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Stand der Technik
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Für
den Betrieb eines kombinierten Tag-Vortriebssystems auf der Grundlage
der magnetischen Feldwirkung bestehen mehrere Grundvoraussetzungen.
Sie beziehen sich auf den sicheren Betrieb, d. h. die Beachtung
von Vorkehrungen auch in Extremsituationen, und verlangen darüber
hinaus die Einhaltung von Komfortbedingungen, insbesondere bei Einsatz
im Personenverkehr.
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Da
elektrische und elektronische Geräte und Einrichtungen
nicht fehlerlos arbeiten, wird hierbei in aller Regel eine Systemredundanz
vorausgesetzt und als Mittel einer Fehlerbeschränkung herangezogen.
Durch eine reichliche Auslegung der Systemkomponenten wird bei Auftreten
eines Fehlers an einem oder nur wenigen von vielen Geräten
eine Systembeeinträchtigung vermieden. Zusätzlich
wird die Fehlerhäufigkeit dadurch beschränkt,
dass die einzelnen Geräte eine hohe Mindestbetriebsdauer nachzuweisen
haben. Letzteres hängt, außer von der Herstellungsqualität,
vom Komplexheitsgrad des Gerätes ab. Es ist bekannt, dass
bei elektronischen Geräten die Zahl der Einzelbauteile,
etwa die Zahl der verwendeten Transistoren, in typischer Weise die Mindestbetriebsdauer
bestimmen. So ist z. B. einleuchtend, dass elektronische Steller,
die zur Strombeeinflussung über einen Ausgang für
nur eine Stromrichtung verfügen, also z. B. ein 2Q-Steller, halb
so komplex sind wie Geräte mit einem Ausgang für
zwei Stromrichtungen, die als 4Q-Steller bezeichnet werden. Entsprechend
verhält sich auch die statistisch zu erwartende Mindestbetriebsdauer.
Letztere wird auch als die MTBF-Zeiten bezeichnet.
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Es
wird ersichtlich, dass aus Gründen der Wartungsbeschränkung
den Systemen mit einfacherer Geräteausstattung ein Vorzug
eingeräumt wird. Dies ist z. B. ein Grund, weshalb beim
gegebenen Stand der Technik der auf Basis der elektrisch erregten
Trag-Vortriebsmagneten beruhenden Systemvariante vor einer permanenterregten
Variante der Vorzug gegeben wird. Bei letzterer ist bekannt, dass
trotz des offensichtlichen Vorteils der Erregung durch Permanentmagneten
wegen der aufwendigen Feldstelltechnik der Weg zur Anwendung verschlossen
bleibt. Im Falle der elektrisch erregten Magneten lässt
sich die Feldstellung durch 2Q-Steller bewirken, während im
Falle der Permanentmagneten der Strom in zwei Richtungen mit Hilfe
von 4Q-Stellern verändert werden muss. Bekannt ist, dass
die im Mittel zur Erzeugung der magnetischen Felder erforderliche
Leistung je Tonne Fahrzeuggewicht zwischen 1,5 bis 2 kW liegt. Dank
einer nur zur Stellung einer Stromrichtung benötigten Elektronik
werden MTBF-Zeiten von 10–20.103 h
erwartet. Wichtig ist dabei, dass der Ausfall der Elektronik über
den Abschaltvorgang des Stromes zu einem Tragkraftschwund, d. h.
zum Absenken des Magnets, weg von der Fahrbahn führt. Die
befürchtete magnetkraftbedingte Schienenberührung
wird so vermieden.
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Es
besteht allerdings kein Zweifel, dass das bestehende Erregerkonzept
auf der Basis der Stromerregung nicht die Grenze der systemoptimalen Tragtechnik
sein kann. Durch die Wicklungsverluste der Magneten wird eine sehr
aufwendige Stromversorgung an Bord der Fahrzeuge erforderlich. Sie
basiert auf einer in den Magneten selbst untergebrachten Generatorkomponente,
die dabei ihrerseits die Wirksamkeit der Magnete einschränkt
sowie auf einer Energiepufferung durch die Bordbatterie. Der Gewichtsanteil
dieser Einrichtungen stellt eine unerfreuliche Nebenwirkung für
die Antriebsauslegung und die Leistungsaufnahme der Fahrzeuge dar.
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Die
Vermeidung der aufwendigen Leistungsbereitstellung für
die Tragtechnik gelingt auf der Grundlage von Permanentmagneten.
