-
Hintergrund der Erfindung
-
1. Erfindungsgebiet
-
Die
vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Linse und insbesondere
auf eine Fresnel-Linse sowie auf die Vorrichtung und das Verfahren
zu ihrer Herstellung.
-
2. Stand der Technik
-
In 15 ist
eine übliche
Fresnel-Linse 8 gezeigt, die zum Sammeln von Licht wie
eine sphärische
Linse 9 dient. Gewicht und Größe der herkömmlichen Fresnel-Linse 8 sind
jedoch kleiner als die der sphärischen
Linse 9. Daher hat die herkömmliche Fresnel-Linse 8 auf
vielen Gebieten die sphärische Linse 9 ersetzt.
-
Im
allgemeinen wird die herkömmliche
Fresnel-Linse 8 für
ein Gerät
verwendet, das eine dünnere
und leichtere Linse benötigt,
beispielsweise einen Lichtprojektor, der in einem Leuchtturm benutzt
wird, einen Überkopfprojektor,
einen tragbaren Vergrößerer, usw.
Die herkömmliche
Fresnel-Linse 8 besteht im allgemeinen aus Glas oder Kunststoff,
und zwar in Anpassung an unterschiedliche Umgebungsbedingungen.
-
Die
thermische Zuverlässigkeit
von gläsernen
Fresnel-Linsen ist besser als diejenige von Fresnel-Linsen aus Kunststoff
bzw. Plastik. Diese Eigenschaft ist erforderlich für Linsen,
die in kritischen Umgebungen eingesetzt werden, in denen hohe Temperaturen
herrschen sowie große
Beleuchtungsdichten, beispielsweise an einem Ort im Freien. Die
gläserne Fresnel-Linse
wird im allgemeinen dadurch hergestellt, daß Stücke geschliffener Glaslinsen
zusammengesetzt werden, oder sie wird direkt aus gläsernem Material
gegossen. Da sowohl die Festigkeit als auch der Schmelzpunkt des
Glases hoch sind, ist das Herstellungsverfahren komplex.
-
Daher
sind die Herstellungskosten einer Fresnel-Linse hoch und der Größe einer
gläsernen Fresnel-Linse
Grenzen gesetzt. Heutzutage wird eine kleine gläserne Fresnel-Linse durch Gießen des Glasmaterials
hergestellt, und eine große
gläserne Fresnel-Linse
wird aus kleinen Glaslinsen aufgebaut.
-
Die
Kunststoff-Fresnel-Linse wird im allgemeinen durch Spritzgießen, Druckgießen oder
durch ein Injektionsverfahren hergestellt. Obgleich die Kosten und
das Gewicht der Kunststoff-Fresnel-Linse geringer sind als diejenigen
der gläsernen
Fresnel-Linse, werden die meisten Fresnel-Linsen aus Kunststoff
aufgrund ihrer schlechteren thermischen Beständigkeit in Umgebungen eingesetzt,
in denen eine niedrige Temperatur und geringe Lichtstärke vorherrschen,
beispielsweise innerhalb von Gebäuden.
-
Die
Fresnel-Linse wird auch für
ein Solar-Energiesystem als Sammler angewendet, um Sonnenlicht oder
kleine Solarzellen zu fokussieren. In einer solchen Lichtverstärkungsvorrichtung
wird eine große
gläserne
Fresnel-Linse zu einer der notwendigen Komponenten, die eine hohe
thermische Energie und eine hohe Lichtdichten-Zuverlässigkeit
schafft. Jedoch bewirkt das komplizierte Herstellungsverfahren für eine große gläserne Fresnel-Linse
hohe Kosten.
-
Zusammenfassung der Erfindung
-
Eine
erste Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Fresnel-Linse
zu schaffen, deren Vorteile in den niedrigen Herstellungskosten und
in der hohen Betriebssicherheit bestehen, wenn sie hohen Temperaturen
und hohen Lichtstärken ausgesetzt
ist.
