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DE102009017244A1 - Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes und Windenergieanlage zur Ausführung des Verfahrens - Google Patents

Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes und Windenergieanlage zur Ausführung des Verfahrens Download PDF

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DE102009017244A1
DE102009017244A1 DE102009017244A DE102009017244A DE102009017244A1 DE 102009017244 A1 DE102009017244 A1 DE 102009017244A1 DE 102009017244 A DE102009017244 A DE 102009017244A DE 102009017244 A DE102009017244 A DE 102009017244A DE 102009017244 A1 DE102009017244 A1 DE 102009017244A1
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DE
Germany
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wind
main generator
internal network
energy
wind turbine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE102009017244A
Other languages
English (en)
Inventor
Thomas Schubert
Thomas-Paul Woldmann
Björn Rohlfing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Nordex Energy SE and Co KG
Original Assignee
Nordex Energy SE and Co KG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nordex Energy SE and Co KG filed Critical Nordex Energy SE and Co KG
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Publication of DE102009017244A1 publication Critical patent/DE102009017244A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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    • F03MACHINES OR ENGINES FOR LIQUIDS; WIND, SPRING, OR WEIGHT MOTORS; PRODUCING MECHANICAL POWER OR A REACTIVE PROPULSIVE THRUST, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F03DWIND MOTORS
    • F03D9/00Adaptations of wind motors for special use; Combinations of wind motors with apparatus driven thereby; Wind motors specially adapted for installation in particular locations
    • F03D9/20Wind motors characterised by the driven apparatus
    • F03D9/25Wind motors characterised by the driven apparatus the apparatus being an electrical generator
    • F03D9/255Wind motors characterised by the driven apparatus the apparatus being an electrical generator connected to electrical distribution networks; Arrangements therefor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
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    • Y02EREDUCTION OF GREENHOUSE GAS [GHG] EMISSIONS, RELATED TO ENERGY GENERATION, TRANSMISSION OR DISTRIBUTION
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Abstract

Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes, wobei die Windenergieanlage einen Rotor mit mindestens einem Rotorblatt, einen von dem Rotor angetriebenen Hauptgenerator, ein internes Netz zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage, einen an das interne Netz anschließbaren Energiespeicher und einen Haupttransformator zum Anschluss an das externe Versorgungsnetz aufweist, und die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher versorgt werden können, wobei · der Hauptgenerator vom Haupttransformator getrennt wird, wenn das Versorgungsnetz nicht verfügbar ist, · die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage mit der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht, und · die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator nicht ausreicht.

Description

  • Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und eine Windenergieanlage nach dem Oberbegriff des Anspruchs 9, die zur Ausführung des Verfahrens geeignet ist. Derartige Verfahren bzw. Windenergieanlagen zeichnen sich durch einen Energiespeicher aus, der zur Deckung des Eigenbedarfs der Windenergieanlage herangezogen werden kann, wenn kein externes Versorgungsnetz verfügbar ist.
  • Die Versorgung von Windenergieanlagen bei Ausfällen des Versorgungsnetzes stellt grundsätzlich ein Problem dar. Zunächst kann bei einem Ausfall des Versorgungsnetzes die von der Windenergieanlage zur Verfügung gestellte elektrische Energie nicht länger in das Versorgungsnetz abgeführt werden. Der reguläre Betrieb der Windenergieanlage kann daher nicht fortgesetzt werden. In der Regel ist es erforderlich, die Windenergieanlage herunterzufahren. Gleichzeitig kann ein verbleibender Energiebedarf der Windenergieanlage, etwa zur Aufrechterhaltung von wichtigen Steuerungsfunktionen, nicht aus dem Versorgungsnetz gedeckt werden.
