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DE102009017806A1 - Befestigungselement - Google Patents

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DE102009017806A1
DE102009017806A1 DE102009017806A DE102009017806A DE102009017806A1 DE 102009017806 A1 DE102009017806 A1 DE 102009017806A1 DE 102009017806 A DE102009017806 A DE 102009017806A DE 102009017806 A DE102009017806 A DE 102009017806A DE 102009017806 A1 DE102009017806 A1 DE 102009017806A1
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DE
Germany
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component
fastening element
element according
fastening
radial
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009017806A
Other languages
English (en)
Inventor
Rainer Ecker
Andreas Röntgen
Felix Gundl
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Springfix Befestigungstechnik GmbH
Original Assignee
Springfix Befestigungstechnik GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Springfix Befestigungstechnik GmbH filed Critical Springfix Befestigungstechnik GmbH
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Publication of DE102009017806A1 publication Critical patent/DE102009017806A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16BDEVICES FOR FASTENING OR SECURING CONSTRUCTIONAL ELEMENTS OR MACHINE PARTS TOGETHER, e.g. NAILS, BOLTS, CIRCLIPS, CLAMPS, CLIPS OR WEDGES; JOINTS OR JOINTING
    • F16B5/00Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them
    • F16B5/06Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of clamps or clips
    • F16B5/0607Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of clamps or clips joining sheets or plates to each other
    • F16B5/0621Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of clamps or clips joining sheets or plates to each other in parallel relationship
    • F16B5/0628Joining sheets or plates, e.g. panels, to one another or to strips or bars parallel to them by means of clamps or clips joining sheets or plates to each other in parallel relationship allowing for adjustment parallel or perpendicular to the plane of the sheets or plates

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Abstract

Ein Befestigungselement zur Festlegung eines Bauteils (1) an einem tragenden Teil weist ein an dem tragenden Teil festlegbares Verankerungselement (2) auf. Des Weiteren ist ein radiales Ausgleichselement (3) zum Ausgleich eines radialen Versatzes zwischen dem Bauteil (1) und dem Verankerungselement (2) vorgesehen. Schließlich verfügt das Befestigungselement noch über ein Halteelement (4) zum Halten des Bauteils (1). Mit dem erfindungsgemäßen Befestigungselement wird eine Möglichkeit zur Festlegung eines Bauteils (1) an einem tragenden Teil zur Verfügung gestellt, wobei eine rasch herstellbare, sichere und die Abmessungstoleranzen des verfügbaren Bauraums ausgleichende Befestigung realisierbar ist. Damit lassen sich insbesondere Aggregate in Frontmodulen von Kraftfahrzeugen besonders einfach montieren und platzsparend und sicher befestigen.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Befestigungselement zur Festlegung eines Bauteils an einem tragenden Teil.
  • Bei modernen Kraftfahrzeugen ist der für das Antriebsaggregat und Nebenaggregate inkl. Elektrik, etc. verfügbare Bauraum im Frontmodul bzw. im Motorraum besonders knapp. Dies liegt darin begründet, dass die Motorleistung moderner Kfz stetig ansteigt und damit die Antriebsaggregate immer größer werden. Darüber hinaus werden moderne Kfz mit immer mehr Extrausstattungen bestellt, so dass durch zusätzliche Aggregate im Frontmodul der verfügbare Bauraum weiter schrumpft. Schließlich wird der im Frontmodul zur Verfügung stehende Bauraum durch konkrete Anforderungen an das Außendesign des Kraftfahrzeugs (insbesondere aufgrund aerodynamischer Optimierungen) immer weiter beschränkt.
  • Bauteile und Aggregate, wie bspw. Klimageräte bzw. Klimakästen, sollen an tragenden Teilen der Karosserie, insbesondere an sog. Trägerplatten, befestigt werden, um ein sicheres Halten dieser Elemente während des Fahrbetriebs sicherzustellen. Der verfügbare Bauraum für solche Aggregate wird dabei meist bis auf wenige Millimeter Abstand zu Nachbaraggregaten ausgenutzt.
  • Dabei tritt jedoch das Problem auf, dass die Abmessungen des verfügbaren Bauraums herstellerseitig und herstellbedingt gewissen Toleranzen unterworfen sind. Bspw. können verfügbare Abmessungen um +/–5 mm schwanken. Bei der knappen Auslegung des Bauraums moderner Kfz kann dies dazu führen, dass ein Montieren des betreffenden Aggregats aufgrund einer Kollision mit Nachbaraggregaten nicht mehr möglich ist, und/oder dass ein sicheres Festlegen (Verschrauben) des Aggregats mit der Karosserie nicht mehr möglich ist, ohne im montierten Aggregat durch Verspannung mit Nachbarelementen Rückstellkräfte und Spannungen einzuleiten.
  • Des Weiteren ist eine konventionelle Befestigung solcher Aggregate mit mehreren Schrauben an der Karosserie kompliziert und oft aufgrund mangelnder Zugänglichkeit kaum durchführbar.
  • Bei der Befestigung solcher Aggregate, insbesondere von Klimakästen, ist des Weiteren zu beachten, dass während des Fahrbetriebs mehrere 100 N Belastung sicher gehalten und in die Karosserie abgeleitet werden müssen.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Möglichkeit zur Festlegung eines Bauteils an einem tragenden Teil zur Verfügung zu stellen, wobei eine rasch herstellbare, sichere und die Abmessungstoleranzen des verfügbaren Bauraums ausgleichende Befestigung realisierbar ist.
  • Diese Aufgabe ist durch ein Befestigungselement mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst. Danach weist ein Befestigungselement zur Festlegung eines Bauteils an einem tragenden Teil ein an dem tragenden Teil festlegbares Verankerungselement, ein radiales Ausgleichselement zum Ausgleich eines radialen Versatzes zwischen dem Bauteil und dem Verankerungselement, und ein Halteelement zum Halten des Bauteils auf.
  • Das erfindungsgemäße Befestigungselement weist zunächst ein Verankerungselement auf. Damit ist das Bauteil über das Befestigungselement im tragenden Teil verankerbar. So kann das Verankerungselement an einer gut zugänglichen Position des tragenden Teils angebracht werden, so dass das Herstellen, aber auch das Lösen der Befestigung rasch durchführbar ist. Das Verankerungselement kann in einer einzigen, ggf. kleinen Bohrung im tragenden Teil festgelegt werden. Das herkömmliche Festlegen mittels mehrerer Schrauben kann dabei entfallen. Durch eine einzige, kleine Bohrung wird die tragende Struktur (nämlich insbesondere eine Fahrzeugkarosserie) nur in geringem Umfang geschwächt.
