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Die
Erfindung betrifft eine organische Solarzelle mit einer Schichtanordnung,
welche eine Elektrode und eine Gegenelektrode sowie eine Folge organischer
Schichten aufweist, die zwischen der Elektrode und der Gegenelektrode
angeordnet ist, und die zusätzlich mindestens eine Licht
absorbierende Schicht aus einem Molekül entsprechend der
allgemeinen Strukturformel gezeigt in (1) enthält. Merkmal
einer Solarzelle oder eines Photodetektors im Sinne der Erfindung
ist dabei, dass das Bauelement eine semitransparente oder transparente,
dem Substrat abgewandte Elektrode benutzt oder ganz semitransparent
oder transparent ist.
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Hintergrund der Erfindung
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Seit
der Demonstration der ersten effizienten organischen Solarzelle
mit einem Wirkungsgrad im Prozentbereich durch Tang et al. 1986
(C. W. Tang et al., Appl. Phys. Lett. 48, 183 (1986))
werden organische Materialien intensiv für verschiedene
elektronische und optoelektronische Bauelemente untersucht. Organische
Solarzellen bestehen aus einer Folge dünner Schichten,
die typischerweise eine Dicke zwischen 1 nm bis 1 μm aufweisen,
aus organischen Materialien, welche im Vakuum aufgedampft oder aus
einer Lösung aufgebracht werden. Die elektrische Kontaktierung
erfolgt in der Regel durch transparente, semitransparente oder nicht
transparente Metallschichten und/oder transparente leitfähige
Oxide (TCOs) und/oder leitfähige Polymere.
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Der
Vorteil solcher Bauelemente auf organischer Basis gegenüber
den konventionellen Bauelementen auf anorganischer Basis, beispielsweise Halbleitern
wie Silizium oder Galliumarsenid, sind die teilweise extrem hohen
optischen Absorptionskoeffizienten von bis zu 3 × 105 cm–1,
so dass sich die Möglichkeit bietet, mit geringem Material-
und Energieaufwand sehr dünne Solarzellen herzustellen.
Weitere technologische Aspekte sind die niedrigen Kosten, die Möglichkeit,
flexible großflächige Bauteile auf Plastikfolien
herzustellen, und die nahezu unbegrenzten Variationsmöglichkeiten
der organischen Chemie.
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Im
Folgenden sollen einige Kernpunkte erklärt werden, die
wesentliche technische Probleme bei der Entwicklung und erfolgreichen
wirtschaftlichen Verwertung darstellen; die Kernpunkte sind zum
besseren Verständnis in zwei Themengebiete unterteilt:
- 1.) Kontaktierung, Layout: transparente Kontakte, semitransparente
Solarzellen
- 2.) Absorber und Energieumwandlung: Exzitonentrennung, Energieniveaus,
Tandemzellen
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Themengebiet 1: Elektrische Kontakte und
Layout
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Transparente
Kontakte. Stand der Technik bei organischen Solarzellen ist die
Verwendung von Zinn-dotiertem Indiumoxid („Indium Tin Oxide” oder auch „ITO”)
als transparentem leitfähigem Grundkontakt auf dem Substrat,
typischerweise Glas. ITO und auch andere ähnliche transparente
leitfähige Oxide („transparent conductive oxides” oder
auch „TCO”) haben allerdings den gravierenden
Nachteil, dass sie spröde sind und bei Verwendung eines
flexiblen Substrates brechen können (Chen et al.,
Thin Solid Films 394, 201 (2001)). Aufgrund der Preisentwicklung
von Indium auf dem Weltmarkt und aufgrund der jetzt schon abzusehenden
Knappheit ist es erstrebenswert, Alternativen zu verwenden. Eine
Möglichkeit ist dabei, sehr dünne Metallschichten
zu benutzen, die dünn genug sind, um noch Licht durchzulassen,
aber dick genug, um eine ausreichende Leitfähigkeit zu besitzen.
Entsprechende Schichten zu entwickeln ist eine herhebliche technische
Herausforderung (Meiss et al., Journal of Applied Physics
105, 063105 (2009)) und Gegenstand aktueller Forschung.
Dennoch wäre es von Vorteil, wenn sich ITO- oder TCO-freie
Solarzellen herstellen ließen.
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Eine
bevorzugte Verwendung transparenter, dünner, ITO-freier
Elektroden wäre dabei das Erstellen „invertierter”,
top-illuminierter Solarzellen, bei denen die Lichteinkopplung von
der dem Substrat abgewandten Seite her erfolgt. Dieses Layout würde
ermöglichen, billigere, dünnere und flexiblere
Substrate als Glas zu verwenden, z. B. Metallfolie oder PET-Folie.
Solarzellen ohne ITO mit einem transparenten elektrischen Topkontakt
würden somit neue Wege der Vermarktung eröffnen.
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Semitransparente
Solarzellen. Eine Verwendungsmöglichkeit für Solarzellen
könnten so genannte „power windows” sein,
d. h. Fenster, die semitransparent sind und Strom erzeugen können.
Diese Anwendung ist denkbar für z. B. Bürogebäude
oder für Verglasung mit Schattungseffekt. Hierbei könnte
man sich zu Nutze machen, dass nicht nur Licht reflektiert oder absorbiert
wird, wie es bei konventionellen halbtransparenten Materialien der
Fall ist, sondern dass das Licht direkt zur Elektrizitätserzeugung
umgewandelt werden kann.
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Es
gibt bereits erste Ansätze zum Design semitransparenter
Solarzellen (Bailey-Salzman et al., Applied Physics Letters
88, 233502 (2006); Koeppe et al., Chemistry and
Sustainability 2, 309 (2009)). Allerdings ist dabei zu
beachten, dass beide Gruppen nach wie vor Indium (ITO) in ihren
Solarzellenstrukturen verwenden; weiterhin waren die erreichten
Effizienzen deutlich zu gering für kommerzielle Anwendungen
(Bailey-Salzman: 0,62%; Koeppe: ca. 0,6%). ITO-freie, semitransparente
organische Solarzellen mit ansatzweise interessanten Effizienzen
sind noch nicht berichtet worden.
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Themengebiet 2: Absorber und Energieumwandlung
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Exzitonentrennung.
Eine Solarzelle wandelt Lichtenergie in elektrische Energie um.
