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Die
vorliegende Erfindung betrifft eine Erntemaschine insbesondere in
Form eines Ladewagens und/oder Pressenwagens, mit einer Aufnahmevorrichtung
umfassend einen um eine liegende Achse antreibbaren Stachelrotor
zur Aufnahme von Erntegut vom Boden, einem der Aufnahmevorrichtung nachgeordneten
Förder- und/oder Bearbeitungsaggregat, das eine geringere
Arbeitsbreite als der Stachelrotor besitzt, sowie zumindest einer
Querfördereinheite, insbesondere Schneckenfördereinheit,
die auf gegenüberliegenden Seiten im Übergangsbereich
zwischen dem Stachelrotor und dem nachgeordneten Förder-
und/oder Bearbeitungsaggregat zur Überbrückung
des Arbeitsbreitenunterschieds vorgesehen ist.
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Ladewagen,
Pressen und ähnlich Erntemaschinen nehmen das halm- und/oder
blattförmige Erntegut wie beispielsweise Heu, Stroh oder
Gras üblicherweise mittels einer Pickup vom Boden auf, die
eine um eine liegende Querachse antreibbare Stachelwalze bzw. Stachelhaspel
aufweist, die durch Tasträder am Boden abgestützt
ist oder auch in anderer Weise höheneinstellbar über
den Boden geführt wird. Das von der Pickup aufgenommene
Erntegut wird beispielsweise bei einem Ladewagen von einem nachgeordneten
Förderrotor übernommen bzw. weitergefördert und
ggf. durch eine dem Förderrotor zugeordnete Messereinrichtung
zerschnitten. Bei Pressen wird in ähnlicher Weise das von
der Pickup aufgenommene Erntegut durch einen anschließenden Förderkanal
und einen diesem zugeordneten Förderrotor weiter in die
Pressenkammer gefördert.
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Üblicherweise
ist die Arbeitsbreite des Stachelrotors der Pickup an die nachgeordnete
Förder- bzw. Bearbeitungseinheit angepasst. Bei im Wesentlichen
gleicher Arbeitsbreite kann das Erntegut gleichmäßig
von der Pickup aufgenommen, weitergefördert und in den
Laderaum bzw. Pressenraum verbracht werden. Andererseits ist es
wünschenswert, die Arbeitsbreite der Pickup und insbesondere der
Stachelwalze bzw. -haspel zu verbreitern, um insbesondere in Kurvenfahrten
eine bessere Erntegutaufnahme zu erzielen, da es nicht immer ganz
einfach ist, bei Kurvenfahrten die Pickup in genau der Spur des
Schwades über den Boden zu führen. Wird hierzu
nicht nur die Breite der Pickup, sondern auch die Breite der nachgeordneten
Förder- und Bearbeitungsorgane verbreitert, bleibt an sich
die gleichmäßige Erntegutaufnahme und -verarbeitung
erhalten, allerdings verursacht eine solche Änderung der nachgeordneten
Aggregate einschließlich Förderrotor, Schneidwerk
und ggf. Pressenrahmen und dergleichen einen hohen Aufwand und hohe
Kosten.
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Es
wurde daher bereits vorgeschlagen, alleine die Arbeitsbreite des
Stachelrotors der Pickup zu verbreitern, während die Arbeitsbreite
der nachgeordneten Aggregate unverändert verbleibt. Hierdurch tritt
jedoch sozusagen ein Arbeitsbreitensprung in dem Förderkanal
des Erntegutstroms auf. Der Stachelwalzenrotor der Pickup steht
nämlich rechts und links ein Stück weit gegenüber
dem nachgeordneten Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat über,
so dass der von der Pickup aufgenommene Erntegutstrom auf die Arbeitsbreite
der nachgeordneten Aggregate verjüngt werden muss.
