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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
vorliegende Erfindung betrifft Airbags und insbesondere Verfahren
zum Regulieren der Entfaltungskraft eines nahtlosen Airbags.
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ALLGEMEINER STAND DER TECHNIK
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Fahrzeughersteller
werden mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, wenn es darum geht,
Airbags in Fahrzeuginnenräume zu integrieren. Derzeit können
Airbags an verschiedenen Stellen in einem Fahrzeug verwendet werden,
zu denen Sitze, Säulen und Armaturenbretter gehören.
Bei jeder dieser Anwendungen kann das Aussehen der Airbag-Anlage
eine wichtige Rolle spielen. Zudem müssen Airbags kostensparend
integriert werden und dabei noch in der Lage sein, das Entfalten
schnell und wirkungsvoll genug zu regulieren.
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Im
Idealfall sollte das Vorhandensein eines in den Innenraum eines
Fahrzeugs integrierten Airbags von außen nicht zu erkennen
sein. Eine nahtlose Integration in ein Innenverkleidungsteil wird
von Verbrauchern bevorzugt, die keine Reißnähte
in einem Fahrzeug sehen möchten. Zudem sollten die Materialien,
aus denen das Verkleidungsteil und der Entfaltungsabschnitt des
Verkleidungsteils bestehen, einen struktur- und härtemäßig
einheitlichen Eindruck machen. Um dies zu erreichen, werden die
Reißnähte, die Abschnitte eines Verkleidungsteils
definieren, durch die sich der Airbag entfaltet, bevorzugt auf der für
den Verbraucher nicht sichtbaren Unterseite eines Verkleidungsteils
angebracht.
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Die
Reduzierung der Anzahl der Bauteile oder der Materialmenge, die
von einem Airbag-System benötigt werden, ist eine typische
Möglichkeit für einen Hersteller, die Kosten zu
reduzieren und dabei die ästhetische Integration aufrechtzuerhalten.
Zudem kann ein System, das weniger Herstellungsschritte benötigt,
einen Kostenvorteil gegenüber anderen Airbag-Systemen bereitstellen.
Ein kostensparendes Airbag-System kann für einen Verbraucher von
größerem Wert sein, indem es dem Hersteller erlaubt,
die Mittel anderweitig einzusetzen.
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Herkömmlich
wurden Airbag-Schächte verwendet, um die Airbag-Entfaltungskräfte
auf die Verkleidungsteilabschnitte zu regulieren. Die Schächte sind
im Allgemeinen aus Metall und umgeben einen Airbag-Kanister und
stellen einen Scharnierbereich bereit, der den Airbag umlenkt und
auf einen Entfaltungsabschnitt des Verkleidungsteils hin führt.
Obwohl die Airbag-Schächte wirksam sind, handelt es sich
um schwere und teure Bauteile, die, wenn sie aus einem Airbag-System
entfernt würden, für wesentliche Kosteneinsparungen
sorgen würden. Um die notwendige Verwendung eines Schachts
zu umgehen, können biegsame Führungssysteme verwendet
werden, die jedoch eine erhebliche Verstärkung der Verkleidungsteile
oder des Führungsmaterials, das dazu ausgelegt ist, zu
zerreißen, während sich der Airbag entfaltet,
erforderlich gemacht haben.
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Wenn
sie nicht zusammen mit einem Airbag-Schacht verwendet wurden, haben
die Entfaltungsabschnitte der Verkleidungsteile eine kostspielige
und umfangreiche Verstärkung des Verkleidungsteils erforderlich
gemacht. Die Verstärkung umfasst typischerweise das Verbinden
einer biegsamen Materialplatte, wie etwa eines Nylongewebes, mit
der Unterseite eines Verkleidungsteils über eine Fläche, die
größer ist als der Entfaltungsabschnitt. Die Verstärkung
des Verkleidungsteils wirkt der Zertrümmerung des Verkleidungsteils
und des Entfaltungsabschnitts entgegen und stellt dabei ein „Scharnier” für den
Entfaltungsabschnitt des Verkleidungsteils bereit. Zudem richtet
sich die Verstärkung des Verkleidungsteils dagegen, dass
ein sich entfaltender Airbag das Verkleidungsteil in einem beliebigen
anderen Bereich als dem Entfaltungsabschnitt verlässt, der
durch Reißnähte oder eine geschwächte
Verstärkung definiert wird, verlässt.
