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Die
Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ausleuchtung eines Raumes nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Lampe gemäß dem Oberbegriff
des Anspruchs 3.
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Um
einen Raum, insbesondere einen Wohnraum, auszuleuchten, kommen Deckenlampen
zum Einsatz, die für
eine allgemeine Raumgeometrie ausgelegt sind und Licht gleichmäßig in alle
Richtungen strahlen. Eine individuelle Ausleuchtung von Räumen, bei
der neben den Raumgrenzen auch die aufgestellten Möbel berücksichtigt
werden, ist mit einer herkömmlichen
Lampe nicht möglich.
Auch die Forderung, in der Hauptsache die Raumbereiche auszuleuchten,
in denen sich Menschen bevorzugt aufhalten, kann mit den bekannten
Lampen nicht erfüllt werden.
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Um
solchen Wünschen
trotzdem zu entsprechen, werden vielfach Strahler installiert, von
denen eine Vielzahl an unterschiedlichen Stellen des Raumes, vornehmlich
im Deckenbereich, montiert werden und mit denen eine mehr oder weniger
punktuelle Ausleuchtung möglich
ist.
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Abgesehen
davon, dass eine solche Installation mit erheblichen Anschaffungs-
und Betriebskosten verbunden ist, ist die Montage, d. h., die genaue Ausrichtung
der Strahler nur mit einem entsprechenden Aufwand durchführbar, wobei
eine optimale Ausrichtung vielfach rein zufällig ist, da diese ausschließlich durch
Verstellen des Strahlers realisierbar ist.
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Den
Wünschen
und Forderungen nach einem vor allem energiesparenden Einsatz von
Lampen werden die bekannten Lampen insgesamt nicht gerecht.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der gattungsgemäßen Art
so weiterzuentwickeln, dass eine individuelle Anpassung einer Lampe
problemlos möglich
ist, sowie eine Lampe so weiterzuentwickeln, dass sie eine optimale
Ausleuchtung eines Raumes ermöglicht.
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Diese
Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs
1 sowie durch eine Lampe mit den Merkmalen des Anspruchs 3 gelöst.
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Durch
das erfindungsgemäße Verfahren
wird eine Lampe geschaffen, die genau nach den individuellen Gegebenheiten
eines Raumes projektiert ist. Dabei ist die Ausleuchtung der Bereiche
bedarfsoptimiert, d. h., die Lampe wird so konfiguriert, dass die Bereiche
eines Raumes ausgeleuchtet werden, in denen sich beispielsweise
Personen bevorzugt aufhalten bzw. die gezielt ausgeleuchtet werden
sollen.
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Hierdurch
ergibt sich vor allem eine signifikante Energieeinsparung, sowie
eine Reduzierung von Beschaffungskosten, da quasi durch das Verfahren
eine Lampe geschaffen wird, die in ihrer Beleuchtungscharakteristik
einer Vielzahl von eingesetzten einzelnen Strahlern entspricht.
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Dabei
kann die Lampe einen Schirm mit einer Vielzahl von Blenden aufweisen,
jedoch mindestens zwei, die in ihrer Form und Größe in Verbindung mit einem
oder mehreren Leuchtmitteln die zuvor definierte Ausleuchtintensität realisieren.
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Die
Geometrie der Blenden wird bevorzugt an die Geometrie des Raumes
angepasst, während die
Größe der Öffnungen
abhängig
ist von der gewünschten
Hellig keit des jeweiligen Bereiches. Solche Bereiche können unterschiedlich
weit vom Leuchtmittel entfernt sein.
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Bei
einem Schirm mit einer stark reflektierenden Innenfläche lässt sich
der Energieverlust am Lampenschirm minimieren, bevor das Licht aus
den Blenden austritt. In diesem Fall tritt sowohl direktes als auch
indirektes, also reflektiertes Licht aus.
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In
diesem Sinn kann auch das Leuchtmittel, ggf. mehrere angeordnet
werden, wobei jedem Reflektor ein Leuchtmittel zugeordnet ist. Dabei
eignen sich Lampenschirme mit Reflektoren vor allem für den Einsatz
von Leuchtdioden als Leuchtmittel, da diese nicht als direkte Lichtquelle
verwendet werden sollten.
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Die
Reflektoren können,
je nachdem wie ein Bereich ausgeleuchtet werden soll, unterschiedlich ausgebildet
sein, wobei konkave Reflektoren dann eingesetzt werden, wenn an
vorbestimmten Stellen eine höhere
Ausleuchtintensität
gewünscht
ist, während
für einen
größeren Ausleuchtbereich
mit geringerer Lichtintensität
konvexe Reflektoren zum Einsatz kommen.
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Eine
Lampe, die mittels des Verfahrens nach Anspruch 1 konfiguriert ist,
weist demnach mindestens ein Leuchtmittel auf sowie einen Lampenschirm mit
mindestens einer Blende und/oder mindestens einem Reflektor.
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D.
h., zur Funktion der Lampe ist selbstverständlich das mindestens eine
Leuchtmittel unerlässlich,
während
der Lampenschirm alternativ oder ergänzend mit mindestens einem
Reflektor versehen sein kann.
