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Die
vorliegend beschriebenen Gegenstände betreffen
eine Farbwerksreinigungsvorrichtung zur Reinigung eines Farbkastens
eines Farbwerks, ein Farbwerk einer Druckmaschine, insbesondere
einer Offset-Druckmaschine, mit einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung,
eine Druckmaschine mit einem solchen Farbwerk sowie ein Verfahren
zur Reinigung eines Farbkastens.
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Druckmaschinen,
die z. B. nach dem Offset-Prinzip arbeiten, bestehen aus einzelnen
Druckwerken, die jeweils in der Lage sind mindestens eine Druckfarbe
auf einem Bedruckstoff in Form eines Bogens oder einer Rolle zu
drucken. Die Zuführung
der Druckfarbe erfolgt in der Regel in einem sogenannten Farbkasten.
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Bei
einem Farbkasten an Druckmaschinen ist in der Regel ein Farbmesser
vorgesehen, das z. B. aus einer federnden Stahlplatte bestehen kann,
die entlang des Farbduktors angeordnet ist. Zur Einstellung der
Farbschichtdicke am Farbduktor kann das Farbmesser mittels Einstellschrauben,
die im Abstand voneinander angeordnet sind, in einzelnen Längenbereichen
verstellbar bereit gestellt werden. Die einzelnen Längenbereiche
können
z. B. elastisch verbogen werden, wodurch der Spalt zwischen Farbmesser
und Farbduktor verändert
wird. Damit es zu keiner Beeinflussung der nebeneinander liegenden einstellbaren
Farbzonen kommt, kann das Farbmesser mit im Abstand voneinander
angeordneten Schlitzen versehen sein. Die Druckfarbe kann dann von dem
Farbduktor über
eine Heberwalze in das eigentliche Farbwerk transferiert werden.
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Ist
ein Farbwechsel in einem Druckwerk erforderlich, ist es üblich die
im Bereich Farbkasten, Farbduktor und Farbmesser vorhandene Farbe
zunächst
manuell mit einem Farbspachtel zu entfernen. Anschließend kann
der Farbkasten mit dem Farbmesser vom Duktor zurückgeklappt werden, um es dann
mit Waschmitteln vollständig
zu reinigen. Auch dieser Schritt erfolgt bisher manuell.
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Aufgabenstellung
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Ausgehend
hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Farbwerksreinigungsvorrichtung
zur Reinigung eines Farbkastens eines Farbwerks, ein Farbwerk einer
Druckmaschine, insbesondere einer Offset-Druckmaschine, mit einer solchen
Farbwerksreinigungsvorrichtung, eine Druckmaschine mit einem solchen
Farbwerk sowie ein Verfahren zur Reinigung eines Farbkastens zu schaffen,
wobei geringe Rüstzeiten
und Rüstkosten auftreten.
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Lösung
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Zur
Lösung
der Aufgabe wird vorgeschlagen eine automatische Grobreinigung und/oder
eine automatische Feinreinigung bzw. Endreinigung den Farbkasten
vorzunehmen und entsprechende Vorrichtungen bereitzustellen, mit
denen dies ermöglicht wird.
Hierdurch kann eine erhebliche Zeitersparnis für das Reinigen der einzelnen
Farbkästen
einer Druckmaschine erreicht werden. Dadurch sind ein höhere Maschinenverfügbarkeit
und eine größere Wirtschaftlichkeit
gegeben.
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Ein
erster Aspekt betrifft eine Farbwerksreinigungsvorrichtung zur Reinigung
einer Wanne eines Farbwerks, wobei die Farbwerksreinigungsvorrichtung
eine Steuervorrichtung zur Steuerung der Farbwerksreinigungsvorrichtung
aufweist, wobei die Steuervorrichtung in Signalverbindung mit Komponenten
der Farbwerksreinigungsvorrichtung steht und wobei die Farbwerksreinigungsvorrichtung
derart gestaltet ist, dass bei Einleitung eines Reinigungsprogramms
der Steuervorrichtung der Farbkasten in Abhängigkeit von Steuersignalen
der Steuervorrichtung automatisch gereinigt wird. Eine Signalverbindung
kann drahtgebunden oder drahtlos, z. B. mit einem Sender und einem
Empfänger,
bereit gestellt werden.
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Die
zu reinigende Wanne kann insbesondere ein Farbkasten sein. Denkbar
ist ebenfalls, dass die verschiedenen nachfolgend beschriebenen
Ausführungsformen
und Aspekte zur Reinigung anderer Wannen einer Druckmaschine, wie
zum Beispiel einer Farbrakelwanne an einer Farbwerkswalze, einer Sammelwanne
an einem Farbduktor oder einer Abstreifwanne einer Farbabstreifvorrichtung
an einer Folienwechselvorrichtung, etc. eingesetzt werden. Die Farbwerksreinigungsvorrichtung
kann demnach als Farbwerkswannenreinigungsvorrichtung ausgeführt sein.
Der Begriff Farbkasten, wie er vorliegend verwendet wird, bezeichnet
die Komponenten eines Farbwerks, welche einen definierten Farbauftrag
auf die Duktorwalze ermöglichen.
Eine Komponente eines solchen Farbkastens ist das Farbmesser. Die Duktorwalze
ist im hier verwendeten Sinn des Begriffs Farbkasten keine Komponente
des Farbkastens. Das Farbmesser kann derart an der Duktorwalze angeordnet
werden, dass es im Druckbetrieb an der Duktorwalze in einer Farbauftragsposition
angestellt werden kann und dass es nach Ende des Druckbetriebs aus
der Farbauftragsposition in eine Reinigungsposition verfahren werden
kann.
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In
der Farbauftragsposition ist das Farbmesser derart an der Duktorwalze
angestellt, dass über einen
dünnen
Spalt zwischen Farbmesser und Duktorwalze eine Farbschicht in gewünschter
Dicke auf die Duktorwalze aufgetragen werden kann. In der Farbauftragsposition
kann zwischen Farbmesser und Duktorwalzenoberfläche ein spitzer Anstellwinkel
gebildet werden, insbesondere ein Anstellwinkel zwischen 0° und 45°. Der Anstellwinkel
bezeichnet den Winkel zwischen einer Tangentialebene an der Duktorwalze
entlang einer Kontaktlinie des Farbmessers an der Duktorwalze und
einer Ebene die parallel zur Messeroberfläche im Bereich der Kontaktlinie
des Farbmessers durch die Kontaktlinie verläuft. Die Kontaktlinie kann
entlang der Messerschneide des Farbmessers verlaufen. In der Farbauftragsposition kann
das Farbmesser mit einer definierten Kraft an die Oberfläche der
Duktorwalze gedrückt
werden, über
die der Farbauftragsspalt eingestellt werden kann. Die Anstellkraft
kann entlang der Kontaktlinie variiert werden, sodass ein unterschiedliches
Spaltmaß entlang
der Kontaktlinie erzielt werden kann, wodurch ein variabler Farbauftrag über die
Länge der Duktorwalze
ermöglicht
werden kann.
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Der
Begriff Reinigungsposition bezeichnet eine Position des Farbmessers,
in der das Farbmesser und/oder andere Komponenten des Farbkastens gereinigt
werden. In der Reinigungsposition kann das Farbmesser eine Position
einnehmen, in der keine Berührung
zwischen der Duktorwalze und dem Farbmesser erfolgt, das Farbmesser
also keine Kraft auf die Duktorwalze überträgt. Ferner kann das Farbmesser
in der Reinigungsposition derart bewegt werden, dass die Farbmesseroberfläche an der
Duktorwalzenoberfläche
entlang gestrichen wird, um am Farbmesser anhaftende Farbreste auf
die Duktorwalze abzustreifen. Ferner kann das Farbmesser in der Reinigungsposition
eine Position einnehmen, in welcher der Anstellwinkel gegenüber der
Farbauftragsposition derart vergrößert ist, dass das Farbmesser eine
Rakelfunktion übernimmt,
um Farbe auf der Duktorwalze abzurakeln. Im letzteren Fall kann
der Anstellwinkel in der Reinigungsposition größer als 45°, insbesondere größer als
90° sein.
Ein großer
Anstellwinkel in der Reinigungsposition und/oder ein großer Abstand
zwischen Farbmesser und Duktorwalze ermöglicht eine einfache automatische
Reinigung der Farbmesseroberfläche,
z. B. mittels einer im Folgenden beschriebenen automatischen Farbkastenreinigungsvorrichtung.