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Die
Größe des Entfaltungsabschnitts im Verhältnis
zur Größe des Airbag-Kanisters bestimmt die notwendige
Verstärkung des Verkleidungsteils. Wenn ein Entfaltungsabschnitt
im Wesentlichen ebenso groß oder kleiner als der Airbag-Kanister
ist, ist im Allgemeinen eine umfangreiche Verstärkung des
Verkleidungsteils notwendig, so wie das Vorhandensein von Airbag-Führungen
auf allen Seiten des Airbag-Kanisters. Wie in dem
US-Patent Nr. 6,079,733 offenbart,
können die Verstärkung des Verkleidungsteils und
die Airbag-Führung durch das gleiche Materialstück
bewerkstelligt werden, wenn der Entfaltungsbereich ungefähr
die gleiche Fläche wie der Airbag-Kanister einnimmt. Obwohl
es sich um eine funktionelle Gestaltung handelt, ist eine große Materialmenge
notwendig, um den Airbag zu führen, zusätzlich
zu der Verstärkung des Verkleidungsteils außerhalb
des Entfaltungsbereichs, was zusätzliches Material und
Herstellungskosten benötigt.
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Die
Verstärkung für Verkleidungsteile und ein Airbag-Führungsmaterial
muss haltbar aber biegsam sein und besteht im Allgemeinen aus gewebten
Nylonfasern mit Polymerbeschichtung. Typischerweise als „Gitterstoff”-Material
bezeichnet, wird es gewöhnlich in Airbag-Systeme als Material
zum Verstärken, Führen und Anlenken integriert.
Obwohl es sich um ein eher preisgünstiges Material zum
Verstärken, Führen und Anlenken handelt, neigt
der „Gitterstoff” dazu, unter Entfaltungskräften
zu reißen, was zu unbeständigen Leistungen im
Gebrauch führt. Alternativen zum „Gitterstoff”,
wie Stahlscharniersysteme und thermoplastische Olefin-Verkleidungsbauteile,
haben sich im Allgemeinen als zu kostspielig und schwergewichtig
erwiesen.
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Es
wäre wünschenswert, ein System hervorzubringen,
um die Entfaltungskraft eines Airbags zu regulieren, wobei das System
die Entfaltung des Airbags ohne Verstärkung des Verkleidungsteils
ermöglicht. Zudem wäre ein System, das einer Zertrümmerung
des Verkleidungsteils und des Entfaltungsabschnitts entgegenwirkt,
das leichtgewichtig und kostensparend ist, besonders vorteilhaft.
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KURZDARSTELLUNG DER ERFINDUNG
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So
wie es derzeit von der Erfindung bereitgestellt wird, wurde überraschenderweise
ein System zum Regulieren der Entfaltungskraft eines Airbags, das
leichtgewichtig und kostensparend ist, entdeckt, wobei das System
das Entfalten des Airbags ohne Verstärkung des Verkleidungsteils
ermöglicht und einer Zertrümmerung des Verkleidungsteils
und des Entfaltungsabschnitts entgegenwirkt.
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Bei
einer Ausführungsform umfasst das System zum Regulieren
der Entfaltungskraft eines Fahrzeug-Airbags ein Verkleidungsstück,
das einen Entfaltungsabschnitt umfasst, das eine erste Länge
aufweist, ein Airbag-Gehäuse, wobei das Gehäuse
in einem Fahrzeug starr angefügt ist und neben dem Verkleidungsstück
angeordnet ist, wobei das Gehäuse eine zweite Länge
aufweist, die kürzer ist als die erste Länge,
und eine verstärkte Platte mit einer Breite, wobei die
Breite größer ist als die zweite Länge,
wobei die verstärkte Platte sicher an dem Entfaltungsabschnitt
und dem Gehäuse sicher befestigt ist.