  • Als besonders geeignet erweist sich das erfindungsgemäße Befestigungselement als Loslager zur Befestigung von Bauteilen oder Aggregaten im Frontmodul von Kraftfahrzeugen. Beispielsweise kann das Bauteil an einem Befestigungspunkt in üblicher Weise in alle drei Raumrichtungen fixiert werden (Festlager, beispielsweise durch eine Schraubverbindung), und an einem zweiten Befestigungspunkt in zwei Raumrichtungen. Mit der Verwendung des erfindungsgemäßen Befestigungselements als Loslager an einem dritten Befestigungspunkt können nun alle Bauraumtoleranzen ausgeglichen und aufgenommen werden. Des Weiteren kann der dritte Befestigungspunkt auch an einer nicht zugänglichen Stelle des Frontmoduls angeordnet sein.
  • In weiter erfindungsgemäßer Weise umfasst das Befestigungselement ein radiales Ausgleichselement zum Ausgleich eines radialen Versatzes zwischen dem Bauteil und dem Verankerungselement. Damit könnten Bauraumtoleranzen einzelfallabhängig ausgeglichen werden. Alternativ ist ermöglicht, ein einziges Befestigungselement für verschiedene Einbaufälle, nämlich die Befestigung verschiedener Aggregate und/oder die Verwendung in mehreren Baureihen, vorzusehen. Das erfindungsgemäße Befestigungselement kann so in zumindest zwei Teile aufteilbar sein, dass das Verankerungselement bereits an einer gegebenenfalls schwer zugänglichen Stelle am Befestigungspunkt montierbar ist. Das zu befestigende Bauteil wird dann mitsamt dem Halteelement des Befestigungselements an den Befestigungspunkt herangeführt, wodurch sich allein aufgrund der Kontaktierung der beiden Teile des Befestigungselements eine haltende Verbindung ergibt. Wird beim Einbau festgestellt, dass das Bauteil mit einem Nebenaggregat oder der tragenden Struktur kollidiert, kann das radiale Ausgleichselement – vorzugsweise reversibel – nachjustiert werden, so dass ein berührungsfreier Einbau und ein berührungsfreies Halten des Bauteils im Bauraum ermöglicht ist. Dadurch wird ein Verspannen der Bauteilstruktur und insbesondere eine Zerstörung aufgrund einer Befestigung des Bauteils trotz einer Kollision mit benachbarten Teilen wirksam vermieden.
  • Das radiale Ausgleichselement ist vorzugsweise zwischen dem Verankerungselement und dem Halteelement angeordnet. Das Halteelement erstreckt sich in geeigneter Weise auf der dem Verankerungselement abgewandten Seite des radialen Ausgleichselements. Das Halteelement ist dabei so ausgeformt, dass ein geeigneter Eingriff in das Gehäuse oder die tragende Struktur des zu haltenden Bauteils erfolgen kann.
  • Dabei ist erfindungsgemäß ermöglicht, das Halteelement so auszugestalten, dass das Bauteil durch axiales oder seitliches Heranführen an das Halteelement in Eingriff bringbar ist. Im Allgemeinen wird man jedoch zunächst das Halteelement an dem zu befestigenden Bauteil festlegen und danach mit dem bereits montierten Gegenstück des Befestigungselements (Verankerungselement) zusammenführen. Auch hierdurch ist eine deutliche Verbesserung gegenüber herkömmlichen Einbaufällen mit Schraubverbindungen realisiert. So können kleinste Lücken im Bauraum, welche nur geringfügig größer sind als das Bauteil selber, mit einem Bauteil versehen werden. Sowohl die flexible Positionierung bzw. der Spielausgleich durch das radiale Ausgleichselement als auch die Möglichkeit einer einzelfallabhängigen Befestigung des Bauteils durch ein flexibles in Eingriff bringen mit dem Halteelement eröffnet gegenüber konventionellen Befestigungstechniken bisher unbekannte Möglichkeiten. So ist beispielsweise eine Blindmontage ermöglicht, das Bauteil verbindet sich lösbar und spielausgleichend mit der tragenden Struktur, obwohl der Monteur den Befestigungspunkt nicht mit den Händen erreichen muss. Dies ist bei herkömmlichen Schraubverbindungen unmöglich.
  • Folglich ist mit dem erfindungsgemäßen Befestigungselement zur Festlegung eines Bauteils an einem tragenden Teil eine rasch herstellbare, sichere und die Abmessungstoleranzen des verfügbaren Bauraums ausgleichende Befestigung ermöglicht.
  • Wie bereits erwähnt, wird mit der vorliegenden Erfindung eine besonders hervorragende technische Lösung für Einbaufälle angegeben, bei denen das Bauteil ein Aggregat, insbesondere ein Klimakasten eines Kraftfahrzeugs, und/oder das tragende Teil eine Karosserie, insbesondere eine Trägerplatte, aufweist. Das erfindungsgemäße Befestigungselement ist jedoch keinesfalls auf die Verwendung für vorgenannte Einbaufälle beschränkt. Vielmehr lässt sich das erfindungsgemäße Befestigungselement für das Festlegen jedweder Bauteile an beliebigen tragenden Teilen verwenden, insbesondere wenn die vorstehend beschriebene Problematik in Bezug auf die Abmessungen des zum Einbau zur Verfügung stehenden Bauraums besteht.
  • In einer besonders bevorzugten Weiterbildung der Erfindung weist das Befestigungselement nicht nur ein radiales Ausgleichselement, sondern zusätzlich ein Winkel-Ausgleichselement zum Ausgleich eines Winkelversatzes zwischen dem Bauteil und dem Verankerungselement auf, insbesondere wobei das Winkel-Ausgleichselement ein Kugelgelenk aufweist. Damit lässt sich nicht nur ein radialer Versatz zwischen den Bauteil und dem Verankerungselement, sondern zusätzlich ein winkliger Versatz zwischen den beiden Teilen ausgleichen. Das Bauteil kann damit noch besser in den knapp bemessenen Bauraum eingepasst und festgelegt werden. Des Weiteren ist die Montage erleichtert, so kann das Bauteil bspw. in einer für den Einbau günstigen Winkellage in den Bauraum eingepasst und danach durch Verschwenken und Fixieren des Winkel-Ausgleichselements in der gewünschten Position festgelegt werden.
