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DE102009020022A1 - Fehlertolerantes Regelsystem - Google Patents

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DE102009020022A1
DE102009020022A1 DE200910020022 DE102009020022A DE102009020022A1 DE 102009020022 A1 DE102009020022 A1 DE 102009020022A1 DE 200910020022 DE200910020022 DE 200910020022 DE 102009020022 A DE102009020022 A DE 102009020022A DE 102009020022 A1 DE102009020022 A1 DE 102009020022A1
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Germany
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regulator
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DE200910020022
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Phillip Kegel
Georg Ried
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Liebherr Aerospace Lindenberg GmbH
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Liebherr Aerospace Lindenberg GmbH
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    • GPHYSICS
    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05BCONTROL OR REGULATING SYSTEMS IN GENERAL; FUNCTIONAL ELEMENTS OF SUCH SYSTEMS; MONITORING OR TESTING ARRANGEMENTS FOR SUCH SYSTEMS OR ELEMENTS
    • G05B9/00Safety arrangements
    • G05B9/02Safety arrangements electric
    • G05B9/03Safety arrangements electric with multiple-channel loop, i.e. redundant control systems

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Automation & Control Theory (AREA)
  • Safety Devices In Control Systems (AREA)

Abstract

Die vorliegende Erfindung betrifft ein redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen mit unabhängigen Soll- und Istwert-Sensoren und eigenen Stellgrößen-Ausgabe-Elementen, wobei jede einzelne Reglervorrichtung einen Mittelwert-Bildner und einen Regler umfaßt. Erfindungsgemäß sind die Eingänge des Mittelwert-Bildners mittelbar/unmittelbar mit der eigenen Stellgröße und den Stellgrößen der mindestens einen parallel aktiven Reglervorrichtung verschaltet.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen mit unabhängigen Soll- und Ist-Wertsensoren und eigenen Stellgrößenausgabeelementen.
  • In der Fachwelt wird ein Regelkreis als ein geschlossenes rückgekoppeltes System definiert, das mindestens eine Regelstrecke, mindestens einen Regler und eine Rückführung aufweist. Dabei werden Regelkreise in der Technik häufig verwendet, wenn das Verhalten der Regelstrecke nicht den technischen angestrebten Anforderungen an das System entspricht und ein kontinuierliches automatisiertes Nachregeln der Regelstrecke erforderlich ist. Anwendungsgebiete sind überall dort in der Technik zu finden, wo durch einen automatisierten Vorgang anhand gezielter Beeinflussung von physikalischen, chemischen, biologischen oder anderen Größen in Geräten, Anlagen und Fahrzeugen das Verhalten dieser Größen einem gewünschten Verhalten möglichst nahekommen soll.
  • Ein derartiges Regelsystem kann durch die nachfolgenden Kenngrößen und den allgemeingültigen Ablauf näher beschrieben werden. Dabei entspricht die Regeldifferenz der Differenz zwischen dem Soll-Wert und dem tatsächlichen Ist-Wert, wobei der Ist-Wert über die negative Rückkopplung auf den Regler zurückgeführt wird. Über den Regler wird ein neuer Stellwert berechnet, der über die Regelstrecke den Ist-Wert beeinflußt. Dadurch ergibt sich ein neuer Ist-Wert, der die Regeldifferenz verkleinert.
  • Regelkreise werden auch als Regelsysteme bezeichnet, insbesondere dann, wenn in einem Regelsystem mehrere Regelkreise ineinandergreifen.
  • Die Verwendung der genannten Regelkreise in speziellen Fahrzeugen, insbesondere im Flugverkehr, stellt an die verwendeten Regelsysteme besonders hohe Ansprüche im Bezug auf sicherheitstechnische Aspekte. Dabei müssen die verwendeten Regelgeräte bestimmte Mindestanforderungen an die Zuverlässigkeit erfüllen. Auch sollen durch den Ausfall einzelner Elemente der Regelgeräte die Funktionalität nicht beeinflußt werden. Aus diesem Grund werden zumindest einzelne Teilelemente der Reglervorrichtung redundant ausgelegt, wodurch eine erste Erkennung und Reaktion auf Fehler innerhalb des Systems ermöglicht wird. In den meisten Fällen wird der Ebene des Regelkreises eine Überwachungsebene hinzugefügt, um seine Zuverlässigkeit zu verbessern. Dies führt zu relativ komplexen Konstrukten mit speichernden Zustandsgeneratoren.