Im Gegensatz zu anorganischen Solarzellen werden bei organischen
Solarzellen durch das Licht nicht direkt freie Ladungsträger
erzeugt, sondern es bilden sich zunächst gebundene Frenkel-Exzitonen,
also elektrisch neutrale Anregungszustände in Form von
gebundenen Elektron-Loch-Paaren. Diese Exzitonen können nur
durch sehr hohe elektrische Felder oder an geeigneten Grenzflächen
getrennt werden. In organischen Solarzellen stehen ausreichend hohe
Felder nicht zur Verfügung, so dass alle Erfolg versprechenden
Konzepte für organische Solarzellen auf der Exzitonentrennung
an photoaktiven Grenzflächen beruhen (organische
Donor-Akzeptor-Grenzfläche – C. W. Tang, Applied
Physics Letters, 48 (2), 183–185 (1986)) oder
Grenzfläche zu einem anorganischen Halbleiter (vgl. B.
O'Regan et al., Nature 353, 737 (1991)). Dafür
ist es erforderlich, dass Exzitonen, die im Volumen des organischen
Materials generiert wurden, an diese photoaktive Grenzfläche
diffundieren können.
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Die
rekombinationsarme Diffusion von Exzitonen an die aktive Grenzfläche
spielt also eine kritische Rolle bei organischen Solarzellen. Um
einen Beitrag zum Photostrom zu leisten, muss daher in einer guten
organischen Solarzelle die Exzitonendiffusionslänge zumindest
in der Größenordnung der typischen Eindringtiefe
des Lichts liegen, damit der überwiegende Teil des Lichts
genutzt werden kann. Strukturell und bezüglich der chemischen
Reinheit perfekte organische Kristalle oder Dünnschichten
erfüllen durchaus dieses Kriterium. Für großflächige
Anwendungen ist allerdings die Verwendung von monokristallinen organischen
Materialien nicht möglich und die Herstellung von Mehrfachschichten
mit ausreichender struktureller Perfektion ist bis jetzt noch sehr schwierig.
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Statt
die Exzitonendiffusionslänge zu vergrößern,
kann man auch den mittleren Abstand bis zur nächsten Grenzfläche
verkleinern. In dem Dokument
WO
00/33396 wird die Bildung eines so genannten interpenetrierenden
Netzwerkes vorgeschlagen: Eine Schicht enthält eine kolloidal
gelöste Substanz, die so verteilt ist, dass sich ein Netzwerk
bildet, über das Ladungsträger fließen
können (Perkolationsmechanismus). Die Aufgabe der Lichtabsorption übernimmt
in einem solchen Netzwerk entweder nur eine der Komponenten oder
auch beide.
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Der
Vorteil einer solchen Mischschicht ist, dass die erzeugten Exzitonen
nur einen sehr kurzen Weg zurücklegen müssen,
bis sie an eine Domänengrenze gelangen, wo sie getrennt
werden. Der Abtransport der Elektronen und der Löcher erfolgt
getrennt in der gelösten Substanz oder in der übrigen Schicht.
Da in der Mischschicht die Materialien überall miteinander
im Kontakt sind, ist bei diesem Konzept entscheidend, dass die getrennten
Ladungen eine lange Lebensdauer auf dem jeweiligen Material besitzen
und von jedem Ort aus geschlossene Perkolationspfade für
beide Ladungsträgersorten zum jeweiligen Kontakt hin vorhanden
sind. Mit diesem Ansatz konnten für polymerbasierte, durch
nasschemische Mittel erzeugte Solarzellen Wirkungsgrade von 2,5%
erreicht werden (C. J. Brabec et al., Advanced Functional
Materials 11, 15 (2001)), wobei polymerbasierte Tandemzellen
bereits über 6% Effizienz erreicht haben (J. Y.
Kim et al., Science 13, 222–225 (2007)). Weitere
bekannte Ansätze zur Realisierung bzw. Verbesserung der
Eigenschaften von organischen Solarzellen sind im Folgenden aufgezählt:
- – Ein Kontaktmetall hat eine große
und das andere eine kleine Austrittsarbeit, so dass mit der organischen
Schicht eine Schottky-Barriere ausgebildet wird ( US 4,127,738 ).
- – Die aktive Schicht besteht aus einem organischen
Halbleiter in einem Gel oder Bindemittel ( US 3,844,843 , US 3,900,945 , US 4,175,981 und US 4,175,982 ).
- – Herstellung einer Transportschicht, die kleine Partikel
mit einer Größe von etwa 0.01 bis 50 μm enthält,
welche den Ladungsträgertransport übernehmen ( US 5,965,063 ).
- – Eine Schicht enthält zwei oder mehr Arten
von organischen Pigmenten, die verschiedene spektrale Charakteristika
besitzen ( JP 04024970 ).
- – Eine Schicht enthält ein Pigment, das die
Ladungsträger erzeugt, und zusätzlich ein Material, das
die Ladungsträger abtransportiert ( JP 07142751 ).
- – Polymerbasierende Solarzellen, die Kohlenstoffteilchen
als Elektronenakzeptoren enthalten ( US 5,986,206 )
- – Dotierung von den oben erwähnten Mischsystemen
zur Verbesserung der Transporteigenschaften in Mehrschichtsolarzellen
(vgl. DE 102 09 789 )
- – Anordnung einzelner Solarzellen übereinander, so
dass eine so genannte Tandemzelle gebildet ist ( US 4,461,922 ; US 6,198,091 ; US 6,198,092 ).
- – Tandemzellen können durch Verwendung von p-i-n
Strukturen mit dotierten Transportschichten großer Bandlücke
weiter verbessert werden ( DE 103
13 232 ).
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Eine
inhärente Schwierigkeit organischer Solarzellen ist, wie
oben beschrieben, dass die Exzitonendiffusionslängen in
den organischen Absorbermaterialien in Bereichen von ca. 10 nm bis
40 nm liegen. Damit die Exzitonen nicht in der Absorberschicht rekombinieren
und die Energie im Rahmen der Solarzelle verloren geht, sollten
die Schichtdicken der Absorber in derselben Größenordnung
wie die Exzitonendiffusionslänge liegen.
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Diese
strenge Begrenzung der Absorberschichtdicke auf Größenordnungen
in der Regel deutlich unter 60 nm begrenzt auch stets die Absorption
(und damit auch Photostrom und Effizienz) in einer organischen Solarzelle.
Auch die oben erwähnten interpenetrierenden Netzwerke können
dieses Problem nur teilweise ausgleichen. Entscheidend ist daher,
dass Absorbermaterialien gefunden werden, die entweder einzeln oder
in Kombination mehrerer Materialien trotz geringer maximaler Schichtdicken einen
breiten Spektralbereich des sichtbaren Lichtes optimal ausnutzen
und starke Absorptionseigenschaften haben.
