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Die
vorliegende Erfindung betrifft flüssigkristalline Medien
welche Selenverbindungen enthalten und diese Medien enthaltende
Flüssig kristallanzeigen, speziell Anzeigen, die durch
eine Aktivmatrix adressiert werden und insbesondere Anzeigen des
Typs Twisted Nematic (TN), In Plane Switching (IPS) oder Fringe Field
Switching (FFS).
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Flüssigkristallanzeigen
(Liquid Crystal Displays – LCDs) werden in vielen Bereichen
genutzt, um Informationen anzuzeigen. LCDs werden sowohl für
Direktsichtanzeigen als auch für Anzeigen des Projektionstyps verwendet.
Als elektrooptische Modi werden beispielsweise Twisted Nematic (TN),
Super Twisted Nematic (STN), Optically Compensated Bend (OCB) und
Electrically Controlled Birefringence (ECB) zusammen mit ihren verschiedenen
Modifikationen sowie andere verwendet. Alle diese Modi nutzen ein
elektrisches Feld, das im Wesentlichen rechtwinklig zu den Substraten
beziehungsweise zur Flüssigkristallschicht verläuft.
Neben diesen Modi gibt es auch elektrooptische Modi, die ein elektrisches
Feld nutzen, das im Wesentlichen parallel zu den Substraten beziehungsweise
der Flüssigkristallschicht verläuft, wie etwa
der In-Plane Switching (IPS) Modus (wie z. B. in
DE 40 00 451 und
EP 0 588 568 offenbart) und im Fringe
Field Switching (FFS) Modus, in dem ein starkes so genanntes „fringe
field” vorliegt, also ein starkes elektrisches Feld nahe
am Rand der Elektroden und in der gesamten Zelle ein elektrisches
Feld, welches sowohl eine starke vertikale Komponente als auch eine
starke horizontale Komponente aufweist. Vor allem diese beiden letzteren
elektrooptischen Modi werden für LCDs in modernen Tischmonitoren
verwendet und sind für die Nutzung in Anzeigen für
Fernseher und Multimedia-Anwendungen vorgesehen.
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Vorzugsweise
werden die Anzeigen gemäß der vorliegenden Erfindung
durch eine Aktivmatrix (active matrix LCDs, kurz AMDs), bevorzugt
durch eine Matrix aus Dünnschichttransistoren (TFTs), adressiert.
Die erfindungsgemäßen Flüssigkristalle
können jedoch in vorteilhafter Weise auch in Anzeigen mit
anderen bekannten Adressierungsmitteln verwendet werden.
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Die
Flüssigkristalle gemäß der vorliegenden
Erfindung werden vorzugsweise als nematische Flüssigkristalle
in den genannten Displaytypen eingesetzt. Sie eignen sich besonders
für verdrillt nematische Anzeigemodi, insbesondere TN (z.
B. TN-TFT).
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Es
besteht ein erheblicher Bedarf an flüssigkristallinen Medien
mit geeigneten Eigenschaften für praktische Anwendungen,
wie einem breiten nematischen Phasenbereich, geeigneter optischer
Anisotropie Δn entsprechend dem verwendeten Anzeigetyp,
einem hohen Δε und speziell geringen Viskositäten
für besonders kurze Schaltzeiten.
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Polyselenophenverbindungen
und Selenophenverbindungen enthaltende Copolymere werden vornehmlich
als organische Halbleitermaterialien oder als elektrisch leitende
Polymere verwendet (z. B.
WO 2006/094645 A1 ,
WO 2005/111045 A1 ).
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Flüssigkristalline
Verbindungen mit Selenopheneinheiten für die Verwendung
als Komponenten in Flüssigkristallmedien sind bisher kaum
bekannt.
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Lediglich
eine Gruppe ferroelektrischer Materialien wird in der Druckschrift
WO 2005/019156 A2 beschrieben.
Die beschriebenen Materialen besitzen ausschließlich smektische
Phasen (SmA, SmC*, etc.) und konkrete Selenophenverbindungen werden
nicht offenbart.
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Eine
Selenophenverbindung der folgenden Formel wurde von
A. J.
Seed et al. (Mol. Cryst. Liq. Cryst. 1997, 299, 19–25)
offenbart:
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Sie
besitzt ausschließlich smektische, vornehmlich antiferroelektrische
Phasen.
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Ein
Selenophen-Bromid als synthetisches Zwischenprodukt wird in der
EP 1792613 A2 offenbart:
worin X eine Gruppe CH oder
N bedeutet.
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Mangels
geeigneter nematischer Selenophen-Verbindungen werden bisher auch
keine flüssigkristallinen Medien mit solchen offenbart.
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Überraschenderweise
wurde nun gefunden, dass mit Hilfe bestimmter Selenophenderivate
flüssigkristalline Medien mit einem geeignet hohen Δε,
einem geeigneten Phasenbereich und Δn verwirklicht werden können,
welche die Nachteile der Materialien des Standes der Technik nicht
oder zumindest nur in erheblich geringerem Maße aufweisen.
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Diese
flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung enthalten eine oder mehrere Verbindungen
der Formel I
worin
R
11 und R
12 unabhängig
voneinander Alkyl, Alkoxy, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy
mit 1 bis 7 C-Atomen, Alkenyl, Alkenyloxy, Alkoxyalkyl oder fluoriertes
Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen und vorzugsweise Alkyl oder Alkenyl
bedeuten,
A
11 k 0 oder
1, und
A
12 und A
13 unabhängig
voneinander
bedeuten.
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Die
erfindungsgemäßen flüssigkristallinen
Medien sind bevorzugt nematisch. Die Medien weisen eine geringe
Rotationsviskosität bei gleichzeitig hohen Klärpunkten
auf. Die Schwellenspannungen sind relativ gering. Die optische Anisotropie
und die dielektrische Anisotropie lassen sich im gewünschten
Bereich, je nach Anwendung, einstellen. Durch die gute Löslichkeit
der verwendeten Komponenten ergibt sich außerdem eine gute
Tieftemperaturbeständigkeit der Medien.
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Vorzugsweise
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung zusätzlich eine oder mehrere Verbindungen
ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln
II und III
worin
R
2 und R
3 unabhängig
voneinander Alkyl, Alkoxy, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy
mit 1 bis 7 C-Atomen, Alkenyl, Alkenyloxy, Alkoxyalkyl oder fluoriertes
Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen und vorzugsweise R
2 und
R
3 Alkyl oder Alkenyl,
bei jedem Erscheinen unabhängig
voneinander
L
21, L
22, L
31 und L
32 unabhängig
voneinander H oder F, vorzugsweise L
21 und/oder
L
31 F,
X
2 und
X
3 unabhängig voneinander Halogen,
halogeniertes Alkyl oder Alkoxy mit 1 bis 3 C-Atomen oder halogeniertes
Alkenyl oder Alkenyloxy mit 2 oder 3 C-Atomen, vorzugsweise F, Cl,
-OCF
3 oder -CF
3,
ganz bevorzugt F, Cl oder -OCF
3,
Z
3 -CH
2CH
2-,
-CF
2CF
2-, -COO-,
trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF-, -CH
2O- oder
eine Einfachbindung, vorzugsweise -CH
2CH
2-, -COO-, trans- -CH=CH- oder eine Einfachbindung
und ganz bevorzugt -COO-, trans- -CH=CH- oder eine Einfachbindung
und
m und n unabhängig voneinander 0, 1, 2 oder 3,
m
bevorzugt 1, 2 oder 3 und
n bevorzugt 0, 1 oder 2 und besonders
bevorzugt 1 oder 2,
bedeuten.
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Vorzugsweise
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung zusätzlich eine oder mehrere Verbindungen
der Formel IV
worin
R
41 und R
42 unabhängig
voneinander die oben unter Formel II für R
2 angegebene
Bedeutung besitzen, vorzugsweise R
41 Alkyl
und R
42 Alkyl oder Alkoxy oder R
41 Alkenyl und R
42 Alkyl,
bei jedem Erscheinen unabhängig
voneinander
vorzugsweise eines oder mehrere
von
Z
41 und
Z
42 unabhängig voneinander und
bei zweifachem Auftreten von Z
41 auch diese
unabhängig voneinander -CH
2CH
2-, -COO-, trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF-,
-CH
2O-, -CF
2O-,
-C≡C- oder eine Einfachbindung, vorzugsweise eines oder
mehrere von ihnen eine Einfachbindung und
p 0, 1 oder 2, vorzugsweise
0 oder 1,
bedeutet.