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Hierzu
ist es bekannt, rechts und links im Übergangsbereich zwischen
dem Stachelrotor der Pickup und dem nachgeordneten Förder-
bzw. Bearbeitungsaggregat Querfördereinheiten anzuordnen, die
den Arbeitsbreitensprung überbrücken und das in den
seitlich überstehenden Bereichen der Pickup aufgenommene
Erntegut nach innen fördern, so dass der von der Pickup
aufgenommene Erntegutstrom auf das Arbeitsbreitenmaß der
nachgeordneten Organe verjüngt wird. Als Querfördereinheiten
werden hier gerne Schneckenförderer verwendet, die um eine
zur Drehachse des Stachelrotors im Wesentlichen parallele Achse
umlaufen und an ihrem Umfang schneckenförmige Fördervorsprünge
aufweisen, um das Erntegut quer zur Aufnahmerichtung nach innen zu
fördern. Derartige Querförderschnecken rechts und
links im Übergangsbereich zwischen dem Stachelrotor der
Pickup und dem nachgeordneten Förderaggregat zeigen beispielsweise
die
EP 02 86 776 , die
EP 19 20 648 A1 ,
die
EP 16 21 068 , die
EP 11 63 837 A1 oder
die
EP 10 97 629 B1 .
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Die
Anordnung solcher Querförderschnecken rechts und links
im Übergangsbereich zwischen der Pickup und dem nachgeordneten
Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat ist jedoch in verschiedener Hinsicht
nicht ganz unproblematisch. Da die Pickup üblicherweise
höhenverstellbar ist, um einerseits beispielsweise über
Tasträder dem Bodenprofil folgen zu können und
andererseits in eine angehobene Transportstellung verbracht werden
zu können, variiert die Spaltbreite zwischen dem Stachelrotor
der Pickup und dem nachgeordneten Förderkanal bzw. dem
nachgeordneten Förder- und/oder Bearbeitungsaggregat. Um
Kollisionen in der angehobenen Stellung zu vermeiden, werden die
Querförderschnecken von ihrem Umfang her ausreichend klein
ausgebildet, um das Anheben der Pickup zu gestatten. Andererseits
führt dies in der abgesenkten Arbeitsstellung dazu, dass
die Querförderschnecken in dem dann an sich zu großen
Förderspalt das Erntegut nicht vollständig erfassen.
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Es
wurde diesbezüglich auch bereits vorgeschlagen, die genannten
Querförderschnecken an den seitlichen Rahmenblechen der
Pickup zu befestigen, so dass die genannten seitlichen Schnecken
in festem Abstand und fester Anordnung relativ zur Stachelwalze
arbeiten und bei Anheben der Pickup ebenfalls ein Stück
weit mit angehoben werden. Nichtsdestotrotz müssen die
genannten Querförderschnecken von ihrem Umfang her klein
genug ausgebildet werden, um nicht an der oberen Begrenzung des
nachgeordneten Förderkanals anzustehen, wenn die Pickup
angehoben wird.
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Der
vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine verbesserte
Erntemaschine der eingangs genannten Art zu schaffen, die Nachteile
des Standes der Technik vermeidet und Letzteren in vorteilhafter
Weise weiterbildet. Vorzugsweise soll in den Randbereichen der Pickup
einlaufendes Erntegut unabhängig von der Höhenstellung
der Pickup vollständig nach innen gefördert werden,
ohne den Verstellbereich der Pickup nach oben zu beschränken.
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Erfindungsgemäß wird
diese Aufgabe durch eine Erntemaschine gemäß Anspruch
1 gelöst. Bevorzugte Ausgestaltungen der Erfindung sind
Gegenstand der abhängigen Ansprüche.
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Es
wird also vorgeschlagen, die seitlich angeordneten Querfördereinheiten
je nach Höheneinstellung der Pickup in verschiedene Stellungen
zu bringen, um einerseits Kollisionen zu vermeiden und andererseits
eine vollständige Förderung des seitlich einlaufenden
Ernteguts zu erreichen. Die seitlichen Querfördereinheiten
sind hierzu sowohl gegenüber dem Stachelrotor der Pickup
als auch gegenüber dem nachgeordneten Förden-
bzw. Bearbeitungsaggregat positionsveränderbar gelagert,
um jeweils optimal in Stellung gebracht werden zu können.
