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Die
Erfindung bezieht sich auf eine Hubvorrichtung für ein
Flurförderzeug nach dem Patentanspruch 1.
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Hochhubflurförderzeuge
weisen ein Hubgerüst auf, das an einem Rahmen des Fahrwerks
angebracht ist. Das Hubgerüst weist zumeist einen fest
mit dem Rahmen verbundenen Mast oder Mastschuss auf sowie mindestens
einen am festen Mastschuss höhenverstellbar gelagerten
beweglichen Mastschuss. Ein Lastaufnahmemittel oder Lastteil, zum Beispiel
eine Gabel wird höhenverstellbar an dem beweglichen Mastschuss
geführt. Die Betätigung des beweglichen Mastschusses
und des Lastteils erfolgt mithilfe jeweils mindestens eines hydraulischen
Zylinders. Hierbei wird zwischen einer Freihub- und Masthubphase
unterschieden. In der Freihubphase betätigt der Freihubzylinder
unmittelbar das Last teil, und in der Masthubphase betätigt
der Masthubzylinder den beweglichen Mastschuss. In der unteren Ausgangslage
des Lastteils bewegt der Freihubzylinder das Lastteil zunächst
bis zu einem Endanschlag, wonach anschließend der Masthubzylinder
den beweglichen Mastschuss betätigt. Der Senkvorgang erfolgt
in umgekehrter Weise, d. h. zunächst wird der bewegliche
Mastschuss abgesenkt und anschließend das Lastteil.
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Wenn
in den Übergangsbereichen zwischen Freihub und Masthub
und umgekehrt und nahe den Endlagen von Freihub- und Masthubzylinder
keine Vorkehrungen getroffen werden, kann es zu mehr oder weniger
harten Stößen kommen, welche die Last oder das
Hubgerüst beschädigen. Außerdem kann
dies für den Fahrer als unangenehm empfunden werden. Darüber
hinaus entstehen in den Endlagen und Übergangsbereichen
unangenehme bzw. störende Geräusche.
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Es
ist bekannt, den Übergang vom Freihub in den Masthub und
umgekehrt hydraulisch über eine Drossel oder mechanisch
mittels Dämpfungskissen zu dämpfen. Die Endlagen
des Hubgerüsts werden bisher noch nicht hydraulisch gedämpft.
Eine Dämpfung findet lediglich in den Endlagen der Hubgerüstkomponenten
statt, in denen entsprechende Puffer oder dergleichen vorgesehen
werden.
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Es
ist jedoch auch bereits bekannt, an dem Hubgerüst Sensoren
zuzuordnen, um mit deren Hilfe über eine Veränderung
der Pumpenleistung die Geschwindigkeit vor den Übergängen
zu reduzieren. Hierbei wird die komplette Hubgeschwindigkeit des Lastteils
reduziert. Dadurch verlängert sich der Hebevorgang, und
dem Bediener wird eine Reduzierung der Hub- bzw. Senkgeschwindigkeit
vorgegeben, die er nicht immer benötigt oder nicht erzielen will.
Bei einer Auslegung einer Dämpfung erschweren variable
Parameter den Erfolg. So muss sich die Dämpfung auf unterschiedliche
Eigengewichte und unterschiedliche Mastlängen einstellen
sowie auf die Größe der Last auf dem Lastteil
und das Gewicht des Lastteils. Ferner ist das Hydraulikfluid je
nach Temperatur und Beschaffenheit unterschiedlich beschaffen, wobei
die Viskosität während des Betriebes bei unterschiedlichen
Temperaturen schwanken kann. Flurförderzeuge werden häufig
im Wechselbetrieb außerhalb und innerhalb eines Kühlhauses
eingesetzt.