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Die
Verbindungen der Formel I sind dielektrisch neutral oder moderat
dielektrisch positiv. Sie besitzen vorzugsweise eine dielektrische
Anisotropie im Bereich von 0 bis 6.
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Die
Verbindungen der Formel IV sind bevorzugt dielektrisch neutrale
Verbindungen, vorzugsweise mit einer dielektrischen Anisotropie
im Bereich von –1,5 bis 3.
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Die
Verbindungen der Formeln II und III sind bevorzugt dielektrisch
positive Verbindungen, vorzugsweise mit einer dielektrischen Anisotropie
von mehr als 3.
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Bevorzugt
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Anmeldung insgesamt 1 bis 30%, besonders bevorzugt
5 bis 25%, an Verbindungen der Formel I.
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Die
flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung sind vorzugsweise nematisch oder überwiegend
nematisch, d. h. sie besitzen vorzugsweise eine nematische Phase
die sich von unterhalb des Klärpunktes bis zu 20°C,
besonders bevorzugt bis zu 0°C erstreckt. In vielen Fällen
erstreckt sich der Anwendungsbereich noch hin zu deutlich tieferen
Temperaturen (z. B. –20°C) bis smektische Phasen,
Kristallisation etc. auftreten.
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Die
einzelnen Verbindungen der Formel I und gegebenenfalls der Verbindungen
II und/oder III werden vorzugsweise in einer Konzentration von 1
bis 25%, besonders bevorzugt von 1 bis 15% eingesetzt. Diese Grenzen
gelten insbesondere wenn jeweils zwei oder mehr homologe Verbindungen,
also Verbindungen der gleichen Formel, eingesetzt werden. Wird von
den Verbindungen einer Formel nur eine einzelne Substanz, also nur
ein Homologes, eingesetzt so liegt dessen Konzentration, je nach
Löslichkeit, im Bereich von 2 bis 30%, bevorzugt von 3
bis 20%.
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Die
Verbindungen der Formel I werden nach an sich bekannten Methoden
dargestellt, wie sie in der Literatur (z. B. in den Standardwerken
wie Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie, Georg-Thieme-Verlag,
Stuttgart) beschrieben sind und zwar unter Reaktionsbedingungen,
die für die genannten Umsetzungen bekannt und geeignet
sind. Dabei kann man auch von an sich bekannten, hier nicht näher
erwähnten Varianten Gebrauch machen. Die Verbindungen der
Formel I können folgenderweise hergestellt werden (Schema
1):
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Typisch
ist ein Herstellungsverfahren, das einen Verfahrensschritt umfasst,
worin eine 2-Brom- oder 2-Iodselenophen-Verbindung mit einer Arylboronsäure
oder einem Arylboronsäureester gekuppelt wird (Schema 1).
Diese Möglichkeit eröffnet sich für 2-Haloselenophen
oder für in der 5-Position zusätzlich mit einem
variablen Rest substituierten 2-Haloselenophen.
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Schema
1. Herstellung von Verbindungen der Formel I mittels einer Suzuki-Kupplung.
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Im
ersteren Fall kann die 5-Position der Selenopheneinheit in einem
nachgelagerten Schritt weiter funktionalisiert werden, indem man
mit einer starken Base deprotoniert bzw. metalliert und mit geeigneten Elektrophilen
umsetzt. Auf diese Weise gelingt beispielsweise eine Alkylierung
der Position durch Zugabe von Butyllithium gefolgt von Methyliodid.
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Anstelle
eines Alkylierungsmittels kann beispielsweise auch N-Formylmorpholin
oder N-Formylpiperidin zugesetzt werden, um einen Aldehyd zu erzeugen.
Die Aldehydfunktion ist Ausgangspunkt für eine weitere CC-Verknüpfungsreaktion
durch eine Wittig-Reaktion. So erhält man Alkenketten,
die wahlweise zu Alkylketten hydriert werden können.
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Die
Herstellung der Verbindungen der Formel I wird zusätzlich
in den Beispielen mit weiteren Details beschrieben. Die Herstellung
von Boronsäuren und Boronestern mit unterschiedlich substituierten
Benzolresten gemäß Schema 1 ist dem Fachmann von
anderen Flüssigkristallverbindungen bekannt.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung enthalten
die erfindungsgemäßen Medien eine oder mehrere
Verbindungen der Formel I ausgewählt aus den Verbindungen
der Unterformel IA
worin
R
11 und R
12 unabhängig
voneinander Alkyl, Alkoxy, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy
mit 1 bis 7 C-Atomen, Alkenyl, Alkenyloxy, Alkoxyalkyl oder fluoriertes
Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen und vorzugsweise Alkyl oder Alkenyl
bedeuten,
A
1 bedeutet,
k
0 oder 1 bedeutet,
L
11, L
12,
L
13 und L
14 H oder
F bedeuten, wobei eine oder zwei nicht benachbarte Gruppen, bevorzugt
eine der Gruppen L
11 L
12 L
13 und L
14, F bedeuten,
die anderen H, und
L
15 H oder F bedeutet.
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Bevorzugt
bedeutet in der Formel IA eine der Gruppen L11 und
L12 F.
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In
den Formeln I bzw. IA bedeuten unabhängig voneinander bevorzugt
R
1, R
2 Methyl, Ethyl,
n-Propyl oder n-Butyl, sowie ferner -CH=CH
2,
-CH=CH-CH
3, -(CH
2)
2-CH=CH
2 oder -(CH
2)
2-CH=CH-CH
3,
R
1 n-Propyl,
R
2 Methyl oder n-Propyl,
L
11 F,
und bevorzugt gleichzeitig L
12-14 H,
A
12 1,4-Phenylen,
A
13 k 0,
A
11 1,4-Cyclohexylen,
und
A
12 1,4-Phenylen,
sowie Kombinationen
von zwei oder mehreren dieser Werte.
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In
einer besonders bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung enthalten die erfindungsgemäßen Medien
jeweils eine oder mehrere Verbindungen der Formel I ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln I-1 bis I-14, bevorzugt
der Formel I-1 oder I-2:
worin
R
11 und R
12 die
oben unter Formel I angegebene Bedeutungen besitzen.
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Vorzugsweise
enthalten die Medien gemäß der vorliegenden Erfindung
zusätzlich zu den Verbindungen ausgewählt aus
der Gruppe der Verbindungen der Formel I, bzw. deren bevorzugter
Unterformeln, eine oder mehrere dielektrisch positive Verbindungen
mit einer dielektrischen Anisotropie von mehr als 3, ausgewählt
aus der Gruppe der Formeln II und III.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln II-1 bis II-4, bevorzugt der Formeln II-1 und/oder II-2
und/oder III-1 und/oder III-2:
worin
die
Parameter die jeweiligen oben unter Formel II angegebenen Bedeutungen
besitzen und
L
23 und L
24 unabhängig
voneinander H oder F, bevorzugt L
23 F, bedeuten,
X
2 in den Formeln II-1 und II-4 bevorzugt
F oder OCF
3, besonders bevorzugt F, bedeutet,
und
in Formel II-3 vorzugsweise
worin
die Parameter die unter Formel III gegeben Bedeutung haben.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Medien
gemäß der vorliegenden Erfindung alternativ oder
zusätzlich zu den Verbindungen der Formeln III-1 und/oder
III-2 eine oder mehrere Verbindungen der Formel III-3
worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und die Parameter L
31 und L
32 unabhängig
voneinander und von den anderen Parametern H oder F bedeuten.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln II-1 bis II-4, worin L21 und
L22 und/oder L23 und
L24 beide F bedeuten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die Medien
eine oder mehrere Verbindungen, die ausgewählt sind aus
der Gruppe der Verbindungen der Formeln II-2 und II-4, worin L21, L22, L23 und L24 alle F bedeuten.
