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DE102009027607A1 - Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße - Google Patents

Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße Download PDF

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DE102009027607A1
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DE
Germany
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road
route
digital map
course
digitized
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DE102009027607A
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English (en)
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Andreas Vogel
Andreas Landau
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Robert Bosch GmbH
Original Assignee
Robert Bosch GmbH
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Publication date
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    • G08GTRAFFIC CONTROL SYSTEMS
    • G08G1/00Traffic control systems for road vehicles
    • G08G1/09Arrangements for giving variable traffic instructions
    • G08G1/0962Arrangements for giving variable traffic instructions having an indicator mounted inside the vehicle, e.g. giving voice messages
    • G08G1/0968Systems involving transmission of navigation instructions to the vehicle
    • G08G1/0969Systems involving transmission of navigation instructions to the vehicle having a display in the form of a map
    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C21/00Navigation; Navigational instruments not provided for in groups G01C1/00 - G01C19/00
    • G01C21/38Electronic maps specially adapted for navigation; Updating thereof
    • G01C21/3863Structures of map data
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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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Abstract

Um ein Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße einer digitalen Karte eines Navigationssystems für Fahrzeuge bereitzustellen, wird vorgeschlagen, dass während der Fahrt des Fahrzeuges auf einer nicht digitalisierten Straße Ortungspunkte aufgenommen werden, daraus ein Bereich eines möglichen Straßenverlaufsbereichs bestimmt wird, der Bereich des möglichen Straßenverlaufs gerastert wird, wobei die einzelnen Raster mit Zustands- und/oder Übergangswahrscheinlichenkeiten belegt werden und anhand des mit Wahrscheinlichkeiten belegten Rasters ein wahrscheinlichster Straßenverlauf gefunden wird und dieser Straßenverlauf in der digitalen Karte gespeichert wird.

Description

  • Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße.
  • Stand der Technik
  • Digitale Karten bilden die Basis für sämtliche Navigationssysteme und werden üblicherweise beispielsweise verwendet, um dem Fahrzeuglenker zu einem erwünschten Ort zu führen oder seine aktuelle Position anzuzeigen. Diese digitalen Karten müssen bisher manuell um neugebaute Straßen erweitert werden. Das bedeutet, dass üblicherweise der Nutzer nach einer gewissen Zeit ein Update für die digitale Karte durchführen muss.
  • Wird ein solches Update nicht durchgeführt, ist eine neugebaute Straße für den Algorithmus zur Berechnung einer kürzesten oder schnellsten Route unbekannt und wird nicht berücksichtigt, was zum Einen zu unnötig längeren Fahrtzeiten, jedoch bei geänderten Straßenführungen zum Anderen auch zu einer Verwirrung der Fahrzeuglenker durch sich nicht deckende Anweisungen des Systems mit der wirklichen Infrastruktur führen kann.
  • Eine Verbesserung hierzu stellt das aus dem Stand der Technik bekannte MapShare-Verfahren (http://www.connect.de/news/TomTom-Erfolg-mit-Map-Share_5061881.html) dar, bei dem die Fahrzeuglenker einer Zentrale Unterschiede zwischen einer digitalen Karte und der tatsächlichen Straßenstruktur melden und diese dann in das digitale Kartensystem direkt eingepflegt werden können. Eine manuelle Änderung der Karte muss dabei aber immer noch erfolgen, einzig ändert sich der Zeitpunkt, nämlich dass das Einpflegen zeitnaher erfolgt.
  • Offenbarung der Erfindung
  • Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei einem Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße der eingangs genannten Art ohne manuelle Eingaben neue, befahrene Straßenstrecken in einer digitalen Karte aufzunehmen.
  • Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebene Merkmalskombination gelöst.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung werden nun also während der Fahrt des Fahrzeuges auf einer nicht digitalisierten Straße Ortungspunkte aufgenommen. Mittels dieser Ortungspunkte wird ein Bereich eines möglichen Straßenverlaufsbereichs bestimmt, dieser gerastert und die einzelnen Raster mit Zustands- und/oder Übergangswahrscheinlichkeiten belegt. Anhand des mit Wahrscheinlichkeiten belegten Rasters wird dann ein wahrscheinlichster Straßenverlauf gefunden und dieser Straßenverlauf in der digitalen Karte gespeichert.