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Aus
EP 1 593 645 A2 ist
eine Hubvorrichtung für ein Flurförderzeug bekannt,
die einen Freihubzylinder und einen Masthubzylinder aufweist. Jeder
der Zylinder ist über ein gesondert ausgebildetes Ventil mit
Hydraulikfluid beaufschlagbar. Um Erschütterungen im Übergang
von Freihubphase zur Masthubphase zu verhindern, ist vorgesehen,
dass zum Ende der Freihubphase der Zufluss zu dem Freihubzylinder
vermindert und im gleichen Maße der Zufluss zum Masthubzylinder
erhöht wird. Hierzu sind in den beiden dargestellten Ausführungsbeispielen
jeweils zwei separat ausgebildete Ventile vorgesehen, die bei ihrer
Betätigung den Zufluss zu dem Freihubzylinder begrenzen
bzw. den Zufluss an Hydraulikfluid zu dem Masthubzylinder erhöhen
können. Ferner wird in Absatz [0010] erläutert,
dass der Druck im Freihubzylinder größer als der
Arbeitsdruck im Masthubzylinder sein kann. In dem Übergangsbereich
zwischen Freihubphase und Masthubphase bedeutet dies, dass für
eine kurze Zeit, wenn beide Ventile teilweise geöffnet
sind, Hydraulikfluid aus dem Freihubzylinder in den Masthubzylinder
zurückströmen kann, so dass der Freihubzylinder
sich unerwünscht in dieser Öffnungsphase absenkt.
Ebenso kann bei der bekannten Lösung ein Absenken im Übergang
vom Masthub in den Freihub eine Situation auftreten, in der Hydraulikfluid
aus dem Freihubzylinder in den Masthubzylinder zurückströmt,
wodurch der Masthubzylinder unerwünscht angehoben wird.
Weiterhin ist an der bekannten Lösung nachteilig, dass
die Verwendung von zwei proportionalen Ventilen notwendig ist, die jeweils
so ausgebildet sein müssen, dass beim Senken durch das
Drosselverhalten die gewünschte Bewegungsgeschwindigkeit
des Hubgerüsts sich einstellen lässt.
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Der
Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Hubgerüst für
ein Flurförderzeug zu schaffen, das einen Übergangsbereich
zwischen Freihub und Masthub sowie umgekehrt schafft, der frei von
Erschütterungen und ungewollten Hebe- oder Senkbewegungen
des Lastteils und der Mastschüsse ist.
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Die
Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Hubvorrichtung
mit den Merkmalen aus Anspruch 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen
bilden den Gegenstand der Unteransprüche.
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Die
erfindungsgemäße Hubvorrichtung besitzt ein Hubgerüst
mit mindestens einem beweglichen Mast und einem Lastteil, das an
dem mindestens einen beweglichen Mast beweglich geführt
ist. Ferner weist die Hubvorrichtung eine Druckquelle zur Versorgung
eines mit dem Lastteil zusammenwirkenden Freihubzylinders und eines
mit dem beweglichen Mast zusammenwirkenden Masthubzylinders auf. Ferner
ist das Flurförderzeug mit einer Ventilanordnung ausgestattet,
die bei einer einsetzenden Betätigung des Masthubzylinders,
also im Übergang von Freihub in den Masthub, den Druck
in einer Zuleitung zu dem Masthubzylinder kontinuierlich bis zu
einem Arbeitsdruck erhöht. Die Ventilanordnung stellt durch die
kontinuierliche Erhöhung des Drucks in der Zuleitung zu
dem Masthubzylinder sicher, dass es nicht zu Stößen
oder Erschütterungen in der Hubvorrichtung kommt. Erfindungsgemäß unterbindet
die Ventilanordnung bei Betätigung des Masthubzylinders
ein Zurückströmen von Hydraulikfluid aus dem Freihubzylinder.
Auf diese Weise stellt die Ventilanordnung sicher, dass bei Betätigung
des Masthubzylinders, insbesondere im Übergang von Freihubphase
zu Masthubphase, sich das Lastteil nicht ungewollt durch aus dem
Freihubzylinder austretendes Hydraulikfluid absenkt.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung besitzt die Ventilanordnung in einer
Zuleitung zu dem Freihubzylinder ein Vorspannventil, das den Druck
im Freihubzylinder über den Arbeitsdruck im Masthubzylinder
erhöht, so dass bei einer Betätigung des Masthubzylinders
ein Zurückströmen von Hydraulikfluid aus dem Freihubzylinder
unterbunden ist. Bei dieser Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Hubvorrichtung wird der Arbeitsdruck im Freihubzylinder nicht nur über
einen kleineren Kolbenquerschnitt im Zylinder erhöht, sondern
der Freihubzylinder arbeitet im Übergangsbereich bereits
mit einem höheren Druck des Hydraulikfluids, da dieses über
ein Vorspannventil zur Druckerhöhung geleitet wird. Der Freihubzylinder
kann dabei auch mit einem größeren Kolbenstangen-Querschnitt
als der Masthubzylinder ausgeführt sein kann. Das Vorspannventil
erhöht den Arbeitsdruck im Freihubzylinder über
den des Masthubzylinders.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die
Ventilanordnung in einer Zuleitung für den Freihubzylinder
ein Rückschlagventil auf, das bei einer Betätigung
des Masthubzylinders ein Zurückströmen von Hydraulikfluid
aus dem Freihubzylinder unterbindet. Während der Betätigung des
Freihubzylinders tritt das Hydraulikfluid durch das Rückschlagventil
in den Freihubzylinder ein.
