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DE102009018821A1 - Chirurgisches Instrument zum Anlegen von Ligaturklammern - Google Patents

Chirurgisches Instrument zum Anlegen von Ligaturklammern Download PDF

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DE102009018821A1
DE102009018821A1 DE200910018821 DE102009018821A DE102009018821A1 DE 102009018821 A1 DE102009018821 A1 DE 102009018821A1 DE 200910018821 DE200910018821 DE 200910018821 DE 102009018821 A DE102009018821 A DE 102009018821A DE 102009018821 A1 DE102009018821 A1 DE 102009018821A1
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Germany
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projection
surgical instrument
jaws
instrument according
longitudinal slot
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DE200910018821
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English (en)
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Peter Schulz
Pedro Morales
Dieter Weisshaupt
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Aesculap AG
Original Assignee
Aesculap AG
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    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
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    • A61B17/128Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord for applying or removing clamps or clips
    • A61B17/1285Surgical instruments, devices or methods for ligaturing or otherwise compressing tubular parts of the body, e.g. blood vessels or umbilical cord for applying or removing clamps or clips for minimally invasive surgery
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
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Abstract

Um bei einem chirurgischen Instrument zum Anlegen von C-förmigen Ligaturklammern, die zwei nebeneinander angeordnete, über einen Brückenabschnitt miteinander verbundene Schenkel aufweisen, die jeweils durch einen Längsschlitz in zwei nebeneinander angeordnete, am freien Ende der Schenkel miteinander verbundene Abschnitte unterteilt sind, mit zwei nebeneinander angeordneten Klemmbacken, die einander zugewandte Führungsflächen für die an ihnen anliegenden Schenkel einer zwischen die Klemmbacken eingeschobenen Ligaturklammer aufweisen, die Positionierung der Ligaturklammer zwischen den Klemmbacken zu verbessern, wird vorgeschlagen, dass an mindestens einer der Führungsflächen der Klemmbacken ein nach innen vorstehender Vorsprung angeordnet ist, der beim Vorschieben der Ligaturklammer längs der Führungsfläche in den Längsschlitz der Ligaturklammer elastisch eintaucht.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein chirurgisches Instrument zum Anlegen von C-förmigen Ligaturklammern, die zwei nebeneinander angeordnete, über einen Brückenabschnitt miteinander verbundene Schenkel aufweisen, die jeweils durch einen Längsschlitz in zwei nebeneinander angeordnete, am freien Ende der Schenkel miteinander verbundene Abschnitte unterteilt sind, mit zwei nebeneinander angeordneten Klemmbacken, die einander zugewandte Führungsflächen für die an ihnen anliegenden Schenkel einer zwischen die Klemmnbacken eingeschobenen Ligaturklammer aufweisen.
  • In derartigen chirurgischen Instrumenten werden Ligaturklammern meistens aus einem in einem Schaft angeordneten Magazin, in dem sie in einer Reihe hintereinander liegen, in distaler Richtung vorgeschoben, wobei die jeweils vorderste Ligaturklammer aus dem Magazin zwischen die Klemmbacken eingeschoben wird, bis die Ligaturklammer in einer vordersten Anlageposition steht. In dieser kann die Ligaturklammer an ein Gefäß oder ein anderes Gewebeteil angelegt und dann durch Annähern der beiden Klemmbacken geschlossen werden. Dabei werden die Schenkel der Ligaturklammer gegeneinander gebogen.
  • Es ist dabei wichtig, dass die Ligaturklammern bei dem Anlege- und Schließprozess ihre Lage zwischen den Klemmbacken beibehalten. Aus diesem Grunde ist es bekannt, an dem Magazin Rückhaltevorsprünge vorzusehen, die die Ligaturklammern in der vorgeschobenen Anlageposition fixieren. Eine solche Fixierung ist aber dann nicht möglich, wenn die Anlageposition in großem Abstand vom Magazin angeordnet ist.
  • Es ist Aufgabe der Erfindung, ein gattungsgemäßes chirurgisches Instrument so auszubilden, dass speziell bei einen Längsschlitz aufweisenden, in zwei Abschnitte unterteilten Ligaturklammern eine sichere Positionierung der Ligaturklammer in der vordersten Anlageposition erreicht werden kann.