  • Mit einem solchen Verfahren ist es nun möglich, dass eine nicht in der digitalen Karte enthaltene Straße, allein durch das Befahren dieser, in eine digitale Karte aufgenommen wird.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
  • Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung verläuft der mögliche Straßenverlaufsbereich um die Ortungspunkte mit ihrem Unschärfebereich und unter Berücksichtigung physikalisch möglicher Wege zwischen zwei Ortungspunkten. Die Punkte werden immer mit einer gewissen Unschärfe geortet. Diese einzelnen unscharfen Positionspunkte werden zu einem zusammenhängenden Gebilde verbunden, das nachfolgend als Schlauch bezeichnet werden soll. In diesem Schlauch ist der mögliche Verlauf vom Start- zum Zielpunkt der neuen Straße enthalten, die man abspeichern möchte.
  • Weiterhin kann gemäß der bevorzugten Ausführungsform mittels eines Fahrzeugmodells bestimmt werden, welche physikalisch möglichen Wege zwischen zwei Ortungspunkten benutzt worden sein können. Hier wird beispielsweise der maximale Lenkwinkel oder die Beschleunigung berücksichtigt.
  • Zwei aufeinander folgende unscharfe Punkte werden auf Basis der Bewegungsrichtung eines solchen Fahrzeugmodells miteinander verbunden und damit eine Fläche mit positiver Wahrscheinlichkeit und Bewegungsrichtung, die sich aufgrund des Modells ergeben, definiert. Das Ergebnis ist dann ein durchgehender Schlauch vom Start- zum Zielpunkt.
  • Dieser Schlauch ist üblicherweise viel breiter als eine Straße, da er die Ortungsungenauigkeit, sowie viele Annahmen und Annäherungen aufweist.
  • Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung erfolgt das Finden des wahrscheinlichsten Straßenverlaufs mit Hilfe einer Markov-Kette. Eine Markov-Kette ist eine spezielle Klasse von stochastischen Prozessen. Ziel ist es hierbei, Wahrscheinlichkeiten für bestimmte mögliche Ereignisse anzugeben.
  • Ist nun bei einem erfindungsgemäßen Verfahren ein wahrscheinlicher Straßenverlauf gefunden worden, so wird dieser vorzugsweise noch entdiskretisiert, das heißt, dass die Strecke des Straßenverlaufs geglättet wird, um einen realistischen Straßenverlauf zu erhalten. Hierfür kann beispielsweise das aus dem Stand der Technik bekannte Network Snakes verwendet werden.
  • Danach kann dann das Abspeichern der neu ermittelten Straße vorzugsweise mit Hilfe des Douglas-Peucker-Verfahrens erfolgen.
  • Das Douglas-Peucker-Verfahren kann zu einer Punkteausdünnung benutzt werden, um so eine durch Punkte gegebene Kurve zu vereinfachen. Dies wird im Bereich der Navigation benutzt, um Speicherplatz zu sparen, ohne dabei jedoch die Gestalt der Kurve zu verändern.
  • Weiterhin ist es auch möglich, dass gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens bei mehrmaligem Befahren der nicht digitalisierten Straße die erhaltenen Werte abgeglichen werden und damit zu einer Verbesserung der Lokalisierung der Straße herangezogen werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nun nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigen hierbei
  • 1 ein Flussdiagramm gemäß einer bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens;
  • 2 eine schematische Darstellung der Ergebnisse einer Messung von Ortungspunkten mit ihrem Unschärfebereich gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung;
  • 3 eine schematische Darstellung einer Bestimmung eines Bereichs des möglichen Straßenverlaufs gemäß einer bevorzugten Ausführungsform;
  • 4 eine Darstellung einer Rasterung des möglichen Straßenverlaufsbereichs gemäß einer bevorzugten Ausführungsform; und
  • 5 eine Darstellung der möglichen Übergänge von Raster zu raster gemäß Einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung.