  • Diesbezüglich wird vorgeschlagen, dass das Winkel-Ausgleichselement zwischen dem Verankerungselement und dem radialen Ausgleichselement angeordnet ist. So kann bereits am Fuß, d. h. unmittelbar am Verankerungselement, eine Voreinstellung der Winkellage des Befestigungselements erfolgen. Spezielle Einbaufälle oder Anforderungen können jedoch bedingen, das Winkel-Ausgleichselement auf der dem Verankerungselement abgewandten Seite des radialen Ausgleichselements anzuordnen.
  • Im Hinblick auf eine sichere Fixierung der Winkellage ist bevorzugt, dass das Winkel-Ausgleichselement, nämlich insbesondere ein Kugelgelenk, in der gewünschten Stellung durch Haftreibung und/oder durch Einbringen von Klebstoff zwischen Kugelkopf und Kugelpfanne fixiert ist. Dabei ist zu beachten, dass eine Fixierung mit Klebstoff in aller Regel nicht reversibel sein wird. Im einfachsten Fall kann die Winkelstellung alleine durch die Reibung im Kugelgelenk fixiert werden. Soll hingegen das Befestigungselement dämpfende Eigenschaften aufweisen, und zwar insbesondere während des Fahrbetriebs eines Kraftfahrzeugs, so wird vorgeschlagen, durch Einbringen einer elastischen Masse zwischen Kugelkopf und Kugelpfanne eine Dämpfung des Kugelgelenks herbeizuführen. Bei der elastischen Masse kann es sich vorzugsweise um eine viskoelastische Masse handeln.
  • Im Hinblick auf eine besonders sichere Verankerung des erfindungsgemäßen Befestigungselements mit andererseits kostengünstigen Mitteln ist eine Ausgestaltung bevorzugt, bei der das Verankerungselement einen in eine Bohrung im tragenden Teil festlegbaren Spreizclip aufweist, ggf. wobei der Spreizclip verrastbar und/oder verriegelbar, insbesondere durch einen Stift, ausgestaltet ist. Solche Spreizclips sind für sich gesehen bekannt. Sie bestehen im Allgemeinen aus einem hülsenartigen Bauteil, welches in sich axial erstreckende Segmente unterteilt ist. An der Außenseite der Hülse kann dabei ein Kragen oder Widerhaken ausgestaltet sein. Der Spreizclip kann in eine Bohrung im tragenden Teil, insbesondere in eine Karosserieöffnung, eingedrückt oder eingeschlagen werden. Dabei werden die Segmente zusammengedrückt und der Kragen kann durch den Rand der Bohrung schlüpfen. Auf der Rückseite der Bohrung weitet sich der Kragen bzw. der Widerhaken wieder auf und sichert den Spreizclip gegen ungewolltes Entfernen. Durch nachfolgendes Eindrücken oder Einschlagen eines Sicherungsstifts in den hohlen Spreizclip lässt sich ein ungewolltes Entfernen so gut wie sicher verhindern. Sowohl der Spreizclip als auch der Sicherungsstift bestehen bevorzugt aus widerstandsfähigem Kunststoff.
  • Was die konkrete Ausgestaltung des radialen Ausgleichselements angeht, ist eine Ausführungsform besonders bevorzugt, bei der das radiale Ausgleichselement zwei plattenförmige Elemente, insbesondere Scheiben, aufweist, welche in einen kupplungsartigen Eingriff gebracht sind. Unter einem kupplungsartigen Eingriff ist dabei ein Kontaktverschluss zu verstehen, d. h. die Montage- bzw. Andrückkräfte können sehr gering ausfallen, dennoch wird über den kupplungsartigen Eingriff der beiden plattenförmigen Elemente eine ausreichende Haltekraft für das Bauteil bereitgestellt. Die Scheiben können in einem gewissen Rahmen gegeneinander verschoben werden und dennoch die durch das Bauteil einwirkende Kraft in das Verankerungselement ableiten. Bspw. können die Scheiben einen Durchmesser von ca. 15 mm bis ca. 20 mm aufweisen, wobei ein radialer Versatz von ca. 5 mm zwischen den Scheiben kein Problem darstellt. Die Kontaktflächen der Scheiben können beliebig ausgestaltet sein, solange bei einer gegenseitigen Kontaktierung der Scheiben eine seitenkräftefreie Fixierung eintritt und eine Kraftübertragung ermöglicht ist. So ist es denkbar, die Scheiben durch Verwendung zusätzlicher Mittel reversibel aufeinanderzupressen. Im Hinblick auf eine technisch einfache und kostengünstige Ausgestaltung ist jedoch bevorzugt, dass die plattenförmigen Elemente eine Kraftübertragung erlauben, sobald diese miteinander kontaktiert sind. Dabei ist bevorzugt, dass zur Montage keine nennenswerten Spann- bzw. Andrückkräfte erforderlich sind.
  • Für bestimmte Einbaufälle und/oder falls auf ein Winkel-Ausgleichselement verzichtet wird, ist eine Ausgestaltung zweckmäßig, bei der zwischen den plattenförmigen Elementen ein Winkel ausgebildet bzw. ausbildbar ist. Dies kann bspw. durch eine keilförmige Ausgestaltung der Kontaktflächen oder durch ein entsprechend ausgestaltetes Zwischenelement bewerkstelligt werden. Es versteht sich dabei, dass die sich berührenden Flächen der plattenförmigen Elemente jeweils plan und parallel zueinander ausgerichtet sein müssen.
  • In Bezug auf eine konkrete Ausgestaltung der Kontaktflächen der plattenförmigen Elemente wird vorgeschlagen, dass zwischen den plattenförmigen Elementen ein Eingriff durch eine Klettverbindung, eine Klebverbindung oder eine magnetisch haltende Verbindung hergestellt ist. So ist zwischen den beiden plattenförmigen Elementen eine leicht schließbare, seitenkräftefreie Verbindung mittels eines Kontaktverschlusses herstellbar. Die Magnetverbindung bietet höchsten Montagekomfort, benötigt aber für eine vergleichbare Kraftübertragung eine größere Kontaktfläche.