  • Diese Aufgabe wird bei einem chirurgischen Instrument der eingangs beschriebenen Art erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass an mindestens einer der Führungsflächen der Klemmbacken ein nach innen vorstehender Vorsprung angeordnet ist, der beim Vorschieben der Ligaturklammer längs der Führungsfläche in den Längsschlitz der Ligaturklammer elastisch eintaucht.
  • Es wird also speziell bei Ligaturklammern mit einem Längsschlitz dieser Längsschlitz ausgenützt, um in diesen Längsschlitz einen Vorsprung eintauchen zu lassen, und zwar elastisch, so dass die Ligaturklammer an diesem Vorsprung vorbei geschoben werden kann, ehe der Vorsprung in den Längsschlitz eintaucht.
  • Sobald der Vorsprung in den Längsschlitz eintaucht, kann die Ligaturklammer nicht mehr an dem Vorsprung vorbei zurückgeschoben werden, da die beiden Abschnitte des Schenkels der Ligaturklammer am freien Ende der Schenkel miteinander verbunden sind und damit den Längsschlitz an dieser Stelle verschließen.
  • Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Vorsprung sich beim Eintauchen in den Längsschlitz an die beiden nebeneinander angeordneten Abschnitte des Schenkels anlegt. Dadurch wirkt der Vorsprung nicht nur als Sicherung gegen ein unbeabsichtigtes Zurückschieben der Ligaturklammer, sondern gleichzeitig übernimmt dieser Vorsprung auch noch die Aufgabe einer Führung der Ligaturklammer.
  • Diese Wirkung wird noch verstärkt, wenn sich gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Vorsprung beim Eintauchen in den Längsschlitz in Längsrichtung des Längsschlitzes an verschiedenen Stellen und/oder über einen durchgehenden Bereich an die beiden nebeneinander angeordneten Abschnitte des Schenkels anlegt. In diesem Falle kann sich die Ligaturklammer nicht mehr aus der Ebene bewegen, die durch die Längsschlitze aufgespannt wird, da der oder die Vorsprünge in den Längsschlitz eintauchen und jede Verschwenkung der Ligaturklammer aus dieser Ebene heraus verhindern. Eine derartige Führung ist dann besonders vorteilhaft, wenn die Ligaturklammer beim Vorschieben in den Klemmbacken nicht über die gesamte Länge der Schenkel geführt ist, sondern beispielsweise nur im Bereich der freien Enden, wie dies bei Schenkeln der Fall ist, die von dem Brückenabschnitt zum freien Ende hin divergieren.
  • Bei einer ersten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass der Vorsprung elastisch gegen den Klemmbacken verschiebbar ist, an dem er gelagert ist. Beim Vorschieben der Ligaturklammer wird daher der Vorsprung elastisch gegen den Klemmbacken verschoben, so dass das freie Ende der Schenkel, an dem die beiden Abschnitte des Schenkels miteinander verbunden sind, an dem elastisch aus der Vorschubbahn der Ligaturklammer heraus bewegten Vor sprung vorbei geschoben werden kann. Sobald das freie Ende an dem Vorsprung vorbei geschoben ist, bewegt sich der Vorsprung wieder elastisch nach innen und tritt in den Längsschlitz der Ligaturklammer ein, so dass diese geführt und gegen unbeabsichtigte Rückbewegung gesichert wird.
  • Der Vorsprung kann beispielsweise als federnde Zunge ausgebildet sein.
  • Es ist aber auch möglich, dass der Vorsprung dauerhaft vorspringend ausgebildet ist und die Schenkel der Ligaturklammer elastisch gegeneinander bewegbar sind. In diesem Falle kann die Ligaturklammer dadurch an dem feststehenden Vorsprung vorbeibewegt werden, dass die Schenkel geringfügig elastisch zusammen gebogen werden. Sobald die freien Enden der Schenkel an dem Vorsprung vorbei geschoben sind, weiten sich die Schenkel wieder auf, so dass dann der Vorsprung in den Längsschlitz eintritt.
  • Der Vorsprung kann einstückig an die Klemmbacken angeformt sein, es ist aber auch möglich, dass der Vorsprung ein mit dem Klemmbacken verbundenes separates Bauteil ist.