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Die
Komponenten der Farbwerksreinigungsvorrichtung, mit denen die Steuervorrichtung
in Signalverbindung stehen kann, und die im Rahmen eines Reinigungsvorgangs
von der Steuervorrichtung angesteuert werden, können insbesondere folgende Komponenten
sein: ein Farbmesserantrieb, eine Duktorwalze, eine Duktorwalzenwaschanlage,
eine Heberwalze und/oder andere Farbwerkswalzen, eine Farbrakelwanne
einer Farbwerkswalze, eine gesonderte Farbkastenreinigungsvorrichtung,
insbesondere eine Duktorrakel, eine Farbkastenwaschanlage, eine
Folienwechselvorrichtung, eine Farbabstreifvorrichtung einer Folienwechselvorrichtung,
eine verfahrbare Farbkastenrakel, eine Waschfluidauftragsvorrichtung,
eine Farbabsaugung. Denkbar ist ebenfalls eine Ansteuerung einer
Kombination mehrerer dieser Komponenten und/oder beliebiger anderer Komponenten,
welche bei entsprechender Ansteuerung eine automatische Reinigung
des Farbkastens ermöglichen.
Die Komponenten und ihr denkbares Zusammenspiel werden nachfolgend
hinsichtlich gesondert beschriebener Ausführungsformen und in Rahmen
der Figurenbeschreibung näher
beschrieben.
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Das
Farbmesser kann über
ein Gelenkgetriebe gelenkig gelagert bereitgestellt werden, sodass
das Farbmessers über
den Farbmesserantrieb entlang eines über das Gelenkgetriebe vorgegebenen
Zwanglaufs verstellt werden kann. In einem Getriebe herrscht Zwangslauf,
wenn jeder Stellung eines beliebigen Getriebegliedes die Stellungen
der anderen Getriebeglieder eindeutig zugeordnet werden können.
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Bei
einer Ausführungsform
der Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbwerksreinigungsvorrichtung
ein zwischen einer Reinigungsposition und einer Farbauftragsposition
beweglich angeordnetes Farbmesser und eine Farbmesserverstellvorrichtung
mit einem Farbmesserantrieb aufweisen, wobei die Steuervorrichtung
in Signalverbindung mit dem Farbmesserantrieb steht und wobei die Farbwerksreinigungsvorrichtung
derart gestaltet ist, dass der Farbmesserantrieb das Farbmesser
bei Einleitung eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in
Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch von der Farbauftragsposition
in die Reinigungsposition verlagert.
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Die
Steuervorrichtung kann ferner mit weiteren Komponenten des Farbwerks
und/oder der Farbwerksreinigungsvorrichtung in Signalverbindung
stehen. Denkbar ist z. B., dass die Duktorwalze und/oder der Farbheber
und/oder eine Farbrakelwanne an einer Farbwerkswalze des Farbwerks
in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung stehen und über die
Steuervorrichtung z. B. derart ansteuerbar sind, dass sich die Duktorwalze
im Reinigungszustand dreht, sodass Restfarbe über eine Drehung der Duktorwalze
vom Farbmesser in dessen Reinigungsposition auf die Duktorwalze,
von der Duktorwalze auf den Farbheber und/oder vom Farbheber auf
andere Farbwerkswalzen übertragen
wird und schließlich
z. B. über
eine Farbrakelwanne von einer Farbwerkswalze abgerakelt wird. So
kann zumindest eine automatische Grobreinigung des Farbmessers automatisch
erfolgen.
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Ferner
kann die Farbwerksreinigungsvorrichtung eine Duktorwalzenwaschanlage
aufweisen. Die Duktorwalzenwaschanlage kann als Bürstenwaschanlage
oder als Tuchwaschanlage ausgebildet sein, die z. B. eine rotierende
Bürstenwalze
mit einem Bürstenwalzenantrieb
oder/oder ein Waschtuch mit einer Waschtuchandruckleiste aufweist,
die zur Reinigung der Duktorwalze an die Duktorwalze angestellt
werden können.
Die Duktorwalzenwaschanlage kann in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung stehen
und über
die Steuervorrichtung ansteuerbar sein, sodass die Duktorwalze im
Reinigungszustand von der Duktorwalzenwaschanlage automatisch gereinigt
wird. In Zusammenwirken mit der oben beschriebenen Ansteuerung des
Farbmesserantriebs kann über
die Duktorwalzenwaschanlage mittelbar auch das Farbmesser gereinigt
werden.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann eine automatische
Farbkastenreinigungsvorrichtung vorgesehen werden. Die automatische
Farbkastenreinigungsvorrichtung kann dazu ausgelegt sein, den Farbkasten
des Farbwerks, insbesondere das Farbmesser, automatisch zu reinigen.
Dazu kann die automatische Farbkastenreinigungsvorrichtung in Signalverbindung
mit der Steuervorrichtung stehen. Die Farbwerksreinigungsvorrichtung
kann derart gestaltet sein, dass die Reinigung des Farbkastens im
Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine Sammelwanne und eine an der Duktorwalze anstellbare Duktorrakel
aufweisen. Die Duktorrakel kann in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung
stehen, sodass die Duktorrakel bei Einleitung eines Reinigungsprogramms
der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch an die Duktorwalze
angestellt wird, um Farbe von der Duktorwalze abzurakeln. Dabei
kann die Farbwerksreinigungsvorrichtung derart ausgelegt sein, dass nach
Ende des Druckvorgangs das Farbmesser von der Duktorwalze abgestellt
wird, wie vorstehend beschrieben wurde. Die auf die Duktorwalze übertragene
Farbe kann über
die Duktorrakel von der Duktorwalze abgerakelt werden. Das Farbmesser
kann anschließend
gesondert feingereinigt werden. Die Duktorrakel kann als Bestandteil
der Sammelwanne ausgebildet sein und sich z. B. entlang einer Kante
der Sammelwanne über
die Breite der Duktorwalze erstrecken; in der Sammelwanne kann ein
Farbförderer,
insbesondere ein Linearförderer,
z. B. eine Förderschnecke
oder ein Förderwendel
vorgesehen werden, welche in der Sammelwanne befindliche Farbe zu
einer Auslassöffnung
transportieren kann, sodass die Sammelwanne automatisch geleert
werden kann.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung, kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine Farbkastenwaschanlage aufweisen. Der Begriff Farbkastenwaschanlage
bezeichnet eine Waschanlage, wie sie im Stand der Technik bekannt
ist und herkömmlich
in Bezug auf andere Walzen eines Druckwerks, insbesondere den Gummituchzylinder,
eingesetzt wird. Derartige bekannte Waschanlangen, die als Farbkastenwaschanlagen
eingesetzt werden können,
können
als Bürstenwaschanlage
oder als Tuchwaschanlage ausgebildet sein. Die Farbkastenwaschanlage kann
derart angeordnet und gestaltet sein, dass mittels der Farbkastenwaschanlage
das Farbmesser und/oder andere Komponenten des Farbkastens gereinigt
werden können.
Die Farbkastenwaschanlage kann in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung stehen.
Die Farbwerksreinigungsvorrichtung kann derart gestaltet sein, dass
die Reinigung des Farbkastens durch die Farbkastenwaschanlage im
Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt. Die
Farbkastenwaschanlage kann zusätzlich
zur Duktorwalzenwaschanlage vorgesehen werden. Denkbar ist, dass
die Farbkastenwaschanlage derart ausgeführt und angesteuert wird, dass
die Farbkastenwaschanlage sowohl den Farbkasten als auch die Duktorwalze
reinigen kann.
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Bei
noch einer weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine Folienwechselvorrichtung aufweisen. Eine Folienwechselvorrichtung
kann derart gestaltet sein, dass mittels der Folienwechselvorrichtung
eine Abdeckfolie, welche Bereiche des Farbkastens im Betrieb abdeckt gewechselt
werden kann. Die Folienwechselvorrichtung kann mit Farbe verschmutzte
Folie gegen frische Folie austauschen. Dies kann z. B. kontinuierlich
mittels einer Endlosfolie oder diskontinuierlich erfolgen. Die Förderrichtung
einer Abdeckfolie kann im Wesentlichen parallel zur Rotationsachse
der Duktorwalze bzw. der Schneide des Farbmessers oder quer zur
Rotationsachse der Duktorwalze bzw. der Schneide des Farbmessers.
Eine diskontinuierliche Folienwechselvorrichtung kann z. B. eine
Sauberfolienrolle und eine Schmutzfolienrolle aufweisen. Auf der
Sauberfolienrolle kann ein Vorrat einer sauberen Abdeckfolie aufgewickelt
bereit gestellt werden. Die Abdeckfolie kann von der Sauberfolienrolle
abgerollt werden und Bereiche des Farbkastens abdecken, die im Gebrauch
des Farbwerks mit Farbe in Berührung kommen
können.