  • Die in der Zeichnung dargestellte Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht im Wesentlichen aus folgenden Schritten. In der 1 ist der Verlauf des Verfahrens etwas genauer dargestellt. Im ersten Schritt werden bei erkennen des Verlassens des bekannten Straßennetzes damit begonnen, die sogenannten Off-Road-Koordinaten beziehungsweise Ortungskoordinaten aufzuzeichnen 10. Diese aufgezeichneten Ortungskoordinaten sind mit einer gewissen Unschärfe versehen.
  • Da es sich bei einer Straße um ein stetiges Objekt handelt, wird der Raum zwischen den Koordinaten durch Einbindung einer aus einem Fahrzeugmodell abgeleiteten Fahrtrichtung ausgefüllt und in einem schlauchartigen Gebilde mit einer Bewegungsrichtung vom Start- zum Zielpunkt gespeichert 11. Innerhalb dieses Schlauches befindet sich die neue, der digitalen Karte noch unbekannte Straße. Durch das Fahrzeugmodell wird gemäß der beschriebenen bevorzugten Ausführungsform bestimmt, welche physikalischen Wege zwischen zwei Punkten möglich sind. Hierbei wird beispielsweise der maximale Lenkwinkel oder die Beschleunigung berücksichtigt.
  • Um die Straße nun genauer zu bestimmen wird in einem weiteren Schritt der Schlauch in ein Flächenraster übertragen 12. Dabei bekommt jede Zelle des Rasters entsprechend der Verteilung der gemessenen unscharfen Koordinaten und deren Verbindung mit einem Fahrzeugmodell eine Gewichtung.
  • Auf Basis dieser Zustandsgewichtung und der Bewegungsorientierung werden Obergangswahrscheinlichkeiten berechnet 13, die in einem weiteren Schritt 14 mit Hilfe einer Markov-Kette zu einer durchgehenden Straße vom Start- zum Zielpunkt kontrastiert werden. Daran schließt sich eine Entdiskretisierung des erhaltenen Weges an 15 und dann wird die erhaltene Straße in der digitalen Karte abgespeichert 16.
  • Falls die Strecke öfters befahren wird, kann die Lokalisierung der Straße noch optimiert werden 17. So könnte beispielsweise der Start- und Zielpunkt noch genauer identifiziert werden.
  • Mit einem solchen erfindungsgemäßen Verfahren kann eine noch nicht in der digitalen Karte enthaltene Straße oder eine neue Straßenführung selbständig in der Karte abgespeichert werden und steht damit für zukünftige Routenberechnungen zur Verfügung.
  • Attribute der neuen Straße, wie deren Name oder besondere Regeln, wie beispielsweise eine Einbahnstraße, können dann gegebenenfalls noch manuell hinzugefügt werden, womit dann auch die neue Straße zur Zieleingabe verwendet werden kann.
  • In der 2 ist nun ein erster Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens, das Aufzeichnen der Ortungskoordinaten 10 beim Verlassen einer der digitalen Karte bekannten beziehungsweise Befahren einer der digitalen Karte unbekannten Straße, dem sogenannten Off-Road-Betrieb schematisch dargestellt.
  • Das Aufzeichnen beginnt, wenn das Fahrzeug das gespeicherte Straßennetz verlässt. Die erste Off-Road-Position wird als Startpunkt 20 gekennzeichnet. Ab diesem Zeitpunkt wird jede Positionsmeldung in einem Speicher abgelegt. Dabei sind die Positionen 21 mit einer gewissen Unschärfe 22 versehen. Die Ortung ist dabei immer mit einer gewissen Unschärfe versehen, die als Wahrscheinlichkeitsverteilung dargestellt werden kann.