-
Erfindungsgemäß hat die
Fresnel-Linse eine Grundplatte und einen Fresnel-Teil. Die Grundplatte besteht
aus einem gläsernen
Material. Der Fresnel-Teil besteht aus einem Kunststoffmaterial
und ist mit einer Oberfläche
der Grundplatte fest verbunden. Somit besitzt die Fresnel-Linse
die Vorteile der geringeren Herstellungskosten im Vergleich zu der
gläsernen
Fresnel-Linse und der höheren
Zuverlässigkeit als
die Kunststoff-Fresnel-Linse.
-
Eine
zweite Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist darin zu sehen, ein
Verfahren zur Herstellung der Fresnel-Linse zu schaffen. Gemäß der Erfindung
weist das Verfahren die folgenden Schritte auf. Im Schritt 1 wird
das Kunststoffmaterial in eine Formvorrichtung gegeben und das Kunststoffmaterial dann
auf der Oberfläche
der Grundplatte angeheftet. Im Schritt 2 wird das Kunststoffmaterial
ausgehär tet, so
daß es
sich zur Bildung des Fresnel-Teils, der mit der Oberfläche der
Grundplatte ein einheitliches Ganzes bildet, verfestigt. Im Schritt 3 werden
die Grundplatte und die Formvorrichtung voneinander getrennt.
-
Eine
dritte Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine Vorrichtung
zur Herstellung der Fresnel-Linse zu schaffen. Gemäß der vorliegenden
Erfindung weist die Vorrichtung eine Formgebungsvorrichtung und
einen Formgebungshohlraum auf. Die Formungsvorrichtung wird auf
der Grundplatte angebracht, so daß sie das Kunststoffmaterial aufnehmen
kann. Der Formgebungshohlraum formt das Kunststoffmaterial zu dem
Fresnel-Teil, der mit der Grundplatte ein einheitliches Ganzes bildet.
Die Form des Formgebungshohlraums paßt zu der Form des Fresnel-Teils.
-
Die
Grundplatte besteht aus gläsernem
Material. Der Fresnel-Teil besteht aus Kunststoffmaterial und wird
von dem Formgebungsteil aufgenommen und durch den Formgebungshohlraum
gestaltet, der auf der Oberfläche
der Grundplatte mit dieser ein einheitliches Ganzes bildet. Da der
Hauptkörper
der Fresnel-Linse aus Glasmaterial gebaut ist und ein dünnes Kunststoffmaterial
den optischen Fresnel-Teil bildet,
hat eine derartige Fresnel-Linse den Vorteil, daß die Herstellungskosten geringer
sind als diejenigen der gläsernen
Fresnel-Linse und daß sie
eine höhere
Zuverlässigkeit
aufweist als die Kunststoff-Fresnel-Linse.
-
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
-
Die
vorliegende Erfindung ergibt sich den Fachleuten ohne weiteres durch
Lesen der folgenden Beschreibung ihrer bevorzugten Ausführungsformen, und
zwar unter Bezug auf die beigefügten
Zeichnungen, in denen sind:
-
1 eine
Schnittansicht einer Fresnel-Linse;
-
2 ein
Fließbild
eines ersten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
3 ein
Fließbild
der Schritte des ersten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
4 ein
Fließbild
eines zweiten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
5 ein
Fließbild
der Schritte des zweiten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
6 ein
Fließbild
eines dritten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
7 ein
Fließbild
der Schritte des dritten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
8 eine
zweite Gießform
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
9 ein
Fließbild
eines vierten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
10 ein
Fließbild
der Schritte des vierten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse
gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
11 eine
erste Formgebungsplatte gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
12 eine
teilweise vergrößerte Ansicht
einer Spitze eines konkaven Teils der ersten Formgebungsplatte gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
13 eine
zweite Formgebungsplatte gemäß der vorliegenden
Erfindung;
-
14 eine
teilweise vergrößerte Ansicht
einer Spitze eines konkaven Teils der zweiten Formgebungsplatte
gemäß der vorliegenden
Erfindung; und
-
15 eine
Schnittansicht einer gewöhnlichen
Fresnel-Linse und eine Schnittansicht einer sphärischen Linse.
