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DE102009028609A1 - Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung - Google Patents

Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung Download PDF

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DE102009028609A1
DE102009028609A1 DE200910028609 DE102009028609A DE102009028609A1 DE 102009028609 A1 DE102009028609 A1 DE 102009028609A1 DE 200910028609 DE200910028609 DE 200910028609 DE 102009028609 A DE102009028609 A DE 102009028609A DE 102009028609 A1 DE102009028609 A1 DE 102009028609A1
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piston
pump
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pistons
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Josef Frank
Alexander Fuchs
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Robert Bosch GmbH
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Robert Bosch GmbH
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    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M37/00Apparatus or systems for feeding liquid fuel from storage containers to carburettors or fuel-injection apparatus; Arrangements for purifying liquid fuel specially adapted for, or arranged on, internal-combustion engines
    • F02M37/04Feeding by means of driven pumps
    • F02M37/16Feeding by means of driven pumps characterised by provision of personally-, e.g. manually-, operated pumps
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02MSUPPLYING COMBUSTION ENGINES IN GENERAL WITH COMBUSTIBLE MIXTURES OR CONSTITUENTS THEREOF
    • F02M1/00Carburettors with means for facilitating engine's starting or its idling below operational temperatures
    • F02M1/16Other means for enriching fuel-air mixture during starting; Priming cups; using different fuels for starting and normal operation
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F04POSITIVE - DISPLACEMENT MACHINES FOR LIQUIDS; PUMPS FOR LIQUIDS OR ELASTIC FLUIDS
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Abstract

Die Erfindung betrifft eine manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) für die Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine (1), umfassend ein Betätigungsglied (24) und einen in einem Gehäuse (16) verschiebbar geführten Pumpenkolben (17), welcher bei einer Aufwärtsbewegung ein Fluid aus einer Saugleitung (5) in einen ersten Druckraum (19) saugt und bei einer darauf folgenden Abwärtsbewegung in eine weiterführende Versorgungsleitung (6) fördert, wobei ferner das Gehäuse (16) zudem einen Ringkolben (18) verschiebbar aufnimmt, durch dessen Durchgangsbohrung der Pumpenkolben (17) hindurchgeführt ist und welcher bei einer translatorischen Bewegung ein Ansaugen in und ein Fördern aus einem zweiten Druckraum (20) bewirkt, wobei der Ringkolben (18) und der Pumpenkolben (17) derart über eine Arretiervorrichtung miteinander in Wirkverbindung stehen, dass die beiden Kolben (17, 18) bis zu einem definierten Druck in der Versorgungsleitung (6) in der Bewegung miteinander gekoppelt sind, während ab Überschreiten des definierten Drucks lediglich einer der Kolben (17; 18) über das Betätigungsglied (24) bewegbar ist.

Description

  • Stand der Technik
  • Die Erfindung betrifft eine manuell betätigbare Pumpenvorrichtung für die Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine, umfassend ein Betätigungsglied und einen, in einem Gehäuse verschiebbar geführten Pumpenkolben, welcher bei einer Aufwärtsbewegung ein Fluid aus einer Saugleitung in einen ersten Druckraum saugt und bei einer darauf folgenden Abwärtsbewegung in eine weiterführende Versorgungsleitung fördert.
  • Aus der DE 202 12 673 U1 ist eine derartige Pumpenvorrichtung bekannt, bei welcher ein Pumpenkolben in einem Gehäuse verschiebbar geführt ist und über eine Kolbenstange mit einem Betätigungsglied in Verbindung steht. Des Weiteren bildet der Pumpenkolben mit dem umliegenden Gehäuse einen Druckraum aus, in welchen bei einer Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens zur Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems ein Fluid aus einer Saugleitung ansaugbar ist, das dann bei einer darauf folgenden Abwärtsbewegung des Kolbens in eine hieran anschließende Versorgungsleitung gefördert wird. Über die Saugleitung ist der Druckraum mit einem Vorratsbehälter des Fluids verbunden, während über die, an den Druckraum anschließende Versorgungsleitung das weiter geförderte Fluid Einspritzkomponenten einer Brennkraftmaschine zugeführt werden kann. Um hierbei zum einen das Ansaugen und zum anderen das Weiterfördern zu ermöglichen, ist eine Zulaufbohrung des Druckraumes sowohl eingangs- als auch ausgangsseitig jeweils mit einem Rückschlagventil versehen.
