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GEBIET DER ERFINDUNG
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Die
Erfindung betrifft die Reduzierung von Lasten zwischen Frachtcontainern
und Riegeln in Frachträumen. Insbesondere betrifft die
Erfindung eine Anordnung zur Reduzierung von Lasten auf bewegte
Frachteinheiten in einem Frachtraum eines Transportmittels. Ferner
betrifft die Erfindung einen Frachtcontainer mit einer Anordnung
zum Reduzieren von Lasten, ein Transportmittel mit einem Frachtcontainer
sowie ein Verfahren zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Lasteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels.
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HINTERGRUND DER ERFINDUNG
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Der
Transport von Fracht und Passagiergütern in Großflugzeugen
wird mittels Flugfrachtcontainern und Paletten, sogenannten Unit
Load Devices (im Folgenden ULD genannt) durchgeführt. Eine
manuelle Beladung ist durch die große Ladekapazität und
dem Ziel kurzer Standzeiten von Großflugzeugen oft unwirtschaftlich.
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Beim
Verladevorgang werden ULDs im Allgemeinen an den Kantenleisten (edge
rails) ihrer Bodenplatte über Riegel (latches) in den Frachträumen von
Flugzeugen in ihrer endgültigen Position fixiert. Die Positionierung
erfolgt dabei über Rollenmatten (ball mats, ball strips,
ball transfer units) oder Rollenbahnen (roller tracks) im Frachtraum
des Flugzeugs.
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Zusätzlich
zur manuellen Positionierung kann eine elektrische Positionierung über
sogenannte Power Drive Units (PDU) erfolgen. Diese bestehen aus
einem elektrischen Antrieb, einem Getriebe sowie einer angetriebenen
gummibeschichteten Rolle, die in einer Rollbahn montiert ist.
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Beim
Verladevorgang werden die Kantenleisten der ULD bis an die Riegel
im Frachtraum gefahren. Letztere bilden dabei einen Anschlag für
die Kantenleisten. Mit dem Erreichen der endgültigen Position
des ULD erfolgt auf der Oberseite der Kantenleisten des ULD eine
Verklammerung mit dem Riegel. Auf diese Weise ist der ULD fixiert
und erlaubt nur noch geringe Verschiebungen.
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Die
Kantenleisten eines ULDs bestehen im Allgemeinen aus steifen Metallprofilen,
die die Bodenplatte des Frachtcontainers zu allen Seiten in starrer
Weise einfassen. Die Verbindung der Bodenplatte mit den Kantenleisten
erfolgt dabei im Allgemeinen über Nietverbindungen oder
anderweitig üblichen Verbindungstechniken.
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Bei
den oben genannten Systemen können bei einem Verladevorgang
und im Flugbetrieb kritische dynamische Lasten (Kräfte
und Momente) erreicht werden, die zu erheblichen Schäden
an den Riegeln und der ganzen Fußbodenstruktur in den Frachträumen
von Flugzeugen führen können. Die hohen dynamischen
Lasten können durch eine beispielsweise steife und gekoppelte
Konstruktion einer Bodenplatte, einer Containerhülle und
von Kantenleisten eines ULDs bedingt sein.
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DE 10 2004 039 666
A1 und
US 2007/0253790
A1 zeigen eine Vorrichtung zum Verriegeln von Gegenständen,
insbesondere einem Luftfahrzeug.
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DE 10 2005 061 957
A1 zeigt eine Verriegelungsvorrichtung zum Befestigen von
Nutzlastbehältern, bei welcher ein Spalt zwischen dem Nutzlastbehälter
und der Verriegelungsvorrichtung mit Hilfe eines Arretierungselements
einstellbar ist.
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ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG
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Es
kann als Aufgabe der Erfindung angesehen werden, eine Vorrichtung
zum flexiblen und materialschonenden Einsatz von Frachteinheiten
anzugeben.
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Es
sind eine Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels, ein Frachtcontainer
für ein Luftfahrzeug mit der Anordnung, ein Transportmittel
mit einem Frachtraum und dem Frachtcontainer sowie ein Verfahren
zum Reduzieren von Lasten auf einer bewegten Frachteinheit in einem
Frachtraum eines Transportmittels gemäß den Merkmalen
der unabhängigen Ansprüche angegeben. Weiterbildungen
der Erfindung werden durch die abhängigen Ansprüche
verkörpert.
