechend genauer Herstellung der Ausnehmung des Kolbens,
des Wälzkörpers und insbesondere der Gleitlagerschale erforderlich,
wodurch der Bauaufwand weiter erhöht wird.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Verdrängermaschine
der eingangs genannten Gattung zur Verfügung zu stellen,
die hinsichtlich des Bauaufwandes und Fertigungsaufwandes verbessert
ist sowie einen verbesserten Wirkungsgrad und eine verbesserte Verschleißfestigkeit aufweist.
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Diese
Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
dass das Gleitlagerelement mit der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig
verbunden ist. Der erfindungsgemäße Gedanke besteht
somit darin, bei einer Verdrängermaschine mit einer Abstützung
der Kolben mittels rollenförmigen Wälzkörpern
an der Laufbahn das Gleitlagerelement des Gleitlagers für
den Wälzkörper stoffschlüssig in der Ausnehmung
des Kolbens zu befestigen. Durch eine derartige stoffschlüssige
Befestigung kann sowohl eine radiale Sicherung des Gleitlagerelements
in Umfangsrichtung des Wälzkörpers als auch eine
axiale Sicherung des Gleitlagerelements in der Ausnehmung des Kolben
erzielt werden, wodurch der Fertigungsaufwand und der Herstellaufwand
verringert wird. Zudem weist durch die stoffschlüssige
Verbindung des Gleitlagerelements und dem Entfall von entsprechenden
Hinterschneidungen an den seitlichen Kolbenwangen des Kolbens zur
Fixierung des Gleitlagerelements die Ausnehmung eine einfache Gestaltung
auf und kann mit geringem Herstellaufwand hergestellt werden.
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Durch
die stoffschlüssige Verbindung des Gleitlagerelements in
der Ausnehmung des Kolbens und dem Entfall entsprechender Hinterschneidungen an
der Ausnehmung zur Fixierung des Gleitlagerelements wird zudem gemäß einer
vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ermöglicht, dass
das Gleitlagerelement den Wälzkörper um zumindest
180° umschlingt. Durch eine Umschlingung von über
180° Grad zwischen dem Gleitlagerelement und dem Wälzkörper
kann gegenüber einer formschlüssigen Befestigung
des Gleitlagerelements in der Ausnehmung des Kolbens die wirksame
und nutzbare Gleitlagerfläche für den Wälzkörper
vergrößert werden. Hierdurch ergibt sich eine
erhöhte Belastbarkeit des Gleitlagers, wodurch der Wirkungsgrad
und die Verschleißbeständigkeit sowie die Verschleißfestigkeit der
erfindungsgemäßen Verdrängermaschine
erhöht werden können.
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Bei
einem durch die stoffschlüssige Verbindung des Gleitlagerelements
in der Ausnehmung des Kolbens erzielbarer Umschlingungsbereich von über 180° zwischen
dem Gleitlagerelement und dem Wälzkörper ergeben
sich weitere Vorteile, wenn gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung an dem Gleitlagerelement
ein hydrostatisch entlastetes Gleitlager ausgebildet ist. Durch
den vergrößerten Umschlingungsbereich infolge
der stoffschlüssigen Verbindung kann ein vergrößertes
hydrostatisches Entlastungsfeld zwischen einer entsprechenden Drucktasche
des Gleitlagerelements und dem Wälzkörper erzielt
werden, wodurch die Belastbarkeit des Gleitlagers weiter erhöht
und die Reibungsverluste sowie der Verschleiß verringert
werden können, so dass der Wirkungsgrad und die Verschleißbeständigkeit
der erfindungsgemäßen Verdrängermaschine
weiter erhöht werden kann.