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Gegenwärtig
werden standardmäßig bei organischen Solarzellen
in Forschung und Entwicklung die Materialien der Klasse „Metall-Phthalocyanine” (beispielsweise
Kupfer Phthalocyanin, CuPc, oder Zink Phthalocyanin, ZnPc) und Fullerene
(beispielsweise C60) verwendet. Obwohl diese
Materialien bekannt, gut handhabbar und leicht zu beziehen sind, werden
sie allein dauerhaft keine Lösung sein; das liegt darin
begründet, dass sie einerseits nicht hinreichend stark
absorbieren und andererseits nur einen schmalen Bereich des zu Verfügung
stehenden Sonnenlichtes ausnutzen können. Entsprechend
dem gegenwärtigen Stand der Technik kann man mit C60 bevorzugt in einem Wellenlängenbereich
um 450 nm absorbieren; mit ZnPc kann man in einem Wellenlängenbereich
um 650–700 nm absorbieren. Ein Großteil der Energie
des Sonnenlichtes mit Wellenlängen zwischen 450 und 650
nm bleibt somit ungenutzt (M. Riede et al., Nanotechnology
19, 424001 (2008)). In den absorbierenden Bereichen kann
außerdem nicht alles Licht absorbiert werden, da die dünnen
Schichten nicht hinreichend stark absorbieren.
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Somit
lässt sich abschließend feststellen: Bei Benutzung
gegenwärtiger Standardmaterialien
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bleibt ein weiter Wellenlängenbereich (450–650
nm, um den grünen Bereich des Spektrums) ungenutzt, was
den Photostrom verringert
- 2.) wird der Rest des Spektrums eher schwach genutzt
- 3.) geht gerade ein Bereich sehr intensiven Lichtes mit hoher
Photonenenergie (450–600 nm) verloren, was die Photospannung
begrenzt.
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Damit
ist offensichtlich, dass das Problem der begrenzten Exzitonentrennung
aufgrund geringer Exzitonendiffusionslänge mit den gegenwärtigen
Absorbern nicht auszugleichen sein wird und neue Materialien erforderlich
sein werden.
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Energieniveaus.
Ein weiteres wichtiges Problemfeld in Forschung und Entwicklung
organischer Solarzellen ist die Thematik passender Energieniveaus.
Damit erzeugte Ladungsträger effizient abtransportiert
werden können, dürfen keine energetischen Barrieren
zwischen den Absorbermaterialien und den elektrischen Kontakten
einer Solarzelle existieren. Durch die p-i-n Architektur bzw. durch
dotierte organische Schichten kann bis zu einem gewissen Grad erreicht
werden, dass energetische Barrieren abgebaut und generierte Elektronen
und Löcher gut abtransportiert werden können (K.
Walzer et al., Chemical Reviews 107(4), 1233–1271 (2007); C.
Falkenberg et al., Journal of Applied Physics 104, 034506 (2008); S.
Pfützner et al., Proceedings of SPIE 6999, 69991M (2008); C.
Uhrich et al., Journal of Applied Physics 104, 043107 (2008); J.
Drechsel et al., Applied Physics Letters 86, 244102 (2005)).
Diese Methode ist inzwischen bekannt und erprobt für die
Materialien ZnPc und C60. Da allerdings,
wie oben beschrieben, ZnPc und C60 keine
ausreichend guten Eigenschaften besitzen, lässt sich auch
hier sagen, dass andere Materialien zwingend erforderlich sind, die
nicht nur gute Absorbereigenschaften haben, sondern auch geeignete
Energieniveaus aufweisen müssen, damit in Kombination mit
dotierten Transportschichten hohe Leerlaufspannungen und Füllfaktoren
gewährleistet sind.
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Tandemzellen.
Ein entscheidendes Thema in diesem Zusammenhang ist die Herstellung
von Tandem-, Tripel- oder allgemein Mehrfachzellen, die aus einem
Stapel mehrerer Solarzellen bestehen, so dass die Mehrfachzelle
durch verschiedene Absorbermaterialien, die jeweils nur einen bestimmten
Teil des Spektrums absorbieren, insgesamt in einem breiten Spektralbereich
absorbieren kann. Dadurch kann in einem gewissen Umfang das Problem
der nur begrenzten Exzitonendiffusionslänge umgangen werden,
da eine Mehrfachsolarzelle als Schichtstapel mehrerer Solarzellen
(so genannter Subzellen) gesehen werden kann, in dem mehrere Absoberschichten gemeinsam
wirken können. Dadurch können deutlich höhere
Effizienzen als bei Einzelzellen erreicht werden. Wichtig hierbei
ist allerdings, wenn mehrere Materialien verwendet werden, die ähnliche
Absorbereigenschaften haben (d. h. bei ähnlichen Wellenlängen absorbieren),
dass die Schichten einander auch Photonen wegnehmen und einander
begrenzen; das resultiert daraus, dass von einer Subzelle absorbierte Photonen
weiteren Subzellen nicht mehr zur Verfügung stehen. Dieses
Problem lässt sich nur umgehen, wenn verschiedene Absorber
benutzt werden, die komplementär zueinander in verschiedenen
Wellenlängenbereichen absorbieren. Auch die Tandem-/Mehrfachzellentechnologie
verdeutlicht somit noch einmal, dass ein breiter Spektralbereich
für effiziente Solarzellen notwendig ist. Tandem-/Mehrfachzellen
aus den Materialien C60 und ZnPc sind daher keine
Lösung.
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Um
die o. a. Anforderungen an Exzitonendiffusionslänge, Energieniveaus
und Mehrfachzellen erfüllen zu können, sind somit
zwangsläufig neue Absorbermaterialien unbedingt notwendig,
die die Absorptions-Lücke zwischen C60 und
ZnPc füllen können, starke Absorption haben und
günstige Energieniveaus (Highest Occupied Molecular Orbital
[HOMO], Lowest Unoccupied Molecular Orbital [LUMO]) aufweisen. Mit
dem gegenwärtigen Stand der Technik sind keine ausreichenden
Effizienzen möglich, die notwendig wären, um die
wirtschaftlichen und technologischen Anforderungen der organischen
Photovoltaik erfüllen zu können. Ebenso sind bisher
keine effizienten transparenten Solarzellen bekannt.
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Gegenwärtiger
Stand der Technik bei Absorbermolekülen in der organischen
Photovoltaik zum Füllen der Lücke zwischen C60 und ZnPc ist die Substranzklasse der Dicyanovinyl-Oligothiophene (DCVTs)
(K. Schulze et al., Advanced Materials 18, 2872 (2006)),
gezeigt in 2, mit R=Alkyl oder H. Die Synthese
von DCVTs ist allerdings aufwendig und mit einigen Problemen behaftet.