-
Detaillierte Beschreibung
der bevorzugten Ausführungsform
-
In 1 ist
eine bevorzugte Ausführungsform
einer Fresnel-Linse 1 gezeigt. Die Fresnel-Linse 1 hat
eine Grundplatte 10 und einen Fresnel-Teil 11. Die
Grundplat te 10 besteht aus einem Glasmaterial. Der Fresnel-Teil 11 besteht
aus einem Kunststoffmaterial und bildet mit einer Oberfläche der
Grundplatte 10 ein einheitliches Ganzes. Besonders ist
darauf hinzuweisen, daß die
Dicke des Fresnel-Teils 11 geringer ist als 2,5 mm.
-
Zum
Zwecke einer einfachen Herstellung der Fresnel-Linse 1 dieser
Erfindung wird verlangt, daß der
Hauptteil der Fresnel-Linse 1 die gläserne Grundplatte 10 ist
und der übrige
Teil der Fresnel-Linse 1 der aus Kunststoff bestehende
Fresnel-Teil 11.
Eine klein bemessene Fresnel-Linse und eine Fresnel-Linse mittlerer
Größe lassen
sich unmittelbar dadurch herstellen, daß ein aus Kunststoff bestehender
Fresnel-Teil 11 auf eine Oberfläche der gläsernen Grundplatte 10 integriert
wird. Eine groß bemessene
Fresnel-Linse kann aus vielen klein bemessenen Fresnel-Linsen bestehen.
Daher hat die Fresnel-Linse 1 den Vorteil sowohl hoher
thermischer Beständigkeit als
auch geringer Kosten.
-
Im
einzelnen ist festzustellen, daß die
Grundplatte der Fresnel-Linse 1 eine beliebige ebene Platte sein
kann, eine keilförmige
Platte, eine konvexe Platte oder eine konkave Platte. Das Kunststoffmaterial kann
eine wärmehärtbare Kunststoff,
beispielsweise Silikon, oder ein ultravioletthärtender Kunststoff, beispielsweise
ein Epoxydharz oder ein Acrylharz, sein. Das Kunststoffmaterial
wird durch einen Formgebungshohlraum einer Formungsvorrichtung zu
dem Fresnel-Teil 11 geformt und daraufhin durch Erhitzen oder
ultraviolettes Bestrahlen zwecks Verfestigung ausgehärtet.
-
Es
wird nunmehr auf die 2 und 3 Bezug
genommen. 2 zeigt ein Fließbild eines ersten
Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse 1. 3 zeigt
ein Fließbild
der Schritte des ersten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse 1.
Bei dieser Ausführungsform
ist die Formgebungsvorrichtung eine erste Gießform 2 und der Formgebungshohlraum
ein Hohlraum 20 der ersten Gießform 2. Das Verfahren
zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 weist die folgenden
Schritte auf. Die Form des Hohlraums 20 der ersten Gießform 2 paßt zu der
Form des Fresnel-Teils 11.
-
Im
Schritt S01 wird die erste Gießform 2 befestigt,
und der Hohlraum 20 ist der Grundplatte 10 zugewendet.
Im Schritt S02 wird das Kunststoffmaterial 3 durch eine
Düse in
den Hohlraum 20 eingegeben, bis der Hohlraum 20 mit
dem Kunststoffmaterial 3 gefüllt ist. Im Schritt S03 wird
der Hohlraum 20 mit der Grundplatte 10 bedeckt,
so daß diese
an ihm klebt, um das Kunststoffmaterial 3 auszuhärten. Im Schritt
S04 wird das Kunststoffmaterial 3 zur Verfestigung ausgehärtet, um
dadurch den Fresnel-Teil 11 zu bilden. Im Schritt S05 werden
die erste Gießform 2 und
die Grundplatte 10 voneinander getrennt. Somit bildet die
Grundplatte 10 mit dem Fresnel-Teil 11 zur Formung
der Fresnel-Linse 1 ein einheitliches Ganzes.