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Bei
der erfindungsgemäßen stoffschlüssigen Verbindung
des Gleitlagerelements in der Ausnehmung des Kolbens kann durch
den Entfall von zur Befestigung des Gleitlagerelements an den seitlichen Kolbenwangen
erforderlichen Hinterschneidung zur Halterung des Gleitlagerelements
die Ausnehmung gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltungsform
der Erfindung von einer einfach und mit geringem Fertigungsaufwand
herzustellenden Querbohrung mit einer zylinderförmigen
Mantelfläche im Kolben gebildet werden. Somit ist ein geringer
Herstellaufwand und Fertigungsaufwand für die Ausnehmung
des Kolbens erzielbar.
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Zudem
ist möglich, gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform
der Erfindung die Ausnehmung von einer U-förmigen, insbesondere
gefrästen, Ausnehmung mit einem geradlinigen Konturverlauf
im Kolben auszubilden. Durch den Entfall der Hinterschneidungen
an den seitlichen Kolbenwangen kann die Ausnehmung im Kolben, in
der das Gleitlagerelement stoffschlüssig befestigt wird,
von einer einfach und mit geringem Herstellaufwand herzustellenden Ausfräsung
mit einem geradlinigen Konturverlauf, d. h. einem ungestuften Konturverlauf,
gebildet werden. Eine derartige U-förmige Ausnehmung kann
ebenfalls durch Schmieden, Gießen oder Kaltfließpressen auf
einfache Weise an dem Kolben hergestellt werden.
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Bei
einer derartigen Ausbildung der Ausnehmung ergibt sich ein geringer
Aufwand für die Halterung des Wälzkörpers
in dem Gleitlagerelement, wenn gemäß einer zweckmäßigen
Ausgestaltungsform der Erfindung das Gleitlagerelement im äußeren Umschlingungsbereich
mit jeweils einer Hinterschneidung zur Halterung des Wälzkörpers
versehen ist. Das im äußeren Umschlingungsbereich
an der in der geradlinigen Ausnehmung mit einer ebenfalls geradlinigen
Außenseite aufgenommene Gleitlagerelement kann beispielsweise
im äußeren Umschlingungsbereich am Innendurchmesser
(Lagerdurchmesser) zylindrisch ausgeformt sein, um jeweils eine Hinterschneidung
zur Halterung des Wälzkörpers zu bilden.
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Durch
die erfindungsgemäße stoffschlüssige Befestigung
des Gleitlagerelements in der Ausnehmung des Kolbens wird auch ermöglicht,
gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung
das Gleitlagerelement als Grundkörper mit einem Übermaß in
der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig zu verbinden
und anschließend den Grundkörper auf einen Lagerdurchmesser
zu bearbeiten. Durch die mechanische Bearbeitung und Fertigung des
in der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig befestigten Gleitlagerelements
auf den gewünschten Lagerdurchmesser und somit die Fertigung
der Gleitlagerschale zur Aufnahme des Wälzkörpers
nach dem Fügen des Grundkörpers in der Ausnehmung
wird auf einfache Weise und mit geringem Fertigungsaufwand ermöglicht,
ein geringes und exaktes sowie optimales Durchmesserspiel zwischen
dem Wälzkörper und der Gleitlagerschale einzustellen,
da die Toleranzkette aus dem Durchmesser der Ausnehmung des Kolbens
und der Dicke des Gleitlagerelements sowie dem Durchmesser des Wälzkörpers
durch die Bearbeitung des in der Ausnehmung befestigten Gleitlagerelements
auf den gewünschten Lagerdurchmesser für das Durchmesserspiel
zwischen dem Gleitlagerelement und dem Wälzkörper
nicht mehr entscheiden ist und die Toleranz bzw. das Durchmesserspiel
auf die Durchmessermaße des Lagerdurchmessers des Gleitlagerelements
sowie des Durchmessers des Wälzkörpers reduziert
ist. Bei einer Ausbildung einer hydrostatischen Entlastung an dem
Gleitlagerelement kann somit mit geringem Bauaufwand und Herstellaufwand
ein optimaler Spalt zur Ausbildung eines hydrostatischen Druckfeldes
zwischen einer entsprechenden Drucktasche des Gleitlagerelements
und dem Wälzkörper bei geringer Leckage über
den Dichtspalt erzielt werden.