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Vorzugsweise
enthalten die Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel II-1.
Vorzugsweise sind die Verbindungen der Formel II-1 ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln II-1a bis II-1e
worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und L
23 bis L
26 unabhängig
voneinander und von den anderen Parametern H oder F bedeuten und
vorzugsweise
in den Formeln II-1a und II-1b
L
21 und
L
22 beide F bedeuten,
in den Formeln
II-1c und II-1d
L
21 und L
22 beide
F und/oder L
23 und L
24 beide
F bedeuten und
in Formel II-1e
L
21,
L
22 und L
25 F bedeuten
und jeweils die anderen Parameter die jeweiligen oben gegebenen
Bedeutungen haben.
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Speziell
bevorzugte Verbindungen der Formel II-1 sind
worin
R
2 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel II-2,
die bevorzugt ausgewählt sind aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln II-2a bis II-2j
worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und L
25 bis L
28 unabhängig
voneinander H oder F, bevorzugt L
27 und
L
28 beide H, besonders bevorzugt L
26 H bedeuten und die anderen Parameter die
jeweiligen oben gegebenen Bedeutungen haben.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln II-2a bis II-2j, worin L29 und
L22 beide F und/oder L23 und
L24 beide F bedeuten und die anderen Parameter
die jeweiligen oben gegebenen Bedeutungen haben.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen
Medien eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der
Gruppe der Verbindungen der Formeln II-2a bis II-2j, worin L21, L22, L23 und L24 alle F
bedeuten und die anderen Parameter die jeweiligen oben gegebenen
Bedeutungen haben.
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Speziell
bevorzugte Verbindungen der Formel II-2 sind die Verbindungen der
folgenden Formeln
worin
R
2 und X
2 die oben
angegebenen Bedeutungen besitzen und X
2 bevorzugt
F.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel II-3, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln II-3a bis II-3c
worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und L
21 und L
22 vorzugsweise beide
F bedeuten.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen
Medien eine oder mehrere Verbindungen der Forme II-4, bevorzugt
der Formel II-4a
worin
die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben und X
2 bevorzugt
F oder OCF
3, besonders bevorzugt F, bedeutet.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-1, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-1a und III-1b
worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und die Parameter L
33 und L
34 unabhängig
voneinander und von den anderen Parametern H oder F bedeuten.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-1a, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-1a-1 bis III-1a-6
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-1b, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-1b-1 bis III-1b-4,
vorzugsweise der Formel III-1b-4
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2a bis III-2j
worin
die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben und bevorzugt worin
die Parameter die jeweiligen oben angegebenen Bedeutungen besitzen
und die Parameter L
33, L
34,
L
35 und L
36 unabhängig
voneinander und von den anderen Parametern H oder F bedeuten.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2a, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2a-1 bis III-2a-5
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2b, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2b-1 und III-2b-2,
vorzugsweise der Formel III-2b-2
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2c, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2c-1 bis III-2c-5
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln III-2d und III-2e, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2d-1 und III-2e-1
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2f, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2f-1 bis III-2f-5
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2g, vorzugsweise ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2g-1 bis III-2g-5
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2h, bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2h-1 bis III-2h-3,
bevorzugt der Formel III-2h-3
worin
die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben und bevorzugt X
3 F bedeutet.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2i, bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2i-1 und III-2i-2,
bevorzugt der Formel III-2i-2
worin
die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben und bevorzugt X
3 F bedeutet.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen der Formel III-2j, bevorzugt ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Formeln III-2j-1 und III-2j-2,
bevorzugt der Formel III-2j-1
worin
die Parameter die oben gegebene Bedeutung haben.
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Alternativ
oder zusätzlich zu den Verbindungen der Formeln III-1 und/oder
III-2 können die Medien gemäß der vorliegenden
Erfindung eine oder mehrere Verbindungen der Formel III-3 enthalten
worin
die Parameter die jeweiligen oben unter Formel III angegebenen Bedeutungen
besitzen.
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Diese
Verbindungen sind vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
der Formeln III-3a und III-3b
worin
R
3 die oben angegebene Bedeutung besitzt.
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Vorzugsweise
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung eine dielektrisch neutrale Komponente, Komponente
C. Diese Komponente weist eine dielektrische Anisotropie im Bereich
von –1,5 bis 3 auf. Vorzugsweise enthält sie dielektrisch
neutrale Verbindungen mit einer dielektrischen Anisotropie im Bereich
von –1,5 bis 3, stärker bevorzugt besteht sie überwiegend,
noch stärker bevorzugt besteht sie im Wesentlichen und
speziell bevorzugt besteht sie vollständig daraus. Vorzugsweise
enthält diese Komponente eine oder mehrere Verbindungen der
Formeln I und/oder IV (= IV-1 bis IV-6) und/oder V, wie im Folgenden
angegeben.
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Vorzugsweise
enthält die dielektrisch neutrale Komponente, Komponente
C, eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe
der Verbindungen der Formeln IV-1 bis IV-6
worin
R
41 und R
42 die
jeweiligen oben unter Formel IV angegebenen Bedeutungen besitzen
und in den Formeln IV-1, IV-5 und IV-6 R
41 vorzugsweise
Alkyl oder Alkenyl, vorzugsweise Alkenyl, und R
42 vorzugsweise
Alkyl oder Alkenyl, vorzugsweise Alkyl bedeutet, in Formel IV-2
R
41 und R
42 vorzugsweise
Alkyl bedeuten und in Formel IV-4 R
41 vorzugsweise
Alkyl oder Alkenyl, stärker bevorzugt Alkyl, und R
42 vorzugsweise Alkyl oder Alkoxy, stärker
bevorzugt Alkoxy bedeutet.
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Vorzugsweise
enthält die dielektrisch neutrale Komponente, Komponente
C, eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe
der Verbindungen der Formeln IV-1, IV-4, IV-5 und IV-6, vorzugsweise eine
oder mehrere Verbindungen der Formel IV-1 und eine oder mehrere
Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Formeln IV-4
und IV-5, stärker bevorzugt jeweils eine oder mehrere Verbindungen
der Formeln IV-1, IV-4 und IV-5 und ganz bevorzugt jeweils eine
oder mehrere Verbindungen Formeln IV-1, IV-4, IV-5 und IV-6.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden
Erfindung, bei der es sich um dieselbe wie die vorhergehende oder
um eine andere handeln kann, enthalten die Flüssigkristallmischungen
gemäß der vorliegenden Erfindung die Komponente
C, die Verbindungen der Formeln I und der Formel IV ausgewählt aus
der Gruppe der Verbindungen der Formeln IV-1 bis IV-6 wie oben gezeigt
und gegebenenfalls der Formeln IV-7 bis IV-13 enthält,
vorzugsweise überwiegend daraus besteht und ganz bevorzugt
vollständig daraus besteht:
worin
R
41 und R
42 unabhängig
voneinander Alkyl, Alkoxy, fluoriertes Alkyl oder fluoriertes Alkoxy
mit 1 bis 7 C-Atomen, Alkenyl, Alkenyloxy, Alkoxyalkyl oder fluoriertes
Alkenyl mit 2 bis 7 C-Atomen bedeuten und
L
4 H
oder F bedeutet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen
Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel IV-8, stärker
bevorzugt ausgewählt aus ihren jeweiligen Unterformeln
der Formel CPP-3-2, CPP-5-2 und CGP-3-2, stärker bevorzugt
der Formel CPP-3-2 und/oder CGP-3-2 und ganz besonders bevorzugt
der Formel CPP-3-2. Die Definitionen dieser Abkürzungen
(Akronyme) sind unten in Tabelle D angegeben, bzw. aus den Tabellen
A bis C zu ersehen.