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Gemäß einer
beispielhaften Ausführungsform der Erfindung ist eine Anordnung
zum Reduzieren von Lasten auf einer bewegten Frachteinheit und einen
Riegel in einem Frachtraum eines Transportmittels mit einer Bodenplatte
der Frachteinheit, einem Kantenprofil, einer Stoßkante
sowie einer ersten Dämpfungseinheit angegeben. Die erste
Dämpfungseinheit ist zwischen dem Kantenprofil und der Bodenplatte
oder zwischen dem Kantenprofil und der Stoßkante angeordnet,
wobei die erste Dämpfungseinheit zum Dämpfen einer
Bewegung der Frachteinheit in einer Bewegungsrichtung der Frachteinheit zur
Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit ausgeführt
ist.
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Eine
derartige Anordnung ermöglicht es, dass die Reduzierung
der Lasten auf Frachtcontainer und Riegel des Frachtraums dadurch
erreicht wird, dass die Bodenkonstruktion von ULD, bestehend aus Kantenleisten
und Bodenplatte auf eine Weise modifizierbar sind, dass von diesen
nur noch vergleichsweise geringe dynamische Lasten in der Verschiebungsebene
des ULD übertragen werden können. Dabei kann die
Modifikation eine Reduzierung der Steifigkeit, eine Erhöhung
der Dämpfung sowie eine Reduzierung der Masse der Bodenkonstruktion
in der Verschiebungsebene umfassen sowie in einer Kombination der
vorgenannten Modifikationen bestehen.
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Eine
derartige Anordnung ermöglicht es, dass zwischen der Stoßkante
(rail bumper) und dem verbleibenden Kantenprofil (edge rail) eine
Relativbewegung zugelassen wird, wenn Lasten, wie beispielsweise
Kräfte und Momente, in der Verschiebungsebene des ULD auftreten,
und damit eine Dämpfung der Bewegung der Frachteinheit
erzielbar ist.
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Eine
derartige Anordnung ermöglicht ferner eine signifikante
Reduzierung der Lasten an den Riegeln, die beispielsweise in den
Frachträumen der Flugzeuge zur Sicherung von Flugfrachtcontainern eingesetzt
werden können. Dadurch wird beispielsweise eine deutliche
Reduzierung von Schäden an den Riegeln und den Böden
der Frachträume sowie den Frachtcontainern ermöglicht,
was zu einer erhöhten Kundenzufriedenheit sowie einer Verlängerung
der Lebensdauer von Flugfrachtcontainern führen kann.
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Bei
einer derartigen Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit in einem Frachtraum eines Transportmittels können
die Bodenplatte, das Kantenprofil und die Stoßkante aus Stahl
bzw. Aluminium sowie polymeren Bauteilen oder Verbundwerkstoffen
(composites) ausgebildet sein. Die Dämpfungseinheit kann
aus Elastomeren oder jeglichem elastischen Material gebildet sein.
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Eine
derartige Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum ermöglicht es, dass die Lasten durch eine
Reduktion der Steifigkeit bzw. verbesserten Dämpfungscharakteristiken
eines Bereiches der Frachteinheit reduziert werden können.
Ferner kann durch eine Entkopplung des Kantenprofils und der Bodenplatte
eine relative Bewegung in eine Bewegungsrichtung der Frachteinheit
ermöglicht werden, was zu einer Reduzierung der Lasten
sowie zu einer geringeren Anzahl von strukturellen Schäden
für die Frachteinheit und die Riegel zum Fixieren der Frachteinheit
führt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung sind das Kantenprofil
und die Stoßkante als separate Bauteile ausgeführt.
Zumindest sind das Kantenprofil und die Stoßkante gegeneinander bewegbar,
wobei die Relativbewegung zwischen der Stoßkante und dem
Kantenprofil durch die Dämpfungseinheit gebremst wird.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist die Anordnung
eine zweite Dämpfungseinheit auf, wobei die erste Dämpfungseinheit
zwischen der Stoßkante und einer ersten Seite des Kantenprofils
angeordnet ist, wobei die zweite Dämpfungseinheit zwischen
der Stoßkante und einer zweiten Seite des Kantenprofils
angeordnet ist, wobei die erste Seite senkrecht zu der zweiten Seite
angeordnet ist.