In Kombination mit einer aufwandsarmen Stelltechnik für
den von ihnen erzeugten Magnetfluss kann eine deutlich effizientere
Systemlösung entstehen. Die Erregerstärke der
Permanentmagnete kann dazu dienen, dass die magnetischen Tragkräfte
auch an einem deutlich vergrößerten Spalt gegenüber
der Tragschiene erzeugt werden. Durch den größeren
Spalt wäre das System nicht in gleicher Weise an sehr enge
Genauigkeitsförderungen für die Verlegung der
Fahrbahn gebunden. Eine deutliche Kostensenkung für die
Fahrbahntrasse stünde in Aussicht. Es sollte darüber
hinaus möglich sein, durch abgesenkte Erregerleistung und
Einschränkung des Bereitstellungsaufwands zu leichteren
Fahrzeugen zu kommen. Die erforderliche Bordleistung ließe
sich über eine induktive Einkopplung, unabhängig
von den Erregermagneten, gestalten. Bereits in früheren
Patenten, wie z. B. in
DE 27
31 818 wurden Lösungsvorschläge für
die Anwendung von Permanentmagneten in der magnetischen Tragtechnik
gemacht. Für die Steuerwicklung wurde dabei nach Bild 1
die Anordnung in der Pollücke am Luftspalt gewählt.
Dies trägt ersichtlich dazu bei, dass die Polbreite eingeschnürt
wird. Um ausreichend hohe Sammelfaktoren zu verwirklichen, wird im
Pol eine Art Doppel-V-Geometrie zur Anordnung der Permanentmagnete
gewählt. Dies wiederum verkleinert die Feldaustrittsfläche
zusätzlich. Es werden so mit anderen Worten suboptimale
Verhältnisse für den Feldaustritt am Luftspalt herbeigeführt
und die Erzeugung einer kleinen Kraftdichte begünstigt. Ähnliches
zeigt sich auch im Falle der Magnetgeometrie nach Bild 2.
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Im
Patent
DE 29 25 867 wird
gezeigt, wie durch Einsatz einer kombiniert longitudinal/transversalen
Geometrie der Tragmagneten in Verbindung mit einer in Längsrichtung
verlaufenden Steuerwicklung das Problem der stellbaren Magnetkraft
bei hauptsächlicher Erregung durch Permanentmagnete gelöst
werden kann. Es wird durch die Bilder 2, 3, aber auch 4 erkennbar,
dass es bei der vorliegenden Magnetform schwer fällt, einen
Sammelfaktor größer als 1,5÷2,0 zu verwirklichen.
Durch die Aufspaltung jedes zweiten Pols entsteht im Kopfbereich
der Magnete ein großer Streufeldanteil. Die Ausführung
hoher Felddichten, insbesondere bei großem Luftspalt, wird
dadurch sehr erschwert. Für hohe Felddichten und großen
Spalt ist diese Anordnung nicht geeignet.
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Der
durch die Fahrzeuganwendung bestimmten Effizienzforderung in Verbindung
mit der notwendigen Massenbeschränkung wird durch die Anwendung
von Permanentmagneten zur Felderregung in leistungsloser Form besonders
gut entsprochen. Allerdings ist der Aufwand für die Verwirklichung
der Stellbarkeit im Allgemeinen groß. Ihm kann durch den
Einsatz einer Zusatzwicklung in versenkter Form grundsätzlich
gut entsprochen werden. Damit erweist sich der Einsatz eines Verfahrens,
wie z. B. in
DE 41
39 843 C2 beschrieben, bei dem es sich um eine Streuflussbeeinflussungstechnik
handelt, als weniger zweckmäßig. Ihre Wirksamkeit
ist, da sie nur eine Teilkomponente des Flusses betrifft -der sich
im vorliegenden Fall als verhältnismäßig
gering erweist- nicht für die Erschließung eines
großen Stellbereichs geeignet.
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Als
ebenfalls weniger geeignet muss auch die in
US 6 750 628 B2 beschriebene
Variante sowohl hinsichtlich der Anordnung der Permanentmagnete
als auch bezüglich der gewählten Wicklung angesehen
werden. Die Kombination einer Zusatzwicklung mit einer am Luftspalt
liegenden Flachmagnetanordnung bedingt wegen der notwendigen großen Magnetdicke
eine hohe Stelldurchflutung der Wicklung. Deren Anordnung in Form
einer toroidalen Spule ist unzweckmäßig. Letztere
erfordert zusätzliches Wicklungsmaterial und produziert
einen nennenswerten Streufluss. Dieser wirkt sich induktivitätsvergrößernd
aus und belastet die Stellkreisauslegung der Elektronik.