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Weitere
vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
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Ausführungsbeispiele
der Erfindung werden nachfolgend anhand der beigefügten Zeichnungen beschrieben.
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Es
zeigen:
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1 ein
Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Lampe
in einer schematischen Darstellung in einem Raum montiert
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2 eine
Einzelheit der Lampe nach 1 in einer perspektivischen Darstellung
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3 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
der Erfindung, ebenfalls in einer montierten Stellung, schematisch
gezeigt
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4 das
Beispiel nach 3 in einer Alleinstellung
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5 und 6 ein
weiteres Ausführungsbeispiel
einer erfindungsgemäßen Lampe
in einer Darstellung entsprechend den 3 und 4
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7 und 8 jeweils
als Einzelheit einen Reflektor der Lampe in einer Draufsicht
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9 eine
weitere Ausführungsvariante
der Lampe in einer schematischen Darstellung in einem Raum montiert
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10 die
Lampe nach 9 in einer perspektivischen
Darstellung
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11 die
Lampe nach 9 in einer modifizierten Ausführung
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12 und 13 jeweils
eine schematische Darstellung eines Reflektors.
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In
der 1 ist eine Lampe 1 dargestellt, mit einem
Lampenschirm 2, in dem ein Leuchtmittel 3 angeordnet
ist.
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Diese
Lampe 1 ist in einem Raum 4 installiert und zur
Optimierung der Ausleuchtung diese Raumes 4 anhand eines
Möblierungs-/Raumplanes
so konzipiert, dass die auszuleuchtenden Bereiche durch Anordnung
und/oder maßliche
Abstimmung von Blenden und/oder Reflektoren und/oder dem mindestens
einen Leuchtmittel 3 hinsichtlich ihrer Ausleuchtintensität definiert
sind.
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Im
Beispiel der 1 und 2 weist der Schirm 2 eine
Vielzahl von Blenden 5 auf, die entsprechend den Anforderungen,
wie erwähnt,
ausgebildet sind, d. h., in ihrer Größe und Anordnung. Diese sind
vorzugsweise mithilfe eines an sich bekannten Rechnerprogramms erstellt,
bei dem die Gegebenheiten des Raumes 4 einschließlich der
dortigen Möblierung
berücksichtigt
sind.
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In
der 2 ist lediglich der Schirm 2 dargestellt,
dessen Blenden 5 in ihrer Geometrie so ausgelegt sind,
dass große
Blenden 5 in die Stellen des Raumes gerichtet sind, die
mehr Licht benötigen. Solche
Bereiche können
beispielsweise durch die vom Leuchtmittel 3 als weiter
entfernt definiert sein.
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Ein
weiteres Beispiel einer Lampe entsprechend der Erfindung ist in
den 3 und 4 dargestellt, wobei die 3 die
Anordnung der Lampe 1 in einem Raum 4 wiedergibt,
während
die 4 die Lampe als Einzelheit zeigt.
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Hierbei
weist die Lampe 1 einen Schirm 2 auf, der aus
einer Vielzahl von Reflektoren 6 zusammengesetzt ist, die
hinsichtlich ihrer Geometrie und Anordnung nach dem neuen Verfahren
gestaltet sind, so dass auch hiermit eine definierte Ausleuchtintensität der Bereiche
des Raumes 4 möglich ist.
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Die
in den 5 und 6 dargestellte Variante sieht
eine Vielzahl von Leuchtmitteln 3 vor, die außenseitig
zu dem Schirm 2 angeordnet sind, der aus einer Vielzahl
konkav geformter, Abstrahlflächen aufweisender
Reflektoren 6 besteht, wobei jeder Abstrahlfläche ein
Leuchtmittel 3 zugeordnet ist.
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In
der 7 ist in der Draufsicht ein konvex geformter Reflektor 7 und
in der 8 ein konkav geformter Reflektor 6 erkennbar,
die jeweils von einem Leuchtmittel 3 angestrahlt und deren
Licht als Reflektionsstrahl 8 bzw. 9 dargestellt
ist.
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In
den 9 bis 11 ist eine Lampe 1 als weitere
Ausführungsvariante
dargestellt, die aus einer Vielzahl nebeneinander liegender Reflektoren 6 besteht.
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Diese
Reflektoren 6, die im Wesentlichen konkav geformt und mit
Leuchtmitteln 3 bestückt sind,
weisen, je nach Erfordernis, unterschiedlich positionierte Blenden 5 auf,
die bei dem in der 11 gezeigten Beispiel in Seitenflächen 11 vorgesehen sind.
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Prinzipiell
können
die Reflektoren 6 sphärisch
ausgebildet sein und gerade oder geneigte Seitenflächen 11 aufweisen,
je nach Erfordernis bzw. Vorbestimmung.
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In
den 12 und 13 ist
jeweils ein konkav geformter Reflektor 6 dargestellt, an
dessen Grund jeweils ein Leuchtmittel 3 positioniert ist.
Je nach Krümmung
des Reflektors 6 wird die Breite eines von dem Leuchtmittel
ausgehenden Streustrahls 10 beeinflusst, während der
Reflektionsstrahl 9 sich mit dem Streustrahl 10 überlagert
und so in einem Bereich innerhalb des Gesamtstrahls eine deutlich höhere Leuchtintensität erzielt
wird.