  • Ein Magnet- oder Klettverschluss kann dabei aufgeklebt, im Spritzgussverfahren aufgespritzt oder auf dem plattenförmigen Element selbst ausgeformt werden. Im Reparaturfall kann der Klettverschluss einfach geöffnet und danach wieder geschlossen werden. Dabei können verschiedene Varianten von Klettverschlüssen, je nach Anforderungsprofil, Verwendung finden. Zur Herstellung eines Verschlusses der beiden plattenförmigen Elemente kann alternativ doppelseitiges Klebeband, mikroverkapselter Kleber oder ein Zweikomponentenklebstoff (mit jeweils einer auf ein plattenförmiges Element aufgebrachten Komponente) vorgesehen werden. Eine Verklebung wird jedoch in aller Regel nicht reversibel sein. Des Weiteren lässt ein Klettverschluss in axialer Richtung etwas Spiel zu, während eine Klebverbindung einen vergleichsweise starren und sofort wirkenden Verschluss ergibt.
  • Im Hinblick auf eine besonders große Variabilität des erfindungsgemäßen Befestigungselements zeichnet sich eine besonders bevorzugte Ausgestaltung dadurch aus, dass neben einem radialen Ausgleichselement und ggf. einem Winkel-Ausgleichselement zusätzlich ein axiales Ausgleichelement zur Einstellung des Abstands zwischen dem tragenden Teil und dem Bauteil vorgesehen ist. Mit einem zusätzlichen axialen Ausgleichselement kann die axiale Lage des Bauteils eingestellt bzw. angepasst werden. So lässt sich auch diesbezüglich der vorhandene Bauraum optimal und mit kleinstmöglichem Raumverbrauch nutzen. In bevorzugter Weise ist das axiale Ausgleichselement auf der dem Verankerungselement abgewandten Seite des radialen Ausgleichselements angeordnet. Des Weiteren kann das axiale Ausgleichselement bzw. ein oder mehrere Teile dessen gleichzeitig als Halteelement für das Bauteil dienen, d. h. integral mit dem Halteelement ausgebildet sein. Alternativ kann das Halteelement in geeigneter Weise mit dem axialen Ausgleichselement verbunden sein.
  • Eine besonders gut einstellbare, stabile und raumsparende Ausführung des axialen Ausgleichselements weist zwei Hülsen auf, welche zur axialen Einstellung ineinander eintauchbar und in der gewünschten Position fixierbar sind. Die Hülsen können dabei ein beliebiges Profil aufweisen, solange sie in axialer Richtung gegeneinander verschiebbar und in der gewünschten Position fixierbar sind. Im Allgemeinen kann eine runde, rechteckige oder in axialer Richtung segmentierte Ausgestaltung gewählt werden, um die erforderliche Stabilität des axialen Ausgleichselements zu gewährleisten.
  • Im Hinblick auf eine sichere Fixierung der Hülsen des axialen Ausgleichselements – insbesondere unter Beachtung der Kriechneigung von Kunststoffen – in der gewünschten Position kann diese durch einen in der inneren Hülse angeordneten Ring und/oder die äußere Hülse umschließenden Ring, vorzugsweise jeweils einen Federstahlring, unterstützt werden. So kann in der inneren Hülse ein Ring angebracht sein, der diese aufweitet und so eine erhöhte Haftreibung zwischen der inneren und der äußeren Hülse bereitstellt. Alternativ oder zusätzlich kann ein Ring vorgesehen werden, der die äußere Hülse umschließt und diese bis zu einem gewissen Grad „einschnürt”, so dass auch so zwischen der äußeren und der inneren Hülse eine erhöhte Haftreibungskraft und damit eine sichere Fixierung der gegenseitigen Positionierung erreicht ist.
  • Die innere Hülse kann hohl oder mit einer radial versteiften Geometrie, insbesondere mit einem ausgeschäumten Hohlraum und/oder mit einer Innenverstrebung, oder massiv, und/oder rund oder in axial ausgerichteten Segmenten ausgeführt sein. Abhängig von der im Einzelfall erforderlichen Eintauchlänge der Hülsen bietet sich bei geringer Länge an, die innere Hülse massiv auszuführen. Bei größerer Länge wird dagegen eine hohle Ausführung bevorzugt, um Material und Gewicht zu sparen. Eine besonders stabile Hülse bei gleichzeitig geringem Materialeinsatz wird realisiert, falls die Hülse sich in Längsrichtung erstreckende Segmente aufweist und bspw. ein Querschnittsprofil in Form eines „+” oder „x” aufweist. Eine hohl ausgeführte Innenhülse kann zur weiteren Verstärkung zumindest eine Innenverstrebung und/oder einen ausgeschäumten Hohlraum aufweisen.
  • Abhängig von der äußeren Gestaltung der verwendeten Innenhülse kann die äußere Hülse rund oder in axial ausgerichteten Segmenten und/oder mit axial geschlitzten Segmenten ausgeführt sein. Generell wird die äußere Hülse stets eine Profilierung aufweisen, welche ein Eintauchen der inneren Hülse erlaubt. Dabei ist zu bevorzugen, die Innenfläche der äußeren Hülse auf die Außenfläche der inneren Hülse abzustimmen, so dass sich eine möglichst große Kontaktfläche ergibt. Die äußere Hülse kann mit axial geschlitzten Segmenten vorgesehen werden, um Toleranzen gegenüber der Außenfläche der Innenhülse federnd ausgleichen zu können. Da zwischen der Innenseite der äußeren Hülse und der Außenseite der inneren Hülse eine gegenseitige Fixierung ermöglicht werden soll, wird vorgeschlagen, dass die Innenseite der äußeren Hülse und/oder die Außenseite der inneren Hülse Kon taktflächen und/oder eine Verzahnung aufweist. Durch zweckmäßig ausgestaltete gemeinsame Kontaktflächen kann zwischen den beiden Bauteilen eine ausreichende Haftreibungskraft erzielt werden, um eine Fixierung bereitzustellen. Im Hinblick auf eine besonders sichere Fixierung der gegenseitigen Position ist jedoch bevorzugt, dass die äußere Hülse zumindest bereichsweise eine Innenverzahnung und die innere Hülse eine korrespondierende Außenverzahnung aufweist. Die äußere Hülse kann dann zur Tiefeneinstellung auf die innere Hülse aufgedrückt oder aufgeschraubt und in geeigneter Weise, bspw. durch einen oder mehrere der bereits genannten Ringe, fixiert werden. Bei der Verwendung von Reib- bzw. Kontaktflächen ist eine praktisch stufenlose Einstellung gewährleistet. Wird eine Verzahnung gewählt, ist die Feinheit der Einstellung durch den Zahnabstand vorgegeben. Die jeweiligen Verzahnungen können zum Erhalt einer feineren Abstufung gegeneinander versetzt sein.