  • Es ist des Weiteren im Allgemeinen bekannt, dass im Bereich der Versorgungsleitung und vor der Brennkraftmaschine üblicherweise eine Förderpumpe vorgesehen ist, über welche im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine das Fluid aus dem Vorratsbehälter angesaugt und im Anschluss daran einer Hochdruckpumpe zugeführt wird, welche den zur Einspritzung über die Einspritzkomponenten nötigen Druck des Fluids darstellt. Bei einer ersten Inbetriebnahme oder nach einem Austausch von Elementen zwischen Vorratsbehälter und Brennkraftmaschine befindet sich in der Saugleitung und/oder der Versorgungsleitung Luft, weswegen vor Betrieb der Brennkraftmaschine eine Entlüftung der Leitungen zu erfolgen hat.
  • Bei dieser Entlüftung der Leitungen muss jedoch bei einem System gemäß dem Stand der Technik im Bereich der Förderpumpe ein, zu dieser parallel geschaltetes Bypassventil vorgesehen werden. Denn während einer Entlüftung der Saugleitung über die manuell betätigbare Pumpenvorrichtung noch mit niedrigem Druck und damit auch geringem Kraftaufwand möglich ist, kann eine Förderung des Fluids in die, an den Druckraum anschließende Versorgungsleitung aufgrund eines hierfür höheren, nötigen Drucks nur mit hohem Kraftaufwand an der Pumpenvorrichtung erfolgen, da das Fluid hierbei durch enge Spalte in der Förderpumpe gedrückt werden muss. Diese höhere, aufzuwendende Kraft lässt sich zwar durch das Vorsehen eines Bypassventils vermeiden, die Anordnung dieses Ventils erhöht allerdings den Herstellungsaufwand entsprechend.
  • Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine manuell betätigbare Pumpenvorrichtung zur Verfügung zu stellen, welche für den Einsatz im Bereich eines Kraftstoffeinspritzsystems geeignet ist, wobei eine Förderung von Fluid über die Pumpenvorrichtung durch eine Förderpumpe hindurch mit nahezu gleichbleibendem Kraftaufwand erfolgen kann.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Diese Aufgabe wird ausgehend vom Oberbegriff des Anspruchs 1 in Verbindung mit dessen kennzeichnenden Merkmalen gelöst. Die darauf folgenden, abhängigen Ansprüche geben jeweils vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung wieder.
  • Die Erfindung umfasst die technische Lehre, dass das Gehäuse zudem einen Ringkolben verschiebbar aufnimmt, durch dessen Durchgangsbohrung der Pumpenkolben hindurchgeführt ist und welcher bei einer translatorischen Bewegung ein Ansaugen in und ein Fördern aus einem zweiten Druckraum bewirkt. Dabei stehen der Ringkolben und der Pumpenkolben über eine Arretiervorrichtung derart miteinander in Wirkverbindung, dass die beiden Kolben bis zu einem definierten Druck in der Versorgungsleitung in der Bewegung miteinander gekoppelt sind, während ab Überschreiten des definierten Drucks lediglich einer der Kolben über das Betätigungsglied bewegbar ist.
  • Vorteile der Erfindung
  • Durch die druckabhängige Koppelung des Ringkolbens mit dem Pumpenkolben kann bei niedrigen Drücken in der Versorgungsleitung eine Förderung über beide Kolben mit einer entsprechend großen Menge an Fluid erfolgen, während ab Überschreiten des definierten Drucklevels die Förderung nur noch über einen der Kolben mit reduzierter Fördermenge und mit verminderter Betätigungskraft an der Pumpenvorrichtung erfolgt. Muss also zur Entlüftung der Versorgungsleitung Fluid durch die engen Spalten einer Förderpumpe hindurchgedrückt werden, so wird durch den hierbei ansteigenden Druck in der Versorgungsleitung einer der Kolben von einer Betätigung abgekoppelt, wodurch die zur Förderung des Fluids nötige Kraft am Betätigungselement auf einem nahezu gleichen Niveau verbleibt. Dementsprechend kann im Bereich der Förderpumpe ein zusätzliches Bypassventil entfallen, was insgesamt den Herstellungsaufwand entsprechend vermindert.
  • Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ist die Arretiervorrichtung durch mindestens eine Kugel gebildet, die in je einer radialen Bohrung eines der Kolben platziert ist und über je ein Federelement in eine überdeckende Position zwischen der je einen radialen Bohrung und einer korrespondierend am jeweils anderen Kolben ausgeprägten, umlaufenden Nut bringbar ist, um bis zu einer Überwindung von Federkräften der Federelemente eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Kolben in axialer Richtung herzustellen. Mittels einer derartigen Ausgestaltung der Arretiervorrichtung kann die Koppelung der beiden Kolben zuverlässig an ein definiertes Druckniveau in der Versorgungsleitung entsprechend der Gestaltung der jeweiligen Federsteifigkeit angepasst werden. Ab Überschreiten des definierten Drucks ist hierbei zudem eine Relativverschiebung zwischen den beiden Kolben mit niedriger Reibung durch die abrollende Kugel möglich.
  • In Weiterbildung der Erfindung teilt sich die Saugleitung in zwei, den jeweiligen Druckräumen zugeordnete Zulaufbohrungen auf, die im Anschluss an die Druckräume wieder in die Versorgungsleitung zusammenlaufen. Zweckmäßigerweise verfügen die Zulaufbohrungen hierbei jeweils über ein eingangsseitig und ein ausgangsseitig platziertes Rückschlagventil. Hierdurch sind die beiden Druckräume der Kolben getrennt voneinander mit Fluid befüllbar und beeinflussen sich bei einer Förderbewegung der Kolben nicht gegenseitig.
  • Es ist eine weitere, vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung, dass das Betätigungselement an einem oberen, axialen Ende des Pumpenkolbens vorgesehen ist, über welches der Pumpenkolben entgegen einer, im ersten Druckraum platzierten Rückstellfeder translatorisch bewegbar ist. Dies hat den Vorteil, dass sich hierdurch eine sehr kompakte Gestaltung der manuell betätigbaren Pumpenvorrichtung mitsamt einer platzsparenden Unterbringung der Rückstellfeder realisieren lässt.
  • Vorteilhafterweise verfügt der Pumpenkolben an einem Außendurchmesser über einen Sprengring, welcher mit einem unteren, axialen Ende des Ringkolbens in Kontakt bringbar ist, um eine Aufwärtsbewegung des Ringkolbens ab diesem Kontakt starr mit der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens zu koppeln. Durch diese Maßnahme wird stets eine Rückbewegung des Ringkolbens gewährleistet und gleichzeitig ein oberer Anschlag für den Pumpenkolben ausgebildet.
  • Entsprechend einer weiteren, vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung sind jeweils zwischen den Kolben und dem umliegenden Gehäuse, sowie zwischen den Kolben untereinander Wellendichtungen vorgesehen. Hierdurch wird eine Leckage von Fluid aus den Druckräumen unterbunden.
  • Kurze Beschreibung der Zeichnungen
  • Weitere, die Erfindung verbessernde Maßnahmen werden nachstehend gemeinsam mit der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung anhand der Figuren näher dargestellt.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine, bei welchem die erfindungsgemäße manuell betätigbare Pumpenvorrichtung Anwendung findet, und
  • 2 eine Einzeldarstellung der erfindungsgemäßen manuell betätigbaren Pumpenvorrichtung.