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Bei
einer anderen Ausführungsform umfasst das System zum Regulieren
der Entfaltungskraft eines Fahrzeug-Airbags ein Verkleidungsstück,
das einen Entfaltungsabschnitt umfasst, der eine erste Länge
aufweist, ein Airbag-Gehäuse, wobei das Gehäuse
in einem Fahrzeug starr angefügt ist und neben dem Verkleidungsstück
angeordnet ist, wobei das Gehäuse eine zweite Länge
aufweist, die kürzer ist als die erste Länge,
eine erste verstärkte Platte mit einer ersten Breite, wobei
die erste Breite größer ist als die zweite Länge,
wobei die erste verstärkte Platte an dem Entfaltungsabschnitt
und dem Gehäuse sicher befestigt ist, und eine zweite verstärkte
Platte mit einer zweiten Breite, die größer ist
als die zweite Länge, wobei die zweite verstärkte
Platte an dem Verkleidungsstück und dem Gehäuse
gesichert ist.
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Die
Erfindung stellt auch Verfahren zum Regulieren der Entfaltungskraft
eines Airbags bereit.
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Bei
einer Ausführungsform umfasst das Verfahren zum Regulieren
der Entfaltungskraft eines Fahrzeug-Airbags die Schritte des Bereitstellens
eines Verkleidungsstücks, das einen Entfaltungsabschnitt
mit einer ersten Länge umfasst, des Bereitstellens eines
Airbag-Gehäuses, wobei das Gehäuse eine zweite
Länge aufweist, die kürzer ist als die erste Länge,
und einen Airbag enthält, des Bereitstellens einer verstärkten
Platte mit einer Breite, die größer ist als die
zweite Länge, des Anbringens der verstärkten Platte
an dem Entfaltungsabschnitt des Verkleidungsstücks, des
Anordnens des Airbag-Gehäuses neben dem Verkleidungsstück,
wobei das Airbag-Gehäuse in dem Fahrzeug starr angefügt
ist, des Anbringens der verstärkten Platte an dem Airbag-Gehäuse,
des Entfaltens des Airbags, des Veranlassens des Airbags, auf die
verstärkte Platte aufzutreffen, des Ausübens einer
Kraft auf den Entfaltungsabschnitt, des Trennens des Entfaltungsabschnitts
von dem Verkleidungsstück und des Zurückhaltens
des Entfaltungsabschnitts während der Entfaltung des Airbags,
wobei der Entfaltungsabschnitt von der verstärkten Platte
zurückgehalten wird, wobei die verstärkte Platte
von Anbringungsmitteln an dem Airbag-Gehäuse zurückgehalten
wird.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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Die
obigen sowie weitere Aufgaben und Vorteile der vorliegenden Erfindung
werden für den Fachmann ohne Weiteres nach dem Durchlesen
der nachstehenden ausführlichen Beschreibung einer bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung hervorgehen, wenn sie mit
Bezug auf die beiliegenden Zeichnungen gesehen wird. Es zeigen:
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1 eine
perspektivische Ansicht eines Systems zum Regulieren der Entfaltungskraft
eines Fahrzeug-Airbags, umfassend ein Verkleidungsstück,
ein Airbag-Gehäuse und eine verstärkte Platte nach
einer Ausführungsform der Erfindung.
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2 eine
teilweise auseinander gezogene perspektivische Ansicht des Systems
zum Regulieren der Entfaltungskraft eines in 1 abgebildeten Fahrzeug-Airbags.
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3 eine
senkrechte Querschnittsansicht des Systems zum Regulieren der Entfaltungskraft
eines in 1 abgebildeten Fahrzeug-Airbags.
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4 eine
Querschnitts-Seitenansicht des Systems zum Regulieren der Entfaltungskraft
eines in 1 abgebildeten Fahrzeug-Airbags,
wobei der entfaltete Airbag gezeigt wird.
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5 eine
perspektivische Ansicht eines Systems zum Regulieren der Entfaltungskraft
eines Fahrzeug-Airbags, das ein Verkleidungsstück, ein Airbag-Gehäuse
und eine verstärkte Platte umfasst, nach einer anderen
Ausführungsform der Erfindung.