  • Beispielsweise kann der Vorsprung ein längs des Längsschlitzes verlaufender metallischer Streifen sein, der beispielsweise in das Kunststoffmaterial eines Klemmbackens eingebettet ist.
  • Es ist besonders vorteilhaft, wenn der Vorsprung an seinem distalen Ende eine quer zur Vorschubrichtung der Ligaturklammer verlaufende Endfläche aufweist. Diese legt sich nach dem Vorbeigleiten der Ligaturklammer rückseitig an diese an und verhindert sicher jede Rückbewegung der Ligaturklammer.
  • Es ist günstig, wenn die Eintauchtiefe des Vorsprunges in den Längsschlitz der Ligaturklammer maximal so groß ist wie die Materialdicke der Schenkel im Eintauchbereich des Vorsprunges. Dadurch steht der Vorsprung nicht nach innen zwischen die Schenkel der Ligaturklammer vor, so dass beim Anlegen der Ligaturklammer an ein Gefäß dieses Gefäß ausschließlich mit den Schenkeln der Ligaturklammer in Kontakt kommt und nicht mit dem in den Längsspalt der Ligaturklammer eintauchenden Vorsprung.
  • Besonders vorteilhaft einsetzbar ist das Instrument bei einer Ligaturklammer, bei der die Schenkel der Ligaturklammer vom Brückenabschnitt zu den freien Enden der Schenkel divergieren, so dass die Schenkel nur an ihren freien Enden an den Klemmbacken anliegen. Eine solche Ausgestaltung der Ligaturklammern hat einmal den Vorteil, dass dem Operateur ein größere Öffnungsquerschnitt beim Anlegen zur Verfügung steht, zum anderen können die in einer Reihe hintereinander in einem Magazin des Instrumentes angeordneten Ligaturklammern dadurch wesentlich dichter aneinander angelegt werden, da auf diese Weise eine Überlappung aufeinander folgender Ligaturklammern im Bereich ihrer Schenkel möglich ist.
  • Die nachfolgende Beschreibung bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung dient im Zusammenhang mit der Zeichnung der näheren Erläuterung. Es zeigen:
  • 1: eine perspektivische Ansicht eines Instrumentes zum Anlegen von Ligaturklammern;
  • 2: eine perspektivische Detailansicht der Klemmbacken und des anschließenden Magazinbereiches mit abgenommener Abdeckung und mit einer Ligaturklammer zwischen den beiden Klemmbacken;
  • 3: eine Ansicht ähnlich 2 ohne Ligaturklammer zwischen den Klemmbacken;
  • 4: eine Längsschnittansicht eines bevorzugten Ausführungsbeispiels von zwei Klemmbacken mit einem Vorsprung in Form einer metallischen Federzunge;
  • 5: eine Ansicht ähnlich 4 mit einem einstückig an die Klemmbacken angeformten Vorsprung in Form einer Federzunge und
  • 6: eine Ansicht ähnlich 5 mit einem dauerhaften, nicht elastisch verformbaren, einstückig am Klemmbacken angeformten Vorsprung.
  • Das in der Zeichnung dargestellte chirurgische Instrument 1 weist einen länglichen Schaft 2 auf, der an seinem proximalen Ende in ein Griffteil 3 einmündet. In dem Schaft 2 ist ein Magazin 4 eingesetzt, in dem hintereinander eine größere Anzahl von Ligaturklammern 5 aufgenommen sind. Die Ligaturklammern 5 sind insgesamt C-förmig ausgebildet mit zwei nebeneinander verlaufenden Schenkeln 6, 7, die über einen Brückenabschnitt 8 miteinander verbunden sind. Dabei bestehen die Ligaturklammern 5 aus zwei über die gesamte Länge der Ligaturklammer nebeneinander verlaufenden Abschnitten 9, 10, die nur an den freien Enden 11, 12 der Schenkel 6, 7 miteinander verbunden sind und über die übrige Länge der Ligaturklammern 5 einen Längsschlitz 13 zwischen sich einschließen.