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Der
Grundkörper des Gleitlagerelements, der in der Ausnehmung
des Kolbens stoffschlüssig befestigt wird, kann hierbei
beispielsweise von einer einfach herzustellenden gerollten Lagerbuchse,
einem Rohr oder von einem tiefgezogenen Profil gebildet sein.
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Zur
stoffschlüssigen Verbindung des Gleitlagerelements mit
der Ausnehmung kann gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltungsform der Erfindung ein thermisches Fügeverfahren,
insbesondere Schweißen oder Löten, vorgesehen
werden, wodurch insbesondere Gleitlagerelemente aus einem metallischen Werkstoff
auf einfache Weise in der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig
verbunden werden können.
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Zudem
kann zur stoffschlüssigen Verbindung des Gleitlagerelements
mit der Ausnehmung ein metallurgisches Fügeverfahren, insbesondere Aufgießen,
vorgesehen sein, mit dem Gleitlagerelemente aus einem metallischen
Werkstoff oder Gleitlagerelemente aus einem tribologisch günstigen Werkstoff
in der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig befestigt
werden können.
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Alternativ
kann zur stoffschlüssigen Verbindung des Gleitlagerelements
mit der Ausnehmung ein chemisches Fügeverfahren, insbesondere
Kleben, vorgesehen sein. Durch ein Klebeverfahren können
insbesondere Gleitlagerelemente aus beispielsweise einem Kunststoffwerkstoff
oder anderen geeigneten Werkstoffen auf einfache Weise in der Ausnehmung
des Kolbens stoffschlüssig befestigt werden.
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Das
Gleitlagerelement besteht gemäß einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung aus einem Buntmetall, insbesondere
Bronze oder Messing. Derartige Werkstoffe sind durch tribologisch
günstige Eigenschaften gekennzeichnet.
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Zudem
ist möglich, das Gleitlagerelement aus einem Verbundwerkstoff,
insbesondere einem Metall-Kunststoff-Verbundwerkstoff, herzustellen, der
ebenfalls günstige tribologische Eigenschaften aufweist.
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Der
rollenförmige Wälzkörper kann als Zylinderrolle
oder Tonnenrolle ausgebildet sein. Zudem ist bei der erfindungsgemäßen
Verdrängermaschine die Verwendung eines als Kegelrolle
ausgebildeten rollenförmigen Wälzkörpers
möglich.
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Die
erfindungsgemäße Verdrängermaschine kann
einhubig oder mehrhubig ausgebildet sein und als Pumpe bzw. Motor
betrieben werden. Die erfindungsgemäße Befestigung
des Gleitlagerelements in der Ausnehmung des Kolbens kann bei einer
Ausbildung der Verdrängermaschine als Radialkolbenmaschine
oder als Axialkolbenmaschine verwendet werden. Die Axialkolbenmaschine
kann als Schrägscheibenmaschine mit einer um die Drehachse
drehbar gelagerten Zylindertrommel oder als Taumelscheibenmaschine
mit einer drehbar um die Drehachse angeordneten Laufbahn ausgebildet
werden.
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Ein
erfindungsgemäßes Verfahren zur Befestigung eines
Gleitlagerelements für einen rollenförmigen Wälzkörper
in einer Ausnehmung eines Kolbens einer Verdrängermaschine
der genannten Art ist dadurch gekennzeichnet, dass das Gleitlagerelement
als Grundkörper mit einem Übermaß in
der Ausnehmung des Kolbens stoffschlüssig verbunden wird
und anschließend auf einen Lagerdurchmesser bearbeitet
wird. Mit einem derartigen Verfahren sind eine einfache Herstellung
der Ausnehmung des Kolbens und eine geringes Durchmesserspiel zwischen dem
im gefügten Zustand zu der Gleitlagerschale bearbeiteten
Gleitlagerelement und dem Wälzkörper mit geringem
Fertigungsaufwand erzielbar. Hierdurch wird zudem mit geringem Fertigungsaufwand
ermöglicht, bei einer hydrostatischen Entlastung des Gleitlagers
einen optimaler Spalt zur Ausbildung eines hydrostatischen Druckfeldes
zwischen einer entsprechenden Drucktasche des Gleitlagerelements
und dem Wälzkörper bei geringer Leckage über
den Dichtspalt auszubilden, um die Verschleißbeständigkeit
und die Belastbarkeit des Gleitlagers und somit den Wirkungsrad
und die Verschleißfestigkeit der Verdrängermaschine
zu erhöhen.