Nach Ende des Druckvorgangs kann die Abdeckfolie weiter transportiert
werden, sodass der verschmutzte Bereich der Folie auf die Schmutzfolienrolle
aufgerollt wird und frische Abdeckfolie von der Sauberfolienrolle
nachgeführt
wird.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Folienwechselvorrichtung
eine Farbabstreifvorrichtung zum Abstreifen von Farbe auf der Abdeckfolie
aufweisen. Eine solche Farbabstreifvorrichtung kann z. B. eine Folienrakel
aufweisen, welche die Farbe z. B. beim Weitertransportieren der
Folie von der Folie abstreift. Eine Farbabstreifvorrichtung kann insbesondere
beim Einsatz einer kontinuierlichen Endlosfolie sinnvoll sein, kann
aber auch bei diskontinuierlichen Folienwechselvorrichtungen eingesetzt werden,
z. B. um größere Mengen
an Farbresten abzustreifen und um so ein Aufrollen der Folie auf
der Schmutzfolienrolle zu erleichtern. Insbesondere beim Einsatz
einer kontinuierlichen Endlosfolie kann zusätzlich zur Abstreifvorrichtung
eine Waschanlage vorgesehen werden, welche eine Feinreinigung der Folie
nach dem Abstreifen ermöglicht.
Die Farbabstreifvorrichtung kann eine Abstreifwanne aufweisen, die
derart angeordnet ist, dass in der Abstreifwanne die abgestriffene
Farbe aufgefangen werden kann. Die Folienrakel kann als Bestandteil
einer solchen Abstreifwanne ausgebildet sein und sich z. B. entlang einer
Kante der Abstreifwanne über
die Breite der Abstreifwanne erstrecken. In der Abstreifwanne kann ein
Farbförderer,
insbesondere ein Linearförderer,
z. B. eine Förderschnecke
vorgesehen werden, welche in der Abstreifwanne befindliche Farbe
zu einer Auslassöffnung
transportieren kann, sodass die Abstreifwanne automatisch geleert
werden kann.
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Gemäß noch einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine verfahrbare Farbkastenrakel aufweisen. Die Farbkastenrakel
kann entlang von Bereichen des Farbkastens verfahrbar angeordnet
sein, die im Gebrauch des Farbwerks mit Farbe in Berührung kommen
können,
sodass Farbe, die an diesen Bereichen anhaftet, über die Farbkastenrakel abgerakelt
werden kann. Die Farbkastenrakel kann über einen Farbkastenrakelantrieb
angetrieben werden, der in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung
steht. Die Farbwerksreinigungsvorrichtung kann derart gestaltet
sein, dass die Reinigung des Farbkastens durch die Farbkastenrakel
im Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt.
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Bei
einer weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine Waschfluidauftragsvorrichtung aufweisen. Die Waschfluidauftragsvorrichtung
kann derart gestaltet sein, dass mittels der Waschfluidauftragsvorrichtung
auf Bereiche des Farbkastens, die im Gebrauch des Farbwerks mit Farbe
in Berührung
kommen können,
Waschfluid aufgetragen, z. B. aufgesprüht, werden kann, sodass Farbe,
die an diesen Bereichen anhaftet, über die Waschfluidauftragsvorrichtung
abgewaschen werden kann. Das von der Waschfluidauftragsvorrichtung
verwendete Waschfluid kann ein Lösungsmittel umfassen,
sodass die Farbe angelöst
werden kann. Dazu kann die Steuerung eines Reinigungsprogramms derart
erfolgen, dass nach dem Auftragen des Waschfluids eine Einwirkungszeit
vorgesehen wird, in der die Farbe angelöst werden kann, bevor weitere
Reinigungsschritte vorgenommen werden. Das Waschfluid kann unter
Druck auf die betreffenden Bereiche des Farbkastens gesprüht werden,
um über
den Druck auch eine mechanische Reinigungswirkung zu erzielen. Die
Waschfluidauftragsvorrichtung kann z. B. ein Rohr mit mehreren Fluidöffnungen oder
Fluiddüsen
aufweisen. Das Rohr kann sich im Wesentlichen über die Breite des Farbkastens
erstrecken. Die Waschfluidauftragsvorrichtung kann als Bestandteil
der Farbkastenwaschanlage und/oder als eigenständige Baugruppe bereit gestellt
werden. Als Bestandteil der Farbkastenwaschanlage kann die Waschfluidauftragsvorrichtung
zum Auftragen von Waschfluid auf eine Bürstenwalze oder ein Waschtuch
der Farbkastenwaschanlage bereit gestellt werden, sodass das Waschfluid
mittelbar über
Bürstenwalze
oder ein Waschtuch auf die zu reinigenden Bereiche des Farbkastens
aufgetragen wird. Alternativ oder zusätzlich kann ein Waschfluidauftrag
direkt auf die Bereiche des Farbkastens erfolgen. Denkbar ist, ebenfalls,
dass der Farbkasten teilweise oder vollständig mit Waschfluid befüllt werden
kann. Um einen Verbleib des aufgetragenen Waschfluids im Farbkasten
zu gewährleisten,
kann das Farbmesser an die Duktorwalze angestellt werden, sodass
eine Berührung,
z. B. zwischen Farbmesserschneide oder einem anderen Oberflächenbereich
des Farbmessers und der Duktorwalze bewirkt wird. Ferner kann eine
gesonderte Absaugeinheit vorgesehen werden, die mit dem Farbkasten
verbunden ist, mit der das Waschfluid, z. B. über Absaugöffnung am Farbkasten, abgesaugt
werden kann. Ein Abführen
des Waschfluids kann alternativ/zusätzlich über eine Vergrößerung des
Spalts zwischen Farbmesser und Duktorwalze erfolgen. Das Waschfluid
kann dann z. B. in einer der Duktorwalze zugeordneten Sammelwanne
aufgefangen werden. Eine Absaugung kann alternativ oder zusätzlich auch über eine
nachfolgend beschriebene Farbabsaugung erfolgen. Die Waschfluidauftragsvorrichtung
und/oder die einzelnen diesbezüglich
beschriebenen Komponenten können
in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung stehen. Die Farbwerksreinigungsvorrichtung
kann derart gestaltet sein, dass die Reinigung des Farbkastens durch
die Waschfluidauftragsvorrichtung und/oder die einzelnen diesbezüglich beschriebenen
Komponenten im Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung
in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine Farbabsaugung aufweisen. Mittels der Farbabsaugung kann die
Farbe im Farbkasten abgesaugt werden. Die Farbabsaugung und/oder
die Steuerung der Farbabsaugung kann derart gestaltet sein, dass
die Farbe im durch das Waschfluid angelösten Zustand und/oder im ursprünglichen
unverdünnten
Zustand abgesaugt werden kann. Die Farbabsaugung kann als traversierende
Farbabsaugung ausgebildet sein. Die Farbabsaugung kann z. B. eine
traversierende Farbabsaugöffnung
aufweisen, die entlang der Breite des Farbkastens verfahrbar angeordnet
sein kann. Hierzu kann ein gesonderter Farbabsaugantrieb vorgesehen
werden. Ebenfalls kann die Absaugöffnung, z. B. an einem schlauchartigen
Absaugelement vorgesehen sein, das an dem verfahrbare Farbkastenrakel
befestigt ist und zusammen mit dem Farbkastenrakel verfahren wird.
Die Farbabsaugöffnung
kann ebenfalls als Bestandteil eines verfahrbaren Hohlrakels ausgebildet
sein. In anderen Worten kann die verfahrbare Farbkastenrakel als
Hohlrakel ausgebildet sein. Mit einer solchen verfahrbaren Hohlrakel kann
Farbe abgerakelt und abgesaugt werden. Eine Farbabsaugung kann alternativ
oder zusätzlich
zu den anderen Komponenten der Farbkastenreinigungsvorrichtung eingesetzt
werden. Die Farbabsaugung kann in Signalverbindung mit der Steuervorrichtung
stehen. Die Farbabsaugung kann z. B. an einer traversierenden Farbauftragsvorrichtung
angeflanscht sein. Die Farbwerksreinigungsvorrichtung kann derart
gestaltet sein, dass die Reinigung des Farbkastens durch die Farbabsaugung
im Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt.