-
Unter
Bezug auf die 4 und 5 ist festzustellen,
daß 4 ein
Fließbild
eines zweiten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 betrifft. 5 befaßt sich
mit einem Fließbild,
das die Schritte des zweiten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 zeigt.
Bei dieser Ausführungsform
bildet die Formgebungsvorrichtung die erste Gießform 2 und eine Hülse 4.
Der Formungshohlraum ist der Hohlraum 20 der ersten Gießform 2.
Das Verfahren zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 weist
die folgenden Schritte auf.
-
Im
Schritt S11 wird die Grundplatte 10 fixiert. Im Schritt
S12 wird die Hülse 4 auf
der Grundplatte 10 angeordnet. Im Schritt S13 wird dem
Raum, der von der Grundplatte 10 und der Hülse 4 umschlossen wird,
Kunststoffmaterial 3 eingegeben, bis der Raum gefüllt ist.
Im Schritt S14 liegt die erste Gießform 2 mit dem Hohlraum 20 der
Hülse 4 gegenüber und
bedeckt dann graduell die Hülse 4.
Inzwischen wird der Hohlraum 20 der ersten Gießform 2 vollständig mit dem
Kunststoffmaterial 3 gefüllt.
-
Im
Schritt S15 wird das Kunststoffmaterial 3 zur Verfestigung
ausgehärtet,
um dadurch den Fresnel-Teil 11 zu bilden. Im Schritt S16
werden die erste Gießform 2 bzw.
die Gießform 4 und
die Grundplatte 10 getrennt. Daher kann die Grundplatte 10 mit
dem Fresnel-Teil 11 zur Formung der Fresnel-Linse 1 ein einheitliches
Ganzes bilden. Bei dieser Ausführungsform
passen die Abmessung der Hülse 4 und
die Abmessung des Hohlraums 20 der ersten Gießform 2 zu
der Abmessung des Fresnel-Teils 11 der Fresnel-Linse 1.
-
Bei
dem ersten Verfahren und dem zweiten Verfahren erfolgt das Erwärmen des
Kunststoffmaterials 3, wenn das Kunststoffmaterial 3 der
wärmehärtende Kunststoff
ist, vorzugsweise in dem Aushärtungsschritt.
Wenn das Kunststoffmaterial 3 ein ultravioletthärtender
Kunststoff ist, erfolgt die Ultraviolett-Bestrahlung des Kunststoffmaterials 3 vorzugsweise
in dem Aushärtungschritt.
Darüber
hinaus kann das Herstellungsverfahren in einem Unterdruckraum durchgeführt werden, um
zu verhindern, daß sich
zwischen der Grundplatte 10 und dem Kunststoffmaterial 3,
während
das Kunststoffmaterial an der Grundplatte 10 klebt, Blasen
bilden.
-
Was
nun die 6 bis 8 anbelangt,
so zeigt die 6 ein Fließbild eines dritten Verfahrens zur
Herstellung der Fresnel-Linse 1. 7 ist ein Fließbild, das
die Schritte des dritten Herstellungsverfahrens der Fresnel-Linse 1 angibt. 8 zeigt eine
zweite Gießform 5,
die mit einem Hohlraum 50 und einem Kanal 51 versehen
ist, der den Hohlraum 50 mit der Außenseite verbindet. Bei dieser
Ausführungsform
ist die Formgebungsvorrichtung die zweite Gießform 5 mit dem Formgebungshohlraum 50.
Das Verfahren zur Herstellen der Fresnel-Linse 1 weist die
folgenden Schritte auf.
-
Im
Schritt S21 wird die zweite Gießform 5 mit dem
Hohlraum 50 der Grundplatte zugewendet, und danach werden
die zweite Gießform 5 und
die Grundplatte 10 miteinander verbunden. Dadurch erhält die zweite
Gießform 5 einen
geschlossenen Raum. Im Schritt S22 wird das Kunststoffmaterial 3 durch
den Kanal 51 in die zweite Gießform 5 gefüllt, bis
die zweite Gießform 5 mit
dem Kunststoffmaterial 3 vollständig gefüllt ist.