  • Ein weiteres Problem beim Einsatz redundanter Regelsysteme ergibt sich daraus, dass ein Gleichlauf der parallelen Installation funktional identischer Regelkreise vorausgesetzt ist.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es deshalb, dem Fachmann eine Vorrichtung an die Hand zu geben, die geeignet ist, in einem mehrfach redundanten Regelsystem einzelne Fehler ohne die Unterstützung spezieller Überwachungselemente zu absorbieren.
  • Eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine vereinfachte Vorrichtung aufzuzeigen, die den Gleichlauf der parallel installierten Regelkreise bewirkt.
  • Diese Aufgabe wird durch ein redundant ausgelegtes Regelsystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Vorteilhafte Weiterbildungen des erfindungsgemäßen redundant ausgelegten Regelsystems sind dabei Gegenstand der Unteransprüche.
  • Die vorliegende Erfindung umfaßt dabei ein redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtung mit unabhängigen Soll- und Ist-Wertsensoren und eigenen Stellgrößenelementen, wobei jede einzelne Regiervorrichtung einen Mittelwertbildner und einen Regler umfaßt, wobei die Eingänge des Mittelwertbildner mittelbar oder unmittelbar mit der eigenen Stellgröße und der oder den Stellgrößen der mindestens einen parallel aktiven Reglervorrichtung verschaltet sind. Bei einem solch redundant ausgelegten Regelsystem lassen sich einzelne Fehler ohne die Unterstützung spezieller Überwachungselemente in ihrer Auswirkung reduzieren. Dabei spielt die implizite Nutzung der Reglerparameter wie Regelabweichung einschließlich Verstärkungsfaktor in geschlossenen parallelen Regelkreisen eine entscheidende Rolle zur Umsetzung eines fehlertoleranten redundanten Reglungssystem. Auf die Auswertung der physikalischen Daten wie Soll-Wert oder Ist-Wert anhand relativ komplexer Konstrukten mit speichernden Zustandsgeneratoren, wie aus dem Stand der Technik bekannt, kann verzichtet werden.
  • Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung bestehen die einzelnen parallel installierten Reglervorrichtung aus jeweils einem Regler, dessen berechnete Regelgröße über dessen Ausgang mit einem Eingang eines Mittelwertbildners verschaltet ist. Weiterhin wird die Stellgröße ebenfalls mit den Eingängen der einzelnen Mittelwertbildner der übrigen parallel aktiven Reglervorrichtung oder Reglervorrichtungen verschaltet. Somit berechnet der Mittelwertbildner einen Mittelwert, der sich aus den berechneten Stellgrößen der einzelnen Regler der parallel aktiven Reglervorrichtungen ergibt.
  • Vorteilhafterweise sieht jeder Regler der mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen einen Summenpunkt zur Bestimmung der Regelabweichung vor. In dem Summenpunkt wird aus der rückgeführten Regelgröße bzw. Rückführgröße und der Führungsgröße die aktuelle Regeldifferenz bzw. der Regelfehler berechnet. Weiterhin ist an dem genannten Summenpunkt ein anschließendes Verstärkungsmittel mittelbar oder unmittelbar verschaltet, wodurch die berechnete Regelabweichung verstärkt wird und weiter mittelbar oder unmittelbar mit zumindest einem Eingang des nachfolgenden Mittelwertbildners verschaltet ist.
  • Im einfachsten Fall umfaßt das Verstärkungsmittel einen P-Regler. Dabei besteht der P-Regler ausschließlich aus einem proportionalen Anteil der Verstärkung K. Damit ist er mit seinem Ausgangssignal proportional zu seinem Eingangssignal. Denkbar ist ebenfalls ein Regler höherer Ordnung.
  • In weiterhin vorteilhafter Weise weist das Verstärkungsmittel einen Verstärkungsfaktor K > 1 auf.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung des erfindungsgemäßen Regelsystems ergibt sich daraus, dass zwischen Regler und Mittelwertbildner ein Wertebegrenzer verschaltet ist, wodurch der ermittelte Stellwert des Reglers auf einen zu definierenden Maximalwert begrenzbar ist. Die automatische Kompensation eines Einzelfehlers innerhalb des Regelsystems, beispielsweise ein fehlerhafter Sollwert, beruht auf der Sättigung, die ein einzelner ausreißender Wert über den Verstärkungsfaktor und die anschließende Wertelimitierung vor dem Mittelwertbildner erfährt.