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Gemäß einer
weiteren Ausführungsform
einer solchen Farbwerksreinigungsvorrichtung kann die Farbkastenreinigungsvorrichtung
eine traversierende Farbauftragsvorrichtung aufweisen, wobei eine
oder mehrere Komponenten der Farbkastenreinigungsvorrichtung an
der traversierenden Farbauftragsvorrichtung zusammen mit dieser
verfahrbar angeordnet sind. Die Farbauftragsvorrichtung kann am Farbkasten
in einer Richtung vorgesehen werden, die im Wesentlichen parallel
zu einer gedachten Kontaktlinie des Farbmessers mit der Duktorwalze
verläuft.
Es sind auf dem Markt von verschiedenen Herstellern verschiedene
traversierende Farbauftragsvorrichtung bekannt, wie z. B. ein Vorrichtung,
die von der Anmelderin unter dem Markennamen ink. line® vertrieben
wird. Derartige traversierende Farbauftragsvorrichtungen können bei
Bedarf entlang des Farbkastens automatisch Farbe nachfüllen, sodass in
jedem Bereich im Farbkasten minimale aber dennoch ausreichende Farbfüllstände gewährleistet
werden. Derartige traversierende Farbauftragsvorrichtung können eine
traversierende, also über
die Breite des Farbkastens verfahrbare Farbkartusche, Füllstandssensoren
und andere Elemente aufweisen. An dem oder den verfahrbaren Elementen
der traversierenden Farbauftragsvorrichtung können Komponenten der Farbkastenreinigungsvorrichtung
angeordnet sein, wie z. B. die Farbkastenrakel und/oder die Waschfluidauftragsvorrichtung
und/oder die Farbkastenwaschanlage (z. B. die Bürstenwalze der Farbkastenwaschanlage)
und/oder Farbabsaugung (insbesondere das schlauchartige Absaugelement der
Farbabsaugung). Die Füllstandssensoren
der Farbauftragsvorrichtung können
derart ausgebildet sein, dass über
die Füllstandssensoren
ein Reinigungserfolg detektiert werden kann, so dass eine Steuerung
durch die Steuervorrichtung der Farbkastenreinigungsvorrichtung
basierend auf detektierten Werten der Füllstandssensoren erfolgen kann.
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Ein
zweiter Aspekt betrifft ein Farbwerk mit einer Duktorwalze und einer
Farbwerksreinigungsvorrichtung gemäß dem vorstehen beschriebenen ersten
Aspekt. Merkmale und Vorteile eines solchen Farbwerks ergeben sich
aus der vorstehenden in Bezug auf den ersten Aspekt erfolgten Beschreibung.
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Ein
dritter Aspekt betrifft eine Druckmaschine mit einem Farbwerk gemäß dem zweiten
Aspekt. Eine solche Druckmaschine kann z. B. eine Offset-Druckmaschine
mit mehrere Druckwerke aufweisen, von denen eines, mehrere oder
alle Druckwerke ein oder mehrere Farbwerke derartige aufweisen können.
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Ein
vierter Aspekt betrifft eine Reinigungsvorrichtung für Walzen
einer Druckmaschine mit einer Farbrakel einer Farbwanne und einem
Farbförderer,
wobei die Farbrakel zum Abrakeln von Farbe von einer Walze der Druckmaschine
derart bereit gestellt wird, dass die Farbrakel an die Walze anstellbar
ist, wobei die Farbwanne zum Auffangen Farbe bereit gestellt wird,
die mittels der Farbrakel abgerakelt wird, und wobei der Farbförderer in
der Farbwanne derart bereit gestellt wird, dass Farbe, die in der
Farbwanne aufgefangen wurde, aus der Farbwanne abtransportiert werden
kann.
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Die
Farbrakel und die Farbwanne können, wie
in Bezug auf die Aspekte 1 bis 3 vorstehend beschrieben als Farbrakelwanne
an einer Farbwerkswalze und/oder als Duktorrakel und Sammelwanne an
einer Duktorwalze und/oder als Folienrakel und Abstreifwanne an
einer Folienwechselvorrichtung bereit gestellt werden. Denkbar ist
ebenfalls die Farbrakel und die Farbwanne an anderen Walzen oder
Elementen der Druckmaschine bereit zu stellen. Die Reinigungsvorrichtung
kann als Bestandteil einer Farbwerksreinigungsvorrichtung gemäß einem
der vorstehenden Aspekte eins bis drei gestaltet sein.
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Die
Farbrakel kann als Bestandteil der Farbwanne ausgeführt sein
oder als separates Bauteil. Als Bestandteil der Farbwanne kann die
Farbrakel z. B. einstückig
mit einem Wandabschnitt der Farbwanne ausgebildet sein oder fest
mit einer Wand der Farbwanne, z. B. durch Verschrauben, Vernieten, Verkleben
oder auf ähnlliche
Weise verbunden sein.
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Der
Farbförderer
kann z. B. eine Waschfluidauftragsvorrichtung aufweisen. Die Waschfluidauftragsvorrichtung
kann z. B. ein Rohr mit mehreren Fluidöffnungen oder Fluiddüsen aufweisen.
Das Rohr kann sich im Wesentlichen über die Breite der Rakelwanne
erstrecken. Die Waschfluidauftragsvorrichtung kann als Bestandteil
der Farbwanne und/oder als eigenständige Baugruppe bereit gestellt
werden. Denkbar ist, ebenfalls, dass die Farbwanne teilweise oder
vollständig
mit Waschfluid befüllt
werden kann. Ferner kann eine gesonderte Absaugeinheit an der Farbwanne
vorgesehen werden, mit der das Waschfluid, z. B. über Absaugöffnung an
der Farbwanne, abgesaugt werden kann. Ein Abführen des Waschfluids kann alternativ/zusätzlich über eine
Farbwannenöffnung
erfolgen, die am tiefsten Punkt der Farbwanne liegt. Bei der Reinigung
der Farbwanne durch die Waschfluidauftragsvorrichtung, kann die
Farbe durch ein unter Druck stehendes Waschfluid abgesprüht werden
und/oder zunächst
angelöst
werden und im gelösten
Zustand aus der Farbwanne gefördert
werden.
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Alternativ
oder zusätzlich
kann der Farbförderer
einen Linearförderer
umfassen, der z. B. in Form eines Kratzförderers mit einem Linearantrieb gestaltet
sein kann. Ferner kann der Linearförderer in Form einer Förderschnecke
oder einer Förderwendel mit
einem Drehantrieb bereit gestellt werden.
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Eine
antreibbare Förderschnecke
oder Förderwendel
kann in dem Farbauffangraum der Farbwanne derart angeordnet sein,
dass über
eine Drehung der Förderschnecke
oder der Förderwendel
in dem Auffangraum aufgefangene Verschmutzungen zu einer mit dem
Auffangraum kommunizierenden Auslassöffnung förderbar sind.
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Der
Begriff Förderwendel
bezeichnet ein im Wesentlichen freitragendes, längliches, im Wesentlichen allgemein
zylindrisches Bauteil, welches einen entlang einer Schraubenlinie
verschraubt angeordneten Verlauf aufweist. Mit dem Begriff Schraubenlinie
wird in der Analysis und Geometrie eine Linie bezeichnet, welche
sich mit konstanter Steigung um den Mantel eines Kreiszylinders
dreht. Dagegen wird in dem vorliegenden Dokument in Bezug auf die
Erfindung mit dem Begriff Schraubenlinie sowohl eine solche Linie
mit konstanter Steigung bezeichnet als auch eine Linie, die keine
konstante Steigung aufweist. Ferner wird mit dem Begriff Schraubenlinie vorliegend
sowohl eine solche Linie bezeichnet, die entlang des Mantels eines
Kreiszylinders verläuft,
als auch solche Linien, die entlang anderer rotationssymmetrischer
Mantellinien verlaufen. Der Begriff ”allgemein zylindrisches Bauteil” bezeichnet
einen geometrischen Körper,
dessen Mantelfläche
im unverschraubten Zustand durch Parallelverschiebung einer Geraden
entlang einer beliebigen geschlossenen Kurve erzeugt wird, also
z. B. einen Draht mit beliebigem Querschnitt. Mit dem Begriff ”freitragend” wird ein
Wendel bezeichnet, der in Art eines Hohlwendels gestaltet ist, also
ohne tragendes Element innerhalb der wendelförmig umlaufenden Windungen des
Wendels. Eine solche Form wird häufig bei
Feder eingesetzt, die in Kugelschreibern verwendet werden.
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Die
Reinigungsvorrichtung mit der Förderwendel
weist den Vorteil auf, dass die Förderwendel nur eine vergleichsweise
kleine Oberfläche
aufweist, an der nur wenig Verschmutzungen anhaften bleiben können. Eine
Förderwendel
kann derart gestaltet sein, dass sie über eine Umdrehung hinweg mit
ihrer gesamten Kontur in die Farbe eintaucht.