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Gemäße
einem weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die
erste Dämpfungseinheit als ein elastisches Federelement
ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die zweite
Dämpfungseinheit als ein elastisches Federelement ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die erste
Dämpfungseinheit als eine elastisch verformbare Nietverbindung
mit einer elastisch verformbaren Buchse ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die zweite
Dämpfungseinheit als eine elastisch verformbare Nietverbindung
mit einer elastisch verformbaren Buchse ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die elastisch
verformbare Buchse aus einem Elastomer gebildet.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Kantenprofil
eine Nut auf, die zur schwimmenden Lagerung der Bodenplatte in der Nut
ausgeführt ist, wobei die erste Dämpfungseinheit in
der Nut des Kantenprofils angeordnet ist. In anderen Worten wird
ein Randbereich der Bodenplatte von der Nut eingefasst und geführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die erste
Dämpfungseinheit in die Stoßkante der Frachteinheit
integriert ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die erste
Dämpfungseinheit als elastische Lippe ausgeführt,
wobei die elastische Lippe die Stoßkante mit dem Kantenprofil
verbindet.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die zweite
Dämpfungseinheit als elastische Lippe ausgeführt,
die zwischen dem Kantenprofil und der Bodenplatte der Frachteinheit
angeordnet ist.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Frachtcontainer
für ein Luftfahrzeug mit einer Seitenwand sowie einer Anordnung nach
einem der vorhergehenden Ausführungsbeispiele der Erfindung
angegeben. Das Kantenprofil ist zum Verbinden der Seitenwand mit
der Bodenplatte ausgeführt.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Transportmittel
mit einem Frachtraum sowie einem Frachtcontainer und einem Riegel
zum Fixieren des Frachtcontainers in dem Frachtraum angegeben.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung ist ein Verfahren
zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit in einem Frachtraum
eines Transportmittels angegeben mit einem ersten Schritt zum Anordnung
einer Dämpfungseinheit zwischen einem Kantenprofil und
einer Bodenplatte der Frachteinheit oder zwischen dem Kantenprofil
und einer Stoßkante der Frachteinheit, und einem zweiten
Schritt zum Dämpfen einer Bewegung einer Frachteinheit
in eine Bewegungsrichtung der Frachteinheit zur Reduzierung der
Lasten auf die Frachteinheit durch eine Dämpfungseinheit.
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Gemäß einem
weiteren Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das Verfahren
zusätzlich das Reduzieren der Lasten auf die bewegte Frachteinheit während
eines Verladevorgangs der Frachteinheit oder während eines
Transportes der Frachteinheit in dem Frachtraum des Transportmittels
bzw. während dem Flug auf.
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Die
einzelnen Merkmale der verschiedenen Ausführungsbeispiele
können auch untereinander kombiniert werden, wodurch sich
zum Teil auch vorteilhafte Wirkungen einstellen können,
die über die Summe der Einzelwirkungen hinausgehen, selbst wenn
diese nicht ausdrücklich beschrieben sind.
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Es
ist insbesondere zu beachten, dass die hier und im folgenden Hinblick
auf die Anordnung beschriebener Merkmale auch in dem Frachtcontainer, dem
Transportmittel und dem Verfahren implementierbar sind und umgekehrt.
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Diese
und andere Aspekte der Erfindung werden durch die Bezugnahme auf
die hiernach beschriebenen beispielhaften Ausführungsformen
erläutert und verdeutlicht.
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KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
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1a zeigt
eine Seitenansicht einer schematischen Darstellung einer Anordnung
zum Fixieren einer Frachteinheit in einem Frachtraum.
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1b zeigt
die Anordnung der 1a aus einer Sicht von oben.
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2a zeigt
eine Seitenansicht einer schematischen Darstellung einer Anordnung
zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit in einem
Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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2b zeigt
die Anordnung der 2a aus einer Sicht von oben.
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3a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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3b zeigt
die Anordnung der 3a aus einer Sicht von oben.
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4a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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4b zeigt
die Anordnung der 4a aus einer Sicht von oben.
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5a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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5b zeigt
die Anordnung der 5a aus einer Sicht von oben.
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6a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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6b zeigt
die Anordnung der 6a aus einer Sicht von oben.
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7a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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7b zeigt
die Anordnung der 7a aus einer Sicht von oben.
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8a zeigt
eine Seitenansicht einer weiteren schematischen Darstellung einer
Anordnung zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit
in einem Frachtraum eines Transportmittels gemäß einem
Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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8b zeigt
die Anordnung der 8a aus einer perspektivischen
Sicht von oben sowie einen vergrößerten Ausschnitt
der Anordnung aus einer perspektivischen Sicht von oben.