  • Im Hinblick auf eine besonders kompakte Ausführungsform und eine kostengünstige Herstellung kann die äußere Hülse gleichzeitig als Halteelement für das Bauteil dienen. Dazu kann die äußere Hülse geeignete Mittel aufweisen, um einen Eingriff mit dem Gehäuse oder der tragenden Struktur des zu befestigenden Bauteils herzustellen.
  • In diesem Zusammenhang kann die äußere Hülse zur Festlegung des Bauteils oder – falls ein separates Halteelement vorgesehen ist – des Halteelements einen Schnapphaken und ggf. einen Anschlag und/oder eine Überdrückungsfeder aufweisen, und/oder kann ein Federteller vorgesehen sein. So können Schnapphaken die Fixierung der äußeren Hülse in einer entsprechenden Öffnung in einer Platte (als Halteelement oder als Teil des Bauteilgehäuses) ermöglichen, indem diese beim Eindrücken der Hülse nach außen zurückfedern und so das erneute Entfernen der Hülse verhindern. Ein oder mehrere Anschläge können dabei mitsamt der äußeren Hülse ausgebildet sein, so dass die Lage der Platte in Bezug auf die Hülse auf der einen Seite durch einen Anschlag und auf der anderen Seite durch zumindest einen Schnapphaken fixiert ist. Wird nachfolgend die Innenhülse montiert, kann diese die Schnapphaken von innen verriegeln. Auf der im Betrieb gering belasteten Seite können Überdrückungsfedern vorgesehen werden, welche nach der Montage das benötigte Montage- und Toleranzspiel kompensieren. Eine solche Feder kann einen Federteller aufweisen, der mit seinem gesamten Umfang auf dem Bauteil aufliegt.
  • Des Weiteren können Hülsenrastzähne als bauteilseitiger Anschlag für die Platte dienen. Schließlich ist möglich, dass der genannte Anschlag so ausgebildet ist, dass er die gehaltene Platte elastisch gegen den Schnapphaken drückt und so fixiert.
  • Unabhängig von dem Vorhandensein eines axialen Ausgleichselements kann das Halteelement des erfindungsgemäßen Befestigungselements als Platte ausgebildet sein. Die Platte kann aus hartem Kunststoff bestehen und in eine geeignete Öffnung des zu befestigenden Bauteils eingreifen.
  • Dazu kann die Platte Umgreifungen und/oder Kufen zur Festlegung des Bauteils aufweisen. Des Weiteren kann ein Verrastelement vorgesehen werden, um ein ungewolltes Lösen der Platte vom Bauteil zu verhindern.
  • In einer weiteren Ausführungsform ist das Halteelement so ausgestaltet, dass das Bauteil mit einem als Gehäuseöffnung ausgebildeten Eingriff in Form eines runden Lochs, eines Schlüssellochs oder eines offenen Langlochs („offenes U”) zum seitlichen Einschieben festlegbar ist. Ist die Montage- bzw. Demontagerichtung des Bauteils etwa in axialer Richtung des Befestigungselements orientiert, so bietet sich die Verwendung eines runden Lochs oder eines Schlüssellochs an. Bei letzterem wird das Bauteil in axialer Richtung zugeführt und dann in radialer Richtung verriegelt. Soll die Montagebewegung jedoch nur radial bzw. tangential erfolgen, sollte das zu befestigende Bauteil ein offenes Langloch zum seitlichen Einschieben aufweisen. Mit den vorgenannten Möglichkeiten kann praktisch in jedem beliebigem Bauraum eine Montage erfolgen, solange der Bauraum selber eine ausreichende Größe aufweist, um das Bauteil aufzunehmen.
  • Alternativ kann das Halteelement, insbesondere eine äußere Hülse eines axialen Ausgleichselements, integral mit dem Gehäuse oder einem Gehäuseteil des Bauteils gefertigt sein.
  • Schließlich wird aus Kosten-, Stabilitäts- und Gewichtsgründen bevorzugt, dass das Befestigungselement aus Kunststoffmaterial gefertigt ist, insbesondere wobei das Verankerungselement aus schlagzähem Kunststoff und/oder das axiale Ausgleichselement aus steifem Kunststoff und/oder das radiale Ausgleichselement aus verzugsarmen Kunststoff gefertigt ist. Eine abweichende Materialwahl ist dabei mög lich, insbesondere können stark belastete Teile des Befestigungselements auch aus metallischen Werkstoffen gefertigt werden.
  • Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter Weise auszugestalten und weiterzubilden. Dazu ist einerseits auf die nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung mehrerer bevorzugter Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Befestigungselements anhand der Zeichnung zu verweisen. In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Lehre erläutert.
  • In der Zeichnung zeigen
  • 1 eine perspektivische Vorderansicht eines erfindungsgemäßen Befestigungselements mitsamt einem ausschnittsweise dargestellten gehaltenen Bauteil,
  • 2 eine geschnittene Darstellung des Befestigungselements aus 1,
  • 3 eine perspektivische Darstellung einer zweiten Ausführungsform eines Befestigungselements mitsamt einer Platte als Halteelement oder Teil des Bauteils,
  • 4 eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, und
  • 5 einen von oben gesehenen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß 4.
  • 1 zeigt eine von schräg unten gesehene perspektivische Vorderansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen Befestigungselements mitsamt einem ausschnittsweise dargestellten, von dem Befestigungselement gehaltenen Bauteil 1. Diese Ausführungsform eignet sich besonders zur radialen Vormontage. Der Fuß des erfindungsgemäßen Befestigungselements wird durch ein Verankerungselement 2 gebildet. Zwischen dem Verankerungselement 2 und dem Bauteil 1 ist ein radiales Ausgleichselement 3 angeordnet, mit dem ein radialer Versatz zwischen dem Bauteil 1 und dem Verankerungselement 2 einstellbar bzw. ausgleichbar ist.