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Vorzugsweise
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung eine oder mehrere Verbindungen der Formel
V
worin
R
51 und R
52 unabhängig
voneinander die oben unter Formel II für R
2 angegebene
Bedeutung besitzen, vorzugsweise R
51 Alkyl
und R
52 Alkyl oder Alkenyl bedeutet,
bedeuten,
vorzugsweise
einer oder mehrere von
Z
51 und
Z
52 unabhängig voneinander und
bei zweifachem Auftreten von Z
51 auch diese
unabhängig voneinander -CH
2CH
2-, -COO-, trans- -CH=CH-, trans- -CF=CF-,
-CH
2O-, -CF
2O- oder
eine Einfachbindung bedeuten, vorzugs weise eines oder mehrere von
ihnen eine Einfachbindung bedeutet/bedeuten, und
r 0, 1 oder
2, vorzugsweise 0 oder 1, besonders bevorzugt 1,
bedeutet.
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Die
Verbindungen der Formel V sind bevorzugt dielektrisch neutrale Verbindungen
mit einer dielektrischen Anisotropie im Bereich von –1,5
bis 3.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln V-1 und V-2
worin
R
51 und R
52 die
jeweiligen oben unter Formel V angegebenen Bedeutungen besitzen
und R
51 vorzugsweise Alkyl bedeutet und
in Formel V-1 R
52 vorzugsweise Alkenyl,
vorzugsweise–(CH
2)
2-CH=CH-CH
3, und in Formel V-2 R
52 vorzugsweise
Alkyl oder Alkenyl, als Alkenyl vorzugsweise -(CH
2)
2-CH=CH
2 oder -(CH
2)
2-CH=CH-CH
3, bedeutet.
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Vorzugsweise
enthalten die erfindungsgemäßen Medien eine oder
mehrere Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen
der Formeln V-1 und V-2, worin R51 vorzugsweise
n-Alkyl bedeutet und in Formel V-1 R52 vorzugsweise
Alkenyl und in Formel V-2 R52 vorzugsweise
n-Alkyl bedeutet.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen
Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel V-1, stärker
bevorzugt ihrer Unterformel PP-n-2Vm, noch stärker bevorzugt
der Formel PP-1-2V1. Die Definitionen dieser Abkürzungen
(Akronyme) sind unten in Tabelle D angegeben, bzw. aus den Tabellen
A bis C zu ersehen.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform enthalten die erfindungsgemäßen
Medien eine oder mehrere Verbindungen der Formel V-2, stärker
bevorzugt ihrer Unterformeln PGP-n-m, PGP-n-2V und PGP-n-2Vm, noch
stärker bevorzugt ihrer Unterformeln PGP-3-m, PGP-n-2V
und PGP-n-V1, ganz bevorzugt ausgewählt aus den Formeln
PGP-3-2, PGP-3-3, PGP-3-4, PGP-3-5, PGP-1-2V, PGP-2-2V und PGP-3-2V.
Die Definitionen dieser Abkürzungen (Akronyme) sind ebenfalls
unten in Tabelle D angegeben, bzw. aus den Tabellen A bis C zu ersehen.
-
Vorzugsweise
enthalten die flüssigkristallinen Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung eine oder mehrere Verbindungen der Formel
I und eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt aus der
Gruppe der Verbindungen der Formeln II bis V. Besonders bevorzugt
bestehen sie überwiegend, noch stärker bevorzugt
bestehen sie im Wesentlichen und ganz bevorzugt bestehen sie vollständig
daraus.
-
In
dieser Anmeldung bedeutet „enthalten” im Zusammenhang
mit Zusammensetzungen, dass die betreffende Entität, d.
h. das Medium oder die Komponente, die angegebene Komponente oder
Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält,
vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration von 10% oder mehr und
ganz bevorzugt von 20% oder mehr.
-
„Überwiegend
bestehen aus” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die
betreffende Entität 55% oder mehr, vorzugsweise 60% oder
mehr und ganz bevorzugt 70% oder mehr der angegebenen Komponente oder
Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
-
„Im
Wesentlichen bestehen aus” bedeutet in diesem Zusammenhang,
dass die betreffende Entität 80% oder mehr, vorzugsweise
90% oder mehr und ganz bevorzugt 95% oder mehr der angegebenen Komponente
oder Komponenten oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
-
„Nahezu
vollständig bestehen aus”, bzw. „vollständig
bestehen aus” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass die
betreffende Entität 98% oder mehr, vorzugsweise 99% oder
mehr und ganz bevorzugt 100,0% der angegebenen Komponente oder Komponenten
oder Verbindung oder Verbindungen enthält.
-
Auch
andere mesogene Verbindungen, die oben nicht explizit genannt sind,
können gegebenenfalls und in vorteilhafter Weise in den
Medien gemäß der vorliegenden Erfindung verwendet
werden. Solche Verbindungen sind dem Fachmann bekannt.
-
Die
Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden
Erfindung weisen bevorzugt einen Klärpunkt von 65°C
oder mehr, stärker bevorzugt von 70°C oder mehr
und besonders bevorzugt von 75°C oder mehr auf.
-
Vorzugsweise
erstreckt sich die nematische Phase der erfindungsgemäßen
Medien mindestens von 0°C oder weniger bis 70°C
oder mehr, stärker bevorzugt mindestens von –20°C
oder weniger bis 75°C oder mehr, ganz bevorzugt mindestens
von –30°C oder weniger bis 75°C oder
mehr und insbesondere mindestens von –40°C oder
weniger bis 80°C oder mehr.
-
Das Δε des
Flüssigkristallmediums gemäß der Erfindung
bei 1 kHz und 20°C beträgt vorzugsweise 2 oder
mehr, stärker bevorzugt 4 oder mehr und ganz bevorzugt
6 oder mehr. Insbesondere beträgt Δε 20
oder weniger. Das Medium ist daher bevorzugt dielektrisch positiv.
Das Δn der Flüssigkristallmedien gemäß der
vorliegenden Erfindung liegt bei 589 nm (NaD)
und 20°C vorzugsweise im Bereich von 0,07 oder mehr, stärker bevorzugt
im Bereich von 0,09 oder mehr und noch stärker bevorzugt
im Bereich von 0,11 oder mehr.
-
Gemäß der
vorliegenden Erfindung werden die Verbindungen der Formel I zusammen
vorzugsweise in den Medien in einer Gesamtkonzentration von 1% bis
30%, stärker bevorzugt von 1% bis 25%, stärker
bevorzugt von 2% bis 20% und ganz bevorzugt von 3% bis 15% der Gesamtmischung
verwendet.
-
Die
Verbindungen ausgewählt aus der Gruppe der Formeln II und
III werden vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration von 2% bis
60%, stärker bevorzugt von 3% bis 35%, noch stärker
bevorzugt von 4% bis 20% und ganz bevorzugt von 5% bis 15% der Gesamtmischung
verwendet.
-
Die
Verbindungen der Formel IV werden vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration
von 5% bis 70%, stärker bevorzugt von 20% bis 65%, noch
stärker bevorzugt von 30% bis 60% und ganz bevorzugt von
40% bis 55% der Gesamtmischung verwendet.
-
Die
Verbindungen der Formel V werden vorzugsweise in einer Gesamtkonzentration
von 0% bis 30%, stärker bevorzugt von 0% bis 15% und ganz
bevorzugt von 1% bis 10% der Gesamtmischung verwendet.
-
Die
Verbindungen der Formeln I und V zusammen werden vorzugsweise in
einer Gesamtkonzentration von bis zu 30% der Gesamtmischung verwendet.
-
Gegebenenfalls
können die erfindungsgemäßen Medien weitere
Flüssigkristallverbindungen enthalten, um die physikalischen
Eigenschaften einzustellen. Solche Verbindungen sind dem Fachmann
bekannt. Ihre Konzentration in den Medien gemäß der
vorliegenden Erfindung beträgt vorzugsweise 0% bis 30%,
stärker bevorzugt 0,1% bis 20% und ganz bevorzugt 1% bis
15%.
-
Die
Konzentration der Verbindung der Formel CC-3-V in den erfindungsgemäßen
die Medien kann in einer bevorzugten Ausführungsform 50%
bis 65% betragen, besonders bevorzugt 55% bis 60%.