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9 zeigt
ein Transportmittel mit einem Frachtraum, einem Frachtcontainer
und einem Riegel zum Fixieren des Frachtcontainers gemäß einem Ausführungsbeispiel
der Erfindung.
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10 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens zum Reduzieren von Lasten auf
eine bewegte Frachteinheit in einem Frachtraum eines Transportmittels
gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung.
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DETAILLIERTE BESCHREIBUNG
BEISPIELHAFTER AUSFÜHRUNGSBEISPIELE
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Im
Folgenden werden unter Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben.
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Die
Darstellungen in den Figuren sind schematisch und nicht maßstäblich.
In den folgenden Figurenbeschreibungen werden für gleiche
oder ähnliche Elemente die gleichen Bezugszeichen verwendet.
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1a zeigt
eine Frachteinheit 101 mit einer Seitenwand 108,
die über ein Kantenprofil 104 mit einer Bodenplatte 103,
die über eine Niet 105 an dem Kantenprofil 104 angenietet
ist, verbunden ist. Die Frachteinheit 101 bewegt sich in
einer Bewegungsrichtung 106 in einem Frachtraum 102 auf
einen Riegel 107 zu, der zum Fixieren der Frachteinheit 101 in dem
Frachtraum 102 ausgeführt ist.
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1b zeigt
die Frachteinheit 101, den Frachtraum 102, sowie
drei Riegel 107 der 1b in einer
Ansicht von oben. Mehrere Nieten 105 können vier
Kantenprofile 104 der Frachteinheit 101 mit der Bodenplatte 103 koppeln.
Dabei wirken vier Eckeneinheiten 109, die die Kantenprofile 104 miteinander verbinden,
mit der Bodenplatte 103 als eine Masse mit derselben Steifigkeit.
Demzufolge resultiert aus einem Lastfall ein hoher Lastaufprall
anstelle von mehreren kleineren Lastaufprällen.
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2a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101 in einem Frachtraum 102 eines
Transportmittels mit einer Bodenplatte 103, die über
eine Niet 105 an ein Kantenprofil 104 genietet
ist. An dem Kantenprofil 104 befindet sich in vertikaler
Richtung eine Seitenwand 108.
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Die
Frachteinheit 101 bewegt sich in einer Bewegungsrichtung 106 in
Richtung eines Riegels 107, der an dem Frachtraum 102 des
Transportmittels angebracht ist, und der zum Fixieren der Frachteinheit 101 in
dem Frachtraum 102 ausgeführt ist.
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Eine
Dämpfungseinheit 202 umfasst einen Dämpfer 203 und
ein Federelement 204 und ist in der Bewegungsrichtung 106 zwischen
dem Kantenprofil 104 und einer Stoßkante 201 angeordnet,
die zum Stoßen an den Riegel 107 ausgeführt
ist. Dabei ist die Dämpfungseinheit 202 zum Dämpfen
einer Bewegung der Frachteinheit 101 in der Bewegungsrichtung 106 der
Frachteinheit 101 zur Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit 101 und
den Riegel 107 ausgeführt.
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2b zeigt
die Anordnung 200 der 2a aus
einer Sicht von oben. Die Stoßkante 201 mit einem
geringen Gewicht ist über die parallel zueinander angeordnete
Feder 204 und den Dämpfer 203 mit dem
Kantenprofil 104 gekoppelt. Die Feder 204 ist dabei
dafür zuständig die Stoßkante 201 in
eine Ausgangsposition zu bewegen bzw. zu halten. Der Überstand
der Stoßkante 201 sichert die Lastabtragung in vertikaler
Richtung und vermeidet das Eindringen von Schmutzstoffen bzw. von
Fremdkörpern. Bei dieser Anordnung 200 können
geringere Lastaufprälle aufgrund von getrennten Massen
auftreten.
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3a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101 in einem Frachtraum 102 eines
Transportmittels mit einer Bodenplatte 103, die über
eine elastisch verformbare Nietverbindung 301 mit einer
elastisch verformbaren Buchse 302 an einem Kantenprofil 104 angebracht
ist. Eine Seitenwand 108 ist in vertikaler Richtung an
dem Kantenprofil 104 angebracht. Dabei bewegt sich die
Frachteinheit 101 auf einen Riegel 107 zu, der
an dem Frachtraum 102 des Transportmittels zum Fixieren
der Frachteinheit 101 angebracht ist. In Richtung des Riegels 107 bildet
das Kantenprofil 104 eine Stoßkante 201.