  • Das Bauteil 1 wird von einem Halteelement 4 gehalten. Dazu greift das Halteelement 4, welches hier als Platte 5 ausgestaltet ist, in geeigneter Weise in eine Gehäuseöffnung des gehaltenen Bauteils 1 ein.
  • Im Konkreten weist das Verankerungselement 2 einen in eine Bohrung im tragenden Teil festlegbaren Spreizclip 6 auf, welcher aus hartem Kunststoff geformt ist. Der Spreizclip 6 besteht aus einem hülsenartigen Bauteil, welches in sich axial erstreckende Segmente unterteilt ist. An der Außenseite des Spreizclips 6 ist ein Kragen 7 ausgeformt, welcher eine Bohrung im tragenden Teil zu hintergreifen vermag und dadurch eine sichere Festlegung des Verankerungselements 2 bereitstellt. Nach dem Eindrücken bzw. Einschlagen des Spreizclips 6 in das tragende Teil ist der Spreizclip 6 darüber hinaus durch Eindrücken bzw. Einschlagen eines Stiftes 8 gegen ungewolltes Entfernen aus der Bohrung im tragenden Teil gesichert.
  • Das radiale Ausgleichselement 3 besteht aus einer unten angeordneten ersten Scheibe 9 und einer darüber liegenden zweiten Scheibe 10. Die Ausgestaltung des radialen Ausgleichselements 3 ist dabei nicht auf kreisrunde Scheiben 9, 10 beschränkt, vielmehr können jedwede geeigneten plattenförmigen Elemente vorgesehen werden. Zwischen der ersten Scheibe 9 und der zweiten Scheibe 10 wirkt ein Klettverschluss 11. Die beiden Teile des Klettverschlusses 11 sind dabei auf die jeweilige Scheibe 9, 10 aufgeklebt. So ist ein sicheres Halten des Bauteils 1 selbst bei einem gegenseitigen radialen Versatz der beiden Scheiben 9, 10 ermöglicht. Darüber hinaus ist durch den verwendeten Klettverschluss 11 die Verbindung innerhalb des radialen Ausgleichselements 3 reversibel. Wiederholtes Lösen und Schließen der Verbindung, ggf. verbunden mit einer Neujustage der radialen Position des Bauteils 1, sind problemlos durchführbar.
  • In dieser Darstellung nicht sichtbar ist ein zwischen dem Verankerungselement 2 und dem radialen Ausgleichselement 3 positioniertes Winkel-Ausgleichselement, wozu auf die Erläuterungen zu 2 verwiesen wird.
  • Oberhalb des radialen Ausgleichselements 3 erstreckt sich in axialer Richtung des erfindungsgemäßen Befestigungselements ein axiales Ausgleichselement 12 zur Einstellung des Abstands zwischen dem tragenden Teil und dem Bauteil 1. Das axiale Ausgleichselement 12 weist eine innere Hülse 13 und eine äußere Hülse 14 auf, welche zur axialen Einstellung ineinander eintauchbar und in der gewünschten Position fixierbar sind.
  • Die innere Hülse 13 ist hier integral mit der zweiten Scheibe 10 des radialen Ausgleichselements 3 ausgebildet. Sowohl die innere Hülse 13 als auch die äußere Hülse 14 sind in axialer Richtung segmentiert ausgebildet, wodurch sich ein etwa „+”-förmiges Querschnittsprofil der beiden Hülsen ergibt. Die profilierte Bauweise führt zu einer erhöhten Stabilität bei geringem Materialeinsatz. Auf der Außenseite der vier Segmente 15 weist die innere Hülse 13 eine Verzahnung 16 auf, eine entsprechende Innenverzahnung ist auf den korrespondierenden Innenseiten der äußeren Hülse 14 vorgesehen. Zur Höheneinstellung des axialen Ausgleichselements 12 können die innere Hülse 13 und die äußere Hülse 14 gegeneinander verschoben werden, wobei die Haltekraft der Verzahnung 16 zu überwinden ist. Durch die Wirkung der Verzahnung 16 tritt in der gewünschten Position automatisch eine Festlegung der beiden Hülsen 13, 14 ein. Darüber hinaus ist bei der vorliegenden Ausführungsform die äußere Hülse 14 von einem Federstahlring 17 umgeben, der die äußere Hülse 14 „einschnürt” und so ein sicheres Verrasten der Verzahnung 16 herbeiführt.
  • Zum Ausgleich von Fertigungstoleranzen zwischen der inneren Hülse 13 und der äußeren Hülse 14 sind innerhalb der äußeren Hülse 14 geschlitzte Bereiche 18 ausgeführt. Des Weiteren ist so die Federkraft des Federstahlrings 17 besser übertragbar.
  • Die äußere Hülse 14 ist des Weiteren in geeigneter Weise (siehe 2) mit der als Halteelement 4 wirkenden Platte 5 verbunden. Über diese Verbindung wird ein Halten des Bauteils 1 durch das Befestigungselement ermöglicht. Die Platte 5 ist so ausgestaltet, dass sie in eine als offenes Langloch ausgebildete Gehäuseöffnung des Bauteils 1 eingreifen und dieses so festlegen kann. Dazu wird das Bauteil 1 mitsamt seiner Gehäuseöffnung in Form eines „offenen U” dem Befestigungselement in radialer Richtung zugeführt. Die Platte 5 weist Kufen 19 und Umgreifungen 20 auf, welche den in geeigneter Weise ausgestalteten Rand der Gehäuseöffnung des Bauteils 1 greifen können.
  • 2 zeigt eine geschnittene Darstellung des Befestigungselements aus 1. Dabei ist gut zu erkennen, dass der Übergangsbereich zwischen dem Verankerungselement 2 und dem radialen Ausgleichselement 3 als Winkel-Ausgleichselement 21 ausgestaltet ist. Im Konkreten ist der untere Bereich der ersten Scheibe 9 des radialen Ausgleichselement 3 als Kugelgelenk 22 ausgeformt, wodurch sich zwischen dem Verankerungselement 2 und dem restlichen Befestigungselement eine Winkeleinstellung erzielen lässt. Dazu weist der obere Endbereich des Verankerungselements 2 die Form eines Kugelkopfes auf, der korrespondierende Abschnitt der unteren Scheibe 9 ist als Kugelpfanne ausgeformt. Insgesamt wird ein Kugelgelenk 22 gebildet. Im Kugelgelenk 22 sind Hohlräume 23 ausgebildet, welche zur Fixierung der gewünschten Winkelstellung mit Klebstoff verfüllbar sind. Alternativ kann in den Hohlraum 23 eine elastische Masse zur Dämpfung der Winkellage eingebracht werden.