  • Bevorzugt bildet der zu definierende Maximalwert des Wertebegrenzers, auf den der ermittelte Stellwert begrenzt werden soll, den maximalen Signalbereich des Regelsystems ab. Dadurch wird zusätzlich verhindert, dass durch die Übersteuerung einzelner Systemkomponenten ein Fehlverhalten des Regelsystems auftritt.
  • Die Erfindung betrifft des weiteren ein redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen mit unabhängigen Soll- und Ist-Wertsensoren und eigenen Stellgrößenausgabeelementen, wobei parallel zu jeweiligen Reglervorrichtung ein Mittelwertbildner geschaltet ist, dessen Eingänge mittelbar oder unmittelbar mit der zurückgeführten Regelgröße der jeweiligen Reglervorrichtung und mit den zurückgeführten Regelgrößen der mindestens einen parallel aktiven Reglervorrichtung verschaltet sind und dessen Ausgang mit der zurückgeführten eigenen Regelgröße der jeweiligen Reglervorrichtung in einem Summenpunkt verschaltet ist. Durch die genannte Vorrichtung wird ein notwendiger Gleichlauf der Stellgrößen innerhalb der unabhängigen Reglervorrichtungen gewährleistet, wodurch statische Fehler in hochdynamischen redundanten Regelsystemen kompensiert werden können. Dieser „langsame” Gleichlaufalgorithmus beruht auf einem Mittelwertbildner, dessen Ergebnis, die mittlere Regelgröße, kontinuierlich mit dem eigenen Wert im genannten Summenpunkt verglichen wird und die Abweichung als Kompensationswert dem eigenen schnellen Regler der jeweiligen Reglervorrichtung ständig zugeführt wird. Über diese Zuführung auf den Regler wird ein Abgleich der effektiven Rückführsignale und damit ein Gleichlauf zwischen den einzelnen aktiven Kanälen erzielt.
  • Durch diesen „langsamen” Gleichlaufalgorithmus sind besonders digitale Regler in ihrer Leistungsanforderung deutlich entlastet, da der Gleichlauf des dynamischen Systems mit niedrigeren Abtastsequenzen als der Abtastsequenz des eigentlichen Regelkreises gewährleistet werden kann.
  • Denkbar ist, dass das redundant ausgelegte Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 mit der genannten Vorrichtung zur Gewährleistung des Gleichlaufs der Stellgrößen der einzelnen unabhängigen Reglervorrichtungen kombiniert ist.
  • Vorteilhafterweise umfaßt oder umfassen der oder die Mittelwertbildner einen selektiven Mittelwertbildner. Durch den selektiven Mittelwertbildner der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6 ist aus zwei oder mehr Eingangswerten ein mittlerer Wert ermittelbar, dadurch dass jede Reglervorrichtung ihr ermitteltes Stellkommando mit den anderen Reglervorrichtungen zunächst austauscht und dann jeden empfangenen Eingangswert, d. h. jedes empfangene Stellkommando der parallel aktiven Reglervorrichtungen, auf bestimmte Kriterien hin überprüft und innerhalb der jeweiligen Reglervorrichtung ein Mittelwert über das eigene Stellkommando und die empfangenen überprüften Stellkommandos bildbar ist. Nur die Eingangswerte, d. h. die empfangenen Stellkommandos, die bestimmte Kriterien erfüllen, werden in jeder Reglervorrichtung dem selektiven Mittelwertbildner zugeführt. In vorteilhafter Weise ist durch den selektiven Mittelwertbildner ein arithmetisches Mittel über die Eingänge berechenbar.
  • Der selektive Mittelwertbildner gemäß des „langsamen” Gleichlaufalgorithmus aus Anspruch 7 berechnet dabei eine mittlere Regelgröße aus der eigenen Regelgröße und den überprüften empfangenen Regelgrößen der parallel aktiven Reglervorrichtungen, wobei auch hier vorteilhafterweise ein arithmetisches Mittel berechnet wird.
