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DE102009029714A1 - Chirurgischer Bohrer - Google Patents

Chirurgischer Bohrer Download PDF

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surgical
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Andreas Bauer
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Dentaurum GmbH and Co KG
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Dentaurum JP Winkelstroeter KG
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Abstract

Die Erfindung betrifft einen chirurgischen Bohrer mit einem Bohrabschnitt, der den distalen Endbereich des Bohrers ausbildet und am distalen Ende mindestens eine Schneide trägt, und mit einem Befestigungsabschnitt, der den proximalen Endbereich des Bohrers ausbildet, wobei am Bohrabschnitt mindestens eine Spannut angeordnet ist, die sich bis zu einer Schneide erstreckt. Um den chirurgischen Bohrer derart weiterzubilden, dass die Entnahme von Knochenmaterial einfacher ist, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, dass zwischen dem Bohrabschnitt und dem Befestigungsabschnitt ein Sammelabschnitt angeordnet ist mit mindestens einer Ausnehmung, in die zumindest eine Spannut einmündet zum Aufnehmen und Sammeln von abgetragenem Knochenmaterial.

Description

  • Die Erfindung betrifft einen chirurgischen Bohrer mit einem Bohrabschnitt, der den distalen Endbereich des Bohrers ausbildet und am distalen Ende mindestens eine Schneide trägt, und mit einem Befestigungsabschnitt, der den proximalen Endbereich des Bohrers ausbildet, wobei am Bohrabschnitt mindestens eine Spannut angeordnet ist, die sich bis zu einer Schneide erstreckt.
  • Chirurgische Bohrer kommen in vielfältiger Ausgestaltung in der Chirurgie und auch in der Implantologie zum Einsatz, beispielsweise beim Implantieren eines Zahnimplantates. Zahnimplantate werden üblicherweise formkongruent in ein Implantatbett des Kieferknochens eingesetzt, um eine möglichst hohe Primärstabilität und ein schnelles Anwachsen des Knochens an den Implantatkörper zu erreichen. Beim Implantieren kann es erforderlich sein, Hohlräume im Knochen, zum Beispiel Defekte, zu schließen. Hierzu ist am besten körpereigenes Knochenmaterial geeignet, wie es beim Herstellen einer Bohrung in dem Knochen anfällt. Kommt zum Herstellen der Bohrung ein üblicher Spiralbohrer zum Einsatz, wie er beispielsweise aus der DE 693 26 339 T2 bekannt ist, so besteht die Schwierigkeit, dass sich das abgetragene Knochenmaterial in die spiralförmigen Spannuten einpresst. Es ist daher mühsam, mittels derartiger Spiralbohrer körpereigenes Knochenmaterial zu gewinnen.
  • Es wurde auch schon vorgeschlagen, Knochenmaterial mittels so genannter Kernbohrer zu gewinnen. Bei derartigen Kernbohrern ist der Bohrabschnitt hohlzylindrisch gestaltet und weist an seiner distalen Stirnseite sägezahnartige Schneiden auf, so dass bei Einsatz des Kernbohrers einem Knochen des Patienten gezielt Material in der Form eines Zylinders entnommen werden kann. In der DE 198 01 181 A1 wird vorgeschlagen, in Ergänzung zum hohlzylindrischen Bohrabschnitt einen Spiralbohrer zu verwenden, der den Bohrabschnitt in Längsrichtung durchsetzt, so dass das zu entnehmende Knochenmaterial zentral durchbohrt wird und ein Kreisring entsteht.
  • Zur Entnahme von Knochenmaterial sind auch spezielle Instrumente bekannt, die eine Klinge aufweisen. Derartige Instrumente zur Knochenentnahme werden beispielsweise in der DE 696 30 900 T2 vorgeschlagen. Sie eignen sich lediglich zur Knochenentnahme, nicht aber zum Einbringen einer Bohrung in einen Knochen.
  • Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen chirurgischen Bohrer der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass die Entnahme von Knochenmaterial einfacher ist.
  • Diese Aufgabe wird bei einem chirurgischen Bohrer der gattungsgemäßen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass zwischen dem Bohrabschnitt und dem Befestigungsabschnitt ein Sammelabschnitt angeordnet ist mit mindestens einer Ausnehmung, in die zumindest eine Spannut einmündet zum Aufnehmen und Sammeln von abgetragenem Knochenmaterial.