Erfindungsgemäß ist zumindest ein Teil der seitlichen Querfördereinheit
relativ zu dem nachgeordneten Förden- und/oder Bearbeitungsaggregat
und relativ zur Stachelwalze beweglich gelagert, wobei Steuermittel
zur Steuerung der Position des beweglichen Teils der Querfördereinheit
relativ zu dem Förder- und/oder Bearbeitungsaggregat und
zum Stachelrotor in Abhängigkeit einer Höhenverstellung
des Stachelrotors vorgesehen sind. Die Querfördereinheiten verstellen
sich also automatisch in Abhängigkeit der Auf- und Abbewegungen
der Pickup. Hierdurch kann eine bessere Platzausnutzung und eine
stets wirksame Querförderung des Erntegutstroms erreicht
und trotzdem die Kollisionsproblematik vermieden werden.
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Die
Verstellung der Querfördereinheiten kann hierbei grundsätzlich
in verschiedener Art und Weise bewerkstelligt werden. Beispielsweise
können die gesamten Querfördereinheiten als Ganzes
relativ zum Stachelrotor und dem nachgeschalte ten Förder- bzw.
Bearbeitungsaggregat verschoben oder verschwenkt werden, wenn sich
die Höhenstellung der Pickup ändert. Alternativ
oder zusätzlich kann die Querfördereinheit auf
jeder Seite jeweils mehrere Querförderteile umfassen, die
relativ zueinander und/oder in jeweils verschiedener Weise gegenüber der
Stachelwalze einerseits und dem nachgeordneten Förder-
bzw. Bearbeitungsaggregat andererseits verstellbar sind. Nach einer
Weiterbildung der Erfindung kann beispielsweise ein erstes Querförderteil ortsfest
an der Pickup gelagert sein, so dass es sich bei Höhenverstellungen
der Pickup entsprechend mit nach oben bzw. unten bewegt, während
ein zweiter Querförderteil relativ zur Stachelwalze beweglich und/oder
relativ zu dem nachgeordneten Förder- bzw. Verarbeitungsaggregat
ortsfest gelagert sein kann. Beispielsweise kann auf jeder Seite,
d. h. rechts und links im Übergangsbereich zwischen Pickup
und nachgeordnetem Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat jeweils
ein erster Querförderrotor an einem Pickuprahmenteil und/oder
zusammen mit der Pickup beweglich angeordnet sein, so dass sich
der genannte erste Querförderrotor bei Höhenbewegungen der
Pickup relativ zum nachgeordneten Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat
bewegt. Ein jeweils zweiter Querförderrotor und/oder ein
dem Querförderrotor zugeordnete Einhausung kann demgegenüber
relativ zur Pickup bzw. deren Stachelrotor beweglich gelagert sein,
so dass sich der genannte zweite Querförderrotor bzw. die
Einhausung bei Höhenbewegungen der Pickup gegenüber
der Pickup bewegt. Hierbei kann der genannte zweite Querförderrotor
bzw. die genannte Einhausung entweder ortsfest relativ zum nachgeordneten
Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat angeordnet, beispielsweise
ortsfest an einem Maschinenrahmen befestigt sein, wobei die beiden Querförderrotoren
auf jeder Seite vorteilhafterweise derart ineinander verschränkt
sind, dass sie sich durch die Relativbewegungen nicht beeinträchtigen. Alternativ
kann der genannte zweite Querförderrotor bzw. die genannte
Einhausung nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung
jedoch auch bezüglich des nachgeordneten Förder-
und/oder Bearbeitungsaggregats beweglich gelagert sein, so dass
sich der genannte zweite Querförderrotor relativ zu dem nachgeordneten
Aggregat und auch zu der Pickup verstellt, wenn Letztere Höhenbewegungen
ausführt.
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Die
Verstellung der beiden Querförderrotoren auf jeder Seite
kann hierbei grundsätzlich in verschiedener Art und Weise
erfolgen. Beispielsweise kann bei Höhenbewegungen der Pickup
der Abstand der beiden Querförderrotoren auf jeder Seite
verändert werden.