  • In weiterhin vorteilhafter Weise sind die Eingänge des selektiven Mittelwertbildners auf die Kriterien von Verfügbarkeit bzw. Gültigkeit überprüfbar bzw. auswählbar.
  • Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung ist dadurch gekennzeichnet, dass der im Summenpunkt aus der mittleren Regelgröße und der kontinuierlich rückgeführten Regelgröße der jeweiligen Reglervorrichtung berechnete Kompensationswert über einen verschalteten Wertebegrenzer auf einen Maximalwert begrenzbar ist und der Reglervorrichtung zuführbar ist. Der Wertebegrenzer für diesen Kompensationswert bewirkt eine Autoritätsbegrenzung im Vorwärtszweig der Reglervorrichtung und damit eine Begrenzung des Transienten für den Fall eines einzelnen Fehlers in der Rückführung einer Reglervorrichtung. Es wird in diesem Fall ein Stellgrößenkonflikt zwischen den guten aktiven Kanälen verhindert. Die Auswirkung dieses Stellgrößenkonflikts ist begrenzt, da er im inneren Positionsregler auftritt.
  • Denkbar ist, dass die Regelsysteme nach den Ansprüchen 1 und 7 mit ihren jeweiligen Ausführungsvarianten nach den Unteransprüchen 2 bis 6 und 9 bis 11 nicht notwendigerweise in Kombination einsetzbar sind, sonder auch jeweils für sich in einschleifigen oder auch mehrschleifigen Regelkreisen mit mehreren parallel aktiven Regelvorrichtungen einsetzbar sind.
  • Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung werden anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.
  • Die einzige Figur zeigt ein Schaltbild eines mehrschleifigen Reglers gemäß der vorliegenden Erfindung.
  • Das fehlertolerante redundante Regelsystem mit hohem Gleichlauf wird in sicherheitskritischen Anwendungen bei mehrschleifigen Regelkreisen benötigt, um eine hohe Verfügbarkeit und einen geringen Kraftkonflikt der redundanten Stellgrößen zu erreichen.
  • Es besteht im wesentlichen aus zwei Merkmalen:
    • 1. einem redundanten Regler mit Mittelwertbildung gesättigter Stellgrößen 15
    • 2. einer Kompensation statischer Fehler in hochdynamischen redundanten Regelsystemen 5.
  • In 1 ist dabei eine erste von mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen L1 und L2 dargestellt. Die erste aktive Reglervorrichtung wird dabei mit dem Bezugszeichen L1 versehen. Die Bezugszeichen „to L2” und „from L2” weisen dabei auf eine Verbindung zu einer zweiten parallel aktiven Reglervorrichtung L2 hin. Der Aufbau der dargestellte Reglervorrichtung L1 erfolgt nach dem Prinzip einer kaskadierten Regelung, wobei diese aus drei ineinander verschachtelten Regelkreisen besteht. Der Reglervorrichtung L1 wird ein Soll-Wert 1 zugefügt, der anhand eines unabhängigen Soll-Wertsensors meßbar ist. Die ineinander geschachtelten Regelkreise bestehen aus einem äußersten Regelkreis, der aus dem Regler 20 sowie der Regelstrecke 60 besteht, einem mittleren Regelkreis, der aus dem Regler 30 und der Regelstrecke 50 besteht und einem inneren Regelkreis, der aus dem Regler 40 und der Regelstrecke 50 besteht. Die jeweiligen Rückführungen der Regelgrößen der einzelnen Regelkreise der kaskadierten Regelung werden von außen nach innen durch die Bezugszeichen 2, 3, 70 bezeichnet.
  • Der äußerste Regelkreis mit dem Regler 20 dient in dem ausgeführten Ausgestaltungsbeispiel aus 1 zur Regelung einer Stellantriebsposition. Der mittlere Regelkreis mit dem Regler 30 und der Regelstrecke 50 dient zur Regelung einer Ventilposition, wobei das Regelsystem sich durch eine hochdynamische gemeinsame Regelgröße charakterisieren läßt.