  • In der Schnittdarstellung ist ebenfalls zu erkennen, dass innerhalb der inneren Hülse 13 ein weiterer Federstahlring 17 vorgesehen ist, der diese „aufdrückt” bzw. in radialer Richtung abstützt und so einem Fließverhalten des Kunststoffs entgegenwirkt. Damit wird eine Haftreibung zwischen den Hülsen 13, 14 begünstigt.
  • 3 zeigt eine perspektivische Darstellung einer zweiten bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen bauteilseitigen Befestigungselements, wobei hier das Festlegen eines Bauteils 1 mit kreisrunder Gehäuseöffnung ermöglicht ist. Diese Ausführungsform ist für eine axiale Vormontage ausgelegt.
  • Dargestellt ist hier lediglich das Befestigungselement ab der zweiten Scheibe 10 des radialen Ausgleichselements aufwärts. Die innere Hülse 13 des axialen Ausgleichselements 12 ist integral mit der zweiten Scheibe 10 ausgebildet. Sie weist eine kreisrunde Mantelfläche mit einer durchgehenden Verzahnung 16 auf. Die äußere Hülse 14 greift mit ihrer Innenverzahnung in die Verzahnung 16 ein, wodurch eine Höheneinstellung und eine Festlegung der jeweiligen Position erzielt wird. Zur besseren Verschiebbarkeit der beiden Hülsen 13, 14 ist innerhalb der äußeren Hülse 14 ein geschlitzter Bereich 18 vorgesehen.
  • Die äußere Hülse 14 ist so ausgelegt, dass diese direkt in eine kreisrunde Gehäuseöffnung eines Bauteils 1 eingreifen und dieses festlegen kann. Dazu weist die äußere Hülse 14 an der Außenseite Schnapphaken 24 auf, welche eine Montage der Hülse in eine Platte bzw. eine Gehäusewand erlauben, danach nach außen zurückfedern und ein erneutes Entfernen der Hülse 14 verhindern. Durch das nachfolgende Einschieben der inneren Hülse 13 in die äußere Hülse 14 wird ein neuerliches Eindrücken der Schnapphaken 24 verhindert. Die Position des Bauteils 1 bzw. der Platte wird andererseits durch Anschläge 24a fixiert, welche mitsamt der Hülse 14 ausgebildet sind. Sobald die Platte bzw. das Bauteil 1 an den Anschlägen 24a zu liegen kommt, federn die Schnapphaken 24 auf der anderen Seite der Platte zurück und fixieren so deren Lage. Auf der im Betrieb gering belasteten Seite sind Überdrückungsfedern vorgesehen, welche nach der Montage das benötigte Montage- und Toleranzspiel kompensieren. Dabei kann ein Federteller am ganzen Umfang auf dem Kasten aufliegen. Andererseits können die Anschläge 24a so ausgeformt sein, dass sie nur unter axialer Krafteinwirkung ein Zurückfedern der Schnapphaken 24 erlauben und so ihrerseits als Überdrückungsfedern wirken.
  • Bei dieser Ausführungsform wird im Ergebnis das Bauteil 1 unmittelbar von der äußeren Hülse 14 des axialen Ausgleichselements 12 gehalten, welche dadurch integral mit dem Halteelement 4 ausgebildet ist. Selbstverständlich kann alternativ auch ein als Platte ausgebildetes Halteelement mit einer entsprechenden Bohrung von dem Befestigungselement gehalten werden, wobei das Halteelement in vorbeschriebener Weise wiederum mit dem Bauteil 1 in Eingriff bringbar ist.
  • 4 zeigt eine Vorderansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Vorrichtung, wobei das Verankerungselement und das Bauteil nicht dargestellt sind, und wobei vom radialen Ausgleichselement lediglich die zweite Scheibe 10 gezeigt ist. Auch hier sind die innere Hülse 13 sowie die äußere Hülse 14 in axial ausgerichteten Segmenten 15 ausgeführt. Dabei ist zwischen den Hülsen bereichsweise eine Verzahnung 16 und sind bereichsweise Kontaktflächen 25 vorgesehen, mit denen eine gewünschte Haftreibungskraft erzielbar und so ein Kraftschluss zwischen den beiden Hülsen 13, 14 herstellbar ist. Je nach Anforderungsprofil und Einsatzzweck können die Hülsen auch nur mit Kontaktflächen 15 oder nur mit einer Verzahnung 16 versehen werden.
  • Das hier gezeigte Befestigungselement ist – wie in 1 und 2 – ausgelegt, um in eine als offenes Langloch ausgebildete Gehäuseöffnung eines Bauteils einzugreifen.
  • 5 zeigt einen von oben gesehenen Querschnitt durch die Vorrichtung gemäß 4, wobei ein Schnitt durch die ineinander eintauchenden Abschnitte der Hülsen 13, 14 gezeigt ist. Beide Hülsen 13, 14 sind aus vier sich in axialer Richtung erstreckenden Segmenten 15 aufgebaut, wodurch sich ein Querschnittsprofil in „+”-Form ergibt.
  • Die innere Hülse 13 ist als Hohlkörper aufgebaut, enthält aber zur Verstärkung der Struktur mehrere Innenverstrebungen 26. Darüber hinaus sind die Hohlräume der inneren Hülse 13 zumindest bereichsweise mit einer Ausschäumung 27 versehen. Hierdurch ergeben sich weitere Vorteile in Bezug auf die Stabilität sowie die Dämpfung alternierender Belastungen bzw. von Belastungsspitzen.
  • Die äußere Hülse 14 weist an allen vier Stirnseiten geschlitzte Bereiche 18 auf, um ein Ineinanderschieben der Hülsen 13, 14 zu erlauben.
  • Das Befestigungselement ist insgesamt aus Kunststoffmaterial gefertigt, wobei das Verankerungselement 2 aus schlagzähem Kunststoff, das axiale Ausgleichselement 12 aus steifem Kunststoff und das radiale Ausgleichselement 3 aus verzugsarmem Kunststoff gefertigt ist.
  • Hinsichtlich weiterer vorteilhafter Ausgestaltungen der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird zur Vermeidung von Wiederholungen auf den allgemeinen Teil der Beschreibung sowie auf die beigefügten Patentansprüche verwiesen.