  • Die Entnahme von Knochenmaterial gestaltet sich beim erfindungsgemäßen chirurgischen Bohrer einfach, da das beim Bohrvorgang anfallende Knochenmaterial während des Bohrvorganges in der Ausnehmung des Sammelabschnitts des Bohrers gesammelt werden kann. Das Knochenmaterial wird von der mindestens einen, an der distalen Stirnseite des Bohrers angeordneten Schneide vom Knochen abgetragen. Es gelangt dann von der Schneide unmittelbar in eine Spannut, die sich entlang des Bohrabschnitts bis zur Ausnehmung des Sammelabschnitts erstreckt. Während des Bohrvorganges entsteht an der mindestens einen Schneide laufend zusätzliches Knochenmaterial, so dass das bereits abgetragene Knochenmaterial allmählich entlang der Spannut verschoben wird, bis es in die in proximaler Richtung an die Spannut anschließende Ausnehmung gelangt. Diese bildet ein Reservoir für abgetragenes Knochenmaterial. Ist der Bohrvorgang abgeschlossen, so kann der Bohrer aus der soeben hergestellten Bohrung herausgezogen und anschließend das abgetragene Knochenmaterial der Spannut und insbesondere auch der Ausnehmung entnommen werden. Körpereigenes Knochenmaterial, das beim Herstellen einer Bohrung anfällt, kann somit auf einfache Weise gesammelt und anschließend beispielsweise zum Schließen von Defekten verwendet werden.
  • Das Sammeln des beim Bohrvorgang anfallenden Knochenmaterials hat darüber hinaus den Vorteil, dass die Entnahme des abgetragenen Knochenmaterials aus der Bohrung verbessert wird. Üblicherweise wird anfallendes Knochenmaterial aus der soeben hergestellten Bohrung ausgespült. Hierbei besteht allerdings das Risiko, dass ein Teil des abgetragenen Knochenmaterials in der Bohrung verbleibt. Dieses Knochenmaterial behindert anschließend das Einbringen des Implantats in die Bohrung. Beim erfindungsgemäßen Bohrer wird jedoch das abgetragene Knochenmaterial zu einem sehr großen Anteil in der Ausnehmung des Bohrers gesammelt und somit zuverlässig der Bohrung entnommen. Die Gefahr, dass das Einbringen eines Implantats in die Bohrung durch darin verbleibendes Knochenmaterial behindert wird, wird deutlich reduziert.
  • Ein weiterer Vorteil des erfindungsgemäßen Bohrers besteht darin, dass die Bohrstelle besser gekühlt werden kann, denn das Kühlmedium, beispielsweise eine sterile, gekühlte physiologische Kochsalzlösung, kann auf einfachere Weise in die Bohrung eingebracht werden, da sie nicht von abgetragenem Knochenmaterial behindert wird.
  • Von Vorteil ist es, wenn die mindestens eine Spannut parallel zur Längsachse des Bohrers ausgerichtet ist. Die Spannut kann zwei im Winkel zueinander ausgerichtete, ebene Nutwände aufweisen, die jeweils parallel zur Längsachse des Bohrers verlaufen. Es hat sich gezeigt, dass durch geradlinige Spannuten das Überführen von abgetragenem Knochenmaterial in die Ausnehmung des Sammelabschnitts verbessert wird.
  • Es kann vorgesehen sein, dass der Bohrabschnitt eine einzige Spannut aufweist, über die abgetragenes Knochenmaterial in die Ausnehmung des Sammelabschnitts überführbar ist. Von besonderem Vorteil ist es jedoch, wenn der Bohrabschnitt mehrere Spannuten aufweist, die günstigerweise in Umfangsrichtung des Bohrabschnitts gleichmäßig verteilt angeordnet sind. Die Spannuten können im Querschnitt jeweils identisch ausgebildet sein.
  • Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung weist der Bohrabschnitt zwei Spannuten auf, die einander diametral gegenüberliegen. Bei einer derartigen Ausführungsform kann der Bohrabschnitt an seiner distalen Stirnseite zwei Schneiden tragen. Die Spannuten enden jeweils an einer Schneide und erstrecken sich in proximaler Richtung auf einander gegenüberliegenden Seiten des Bohrers bis zu einer Ausnehmung.
  • Günstigerweise erstreckt sich die mindestens eine Spannut in Umfangsrichtung des Bohrabschnitts über einen Winkelbereich von mindestens 60°, insbesondere über einen Winkelbereich von mehr als 90°. Die Spannut weist somit eine verhältnismäßig große Breite auf. Dadurch wird das Aufnehmen und Sammeln von Knochenmaterial verbessert.