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6 eine
teilweise auseinander gezogene perspektivische Ansicht des Systems
zum Regulieren der Entfaltungskraft eines in 5 abgebildeten Fahrzeug-Airbags.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
VON AUSFÜHRUNGSBEISPIELEN DER ERFINDUNG
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Die
nachstehende ausführliche Beschreibung und die beiliegenden
Zeichnungen beschreiben und erläutern ein Ausführungsbeispiel
der vorliegenden Erfindung. Die Beschreibung und Zeichnungen dienen
dazu, es dem Fachmann zu ermöglichen, die Erfindung durchzuführen
und zu benutzen, und sind nicht dazu gedacht, den Umfang der Erfindung
auf irgendeine Art und Weise einzuschränken. Es versteht sich,
dass andere als die beschriebenen Sachmittel verwendet werden können,
ohne Geist und Umfang der Erfindung zu verlassen. Mit Bezug auf
die offenbarten Verfahren sind die vorgestellten Schritte beispielhaft,
und somit ist die Reihenfolge der Schritte weder notwendig noch
ausschlaggebend.
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1 zeigt
ein System 10 zum Regulieren der Entfaltungskraft eines
Fahrzeug-Airbags nach einer Ausführungsform der Erfindung.
Das System 10 umfasst ein Verkleidungsstück 12,
ein Airbag-Gehäuse 14 und eine verstärkte
Platte 16.
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Das
Verkleidungsstück 12 kann aus einem beliebigen
herkömmlichen Material gefertigt werden, das zur Herstellung
von Verkleidungen für Fahrzeuginnenräume verwendet
wird, wie z. B. Vinyl und Kunststoff. Wie gezeigt, ist das Verkleidungsstück 12 ein
Armaturenbrett, es können jedoch andere Teile, wie etwa
Fahrzeugtüren, Säulen, Mittelkonsolen und Decken,
verwendet werden. Zusätzlich kann das Verkleidungsstück 12 durch
einen beliebigen herkömmlichen Prozess, wie etwa Spritzgießen,
hergestellt werden. Das Verkleidungsstück 12 weist
eine Außenfläche 18, die zum Innern des
Fahrzeugs gerichtet ist, und eine Innenfläche 20 auf.
Die Außenfläche 18 kann strukturiert
oder aus einem Material gebildet sein, dessen Aussehen für
die Fahrzeuginsassen attraktiv ist. Die Innenfläche 20 umfasst
ein Reißmuster 22, das einen Entfaltungsabschnitt 24 des
Verkleidungsstücks 12 definiert. Die Innenfläche 20 kann auch
ein Befestigungsmittel (nicht gezeigt), wie etwa Anbringungspunkte
oder eine starre Struktur zum Anbringen des Verkleidungsstücks 12 am
Fahrzeug, umfassen.
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Das
Reißmuster 22 kann eine Rille 26 umfassen,
wie in 2 abgebildet, oder andere Muster, wie etwa eine
Vielzahl von Öffnungen. Das Reißmuster 22 kann
während der Fertigung des Verkleidungsstücks 12 oder
während eines Nebenarbeitsgangs, wie etwa Laserkerben,
gebildet werden. Wie gezeigt, definiert die Rille 26 zwei
im Wesentlichen rechteckige Entfaltungsabschnitte 24, obwohl
andere Formen der Rille 26 und der Entfaltungsabschnitte 24 je
nach Bedarf verwendet werden können. Die Entfaltungsabschnitte 24 haben
eine erste Länge L1, die im Wesentlichen zu einer Breite
W der verstärkten Platte 16 parallel ist und in
ihrer Größenordnung größer ist
als eine zweite Länge L2 des Airbag-Gehäuses 14.
Die Entfaltungsabschnitte 24 haben einen Umfangsrand 28 gemeinsam,
und es ist zu beachten, dass dort, wo ein Reißmuster 22 mehr
als einen Entfaltungsabschnitt 24 definiert, ein Umfangsrand 28 gemeinsam ist.
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Wie
in 3 und 4 abgebildet, nimmt das Airbag-Gehäuse 14 einen
Airbag 30 und einen Entfaltungsmechanismus 32 auf.
Das Airbag-Gehäuse 14 umfasst eine Außenseite 34 mit
einer Vielzahl von Halterungen 36, die darauf gebildet
sind, und einem Hohlraum 38, der entweder einen Airbag 30 oder
einen Airbag-Kanister enthält. Das Airbag-Gehäuse 14 kann
aus einem beliebigen herkömmlichen Material, wie z. B.
Kunststoff, hergestellt werden. Ferner kann das Airbag-Gehäuse 14 durch
Spritzgießen gefertigt werden. Die Halterungen 36 können
auf der Außenseite 34 einstückig gebildet
sein oder können getrennt gefertigt und an der Außenseite 34 befestigt werden.