In mehreren repetierenden Schritten werden aktive Positionen des Thiophens/Oligothiophens
geschützt bzw. funktionalisiert, wobei sich die Kette um
jeweils ein Thiophenbaustein verlängert. Im Speziellen
die notwendige Reinigung der Verbindungen durch Sublimation ist problematisch,
da die Dicyanovinylgruppe empfindlich auf den Einfluss höherer
Temperatur während der Sublimation reagiert. Dabei kommt
es unter Verlust von CH2=C(CN)2 zu einer
Fragmentierung des Moleküls. Somit sind DCVTs zwar vom
wissenschaftlichen Standpunkt eine mögliche Lösung
für den Labormaßstab; für wirtschaftliche
Zwecke (Massenproduktion) ist auch diese Materialklasse nicht geeignet.
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Mitarbeiter
von Sanyo berichteten über Tetraphenyldibenzoperiflanthene
als Donatormaterial in organischen Solarzellen (Fujishima
et al., Solar Energy Materials and Solar Cells 93, 1029 (2009);
identisch mit Kanno et al., Proc. PVSEC-17). Es
gelang ihnen, eine einfache Solarzelle bestehend aus den organischen
Materialien Tetraphenyldibenzoperiflanthene, C60 und
2,9-dimethyl-4,7-diphenyl-1,10-phenantroline herzustellen. Durch
die starke Absorption des Tetraphenyldibenzoperiflanthene erreichten
Fujishima und Kanno eine Effizienz von 3,56% für 0,033 cm2 und 2,58% für 1,60 cm2,
wobei nicht klar angegeben ist, ob die Daten bereits auf spektrale
Fehlanpassung überprüft wurden. Trotz dieses Ergebnisses
ist allerdings deutlich, dass mit dem von Fujishima und Kanno gewählten
System keine weitere Effizienzsteigerung zu erwarten sein wird:
letzten Endes begrenzt die Absorption der C60-Tetraphenyldibenzoperiflanthene – Kombination
Photostrom und Photospannung; die Verwendung dotierter dedizierter
Ladungsträgertransporter wäre nötig,
um höhere Füllfaktoren zu erreichen. Einzelzellen
mit Tetraphenyldibenzoperiflanthene stellen somit keine Lösung
für die o. A. Anforderungen dar.
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Hierbei
ist deutlich hervorzuheben, dass die oben angeführten Arbeiten
von Sanyo (Fujishima et al., Solar Energy Materials and
Solar Cells 93, 1029 (2009); identisch mit Kanno
et al., Proc. PVSEC-17) lediglich das „Standard-Layout” für
organische Photoaktive Bauelemente verwenden: ein Substrat aus Glas,
beschichtet mit dem transparenten leitfähigen Material
ITO. Vergleichbare Arbeiten, die Tetraphenyldibenzoperiflanthene
in invertierten oder semitransparenten Bauelementen beschreiben,
existieren bislang nicht. Dies ist u. a. darin begründet,
dass die Herstellung funktionsfähiger, invertierter, insbesondere
ITO-freier Bauelemente nach wie vor eine technische Herausforderung
ist, die bisher nicht zufrieden stellend gelöst werden
konnte.
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Der
Stand der Technik bei semitransparenten Solarzellen wurde oben bereits
erwähnt: erste Versuche unter Verwendung konventioneller
Materialien (ITO, ZnPc, C60) führten
zu funktionstüchtigen, aber deutlich zu ineffizienten Resultaten
(Bailey-Salzman et al., Applied Physics Letters 88, 233502
(2006); Koeppe et al., Chemistry and Sustainability
2, 309 (2009)). Auch hier ist abzusehen, dass neue Absorbermaterialien
in Verbindung mit einer veränderten Solarzellenarchitektur
notwendig sind.
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Aufgabe
der Erfindung ist es, durch Verwendung eines geeigneten, leicht
zu synthetisierenden, thermisch stabilen Materials in semitransparenten oder
top-illuminierten Solarzellen die in beiden Themengebieten oben
angeführten Anforderungen zum Erreichen höherer
Effizienzen dadurch zu erfüllen, dass
- – ein
breiter Spektralbereich ausgenutzt wird,
- – ein Einsatz in Tandemzellen oder Mehrfachsolarzellen
möglich ist,
- – sich durch Verwendung geeigneter Transportmaterialien
im Rahmen der Solarzelle zusammen mit einem geeigneten Absorbermaterial
Füllfaktor und Spannung ohne Verluste optimieren lassen,
- – Solarzellen mit durchsichtigen Elektroden ermöglichen,
bei immer noch vorhandener Transparenz Licht zu absorbieren und
in elektrische Leistung umzuwandeln.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe gelöst durch ein organisches photoaktives
Bauelement, insbesondere Solarzelle oder Photodetektor, insbesondere
in invertierter, top-illuminierter oder semitransparenter Architektur,
das aus mehreren Schichten aufgebaut ist, wobei zumindest eine der
Schichten zumindest eine Diindeno[1,2,3-cd:1'-2'-3'-lm]perylen-Verbindung
der allgemeinen Formel gezeigt in 1 umfasst,
wobei jedes R1–R16 unabhängig
ausgewählt ist aus Wasserstoff, Halogen, unsubstituiertem
oder substituiertem, gesättigtem oder ungesättigtem
C1-C20-Alkyl, C1-C20-Heteroalkyl,
C6-C20-Aryl, C6-C20-Heteroaryl,
gesättigtem oder ungesättigtem Carbo- oder Heterocyclus,
die gleich oder verschieden sein können. Weiter können
zwei benachbarte Reste R1–R16 Bestandteil eines weiteren gesättigten oder
ungesättigten, carbocyclischen oder heterocyclischen Rings
oder einer Kette sein, wobei der Ring oder die Kette bestehen kann
aus C, N, O, S, Si und Se. Im Folgenden wird ein der oben angeführten
Beschreibung entsprechendes Material als „Diindenoperylen-Verbindung” abgekürzt.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von abhängigen
Unteransprüchen. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung
haben dabei eine Lichttransmission von bis zu 10% für starke
Schattenwirkung, 10–50% für „semitransparente” Anwendungen,
in denen noch Verdunkelung erwünscht ist, und über
50% für fast transparente Anwedungen in z. B. Fenstern.
Die genannten Transmissionen beziehen sich dabei auf den sichtbaren
Bereich des Lichtspektrums (400–800 nm) und können
im Ultravioletten (< 400
nm) und Infraroten (> 800
nm) abweichen.
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Dabei
ist Gegenstand einer weiteren Erfindung, dass die genannten Diindeno[1,2,3-cd:1',2',3'-lm]perylen-Verbindungen
besonders vorteilhaft mit dotierten Transportschichten für Elektronen
und Löcher kombiniert werden. Hierbei zeigen sich überraschenderweise
extrem hohe Füllfaktoren, die sonst in organischen Solarzellen
nicht berichtet werden.
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Eine
weitere, abhängige Erfindung sind Tandemsolarzellen mit
den genannten Diindeno[1,2,3-cd:1',2',3'-lm]perylen-Verbindungen.