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Die Öffnung des
Auffangraums der Farbwanne kann etwas schmaler als der Durchmesser
der Förderwendel
oder der Förderschnecke
gestaltet sein, sodass die durch die enge Öffnung im Auffangraum gehalten
wird.
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Der
Farbförderer
und/oder ein Farbrakelantrieb und/oder die einzelnen diesbezüglich beschriebenen
Komponenten können
in Signalverbindung mit einer Steuervorrichtung stehen, z. B. einer
Steuervorrichtung, wie sie in Bezug auf die anderen Aspekte beschrieben
wurde.
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Die
Reinigungsvorrichtung kann derart gestaltet sein, dass die Reinigung
durch die Farbrakel und/oder die Reinigung der Farbwanne durch den Farbförderer im
Rahmen eines Reinigungsprogramms der Steuervorrichtung in Abhängigkeit
von Steuersignalen der Steuervorrichtung automatisch erfolgt.
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Die
Farbe und die Waschmittel gelangen durch die Reinigungs- und Waschprozesse
in die Rakelwanne. In der Regel verschmutzt die Rakelwanne sehr
stark aufgrund der klebrigenund relativ hochviskosen Konsistenz
der Farbe. Bei einer Farbwanne ohne Farbförderer müsste der Drucker die Farbwanne
von Hand reinigen. Durch einen in der Farbwanne vorgesehenen Farbförderer wird
die Reinigung überflüssig bzw.
die Reinigungsintervalle verlängern
sich erheblich.
-
Ein
fünfter
Aspekt betrifft ein Verfahren zum Reinigen eines Farbkastens eines
Farbwerks einer Druckmaschine umfassend die Schritte
- – Verlagern
des Farbmessers in eine Reinigungsposition und
- – automatisches
Reinigen des Farbkastens.
-
Weitere
Merkmale eines solchen Verfahrens ergeben sich aus den Ausführungen
die vorstehend hinsichtlich der Aspekte eins bis vier gemacht wurden.
-
Kurze Beschreibung der Figuren
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In
den Figuren zeigt
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1 eine
schematische Ansicht einer Druckmaschine mit Druckwerken,
-
2 eine
schematische Ansicht von Teilen eines Druckwerks mit einer ersten
Ausführungsform einer
Farbwerksreinigungsvorrichtung,
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3a eine
schematische Ansicht eines Farbwerks mit einer zweiten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung,
-
3b eine
schematische Ansicht einer Reinigungsvorrichtung mit einem Farbförderer,
-
4 eine
schematische Ansicht eines Farbwerks mit einer dritten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer Folienwechselvorrichtung,
-
5 eine
schematische Ansicht eines Farbwerks mit einer vierten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer Folienwechselvorrichtung,
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6a bis 6c jeweils
eine schematische Ansicht einer fünften Ausführungsform einer Farbwerksreinigungsvorrichtung
in verschiedenen Betriebszuständen,
-
7a bis 7d jeweils
eine schematische Ansicht einer sechsten Ausführungsform einer Farbwerksreinigungsvorrichtung
in verschiedenen Betriebszuständen
und
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8 eine
schematische Ansicht eines Farbwerks mit einer siebten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer verfahrbaren Farbabsaugung.
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Detaillierte Beschreibung
der Figuren
-
Im
Folgenden werden einzelne Ausführungsformen
anhand der Figuren beispielhaft detailliert beschrieben. Dabei weisen
die einzelnen beschriebenen Ausführungsformen
zum Teil Merkmale auf, die nicht zwingend erforderlich sind, um
den beanspruchten Gegenstand auszuführen, die aber in bestimmten
Anwendungsfällen
gewünschte
Eigenschaften bereit stellen. So sollen auch Ausführungsformen
als unter die in dieser Druckschrift beschriebenen technischen Lehre
fallend offenbart angesehen werden, die nicht alle Merkmale der
im Folgenden beschriebenen Ausführungsformen
aufweisen. Ferner werden um unnötige
Wiederholungen zu vermeiden bestimmte Merkmale nur in Bezug auf
einzelne Ausführungsformen
beschrieben. Es wird darauf hingewiesen, dass die einzelnen Ausführungsformen daher
nicht nur für
sich genommen sondern auch in einer Zusammenschau betrachtet werden
sollen. Anhand dieser Zusammenschau wird der Fachmann erkennen,
dass einzelne Ausführungsformen
auch durch Einbeziehung von einzelnen oder mehreren Merkmalen anderer
Ausführungsformen
modifiziert werden können.
Es wird darauf hingewiesen, dass eine systematische Kombination
der einzelnen Ausführungsformen
mit einzelnen oder mehreren Merkmalen, die in Bezug auf andere Ausführungsformen beschrieben
werden, wünschenswert
und sinnvoll sein kann, und daher in Erwägung gezogen und auch als von
der Beschreibung umfasst angesehen werden soll.
-
Hinsichtlich
der verschiedenen Ausführungsformen
werden aus Gründen
der Übersichtlichkeit vergleichbare
Komponenten mit denselben Bezugszeichen bezeichnet. Um Wiederholungen
zu vermeiden werden in Bezug auf unterschiedliche Ausführungsformen
nur die Unterschiede näher
beschrieben, welche zum Verständnis
der technischen Lehre sinnvoll erscheinen.
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1 zeigt
eine schematische Ansicht einer Druckmaschine 10. In der
dargestellten Ausführungsform
ist die Druckmaschine eine Feuchtoffset-Druckmaschine mit drei Druckwerken 11.
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2 zeigt
Teile eines Druckwerks 11, z. B. eines Bogendruckwerks,
einer solchen Druckmaschine 10 mit einer Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung in einer schematischen Ansicht.
-
Das
Druckwerk 11 weist ein Farbwerk 12 auf, über welches
Farbe aus einem Farbkasten 20 auf eine Duktorwalze 15 übertragen
werden kann. Die Farbe wird über
eine Heberwalze 16 von der Duktorwalze 15 auf
mehrere Farbwerkswalzen, von denen drei Farbwerkswalzen stellvertretend
mit dem Bezugszeichen 13 bezeichnet sind, übertragen. Über die
Farbwerkswalzen 13 wird die Farbe letztlich auf einen Druckplattenzylinder
und von diesem auf einen Gummituchzylinder aufgetragen. Bei der
vorliegenden Druckmaschine 10 handelt es sich um eine Bogenoffset-Druckmaschine
für den
Feuchtoffsetdruck, bei der zusätzlich
zum Farbwerk ein Feuchtwerk vorgesehen ist.
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Bei
der dargestellten Ausführungsform
ist eine Farbrakelwanne 14 vorgesehen, die nach Ende eines
Druckvorganges an eine der Farbwerkswalzen 13 angestellt
werden kann. Über
die Farbrakelwanne 14 kann Farbe, die auf den Farbwerkswalzen 13 anhaftet über eine
Rakel der Farbrakelwanne 14 abgerakelt und in der Farbrakelwanne 14 aufgefangen
werden.
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Ferner
ist in der dargestellten Ausführungsform
eine Duktorrakel 32 vorgesehen, die an die Duktorwalze 15 angestellt
werden kann, um auch von der Duktorwalze 15 Farbe abzurakeln,
so dass die Duktorwalze 15 und der Farbkasten 20 getrennt
von den übrigen
Farbwerkswalzen 13 gereinigt werden können. Die abgerakelte Farbe
kann in einer Sammelwanne 31 aufgefangen werden. In der
dargestellten Ausführungsform
ist die Duktorrakel 32 als Bestandteil einer Wand der Sammelwanne 31 ausgeführt, sodass
die Duktorrakel 32 und die Sammelwanne 31 gemeinsam
an die Duktorwalze 15 angestellt werden können. Denkbar
ist ebenfalls, dass die Duktorrakel 32 und die Sammelwanne 31 getrennt
voneinander ausgeführt
werden können.
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Im
dargestellten Zustand des Farbwerks 12 ist das Farbmesser 21 an
die Duktorwalze 15 angestellt, so dass nur ein minimaler
Farbspalt zwischen einer Messerschneide des Farbmessers 21 und
der Duktorwalze 15 vorliegt, der eine feine Dosierung einer
Farbe im Farbkasten auf die Duktorwalze ermöglicht. Dabei kann der Farbspalt
abschnittsweise einstellbar vorgesehen werden. Die Duktorrakel 31 ist
im dargestellten Betriebszustand von der Duktorwalze 15 abgestellt.
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Nach
Ende eines Druckvorganges kann der Reinigungsvorgang eingeleitet
werden.