  • Weiterhin weist die erfindungsgemäße Vorrichtung in ihren jeweiligen parallel aktiven Reglervorrichtungen L1, L2 einen redundanten Regler mit Mittelwertbildung gesättigter Stellgrößen auf. Jede einzelne, redundante Reglervorrichtung L1, L2 besteht aus dem eigentlichen Regler 20 und einem selektiven Mittelwertbildner 4. Dabei besteht der Regler aus einem Summenpunkt 16 zur Ermittlung der Regelabweichung der Regelgröße 2 von der Führungsgröße 1, sowie dem anschließenden äußeren Positionsregler mit einem Verstärkungsfaktor K. Wichtig hierbei ist, dass der Verstärkungsfaktor > 1 ist und in einem abschließenden Wertebegrenzer 14 das ermittelte Stellkommando 7 auf einen definierten Maximalwert, der vorzugsweise im Signalbereich der Reglervorrichtung liegt, limitiert wird. Der Ausgang des Wertebegrenzers 14 ist dabei mit einem Eingang des selektiven Mittelwertbildners 4 verbunden. Weiterhin wird das Ausgangssignal des Wertebegrenzers 14 zur zweiten parallel aktiven Reglervorrichtung L2 geführt. Der zweite Eingang des selektiven Mittelwertbildners wird durch die verstärkte Regelabweichung 8 der zweiten parallel aktiven Reglervorrichtung L2 gespeist. Damit ermittelt der selektive Mittelwertbildner aus zwei oder mehr Eingangswerten 7, 8 einen mittleren Wert 9, in dem jede Reglervorrichtung ihr ermitteltes Stellkommando 7, 8 mit den anderen Reglervorrichtungen L2 zunächst austauscht und dann jeder empfangene Eingangswert 8 auf Verfügbarkeit bzw. Gültigkeit überprüft wird.
  • Nur die für gut befundenen Eingangswerte, und damit aktiven Kanäle n, werden in jeder Reglervorrichtung L1, L2 dem selektiven Mittelwertbildner 4 zugeführt, wel cher aus den Eingangswerten ein arithmetisches Mittel bildet und dieses an seinem Ausgang 9 zur Verfügung stellt.
  • Die automatische Kompensation eines Einzelfehlers innerhalb des Regelsystems beruht auf der Sättigung, die ein einzelner ausreißender Wert über den Verstärkungsfaktor K und die anschließende Wertelimitierung durch den Wertebegrenzer 14 vor dem selektiven Mittelwertbildner 4 erfährt. Beispielsweise kann der resultierende Fehler infolge eines fehlerhaften Soll-Wertes oder des Ist-Wertes im Regelkreis in einem der aktiven Kanäle mit einem jeweiligen Verstärkungsfaktor K = 20%/% und einer Anzahl der aktiven Kanäle n = 4 wie folgt berechnet werden: T = 100%/(n × K) = 100%/(4 × 20%/%) = 1,25%.
  • Des Weiteren ist in 1 ein fehlertolerantes redundantes Regelsystem mit hohem Gleichlauf dargestellt, bei dem die statische Fehlerkompensation in hochdynamischen redundanten Regelsystemen durch eine erfindungsgemäße Vorrichtung zur Korrektur der Rückführsignale dargestellt ist. Dabei wird der notwendige Gleichlauf der Stellgrößen innerhalb der unabhängigen Reglervorrichtungen durch die Schaltungsanordnung 5 gelöst. Der „langsame” Gleichlaufalgorithmus beruht dabei auf einem selektiven Mittelwertbildner 6, dessen Ergebnis 11, die mittlere Regelgröße, kontinuierlich mit dem eigenen Wert, d. h. die Regelgröße 3 des mittleren Regelkreises bestehend aus dem Regler 30 und der Regelstrecke 50 verglichen wird und die Abweichung 12 als Kompensationswert dem eigenen schnellen Regler 30 ständig in einem Summenpunkt 17 zugeführt wird. Über diese Zuführung auf den Regler 30 wird ein Abgleich der effektiven Rückführsignale 3 der einzelnen Reglervorrichtungen L1, L2 und damit ein Gleichlauf zwischen den aktiven Kanälen erzielt. Der Wertebegrenzer 13 für diesen Kompensationswert 12 bewirkt eine Autoritätsbegrenzung im Vorwärtszweig des Reglers 30 und damit eine Begrenzung des Transienten für den Fall eines einzelnen Fehlers in der Rückführung 3 einer der parallel aktiven Reglervorrichtung. Der genannte selektive Mittelwertbildner 6 berechnet dabei die mittlere Regelgröße, insbesondere das arithmetische Mittel, aus der eigenen Regelgröße der jeweiligen Vorrichtung L1 sowie der zweiten parallel aktiven Reglervorrichtung L2, deren Regelgröße 10 ebenfalls dem selektiven Mittelwertbildner 6 zugeführt wird.