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In
bevorzugter Weiterbildung der Erfindung jedoch behalten die beiden
Querförderrotoren auf jeder Seite ihren Abstand voneinander
im Wesentlichen bei, auch wenn der Stachelrotor der Pickup Höhenbewegungen
ausführt. Vorteilhafterweise führen die Querfördereinheiten
auf jeder Seite, die jeweils zumindest ein Paar Querförderrotoren
mit vorzugsweise zueinander parallelen Drehachsen umfassen, jeweils
eine Kippbewegung aus, wenn die Pickup höhenverstellt wird.
Insbesondere können die Querfördereinheiten auf
jeder Seite zwischen einer steileren Anordnung, in der die beiden
Querförderrotoren mehr übereinander stehen, in
eine mehr liegende Konfiguration, in der die beiden Querförderrotoren mehr
vor und hintereinander liegen, und umgekehrt verbracht werden. Hierdurch ändert
sich die effektive Höhe der Querfördereinheiten
in vertikaler Richtung und hierdurch deren Platzbedarf, so dass
sich die Querfördereinheiten sozusagen selbsttätig
an den zur Verfügung stehenden vertikalen Bauraum anpassen,
wenn sich diese durch Höhenverstellungen der Pickup ändert.
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In
Weiterbildung der Erfindung wird dabei die Lage der Querförderrotoren
derart gesteuert, dass bei Aufwärtsbewegungen der Pickup
die mehreren Querförderrotoren auf jeder Seite in eine
weniger übereinander und mehr vor- und hintereinander liegende
Stellung gebracht werden, d. h. je höher die Pickup gestellt
wird, desto mehr verkippen die Querfördereinheiten umfassend
die mehreren Querförderteile in eine flachere, mehr liegende
Stellung.
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Insbesondere
kann vorgesehen sein, dass ein oberer Querförderrotor eine
Vorwärtsbewegung ausführt, wenn die Pickup nach
oben gefahren wird, d. h. ein oberer Querförderrotor eines
jeden Querförderrotorpaares fährt entgegen der
Erntegutförderrichtung weiter nach vorne über
den Stachelrotor. Der untere Rotor kann an einem Pickuprahmenteil
relativ zur Stachelwalze ortsfest angeordnet sein, so dass er beim
Anheben der Pickup zusammen mit dem Stachelrotor nach oben fährt.
Da der obere Querförderrotor hierbei nach vorne fährt,
kommt es zu keiner Kollision. Die Vorwärtsbewegung der
oberen Querförderrotoren kann vorteilhafterweise hierbei
derart gesteuert sein, dass bei einer Aufwärtsbewegung
der unteren Querförderrotoren der Abstand der Drehachsen
der unteren und oberen Querförderrotoren im Wesentlichen
konstant bleibt bzw. die entsprechende Änderung so klein
bleibt, dass die Querförderrotoren ausreichend zusammenwirken
und gemeinsam das Erntegut, das an den seitlichen Rändern
der Pickup einläuft, zur Mitte hin fördern.
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Die
Querfördereinheiten und deren Teile können grundsätzlich
verschiedene Förderwerkzeuge besitzen und/oder in verschiedener
Weise ausgebildet sein. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung
sind als Querförderrotoren Schneckenförderer vorgesehen,
die umfangsseitig schneckenförmig angeordnete Förderelemente,
insbesondere -wendeln aufweisen, die schraubenartig das auf sie
treffende Erntegut nach innen fördern.
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Die
mehreren Querförderrotoren auf jeder Seite der Pickup können
hierbei grundsätzlich in verschiedenen Anstellwinkeln ausgerichtet
sein. In bevorzugter Weiterbildung der Erfindung jedoch sind die
Querförderrotoren auf jeder Seite der Pickup um zueinander
parallele Drehachsen antreibbar, die wiederum in vorteilhafter Weiterbildung
im Wesentlichen parallel zu der Drehachse des Stachelrotors angeordnet
sein können.