Eine Eckeneinheit 109 ist zum Verbinden jeweils zweier
Kantenprofile 102 der vier Kantenprofile 102 der
Frachteinheit 101 ausgeführt.
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Die
elastisch verformbare Nietverbindung 301 mit der elastisch
verformbaren Buchse 302 bildet eine Dämpfungseinheit 202,
die zum Dämpfen einer Bewegung der Frachteinheit 101 in
einer Bewegungsrichtung 106 der Frachteinheit 101 zur
Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit 101 und den Riegel 107 ausgeführt.
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3b zeigt
die Anordnung 200 der 3a aus
einer Sicht von oben. Eine Elastomerdämpfungseinheit 202 für
die Niet 301 entkoppelt die Lasten auf das Kantenprofil 104 von
den Lasten auf die Bodenplatte 103 und die anderen Kantenprofile 104 (das Elastomer
stellt eine Federrichtkopplung und eine Dämpfung bereit).
Da es sich bei den Lasten auf die Frachteinheit 102 um
Einzellasten handelt (keine Hitzeentwicklung aufgrund von Daueroszillation),
kann Gummi als Dämpfungsmaterial verwendet werden.
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4a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101 in einem Frachtraum 102 eines
Transportmittels, wobei eine vertikale Seitenwand 108 der
Frachteinheit 101 an einem Kantenprofil 104 der
Frachteinheit 101 angebracht ist. Eine Bodenplatte 103 der
Frachteinheit 101 ist in einer Nut 402 des Kantenprofils 104 eingefasst,
wobei die Nut 402 zur schwimmenden Lagerung der Bodenplatte 103 in
der Nut 402 ausgeführt ist. Die schwimmende Lagerung
der Bodenplatte 103 kann durch eine Dämpfungseinheit 202 bestehend
aus einem Dämpfer 401 und einem Federelement 403 ermöglicht
werden.
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Die
Frachteinheit 101 bewegt sich in einer Bewegungsrichtung 106 auf
einen Riegel 107 zu, der in einem Frachtraum 102 angeordnet
ist zu, wobei die Dämpfungseinheit 202 zum Dämpfen
der Bewegung der Frachteinheit 101 in die Bewegungsrichtung 106 der
Frachteinheit 101 zur Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit 101 ausgeführt
ist. In Richtung des Riegels 107 bildet das Kantenprofil 104 eine
Stoßkante 201.
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4b zeigt
die Anordnung 200 der 4a aus
einer Sicht von oben. Die Bodenplatte 103 kann in der Nut 402 des
Kantenprofils 104 elastisch gehalten werden. Der Beitrag
des Kantenprofils 104 bei Lastaufprällen ist ähnlich
dem Beitrag der Anordnung 200 der 3a und 3b.
Das Entkoppeln findet an dem Anschluss der Bodenplatte 103 und
des Kantenprofils 102 ähnlich wie bei der Elastomerdämpfung
gemäß der Anordnung 200 der 3a und 3b statt.
Die Auflagerung bzw. Aufnahme der Bodenplatte 103 in vertikaler
Richtung ist reduziert. Nieten können zur Befestigung der
Bodenplatte 103 an dem Kantenprofil 104 in Langlöchern
verwendet werden.
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5a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101 in einem Frachtraum 102 eines
Transportmittels mit einem Riegel 107, einem Frachtraum 102 und
einer Frachteinheit 101, der sich in einer Bewegungsrichtung 106 auf
den Riegel 107 zu bewegt, gemäß der Anordnung 200 der 4a.
Eine Seitenwand 108 der Frachteinheit 101 ist über
ein Kantenprofil 104 und eine Niet 503 mit der
Bodenplatte 103 verbunden. An dem Kantenprofil 104 ist
an einer vertikalen Seite 506 eine erste Dämpfungseinheit 202 angebracht,
die eine Stoßkante 201 von dem Kantenprofil 104 trennt.
Diese erste Dämpfungseinheit 202 ist in Richtung
der Bewegungsrichtung 106 der Stoßkante 201 angeordnet.