  • Die Ligaturklammern 5 sind in dem Magazin 4 so angeordnet, dass die freien Enden 11, 12 in distaler Richtung weisen, dabei sind die Schenkel 6, 7 geringfügig divergierend in Richtung auf das freie Ende ausgebildet, so dass die freien Enden 11, 12 einer Ligaturklammer im Magazin 4 neben dem proximalen Ende der Schenkel 6, 7 der weiter distal angeordneten Ligaturklammer 5 positioniert werden können, das heißt die Schenkel 6, 7 von aufeinander folgenden Ligaturklammern können sich geringfügig überlappen (2 und 3).
  • Am distalen Ende des Schaftes 2 sind zwei nebeneinander angeordnete Klemmbacken 14, 15 angeordnet, die einander zugewandte Führungsflächen 16, 17 aufweisen, die beispielsweise durch Längsnuten in den Klemmbacken 14, 15 gebildet werden und die beim Vorschieben einer Ligaturklammer 5 an der Außenseite der Schenkel 6, 7 anliegen und dadurch die Ligaturklammer 5 führen. Da die Schenkel 6, 7 der Ligaturklammer 5 divergieren, liegen die Schenkel 6, 7 dabei im Wesentlichen nur im Bereich der freien Enden 11, 12 an den Führungsflächen 16, 17 an.
  • Die Führungsflächen 16, 17 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel entsprechend dem geneigten Verlauf der Klemmbacken 14, 15 gegenüber der Ebene, in der die Ligaturklammern 5 im Magazin 4 angeordnet sind, gebogen, und der Abstand des distalen Endes des Magazins 4 von dem distalen Ende der Führungsfläche 16, 17 ist deutlich größer als die Länge einer Ligaturklammer 5.
  • An dem Griffteil 3 sind zwei schwenkbare Griffelemente 18, 19 gelagert, die gegeneinander verschwenkt werden können und die dadurch über im Griffteil 3 und im Schaft 2 angeordnete, in der Zeichnung nicht dargestellte, an sich bekannte Getriebemittel eine Vorschubeinrichtung betätigen, durch die einmal die im Magazin 4 angeordneten Ligaturklammern 5 schrittweise um jeweils eine Position in distaler Richtung vorgeschoben werden, zum Anderen umfasst diese Vorschubeinrichtung auch ein bandförmiges Vorschubelement 20, welches die jeweils vorderste Ligaturklammer des Magazins 4 aus dieser Position bis zwischen die Klemmbacken 14, 15 vorschiebt in eine Anlageposition, in der die Ligaturklammer 5 an eine Anschlagfläche 21 am distalen Ende der Klemmbacken 14 anschlägt. Das Vorschubelement 20 ist dazu längs des Vorschubweges durch seitliche Führungselemente 22 geführt, die in eine Längsnut 23 in den Klemmbacken eintauchen. Dieses Vorschubelement 20 kann durch Betätigung der Griffelemente 18, 19 vor- und zurückgezogen werden, so dass bei jedem Vorschub eine Ligaturklammer 5 aus dem Magazin zwischen die Klemmbacken vorgeschoben wird, während beim Zurückziehen sich das Vorschubelement 20 hinter die vorderste Ligaturklammer im Magazin zurückzieht und diese dann beim nächsten Vorschubvorgang mitnehmen und zwischen die Klemmbacken schieben kann.
  • An den Führungsflächen 16, 17 der Klemmbacken 14, 15 sind nach innen vorstehende Vorsprünge 24, 25 vorgesehen, im Fall des Ausführungsbeispiels der 1 bis 4 werden diese Vorsprünge 24, 25 gebildet durch eine metallische zungenförmige Blattfeder, die mit ihrem proximalen Ende mit dem Klemmbacken verbunden ist, beispielsweise durch Einbettung in das Kunststoffmaterial des Klemmbackens, und deren freies Ende rechtwinklig nach außen gebogen ist und dort eine quer zur Vorschubrichtung der Ligaturklammern 5 verlaufende Endfläche 26 ausbildet. Die Vorsprünge 24, 25 sind in der Mitte der Führungsflächen 16, 17 angeordnet und ihre Breite ist geringfügig kleiner als die Breite der Längsschlitze 13 in den Ligaturklammern 5.