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In
einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung besitzt die Ventilanordnung
in der Zuleitung zum Freihubzylinder ein erstes betätigbares
Ventil und in der Zuleitung zum Masthubzylinder ein zweites betätigbares
Ventil. Das erste Ventil gibt in einer ersten Position den Durchfluss
zu dem Freihubzylinder frei und sperrt einen Rückfluss
aus dem Freihubzylinder. Das zweite Ventil gibt in seiner ersten
Position den Durchfluss zu dem Masthubzylinder frei und gibt in
seiner zweiten Position den Rückfluss aus dem Masthubzylinder
frei, wobei in der zweiten Position gleichzeitig ein Durchfluss
zu dem Masthubzylinder gesperrt ist. Durch die Sperrung von Rückfluss aus
dem Freihubzylinder und einer Sperrung des Zuflusses zu dem Masthubzylinder
in der jeweiligen Position von erstem und zweitem Ventil kann wirkungsvoll
verhindert werden, dass es bei einem Übergang von Freihub
zu Masthub oder einem Übergang von Masthub zu Freihub zu
einem ungewollten Heben oder Senken im Freihubzylinder oder Masthubzylinder
kommt.
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In
einer bevorzugten Ausgestaltung sind ein erstes und zweites Ventil
parallel zueinander angeordnet und über ein betätigbares
drittes Ventil mit der Druckquelle oder einem Tank zur Aufnahme
von zurückfließender Hydraulikfluid verbindbar.
Das dritte Ventil legt fest, ob sich das Hubgerüst in einer
Hebephase oder in einer Senkphase befindet.
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In
einer alternativen Ausgestaltung, die im wesentlichen durch Verwendung
nur eines Proportionalventils gekennzeichnet ist, ist die Zuleitung
zu dem Freihubzylinder mit einem Rückschlagventil ausgestattet,
das ein Zurückfließen aus dem Freihubzylinder
sperrt. Ebenso wird die Zuleitung zu dem Masthubzylinder mit einem
zweiten Rückschlagventil ausgestattet, das einen Durchfluss
zu dem Masthubzylinder sperrt. Zwischen erstem Rückschlagventil und
Freihubzylinder ist eine erste Leitung für einen Rückfluss
aus dem Freihubzylinder vorgesehen. Zwischen zweitem Rückschlagventil
und Masthubzylinder ist eine zweite Leitung vorgesehen, über
die der Zufluss zu dem Masthubzylinder vorgesehen ist. Erste und
zweite Leitung sind über ein erstes betätigbares
Ventil wahlweise mit der Druckquelle und/oder einem Tank verbindbar.
Ein besonderer Vorzug dieser Ausgestaltung liegt darin, dass lediglich
ein betätigbares Ventil parallel zu den Zuleitungen für
Masthubzylinder und Freihubzylinder eingeschaltet ist.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung weist die
Zuleitung zu dem Masthubzylinder ein Rückschlagventil auf,
das einen Zufluss zu dem Masthubzylinder sperrt. In der Zuleitung
zu dem Freihubzylinder ist ein Vorspannventil vorgesehen, das den
Druck im Freihubzylinder gegenüber dem Arbeitsdruck im
Masthubzylinder erhöht. Zwischen Vorspannventil und Freihubzylinder
ist eine erste Leitung für einen Rückfluss aus
dem Freihubzylinder vorgesehen und zwischen Masthubzylinder und Rückschlagventil
ist eine zweite Leitung für den Zufluss zu dem Masthubzylinder
vorgesehen, wobei die erste oder zweite Leitung über ein
erstes betätigbares Ventil mit der Druckquelle und/oder
einem Tank verbindbar sind. Für die Ausgestaltung mit einem
parallel zu den Zuleitungen zu dem Freihubzylinder und dem Masthubzylinder
angeordneten, umschaltbaren Ventil, weist die Ventilanordnung in
einer gemeinsamen Zuleitung zu dem betätigbaren ersten
Ventil ein zweites betätigbares Ventil auf, das das erste
betätigbare Ventil wahlweise mit einem Tank oder einer Druckquelle
verbindet, wobei die Zuleitung zu dem Freihubzylinder und dem Masthubzylinder
zwischen dem ersten und zweiten betätigbaren Ventil mit
der Zuleitung zu dem ersten betätigbaren Ventil verbunden
ist. Das zweite betätigbare Ventil ermöglicht
es, zwischen einem Hubbetrieb und einem Senkbetrieb umzuschalten.