-
Hierzu
kann das Farbmesser 21 von der Duktorwalze 15 abgestellt
werden. Dies kann manuell erfolgen oder automatisch, wie das z.
B. in Bezug auf die zweite Ausführungsform
noch näher
beschrieben wird.
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Ferner
ist denkbar, dass bei abgestelltem Farbheber der Spalt zwischen
Farbmesser und Duktorwalze im Wesentlichen gleichbleibt oder nur
etwas vergrößert wird,
sodass die restliche Farbe im Farbkasten sukzessive zunächst auf
die Duktorwalze übertragen,
dann mittels der Duktorrakel abgerakelt und dann in der Sammelwanne
gesammelt wird. Ferner kann das Farbmesser mit einer Farbmesserverstellung
derart bereit gestellt werden, dass es relativ zur Duktorwalze derart
bewegt werden kann, dass die Farbmesseroberfläche an der Duktorwalzenoberfläche entlang
gestrichen werden kann, um am Farbmesser anhaftende Farbreste auf
die Duktorwalze abzustreifen, sodass im Wesentlichen die gesamte Farbmesseroberfläche zumindest
grob von Farbresten gereinigt werden kann. Die Grobreinigung kann automatisch
erfolgen.
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Ferner
kann die Duktorrakel 32 an die Duktorwalze 15 und/oder
die Farbrakelwanne 14 an eine der Farbwerkswalzen 13 angestellt
werden. Einer oder mehrere dieser Vorgänge können basierend auf Steuersignalen
einer in 2 nicht dargestellten Steuervorrichtung
automatisch ablaufen, die mit einer der beschriebenen Komponenten
in Signalverbindung steht.
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3a zeigt
eine schematische Ansicht eines Farbwerks 12 gemäß einer
zweiten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung. Dargestellt ist ein Betriebszustand,
in der eine Grobreinigung durchgeführt wird. Dazu ist die Messerschneide 23 des
Farbmessers 21 von der Duktorwalze 15 abgestellt
und somit in eine Reinigungsposition verbracht. Im Farbkasten 20 befindliche
Farbe kann über
den vergrößerten Spalt
zwischen Messerschneide 23 und Duktorwalze 15 rasch
auf die Duktorwalze 15 und von dieser über die Heberwalze 16 auf
die Farbwerkswalzen 13 übertragen
werden. Ferner ist die Farbrakelwanne 14 im dargestellten
Zustand an eine Farbwerkswalze 13 angestellt, so dass die
Farbe im Rahmen einer Grobreinigung abgerakelt werden kann.
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In
der dargestellten zweiten Ausführungsform
ist keine Duktorrakel 32 dargestellt. Die Grobreinigung
kann demnach ausschließlich über die
Farbrakelwanne 14 erfolgen. Denkbar ist ebenfalls, dass auch
bei dieser Ausführungsform
eine Duktorrakel 32 und eine Sammelwanne 31 an
der Duktorwalze 15 bereitgestellt werden, wie das in Bezug
auf 2 beschrieben wurde.
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In 3a ist
ferner eine Farbmesserverstellvorrichtung 24 dargestellt,
die einen Farbmesserantrieb aufweist, der in der dargestellten Ausführungsform
schematisch als Hubkolben dargestellt ist. Der Farbmesserantrieb
ist über
eine Signalverbindung 26 mit einer Steuervorrichtung 25 verbunden. Über die Steuervorrichtung 25 können Steuersignale
an dem Farbmesserantrieb oder andere Komponenten der Farbmesserverstellvorrichtung 24 gesendet
werden, so dass das Abstellen des Farbmessers 21 von der Duktorwalze 15 automatisch
erfolgen kann. In der dargestellten Ausführungsform ist ferner eine
Signalverbindung 26 zur Heberwalze 16 dargestellt.
Da in der dargestellten Ausführungsform
keine Duktorrakel und auch keine andere Farbkastenreinigungsvorrichtung
dargestellt sind, kann der Transport der Farbe aus dem Farbkasten über eine
Ansteuerung der Heberwalze 16 automatisch erfolgen. Ferner
kann eine weitere in dieser Ausführungsform
nicht dargestellte Signalverbindung zur Farbrakelwanne 14 und/oder zu
anderen Komponenten bereitgestellt werden.
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Eine
Steuervorrichtung 25 und entsprechende Signalverbindungen 26 können auch
hinsichtlich der anderen beschriebenen Ausführungsformen in vergleichbarer
Weise vorgesehen werden, ohne dass dies in Bezug auf diese anderen
Ausführungsformen getrennt
beschrieben wird.
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3b zeigt
eine schematische Ansicht einer Reinigungsvorrichtung 70 mit
einem Farbförderer 71.
Die Reinigungsvorrichtung 70 weist ferner eine Farbrakel 72 und
eine Farbwanne 73 auf.
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Der
Farbförderer 71,
ist in der dargestellten schematischen Ansicht als Linearförderer ausgebildet,
der z. B. eine sich in der Farbwanne drehende Förderschnecke aufweisen kann.
Der Linearförderer kann
mit gewundenen Förderelementen,
die eine Steigung aufweisen ausgestaltet sein, so dass über eine
Drehung der Förderelemente
um die Längsachse
des Linearförderers
Farbe in der Farbwanne in Richtung der Längsachse des Linearförderers
transportiert werden kann. Dabei kann die Farbwanne den Linearförderer entlang
dessen Umfangs zumindest teilweise umschließen, so dass die Förderwirkung verbessert
werden kann. Quer zur Längsachse
des Linearförderers
kann die Farbwanne ein Öffnung
aufweisen, die eine lichte Weite aufweist, die geringer als der
Durchmesser des Linearförderers
ist, so dass der Linearförderer
in der Farbwanne gehalten und in Drehrichtung geführt wird.
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Die
Reinigungsvorrichtung 71 ist in 3b in einer
an eine der Farbwerkswalzen 13 angestellten Position dargestellt.
Die Farbrakel und die Farbwanne bilden demnach eine Farbrakelwanne 14,
wie sie vorstehend beschrieben wurde. Eine solche Reinigungsvorrichtung 71 kann
jedoch ebenfalls an einer Duktorwalze und/oder an eine Abdeckfolie
einer Abstreifvorrichtung oder an einer anderen Walze einer Druckmaschine,
von der Verunreinigungen abgerakelt werden sollen, angeordnet werden.
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4 zeigt
eine schematische Ansicht eines Farbwerks 12 mit einer
dritten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer Folienwechselvorrichtung 42.
Auch in 4 wird ein Betriebszustand dargestellt,
in der ein Reinigungsschritt erfolgt.
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Die
Farbrakelwanne 14 ist an eine der Farbwerkswalzen 13 angestellt.
Das Farbmesser 21 ist von der Duktorwalze 15 in
eine Reinigungsposition verbracht. Am Farbmesser 21 ist
eine Folienwechselvorrichtung 42 angeordnet. Eine Abdeckfolie 43 bedeckt
die Messeroberfläche
des Farbmessers 21. Über
die Folienwechselvorrichtung 42 kann die Abdeckfolie 43 weitergetaktet
werden, so dass ein verschmutzter Bereich der Abdeckfolie 43 automatisch durch
einen sauberen Bereich ersetzt werden kann. In der dargestellten
Ausführungsform
erfolgt ein Transport entlang der Messeroberfläche des Farbmessers 21 in
Richtung der Zeichenebene also im Wesentlichen in eine Richtung
parallel zur Messerschneide.
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Über die
Folienwechselvorrichtung 42 kann, wie beschrieben, ein
verschmutzter Bereich der Abdeckfolie 43 gegen einen sauberen
Bereich ausgetauscht werden. Dabei ist denkbar, dass zunächst eine
Grobreinigung die Messeroberfläche
beziehungsweise der Oberfläche
der Abdeckfolie 43 durch ein Abstellen des Farbmessers 21 von
der Duktorwalze 15 erfolgt, also in einer Weise, wie sie
in Bezug auf die erste und die zweite Ausführungsform beschrieben wurde.
Denkbar ist ein Weitertakten der Abdeckfolie 43 auch ohne
das Farbmesser 21 zuvor von der Duktorwalze 15 abzustellen.
In beiden Fällen erfolgt
eine Feinreinigung der Messeroberfläche automatisch durch einen
Austausch der Abdeckfolie 43.
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Bei
einem Weitertakten der Abdeckfolie 43 kann die verschmutzte
Abdeckfolie auf einer Schmutzfolienrolle aufgerollt werden, wie
das nachfolgend in Bezug auf weitere Ausführungsformen beschrieben wird.