  • Ausführungsform der Erfindung
  • In 1 ist eine schematische Darstellung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine 1 zu sehen, bei welchem die erfindungsgemäße manuell betätigbare Pumpenvorrichtung 2 Anwendung findet. Diese ist hierbei zwischen einem Vorratsbehälter 3 für das zu fördernde Fluid in Form von Kraftstoff und einer Förderpumpe 4 platziert und steht dabei zum einen mit einer Saugleitung 5 und zum anderen mit einer Versorgungsleitung 6 in Verbindung. Entlang der Saugleitung 5 ist des Weiteren ein Vorfilter 7 vorgesehen, durch welchen das aus dem Vorratsbehälter 3 entnommene Fluid vor dem Eintritt in die Förderpumpe 4 gefiltert wird. Parallel zu der Förderpumpe 4 ist zudem ein Überdruckventil 8 vorgesehen, das im Falle eines zu hohen Drucks in einer, an die Förderpumpe 4 anschließenden Förderleitung 9 öffnet. Die Förderleitung 9 verbindet wiederum die Förderpumpe 4 mit einer Hochdruckpumpe 10, welche in diesem Fall als Blackbox dargestellt ist und auf deren genaueren Aufbau, sowie auf weitere, dem Fachmann bekannte und in diesem Bereich vorgesehene Elemente nicht weiter eingegangen wird. Zwischen der Hochdruckpumpe 10 und der Förderpumpe 4 ist ein Hauptfilter 11 angeordnet, durch welchen das geförderte Fluid einer erneuten Filterung unterzogen wird. Über die Hochdruckpumpe 10 wird das zugeführte Fluid dann auf Hochdruck verdichtet und anschließend einem Druckspeicher 12 zugeführt, der Injektoren 13 der Brennkraftmaschine 1 versorgt. Der Druckbehälter 12 steht zudem über eine Rückführleitung 14 und einem hierin angeordneten Druckbegrenzungsventil 15 mit dem Vorratsbehälter 3 in Kontakt, so dass bei einem zu hohen Druck im Druckspeicher 12 überschüssiges Fluid druckfrei in den Vorratsbehälter 3 zurückströmen kann. Über diese Rückführleitung 14 kann des Weiteren auch Fluid aus der Hochdruckpumpe 10 in den Vorratsbehälter 3 gelangen.
  • Im Normalbetrieb der Brennkraftmaschine 1 wird Fluid aus dem Vorratsbehälter 3 über die Förderpumpe 4 entnommen und im Anschluss daran der Hochdruckpumpe 10 zugeführt. Diese verdichtet das Fluid auf Hochdruck und befördert es daraufhin in den Druckspeicher 12, aus welchem das Fluid dann durch die Injektoren 13 zur Einspritzung in Brennräume der Brennkraftmaschine 1 entnommen wird. Im Falle der Erstinbetriebnahme des Systems oder bei Austausch einzelner Komponenten kann sich in einer oder mehrerer der Leitungen 5, 6 und/oder 9 jedoch Luft befinden. Zur Entfernung dieser Luft wird im Vorfeld die Pumpenvorrichtung 2 betätigt, auf deren genaueren Aufbau nunmehr eingegangen werden soll.
  • In 2 ist der Aufbau der manuell betätigbaren Pumpenvorrichtung 2 anhand einer teils geschnittenen, teils schematisch dargestellten Figur zu erkennen. Diese verfügt über ein Gehäuse 16, das in einer Stufenbohrung zum Einen ein axiales Ende eines Pumpenkolbens 17 verschiebbar führt und zum Anderen einen Ringkolben 18 verschiebbar aufnimmt. Hierbei bilden der Pumpenkolben 17 und der Ringkolben 18 mit dem umliegenden Gehäuse 16 einen ersten und einen zweiten Druckraum 19 und 20 aus, die im einzelnen jeweils über Zulaufbohrungen 21a und 21b zum Einen mit der Saugleitung 5 und zum Anderen mit der Versorgungsleitung 6 in Verbindung stehen. Diese Zulaufbohrungen 21a und 21b weisen dabei im Einzelnen jeweils seitens der Saugleitung 5 eingangsseitige Rückschlagventile 22a und 22b, sowie seitens der Versorgungsleitung 6 jeweils ausgangsseitige Rückschlagventile 23a und 23b auf.