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Die
Flüssigkristallmedien enthalten vorzugsweise insgesamt
50% bis 100%, stärker bevorzugt 70% bis 100% und ganz bevorzugt
80% bis 100% und insbesondere 90% bis 100% der Verbindungen der
Formeln I bis V, vorzugsweise ausgewählt aus der Gruppe
der Verbindungen der Formeln der Formeln I bis IV, besonders bevorzugt
der Formeln I, II, und IV. Vorzugsweise bestehen sie überwiegend
daraus und ganz bevorzugt bestehen sie nahezu vollständig
daraus. In einer bevorzugten Ausführungsform enthalten
die Flüssigkristallmedien jeweils eine oder mehrere Verbindungen
von jeder dieser Formeln.
-
In
der vorliegenden Anmeldung beschreibt der Ausdruck dielektrisch
positiv Verbindungen oder Komponenten mit Δε > 3,0, dielektrisch
neutral mit –1,5 ≤ Δε ≤ 3,0
und dielektrisch negativ mit Δε < –1,5. Δε wird bei
einer Frequenz von 1 kHz und 20°C bestimmt. Die dielektrische
Anisotropie der jeweiligen Verbindung wird aus den Ergebnissen einer
Lösung von 10% der jeweiligen einzelnen Verbindung in einer
nematischen Host-Mischung bestimmt. Wenn die Löslichkeit
der jeweiligen Verbindung in der Host-Mischung weniger als 10% beträgt,
wird die Konzentration auf 5% reduziert. Die Kapazitäten
der Testmischungen werden sowohl in einer Zelle mit homöotroper
als auch mit homogener Orientierung bestimmt. Die Schichtdicke beträgt
bei beiden Zelltypen ca. 20 μm. Die angelegte Spannung
ist eine Rechteckwelle mit einer Frequenz von 1 kHz und einem Effektivwert
von typischerweise 0,5 V bis 1,0 V, wird jedoch stets so ausgewählt,
dass sie unterhalb der kapazitiven Schwelle für die jeweilige
Testmischung liegt.
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Δε ist
als (ε|| – ε⊥) definiert, während εDroschn. (ε|| – 2ε⊥)/3 ist.
-
Als
Host-Mischung wird für dielektrisch positive Verbindungen
die Mischung ZLI-4792 und für dielektrisch neutrale sowie
für dielektrisch negative Verbindungen die Mischung ZLI-3086
verwendet, beide von Merck KGaA, Deutschland. Die absoluten Dielektrizitätskonstanten
der Verbindungen werden aus der Änderung der jeweiligen
Werte der Host-Mischung bei Zugabe der interessierenden Verbindungen
bestimmt. Die Werte werden auf eine Konzentration der interessierenden
Verbindungen von 100% extrapoliert.
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Komponenten,
die bei der Messtemperatur von 20°C eine nematische Phase
aufweisen, werden als solche gemessen, alle anderen werden wie Verbindungen
behandelt.
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Der
Ausdruck Schwellenspannung bezeichnet in der vorliegenden Anmeldung
die optische Schwelle und ist für 10% relativen Kontrast
(V10) angegeben, der Ausdruck Sättigungsspannung
bezeichnet die optische Sättigung und ist für
90% relativen Kontrast (V90) angegeben,
in beiden Fällen, soweit nicht ausdrücklich etwas anderes
angegeben ist. Die kapazitive Schwellenspannung (V0),
auch Freedericksz-Schwelle VFr genannt,
wird nur verwendet, wenn dies ausdrücklich genannt ist
Die in dieser Anmeldung angegebenen Parameterbereiche schließen
sämtlich die Grenzwerte ein, wenn nicht ausdrücklich
etwas anderes angegeben ist.
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Die
unterschiedlichen für verschiedene Bereiche von Eigenschaften
angegebenen oberen und unteren Grenzwerte ergeben in Kombination
miteinander zusätzliche bevorzugte Bereiche.
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In
der gesamten Anmeldung gelten, wenn nicht ausdrücklich
anders angegeben, die folgenden Bedingungen und Definitionen. Alle
Konzentrationen sind in Massenprozent angegeben und beziehen sich
jeweils auf die Gesamtmischung, alle Temperaturen und alle Temperaturunterschiede
sind in Grad Celsius bzw. Differenzgrad angegeben. Alle physikalischen
Eigenschaften werden nach „Merck Liquid Crystals,
Physical Properties of Liquid Crystals", Stand Nov. 1997,
Merck KGaA, Deutschland, bestimmt und sind für
eine Temperatur von 20°C aufgeführt, wenn nicht
ausdrücklich anders angegeben. Die optische Anisotropie
(Δn) wird bei einer Wellenlänge von 589,3 nm bestimmt.
Die dielektrische Anisotropie (Δε) wird bei einer
Frequenz von 1 kHz bestimmt. Die Schwellenspannungen sowie alle
anderen elektrooptischen Eigenschaften werden mit bei Merck KGaA,
Deutschland, hergestellten Testzellen bestimmt. Die Testzellen für
die Bestimmung von Δε besitzen eine Schichtdicke
von circa 20 μm. Bei der Elektrode handelt es sich um eine
kreisförmige ITO-Elektrode mit einer Fläche von
1,13 cm2 und einem Schutzring. Die Aus richtungsschichten
sind SE-1211 von Nissan Chemicals, Japan, für homöotrope
Ausrichtung (ε||) und Polyimid
AL-1054 von Japan Synthetic Rubber, Japan, für homogene
Ausrichtung (ε⊥). Die
Bestimmung der Kapazitäten erfolgt mit einem Frequenzgang-Analysegerät Solatron
1260 unter Verwendung einer Sinuswelle mit einer Spannung von 0,3
V. Als Licht wird bei den elektrooptischen Messungen weißes
Licht verwendet. Dabei wird ein Aufbau mit einem im Handel erhältlichen
Gerät DMS der Fa. Autronic-Melchers, Germany verwendet.
Die charakteristischen Spannungen wurden unter senkrechter Beobachtung
bestimmt. Die Schwellenspannung (V10), Mittgrauspannung
(V50) und Sättigungsspannung (V90) wurden für 10%, 50% bzw. 90%
relativen Kontrast bestimmt. Die Ausschaltzeit toff bezeichnet die
Zeit nach dem Abschalten der Spannung bis zur Zunahme der Lichtintensität,
die durch eine elektrooptische Drehzelle mit gekreuzten Polarisatoren
transmittiert wird, auf 90% des Endwerts.
-
Die
Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden
Erfindung können weitere Zusatzstoffe und chirale Dotierstoffe
in den üblichen Konzentrationen beinhalten. Die Gesamtkonzentration
dieser weiteren Bestandteile liegt im Bereich von 0% bis 10%, vorzugsweise
0,1% bis 6%, bezogen auf die Gesamtmischung. Die Konzentrationen
der einzelnen verwendeten Verbindungen liegen vorzugsweise jeweils
im Bereich von 0,1% bis 3%. Die Konzentration dieser und ähnlicher
Zusatzstoffe wird bei der Angabe der Werte und Konzentrationsbereiche
der Flüssigkristallkomponenten und -verbindungen der Flüssigkristallmedien
in dieser Anmeldung nicht berücksichtigt.
-
Die
erfindungsgemäßen Flüssigkristallmedien
bestehen aus mehreren Verbindungen, vorzugsweise aus 3 bis 30, stärker
bevorzugt aus 4 bis 20 und ganz bevorzugt aus 4 bis 16 Verbindungen.
Diese Verbindungen werden auf herkömmliche Weise gemischt.
In der Regel wird die gewünschte Menge der in der geringeren Menge
verwendeten Verbindung in der in der größeren
Menge verwendeten Verbindung gelöst. Liegt die Temperatur über
dem Klärpunkt der in der höheren Konzentration
verwendeten Verbindung, ist die Vervollständigung des Lösungsvorgangs
besonders leicht zu beobachten. Es ist jedoch auch möglich,
die Medien auf anderen üblichen Wegen, beispielsweise unter
Verwendung von so genannten Vormischungen, bei denen es sich z.
B. um homologe oder eutektische Mischungen von Verbindungen handeln
kann, oder unter Verwendung von so genannten „Multi-Bottle”-Systemen,
deren Bestandteile selbst gebrauchsfertige Mischungen sind, herzustellen.