-
Im
Schritt S23 wird das Kunststoffmaterial 3 zwecks Verfestigung
ausgehärtet,
um dadurch den Fresnel-Teil 11 zu bilden. Im Schritt S24
werden die zweite Gießform 5 und
die Grundplatte 10 voneinander getrennt. Daraufhin wird
die Grundplatte 10 mit dem Fresnel-Teil 11 zur
Bildung der Fresnel-Linse 1 zu einem einheitlichen Ganzen
vereinigt. Bei dieser Ausführungsform
kann das Kunststoffmaterial 3 in den Hohlraum 50 unter
Druck eingespritzt werden oder in den Hohlraum 50 mit Hilfe
eines Unterdrucks eingesaugt werden.
-
Was
nun die 9 bis 12 angelangt,
so zeigt 9 ein Fließbild eines vierten Verfahrens
zur Herstellung der Fresnel-Linse 1. 10 ist
ein Fließbild,
das die Schritte des vierten Verfahrens zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 angibt. 11 zeigt
eine erste Formgebungsplatte 6. 12 ist
eine vergrößerte Teilansicht
einer Spitze 61 eines konkaven Teils 60 der ersten
Formgebungsplatte 6. Bei dieser Ausführungsform ist die Formgebungsvorrichtung
die Hülse 4 und
die erste Formgebungsplatte 6. Der Formgebungshohlraum
ist der konkave Teil 60.
-
Die
erste Formgebungsplatte 6 hat eine rechtwinklige Gestalt.
Eine lange Kante der ersten Formgebungsplatte 6 ist zu
dem konkaven Teil 60 geschnitten. Eine Form des konkaven
Teils 60 paßt
zu einer Querschnittsform des Fresnel-Teils 11 der Fresnel-Linse.
Die Spitze 61 des konkaven Teils 60 weist einen
abgeschrägten
Rand 62 auf. Die Länge
des konkaven Teils 60 ist gleich dem Durchmesser des Fresnel-Teils 11 der
Fresnel-Linse 1. Das Verfahren zur Herstellung der Fresnel-Linse 1 weist
die folgenden Schritte auf.
-
Im
Schritt S31 wird die Grundplatte 10 fixiert. Im Schritt 32 wird
die Hülse 4 auf
der Grundplatte 10 angeordnet. Im Schritt S33 wird dem
Raum, der durch die Grundplatte 10 und die Hülse 4 umschlossen
wird, Kunststoffmaterial 3 zugesetzt. Im Schritt S34 wird
das Kunststoffmaterial 3 in einem halbfesten Zustand ausgehärtet. Im
Schritt S35 wird der konkave Teil der ersten Formgebungsplatte 6 in
das im halbfesten Zustand befindliche Kunststoffmaterial 3 gepreßt. Im Schritt
S36 wird die erste Formgebungsplatte so gedreht, daß die abgeschrägte Kante 62 der Spitze 61 des
konkaven Teils 60 gegen das halbfeste Kunststoffmaterial 3 gepreßt wird.
Zwischenzeitlich ist das halbfeste Kunststoffmaterial 3 in
einen festen Zustand ausgehärtet,
um dadurch den Fresnel-Teil 11 zu bilden. Im Schritt S37
werden die erste Formgebungsplatte 6, die Hülse 4 und
die Grundplatte 10 getrennt. Schließlich wird die Grundplatte 10 in
den Fresnel-Teil 11 integriert, so daß die Fresnel-Linse 1 entsteht.
-
Unter
Bezug auf die 13 und 14 ist festzustellen,
daß 13 eine
zweite Formgebungsplatte 7 zeigt. 14 ist
eine vergrößerte Teilansicht einer
Spitze 71 eines konkaven Teils 70 der zweiten Formgebungsplatte 7.