  • Der Sammelabschnitt des chirurgischen Bohrers weist bei einer vorteilhaften Ausführungsform einen zylindrischen Grundkörper auf, der die mindestens eine Ausnehmung umfasst.
  • Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weisen der Grundkörper und der Bohrabschnitt denselben Durchmesser auf.
  • Es kann jedoch auch vorgesehen sein, dass der Durchmesser des Grundkörpers größer ist als der Durchmesser des Bohrabschnitts und/oder des Befestigungsabschnitts. Durch den vergrößerten Durchmesser des Grundkörpers kann das Volumen der mindestens einen Ausnehmung vergrößert werden, so dass eine besonders große Menge an abgetragenem Knochenmaterial während des Bohrvorgangs gesammelt werden kann.
  • Günstig ist es, wenn der Sammelabschnitt über eine konische Verengung in den Bohrabschnitt übergeht.
  • Das Aufnehmen und Sammeln von abgetragenem Knochenmaterial und insbesondere auch dessen Entnahme nach Beendigung eines Bohrvorganges wird vereinfacht, wenn die Ausnehmung einen sich bevorzugt quer zur Längsachse des Bohrers durch den Sammelabschnitt hindurch erstreckenden Durchgang ausbildet. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere von Vorteil, wenn der Bohrabschnitt zwei einander diametral gegenüberliegende Spannuten aufweist, denn diese können sich dann auf einander gegenüberliegenden Seiten bis zum gemeinsamen Durchgang erstrecken, in dem das abgetragene Knochenmaterial gesammelt wird.
  • Der Durchgang kann beispielsweise in Form eines Langlochs ausgebildet sein. Dies vereinfacht die Herstellung des erfindungsgemäßen Bohrers.
  • Das Langloch kann geradlinig verlaufen, das heißt es kann sich parallel zur Längsachse des Bohrers erstrecken.
  • Das Langloch kann zwei einander gegenüberstehende, jeweils eben ausgebildete Längswände aufweisen, die am distalen Ende des Langlochs und am proximalen Ende des Langlochs jeweils über einen kreisbogenförmigen Wandabschnitt miteinander verbunden sind.
  • Der Abstand der einander gegenüberstehenden Längswände des Langlochs beträgt bevorzugt mindestens die Hälfte des Durchmessers des zylindrischen Grundkörpers des Sammelabschnitts.
  • Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung verengt sich die mindestens eine Spannut beim Übergang in die Ausnehmung.
  • Günstigerweise erfolgt der Übergang von der Spannut zu der Ausnehmung über zumindest einen gekrümmten oder konischen Wandabschnitt am proximalen Ende der Spannut.
  • Die mindestens eine Ausnehmung erstreckt sich bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung über mindestens 75% der Länge des Sammelabschnitts. Insbesondere kann vorgesehen sein, dass die Ausnehmung sich über mehr als 80% des Sammelabschnitts erstreckt.
  • Von besonderem Vorteil ist es, wenn sich die mindestens eine Ausnehmung über mindestens 50% der Gesamtlänge des Bohr- und Sammelabschnitts erstreckt.
  • Bevorzugt ist die mindestens eine Ausnehmung länger als der Bohrabschnitt.
  • Das Volumen der mindestens einen Ausnehmung ist bei einer vorteilhaften Ausgestaltung größer als das Volumen der in die Ausnehmung einmündenden Spannut. Dadurch lässt sich eine besonders große Menge an während des Bohrvorganges anfallendem Knochenmaterial in der mindestens einen Ausnehmung sammeln.
  • Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
  • 1: eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen chirurgischen Bohrers und
  • 2: eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen chirurgischen Bohrers.
  • Der in 1 dargestellte chirurgische Bohrer 10 weist in seinem proximalen Endbereich einen Befestigungsabschnitt 12 auf, der nach Art eines Schafts ausgestaltet ist und am proximalen Ende einen Befestigungszapfen 14 trägt. Derartige Befestigungszapfen sind dem Fachmann an sich bekannt. Sie bedürfen daher vorliegend keiner näheren Erläuterung.
  • In distaler Richtung schließt sich an den Befestigungsabschnitt 12 über einen sich in radialer Richtung konisch erweiternden Ringbund 16 ein Sammelabschnitt 18 an. Der Sammelabschnitt 18 weist einen zylindrischen Grundkörper 20 auf, der senkrecht zur Längsachse 22 des Bohrers 10 von einer Ausnehmung in Form eines Langlochs 24 durchsetzt ist. Das Langloch 24 weist zwei einander gegenüberstehende, jeweils eben ausgestaltete, parallel zur Längsachse 22 ausgerichtete Längswände 26, 28 auf, die am proximalen Ende des Langlochs 24 über einen ersten bogenförmig gekrümmten Wandabschnitt 30 und am distalen Ende des Langlochs 24 über einen zweiten bogenförmig gekrümmten Wandabschnitt 32 miteinander verbunden sind.