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Es
besteht demnach die erfindungsgemäße Aufgabe darin,
das Erregersystem für magnetisch getragene Fahrzeuge mit
der Möglichkeit des in der Tragschiene integrierten Antriebs
so umzugestalten, dass die Hauptkomponente des magnetischen Feldes
durch Permanentmagnete in streufeldarmer und durch einen erhöhten
Sammelfaktor gekennzeichnete Ausführung erzeugt wird, und
die zur Feldbeeinflussung erforderliche Stromeinwirkung in verlustarmer
Ausführung möglichst so erfolgt, dass nur Ströme
einer Richtung benötigt werden und bei Geräteausfall
eine Schienenberührung durch den Magneten vermieden wird.
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Beschreibung
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1 zeigt
einen aus Primärteil PT, einer Langstator-Wicklungsanordnung
LW und dem Erregerteil ET mit einer permanenterregten Magnetanordnung
bestehenden Synchronantrieb, der auch die Steuerwicklungen W1/W2
enthält und zusätzlich Tragaufgaben übernehmen
soll.
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Eine
so gestaltete Magnetanordnung weist gegenüber der elektrisch
erregten Variante bereits mehrere Vorteile auf, obgleich sie durch
die Anordnung der Wicklung am Luftspalt dort die feldführende Zone
und damit den Bereich der Kraftbildung einschränkt. Sie
ist nicht als voll optimal anzusehen.
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Die
Heranziehung der V-förmigen Sammleranordnung der Magnete
M, mit 1m > τ/2,
ermöglicht jedoch gegenüber einer Flachmagnetanordnung
die Erzeugung hoher Felddichten im Luftspaltbereich von Ep und führt
zu hohen spezifischen Tragkräften, so dass bei gleicher
Gesamtkraft verhältnismäßig geringe Massen
der Traganordnung möglich werden. Die Tragkraftstabilisierung
erfolgt durch Überlagerung einer von der Wicklung W1 erzeugten
zusätzlichen stromabhängigen Feldkomponente, die
sich je nach Stromrichtung als Zusatz- oder Gegenerregung zum Feld
der Permanentmagnete überlagert.
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Im
Falle einer reinen Tragmagnetanordnung entfällt die in 1 im
Bauteil PT gezeichnete Wechselstromwicklung LW.
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Im
Vergleich zur Flachmagnetanordnung entsteht der Vorteil eines geringeren
Aussteuerbereichs für die Wicklung W1. Geht man nämlich
davon aus, dass eine Maximalaussteuerung entsprechend der Permanentmagnet-Durchflutung Θm erforderlich ist, so kann für
die Sammleranordnung, deren Magnetdicke hm geringer
als jene der Flachanordnung gewählt wird, die Aussteuerleistung
entsprechend kleiner gewählt werden.
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Nachteilig
erscheint nach bisheriger Technik, dass trotz der möglichen
Beschränkung der Auslegungsleistung 4Q-Steller einzusetzen
sind und dass sich, ähnlich wie beim rein elektrisch erregten
Magnetfeld, Schwierigkeiten bei großen mittleren Spalten und
bei hoher Fahrgeschwindigkeit für die Gesamtauslegung ergeben.
Aus Sicht eines berührungsfreien Schwebens wird als erforderlich
gehalten, dass bei Ausfall der Leistungselektronik oder Schaden
an der Wicklung W1 eine Ersatz-Stellanordnung mit Wicklung W2 eingesetzt
werden kann. Diese Forderung zieht eine entsprechende Magnetkreisvergrößerung
und eine Ausstattungszunahme nach sich, sh. 1.
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Es
kann als nachteilig angesehen werden, dass die Wicklung W2 ebenfalls
einen hohen Platzbedarf erfordert, da sie, wie die Wicklung W1,
für den gleichen Maximalstrom auszulegen ist.
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Elektrische Entregung mit
einfacher Schaltung
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Die 2a und 2b zeigen
eine Magnetkreisanordnung, bei der gegenüber 1 die
Wicklung W2 mit einem Abstand von etwa der halben Jochhöhe
gegenüber W1 in einer eigenen Aussparung von Ek eingelegt
oder „versenkt” ist. Im stromlosen Zustand von
W2 ergeben sich für die Flussführung gegenüber
der Anordnung 1 keine nennenswerten Änderungen,
sh. 2a. Es kann angenommen werden, dass dieser Erregerzustand
der erwünschten Normalkraft bei Nennspalt entspricht.