Wie gezeigt, können die Halterungen 36 Haken oder ähnliche
Vorrichtungen sein, um die verstärkte Platte 16 an
dem Airbag-Gehäuse 14 zu befestigen. Das Airbag-Gehäuse 14 kann
ein Airbag-Kanister sein, wie abgebildet, bei dem der Airbag 30 und
der Entfaltungsmechanismus 32 direkt in dem Hohlraum 38 angeordnet
sind. Zudem kann ein Airbag-Kanister von dem Airbag-Gehäuse 14 getrennt sein
und in dem Hohlraum 38 angeordnet und sicher an dem Airbag-Gehäuse 14 angebracht
sein. Das Airbag-Gehäuse 14 kann durch beliebige
herkömmliche Mittel an einem Querträger 40 angefügt
werden.
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Wie
in 2 gezeigt, hat das Airbag-Gehäuse 14 eine
zweite Länge L2, die im Wesentlichen zu der Breite W der
verstärkten Platte 16 parallel und in ihrer Größenordnung
kleiner als eine erste Länge L1 ist. Zudem ist die zweite
Länge L2 in ihrer Größenordnung kleiner
als die Breite W der verstärkten Platte 16.
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Die
verstärkte Platte 16 kann aus einem beliebigen
herkömmlichen Material, wie etwa einer Vielzahl von laminierten
Platten eines haltbaren und biegsamen Materials, wie etwa einer
gewebten Polypropylenfaser, gebildet werden. Die verstärkte
Platte 16 kann eine rechtwinklige Form aufweisen, die eine Breite
W hat, und zwei Enden, die im Wesentlichen rechtwinklig zu der Seite
sind, welche die Breite W aufweist. Ein erstes Ende 42 ist
sicher an dem Entfaltungsabschnitt 24 angebracht. Es kann
ein beliebiges herkömmliches Verfahren, wie etwa Ultraschallschweißen,
Anformen oder Klebstoff, verwendet werden, um das erste Ende 42 sicher
an dem Entfaltungsabschnitt 24 anzubringen. Ein zweites
Ende 44 ist an dem Airbag-Gehäuse 14 befestigt.
Wie in 1 bis 4 gezeigt, entsprechen die Halterungen 36 auf
dem Airbag-Gehäuse 14 den Öffnungen 46 in
der verstärkten Platte, wodurch sie eine sichere Anbringung
zwischen der verstärkten Platte 16 und dem Airbag-Gehäuse 14 gewähren.
Andere Befestigungsverfahren, wie etwa J-Profilklammern, können je
nach Bedarf geeignet verwendet werden.
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3 und 4 zeigen
das System 10 in einer Aufbewahrungsposition und einer
entfalteten Position für den Airbag 30. Beim Gebrauch
reguliert das System 10 die Entfaltungskraft eines Fahrzeug-Airbags 30.
Die Entfaltungsvorrichtung 32 wird durch ein elektrisches
Signal aktiviert, wobei sich das Signal typischerweise aus einer
drastischen Fahrzeugverzögerung ergibt, die von einem in
der Technik an sich bekannten Sensor erfasst wird. Nach der Aktivierung bringt
die Entfaltungsvorrichtung schnell ein Gas hervor, das den Airbag 30 ausfüllt.
Der teilweise ausgefüllte Airbag 30 füllt
den Bereich, der von den verstärkten Platten 16 eingeschlossen
wird, und das Airbag-Gehäuse 14 und übt
auf die verstärkten Platten 16 eine Kraft aus.
Die verstärkten Platten 16 und die Entfaltungsabschnitte 24 richten
sich dagegen, dass der sich ausdehnende Airbag 30 aus einem
in 1 gezeigten nicht eingeschlossenen Bereich 48 an dem
einen oder anderen Ende der verstärkten Platten 16 entweicht.