  • Beim Vorschieben einer Ligaturklammer 5 in distaler Richtung gleiten zunächst die freien Enden 11, 12, an denen die beiden Abschnitte 9, 10 der Ligaturklammer 5 miteinander verbunden sind, an den Vorsprüngen 24, 25 vorbei und biegen diese elastisch nach außen, so dass die freien Enden 11, 12 an den Vorsprüngen 24, 25 vorbei gleiten können. Sobald dies der Fall ist, schwenken die elastischen Vorsprünge 24, 25 aufgrund ihrer Elastizität in ihre unverformte Ausgangslage zurück, bei der sie nach innen vorstehen und dabei in den Längsschlitz 13 zwischen den Abschnitten 9, 10 der Ligaturklammer 5 eintreten. Dabei legen sie sich über einen größeren Abschnitt der Länge der Schenkel an die beiden Abschnitte 9, 10 an, so dass die Ligaturklammer in dieser Lage gegen ein Verschwenken aus der Ebene der Ligaturklammer heraus gesichert ist. Außerdem legen sich die Endflächen 26 an die freien Enden 11, 12 der Ligaturklammer 5 an, so dass die Ligaturklammer 5 nicht mehr zurück in proximaler Richtung verschoben werden kann. Damit übernehmen die Vorsprünge 24, 25 eine Doppelfunktion, nämlich einmal die Sicherung der Ligaturklammer gegen unbeabsichtigtes Zurückschieben, zum Anderen aber auch eine Sicherung der Ligaturklammer gegen eine Verschwenkung aus der eigenen Ebene heraus. Dies ist insbesondere dann von Bedeutung, wenn die Schenkel der Ligaturklammer – wie bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel – divergierend ausgebildet sind und sich daher nur mit dem freien Ende an die Führungsflächen 16, 17 anlegen. Durch die in den Längsschlitz 13 eintauchenden Vorsprünge 24, 25 wird über diese Führung im Bereich der freien Enden 11, 12 hinaus auch im übrigen Schenkelbereich eine Führung für die Ligaturklammern bereitgestellt, so dass diese in der Anlageposition, in der sie mit den freien Enden 11, 12 an die Anschlagfläche 21 anstoßen, zuverlässig gesichert sind. Bei dem in den 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispiel ist der Abstand der Endflächen 26 der Vorsprünge 24, 25 von der Anschlagfläche 21 so gewählt, dass in den Zwischenraum gerade die Teile der Ligaturklammer hineinpassen, die die beiden Abschnitte 9, 10 an den freien Enden 11, 12 miteinander verbinden. Damit ist die Ligaturklammer sowohl gegen eine Verschiebung in distaler als auch gegen eine Verschiebung in proximaler Richtung gesichert.
  • Während bei dem Ausführungsbeispiel der 4 die Vorsprünge 24, 25 als metallische Federzungen ausgebildet sind, die mit den Klemmbacken 14, 15 verbunden sind, die also selbständige Bauteile darstellen, sind bei dem Ausführungsbeispiel der 5, das sonst gleich aufgebaut ist und bei dem gleiche Teile dieselben Bezugszeichen tragen, die Vorsprünge 24, 25 einstückig mit den Klemmbacken 14, 15 ausgebildet, allerdings in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in ähnlicher Weise als Federzungen.
  • Im Gegensatz dazu sind bei dem Ausführungsbeispiel der 6, das im übrigen gleich aufgebaut ist und bei dem einander entsprechende Teile dieselben Bezugszeichen tragen, Vorsprünge 24, 25 gewählt, die nicht federnd ausgebildet sind, sondern die als Teil der Klemmbacken 14, 15 nach innen vorstehen. Beim Vorschieben der Ligaturklammern 5 federn bei dieser Ausgestaltung die Schenkel 6, 7 geringfügig nach innen ein, wenn die freien Enden 11, 12 der Schenkel 6, 7 an den Vorsprüngen 24, 25 vorbei gleiten und federn anschließend wieder aus in einen Zwischenraum zwischen der Endfläche 26 der Vorsprünge 24, 25 und der Anschlagfläche 21 am Ende der Führungsflächen 16, 17. In diesem Falle wird also die inhärente Elastizität der Ligaturklammer ausgenutzt, um diese an den Vorsprüngen vorbeischieben zu können.