Hierbei ist zu erwarten, dass durch geeignete Substitution eine
spektrale Absorption erreicht werden kann, so dass zusammen mit
der bekannten Substanzklasse der Phthalocyanine kein wesentlicher Überlapp
vorhanden ist und die beiden Subzellen nicht jeweils den Strom der
anderen Zellen reduzieren.
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Vorteilhafte
Verwendungsmöglichkeiten ergeben sich aus den Ansprüchen
2–35.
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Erfindungsgemäß wird
dazu die Diindenoperylen-Verbindung als Licht absorbierendes Material
in photoaktiven Bauelementen, insbesondere organischen Solarzellen,
verwendet. Die optische Dichte von z. B. Dibenzoperiflanthen, gezeigt
in 3, weist dabei auf gute Absorption zentriert um
den grünen Bereich des sichtbaren Spektrums hin.
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Andere
Derivate können gezielt so synthetisiert werden, dass ihre
Absorption genau an die jeweiligen Anforderungen angepasst ist.
Konkrete Beispiele dafür sind (in der Reihenfolge von höheren
zu tieferen Wellenlängen) 1,4,9,12-tetraphenyl-diindeno[cd:lm]perylen,
2,3,10,11-Tertaethyl-1,4,9,12-tetraphenyl-diindeno[cd:lm]perylen
und 2,3,10,11-Tertabutyl-1,4,9,12-tetraphenyl-diindeno[cd:lm]perylen. Diese
Derivate absorbieren bei jeweils noch geringeren Wellenlängen
(noch weiter ins Blaue verschoben), wie weiter unten in 3 gezeigt
wird, so dass der Überlapp zu ZnPc minimiert werden kann.
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Bevorzugte
Anwendungen der Erfindung sind Tandem-, Tripel- oder allgemein Mehrfachsolarzellen,
in denen das Molekül als Absorbermaterial verwendet wird.
Es ist bei der Erfindung von Vorteil, durch weitere organische Schichten
gezielt die Energieniveaus zwischen der Absorberschicht und dem elektrischen
Kontakt der Solarzelle zu optimieren, so dass durch effizienten
Ladungstransport hohe Photoströme, Photospannungen und
Füllfaktoren erzielt werden können. Vorteilhafte
Anwendungen der Erfindung umfassen daher die Kombination der Absorbermaterialien
mit dotierten, nicht absorbierenden oder dotierten, absorbierenden
organischen Materialien. Vorteilhafte Anwendungen der Erfindung
im Einsatz in Tandemzellen umfassen den Einsatz stark dotierter
Schichten als Konversionskontakte.
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Beispiele
für die in Anspruch 15 genannten Materialien sind Metalle
(zum Beispiel, aber nicht beschränkt auf Aluminium oder
Silber), leitfähige Polymere (zum Beispiel, aber nicht
beschränkt auf Polyethylen dioxythiophen):poly(styrolsulfonat)
[PEDOT:PSS]) oder transparente leitfähige Oxide (zum Beispiel,
aber nicht beschränkt auf Aluminium-dotiertes Zinkoxid,
Zinn-dotiertes Indiumoxid, Fluor-dotiertes Zinnoxid) oder Kombinationen
von Metall, leitfähigem Polymer oder transparent leitfähigem
Oxid.
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 16 genannten Materialien
sind 4,4',4''-tris(1-naphthylphenylamino)-triphenylamine (TNATA), N,N'-Di(naphthalen-1-yl)-N,N'-diphenyl-benzidine (alpha-NPD),
9,9-Bis[4-(N,N-bis-biphenyl-4-yl-amino)phenyl]-9H-fluorene (BPAPF),
4,4'-Bis-(N,N-diphenylamino)-quaterphenyl (4P-TPD), N,N'-Diphenyl-N,N'-bis(4'-(N,N-bis(naphth-1-yl)-amino)-biphenyl-4-yl)-benzidine
(Di-NPB), N,N,N',N'-Tetrakis(4-methoxyphenyl)-benzidine (MeO-TPD).
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Eine
vorteilhafte Ausführung der Erfindung enthält
in der HTL Materialien, die als Dotanden (Akzeptoren) für
die Materialien, die bevorzugt positive Ladungen (Löcher)
leiten, dienen. Beispiele dafür sind: 2,3,5,6-Tetrafluoro-7,7,8,8-tetracyanoquinodimethane
(F4-TCNQ) oder NDP2 oder NDP9 (Novaled AG, Dresden, Deutschland).
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 17 genannten Materialien
sind 1,4,5,8-naphthalenetetracarboxylic-dianhydride (NTCDA) oder
Buckminster Fullerene (C60). Eine vorteilhafte
Ausführung der Erfindung enthält in der ETL Materialien,
die als Dotanden (Donatoren) für die Materialien, die bevorzugt negative
Ladungen (Elektronen) leiten, dienen. Beispiele dafür sind:
(N,N,N',N'-tetramethylacridine-3,6-diamine) (AOB) oder NDN1 (Novaled
AG, Dresden, Deutschland).
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Beispiele
für die in Anspruch 21 genannten Materialien sind Phthalocyanine,
insbesondere, aber nicht beschränkt auf Zinn Phthalocyanine
(SnPc), Zink Phthalocyanine (ZnPc), Kupfer Phthalocyanine (CuPc);
Buckminster Fullerene (z. B. C60 oder C70); Dicyanovinyl-Oligothiophen-Derivative
(DCVxT); Chlor-Aluminium-Phthalocyanin (ClAlPc oder auch AlClPc);
Perylen-Derivate. Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung
enthält in der aktiven Schicht Materialien, die als Dotanden
für die Licht absorbierenden Materialien dienen.
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 23 genannten Materialien
sind Bathocuproine (BCP) oder 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline (BPhen).
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 24 genannten Materialien
sind SiN, SiO2.
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 25 genannten Materialien
sind N,N,N,N'-Tetrakis(4-methoxyphenyl)-benzidine (MeO-TPD) oder
tris(8-hydroxy-quinolinato)-aluminium (Alq3)
bestehen.
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Bevorzugte
Beispiele für die in Anspruch 26 genannten Materialien
sind TiO2 oder SiO2.
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Die
Erfindung beruht auf der überraschenden, experimentell
gewonnenen Erkenntnis, dass Diindenoperylen-Verbindungen und -Derivate
sich nicht nur auszeichnen durch starke Absorption und thermische
Stabilität, sondern in Verbindung mit stark dotierten Lochtransportmaterialien
energetische Barrieren minimiert werden können, was zu
sehr hohen Füllfaktoren führt. Ferner zeigten
Versuche mit Tandemzellen, dass hohe Photospannungen erreicht werden
können, indem die spektralen Sensitivitäten verschiedener
Materialien passend kombiniert werden können. Ein entscheidender
Faktor ist hierbei, dass die Materialien geeignete Bandlücken
aufweisen, um Absorption und Energieniveaus optimieren zu können.