  • In dieser Situation ist es bekannt, z. B. aus EP 1 696 122 A2 , die Windenergieanlage in einen sogenannten Trudelbetrieb zu versetzen. In diesem Trudelbetrieb wird die Windenergieanlage mit einer gegenüber dem Normalbetrieb deutlich reduzierten Drehzahl Weiterbetrieben, was sowohl bei Starkwind als auch bei geringen Windgeschwindigkeiten möglich ist. In diesem Betriebszustand wird mit Hilfe des Generators der Windenergieanlage im Wesentlichen nur noch die Energie zur Verfügung gestellt, die zur Deckung des Eigenbedarfs der Windenergieanlage benötigt wird.
  • Aus der Druckschrift DE 10 2004 024 563 B4 ist es bekannt, eine Windenergieanlage in einen oben beschriebenen Trudelbetrieb zu versetzen und dann statt des Hauptgenerators einen Hilfsgenerator einzusetzen, der die benötigte elektrische Energie bereitstellt. Ein vergleichbares Vorgehen ist auch aus der Druckschrift US 2006/0001268 A1 bekannt.
  • Alle bislang beschriebenen Verfahren stoßen an ihre Grenzen, wenn die Windgeschwindigkeit zum Betrieb der Windenergieanlage nicht ausreicht. Dann kann der Eigenbedarf der Windenergieanlage weder aus dem Wind noch aus dem Versorgungsnetz gedeckt werden.
  • Bei Windenergieanlagen, die speziell für die Versorgung eines Inselnetzes konzipiert sind, ist aus der Druckschrift EP 1 323 222 B1 bekannt geworden, einen elektrischen Energiespeicher in den Gleichspannungszwischenkreis eines Um richters der Windenergieanlage zu integrieren. Ein entsprechender Vorschlag findet sich auch in der Druckschrift DE 100 14 642 A1 . Bei diesen bekannten Verfahren kann das Inselnetz in einem gewissen Umfang aus dem Energiespeicher im Gleichspannungszwischenkreis versorgt werden, wenn die von der Windenergieanlage zur Verfügung gestellte elektrische Leistung zur Versorgung des Inselnetzes allein nicht ausreicht. Auf die Problematik eines Ausfalls des Versorgungsnetzes, welches jeweils von einem Inselnetz gebildet wird, gehen die genannten Druckschriften nicht ein.
  • Aus der Druckschrift DE 103 17 422 A1 ist eine Energieversorgungseinrichtung für ein Windkraftwerk bekannt, die einen Energiespeicher aufweist, mit dem der Eigenbedarf der Windenergieanlage gedeckt werden kann. Der Energiespeicher ist als ein mit Wasserstoff befüllbarer Gastank ausgebildet, der an ein Elektrolysegerät für Wasser angeschlossen ist, wobei die in Form des Wasserstoffs gespeicherte Energie über eine Brennstoffzelle wieder abgegeben werden kann. Bei der bekannten Anlage kann der Energiespeicher geladen werden, wenn sich die Windenergieanlage im regulären Produktionsbetrieb befindet, oder solange ein Versorgungsnetz verfügbar ist, das mit der Windenergieanlage verbunden ist. In beiden Fällen wird die elektrische Energie zum Betrieb des Elektrolysegerätes einer Hilfswicklung entnommen, die in den Haupttransformator der Windenergieanlage integriert ist. Fällt das Versorgungsnetz aus, wird die Windenergieanlage stillgesetzt und vom Netz getrennt. Dann kann die Windenergieanlage ausschließlich mit Hilfe der im Energiespeicher gespeicherten Energie versorgt werden.
  • Davon ausgehend ist es die Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage, die einen Energiespeicher aufweist, bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes anzugeben, das die zur Verfügung stehenden Ressourcen zur Deckung des Eigenbedarfs der Windenergieanlage besser ausnutzt, sowie eine Windenergieanlage, die zur Ausführung des Verfahrens geeignet ist.