  • In allen Fällen ist es günstig, wenn die Eintauchtiefe der Vorsprünge 24, 25 die Breite oder Dicke der Schenkel 6, 7 nicht übersteigt, wenn also die Vorsprünge 24, 25 beim Eingriff in den Längsschlitz 13 nicht nach innen über die Schenkel 6, 7 hervor stehen.
  • Da die Vorsprünge 24, 25 an den Klemmbacken 14, 15 gehalten sind, können diese Vorsprünge 24, 25 die Ligaturklammer auch während des gesamten Klemmvorganges in dieser Position sichern, bei der die Klemmbacken aufeinander zu bewegt werden und dadurch die Schenkel gegeneinander vorschieben. Es ist damit sichergestellt, dass während des gesamten Anlagevorganges die Ligaturklammer in der Anlageposition gegen Verschiebung und gegen Verschwenkung gesichert ist. Da die Führung der Ligaturklammern gegen eine Verschwenkung durch die Vorsprünge 24, 25 gewährleistet ist, ist es auch nicht notwendig, dass die Klemmbacken außenseitig die Schenkel umgreifen, um diese zu führen, so dass die Klemmbacken insbesondere im distalen Klemmbackenbereich sehr schlank ausgebildet werden können und dadurch für den Operateur eine optimale Sichtbarkeit des Anlagebereiches ermöglichen.

Claims (12)

  1. Chirurgisches Instrument zum Anlegen von C-förmigen Ligaturklammern, die zwei nebeneinander angeordnete, über einen Brückenabschnitt miteinander verbundene Schenkel aufweisen, die jeweils durch einen Längsschlitz in zwei nebeneinander angeordnete, am freien Ende der Schenkel miteinander verbundene Abschnitte unterteilt sind, mit zwei nebeneinander angeordneten Klemmbacken, die einander zugewandte Führungsflächen für die an ihnen anliegenden Schenkel einer zwischen die Klemmbacken eingeschobenen Ligaturklammer aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer der Führungsflächen (16, 17) der Klemmbacken (14, 15) ein nach innen vorstehender Vorsprung (24, 25) angeordnet ist, der beim Vorschieben der Ligaturklammer (5) längs der Führungsflächen (16, 17) in den Längsschlitz (13) der Ligaturklammer (5) elastisch eintaucht.
  2. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) sich beim Eintauchen in den Längsschlitz (13) an die beiden nebeneinander angeordneten Abschnitte (9, 10) des Schenkels (6, 7) anlegt.
  3. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Vorsprung (24, 25) beim Eintauchen in den Längsschlitz (13) in Längsrichtung des Längsschlitzes (13) an verschiedenen Stellen und/oder über einen durchgehenden Bereich an nebeneinander angeordneten Abschnitten (9, 10) des Schenkels (6, 7) anlegt.
  4. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) elastisch gegen den Klemmbacken (14, 15) verschiebbar ist, an dem er gelagert ist.
  5. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) als federnde Zunge ausgebildet ist.
  6. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) dauerhaft vorspringend ausgebildet ist und die Schenkel (6, 7) der Ligaturklammer (5) elastisch gegeneinander verschwenkbar sind.
  7. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) einstückig an die Klemmbacken (14, 15) angeformt ist.
  8. Chirurgisches Instrument nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) ein mit dem Klemmbacken (14, 15) verbundenes separates Bauteil ist.
  9. Chirurgisches Instrument nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) ein längs des Längsschlitzes (13) verlaufender metallischer Streifen ist.
  10. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Vorsprung (24, 25) an seinem distalen Ende eine quer zur Vorschubrichtung der Ligaturklammer (5) verlaufende Endfläche (26) aufweist.
  11. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Eintauchtiefe des Vorsprunges (24, 25) in den Längsschlitz (13) der Ligaturklammer (5) maximal so groß ist wie die Materialdicke der Schenkel (6, 7) im Eintauchbereich des Vorsprunges (24, 25).
  12. Chirurgisches Instrument nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (6, 7) der Ligaturklammer (5) vom Brückenabschnitt (8) zu den freien Enden (11, 12) der Schenkel (6, 7) divergieren, so dass die Schenkel (6, 7) nur an ihren freien Enden (11, 12) an den Führungsflächen (16, 17) der Klemmbacken (14, 15) anliegen.
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