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Somit
zeigt sich, dass Diindenoperylen-Verbindungen – in einem
passenden Materialsystem eingebaut – geeignete Absorber
sind, um effiziente Solarzellen zu konstruieren. Dies wird unterstrichen durch
gute Prozessierbarkeit, thermische Stabilität und eine
einfache, effiziente Synthese.
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Auf
Synthese und thermische Stabilität wird im Folgenden kurz
eingegangen:
Die Synthese von Fluoranthenen kann durch [4 + 2]-Cycloaddition
von ungesättigten Verbindungen wie Alkinen oder Alkenen
an verschiedene Diene und anschließender Aromatisierung
durch Temperatureinfluss oder Oxidation erreicht werden (W.
Dilthey, G. Hurtig, Berichte der Deutschen Chemischen Gesellschaft
A 1934, 67, 2004). Eine weitere Möglichkeit zur
Fluoranthensynthese besteht in der übergangsmetallkatalysierten
Cyclisierung, z. B. durch den Wilkinson-Katalysator RuCl(PPh3)2 (Y.-T.
Wu, T. Hayama, K. K. Baldridge, A. Linden, J. S. Siegel, Journal of
the American Chemical Society, 2006, 128, 6870).
-
Diindenoperylen-Verbindungen
und -Derivate lassen durch die Cyclodehydrogenierung von Fluoranthenen
sich in exzellenten Ausbeuten erhalten (M. Wehmeier, M.
Wagner, K. Müllen, Chemistry 2001, 7, 2197). Dabei
kommen Oxidationsmittel wie CoF3 oder FeCl3 in organischen Lösungsmitteln
zum Einsatz (zur Synthese siehe ganz allgemein 4) (P.
Kovacic, F. W. Koch, Journal of Organic Chemistry 1963, 28, 1864).
Diese Substanzklasse bietet eine ausgezeichnete thermische Stabilität.
In der Literatur finden sich Beispiele von Diindenoperylen-Verbindungen
und -Derivaten, die bei ca. 550°C ohne Zersetzung schmelzen.
(J. D. Debad, J. C. Morris, V. Lynch, P. Magnus, A J. Bard,
Journal of the American Chemical Society 1996, 118, 2374).
-
Somit
eröffnen Diindenoperylen-Verbindungen und -Derivate einen
Weg hin zu effizienten, kostengünstigen organischen Solarzellen
und lösen dabei insbesondere das Problem, dass nach bisherigem
Stand der Technik ein breiter Spektralbereich in Mehrfachsolarzellen
ungenutzt bleibt. Gerade viel versprechende Derivate ermöglichen
die genauere Anpassung der Eigenschaften des Basismoleküls
an individuelle Anforderungen, wie beispielsweise Energieniveaus
angrenzender organischer Transportschichten. Dadurch kann ein breiterer
Teil des Sonnenspektrums ausgenutzt werden, was je nach genauer
Solarzellenkonfiguration zu höheren Photoströmen,
Füllfaktoren und/oder Photospannungen führt. Dabei
sind erfindungsgemäß Diindenoperylene und Diindenoperylenderivate
problemlos in den Herstellungsprozess organischer Photodetektoren
und Solarzellen zu integrieren, da sie auch bei hohen Temperaturen
stabil sind und sich gut verdampfen lassen.
-
Die
Erfindung wird nachfolgend an Hand von Synthese- und Ausführungsbeispielen
näher erläutert. In den zugehörigen Zeichnungen
zeigen:
-
5:
die Strukturformel von 8,9-Dibutyl-7,10-diphenylfluoranthen;
-
6:
die Strukturformel von 2,3,10,11-Tertabutyl-1,4,9,12-tetraphenyl-Diindeno[cd:lm]perylen;
-
7:
ein Beispiel für einen möglichen, archetypischen
Schichtaufbau einer Einzel-Solarzelle (Querschnitt), enthaltend
das Substrat (0), eine Grundelektrode (1), einen
Absorber (2) und eine Deckelektrode (3);
-
8:
ein Beispiel für einen möglichen, archetypischen
Schichtaufbau einer Einzel-Solarzelle (Querschnitt), mit Substrat
(0), Grundelektrode (1), Absorber (3)
und Deckelektrode (6), zusätzlich mit funktionalen
Schichten als Exzitonenblocker (EBL) (5), Elektronentransporter
(ETL) (4), Lochtransporter (HTL) (2);
-
9:
ein Beispiel für einen möglichen, archetypischen
Schichtaufbau einer Mehrfachzelle, hier einer Tandemzelle (Querschnitt),
bestehend aus Substrat (0), Grundelektrode (1),
Absorber der Subzelle 1 (2), Konversionskontakt (3),
Absorber aus Subzelle 2 (4), Deckkontakt (5).
-
10:
ein Beispiel für einen möglichen, archetypischen
Schichtaufbau einer Mehrfachzelle, hier einer Tandemzelle (Querschnitt),
bestehend aus Substrat (0), Grundelektrode (1),
Lochtransporter (HTL) (2), Absorber der Subzelle 1 (3),
Konversionskontakt (4), Absorber der Subzelle 2 (5),
Elektronentransporter (ETL) (6), Exzitonenblocker (EBL)
(7) und Deckelektrode (8).
-
11:
ein Beispiel für einen Schichtaufbau einer Einzel-Solarzelle
(Querschnitt) aus Ausführungsbeispiel 1; die Schichten
werden weiter unten in Ausführungsbeispiel 1 weiter erläutert.
-
12:
eine Strom-Spannungs-Kennlinie einer Einzelsolarzelle aus Ausführungsbeispiel
1;
-
13:
ein Beispiel für einen Schichtaufbau einer Einzel-Solarzelle
(Querschnitt) aus Ausführungsbeispiel 2; die Schichten
werden weiter unten in Ausführungsbeispiel 2 weiter erläutert.
-
14:
eine Strom-Spannungs-Kennlinie einer Einzel-Solarzelle aus Ausführungsbeispiel
2;
-
15:
ein Beispiel für einen Schichtaufbau einer Einzel-Solarzelle
(Querschnitt) aus Ausführungsbeispiel 3; die Schichten
werden weiter unten in Ausführungsbeispiel 3 weiter erläutert.
-
16:
eine Strom-Spannungs-Kennlinie einer Einzel-Solarzelle aus Ausführungsbeispiel
3.