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Wie 2b andeutet,
ist im Entregungsfall, ohne Strom in W1 und Gegenerregung in W2,
das obere Jochteil mit der Stärke hj1 von
den Feldkomponenten beider Erregungen, jener der Permanentmagnete
und derjenigen der Wicklung W2, durchsetzt und geht in die Sättigung.
Die damit verbundene Erhöhung des magnetischen Widerstands
erhöht die Wirksamkeit von W2, so dass näherungsweise
eine elektrische Durchflutung der Größe von –Θm zur vollständigen Entmagnetisierung
des Luftspaltes führt. Berücksichtigt man, dass
durch die Verlagerung von W2 in das Jochteil die Raumanforderung
für die offene Nut mit W1 sich nun verringert, so lassen
sich hierdurch größere Polbreiten bp ausführen,
die je Polteilung eine größere Tragkraft ermöglichen.
Wird W2 nur als Entregungswicklung eingesetzt, so kann diese mit
einem einfachen EIN-/AUS-Schalters bzw. 2Q-Steller mit geringerem
Aufwand betrieben werden. Der Tragmagnet wird bei Wicklungsausfall
von W1 durch die von W2 bewirkte Entregung annähernd mit
Tragkraft 0 in eine sichere Position mit großem Schienenabstand
gefahren.
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Es
kann weiter festgestellt werden, dass bereits mit einer sehr viel
kleineren elektrischen Durchflutung als dem Wert Θm, eine nennenswerte Feldschwächung
zu erzielen ist. Bereits mit Restkräften, die etwa der
halben Magnetdurchflutung entsprechen, lässt sich die für
den sicheren Zustand wichtige Rückstellung des Magneten
erzielen. Da die Wicklung W2 den blockierenden Zusatzfluss im Abschnitt hj1 nicht über den Luftspalt zu erregen
hat, reicht zur Blockade bereits eine deutlich kleinere Zusatzerregung
aus. Somit entsteht ein Auslegungsvorteil für die Wicklung
W2, die folglich auch mit einer kleineren Leistung betrieben werden
kann.
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Betrieb mit 2Q-Steller
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Eine
günstige Einsatzvariante der beiden Wicklungen W1 und W2
wird mit dem Diagramm von 3 erkennbar.
Die dafür zweckmäßige Auslegung des Magnetkreises
und der Geräte der Leistungselektronik ergibt sich mit
einer Aufgabentrennung beider Wicklungen derart, dass W1 nur zur
Auferregung und W2 zur Aberregung eingesetzt wird. Für
beide Wicklungen kann damit die Strombereitstellung jeweils über
einen 2Q-Steller erfolgen. Aufgrund einer einfacheren Schaltungstopologie
weisen 2Q-Steller eine geringere Fehlerwahrscheinlichkeit, also
höhere MTBF-Zeiten auf, als 4Q-Steller. Durch die Funktionsaufspaltung
werden die Einsatzzeiten etwa halbiert, so dass sich unter Berücksichtigung
der kleineren Betriebszeiten statistisch deutlich unwahrscheinlichere
Ausfallereignisse abzeichnen.
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3 zeigt
eine Aufteilung der elektrischen Zusatzerregungen für Spaltänderungen
bis zu 100% gegenüber dem Nennspalt δn·FA0(δ) ist die Kennlinie des ungeregelten
Tragmagneten, die für δ = 0 etwa den fünffachen
Tragnennwert erzeugt und beim doppelten Nennspalt etwas weniger
als die Hälfte dieses Wertes annimmt.
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Will
man FA1 über dieser Spaltskala
konstant halten, so sind die Zusatzdurchflutungen Θe1 bzw. Θz1 erforderlich,
die an den Endpunkten etwas mehr als den Wert 0,5 Θm annehmen.
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Zur
Erzeugung einer den dynamischen Verhältnissen des Schwebevorgangs
entsprechenden Kraft-Weg-Charakteristik, etwa nach der Kennlinie FA2(δ), sind jedoch höhere Durchflutungen
notwendig. Sie entsprechen den Verläufen von Θe2 und Θz2, die
dann Endwerte bei rund 1 Θm annehmen.