Wenn in diesem Fall die Abdeckfolie 43, z. B. durch eine
oben beschriebene Methode bereits grob gereinigt wurde, kann die
Abdeckfolie 43 aufgrund der geringen Verschmutzung einfach
weitertransportiert beziehungsweise aufgewickelt werden. Alternativ
zu der beschriebenen Grobreinigung kann auch eine getrennte Farbabstreifvorrichtung zum
Abstreifen von Farbe von der Abdeckfolie 43 bereitgestellt
werden, wie das ebenfalls im Folgenden noch beschrieben wird.
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Denkbar
ist ebenfalls, dass die Abdeckfolie bei einer solchen Folienwechselvorrichtung 42 als Endlosfolie
bereitgestellt wird. In diesem Fall könnte ein verschmutzter Bereich
der Abdeckfolie 43 durch einen sauberen Bereich der Abdeckfolie 43 ausgetauscht
werden. Der verschmutzte Bereich der Abdeckfolie 43 könnte dann
z. B. nach einer Umrüstung der
Druckmaschine 10 im laufenden Druckbetrieb automatisch
oder manuell feingereinigt werden. Nach Beendigung des nächsten Druckbetriebs
kann der gereinigte und somit wieder sauberer Bereich der Abdeckfolie 43 erneut
zurücktransportiert
werden, so dass der zuvor sauberere und nunmehr verschmutzte Bereich
durch den nunmehr sauberen Bereich ausgetauscht wird.
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5 zeigt
eine schematische Ansicht eines Farbwerks 12 mit einer
vierten Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer Folienwechselvorrichtung 42.
Die Folienwechselvorrichtung 42 ermöglicht in der dargestellten
Ausführungsform
einen Transport der Abdeckfolie 43 in eine Richtung quer
zur Messerschneide, die in der 5 durch einen
Pfeil angedeutet ist. Dabei wird die Abdeckfolie 43 von
einer Sauberfolienrolle 44 abgerollt, an der Farbmesseroberfläche vorbeigeführt und
anschließend
auf eine Schmutzfolienrolle 45 aufgerollt. In der dargestellten
Ausführungsform
ist das Farbmesser 21 in eine Reinigungsposition verbracht.
Denkbar ist, dass das Farbmesser 21 zusammen mit der Folienwechselvorrichtung 42 zwischen
einer Farbauftragsposition und der Reinigungsposition verlagert
wird. Denkbar ist ebenfalls, dass die Sauberfolienrolle 44 und/oder
die Schmutzfolienrolle 45 in ihrer dargestellten Position
verbleiben und nur das Farbmesser 21 zwischen der Farbauftragsposition
und der Reinigungsposition verlagert wird.
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6a bis 6c zeigen
eine schematische Ansicht einer fünften Ausführungsform einer Farbwerksreinigungsvorrichtung
in verschiedenen Betriebszuständen.
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6a zeigt
die Vorrichtung in einer Farbauftragsposition. Das Farbmesser 21 ist
an die Duktorwalze 15 angestellt. An dem Farbmesser 21 ist eine
Folienwechselvorrichtung 42 mit einer Sauberfolienrolle 44 und
einer Schmutzfolienrolle 45 bereitgestellt, über die
die Abdeckfolie 43 im Bereich der Farbmesseroberfläche ausgetauscht
werden kann.
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Eine
Duktorrakel 32, die als Bestandteil einer Sammelwanne 31 ausgeführt ist,
ist unterhalb der Duktorwalze 15 von der Duktorwalze 15 abgestellt angeordnet.
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Oberhalb
der Duktorwalze 15 ist eine Traverse 52 angeordnet,
die sich im Wesentlichen über
die gesamte Breite der Duktorwalze 15 erstreckt. An der Traverse 52 ist
eine traversierende Farbkartusche 51 angeordnet, die entlang
der Traverse verfahren werden kann. An einer solchen traversierenden
Farbauftragsvorrichtung 50 können Füllstandssensoren angeordnet
sein, die in der schematischen Ansicht nicht gesondert dargestellt
sind. Über
die Füllstandssensoren
kann ein Füllstand
der Farbe 17 im Farbkasten 20 detektiert werden
und bei Bedarf automatisch Farbe 17 nachgefüllt werden.
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An
der Farbauftragsvorrichtung 50 ist eine Farbkastenwaschanlage 41 angeordnet.
In der dargestellten Ausführungsform
weist die Farbkastenwaschanlage 41 eine Bürstenwalze
auf, die zusammen mit der Farbkartusche 51 entlang der
Traverse 52 verfahren werden kann. Denkbar ist ebenfalls,
dass eine solche Farbkastenwaschanlage 41 derart angeordnet
ist, dass sie unabhängig
von der Farbkartusche 51 entlang der Breite der Duktorwalze
verfahren werden kann.
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In
der dargestellten Ausführungsform
ist die Farbkastenwaschanlage 41 derart gestaltet, dass
die in der Höhe
verstellt werden kann, also in Richtung des Farbmessers 21 zugestellt
oder von diesem wegbewegt werden kann. In 6a ist
die Farbkastenwaschanlage 41 in einer Ruheposition dargestellt.
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In 6b ist
die Anordnung aus 6a in einer ersten Reinigungsposition
dargestellt, in der eine Grobreinigung des Farbkastens erfolgen
kann. Dabei ist das Farbmesser 21 von der Duktorwalze 15 abgestellt,
so dass ein Spalt zwischen der Messerschneide und der Duktorwalze 15 vergrößert ist. Über den vergrößerten Spalt
kann eine dickere Farbschicht auf die Duktorwalze übertragen
werden, so dass die restliche Farbmenge zügig vom Farbmesser abgeführt werden
kann. Die Duktorrakel 32 ist in dieser ersten Reinigungsposition
an die Duktorwalze 15 angestellt, so dass die Farbschicht
von der Duktorwalze 15 abgerakelt werden kann und in der
Sammelwanne 31 gesammelt werden kann. Ein Abtransport der
Farbe 17 über
die Heberwalze 16 ist in dieser Ausführungsform daher nicht erforderlich,
wenn auch optional möglich.
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In
der Sammelwanne 31 kann ein Linearförderer vorgesehen werden, der
in der dargestellten schematischen Ansicht nicht gezeigt ist. Über den
Linearförderer
kann die in der Sammelwanne 31 gesammelte Farbe 17 in
Richtung einer Auslassöffnung der
Sammelwanne 31 gefördert
werden. Die Farbe 17 kann dann über die Auslassöffnung ablaufen
oder abgesaugt werden.
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In 6c ist
die Anordnung in einer zweiten Reinigungsposition dargestellt. In
dieser zweiten Reinigungsposition ist das Farbmesser 21 zusammen mit
der Folienwechselvorrichtung 42 in eine Position verschwenkt,
die einen Zugang der Farbkastenwaschanlage 41 ermöglicht.
Die Bürstenwalze
der Farbkastenwaschanlage ist in eine untere Position verfahren
worden, in der sie in reinigenden Kontakt mit der Abdeckfolie 43 steht.
In dieser Position kann die Bürstenwalze
z. B. zusammen mit der Farbkartusche 51 in Längsrichtung
des Farbmessers 21, also in einer Richtung parallel zur
Messerschneide des Farbmessers 21 verfahren werden, so
dass die Oberfläche
des Farbmessers 21 durch die Bürstenwalze gereinigt werden
kann. Ein Reinigungserfolg kann z. B. über die Füllstandssensoren der Farbauftragsvorrichtung 50 erfolgen
und der Reinigungsschritt kann basierend auf derartig ermittelten
Daten gesteuert werden.
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Die
Länge der
Bürstenwalze
entspricht in der dargestellten Ausführungsform im Wesentlichen
der Tiefe des Farbmessers 21, so dass die gesamte Oberfläche des
Farbmessers 21 gereinigt werden kann. Denkbar ist ebenfalls
eine Gestaltung der Farbkastenreinigungsvorrichtung, bei der nur
ein Teilbereich des Farbmessers 21 gereinigt werden kann und/oder
weitere Komponenten des Farbkastens, die im Betriebszustand mit
Farbe verschmutzt werden können.
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Ferner
ist in 6c eine Abstreifwanne 48 mit
einer Folienrakel 47 dargestellt, über die Farbe von der Abdeckfolie 43 abgestriffen
werden kann. Auch in der Abstreifwanne 48 kann, wie bereits
in Bezug auf die Sammelwanne 31 beschrieben wurde, ein
Linearförderer
und eine Auslassöffnung
vorgesehen werden.