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Weitere
Vorteile und Einzelheiten der Erfindung werden anhand der in den
schematischen Figuren dargestellten Ausführungsbeispiele
näher erläutert. Hierbei zeigen
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1 eine
erfindungsgemäße Verdrängermaschine in
einem Längsschnitt,
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2 eine
Ansicht gemäß Linie A mit einer ersten Ausführungsform
eines Kolbens in einem Querschnitt,
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3 eine
zweite Ausführungsform eines Kolbens in einer Darstellung
gemäß der 2 und
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4 eine
Abwicklung des Gleitlagers eines Kolbens gemäß den 2 und 3.
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In
der 1 ist eine erfindungsgemäße
hydrostatische Verdrängermaschine 1, die beispielsweise
als mehrhubige Axialkolbenmaschine ausgebildet ist, in einem Längsschnitt
dargestellt.
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Die
Verdrängermaschine 1 weist eine um eine Drehachse
D drehbar gelagerte Zylindertrommel 2 auf, die mit mehreren
konzentrisch zur Drehachse D angeordneten Kolbenausnehmungen 3 versehen
ist, in denen jeweils ein Kolben 4 längsverschiebbar
gelagert ist.
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Die
Kolben 4 stützen sich hierbei mittels jeweils
eines rollenförmigen Wälzkörpers W auf
einer einhubigen oder insbesondere mehrhubigen Laufbahn 6 ab,
die an der Stirnseite einer gehäusefesten Hubscheibe 7 ausgebildet
ist. Der Wälzkörper W ist beispielsweise von einer
Zylinderrolle 8 oder einer Tonnenrolle gebildet.
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Die
Zylindertrommel 2 stützt sich gegenüberliegend
zu der Hubscheibe 7 in axialer Richtung an einer gehäusefesten
Steuerfläche 9 ab, die einen Einlassanschluss 10 und
einen Auslassanschluss 11 der Verdrängermaschine 1 bilden.
Die Zylindertrommel 2 ist für jede Kolbenausnehmung 3 mit
einem Verbindungskanal 12 versehen, der bei einer Drehung
der Zylindertrommel 2 eine Verbindung des von der Kolbenausnehmung 3 und
dem Kolben 4 gebildeten Verdrängerraums V mit
dem Einlassanschluss 10 sowie dem Auslassanschluss 11 ermöglicht.
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Die
Zylindertrommel 2 ist weiterhin mit einer konzentrisch
zur Drehachse D angeordneten Triebwelle 13 drehfest verbunden,
beispielsweise mittels einer Verzahnung 14.
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Zur
Beaufschlagung der Zylindertrommel 2 in Richtung der Steuerfläche 8 ist
eine Feder 15 vorgesehen.
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Bei
der erfindungsgemäßen Verdrängermaschine 1 sind
die rollenförmigen Wälzkörper W, mit denen
die Kolben 4 an der Laufbahn 6 abgestützt sind,
in dem entsprechenden Kolben 4 in einer bohrungsförmigen
oder maulförmigen Ausnehmung 16 gelagert, die
an der der Laufbahn 6 zugewandten Stirnseite des Kolbens 4 ausgebildet
ist, wobei zwischen dem Außenumfang des Wälzkörpers
und der Ausnehmung 16 ein Gleitlager G, insbesondere ein hydrostatisch
entlastetes Gleitlager G ausgebildet ist.