-
Synthesebeispiel 1:
-
8,9-dibutyl-7,10-diphenylfluoranthen:
3.56 g Acecyclon (10 mmol), dieselbe Menge 5-Decin und 20 mL Xylol
wurden in einer abgeschmolzenen Ampulle für 16 h auf 250°C
erhitzt. Nach destillativer Entfernung aller flüchtigen
Komponenten wurde der Rückstand von einer Schicht Kieselgel
K60 mit Pentan extrahiert. Es wurden 2.91 g (6.24 mmol, 62% d. Th.)
eines leicht gelblichen Feststoffes gewonnen. C36H34 Mw = 466.66 g/mol.
Elementaranalyse: C 92.22% (ber. 92.66%), H 7.42% (ber. 7.34%).
ESI-MS
(0.5 mM NH4COOH, +10 V): 467.3(100) [M + H+], 950.6(80) [2M + NH4 +]. 1H-NMR (500 MHz, CDCl3): 7.61 (d, 3J =
7.8 Hz, 1H), 7.60-7.52 (m, 3H), 7.48-7.46 (m, 2H), 6.26 (d, 3J = 6.8 Hz, 1H), 2.55 (t, 3J
= 8.4 Hz, 2H), 1.47 (quin., 3J = 7.3 Hz, 3J = 8.4 Hz, 2H), 1.21 (sex., 3J
= 7.4 Hz, 3J = 7.3 Hz, 2H), 0.77 (t, 3J = 7.4 Hz, 3H). 13C-NMR
(125 MHz, CDCl3): 140.7, 138.8, 137.9, 137.0,
135.2, 132.8, 129.4, 128.8, 127.5, 127.3, 125.8, 122.4, 33.6. 29.8,
23.2. 13.6.
-
Synthesebeispiel 2:
-
2,3,10,11-Tertabutyl-1,4,9,12-tetraphenyl-diindeno[cd:lm]perylen:
In eine desoxigenierte Lösung von 0.933 g 8,9-Dibutyl-7,10-diphenylfluoranthen
in 40 mL Dichlormethan wurden 3.8 g Eisen(III)chlorid in 6 mL Nitromethan
zugetropft und anschließend 5 min gerührt. Währendessen
wurde stetig Stickstoff eingeleitet. Nach der Zugabe von 60 mL Methanol wurde
filtriert, und der Feststoff mit Methanol gewaschen, bis die Waschlösung
farblos war. Das Produkt fiel in einer Menge von 0.867 g (1.87 mmol,
92% d. Th.) als purpurfarbenes Pulver an. C72H64Mw = 926.30 g/mol.
Elementaranalyse: C 92.18% (ber. 93.06%), H 6.95% (ber. 6.94%).
ESI-MS
(0.5 mM NH4COOH, +10 V): 929.5(100) [M + H+], 872.5(23) [M + H+-C4H9]. 1H-NMR
(500 MHz, CDCl3): 7.66 (d, 3J
= 7.7 Hz, 1H), 7.57-7.51 (m, 3H), 7.44-7.43 (m, 2H), 6.14 (d, 3J = 7.7 Hz, 1H), 2.49 (t, 3J
= 8.4 Hz, 2H), 1.45 (quin., 3J = 8.4 Hz, 3J = 7.6 Hz, 2H), 1.18 (sex., 3J
= 7.6 Hz, 3J = 7.3 Hz, 2H), 0.74 (t, 3J = 7.3 Hz, 3H). 13C-NMR
(125 MHz, CDCl3): 140.5, 138.9, 138.0, 136.9,
135.3, 133.9, 129.9, 129.4, 128.7, 127.3, 124.9, 123.2, 121.4, 33.6,
29.7, 23.2, 13.6.
-
Ausführungsbeispiel 1
-
- (Die Zahlen im Text beziehen sich auf 11)
-
Dokumentation
einer organischen Solarzelle mit Diindenoperylen-Derivat (genauer:
Dibenzoperiflanthen als bevorzugtes Beispiel) als Absorbermaterial
in einer semitransparenten, ITO-freien Solarzelle unter Verwendung
von p-dotierten Ladungsträgertransportschichten. Ziel hierbei
war eine Kombination aus hohem Photostrom und hoher Photospannung.
-
Hergestellt
wurde eine Probe auf Glas (0), mit einer Exzitonenblocker-
und Glättungsschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline
(BPhen) (1), mit einem Grundkontakt aus 13 nm Aluminium
(2), gefolgt von einer Exzitonenblockerschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline
(BPhen) (3), einer 30 nm dicken Absorber/Elektronentransporterschicht aus
C60 (4). Darauf wurde eine 40 nm
dicke, Licht absorbierende Schicht aus Dibenzoperiflanthen, gemischt
mit C60 im Verhältnis 2:3, aufgetragen
(5), gefolgt von einer 25 nm dicken Schicht N,N'-Diphenyl-N,N'-bis(4'-(N,N-bis(naphth-1-yl)-amino)-biphenyl-4-yl)-benzidine
(Di-NPD), p-dotiert mit 5% NDP9 (6). Für verbesserten
Lochtransport und eine gute Anpassung der Energieniveaus folgte
eine 1 nm dicken Schicht NDP9 (ein p-Dotand bzw. Akzeptormaterial,
Novaled AG) (7). Der transparente Deckkontakt bestand aus
1 nm Aluminium (8), 14 nm Silber (9) und 60 nm
tris_8- hydroxyquinolinato-aluminum (Alq3) zur optimalen Lichteinkopplung
und Reflektionsverringerung (10).
-
Beim
Charakterisieren der Proben (die Kennlinie ist in 12 gezeigt)
fällt auf, dass auch ohne den standardmäßig
verwendeten Absorber ZnPc ein hoher Photostrom von 5,67 mA/cm2 erzielt werden kann. Daraus ist zu schließen,
dass C60 und Dibenzoperiflanthen sich in
ihren Absorptionseigenschaften ergänzen und einander keine
Photonen wegnehmen. Ein Füllfaktor von 41% zeigt, dass
die Energieniveaus zwischen Absorbermaterialien und Ladungsträgertransportschichten
noch nicht optimal aneinander angepasst sind, wobei allerdings in
dieser Probe der Schwerpunkt auf dem Photostrom lag. Die hohe Leerlaufspannung
von 0,83 V ist weit über 50% über der Spannung üblicher
ZnPc:C60-Systeme, was auf eine günstige
Lage der Energieniveaus zwischen den Absorbermaterialien hindeutet.
Insgesamt kann also durch die Verwendung von Diindenoperylen in
einem einfachen Zellaufbau eine beachtliche Effizienz von 1,89%
erzielt werden, die sogar vergleichbar zu den Effizienzen nicht
transparenter C60:ZnPc Solarzellen sind
(typische Werte hierfür sind 2–2,5%, siehe K.