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Eine
zweite Dämpfungseinheit 505 ist zwischen der Stoßkante 201 und
einer zweiten Seite 507 des Kantenprofils 104 angeordnet,
wobei die erste Seite 506 senkrecht zu der zweiten Seite 507 angeordnet
ist. Die Stoßkante 201 ist zusätzlich
in der Nähe der Bodenplatte 103 an dem Kantenprofil 104 über
eine Niet 504 verbunden.
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Auf
das erste Dämpfungselement 202 wirkt ein Kompressionsdruck 501,
während das zweite Dämpfungselement 505 durch
Scherkräfte bzw. durch eine Schubspannung 502 beansprucht
ist.
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5b zeigt
die Anordnung 200 der 5a aus
einer Sicht von oben. Die erste und die zweite Dämpfungseinheit 202, 505 können
aus Gummi gebildet sein und wirken als Federrichtkopplung und als Dämpfungselement.
Das Material Gummi eignet sich sehr gut für die Aufnahme
von Scherkräften bzw. von der Schubspannung 502,
und eignet sich ebenfalls für die Aufnahme eines Kompressionsdrucks 502. Die
Beanspruchung mit Zugkräften bzw. durch Zugspannung kann
dagegen kritisch für Gummi sein.
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Eine
Eckeneinheit 109 ist zum Verbinden jeweils zweier Kantenprofile 102 der
vier Kantenprofile 102 der Frachteinheit 101 ausgeführt.
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6a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101, die sich in einem Frachtraum 102 in
eine Bewegungsrichtung 106 hin zu einem Riegel 107 bewegt, der
an dem Frachtraum 102 eines Transportmittels angeordnet
ist. Die Frachteinheit 101 weist eine Seitenwand 108 auf,
die über ein Kantenprofil 104 mit einer Bodenplatte 103,
die über eine Niet 105 an dem Kantenprofil 104 befestigt
ist, verbunden ist.
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Die
Frachteinheit 101 weist ferner eine Stoßkante 201 auf,
an der in Bewegungsrichtung 106 eine Dämpfungseinheit 202 angeordnet
ist, die als Blatt- oder Bandfeder 601 ausgeführt
sein kann, wobei die Dämpfungseinheit 202 zwischen
dem Kantenprofil 104 und der Stoßkante 201 angeordnet
ist.
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Die
Dämpfungseinheit 202 ist zum Dämpfen einer
Bewegung der Frachteinheit 101 in der Bewegungsrichtung 106 der
Frachteinheit 101 zur Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit 101 ausgeführt.
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6b zeigt
die Anordnung 200 der 6a aus
einer Sicht von oben. Die Bandfeder 601 entkoppelt dabei
die Stoßkante 201 von dem Kantenprofil 104.
Die Federaufnahme kann an dem Kantenprofil 104 hinter der
Stoßkante 201 (kurze Bandfeder) bzw. an der Stirnfläche
der Kantenprofile 602 an der linken und rechten Seite eines
Kantenprofils 104 angeordnet sein (längere Bandfeder).
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7a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101, die sich in einem Frachtraum 102 eines
Transportmittels in einer Bewegungsrichtung 106 auf einen Riegel 107 des
Frachtraums 102 zu bewegt. Die Frachteinheit 101 umfasst
ein Kantenprofil 104 an dem eine Stoßkante 201 angeordnet
ist, wobei eine Dämpfungseinheit 202 in die Stoßkante 201 der Frachteinheit 101 integriert
ausgeführt ist. Eine Bodenplatte 103 ist über
eine Niet 105 mit dem Kantenprofil 104 der Frachteinheit 101 verbunden.
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7b zeigt
die Anordnung 200 der 7a in
einer perspektivischen Darstellung mit einer Sicht von oben und
einer vergrößerten Ansicht von oben der perspektivischen
Darstellung. Dabei kann die Dämpfungseinheit 202 bzw.
eine Feder integriert in einen Teil des Kantenprofils 104 bzw.
der Stoßkante 202 ausgeführt sein, wobei
ein frühes Entkoppeln der Bodenplattenmasse zu einer Reduktion
des Aufprallmassenhöchstwertes führen kann.
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8a zeigt
eine Anordnung 200 zum Reduzieren von Lasten auf eine bewegte
Frachteinheit 101 in eine Bewegungsrichtung 106 in
einem Frachtraum 102 eines Transportmittels in Richtung
eines Riegels 107 des Frachtraums 102. Die Frachteinheit 101 weist
eine Seitenwand 108 auf, die über ein Kantenprofil 104 mit
einer Bodenplatte 103 verbunden ist, wobei die Bodenplatte 103 über
eine Niet 105 an dem Kantenprofil 104 befestigt
ist.