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Die
Querförderrotoren auf jeder Seite der Pickup können
hierbei grundsätzlich gleichartig oder verschieden ausgebildet
sein. Nach einer vorteilhaften Ausführung der Erfindung
können die Querförderrotoren auf jeweils einer
Seite der Pickup zueinander gegenläufig verschraubte Förderwendeln
besitzen und/oder in zueinander gegenläufigen Drehrichtungen
antreibbar sein. In vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung greifen
die Förderwendeln der schneckenartig ausgebildeten Querförderrotoren
auf jeweils einer Pickupseite umfangsseitig ineinander. Hierdurch
kann eine besonders effiziente Querförderung des an den
Seiten einlaufenden Ernteguts erzielt werden.
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Die
Querfördereinheiten im Übergangsbereich zwischen
dem Stachelrotor und dem nachgeordneten Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat
sind in Fahrtrichtung betrachtet und/oder in Förderrichtung des
Erntegutstroms betrachtet gegenüber der Drehachse des Stachelrotors
leicht stromabwärts versetzt positioniert, jedoch vorteilhafterweise
unmittelbar an das stromabseitige Ende der Stachelwalze angrenzend
und/oder mit dem stromabwärtigen Ende der genannten Stachelwalze überlappend
angeordnet, wobei die Querfördereinheiten oberhalb der
Stachelwalze positioniert sein können.
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Soweit
die Querfördereinheiten mehrere Querförderrotoren
umfassen, können diese in Fahrtrichtung betrachtet und/oder
in Förderrichtung des Ernteguts betrachtet mehr oder weniger
weit versetzt zueinander angeordnet sein. Eine vorteilhafte Weiterbildung
der Erfindung besteht darin, dass ein oberer Querförderrotor
etwas weiter vorne, d. h. entgegen der Förderrichtung des
Ernteguts positioniert ist als ein jeweils unterer Querförderrotor.
Die Anordnung kann hierbei derart getroffen sein, dass eine Verbindungsgerade
durch die beiden Drehachsen der oberen und unteren Querförderrotoren
gegenüber der Vertikalen um einen Winkel von etwa 10° bis
80°, vorzugsweise 30° bis 60° nach vorne
verkippt ist.
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Die
Erfindung wird nachfolgend anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels
und zugehöriger Zeichnungen näher erläutert.
In den Zeichnungen zeigen:
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1:
eine schematische Seitenansicht einer Erntemaschine in Form eines
an einen Schlepper anbaubaren Ladewagens, der einen höhenverstellbare
Pickup zur Aufnahme des Ernteguts vom Boden aufweist,
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2:
eine ausschnittsweise, schematische und perspektivische Ansicht
in die Pickup des Ladewagens aus 1 schräg
von vorne, die den Stachelrotor der Pickup und eine links im Übergangsbereich
zwischen dem Stachelrotor und einem nachgeordneten Förderrotor
angeordnete Querfördereinheit in Form zweier Querförderschnecken
zeigt,
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3:
eine schematische, perspektivische Teilansicht der Pickup und der
Querförderschnecken ähnlich 2,
jedoch aus einem etwas mehr frontalen Blickwinkel, und
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4:
eine ausschnittsweise Frontansicht der Pickup des Ladewagens aus
den vorhergehenden Figuren, die die größere Arbeitsbreite
des Stachelrotors und die Anordnung der Querförderschnecken
im Übergangsbereich des Arbeitsbreitensprungs zwischen
dem Stachelrotor und dem nachgeordneten Förderrotor des
Ladewagens zeigt.
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Die
in 1 gezeichnete Erntemaschine ist in Form eines
Ladewagens 13 ausgebildet, der von einem Schlepper 14 gezogen
wird. In der gezeichneten Ausführung umfasst der Ladewagen 13 in
an sich bekannter Weise ein Fahrwerk 15, mittels dessen
der Ladewagen 13 am Boden abgestützt ist und das
ein Chassis 16 trägt, auf dem ein Erntegutspeicher 17 vorgesehen
ist. Mittels einer Deichsel 18 ist der Ladewagen 13 an
den Schlepper 14 anbaubar.