-
Durch
Zugabe geeigneter Zusatzstoffe können die Flüssigkristallmedien
gemäß der vorliegenden Erfindung so modifiziert
werden, dass sie in allen bekannten Arten von Flüssigkristallanzeigen
verwendbar sind, entweder durch Verwendung der Flüssigkristallmedien
als solcher, wie TN-, TN-AMD, ECB-AMD, VAN-AMD, IPS-AMD, FFS-AMD
LCDs oder in Verbundsystemen, wie PDLC, NCAP, PN LCDs und speziell
in ASM-PA LCDs.
-
Alle
Temperaturen, wie z. B. der Schmelzpunkt T(K, N) bzw. T(K, S), der Übergang
von der smektischen (S) zur nematischen (N) Phase T(S, N) und der
Klärpunkt T(N, I) der Flüssigkristalle sind in
Grad Celsius angegeben. Alle Temperaturdifferenzen sind in Differenzgraden
angegeben.
-
In
der vorliegenden Erfindung und insbesondere in den folgenden Beispielen
sind die Strukturen der mesogenen Verbindungen durch Abkürzungen
angegeben, die auch als Akronyme bezeichnet werden. In diesen Akronymen
sind die chemischen Formeln unter Verwendung der folgenden Tabellen
A bis C wie folgt abgekürzt. Alle Gruppen C
nH
2n+1, C
mH
2m+1 und C
lH
2l+1 bzw. C
nH
2n-1, C
mH
2m-1 und C
lH
2l-1 bedeuten geradkettiges Alkyl bzw. Alkenyl,
vorzugsweise 1-E-Alkenyl, jeweils mit n, m bzw. l C-Atomen. In der
Tabelle A werden die für die Ringelemente der Kernstrukturen
der Verbindungen verwendeten Codes aufgeführt, während
in der Tabelle B die Verknüpfungsgruppen gezeigt sind.
Tabelle C gibt die Bedeutungen der Codes für die Endgruppen
der linken bzw. rechten Seite. In Tabelle D sind Beispielstrukturen
von Verbindungen mit ihren jeweiligen Abkürzungen zusammengestellt.
Die Akronyme werden zusammengesetzt aus den Codes für die
Ringelemente mit optionalen Verknüpfungsgruppen gefolgt
einen Bindestrich und den Codes für die linke Endgruppe,
einem weiteren Bindestrich und den Codes für die rechte
Endgruppe (vgl. Tabelle D). Tabelle
A: Ringelemente
Tabelle
B: Verknüpfungsgruppen
| E | -CH2CH2- | Z | -CO-O- |
| V | -CH=CH- | ZI | -O-CO- |
| X | -CF=CH- | O | -CH2-O- |
| XI | -CH=CF- | OI | -O-CH2- |
| B | -CF=CF- | Q | -CF2-O- |
| T | -C≡C- | QI | -O-CF2- |
| W | -CF2CF2- | T | -C≡C- |
Tabelle
C: Endgruppen
| Linke Seite | Rechte Seite |
| | | Verwendung allein | |
| -n- | CnH2n+1- | -n | --CnH2n+1 |
| -nO- | CnH2n+1-O- | -nO | -O-CnH2n+1 |
| -V- | CH2=CH- | -V | -CH=CH2 |
| -nV- | CnH2n+1-CH=CH- | -nV | -CnH2n-CH=CH2 |
| -Vn- | CH2=CH-CnH2n+1- | -Vn | -CH=CH-CnH2n+1 |
| -nVm- | CnH2n+1-CH=CH-CmH2m- | -nVm | -CnH2n-CH=CH-CmH2m+1 |
| -N- | N≡C- | -N | -C≡N |
| -S- | S=C=N- | -S | -N=C=S |
| -F- | F- | -F | -F |
| -CL- | Cl- | -CL | -Cl |
| -M- | CFH2- | -M | -CFH2 |
| -D- | CF2H- | -D | -CF2H |
| -T- | CF3- | -T | -CF3 |
| -MO- | CFH2O- | -OM | -OCFH2 |
| -DO- | CF2HO- | -OD | -OCF2H |
| -TO- | CF3O- | -OT | -OCF3 |
| -OXF- | CF2=CH-O- | -OXF | -O-CH=CF2 |
| -A- | H-C≡C- | -A | -C≡C-H |
| -nA- | CnH2n+1-C≡C- | -An | -C≡C-CnH2n+1 |
| -NA- | N≡C-C≡C- | -AN | -C≡C-C≡N |
Verwendung
in Kombination mit weiteren
| -...A...- | -C≡C- | -...A... | -C≡C- |
| -...V...- | CH=CH- | -...V... | -CH=CH- |
| -...Z...- | -CO-O- | -...Z... | -CO-O- |
| -...ZI...- | -O-CO- | -...ZI... | -O-CO- |
| -...K...- | -CO- | -...K... | -CO- |
| -...W...- | -CF=CF- | -...W... | -CF=CF- |
worin n und m jeweils ganze Zahlen bedeuten und
die drei Punkte „...” Platzhalter für
andere Abkürzungen aus dieser Tabelle sind.
-
In
der folgenden Tabelle werden Beispielstrukturen zusammen mit ihren
jeweiligen Abkürzungen angegeben. Diese werden gezeigt,
um die Bedeutung der Regeln für die Abkürzungen
zu demonstrieren. Weiterhin stellen sie Verbindungen dar, die vorzugsweise
verwendet werden.
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Tabelle
D: Beispielstrukturen
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-
-
-
-
-
-
-
-
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-
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In
der folgenden Tabelle, Tabelle E, sind Beispielverbindungen zusammengestellt,
die in den mesogenen Medien gemäß der vorliegenden
Erfindung als Stabilisator verwendet werden können.
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-
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
enthalten die mesogenen Medien eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Tabelle E.
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In
der folgenden Tabelle, Tabelle F, sind Beispielverbindungen zusammengestellt,
die in den mesogenen Medien gemäß der vorliegenden
Erfindung vorzugsweise als chirale Dotierstoffe verwendet werden
können.
-
-
-
-
In
einer bevorzugten Ausführungsform der vorliegenden Erfindung
enthalten die mesogenen Medien eine oder mehrere Verbindungen ausgewählt
aus der Gruppe der Verbindungen der Tabelle F.
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Vorzugsweise
enthalten die mesogenen Medien gemäß der vorliegenden
Anmeldung zwei oder mehr, vorzugsweise vier oder mehr, Verbindungen
ausgewählt aus der Gruppe bestehend aus den Verbindungen
der obigen Tabellen.
-
Die
Flüssigkristallmedien gemäß der vorliegenden
Erfindung enthalten vorzugsweise
- – sieben
oder mehr, vorzugsweise acht oder mehr Verbindungen, vorzugsweise
Verbindungen mit drei oder mehr, vorzugsweise vier oder mehr unterschiedlichen
Formeln, ausgewählt aus der Gruppe der Verbindungen der
Tabelle D.
-
Beispiele
-
Die
folgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung,
ohne sie in irgendeiner Weise zu beschränken.
-
Beispiel
1: 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-5-propyl-selenophen (PGSe-3-3)
-
1.1
Herstellung von 2-Formylselenophen
-
30,0
g (0,23 mol) Selenophen werden in 300 ml Diethylether vorgelegt,
und 142 ml (0,23 mol, 15% Lsg. in Hexan) n-BuLi werden zügig
zudosiert. Die Mischung wird 1 h zum Rückfluss erhitzt
und anschließend auf 0°C abgekühlt. 31,3
g (0,27 mol) N-Formylmorpholin werden zugegeben, und die Mischung
wird 1 h bei dieser Temperatur gerührt. Der Ansatz wird
auf Raumtemperatur (RT) erwärmt und 19 h gerührt.
250 ml Wasser werden zugegeben, und die Mischung wird mit 2 N Salzsäure
sauer gestellt. Die organische Phase wird abgetrennt, und die wässrige
Phase wird mit Diethylether extrahiert. Die vereinigten organischen
Phasen werden mehrfach mit Wasser gewaschen und mit Natriumsulfat
getrocknet. Die Lösungsmittel werden unter vermindertem
Druck entfernt, und das auf diese Weise erhaltene Rohprodukt wird
direkt für die folgende Umsetzung verwendet.