  • Diese Aufgabe wird gelöst durch das Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
  • Das Verfahren dient zum Betreiben einer Windenergieanlage bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes, wobei die Windenergieanlage einen Rotor mit mindestens einem Rotorblatt, einen von dem Rotor angetriebenen Hauptgenerator, ein internes Netz zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage, einen an das interne Netz anschließbaren Energiespeicher und einen Haupttransformator zum Anschluss an das externe Versorgungsnetz aufweist, und die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher versorgt werden können, wobei
    • • der Hauptgenerator vom Haupttransformator getrennt wird, wenn das Versorgungsnetz nicht verfügbar ist,
    • • die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage mit der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht, und
    • • die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator nicht ausreicht.
  • Die fehlende Verfügbarkeit des externen Versorgungsnetzes kann das Resultat einer Störung oder einer Beschädigung des Versorgungsnetzes sein. Ferner kann es an der Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes auch dann mangeln, wenn das Versorgungsnetz bei der erstmaligen Inbetriebnahme der Windenergieanlage noch nicht verfügbar ist, beispielsweise weil die dazu erforderlichen Leitungs- und Anschlussarbeiten noch nicht abgeschlossen sind.
  • Das interne Netz zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage stellt eine Art Miniatur-Inselnetz dar, an das beispielsweise Antriebsmotoren für die Azimut- und/oder Pitchverstellung sowie elektronische Steuereinheiten angeschlossen sind. Daher wird im Folgenden der Betriebszustand, in dem das interne Netz über den Hauptgenerator mit elektrischer Energie versorgt wird, als Inselnetzbetrieb bezeichnet, und der Betriebszustand, bei dem das interne Netz aus dem Energiespeicher mit elektrischer Energie versorgt wird, wird als Inselspeicherbetrieb bezeichnet.
  • Im Inselnetzbetrieb wird die vom Hauptgenerator über den Hauptumrichter zur Verfügung gestellte elektrische Leistung vorzugsweise geregelt, d. h. an den Leistungsbedarf des internen Netzes der Windenergieanlage angepasst.
  • Im Inselnetzbetrieb, der immer dann ausgeführt wird, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht, werden die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage mit der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie versorgt. Dabei ist es vorteilhaft, wenn – wie erfindungsgemäß vorgesehen – der Hauptgenerator vom Haupttransformator getrennt wird. In diesem Fall kann der Hauptgenerator unabhängig von den elektrischen Verhältnissen am Haupttransformator für die Versorgung des Inselnetzes herangezogen werden. Dadurch können insbesondere potentiell schädliche Rückwirkungen einer plötzlichen Netzwiederkehr (Asynchronismus zwischen Windenergieanlage und Versorgungsnetz), mit der bei einem Netzausfall stets zu rechnen ist, vermieden werden.
  • Weiterhin kann durch die Trennung des Hauptgenerators vom Haupttransformator jederzeit ausgehend vom Inselspeicherbetrieb, in dem die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher versorgt werden, in den Inselnetzbetrieb gewechselt werden. Dies ist möglich und sinnvoll, sobald die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichend elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht.
  • Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren kann die Deckung des Eigenbedarfs einer Windenergieanlage auch über längere Zeiträume sichergestellt werden, weil bei ausreichenden Windgeschwindigkeiten ein Beitrag zur Deckung des Energiebedarfs aus dem Wind gewonnen werden kann, und zusätzlich der Energiespeicher zur Verfügung steht. Auf diese Weise können auch längere Netzausfallzeiten überbrückt werden. Die Möglichkeit, die Windenergieanlage auch bei längeren Netzausfallzeiten mit Energie versorgen zu können, ist von großer praktischer Bedeutung, weil eine Fortsetzung des Betriebs der Windenergieanlage ermöglicht wird. Die Betriebsbereitschaft der Windenergieanlage kann unabhängig von der Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes aufrecht erhalten werden. Im Gegensatz zu einer in den Stillstand versetzten Windenergieanlage kommt es während des fortgesetzten Anlagenbetriebs zu wesentlich geringeren Verschleißerscheinungen, beispielsweise im Bereich des Getriebes.