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Hierzu
ist in der Ausnehmung 16 des Kolben 4 – wie
aus den 2 und 3 dargestellt
ist – ein das Gleitlager G bildendes Gleitlagerelement 20 befestigt,
in dem der entsprechende Wälzkörper W angeordnet
und gehaltert ist.
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Die
Ausnehmung 16 des Kolbens 4 gemäß der 2 ist
als eine senkrecht zu einer Kolbenlängsachse K angeordnete
Querbohrung mit einer zylinderförmigen Mantelfläche
ausgebildet.
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Bei
der 3 ist die Ausnehmung 16 des Kolbens 4 von
einer senkrecht zur Kolbenlängsachse K angeordneten, beispielsweise
gefrästen Ausnehmung mit einem U-förmigen Querschnitt
und mit einem geradlinigen und ungestuften Konturverlauf ausgebildet.
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Die
Gleitlagerelemente 20 der 2 und 3 sind
zwischen zwei seitlichen Kolbenwangen 16a, 16b der
Ausnehmung 16 angeordnet und erstrecken sich bis zu den
Enden der seitlichen Kolbenwangen 16a, 16b. In
den entsprechenden Gleitlagerelementen 20 ist der von der
Zylinderrolle 8 gebildete Wälzköper W
drehbar um eine senkrecht zur Drehachse D angeordnete Rotationsachse
R gehaltert. Die Kolbenwangen 16a, 16b und die
Gleitlagerelemente 20 übergreifen jeweils den
Wälzkörperäquator des Wälzkörpers
W in Umfangsrichtung. Die Ausnehmung 16 und somit das Gleitlagerelement 20 umschließt
somit den Wälzkörper W in Umfangsrichtung mit
einem Umschlingungsbereich U von zumindest 180° Grad. Im
vorliegenden Ausführungsbeispielen ist ein Umschlingungsbereich
U im Bereich von 240° Grad vorgesehen.
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Bei
der Ausführungsform der 2 bilden das
Gleitlagerelement 20, das beispielsweise als gerollte Lagerbuchse
ausgebildet ist, und die von der Querbohrung gebildete Ausnehmung 16 im äußeren Umschlingungsbereich
des Wälzkörpers W im Bereich der Kolbenwangen 16a, 16b und
deren bohrungsförmige Innenkontur an den äußeren
Enden jeweils eine Hinterschneidung H zur Halterung des Wälzkörpers
W.
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Bei
der Ausführungsform der 3 ist das Gleitlagerelement 20 von
beispielsweise einem tiefgezogenen Profil gebildet, an der im äußeren
Umschlingungsbereich des Wälzkörpers W jeweils
eine Hinterschneidung H zur Halterung des Wälzkörpers W
ausgearbeitet und somit ausgebildet ist. Die von der im Querschnitt
U-förmigen Ausfräsung gebildete Ausnehmung 16 weist
im Bereich der Kolbenwangen 16a, 16b an deren äußeren
Bereichen jeweils eine geradlinige Innenkontur auf.
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In
der Abwicklung eines möglichen Gleitlagers G und somit
des Gleitlagerelements 20 gemäß der 4 ist
die Ausbildung der hydrostatischen Entlastung des Gleitlagers G
dargestellt. In dem Gleitlagerelement 20 ist im mittigen
Bereich eine Verbindungsöffnung 21 ausgebildet,
die mit jeweils einer sich in Richtung des äußeren
Umschlingungsbereichs des Wälzkörpers erstreckenden
Drucktasche 22a, 22b in Verbindung steht. Die
Drucktasche 22a, 22b kann wie in der dargestellten
Ausgestaltungsform als flächige Drucktasche ausgebildet
sein oder von einer Drosselnut gebildet sein. Die Verbindungsöffnung 21 steht – wie
in den 2 und 3 gezeigt ist – mit
einem Versorgungskanal 23 des Kolbens 4 in Verbindung
und somit dem jeweiligen Verdrängerraum V des entsprechenden
Kolbens 4.