-
1.2
Herstellung von 2-Propenylselenophen
-
100,5
g (0,27 mol) Ethyltriphenylphosphoniumbromid werden in 300 ml THF
bei 0°C vorgelegt, und 29,8 g (0,26 mmol) Kalium-tert-butylat
werden gelöst in 100 ml THF zugegeben. Nach 1 h werden
32,8 g (ca. 0,21 mol) rohes 2-Formylselenophen in 80 ml THF zugegeben,
und der Ansatz wird 17 h bei RT gerührt. Die Mischung wird
mit Wasser und 2 N Salzsäure versetzt, und der Ansatz wird
mit Methyl-tert-butylether (MTBE) extrahiert. Die wässrige
Phase wird mit Diethylether extrahiert, und die vereinigten organischen
Phasen werden mit ges. Natriumchloridlsg. gewaschen und mit Natriumsulfat
getrocknet. Die Lösung wird konzentriert, und der Rückstand
wird mit n-Heptan versetzt. Unlösliche Bestandteile werden
abfiltriert, und das Filtrat wird vollständig konzentriert.
Der Rückstand wird säulenchromatographisch (SiO2, n-Heptan) gereinigt. 2-Propenylselenophen
wird als gelbliche Flüssigkeit erhalten.
-
1.3
Herstellung von 2-Propylselenophen
-
22,3
g (0,13 mol) 2-Propenylselenophen werden in 200 ml Ethylacetat,
in Gegenwart von Pd/C (5% Pd) bei Normaldruck und RT hydriert. Die
Reaktionslösung wird filtriert und vollständig
konzentriert. Das auf diese Weise erhaltene Rohprodukt wird direkt
für die folgende Umsetzung verwendet.
-
1.4
Herstellung von 2-Brom-5-propylselenophen
-
24,3
g (ca. 0,97 mol) rohes 2-Propylselenophen werden in 100 ml Diethylether
vorgelegt, und 64,5 ml (0,10 mol, 15% Lsg. in Hexan) n-BuLi werden
zügig zudosiert. Die Mischung wird 1 h zum Rückfluß erhitzt
und anschließend auf –70°C abgekühlt.
16,5 g (0,10 mol) Brom werden zugegeben, und der Ansatz wird 1 h
bei 0°C und 3 h bei RT gerührt. Die Mischung wird
zu halbkonz. Natiumhydrogensulfitlsg. gegeben, und die organische
Phase wurde abgetrennt. Die wässrige Phase wird mit MTBE
extrahiert, und die vereinigten organischen Phasen werden mit ges.
Natriumchloridlsg. gewaschen. Die Lösung wird mit Natriumsulfat
getrocknet und vollständig konzentriert. Der Rückstand
wird durch Destillation im Vakuum gereinigt.
-
1.5
Herstellung von 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-5-propyl-selenophen
-
Eine
Mischung aus 2,0 g (7,33 mmol) 2-Bromselenophen (Reinheit 92%),
51 mg (0,07 mmol) Bis-(triphenylphosphin)-palladium(II)-chlorid,
10 ☐l (0,2 mmol) Hydrazinhydrat (80%) und 5 ml (5,0 mmol)
wässriger Natriummetaboratlsg. (1 M) wird auf 60°C
erhitzt. Eine Lsg. von 2,11 g (8,1 mmol) 3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl-boronsäure
in 6 ml THF wird langsam zudosiert, und der Ansatz wird 3 h bei
dieser Temperatur gerührt. Nach dem Abkühlen wird
mit n-Heptan verdünnt, und die organische Phase wird abgetrennt.
Die wässrige Phase wird mit n-Heptan extrahiert, und die
vereinigten organischen Phasen werden mit Natriumsulfat getrocknet. Die
Lösung wird aufkonzentriert, und der anfallende Niederschlag
wird abfiltriert. Der Rückstand wird säulenchromatographisch
(SiO
2, n-Heptan) gereinigt. Die weitere
Reinigung erfolgt durch Umkristallisation aus n-Heptan und aus Ethanol.
- K 89 SmA 104 N 147
I
- Δε =2,5
- Δn = 0,291
- γ1 = 127 mPa·s
- 1H-NMR (300 MHz, CHCl3): δ =
7,61-7,56 (m, 1H, HSeleno.), 7,51 (d, 2H,
J = 8,3 Hz, Harom.), 7,48 (d, 1H, J = 3,9 Hz,
HSeleno.), 7,38-7,36 (m, 1H, Harom.),
7,33 (dd, 1H, J = 5,7 Hz, J = 1,4 Hz, Harom.),
7,27-7,23 (m, 2H, J = 8,4 Hz, Harom.), 6,97-6,95
(m, 1H, 3-H), 2,88 (t, 2H, J = 7,2 Hz, CH2CH2CH3.), 2,63 (t,
2H, J = 7,7 Hz, CH2CH2CH3.), 1,80-1,61 (m, 4H, 2 × CH2CH2CH3),
1,02 (t, 3H, J = 7,3 Hz, CH2CH2CH3), 0,97 (t, 3H, J = 7,4 Hz, CH2CH2CH3).
- 19F-NMR (282 MHz, CHCl3): δ = –114,6
(dd, 1F, J = 13,3 Hz, J = 8,3 Hz)
- MS (EI): m/z (%) = 385 (69, M+), 356
(100, [M+1 – Et]+).
-
Beispiel
2: 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-5-methyl-selenophen (PGSe-3-1)
-
2.1
Herstellung von 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-selenophen
-
Eine
Mischung aus 15,0 g (71,5 mmol) 2-Bromselenophen, 471 mg (0,67 mmol)
Bis-(triphenylphosphin)-palladium(II)-chlorid, 84 mg (1,34 mmol)
Hydrazinhydrat (80%) und 50 ml (50,0 mmol) wässriger Natriummetaboratlsg.
(1 M) wird auf 60°C erhitzt. Eine Lsg. von 19,1 g (74,0
mmol) 3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl-boronsäure in 70
ml THF wird langsam zudosiert, und der Ansatz wird 3 h bei dieser
Temperatur gerührt. Nach dem Abkühlen wird mit
n-Heptan verdünnt, und die organische Phase wird abgetrennt.
Die wässrige Phase wird mit n-Heptan extrahiert, und die
vereinigten organischen Phasen werden mit Natriumsulfat getrocknet.
Die Lösung wird aufkonzentriert, und der anfallende Niederschlag
wird abfiltriert. Der Rückstand wird säulenchromatographisch
(SiO2, Toluol) gereinigt.
-
2.2
Herstellung von 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-5-methylselenophen
-
3,5
ml (20,6 mmol) TMP werden bei –20°C in THF vorgelegt,
und 7,7 ml (19,3 mmol, 2,5 M in Hexan) n-HexLi werden zudosiert.
Nach 25 min bei dieser Temperatur wird eine Lösung von
5,5 g (16,0 mmol) 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-selenophen
in 50 ml THF zugegeben. Nach beendeter Zugabe wird der Ansatz innerhalb
von 45 min auf RT erwärmt und 20 min bei dieser Temperatur
belassen. Die Lösung wird auf –70°C abgekühlt
und mit 13,6 g (95,8 mmol) Methyliodid versetzt. Die Reaktionsmischung
wird auf RT erwärmt und 20 h gerührt. Die Lösung
wird mit MTBE verdünnt, und ges. Ammoniumchloridlsg. und
konz. Ammoniaklsg. werden nacheinander zugegeben. Die Mischung wird
einige Minuten intensiv gerührt und die organische Phase
wird abgetrennt. Die wässrige Phase wird mit MTBE extrahiert,
und die vereinigten organischen Phasen werden nacheinander mit Wasser,
2 N Salzsäure und ges. Natriumchloridlsg. gewaschen. Die
Lösung wird mit Natriumsulfat getrocknet und vollständig
konzentriert. Das Rohprodukt wird chromatographisch gereinigt. Die weitere
Reinigung erfolgt durch Umkristallisation aus n-Heptan. 2-(3-Fluor-4'-propyl-biphenyl-4-yl)-5-methyl-selenophen
wird als Feststoff mit einem Schmp. von 97°C erhalten.