  • Der Pumpenkolben 17 ist an seinem oberen axialen Ende mit einem Betätigungselement 24 versehen und führt in der Stufenbohrung des Gehäuses 16 bei Betätigung eine translatorische Bewegung entgegen einer, im ersten Druckraum 19 platzierten Rückstellfeder 25 aus. Zudem steht der Pumpenkolben 17 über eine Arretiervorrichtung mit dem Ringkolben 18 in Wirkverbindung, die über mehrere Kugeln 26 gebildet wird. Diese Kugeln 26 sind hierbei in radialen Bohrungen 27 des Pumpenkolbens 17 platziert und über Federelemente 28 gegen eine, am Ringkolben 18 ausgeprägte, umlaufende Nut 29 vorgespannt. Dabei werden die Kugeln 26 durch die Federelemente 28 in eine überdeckende Position zwischen den Bohrungen 27 und der Nut 29 gebracht, so dass bis zu einer Überwindung der Federkräfte der Federelemente 28 die Bewegungen des Pumpenkolbens 17 und des Ringkolbens 18 in axialer Richtung miteinander gekoppelt sind.
  • Des Weiteren verfügt der Pumpenkolben 17 an seinem Außendurchmesser über einen Sprengring 30, der mit einem unteren, axialen Ende des Ringkolbens 18 in Kontakt bringbar ist und ab diesem in Kontaktbringen die Aufwärtsbewegungen von Ringkolben 18 und Pumpenkolben 17 starr miteinander koppelt. Oberhalb des Ringkolbens 18 ist ferner ein Deckel 31 platziert, der hierbei die Aufwärtsbewegung des Ringkolbens 18 begrenzt. Schließlich sind zwischen dem Gehäuse 16 und dem Pumpenkolben 17 und zwischen dem Gehäuse 16 und dem Ringkolben 18, sowie zwischen den Kolben 17 und 18 untereinander jeweils Wellendichtungen 32, 33 und 34 vorgesehen, über welche jeweils eine Leckage von Fluid aus den Druckräumen 19 bzw. 20 verhindert werden kann.
  • Um nun bei einer Erstinbetriebnahme des Systems oder nach einem Austausch von Komponenten Luft aus den Leitungen 5, 6 und/oder 9 zu entfernen, wird die Pumpenvorrichtung 2 über das Betätigungselement 24 in Betrieb genommen. Hierbei wird der Pumpenkolben 17 und zunächst auch der Ringkolben 18 translatorisch bewegt, was bei einer Aufwärtsbewegung in den Druckräumen 19 und 20 zu einem Ansaugen von Fluid über die Rückschlagventile 22a und 22b aus der Saugleitung 5 führt. Bei einer darauf folgenden Abwärtsbewegung wird das Fluid dann über die Rückschlagventile 23a und 23b in die Versorgungsleitung 6 in Richtung der Förderpumpe 4 weiterbefördert. Bei der Aufwärtsbewegung nimmt der Pumpenkolben 17 dabei den Ringkolben 18 über den Sprengring 30 mit, wobei ein Anschlag der beiden Kolben 17 und 18 durch den Deckel 31 des Gehäuses 16 gebildet ist. Ist nun die Versorgungsleitung 6 vollständig mit Fluid gefüllt und muss in der Folge das Fluid durch die Förderpumpe 4 gedrückt werden, so erhöht sich der Druck in der Versorgungsleitung 6 entsprechend. Dadurch erhöht sich auch bei einer Abwärtsbewegung der Kolben 17 und 18 der Gegendruck in den Druckräumen 19 und 20. Ab einem bestimmten Drucklevel in dem zweiten Druckraum 20 führt dies dazu, dass die Kugeln 26 aufgrund der, in axialer Richtung auf den Ringkolben 18 einwirkenden, hydraulischen Kraft entgegen der Federelemente 28 in die Bohrungen 27 zurückgedrückt werden. Ab diesem Zeitpunkt wird die Koppelung zwischen dem Pumpenkolben 17 und dem Ringkolben 18 aufgehoben, so dass bei einer Betätigung des Betätigungselementes 24 lediglich Pumpenkolben 17 axial bewegt wird. Hierdurch verkleinert sich die, in die Versorgungsleitung 6 geförderte Fluidmenge entsprechend, gleichzeitig wird aber auch die am Betätigungselement 24 aufzubringende Kraft vermindert. Dabei sind die Durchmesser von Pumpenkolben 17 und Ringkolben 18 derart aufeinander abgestimmt, dass das Kraftlevel beim Hindurchdrücken von Fluid durch die Förderpumpe 4 nur geringfügig von einer vorherigen Krafthöhe bei Förderung über beide Kolben 17 und 18 abweicht.