  • Die Aufnahme und Abspeicherung der Orientierungskoordinaten 10 wird so lange fortgesetzt, bis das Fahrzeug sich wieder gesichert auf dem der digitalen Karte bekannten Straßennetz bewegt. Die letzte Off-Road-Position wird dabei als Zielpunkt 23 markiert.
  • Start- 20 und Zielpunkt 23 werden mit dem Punkt auf der zuletzt beziehungsweise wieder erreichten befahrenen Straße der digitalen Karte verbunden, die den kürzesten Abstand zum Start- 20 und Zielpunkt 23 aufweist. Das Ergebnis ist eine Menge von unscharfen Positionen mit einem Erwartungswert und einer Fläche ebenfalls möglicher Koordinaten in einer Ebene.
  • In 3 ist weiter gezeigt, wie diese einzelnen unscharfen Positionspunkte zu einem zusammenhängenden Gebilde, eine Art Schlauch 30, verbunden werden 11. Dieser Schlauch 30 beinhaltet den Bereich, in dem die neue Straße zwischen Start- 20 und Zielpunkt 23 enthalten ist, die man in der digitalen Karte abspeichern möchte. Zwei aufeinander folgende unscharfe Orientierungskoordinaten 22 werden anhand der möglichen Bewegungsrichtung miteinander verbunden und dabei eine Fläche mit positiver Wahrscheinlichkeit und Bewegungsrichtung, die sich daraus ergeben, wie sich das Fahrzeug aufgrund eines Modells von einer Position zur anderen bewegt haben könnte, definiert. Ein solches Modell berücksichtigt beispielsweise einen maximalen Lenkwinkel oder die Beschleunigung des Fahrzeuges.
  • Das Ergebnis ist dann ein Schlauch 30 vom Start- 20 zum Zielpunkt 23.
  • Hieran schließt sich dann eine Diskretisierung 12 des Schlauches 30 an. Hierzu wird, wie in 4 gezeigt, ein Raster 40 über das Gebiet, das den Schlauch enthält, gelegt und jede Zelle 41 des Rasters enthält eine gleiche Übergangswahrscheinlichkeit zu allen benachbarten Zellen, wo bei die Summe der Übergangswahrscheinlichkeiten 1 ergibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zelle 41 in ihrem Zustand verbleibt, wird Null gesetzt.
  • Gemäß der gezeigten bevorzugten Ausführungsform wird im Folgenden das Raster als quadratisches Raster beschreiben. Es wären aber durchaus auch alle anderen Arten von Raster, wie beispielsweise Rechteck- oder Dreieck-Raster möglich.
  • Gemäß dem beschriebenen Raster gibt es von einer Zelle 41 acht mögliche Übergänge, die alle eine Wahrscheinlichkeit von 1/8 erhalten. Zellen 41 am Rand des Rasters erhalten entsprechend ihrer verringerten Nachbaranzahl für die verbleibenden Übergänge eine entsprechend höhere Wahrscheinlichkeit, so dass die Summe der Wahrscheinlichkeiten wieder 1 ergibt.
  • Weiterhin werden die Zellen 41 mit einer zweiten Wahrscheinlichkeit belegt, dass die Straße durch diese Zelle 41 verläuft und zwar entsprechend der Zustandswahrscheinlichkeit des Schlauchteils, der die Zelle bedeckt.
  • Im Folgenden erhält jede Zelle 41 eine Liste P mit den möglichen sich anschließenden Zellen, die sich aus der an der entsprechenden Stelle im Schlauch herrschenden Bewegungsrichtung ergibt. Damit sind Übergänge von Zelle zu Zelle nur in der Bewegungsrichtung möglich.
  • Zur Veranschaulichung werden die Wahrscheinlichkeiten in 4 durch unterschiedliche Musterungen dargestellt. Zellen mit der Wahrscheinlichkeit 0 sind weiß.
  • Mögliche Übergänge von Zelle 41 zu Zelle 41 sind durch die Pfeile 50 in 5 dargestellt.