  • Ein weiterer Vorteil der kontinuierlichen Energieversorgung der Windenergieanlage ist, dass diese häufig bei einer Wiederkehr des Versorgungsnetzes wesentlich schneller wieder in den Produktionsbetrieb versetzt werden kann. Diese Aufrechterhaltung der Betriebsbereitschaft trägt dazu bei, die Ertragseinbußen durch den Netzausfall zu minimieren.
  • Besondere Vorteile bietet das Verfahren auch dann, wenn bei der Errichtung der Windenergieanlage noch kein Versorgungsnetz verfügbar ist. In diesem Fall ist es möglich, den Energiespeicher in einem geladenen Zustand zur Baustelle zu trans portieren und in die Windenergieanlage zu integrieren. Dann ist bereits ein Betrieb der Windenergieanlage möglich, der einerseits die genannte verschleißmindernde Wirkung entfaltet, andererseits einen Testbetrieb der Windenergieanlage erlaubt.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens wird der Energiespeicher mit vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellter elektrischer Energie aufgeladen, wenn das Versorgungsnetz nicht verfügbar ist und die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht. Mit anderen Worten ist es im Inselnetzbetrieb vorgesehen, den Energiespeicher über den Hauptgenerator unter Ausnutzung des zur Verfügung stehenden Windangebots aufzuladen. Dadurch können noch längere Netzausfallzeiten überbrückt werden, sofern das Windangebot ausreicht, um die Windenergieanlage in nicht zu großen Zeitabständen in den Inselnetzbetrieb zu versetzen.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens werden die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher über einen selbstgeführten Wechselrichter versorgt, der als Netzbildner arbeitet. Dadurch kann das interne Netz mit den gewünschten Parameter betrieben werden, ohne dass ein Rückgriff auf das externe Versorgungsnetz oder einen sonstigen externen Netzbildner notwendig ist.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens ist der Hauptgenerator ein doppelt gespeister Asynchrongenerator mit einem Statorkreis und einem Rotorkreis und der Statorkreis wird bei Windgeschwindigkeiten unterhalb einer vorbestimmten Grenze kurzgeschlossen. In diesem Fall arbeitet der Hauptgenerator nicht mehr als doppelt gespeiste Asynchronmaschine, sondern wie ein einfacher Kurzschlussläufer. Dadurch ist insbesondere bei geringen Windgeschwindigkeiten eine bessere Leistungsausbeute im unteren Drehzahlbereich möglich.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens wird der mit dem Rotorkreis des Hauptgenerators verbundene Hauptumrichter von dem selbstgeführten Wechselrichter, der als Netzbildner arbeitet, geführt. Dadurch ist es möglich, einen herkömmlichen, nicht selbstgeführten Hauptumrichter für die Erfindung zu verwenden.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens wird das interne Netz vom externen Versorgungsnetz getrennt, wenn die an das interne Netz angeschlossenen Verbraucher aus dem Energiespeicher oder dem Hauptgenerator versorgt werden. Insbesondere kann eine Verbindung getrennt werden, die zwischen dem externen Versorgungsnetz und dem internen Netz besteht, um das interne Netz während des regulären Produktionsbetriebs der Windenergieanlage versorgen zu können. Bei der genannten Trennung handelt es sich um eine sicherheitsrelevante Maßnahme, die insbesondere bei einer Netzwiederkehr Beschädigungen des internen Netzes bzw. der daran angeschlossenen Komponenten verhindern kann.