  • Durch den „langsamen” Gleichlaufalgorithmus sind besonders digitale Regler in ihrer Leistungsanforderung deutlich entlastet, da der Gleichlauf des dynamischen Systems mit niedrigeren Abtastfrequenzen als der Abtastfrequenz des eigentlichen Regelkreises gewährleistet werden kann.

Claims (12)

  1. Redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen (L1, L2) mit unabhängigen Soll- und Istwert Sensoren und eigenen Stellgrößen Ausgabe-Elementen, dadurch gekennzeichnet, dass jede einzelne Regelvorrichtung (L1, L2) einen Mittelwert-Bildner (4) und einen Regler (20) umfaßt, wobei die Eingänge des Mittelwert-Bildners (4) mittelbar/unmittelbar mit der eigenen Stellgröße (7) und der mindestens einen Stellgröße (8) der mindestens einen parallel aktiven Reglervorrichtung (L2) verschaltet sind.
  2. Regelsystem gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Regler (20) der mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen (L1, L2) einen Summenpunkt (16) zur Bestimmung der Regelabweichung sowie einen mittelbar/unmittelbar anschließendes Verstärkungsmittel mit einem Verstärkungsfaktor K vorsieht, dass mittelbar/unmittelbar mit zumindest einem Eingang des nachfolgenden Mittelwert-Bildner (4) verschaltet ist.
  3. Regelsystem gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsmittel einen P-Regler oder einen Regler höherer Ordnung umfaßt.
  4. Regelsystem gemäß Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verstärkungsmittel einen Verstärkungsfaktor K größer 1 vorsieht.
  5. Regelsystem gemäß einem der vorangegangenen Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen Regler (20) und Mittelwert-Bildner (4) ein Werte-Begrenzer (14) verschaltet ist, wodurch der ermittelte Stellwert (7) auf einen zu definierenden Maximalwert begrenzbar ist.
  6. Regelsystem gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der definierte Maximalwert den maximalen Signalbereich des Regelsystems abbildet.
  7. Redundant ausgelegtes Regelsystem mit einer gemeinsamen Regelgröße, mindestens zwei parallel aktiven Reglervorrichtungen (L1, L2) mit unabhängigen Soll- und Istwerten Sensoren und eigenen Stellgrößen Ausgabe-Elementen, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zur jeweiligen Reglervorrichtung ein Mittelwert-Bildner (6) geschaltet ist, dessen Eingänge mittelbar/unmittelbar mit der zurückgeführten Regelgröße (3) der jeweiligen Reglervorrichtung (L1) und mit den Regelgrößen (10) der mindestens einen parallel aktiven Reglervorrichtung (L2) verschaltet sind und dessen Ausgang mit der Regelgröße (3) der jeweiligen Reg lervorrichtung (L1) in einem Summenpunkt zur Berechnung eines Kompensationswerts (12) verschaltet ist.
  8. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Regelsystem gemäß dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 7 ausgeführt wird.
  9. Regelsystem nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der oder die Mittelwert-Bildner (4, 6) einen selektiven Mittelwert-Bildner umfassen und durch den selektiven Mittelwert-Bildner ein arithmetisches Mittel über die Eingänge berechenbar ist.
  10. Regelsystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Eingänge des selektiven Mittelwert-Bildner auf Verfügbarkeit bzw. Gültigkeit überprüfbar bzw. auswählbar sind.
  11. Regelsystem gemäß einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der genannte Kompensationswert über einen verschalteten Werte-Begrenzer (13) auf einen Maximalwert begrenzbar ist und der begrenzte Kompensationswert (12) dem Regler (30) in einem Summenpunkt (17) zuführbar ist.
  12. Regelsystem nach einem der Ansprüche 1 bis 6 oder einem der Ansprüche 7, 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Regelsysteme jeweils für sich in einschleifigen oder auch mehrschleifigen Regelkreisen mit mehreren parallel aktiven Regelvorrichtungen einsetzbar sind.
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