  • Hieran schließt sich nun an, dass die vorher gleichmäßig definierten Übergangswahrscheinlichkeiten auf Basis der Zustandswahrscheinlichkeiten transformiert werden, so dass die Zellen die Zustände für einen diskreten Markov-Prozess/Markov-Kette darstellen 14. Eine Zelle 41 besitzt maximal drei Zellen, in die der Prozess bzw. die Kette aufgrund der Bewegungsrichtung springen kann. Damit gibt es maximal drei Übergangswahrscheinlichkeiten.
  • Zur Berechnung der Übergangswahrscheinlichkeit von einer Zelle zur anderen wird die relative Wahrscheinlichkeit der Zelle in Bezug zur gesamten Wahrscheinlichkeit aller möglichen Zellen berechnet.
  • Sind nun w1, w2, w3 die Zustandswahrscheinlichkeiten der benachbarten möglichen Zielzustände einer Zelle v, so ergibt sich die Wahrscheinlichkeit pv,wi für einen Übergang von v nach wi durch folgende Formel:
    Figure 00080001
  • Diese neuen Übergangswahrscheinlichkeiten ersetzen dann die alten gleichverteilten. Alle anderen Übergangswahrscheinlichkeiten werden auf 0 gesetzt. Auf diese Weise ergibt die Summe aller Übergangswahrscheinlichkeiten wieder 1. Diese Gleichung ist zulässig, da es aufgrund der Schlauchbildung keine isolierten Zellen mit positiver Zustandswahrscheinlichkeit geben kann.
  • Die Zustandswahrscheinlichkeit der Zelle v spielt bei der Berechnung der Übergangswahrscheinlichkeiten keine Rolle. Für Zellen am Rand des Rasters oder mit weniger möglichen Zielzellen, wird die Übergangswahrscheinlichkeit mit einer entsprechend geringeren Anzahl von Zielzellen berechnet. Das Ergebnis ist eine Menge von Zuständen, die bis zu drei Übergangswahrscheinlichkeiten aufweisen.
  • Die Übergangswahrscheinlichkeiten der Zelle des Zielpunktes zu anderen Zellen werden auf 0 und die Wahrscheinlichkeit, dass der Zustand in der Zelle verbleibt auf 1 gesetzt. Die übrigen Übergangswahrscheinlichkeiten werden separat gespeichert. Das Ergebnis ist ein festgelegter Startzustand und mit einer Markov-Kette zu erreichender Endzustand. Dieses Raster mit den entsprechenden Übergangswahrscheinlichkeiten wird im Speicher abgelegt.
  • Nun schließt sich die Berechnung der Markov-Kette an, es wird die Markov-Kette gesucht, die den Endzustand mit der höchsten Wahrscheinlichkeit erreicht. Die Länge spielt dabei keine Rolle. Dies soll sicherstellen, dass ein Pfad gefunden wird, der im Wesentlichen Zellen hoher Wahrscheinlichkeit durchläuft.
  • Das Verfahren ist endlich, da das Raster endlich ist und die Wahrscheinlichkeit den Endzustand zu erreichen, 1 ist. Ebenso bildet die erhaltene Kette eine durchgehende Strecke vom Start- zum Zielpunkt, was ein entscheidendes Kriterium für das Abspeichern als neue Straße ist.
  • Vor dem Abspeichern in der digitalen Karte 16 wird die diskrete Markov-Kette in eine entdiskretisierte Strecke transformiert 15. Dies kann beispielsweise mit Network Snakes durchgeführt werden, wobei der Verlauf der Strecke geglättet wird, um einen realistischen Straßenverlauf zu erhalten.
  • Abschließend werden mit dem bekannten Verfahren von Douglas-Peucker Stützpunkte für de effiziente Abspeicherung der neuen Straße herausgezogen und diese dann in die digitale Karte eingepflegt 16.
  • Die Genauigkeit des abgespeicherten Straßenverlaufs kann durch die Hinzunahme weiterer Ergebnisse beim mehrmaligen Befahren der Strecke verbessert werden.