  • An den Sammelabschnitt 18 schließt sich in distaler Richtung über eine konische Verengung 34 ein Bohrabschnitt 36 an den Sammelabschnitt 18 an. Der Bohrabschnitt 36 ist zylindrisch ausgestaltet und weist am distalen Ende eine Spitze 38 auf, von der zwei Schneiden 40, 42 schräg zur Längsachse 22 ausgerichtet in einander abgewandte Richtungen radial nach außen verlaufen.
  • An die Schneiden 40, 42 schließt sich in proximaler Richtung jeweils eine geradlinige Spannut 44 bzw. 46 an, die sich von der jeweiligen Schneide 40, 42 ausgehend über die gesamte Länge des Bohrabschnitts 36 erstreckt und in das Langloch 24 einmündet. Die beiden Spannuten 44 und 46 stehen einander diametral gegenüber und sind identisch ausgebildet. In Umfangsrichtung des Bohrabschnitts 36 erstrecken sie sich jeweils über einen Winkelbereich von mindestens 90°. Sie weisen jeweils zwei ebene, schräg zueinander und parallel zur Längsachse 22 ausgerichtete Seitenwände auf. Sie treffen auf einander gegenüberliegenden Seiten in das Langloch 24, wobei sie in ihrem proximalen Endbereich jeweils eine Verengung ausbilden mit einem gekrümmten Wandabschnitt 48 bzw. 50. Die Volumina der Spannuten 44 und 46 sind identisch und jeweils kleiner als das Volumen des Langlochs 24. Die Länge des Langlochs 24 ist deutlich größer als die Länge der Spannuten 44, 46.
  • Bei Einsatz des chirurgischen Bohrers 10 wird mittels der Schneiden 40 und 42 Knochenmaterial abgetragen. Das Knochenmaterial wird über die Spannuten 44 und 46 auf einander gegenüberliegenden Seiten in das Langloch 24 überführt und dort gesammelt. Nach Beendigung des Bohrvorganges wird der Bohrer 10 aus der Bohrung herausgezogen und das angefallene Knochenmaterial kann dem Langloch 24 und den geradlinigen Spannuten 44 und 46 auf einfache Weise entnommen werden. Mittels des Bohrers 10 ist sichergestellt, dass ein sehr großer Anteil des während des Bohrvorgangs anfallenden Knochenmaterials gesammelt werden kann, so dass nur ein sehr geringer Anteil des abgetragenen Knochenmaterials in der Bohrung verbleibt und ausgespült werden muss, bevor ein Implantat in die Bohrung eingesetzt werden kann. Die Gefahr, dass das Einsetzen eines Implantats in die Bohrung durch darin verbliebenes Knochenmaterial behindert wird, wird somit deutlich reduziert. Darüber hinaus ermöglicht der chirurgische Bohrer 10 eine verbesserte Kühlung der Bohrstelle, da das Kühlmedium praktisch nicht durch in der Bohrung verbleibendes Knochenmaterial beeinträchtigt wird.
  • In 2 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen chirurgischen Bohrers dargestellt, der insgesamt mit dem Bezugszeichen 60 belegt ist. Dieser ist weitgehend identisch ausgebildet wie der voranstehend unter Bezugnahme auf 1 erläuterte Bohrer 10. Für identische Bauteile werden daher in 2 dieselben Bezugszeichen verwendet wie in 1. Bezüglich dieser Bauteile wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf die voranstehenden Erläuterungen verwiesen.
  • Der in 2 dargestellte chirurgische Bohrer 60 umfasst ebenfalls einen Befestigungsabschnitt 12, der nach Art eines Schafts ausgestaltet ist und am proximalen Ende einen Befestigungszapfen 14 trägt. In distaler Richtung schließt sich an den Befestigungsabschnitt 12 über eine radial nach außen gerichtete erste Stufe 62 ein Ringbund 64 an, dessen Durchmesser deutlich größer gewählt ist als der Durchmesser des Befestigungsabschnitts 12. Über eine radial nach innen gerichtete zweite Stufe 66 geht der Ringbund 64 in den Sammelabschnitt 18 über, an den sich in distaler Richtung der Bohrabschnitt 36 anschließt.