-
Schließlich ist
in 6c eine getrennte Duktorwalzenwaschanlage 30 dargestellt,
die in der dargestellten Ausführungsform
als Tuchwaschanlage ausgeführt
ist. In der in 6c dargestellten Betriebsart
ist bereits eine Grobreinigung der Duktorwalze 15 mittels
der Duktorrakel 32 erfolgt. In diesem Betriebszustand erfolgt
nunmehr eine Feinreinigung der Duktorwalze 15 durch die
Tuchwaschanlage.
-
Wie
sich aus der erfolgten Beschreibung ergibt, sind in Bezug auf die
dargestellte Ausführungsform
mehrere mögliche
Arten einer Reinigung der Farbmesseroberfläche möglich. Zum einen wurde eine
Grobreinigung über
eine Rotation der Duktorwalze 15, zum anderen eine Reinigung über eine
traversierende Farbkastenreinigungsvorrichtung und schließlich eine
Reinigung über
ein Weitertakten der Abdeckfolie 43 und ein Abstreifen
der Farbe 17 über einen
Folienrakel 47. Denkbar ist ebenfalls, dass nur eine der
beschriebenen Reinigungsarten zum Einsatz kommt oder eine beliebige
Kombination zweier der Reinigungsarten oder weiterer Reinigungsarten. Denkbar
ist z. B. ebenfalls, dass alternativ oder zusätzlich zu der Bürstenwalze
der Farbkastenwaschanlage 41 eine nicht dargestellte, verführbare Farbkastenrakel
vorgesehen wird, welche entlang des Farbmessers 21 oder
andere Bestandteile des Farbkastens 20 verfahren werden
kann, um dabei Farbe von der Oberfläche des Farbmessers 21 abzustreifen.
Weiterhin kann eine traversierende Farbabsaugung vorgesehen werden.
Denkbar ist ebenfalls, dass bei einem Reinigungsschritt über eine
Waschfluidauftragsvorrichtung ein Waschfluid aufgetragen wird, welche
die Farbe zunächst
anlöst
oder aufweicht. Anschließend
kann die angelöste
oder aufgeweichte Farbe über
die Farbabsaugung abgesaugt werden und/oder über eine Öffnung im Farbkasten 20 ablaufen.
Ferner ist denkbar, dass die beschriebene Farbkastenwaschanlage 41 an
einem Farbkasten ohne Folienwechselvorrichtung 42 eingesetzt
wird. Beliebige der beschriebenen Vorrichtungen und Verfahrensschritte
können
kombiniert werden.
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7a bis 7d zeigen
eine schematische Ansicht einer sechsten Ausführungsform einer Farbwerksreinigungsvorrichtung
in verschiedenen Betriebszuständen.
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In 7a ist
ein Betriebszustand dargestellt, der im Wesentlichen dem Betriebszustand
aus 6a entspricht. In der dargestellten Ausführungsform
weist das Farbmesser 21 eine Farbmesserverstellvorrichtung 24 auf, über die
das Farbmesser 21 derart verschwenkt und/oder gedreht werden
kann, dass das Farbmesser 21 entlang der verschiedenen Positionen,
die in den 7a bis 7c dargestellt sind,
verfahren werden kann. Ferner kann die Farbmesserverstellvorrichtung 64 derart
gestaltet sein, dass das Farbmesser 21 auch in die in 7d gezeigte
Position verbracht werden kann.
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7b und 7c zeigen
das Farbmesser 21 in einer Reinigungsposition, in der das
Farbmesser 21 an der Duktorwalze 15 abgestriffen
werden kann, so dass eine Grobreinigung eines Teils oder der gesamten
Oberfläche
des Farbmessers 21 erfolgen kann. In der Reinigungsposition
ist, wie bereits in Bezug auf die anderen Ausführungsformen beschrieben wurde,
die Duktorrakel 32 an die Duktorwalze 15 angestellt.
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In 7d wird
eine zweite Reinigungsposition dargestellt, in der zusätzlich eine Farbkastenreinigungsvorrichtung 40 dargestellt
ist. Die Farbkastenreinigungsvorrichtung 40 weist in der
dargestellten Ausführungsform
eine Farbkastenwaschanlage 41 und eine Duktorwalzenwaschanlage 30 auf.
Die Farbkastenwaschanlage 41 ist in dieser Ausführungsform
als traversierende Bürstenwaschanlage ausgeführt, während die
Duktorwalzenwaschanlage 30 als Tuchwaschanlage ausgebildet
ist. Die Tuchwaschanlage kann sich über die gesamte Breite der Duktorwalze 15 erstrecken,
so dass nur die Farbkastenwaschanlage 41 als traversierende
Farbkastenwaschanlage 41 ausgeführt ist Denkbar ist ebenfalls, dass
die Duktorwalzenwaschanlage 30 ebenfalls als Bürstenwaschanlage
ausgebildet ist und/oder dass sich die Duktorwalzenwaschanlage 30 nur über einen
Teil der Duktorlänge
erstreckt und als traversierende Duktorwalzenwaschanlage 30 ausgebildet
ist. Ferner ist denkbar, dass die Farbkastenwaschanlage 41 in
Form einer sich im Wesentlichen über
die Länge der
Duktorwalze 15 erstreckende Bürstenwalze ausgebildet ist,
die in einer Richtung quer zur Messerschneide verfahren werden kann.
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8 zeigt
eine schematische Ansicht des Farbwerks 12 mit einer siebten
Ausführungsform
einer Farbwerksreinigungsvorrichtung mit einer verfahrbaren Farbabsaugung 60.
-
Der
in 8 dargestellte Betriebszustand entspricht im Wesentlichen
dem in 6a dargestellten Betriebszustand.
Die Farbkartusche 51 der traversierenden Farbauftragsvorrichtung,
die auch in dieser Ausführungsform
vorgesehen ist, kann gemäß dieser
Ausführungsform
in der Höhe
verfahren werden. An der Farbkartusche 51 sind Komponenten
der Farbabsaugung 60 angeflanscht, die zusammen mit der
Farbkartusche entlang des Farbmessers 21 verfahren werden
können
und in der Höhe
verstellbar sind. Denkbar ist ebenfalls, dass die Farbabsaugung 60 einen
oder mehrere getrennte Antriebe aufweist, mit der die Farbabsaugöffnung 61 entlang
des Farbmessers in Richtung der Messerschneide und/oder quer zur
Messerschneide und/oder in der Höhe
verfahrbar bereit gestellt wird.
-
Die
Farbabsaugöffnung 61 kann
somit durch eine Verstellung der Höhe in Richtung der Oberfläche des
Farbmessers 21 zugestellt werden, bis die Farbe 17 über die
Farbabsaugöffnung 61 abgesaugt
werden kann.
-
Dabei
kann die Farbabsaugung 60 derart gestaltet sein, dass die
Farbabsaugöffnung 61 in
den Spalt zwischen Duktorwalze 15 und Farbmesser 21 bis
annähernd
zur Messerschneide vorgeschoben werden kann.
-
Zusätzlich zur
Farbabsaugöffnung 61 kann eine
Rakel bereitgestellt werden, die zusammen oder getrennt mit der
Farbabsaugöffnung 61 verfahren werden
kann. Ebenfalls ist denkbar, dass die verfahrbare Rakel als Hohlrakel
bereitgestellt wird, so dass die Farbabsaugöffnung 61 als Bestandteil
der Hohlrakel ausgeführt
werden kann.
-
- 10
- Druckmaschine
- 11
- Druckwerk
- 12
- Farbwerk
- 13
- Farbwerkswalze
- 14
- Farbrakelwanne
- 15
- Duktorwalze
- 16
- Heberwalze
- 17
- Farbe
- 20
- Farbkasten
- 21
- Farbmesser
- 23
- Messerschneide
- 24
- Farbmesserverstellvorrichtung
- 25
- Steuervorrichtung
- 26
- Signalverbindung
- 30
- Duktorwalzenwaschanlage
- 31
- Sammelwanne
- 32
- Duktorrakel
- 40
- Farbkastenreinigungsvorrichtung
- 41
- Farbkastenwaschanlage
- 42
- Folienwechselvorrichtung
- 43
- Abdeckfolie
- 44
- Sauberfolienrolle
- 45
- Schmutzfolienrolle
- 46
- Farbabstreifvorrichtung
zum Abstreifen der Abdeckfolie
- 47
- Folienrakel
- 48
- Abstreifwanne
- 50
- Farbauftragsvorrichtung
- 51
- Farbkartusche
- 52
- Traverse
- 60
- Farbabsaugung
- 61
- Farbabsaugöffnung
- 70
- Reinigungsvorrichtung
- 71
- Farbförderer
- 72
- Farbrakel
- 73
- Farbwanne