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Erfindungsgemäß wird
das Gleitlagerelement 20 als Grundkörper, beispielsweise
als gerollte Lagerbuche gemäß der 2 oder
als tiefgezogenes Profil gemäß der 3,
mit einem Übermaß in der Ausnehmung 16 des
Kolbens 4 stoffschlüssig befestigt und nach dem
Fügen im Kolben 4 auf einen gewünschten
Lagerdurchmesser bearbeitet, um eine Gleitlagerschale zur Aufnahme
des Wälzkörpers W zu bilden. Bei einer Ausführungsform
der 3 werden nach dem Fügen des Gleitlagerelements 20 im Kolben 4 an
dem Gleitlagerelement 20 ebenfalls die Hinterschneidungen
H zur Halterung des Wälzkörpers W bearbeitet und
gefertigt. Das Gleitlagerelement 20 kann beispielsweise
durch Schweißen, Löten, Aufgießen oder
Kleben mit dem Werkstoff des Kolbens 4 stoffschlüssig
verbunden werden.
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Hierdurch
ergeben sich eine Reihe von Vorteilen. Die Ausnehmung 16 im
Kolben 4 ist auf einfache Weise und mit geringem Fertigungsaufwand
herstellbar. Durch die stoffschlüssige Verbindung des Gleitlagerelements 20 in
der Ausnehmung 16 ist das Gleitlagerelement 20 auf
einfache Weise in Umfangsrichtung des Wälzkörpers
W gegen Verdrehen und gleichzeitig in axialer Richtung des Wälzkörpers
W entlang der Rotationsachse R in der Ausnehmung 16 gesichert.
Die wirksame Gleitlagerfläche kann durch die stoffschlüssige
Verbindung der Gleitlagerelements 20 mit der Ausnehmung 16 durch
die Erstreckung des Gleitlagerelements 20 bis an die Enden der
seitlichen Kolbenwangen 16a, 16b auf einen Umschlingungsbereich
U von über 180° Grad vergrößert werden,
wodurch in Verbindung mit einem hydrostatisch entlasteten Gleitlager
G ein vergrößertes hydrostatisches Entlastungsfeld
erzielbar ist. Die stoffschlüssige Verbindung des Gleitlagerelements 20 in der
Ausnehmung 16 des Kolbens 4 ermöglicht
weiterhin, einen beliebigen Gleitlagerwerkstoff mit tribologisch
günstigen Eigenschaften im Kolben 4 zu befestigen,
dessen Werkstoff anforderungsgemäß mit einer harten
und verschleißbeständigen Oberfläche versehen
ist. Durch die Bearbeitung des mit einem Übermaß in
dem Kolben 4 gefügten Gleitlagerelements 20 auf
einen gewünschten Lagerdurchmesser nach dem Fügen
des Gleitlagerelements 20 in der Ausnehmung 16 des
Kolbens 4 kann für die Gleitlagerschale ein geringes
und exakt eingehaltenes Durchmesserspiel zwischen dem Wälzkörper
W und dem Gleitlagerelement 20 auf einfache Weise und mit
geringem Fertigungsaufwand eingestellt werden. Bei einem hydrostatisch
entlasteten Gleitlager kann hierbei mit geringem Bauaufwand ein
optimaler Dichtspalt ermöglicht werden, der eine hohe hydrostatischer
Entlastung bei geringer Leckage über den Dichtspalt ermöglicht.
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Insgesamt
wird somit ein Gleitlager G erzielt, das eine hohe Belastbarkeit
und eine hohe Verschleißbeständigkeit bei geringer
Reibung aufweist, wodurch die erfindungsgemäße
Verdrängermaschine einen hohen Wirkungsgrad und eine hohe
Verschleißfestigkeit aufweist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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