Der Ausgang des zweiten betätigbaren Ventils liegt dabei
an den Zuleitungen zu Masthubzylinder und/oder Freihubzylinder an.
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Nachfolgend
wird die Erfindung anhand von drei Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigt:
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1 eine
schematische Ansicht mit zwei betätigbaren Ventilen in
den Zuleitungen zu Masthub- und Freihubzylinder,
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2 eine
Ausgestaltung mit Rückschlagventilen in den Zuleitungen
zu Masthub- und Freihubzylinder sowie einem 3/2-Wege-Ventil mit
positiver Überdeckung und
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3 eine
Ausgestaltung mit einem Vorspannventil in der Zuleitung zum Freihubzylinder.
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1 zeigt
schematisch einen Freihubzylinder 10 und einen Masthubzylinder 12 sowie
ein Lastteil 14, das zumeist eine sogenannte Lastgabel
ist. In der Praxis werden häufig zwei Masthubzylinder 12 verwendet.
Der Masthubzylinder 12 und der Freihubzylinder 10 sind
in einem nicht dargestellten Hubgerüst eines Flurförderzeugs
angeordnet, das einen stationären oder am Fahrzeug festen
Mast mit mindestens einem demgegenüber beweglichen Mast oder
Mastschuss aufweist. Das Lastteil 14 ist am beweglichen
Mastschuss höhenbeweglich gelagert. Eine erste Kette 16 ist
am Lastteil 14 angeschlagen und über eine Umlenkrolle 18 des
Freihubzylinders am oberen Ende des Freihubzylinders 10 angeschlagen.
Eine zweite Kette 20 ist am unteren Ende des Freihubzylinders 10 oder
eines mit dem Freihubzylinder 10 verbundenen Bauteils angeschlagen
und über eine Umlenkrolle 22 am oberen Ende des
Masthubzylinders 12 oder eines mit dem Masthubzylinder 12 verbundenen
Bauteils befestigt. Durch die in 1 dargestellte
Kettenführung ergibt sich die Geschwindigkeit, mit der
das Lastteil 14 bewegt wird aus den Geschwindigkeiten,
mit denen der Masthubzylinder 12 und der Freihubzylinder
betätigt werden. Aufgrund der Umlenkrollen 18 und 22 ist
die Geschwindigkeit der Last die doppelte Summe der Geschwindigkeiten des
Freihubzylinders und des Masthubzylinders.
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Hinsichtlich
der Ausgestaltung sind auch andere Kettenübersetzungen
denkbar.
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In
einer Zuleitung zum Freihubzylinder 10 ist ein Ventil 1 angeordnet,
dass in Zuströmrichtung zum Freihubzylinder 10 immer
eine Durchströmung erlaubt und bei Betätigung
(nicht in 1 dargestellt) den Durchfluss
in Rückstromrichtung vom Freihubzylinder verhindern kann.
Hierzu wird im betätigten Zustand in Ventil 1 ein
Rückschlagventil 4 in die Zuleitung 24 geschaltet.
Ein zweites Ventil 2 ist in der Zuleitung 26 am
Masthubzylinder 12 angeordnet. Das Ventil 2 ist
in seiner dargestellten, unbetätigten Position immer in
Rückstromrichtung geöffnet, wobei die Zuströmrichtung
durch ein Rückschlagventil 28 gesperrt ist. In
seiner betätigten Position ist das Ventil in Zuströmrichtung
zum Masthubzylinder geöffnet. Verbunden sind die Ventile 1 und 2 mit
einer schematisch dargestellten Pumpeinheit 6, in der sich
ein zusätzliches Ventil 3o zur Beeinflussung des
Volumens befindet. Je nach Position des Ventils 3o ist
das Ventil 1 und 2 mit einer Pumpe 32 oder
einem Tank 34 verbunden.