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Im
Bereich des vorderen Endes des Erntegutspeichers 17 besitzt
der Ladewagen 13 eine Aufnahmevorrichtung 1 in
Form einer Pickup zur Aufnahme von Erntegut vom Boden. Wie die 1 und 2 zeigen,
umfasst die Aufnahmevorrichtung 1 einen Stachelrotor 2 in
Form einer Stachelwalze bzw. einer Stachelhaspel, die um eine liegende
Querachse rotatorisch antreibbar ist.
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Die
Aufnahmevorrichtung 1 ist höhenverstellbar ausgebildet.
In der gezeichneten Ausführung stützt sich die
Aufnahmevorrichtung 1 mittels eines Stützfahrwerks 19 umfassend
Tasträder am Boden ab.
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Wie 2 zeigt,
wird das von der Aufnahmevorrichtung 1 vom Boden aufgenommene
Erntegut an ein Förder- und/oder Bearbeitungsaggregat 4 übergeben,
das in der gezeichneten Ausführung einen Förderrotor 20 umfasst,
der um eine ebenfalls liegende Querachse rotatorisch antreibbar
ist und eine Vielzahl von umfangsseitig vorspringenden Förderelementen
aufweist, die in einen Förderkanal 21 vorspringen,
der sich an den Stachelrotor 2 der Aufnahmevorrichtung 1 anschließt.
Der genannte Förderkanal 21 führt hierbei
in den Erntegutspeicher 17.
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In
an sich bekannter Weise kann eine in den Figuren nicht eigens gezeigte
Schneidvorrichtung umfassend einen Messerbalken mit dem genannten Förderrotor 20 zusammenwirken,
um das Erntegut bei der Förderung durch den Förderkanal 21 zu
zerschneiden.
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Wie 3 und 4 zeigt,
ist die Arbeitsbreite 5 des Stachelrotors 2 der
Pickup größer als die Arbeitsbreite des nachgeordneten
Förderrotors 20. Der Stachelrotor 2 springt
seitlich rechts und links jeweils ein Stück gegenüber
dem nachgeordneten Förderrotor 20 vor.
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In
einem Übergangsbereich zwischen dem Stachelrotor 2 und
dem Förderrotor 20 sind seitlich rechts und links
im Förderweg des Ernteguts von dem Stachelrotor 2 zu
dem Förderrotor 20 Querfördereinheiten 6 angeordnet,
die den genannten Arbeitsbreitensprung überbrücken
und seitlich rechts und links am Rand einlaufendes Erntegut nach
innen fördern und sozusagen die Breite des Fördergutstroms
von der Arbeitsbreite des Stachelrotors 2 auf die Arbeitsbreite
des anschließenden Förderrotors 20 verjüngen.
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In
der gezeichneten Ausführungsform sind hierbei auf jeder
Seite jeweils zwei Querfördereinheiten 6a und 6b vorgesehen,
die miteinander zusammenwirken und gemeinsam das seitlich einlaufende Erntegut
zur Mitte hin fördern.
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In
der gezeichneten Ausführung werden die genannten Querfördereinheiten 6a und 6b jeweils von
Querförderrotoren gebildet, die in der gezeichneten Ausführung
als Querförderschnecken ausgebildet sind. Die genannten
Querförderschnecken umfassen umfangsseitig eine schraublinienförmige
Förderwendel und laufen jeweils um Drehachsen 8 bzw. 9 um,
die sich liegend quer zur Fahrtrichtung und damit parallel zu der
Drehachse 3 des Stachelrotors 2 erstrecken.
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Wie 4 zeigt,
sind die Querfördereinheiten 6a und 6b nicht
durchgehend ausgebildet, sondern auf die seitlichen Übergangsbereiche
beschränkt. Die Länge der Querförderrotoren 6a und 6b in
Richtung ihrer Drehachsen 8 und 9 entspricht dabei
im Wesentlichen etwa dem jeweiligen seitlichen Überstand
des Stachelrotors 2 gegenüber dem nachgeordneten
Förderrotor 20.
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Wie
die 2 und 3 zeigen, sind die Querfördereinheiten 6a und 6b am
hinteren Endbereich des Stachelrotors 2 angeordnet, wobei
die beiden Querfördereinheiten 6a und 6b auf
jeder Seite übereinander und in Förderrichtung
des aufgenommenen Ernteguts zueinander versetzt angeordnet sind.