Insbesondere wird der sich ausdehnende Airbag 30 durch
die größere Größenordnung der
Breite W und der Länge L1 im Vergleich zu der Länge
L2 zurückgehalten. Der sich schnell ausdehnende Airbag 30,
der von den verstärkten Platten 16 geführt
wird, übt wesentlich mehr Kraft auf den gemeinsamen Umfangsrand 28 aus
als eine Kraft, die verwendet wird, um den Airbag seitlich in Richtung auf
den nicht eingeschlossenen Bereich 48 auszudehnen. Die
sich ergebende Kraft veranlasst das Verkleidungsteil 12 dazu,
sich elastisch zu verformen, wodurch das Verkleidungsteil 12 an
der Rille 26 entlang in einem im Wesentlichen H-förmigen
Muster abreißt und die verstärkten Platten 16 sich
an dem Umfangsrand 28 trennen. Der Airbag 30 dehnt
sich durch das Verkleidungsteil 12 hindurch in einen Fahrgastraum
des Fahrzeugs aus.
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Die
Entfaltungsabschnitte 24 des Verkleidungsteils 12 werden
durch die verstärkten Platten 16, mit denen sie
verbunden sind, daran gehindert, durch die Kraft des sich entfaltenden
Airbags 30 zu Geschossen zu werden. Die verstärkten
Platten 16 dienen als „Scharnier” für
die Entfaltungsabschnitte 24, indem sie diese in Richtung
auf die Außenfläche 20 des Verkleidungsteils 12 verschwenken.
Die Abschnitte des Verkleidungsteils 12, die keine Entfaltungsabschnitte 24 sind,
werden nicht zertrümmert, weil die Entfaltungsabschnitte 24 und
die verstärkten Platten 16 die Länge
L1 und die Breite W aufweisen, die in ihrer Größenordnung
größer sind als die Länge L2 des Airbag-Gehäuses 14.
Entsprechend ist die Verstärkung des Verkleidungsteils 12 über
eine Fläche, die größer ist als die Entfaltungsabschnitte 24, nicht
erforderlich, was zu einer leichtgewichtigen und kostensparenden
Lösung führt, um die Entfaltungskraft eines Airbags 30 zu
regulieren.
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5 und 6 zeigen
ein System 10' zum Regulieren der Entfaltungskraft eines
Fahrzeug-Airbags nach einer anderen Ausführungsform der
vorliegenden Erfindung ähnlich wie das System 10 aus 1 bis 4,
außer wie nachstehend beschrieben. Der Aufbau, der sich
aus der Beschreibung von 1 bis 4 wiederholt,
umfasst die gleichen Bezugsnummern und einen Strich ('). Wie in 6 gezeigt,
definiert die Rille 26' einen einzigen im Wesentlichen
rechteckiges Entfaltungsabschnitt 24'. Eine verstärkte
Platte 16' ist an dem Entfaltungsabschnitt 24' durch
ein beliebiges herkömmliches Mittel, wie etwa Ultraschallschweißen,
Anformen oder Klebstoff, gesichert.
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5 zeigt
eine zweite verstärkte Platte 50, die an dem Verkleidungsteil 12' durch
ein beliebiges herkömmliches Mittel, wie etwa Ultraschallschweißen,
Anformen oder Klebstoff, gesichert ist. Ein zweites Plattenende 52 ist
an dem Airbag-Gehäuse 14' ähnlich wie
das zweite Ende 44' befestigt. Im Gebrauch dient die verstärkte
Platte 16' als „Scharnier” für
den Entfaltungsabschnitt 24', indem sie den Entfaltungsabschnitt 24' in
Richtung auf die Außenfläche 20' des
Verkleidungsteils 12' verschwenkt. Die zweite verstärkte
Platte 50 dient nur als Führung für den
sich entfaltenden Airbag und richtet die Kraft auf das Verkleidungsteil 12' und
den Entfaltungsabschnitt 24'. Die sich ergebende Kraft
veranlasst das Verkleidungsteil 12' dazu, sich elastisch
zu verformen, wodurch das Verkleidungsteil 12' an der Rille 26' entlang
in einem im Wesentlichen U-förmigen Muster abreißt
und die verstärkte Platte 16' sich von dem Verkleidungsteil 12' an
einer Plattenverbindungsstelle 54 trennt.
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Aus
der vorstehenden Beschreibung kann der Fachmann ohne Weiteres die
wesentlichen Kennzeichen der vorliegenden Erfindung ermitteln und,
ohne ihren Geist und Umfang zu verlassen, diverse Änderungen
und Modifikationen an der Erfindung vornehmen, um sie verschiedenen
Anwendungen und Verhältnissen gemäß dem
Umfang der beigefügten Ansprüche anzupassen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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