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Die
Funktionsweise des dargestellten Ausführungsbeispiels ergibt
sich wie folgt:
Zum Anheben wird zunächst Ventil 1 betätigt,
d. h. das Rückschlagventil 4 ist in die Zuleitung 24 geschaltet,
und Ventil 2 ist unbetätigt (dargestellt), so dass
das Fluid in den Freihubzylinder 10 strömen kann.
Am Ende des Freihubs wird das Ventil 2 langsam geöffnet,
so dass sich der Freihub verlangsamt und der Masthub beschleunigt.
Dadurch wird ein ruckfreier Übergang zwischen Freihub und
Masthub erreicht. Eine unerwünschte Rückwärtsbewegung des
Freihubzylinders 10 wird durch die Rückschlagfunktion 4 des
betätigten Ventils verhindert. Ist der Freihub vollständig
ausgefahren, wird das Ventil 2 langsam weiter geöffnet,
um bei möglicherweise niedrigerem Druckniveau des Masthubs
den Unterschied nur gedämpft an die Versorgung weiterzugeben
und dadurch Schwingungen zu vermeiden.
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Zum
Senken aus dem Masthub ist zunächst Ventil 1 betätigt
(Rückschlagventil 4 zwischengeschaltet) und Ventil 2 unbetätigt
(dargestellt), so dass das Fluid aus dem Masthubzylinder 12 durch
die Rückschlagfunktion des Ventils 28 abströmen
kann. Kurz vor Erreichen des unteren Anschlags des Masthubzylinders
wird Ventil 1 langsam in die unbetätigte Position
gebracht, so dass der Freihub seine Senkbewegung beginnt. Dadurch
wird ein ruckfreier Übergang zwischen Masthub- und Freihubbewegung
erreicht. Ein unerwünschtes Rückströmen
von Fluid in den Masthubzylinder wird durch die Rückschlagfunktion
von Ventil 2 verhindert.
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Zur
Ansteuerung der Ventile 1 und 2 ist es zweckmäßig,
ein elektronisches Steuergerät vorzusehen, an das ein oder
mehrere Sensoren (nicht dargestellt) angeschlossen sind. Durch den
Sensor wird die Position des Lastteils 14 oder des jeweiligen
Hubzylinders beim Heben zumindest im Bereich nahe seines oberen
Anschlags des Freihubs detektiert sowie beim Senken zumindest im
Bereich des unteren Anschlags des Masthubs. Weiterhin ist es denkbar, einen
Sensor zu verwenden, der die Position mindestens eines Teils des
Hubgerüsts detektiert, so dass aus der Position dieses
Teils auf die Positionen der jeweiligen Hubzylinder geschlossen
werden kann. Die Erfassung der Position kann in allen Fällen
kontinuierlich oder auch diskontinuierlich erfolgen.
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Ein
weiterer Vorteil der Erfindung ergibt sich daraus, dass üblicherweise
Masthub- und Freihubzylinder mit einer Leitungsbruchsicherung (LBS)
ausgestattet sind. Die Leitungsbruchsicherung dient im Falle eines
Leitungsbruchs dazu, den abfließenden Ölstrom
und damit die Senkgeschwindigkeit nahezu vollständig zu
stoppen. Ausgelöst wird die Leitungsbruchsicherung durch Überschreiten
eines definierten Volumenstroms aus dem Zylinder. Die Auslegung der
Leitungsbruchsicherung bei herkömmlichen Hubgerüsten
wird dadurch erschwert, dass die Leitungsbruchsicherung durch Druckstöße
des normalen Betriebs nicht auslösen darf, aber bei Überschreiten
der maximal zulässigen Senkgeschwindigkeit zuverlässig
auslösen muss. Hohe Druckstöße werden,
wie bereits erwähnt, erfindungsgemäß durch
den Übergang zwischen Freihub und Masthub vermieden, so dass
bei der Dimensionierung der Zylinder, diese enger an der Auslösegrenze
der Leitungsbruchsicherung dimensioniert werden können.