Walzer et al., Chemical Reviews 107(4), 1233–1271 (2007); C.
Falkenberg et al., Journal of Applied Physics 104, 034506 (2008)). Dieser
Wert konnte dabei ohne Absorption bei Wellenlängen über
ca. 650 nm erreicht werden, so dass durch das Hinzufügen
geeigneter Rotabsorber höhere Werte zu erwarten sind.
-
Bei
der Beurteilung dieser Werte ist zu bedenken, dass es sich um eine „semitransparente
Solarzelle” handelt, die noch eine – wenn auch
geringe – Lichttransmission ermöglicht. Bei einer
nichttransparenten Solarzelle wären höhere Effizienzen
zu erwarten, da in dem Fall mehr Licht absorbiert werden könnte;
bei semitransparenten Solarzellen ist gerade nur eine begrenzte
Absorption erwünscht.
-
Ausführungsbeispiel 2
-
- (Die Zahlen im Text beziehen sich auf 13)
-
Dokumentation
einer organischen Solarzelle mit Diindenoperylen-Derivat (genauer:
Dibenzoperiflanthen) als Absorbermaterial. Ziel hierbei war eine Kombination
aus hohem Photostrom und hoher Photospannung in einer ITO-freien,
von oben beleuchteten Solarzelle, verglichen mit einer ähnlichen
Solarzelle mit ZnPc als Absorbermaterial.
-
Hergestellt
wurde eine Probe auf Glas (0), mit einer Exzitonenblocker-
und Glättungsschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline
(BPhen) (1), mit einem Grundkontakt aus 100 nm Aluminium
(2), gefolgt von einer Exzitonenblockerschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10- phenanthroline
(BPhen) (3), einer 30 nm dicken Absorber/Elektronentransporterschicht aus
C60 (4). Darauf wurde eine 40 nm
dicke, Licht absorbierende Schicht aus Dibenzoperiflanthen, gemischt
mit C60 im Verhältnis 2:3, aufgetragen
(5), gefolgt von einer 25 nm dicken Schicht N,N'-Diphenyl-N,N'-bis(4'-(N,N-bis(naphth-1-yl)-amino)-biphenyl-4-yl)-benzidine
(Di-NPD), p-dotiert mit 5% NDP9 (6). Für verbesserten
Lochtransport und eine gute Anpassung der Energieniveaus folgte
eine 1 nm dicken Schicht NDP9 (ein p-Dotand bzw. Akzeptormaterial,
Novaled AG) (7). Der transparente Deckkontakt bestand aus
1 nm Aluminium (8), 14 nm Silber (9) und 60 nm
tris_8-hydroxyquinolinato-aluminum (Alq3) zur optimalen Lichteinkopplung
und Reflektionsverringerung (10).
-
Eine
zweite Solarzelle wurde hergestellt, die einen genau identischen
Schichtaufbau enthält – lediglich Schicht Nummer
(5) enthält anstelle von 40 nm Dibenzoperiflanthen:C60 eine Schicht aus 30 nm ZnPc:C60 (Verhältnis
1:1), ist also komplett ohne Diindenoperylen-Derivat.
-
Die
Kennlinien sind gezeigt in 14. Die Probe
mit ZnPc:C60 hat eine Leerlaufspannung VOC = 0,51 V, einen Photostrom von ISC = 6,34 mA/cm2 und einen
Füllfaktor von 55,5%, was zu einer für diese Struktur
typischen Effizienz von 1,81% führt. Die Vergleichszelle
mit Diindenoperylen-Derivat weist eine hohe Photospannung von 0,82
V und einen hohen Photostrom von 7,48 mA/cm2 auf.
Trotz des niedrigen Füllfaktors von 41% erreicht die Solarzelle
eine deutlich höhere Effizienz von 2,51%, welche durch
bessere Lochtransportmaterialien zur Optimierung des Füllfaktors
noch zu verbessern wäre.
-
Ausführungsbeispiel 3
-
- (Die Zahlen im Text beziehen sich auf 15)
-
Dokumentation
einer organischen Solarzelle mit Diindenoperylen-Derivat (genauer:
Dibenzoperiflanthen) als Absorbermaterial. Ziel hierbei war eine Kombination
aus hohem Füllfaktor und hoher Photospannung in einer ITO-freien,
von oben beleuchteten Solarzelle.
-
Hergestellt
wurde eine Probe auf Glas (0), mit einer Exzitonenblocker-
und Glättungsschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline
(BPhen) (1), mit einem Grundkontakt aus 13 nm Aluminium
(2), gefolgt von einer Exzitonenblockerschicht aus 6 nm 4,7-diphenyl-1,10-phenanthroline
(BPhen) (3), einer 30 nm dicken Absorber/Elektronentransporterschicht aus
C60 (4). Darauf wurde eine 10 nm
dicke, Licht absorbierende Schicht aus Dibenzoperiflanthen aufgetragen
(5), gefolgt von einer 25 nm dicken Schicht N,N'-Diphenyl-N,N'-bis(4'-(N,N-bis(naphth-1-yl)-amino)-biphenyl-4-yl)-benzidine
(Di-NPD), p-dotiert mit 5% NDP9 (6). Für verbesserten
Lochtransport und eine gute Anpassung der Energieniveaus folgte
eine 1 nm dicken Schicht NDP9 (ein p-Dotand bzw. Akzeptormaterial,
Novaled AG) (7). Der transparente Deckkontakt bestand aus
1 nm Aluminium (8), 14 nm Silber (9) und 60 nm
tris-8-hydroxyquinolinato-aluminum (Alq3)
zur optimalen Lichteinkopplung und Reflektionsverringerung (10).
-
Die
Kennlinie ist gezeigt in 16. Diese Solarzelle
weist einen hohen Füllfaktor von FF = 65,2% auf. Der Photostrom
ist eher gering mit ISC = 3,18 mA/cm2, was auf eine schmale Absorption durch die
Verwendung nur einer einzelnen dünnen Schicht eines allerdings
stark absorbierenden Materials zurückzuführen
ist. Durch die hohe Spannung von 0,81 V erzielt diese Solarzelle
dennoch eine Effizienz von 1,68%. Auch hier ist zu beachten, dass
es sich um eine ITO-freie Solarzelle handelt. Der Photostrom könnte
durch einen elektrischen Kontakt mit höherer Transmission
noch erhöht werden und damit auch die Effizienz steigern.
-
Dieses
Beispiel erbringt den Nachweis, dass durch Verwendung von Diindenoperylen-Derivaten auch
extrem hohe Füllfaktoren erzielt werden können,
was für Anwendungen in Tandemzellen oder Mehrfachzellen
von großem Vorteil ist.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
-
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