  • Gemäß einer Ausgestaltung des Verfahrens wird eine mit dem internen Netz verbundene Heiz- und/oder Kühlvorrichtung für eine Komponente der Windenergieanlage eingeschaltet, wenn eine gemessene Außentemperatur eine vorgegebene Minimal- bzw. Maximaltemperatur unter- bzw. überschreitet. Mit anderen Worten wird aktiv dafür Sorge getragen, dass die betreffenden Komponenten der Windenergieanlage in einem zulässigen Betriebstemperaturbereich verbleiben. Insbesondere ist daran gedacht, ein Auskühlen der Windenergieanlage, was beispielsweise mit einer verminderten Schmierung des Getriebes einhergehen kann, zu vermeiden. Dadurch wird es möglich, die Windenergieanlage bei Rückkehr des Versorgungsnetzes kurzfristig wieder in den regulären Produktionsbetrieb zu versetzen.
  • In einer Ausgestaltung des Verfahrens wird die Heiz- und/oder Kühlvorrichtung nur eingeschaltet, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht oder der Ener giespeicher über ein vorgegebenes Maß hinaus gefüllt ist. Unterschreitet der Energiespeicher einen vorgegebenen Füllstand, wird entsprechend auf das Einhalten der gewünschten Betriebstemperatur verzichtet. Die zu diesem Zeitpunkt in dem Energiespeicher verbleibende Energie kann dann für höher priorisierte Zwecke, beispielsweise für das Aufrechterhalten des Betriebs einer Steuereinrichtung, genutzt werden.
  • Die obige Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch die Windenergieanlage mit den Merkmalen des Anspruchs 9. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Windenergieanlage sind in den sich anschließenden Unteransprüchen angegeben.
  • Die erfindungsgemäße Windenergieanlage hat
    • • einen Rotor mit mindestens einem Rotorblatt,
    • • einen von dem Rotor angetriebenen Hauptgenerator,
    • • ein internes Netz zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage,
    • • einen an das interne Netz anschließbaren Energiespeicher,
    • • einen Haupttransformator zum Anschluss an das externe Versorgungsnetz,
    • • eine Einrichtung zum Trennen des Hauptgenerators vom Haupttransformator,
    • • eine Einrichtung zum Einspeisen der elektrischen Energie aus dem Energiespeicher in das interne Netz, wobei
    • • eine Einrichtung zum Einspeisen der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz vorhanden ist, die unabhängig vom Haupttransformator mit dem Hauptgenerator verbindbar ist.
  • Die erfindungsgemäße Windenergieanlage ist insbesondere zur Ausführung des oben im Einzelnen erläuterten Verfahrens geeignet. Insbesondere ist es durch die vorgesehene Trennung des Hauptgenerators vom Haupttransformator und die Einrichtung zum Einspeisen der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz, die unabhängig vom Haupttransformator mit dem Hauptgenerator verbindbar ist, möglich, den Energiebedarf der Verbraucher des internen Netzes der Windenergieanlage sowohl aus dem Energiespeicher (Inselspeicherbetrieb) als auch mit Hilfe des Hauptgenerators aus einem zur Verfügung stehenden Windangebot zu decken (Inselnetzbetrieb).
  • Der Energiespeicher kann grundsätzlich ein beliebiger Energiespeicher sein, der eine ausreichende Menge elektrischer Energie speichern kann. Denkbar ist beispielsweise die Verwendung der eingangs skizzierten Wasserstofftechnologie, die einen Wasserstoffspeicher mit einem Elektrolysegerät und einer Brennstoffzelle kombiniert. In einer Ausgestaltung der Windenergieanlage wird jedoch ein elektrochemischer Speicher verwendet, insbesondere ein Akkumulator. In Betracht kommt beispielsweise ein Blei-Säure-Akkumulator oder auch Hochtemperatur-Akkumulatoren, etwa Natrium-Schwefel-Akkumulatoren (NaS) oder Natrium-Nickel-Chlorid-Akkumulatoren (NaNiCl). Die verwendeten Akkumulatoren können beispielsweise Einspeichervermögen von 100 kWh oder mehr aufweisen.