Darüber
hinaus kann die erste Formgebungsplatte 6 durch die zweite
Formgebungsplatte 7 ersetzt werden. Die zweite Formgebungsplatte 7 weist
eine rechtwinklige Gestalt auf. Eine lange Randkante der zweiten
Formgebungsplatte 7 ist zu einem konkaven Teil 70 geschnitten. Eine
Form des konkaven Teils 70 paßt zu der Halbquerschnittsform
des Fresnel-Teils 11 der Fresnel-Linse 1. Die
Spitze 71 des konkaven Teils 70 ist zu einem bogenförmigen Rand 72 geschnitten.
Die Länge
des konkaven Teils 70 ist gleich dem Radius des Fresnel-Teils 11 der
Fresnel-Linse 1.
-
Während die
zweite Fomgebungsplatte 7 gedreht wird, wird der bogenförmige Rand 72 der
Spitze 71 des konkaven Teils 70 gegen das im halbfesten Zustand
befindliche Kunststoffmaterial 3 gedrückt.
-
Wie
oben beschrieben, bildet die Grundplatte 10 mit dem Fesnel-Teil
ein einheitliches Ganzes, das durch die Formgebungsvorrichtung,
beispielsweise die Gieß form,
sowie die Hülse
und die Formgebungsplatte zur Bildung der Fresnel-Linse 1 geformt worden
ist. Zum Zwecke der einfachen Herstellung der Fresnel-Linse werden
eine gläserne
Grundplatte 10 als Hauptteil der Fresnel-Linse 1 und
der aus Kunststoff bestehende Fresnel-Teil 11 als Restteil
der Fresnel-Linse 1, die direkt auf der gläsernen Grundplatte 10 mit
dieser ein einheitliches Ganzes bildet, verwendet.
-
Die
klein bemessene Fresnel-Linse und die mittelgroße Fresnel-Linse lassen sich
direkt dadurch herstellen, daß der
aus Kunststoff bestehende Fresnel-Teil 11 auf der Oberfläche der
gläsernen
Grundplatte 10 integriert wird. Die groß bemessene Fresnel-Linse kann
aus vielen kleinen Fresnel-Linsen zusammengebaut werden. Daher nimmt
die Fresnel-Linse weniger Herstellungskosten in Anspruch als die
gläserne
Fresnel-Linse und hat eine bessere Zuverlässigkeit als die aus Kunststoff
bestehende Fresnel-Linse, wenn sie hoher Temperatur und hoher Lichtstärke ausgesetzt
wird.
-
Die
Fresnel-Linse 1 ist so geartet, daß sie von der Lichtverstärkungsvorrichtung
des solaren Energiesystems verwendbar ist. Die Fresnel-Linse 1 kann
Licht auf einer Solarzelle sammeln, um die Solarzelle dazu zu bringen,
so viel Solarenergie zu absorbieren, wie dies mit der weit größer dimensionierten
Linse geschieht. Somit kann die Fresnel-Linse 1 mit der
hochwirksamen Solarzelle zur Erzeugung von viel Energie zusammenarbeiten.
-
Die
Fresnel-Linse 1 kann auch für ein Wärme absorbierendes Leitungsrohr
eingesetzt werden. Die Fresnel-Linse 1 kann Licht auf dem
Wärme absorbierenden
Leitungsrohr sammeln, um es dazu zu bringen, so viel Solarenergie
zu absorbieren, wie dies mit der viel größer bemessenen Linse möglich ist.
Da das Wärme
absorbierende Leitungsrohr die in ihm befindliche Flüssigkeit
erwärmen
kann, läßt es sich für ein Wassererwärmungssystem,
einen Radiator und ein thermoelektrisches Gerät, usw. einsetzen.
-
Darüber hinaus
ist die vorliegende Erfindung nicht auf die oben beschriebenen Ausführungsformen
beschränkt.
Ein auf diesem Gebiet tätiger
Fachmann kann vielerlei Zusätze, Änderungen
und dergleichen vornehmen, die im Schutzumfang der Erfindung liegen.
Beispielsweise lassen sich entsprechende Ausführungsformen in geeigneter
Weise kombinieren.