  • Bei dem in 2 dargestellten Bohrer 60 weist der Sammelabschnitt 18 denselben Durchmesser auf wie der Bohrabschnitt 36, es ist also zwischen dem Sammelabschnitt 18 und dem Bohrabschnitt 36 des chirurgischen Bohrers 60 keine konische Verengung vorgesehen.
  • Der Bohrabschnitt 36 des chirurgischen Bohrers 60 trägt in entsprechender Weise wie der Bohrabschnitt 36 des voranstehend erläuterten Bohrers 10 auf einander diametral gegenüberliegenden Seiten Spannuten 44, 46, die jeweils von einer Schneide 40 bzw. 42 des Bohrers 10 ausgehen. Die Schneiden 40 und 42 verlaufen in proximaler Richtung bis zum Langloch 24 des Sammelabschnitts 18. Beim Bohrer 60 beträgt die Länge des Langlochs 24 ein Vielfaches der Länge des Bohrabschnitts 36, beispielsweise kann das Langloch 24 des Bohrers 60 mindestens dreimal so lang sein wie dessen Bohrabschnitt 36, insbesondere eine drei- bis fünffache Länge des Langlochs 24 hat sich für den Bohrer 60 als besonders vorteilhaft erwiesen.
  • Die beiden Spannuten 44 und 46 des chirurgischen Bohrers 60 sind jeweils rinnenförmig ausgebildet und erstrecken sich in Umfangsrichtung über einen Winkelbereich von deutlich mehr als 90°.
  • Auch mittels des chirurgischen Bohrers 60 kann Knochenmaterial abgetragen werden, das über die Spannuten 44 und 46 auf einander gegenüberliegenden Seiten in das Langloch 24 überführt und dort gesammelt werden kann. Nach Beendigung des Bohrvorganges kann der Bohrer 60 aus der Bohrung herausgezogen und anschließend kann das angefallene Knochenmaterial auf einfache Weise dem Langloch 24 und den Spannuten 44 und 46 entnommen werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 69326339 T2 [0002]
    • - DE 19801181 A1 [0003]
    • - DE 69630900 T2 [0004]

Claims (14)

  1. Chirurgischer Bohrer mit einem Bohrabschnitt, der den distalen Endbereich des Bohrers ausbildet und am distalen Ende mindestens eine Schneide trägt, und mit einem Befestigungsabschnitt, der den proximalen Endbereich des Bohrers ausbildet, wobei am Bohrabschnitt mindestens eine Spannut angeordnet ist, die sich bis zu einer Schneide erstreckt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Bohrabschnitt (36) und dem Befestigungsabschnitt (12) ein Sammelabschnitt (18) angeordnet ist mit mindestens einer Ausnehmung (24), in die zumindest eine Spannut (44, 46) einmündet zum Aufnehmen und Sammeln von abgetragenem Knochenmaterial.
  2. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Spannut (44, 46) parallel zur Längsachse (22) des Bohrers (10) ausgerichtet ist.
  3. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Bohrabschnitt (36) zwei Spannuten (44, 46) aufweist, die einander diametral gegenüberliegen.
  4. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens eine Spannut (44, 46) in Umfangsrichtung des Bohrabschnitts (36) über einen Winkelbereich von mehr als 60°, insbesondere über einen Winkelbereich von mehr als 90° erstreckt.
  5. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelabschnitt (18) einen zylindrischen Grundkörper (20) mit mindestens einer Ausnehmung (24) aufweist.
  6. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchmesser des Grundkörpers (20) größer ist als der Durchmesser des Bohrabschnitts (36) und/oder des Befestigungsabschnitts (12).
  7. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelabschnitt (18) über eine konische Verengung (34) in den Bohrabschnitt (36) übergeht.
  8. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (20) denselben Durchmesser aufweist wie der Bohrabschnitt (36).
  9. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sammelabschnitt (18) eine einzige Ausnehmung aufweist in Form eines sich durch den Sammelabschnitt (18) hindurch erstreckenden Durchgangs (24).
  10. Chirurgischer Bohrer nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Durchgang als Langloch (24) ausgestaltet ist.
  11. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens eine Spannut (44, 46) beim Übergang in die jeweils zugeordnete Ausnehmung (24) verengt.
  12. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die mindestens eine Ausnehmung (24) über mindestens 75% der Länge des Sammelabschnitts (18) erstreckt.
  13. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ausnehmung (24) länger ist als der Bohrabschnitt (36).
  14. Chirurgischer Bohrer nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der mindestens einen Ausnehmung (24) größer ist als das Volumen der in die Ausnehmung (24) einmündenden Spannut (44, 46).
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