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Eine
weitere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Hubvorrichtung
ist in 2 dargestellt. Dabei bezeichnen gleiche Bezugszeichen
gleiche Bauelemente. Die Ausführungsform gemäß 2 unterscheidet
sich durch ein Ventil 3, das als ein 3/2-Wege-Ventil mit
positiver Überdeckung ausgebildet ist, so dass in seinen
Zwischenstellungen eine hydraulische Verbindung zwischen den Verbraucheranschlüssen
nicht möglich ist. Alternativ zu dem dargestellten Ventil 3 kann
auch ein 3/3-Wege-Ventil mit Neutralstellung vorgesehen sein, so
dass ebenfalls keine hydraulische Verbindung zwischen den Verbraucheranschlüssen
möglich ist.
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In
unbetätigter Stellung (dargestellt) ermöglicht
Ventil 3 in Zusammenwirken mit dem Rückschlagventil 5 in
der Zuleitung zu dem Masthubzylinder 12 keinen Durchfluss
zum Masthubzylinder 12, so dass zuerst der Freihubzylinder 10 angehoben wird.
Am Ende des Freihubvorgangs wird Ventil 3 langsam in die
betätigte Stellung gebracht, die ein Zuströmen
von Fluid in den Masthubzylinder 12 ermöglicht.
Dieser fährt daraufhin langsam aus, wogegen der Freihubzylinder 10 langsam
seinen oberen Anschlag erreicht. Sollte im Freihubzylinder ein höherer
Druck anliegen als im Masthubzylinder, so wird ein Zurückströmen
von Fluid aus dem Freihubzylinder in den Masthubzylinder durch das
Rückschlagventil 4 verhindert. Bei Erreichen des
oberen Anschlags des Freihubzylinders wird Ventil 3 langsam vollständig
in die betätigte Position gebracht, so dass das Fluid ungehindert
in den Masthubzylinder strömen kann.
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Beim
Senken aus dem Masthub befindet sich das Ventil 3 in betätigter
Stellung und wird langsam in die unbetätigte Stellung gebracht,
sobald der Masthub sich nahe seinem unteren Anschlag befindet. Dadurch
wird langsam eine Verbindung des Freihubzylinders zum Bereich des
abströmenden Fluids hergestellt, so dass dieser seine Senkbewegung
beginnt. Ein Rückströmen des Fluids aus dem Freihubzylinder
in den Masthubzylinder wird durch das Rückschlagventil 5 verhindert,
so dass es nicht zur unerwünschten Hubbewegung des Masthubzylinders kommen
kann. Gleichzeitig ermöglicht Rückschlagventil 5 das
weitere Absenken des Masthubes, auch wenn der Senkvorgang des Freihubes
durch Ventil 3 hindurch schon begonnen hat. Nach Erreichen
des unteren Anschlags des Masthubzylinders wird das Ventil 3 langsam
vollständig in die unbetätigte Position gebracht,
so dass das Fluid ungehindert aus dem Freihubzylinder abströmen
kann.
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Eine
weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist in 3 dargestellt.
Dabei besitzt die Zuleitung 24 zu dem Freihubzylinder 10 ein
Vorspannventil 4a, dass eine Druckerhöhung des
Hydraulikfluids in der Zuleitung 24 zu dem Freihubzylinder 10 bewirkt.
Grundsätzlich ist es möglich, ein Vorspannventil
auch durch ein Rückschlagventil zu ersetzen, bei dem das
Ventilglied durch eine Feder in seine geschlossene Position vorgespannt
ist oder ein Vorspannventil kann zusätzlich zu einem Rückschlagventil
in der Zuleitung 24 zum Freihubzylinder vorgesehen sein.
Das Vorspannventil 4a kann auch in den Freihubzylinder 10 integriert
sein.
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In
der in 3 dargestellten vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung wird ein ruckfreier Übergang zwischen Freihub
und Masthub beim Heben dadurch unterstützt, dass der Druck
im Freihubzylinder größer als im Masthubzylinder
ist. Bei üblichen Hubgerüstkonstruktionen ist
diese Voraussetzung insbesondere bei geringen Lasten nicht immer
gegeben. Es ist daher zweckmäßig, mindestens für die
Phase des Übergangs zwischen Freihub und Masthub den versorgungsseitig
erforderlichen Druck für den Freihubzylinder durch eine
Ventilanordnung so weit zu erhöhen, dass ein ruckfreies Übergangsverhalten
erzielbar ist.
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Auch
im Senken kann, um einen ruckfreien Übergang zwischen Masthub
und Freihub unter allen Lastverhältnissen zu erzielen,
eine an sich bekannte Einfahrdämpfung innerhalb oder außerhalb
des Masthubzylinders 12 vorgesehen sein.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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