- K 97 N 162 I
- Δε = 4,0
- Δn = 0,308
- γ1 = 189 mPa·s
- 1H-NMR (300 MHz, CHCl3): δ =
7,61-7,56 (m, 1H, HSeleno.), 7,51 (d, 2H,
J = 8,4 Hz, Harom.), 7,46 (d, 1H, J = 3,8 Hz,
HSeleno.), 7,38-7,36 (m, 1H, Harom.),
7,33 (dd, 1H, J = 7,1 Hz, J = 1,7 Hz, Harom.),
7,25 (d, 2H, J = 8,4 Hz, Harom.), 6,95-6,93
(m, 1H, 3-H), 2,66-2,61 (m, 5H, CH2CH2CH3, MeSeleno.),
1,74-1,62 (m, 2H, CH2CH2CH3), 0,97 (t, 3H, J = 7,4 Hz, CH2CH2CH3).
- 19F-NMR (282 MHz, CHCl3): δ = –114,6
(dd, 1F, J = 13,5 Hz, J = 8,2 Hz)
- MS (EI): m/z (%) = 358 (94, [M+1]+),
329 (100, [M+1 – Et]+).
-
Beispiel 3
-
Analog
zu Beispiel 1 wird hergestellt:
- K 58 N 117 I
- Δε = 5,1
- Δn = 0,283
- γ1 = 95 mPa·s
-
Mischungsbeispiel 1
-
Es
wird eine Flüssigkristallmischung mit der Zusammensetzung
und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
| Zusammensetzung | Physikalische
Eigenschaften |
| Verbindung | T(N, I) = 73,5°C
Δn(20°C,
589,3 nm) = 0,131
Δε(20°C,
1 kHz) = 8,1
γ1(20°C)
= 59 mPa·s
V10(20°C)
= 1,60 V |
| Nr. | Abkürzung | Gew.-% |
| 1 | CC-3-V | 49,5 |
| 2 | PP-1-2V1 | 6,0 |
| 3 | PGSe-3-1 | 6,1 |
| 4 | PGSe-3-3 | 5,75 |
| 5 | PGP-2-4 | 1,65 |
| 6 | PGUQU-3-F | 11,5 |
| 7 | CPGU-3-OT | 3,0 |
| 8 | PGU-3-F | 7,5 |
| 9 | APUQU-3-F | 9,0 |
| Σ | | 100,0 |
-
Diese
Mischung eignet sich sehr gut für Anzeigen im TN-Modus
und insbesondere für Anzeigen zur Anwendung als Laptopmonitor.
-
Mischungsbeispiel 2
-
Es
wird eine Flüssigkristallmischung mit der Zusammensetzung
und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
| Zusammensetzung | Physikalische
Eigenschaften |
| Verbindung | T(N, I) = 74,5°C
Δn(20°C,
589,3 nm) = 0,128
Δε(20°C,
1 kHz) = 3,6
γ1(20°C)
= 54 mPa·s |
| Nr. | Abkürzung | Gew.-% |
| 1 | PUQU-3-F | 10 |
| 2 | CPP-2-F | 3,0 |
| 3 | CPP-3-F | 3,0 |
| 4 | CPU-3-F | 4,0 |
| 5 | CP-3-CL | 11 |
| 6 | CC-3-V | 30 |
| 7 | PGSe-3-1 | 11 |
| 8 | PGP-2-4 | 11 |
| 9 | CCP-V-1 | 17 |
| Σ | | 100,0 |
-
Diese
Mischung eignet sich sehr gut für Anzeigen im TN-Modus
und insbesondere für Anzeigen zur Anwendung als Monitor
für einen Büro-PC.
-
Mischungsbeispiel 3
-
Es
wird eine Flüssigkristallmischung mit der Zusammensetzung
und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
| Zusammensetzung | Physikalische
Eigenschaften |
| Verbindung | T(N, I) = 73,5°C
Δn(20°C,
589,3 nm) = 0,134
Δε(20°C,
1 kHz) = 5,2
γ1(20°C)
= 55 mPa·s
V10(20°C)
= 1,98 V |
| Nr. | Abkürzung | Gew.-% |
| 1 | CC-3-V | 45 |
| 2 | CC-3-V1 | 7,0 |
| 3 | PP-1-2V1 | 5,0 |
| 4 | PGU-3-F | 10 |
| 5 | PGP-2-3 | 3,5 |
| 6 | PGP-2-4 | 4,0 |
| 7 | PGP-2-5 | 5,0 |
| 8 | PGSe-3-1 | 5,0 |
| 9 | PGSe-3-3 | 2,5 |
| 10 | CPGU-3-OT | 4,0 |
| 11 | PGUQU-3-F | 9,0 |
| Σ | | 100,0 |
-
Diese
Mischung eignet sich sehr gut für Anzeigen im TN-Modus.
-
Mischungsbeispiel 4
-
Es
wird eine Flüssigkristallmischung mit der Zusammensetzung
und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
| Zusammensetzung | Physikalische
Eigenschaften |
| Verbindung | T(N, I) = 74,5°C
Δn(20°C,
589,3 nm) = 0,134
Δε(20°C,
1 kHz) = 8,6
γ1(20°C)
= 61 mPa·s
V10(20°C)
= 1,58 V |
| Nr. | Abkürzung | Gew.-% |
| 1 | CC-3-V | 46,5 |
| 2 | PP-1-2V1 | 6,0 |
| 3 | PGSe-2-5 | 17,5 |
| 4 | PGUQU-3-F | 13,0 |
| 5 | CPGU-3-OT | 4,0 |
| 6 | APUQU-3-F | 8,0 |
| 7 | PUQU-3-F | 5,0 |
| 8 | | |
| 9 | | |
| 10 | | |
| 11 | | |
| Σ | | 100,0 |
-
Diese
Mischung eignet sich sehr gut für Anzeigen im TN-Modus.
-
Mischungsbeispiel 5
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Es
wird eine Flüssigkristallmischung mit der Zusammensetzung
und den Eigenschaften wie in der folgenden Tabelle angegeben hergestellt.
| Zusammensetzung | Physikalische
Eigenschaften |
| Verbindung | T(N, I) = 73,5°C
Δn(20°C,
589,3 nm) = 0,133
Δε(20°C,
1 kHz) = 7,2
γ1(20°C)
= 55 mPa·s
V10(20°C)
= 1,59 V |
| Nr. | Abkürzung | Gew.-% |
| 1 | PGUQU-3-F | 7,5 |
| 2 | CPGU-3-OT | 5,5 |
| 3 | PUQU-3-F | 15 |
| 4 | CC-3-V | 45 |
| 5 | CCP-V-1 | 5,0 |
| 6 | PGP-2-2V | 6,0 |
| 7 | PUSe-3-2 | 16 |
| 8 | | |
| 9 | | |
| 10 | | |
| 11 | | |
| Σ | | 100,0 |
-
Diese
Mischung eignet sich sehr gut für Anzeigen im TN-Modus.
-
Weitere
Kombinationen der Ausführungsformen und Varianten der Erfindung
ergeben sich aus den Ansprüchen.
-
ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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-
Zitierte Patentliteratur
-
- - DE 4000451 [0002]
- - EP 0588568 [0002]
- - WO 20006/094645 A1 [0006]
- - WO 2005/111045 A1 [0006]
- - WO 2005/019156 A2 [0008]
- - EP 1792613 A2 [0011]
-
Zitierte Nicht-Patentliteratur
-
- - A. J. Seed
et al. (Mol. Cryst. Liq. Cryst. 1997, 299, 19–25 [0009]
- - Standardwerken wie Houben-Weyl, Methoden der Organischen Chemie,
Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart [0024]
- - „Merck Liquid Crystals, Physical Properties of Liquid
Crystals”, Stand Nov. 1997, Merck KGaA, Deutschland [0095]