Insbesondere ist die obere Querfördereinheit 6a gegenüber
der unteren Querfördereinheit 6b leicht nach vorne
zu dem Stachelrotor 2 hin versetzt angeordnet.
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Den
Querförderrotoren 6a und 6b ist dabei jeweils
eine Förderrotor-Einhausung 6c zugeordnet, die
ein Leitblech für das querzufördernde Erntegut bildet
und dieses zusammen mit den Querförderrotoren 6a und 6b in
die gewünschte Richtung fördert. In der gezeichneten
Ausführung ist dabei die genannte Einhausung 6c dem
oberen Querförderrotor 6a zugeordnet und erstreckt
sich leicht bogenförmig gekrümmt und an die Umfangskontur
des genannten Querförderrotors angepaßt oberhalb
des Querförderrotors um diesen herum, vgl. 2.
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Die
beiden Querfördereinheiten 6a und 6b sowie
die Einhausung 6c auf jeder Seite sind dabei zusammen mit
der Pickup bzw. deren Stachelrotor 2 gegenüber
dem nachgeordneten Förder- bzw. Bearbeitungsaggregat 4 höhenverstellbar,
wobei die obere Querfördereinheit 6a auf jeder
Seite sowie das diesem zugeordndete Leitpanel in Form der Einhausung 6c auch
noch gegenüber dem Stachelrotor 2 lageveränderlich
geführt ist.
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Bezüglich
der Beweglichkeit der Querförderteile 6a, 6b und 6c sowie
deren Steuerung in Abhängigkeit der Höhenlage
der Pickup sind grundsätzlich verschiedene Varianten möglich.
In der gezeichneten Ausführung sind die unteren Querför dereinheiten 6b ortsunveränderlich
zum Stachelrotor 2 gehalten. Insbesondere können
die genannten unteren Querfördereinheiten 6b an
den seitlichen Lagerteilen drehbar gelagert sein, die den Stachelrotor 2 am
Chassis 16 des Ladewagens 13 lagern. In der gezeichneten Ausführung
sind die genannten Lagerteile in Form von Schwingen 10 ausgebildet,
die seitlich rechts und links jeweils um eine liegende Querachse
schwenkbar am Chassis 16 angelenkt sind, so dass der Stachelrotor 2 auf
und nieder wippen kann.
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In
der gezeichneten Ausführung sind dann die oberen Querfördereinheiten 6a und/oder
die Einhausung 6c an einem Lenker 11 drehbar gelagert, der
selbst wiederum um eine liegende Schwenkachse an der zuvor genannten
Schwinge 10 schwenkbar angelenkt ist. Hierdurch können
die oberen Querfördereinheiten 6a sowie die Einhausung 6c gegenüber den
unteren Querfördereinheiten 6b auf und nieder wippen,
wobei die Konfiguration der Lenker 11 derart getroffen
ist, dass die oberen Querfördereinheiten 6a hierbei
eine leichte Vorwärtsbewegung gegenüber den unteren
Querfördereinheiten 6b ausführen.
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Um
die Bewegung der oberen Querfördereinheiten 6a und/oder
der Einhausungen 6c zu steuern, sind Steuerhebel 12 in
Form von Hydraulikzylindern vorgesehen, die einerseits an einem
chassisfesten Teil und andererseits an den genannten Lenkern 11 angelenkt
sind, so dass bei einer Aufwärtsbewegung der Pickup bzw.
des Stachelrotors 2 die genannten oberen Querfördereinheiten 6a und/oder
die Einhausungen 6c leicht vorwärts bewegt werden,
so dass die Kollisionsproblematik mit den oberen Wandungen des Förderkanals 21 und/oder
dem Förderrotor 20 eliminiert ist.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - EP 0286776 [0005]
- - EP 1920648 A1 [0005]
- - EP 1621068 [0005]
- - EP 1163837 A1 [0005]
- - EP 1097629 B1 [0005]