  • Mittels der erfindungsgemäßen manuell betätigbaren Pumpenvorrichtung 2 kann somit eine zuverlässige Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine 1 bei einem angemessenen Kraftniveau bewerkstelligt werden, während gleichzeitig ein Bypassventil im Bereich einer Förderpumpe 4 entfallen kann.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Patentliteratur
    • - DE 20212673 U1 [0002]

Claims (8)

  1. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) für die Entlüftung eines Kraftstoffeinspritzsystems einer Brennkraftmaschine (1), umfassend ein Betätigungsglied (24) und einen, in einem Gehäuse (16) verschiebbar geführten Pumpenkolben (17), welcher bei einer Aufwärtsbewegung ein Fluid aus einer Saugleitung (5) in einen ersten Druckraum (19) saugt und bei einer darauf folgenden Abwärtsbewegung in eine weiterführende Versorgungsleitung (6) fördert, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (16) zudem einen Ringkolben (18) verschiebbar aufnimmt, durch dessen Durchgangsbohrung der Pumpenkolben (17) hindurch geführt ist und welcher bei einer translatorischen Bewegung ein Ansaugen in und ein Fördern aus einem zweiten Druckraum (20) bewirkt, wobei der Ringkolben (18) und der Pumpenkolben derart über eine Arretiervorrichtung miteinander in Wirkverbindung stehen, dass die beiden Kolben (17, 18) bis zu einem definierten Druck in der Versorgungsleitung (6) in der Bewegung miteinander gekoppelt sind, während ab Überschreiten des definierten Drucks lediglich einer der Kolben (17; 18) über das Betätigungsglied (24) bewegbar ist.
  2. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Arretiervorrichtung durch mindestens eine Kugel (26) gebildet ist, die in je einer radialen Bohrung (27) eines der Kolben (17) platziert ist und über je ein Federelement (28) in eine überdeckende Position zwischen der je einen radialen Bohrung (27) und einer korrespondierend am jeweils anderen Kolben (18) ausgeprägten, umlaufenden Nut (29) bringbar ist, um bis zu einer Überwindung von Federkräften der Federelemente (28) eine kraftschlüssige Verbindung zwischen den Kolben (17, 18) in axialer Richtung herzustellen.
  3. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich die Saugleitung (5) in zwei, den jeweiligen Druckräumen (19, 20) zugeordnete Zulaufbohrungen (21a, 21b) aufteilt, die im Anschluss an die Druckräume (19, 20) wieder in die Versorgungsleitung (6) zusammenlaufen.
  4. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zulaufbohrungen (21a, 21b) jeweils über ein eingangsseitig und ein ausgangsseitig platziertes Rückschlagventil (22a, 22b, 23a, 23b) verfügen.
  5. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Betätigungselement (24) an einem oberen, axialen Ende des Pumpenkolbens (17) vorgesehen ist, über welches der Pumpenkolben (17) entgegen einer, im ersten Druckraum (19) platzierten Rückstellfeder (25) translatorisch bewegbar ist.
  6. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Pumpenkolben (17) an einem Außendurchmesser über einen Sprengring (30) verfügt, welcher mit einem unteren, axialen Ende des Ringskolbens (18) in Kontakt bringbar ist, um eine Aufwärtsbewegung des Ringkolbens (18) ab diesem Kontakt starr mit der Aufwärtsbewegung des Pumpenkolbens (17) zu koppeln.
  7. Manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils zwischen den Kolben (17, 18) und dem umliegenden Gehäuse (16), sowie zwischen den Kolben (17, 18) untereinander Wellendichtungen (32, 33, 34) vorgesehen sind.
  8. Kraftstoffeinspritzsystem einer Brennkraftmaschine (1), umfassend eine manuell betätigbare Pumpenvorrichtung (2) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche.
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