  • Hierbei unterlaufen die neu ermittelten Koordinaten ebenfalls die oben beschriebenen Prozesse, bis ein für die Berechnung der Markov-Kette vorbereitendes Raster erstellt wurde, wobei immer das gleiche Raster verwendet wird. Das Raster der alten Messung wurde in einem Speicher abgelegt. Nun werden die beiden raster miteinander vermengt, indem die Übergangswahrscheinlichkeiten pv,w und qv,w von zwei Zellen v und w miteinander multipliziert und dann normiert werden. Daraus folgt dann eine neue Übergangswahrscheinlichkeit rv,w.
  • Figure 00090001
  • Aufgrund von Messungenauigkeiten kann es hierbei vorkommen, dass unterschiedliche Zellen als Startpunkte definiert werden, die allerdings räumlich eng beieinander liegen. Das gleiche gilt für die Zielpunkte.
  • Das für das Verfahren jedoch ein eindeutig bestimmter Start- und Zielpunkt vorliegen muss, so wird dieser durch ein Verfahren des minimalen quadratischen Abstandes definiert. Dieser Abstand wird zu den beiden definierten Start- beziehungsweise Zielpunkten gebildet und die entsprechende Zelle als Start- beziehungsweise Zielzustand definiert. Hieran schließt sich dann das oben beschriebene Verfahren an.
  • Durch mehrmaliges Messen der gleichen Strecke können somit eventuelle Messfehler kompensiert und die Genauigkeit der Straßenführung erhöht werden.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
  • Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde automatisiert erzeugt und ist ausschließlich zur besseren Information des Lesers aufgenommen. Die Liste ist nicht Bestandteil der deutschen Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung. Das DPMA übernimmt keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
  • Zitierte Nicht-Patentliteratur
    • - http://www.connect.de/news/TomTom-Erfolg-mit-Map-Share_5061881.html [0004]

Claims (7)

  1. Verfahren zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße einer digitalen Karte eines Navigationssystems für Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass während der Fahrt des Fahrzeuges auf einer nicht digitalisierten Straße Ortungspunkte aufgenommen werden, daraus ein Bereich eines möglichen Straßenverlaufsbereichs bestimmt wird, der Bereich des möglichen Straßenverlaufs gerastert wird, wobei die einzelnen Raster mit Zustands- und/oder Übergangswahrscheinlichkeiten belegt werden und anhand des mit Wahrscheinlichkeiten belegten Rasters ein wahrscheinlichster Straßenverlauf gefunden wird und dieser Straßenverlauf in der digitalen Karte gespeichert wird.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der mögliche Straßenverlaufsbereich um die Ortungspunkte mit ihrem Unschärfebereich und unter Berücksichtigung physikalisch möglicher Wege zwischen zwei Ortungspunkten verläuft.
  3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Finden des wahrscheinlichsten Straßenverlaufs mit Hilfe einer Markov-Kette erfolgt.
  4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der gefundene wahrscheinlichste Straßenverlauf ferner entdiskretisiert wird.
  5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Abspeichern der neuen Straße mit Hilfe des Douglas-Peucker-Verfahrens erfolgt.
  6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem mehrmaligen Befahren der nicht digitalisierten Straße die erhaltenen Werte abgeglichen werden.
  7. System zum Bestimmen und Speichern einer nicht digitalisierten Straße einer digitalen Karte eines Navigationssystems für Fahrzeuge, dadurch gekennzeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um während der Fahrt des Fahrzeuges auf einer nicht digitalisierten Straße Ortungspunkte aufzunehmen, daraus ein Bereich einen möglichen Straßenverlaufsbereich zu bestimmen, den Bereich des möglichen Straßenverlaufs zu rastern, wobei die einzelnen Raster mit Zustands- und/oder Übergangswahrscheinlichkeiten belegt werden können und anhand des mit Wahrscheinlichkeiten belegten Rasters ein wahrscheinlichster Straßenverlauf gefunden wird und Mittel vorgesehen sind, diesen Straßenverlauf in der digitalen Karte zu speichern.
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