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Um
im Sinne höherer Verfügbarkeit der Entregungsschaltung
von W2 weitere Verbesserungen zu erzielen, kann der Trennbereich
zwischen W1 und W2 zu kleineren mittleren Spalten hin verlagert
werden. Θe übernimmt damit
einen größeren Teil des Betriebs, auch unterhalb
der Nenntragkraft. Hierdurch wird ein kleinerer Teil dieser Kraft
bereits über elektrische Ströme erzeugt, während
der Einsatz der Entregungswicklung W2 erst bei seltener auftretenden Spalterweiterungen
notwendig wird.
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Dem
Sicherheitsgedanken der mit hoher Wahrscheinlichkeit zu vermeidenden
Berührung der Spaltgegenseite ist hierdurch weitergehend
Rechnung getragen. Gleichzeitig kommt durch die gewählte
Magnetanordnung eine hohe spezifische Tragkraft zur Wirkung, und
die erforderliche elektrische Leistung, auch die Geräteleistung,
kann reduziert werden.
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Zu
einer weiteren Steigerung der positiven Merkmale und auch einer
Konzeptvereinfachung führt die Konfiguration nach 2c.
Hier wird davon ausgegangen, dass durch vergrößerte
Abmessungen der Magnete M auch bei größerem Arbeitsluftspalt δa eine hohe Felddichte erzeugt werden kann.
Es steht somit für den Hauptarbeitsbereich ein gewisser
Kraftüberschuss zur Verfügung. Die Felddichte
ist groß genug, um z. B. die Kraftanforderungen der rechten
Seite im Diagramm 3 abzudecken. Auf die Wicklung
W1 wird verzeichnet. Mit Hilfe der Wicklung W2 und einer zweckmäßigen
Wahl der entstehenden Teiljochhöhen hj1 gelingt
es, die jeweils zur Tragkraftstabilisierung aufzuschaltenden Erregerdurchflutungen Θe2 gleicher Stromrichtung über einen
2Q-Steller ST und den Regler R bereitzustellen. Um auch bei Stellerausfall
eine sichere Entregung zu ermöglichen, kann das Stromnetz über
den Schalter Sn und einen Begrenzungswiderstand die Wicklung mit
einem definierten Strom versorgen. Er wird nach Absenken des Magneten
nicht mehr benötigt und kann durch Öffnen des
Schalters wieder auf Null gestellt werden.
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Nimmt
man zur Erläuterung der Funktion der Magnetentregung an,
dass in der Wicklung W2 eine gleichgroße Durchflutung wirkt
wie in den Magneten M, so würden sich im Jochteil hj2 die beiden gegenläufigen Flussanteile
gerade aufheben. In hj1 kommt es durch die
von den gleichgroßen Durchflutungen erzeugten Feldkomponenten
zu einer Überschreitung der Sättigungsgrenze des
leitfähigen Materials. Sie liegt im Falle von Eisen z.
B. bei 1,9 T. Da beide Erregeranteile gleich stark sind, kann angenommen werden,
dass die Hälfte des vorhandenen Flusses in hj1 der
durch den Arbeitsspalt verlaufenden Komponente zukommt. Durch die
Wahl der Abmessungen der beiden Jochhöhen und ihr Verhältnis
zur Polbreite ergibt sich die Möglichkeit, die Größe
des Restflussanteils für den Entregungsfall festzulegen.
Es ist ersichtlich, dass auch größere oder kleinere
Erregerdurchflutungen der Wicklung W2 Einfluss auf die erzielbaren
Daten haben.
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Besonders
in dieser mit 2c beschriebenen Entwurfsvariante
kommen die Vorteile der nicht am Luftspalt angelegten Wicklung für
die Zusatzdurchflutung gut zur Wirkung. Es werden günstige Auslegungsbedingungen
für große Sammelfaktoren der Permanentmagnete
ermöglicht. Der Streufeldanteil ist bei V-förmiger
Anordnung sehr gering. Die Felddichte im Arbeitsspalt lässt
sich somit steigern. Durch die versenkte Anordnung der Wicklung
W2 verringert sich der notwendige Maximalwert der Zusatzdurchflutung
und mit ihm die erforderliche Erregerleistung. Die versenkte Wicklung
ermöglicht den direkten Eingriff in den magnetischen Hauptfluss ohne
Streufeldanteil der Spule. Die Verwirklichung des großen
Stellbereichs gelingt daher mit minimaler Leistung und sehr begrenzter
Induktivität.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 2731818 [0005]
- - DE 2925867 [0006]
- - DE 4139843 C2 [0007]
- - US 6750628 B2 [0008]