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Die
Frachteinheit 101 weist ferner eine Stoßkante 201 auf,
die über eine elastische Lippe 801 mit dem Kantenprofil 104 verbunden
ist, wobei die Lippe 801 als Dämpfungseinheit 202 fungiert
und zum Dämpfen einer Bewegung der Frachteinheit 101 in
einer Bewegungsrichtung 106 der Frachteinheit 101 zur
Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit 101 ausgeführt
ist. Es kann zusätzlich zu der Lippe 801 eine
Feder 802 als zusätzliches Dämpfungselement vorgesehen
sein.
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8b zeigt
die Anordnung 200 der 8a aus
einer Sicht von oben. Die elastische Lippe 801 kann als
Aluminiumlippe (einstückig mit dem Kantenprofil 104)
bzw. als Polymermaterial (Einlage, inlay) mit einer definierten
Steifigkeit/Dämpfung ausgeführt sein und ermöglicht
eine Verformung der Frachteinheit 101 in der Richtung des
Lastaufpralls. Im Falle einer Inlayausbildung der Lippe 801,
kann die Lippe 801 in einfacher Art und Weise ausgetauscht
werden.
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9 zeigt
ein Transportmittel 900 mit einem Frachtraum 102,
mit mehreren Frachtcontainern 101 sowie mit mehreren Riegeln 107 zum
Fixieren der Frachtcontainer 101 in dem Frachtraum 102.
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10 zeigt
ein Flussdiagramm eines Verfahrens 1000 zum Reduzieren
von Lasten auf eine bewegte Frachteinheit in einem Frachtraum eines Transportmittels.
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Das
Verfahren 1000 weist die folgenden Schritte auf: in Schritt 1001 erfolgt
ein Anordnen einer Dämpfungseinheit zwischen einem Kantenprofil
und einer Bodenplatte der Frachteinheit oder zwischen dem Kantenprofil
und einer Stoßkante der Frachteinheit. In Schritt 1002 erfolgt
ein Dämpfen einer Bewegung der Frachteinheit in einer Bewegungsrichtung der
Frachteinheit zur Reduzierung der Lasten auf die Frachteinheit durch
eine Dämpfungseinheit. Schließlich erfolgt dann
in Schritt 1003 ein Reduzieren der Lasten auf die bewegte
Frachteinheit während eines Verladevorgangs der Frachteinheit
und während eines Transportes der Frachteinheit in dem
Frachtraum des Transportmittels.
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Obwohl
die Erfindung unter Bezugnahme auf das Ausführungsbeispiel
beschrieben wurde, können verschiedene Änderungen
und Modifikationen vorgenommen werden, ohne den Schutzbereich der
Erfindung zu verlassen. Das Transportmittel mit dem Frachtraum,
dem Frachtcontainer sowie dem Riegel zum Fixieren des Frachtcontainers
kann als Landfahrzeug, als Luftfahrzeug, wie ein Flugzeug oder einem
Helikopter sowie als Wasser- und Schienenfahrzeug ausgeführt
sein.
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Ergänzend
ist darauf hinzuweisend, dass umfassend ”oder aufweisend” keine
anderen Elemente oder Schritte ausschließt und ”eine” oder ”ein” keine
Vielzahl ausschließt. Insbesondere kann die Anordnung beispielsweise
also mehr als eine Bodenplatte, mehr als ein Kantenprofil, mehr
als eine Stoßkante, mehr als eine erste Dämpfungseinheit,
mehr als eine zweite Dämpfungseinheit und der Frachtcontainer
mehr als einer Seitenwand, sowie das Transportmittel mehr als einen
Frachtraum, mehr als einen Frachtcontainer und mehr als einen Riegel
aufweisen.
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Ferner
sei darauf hingewiesen, dass Merkmale oder Schritte, die mit Verweiß auf
eines der obigen Ausführungsbeispiele beschrieben worden
sind, auch in Kombination mit anderen Merkmalen oder Schritten anderer
oben beschriebener Ausführungsbeispiele verwendet werden
können. Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht
als einschränkend anzusehen.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - DE 102004039666
A1 [0008]
- - US 2007/0253790 A1 [0008]
- - DE 102005061957 A1 [0009]