  • Schließlich sei ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die voranstehend beschriebenen Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Vorrichtung lediglich zur Erörterung der beanspruchten Lehre dienen, diese jedoch nicht auf die Ausführungsbeispiele einschränken.
  • 1
    Bauteil
    2
    Verankerungselement
    3
    radiales Ausgleichselement
    4
    Halteelement
    5
    Platte
    6
    Spreizclip
    7
    Kragen
    8
    Stift
    9
    erste Scheibe
    10
    zweite Scheibe
    11
    Klettverschluss
    12
    axiales Ausgleichselement
    13
    innere Hülse
    14
    äußere Hülse
    15
    Segment
    16
    Verzahnung
    17
    Federstahlring
    18
    geschlitzter Bereich
    19
    Kufen
    20
    Umgreifung
    21
    Winkel-Ausgleichselement
    22
    Kugelgelenk
    23
    Hohlraum (Kugelgelenk)
    24
    Schnapphaken
    24a
    Anschlag
    25
    Kontaktfläche
    26
    Innenverstrebung
    27
    Ausschäumung/ausgeschäumter Hohlraum

Claims (23)

  1. Befestigungselement zur Festlegung eines Bauteils (1) an einem tragenden Teil, mit einem an dem tragenden Teil festlegbaren Verankerungselement (2), mit einem radialen Ausgleichselement (3) zum Ausgleich eines radialen Versatzes zwischen dem Bauteil (1) und dem Verankerungselement (2), und mit einem Halteelement (4) zum Halten des Bauteils.
  2. Befestigungselement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Bauteil (1) ein Aggregat, insbesondere einen Klimakasten eines Kraftfahrzeugs, und/oder das tragende Teil eine Karosserie, insbesondere eine Trägerplatte, aufweist.
  3. Befestigungselement nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch ein Winkel-Ausgleichselement (21) zum Ausgleich eines Winkelversatzes zwischen dem Bauteil (1) und dem Verankerungselement (2), insbesondere wobei das Winkel-Ausgleichselement (21) ein Kugelgelenk (22) aufweist.
  4. Befestigungselement nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkel-Ausgleichselement (21) zwischen dem Verankerungselement (2) und dem radialen Ausgleichselement (3) angeordnet ist.
  5. Befestigungselement nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Winkel-Ausgleichselement (21), insbesondere ein Kugelgelenk (22), in der gewünschten Stellung durch Haftreibung und/oder durch Einbringen von Klebstoff zwischen Kugelkopf und Kugelpfanne fixiert oder durch Einbringen einer elastischen Masse zwischen Kugelkopf und Kugelpfanne gedämpft ist.
  6. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Verankerungselement (2) einen in eine Bohrung im tragenden Teil festlegbaren Spreizclip (6) aufweist, ggf. wobei der Spreizclip (6) verrastbar und/oder verriegelbar, insbesondere durch einen Stift (8), ausgestaltet ist.
  7. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das radiale Ausgleichselement (3) zwei plattenförmige Elemente, insbesondere Scheiben (9, 10), aufweist, welche in einen kupplungsartigen Eingriff gebracht sind.
  8. Befestigungselement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den plattenförmigen Elementen ein Winkel ausgebildet ist.
  9. Befestigungselement nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass ein Eingriff zwischen den plattenförmigen Elementen durch einen Klettverschluss (11) oder eine Klebverbindung oder eine magnetisch haltende Verbindung hergestellt ist.
  10. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 9, gekennzeichnet durch ein axiales Ausgleichselement (12) zur Einstellung des Abstandes zwischen dem tragenden Teil und dem Bauteil (1).
  11. Befestigungselement nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass das axiale Ausgleichselement (12) integral mit dem Halteelement (4) ausgebildet ist.
  12. Befestigungselement nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass das axiale Ausgleichselement (12) zwei Hülsen (13, 14) aufweist, welche zur axialen Einstellung ineinander eintauchbar und in der gewünschten Position fixierbar sind.
  13. Befestigungselement nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Fixierung durch einen in der inneren Hülse (13) angeordneten und/oder einen die äußere Hülse (14) umschließenden Ring, vorzugsweise jeweils einen Federstahlring (17), erfolgt.
  14. Befestigungselement nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Hülse (13) hohl oder mit einer radial versteiften Geometrie, insbesondere mit einem ausgeschäumten Hohlraum (27) und/oder mit einer Innenverstrebung (26), oder massiv, und/oder rund oder in axial ausgerichteten Segmenten (15), ausgeführt ist.
  15. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 12 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Hülse (14) rund oder in axial ausgerichteten Segmenten (15), und/oder mit axial geschlitzten Bereichen (18), ausgeführt ist.
  16. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 12 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenseite der äußeren Hülse (14) und/oder die Außenseite der inneren Hülse (13) eine Kontaktfläche (25) und/oder eine Verzahnung (16) aufweist.
  17. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Hülse (14) als Halteelement (4) ausgeformt ist
  18. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 12 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Hülse (14) zur Festlegung des Bauteils (1) oder des Halteelements (4) einen Schnapphaken (24) und ggf. einen Anschlag (24a) und/oder eine Überdrückungsfeder aufweist, und/oder dass ein Federteller vorgesehen ist.
  19. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (4) als Platte (5) ausgebildet ist.
  20. Befestigungselement nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (5) Umgreifungen (20) und/oder Kufen (19) und ggf. ein Verrastelement zur Festlegung des Bauteils (1) aufweist.
  21. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (4) so ausgestaltet ist, dass das Bauteil (1) mit einem als Gehäuseöffnung ausgebildeten Eingriff in Form eines runden Loches, eines Schlüsselloches oder eines offenen Langloches zum seitlichen Einschieben („offenes U”) festlegbar ist.
  22. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Halteelement (4), insbesondere eine äußere Hülse (14), integral mit dem Gehäuse oder einem Gehäuseteil des Bauteils (1) gefertigt ist.
  23. Befestigungselement nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungselement aus Kunststoffmaterial gefertigt ist, insbe sondere wobei das Verankerungselement (2) aus schlagzähem Kunststoff und/oder das axiale Ausgleichselement (12) aus steifem Kunststoff und/oder das radiale Ausgleichselement (3) aus verzugsarmem Kunststoff gefertigt ist.
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