  • Gemäß einer Ausgestaltung der Windenergieanlage ist die Einrichtung zum Einspeisen der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz ein mit dem internen Netz verbindbarer Transformator. Grundsätzlich ist als Einrichtung zum Einspeisen auch eine unmittelbare Verbindung mit dem internen Netz möglich. Die Zwischenschaltung eines Transformators erlaubt jedoch eine galvanische Trennung und eine Anpassung der sich gegenüberstehenden Spannungsniveaus.
  • In einer Ausgestaltung weist die Einrichtung zum Einspeisen der elektrischen Energie aus dem Energiespeicher in das interne Netz einen selbstgeführten Wechselrichter auf, der als Netzbildner arbeitet. Der selbstgeführte Wechselrichter kann sowohl im Inselnetzbetrieb als auch im Inselspeicherbetrieb der Netzbildner sein. Mit dem Wechselrichter können die zum Betrieb des internen Netzes erforderlichen Spannungs- und Stromparameter eingehalten werden.
  • Gemäß einer Ausgestaltung ist der Hauptgenerator ein doppelt gespeister Asynchrongenerator mit einem Statorkreis und einem Rotorkreis und der Statorkreis ist über eine erste Schalteinrichtung mit der Einrichtung zum Trennen des Hauptgenerators vom Haupttransformator und über eine zweite Schalteinrichtung mit einem Kurzschlusselement verbindbar. Diese Anordnung erlaubt ein Kurzschließen des Statorkreises. Das Kurzschlusselement kann einen unmittelbaren Kurzschluss der jeweiligen Statorwicklungen bewirken, es kann jedoch auch weitere Elemente, beispielsweise einen Schlupfwiderstand, enthalten.
  • In einer Ausgestaltung der Windenergieanlage ist eine weitere Einrichtung zum Einspeisen von elektrischer Energie in das interne Netz vorhanden, die mit der Niederspannungsseite des Haupttransformators und mit der Einrichtung zum Trennen des Hauptgenerators vom Haupttransformator verbindbar ist. Mit Hilfe dieser Einrichtung zum Einspeisen, die beispielsweise wieder ein Transformator sein kann, ist insbesondere eine Versorgung des internen Netzes im regulären Produktionsbetrieb der Windenergieanlage möglich. Alternativ zur Verwendung eines gesonderten Transformators oder einer unmittelbaren Verbindung, was bei entsprechenden Spannungsniveaus ebenfalls denkbar ist, kann der Haupttransformator als Einrichtung zum Einspeisen eine geeignete Hilfswicklung aufweisen.
  • In einer weiteren Ausgestaltung der Windenergieanlage ist eine Heiz- und/oder Kühlvorrichtung für eine Komponente der Windenergieanlage vorhanden, die mit dem internen Netz verbindbar ist. Gemäß einer Ausgestaltung gibt es darüber hinaus eine Steuereinrichtung mit einer Einrichtung zum Überwachen des Füllstands des Energiespeichers, die zum Vergleich eines Messwerts für die Außentemperatur mit einem vorgegebenen Maximal- oder Minimalwert und zur Aktivierung der Heiz- bzw. Kühleinrichtung in Abhängigkeit vom Füllstand des Energiespeichers ausgebildet ist. Diese Ausgestaltungen ermöglichen es, einen vorgegebenen Betriebstemperaturbereich einzuhalten, was bereits in Verbindung mit den zugehörigen Verfahren im Einzelnen erläutert wurde.
  • In einer Ausgestaltung der Windenergieanlage ist ein Filterelement vorhanden, das zwischen dem Ausgang einer mit dem Energiespeicher verbundenen Umformeinheit und dem internen Netz angeordnet ist. Das Filterelement dient zur Aufbereitung, insbesondere zur Glättung, der von dem Energiespeicher in das interne Netz einzuspeisenden elektrischen Energie. Es handelt sich beispielsweise um ein Sinusfilter, das die Spannung verbraucherkonform gestaltet.
  • Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in zwei Figuren dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:
  • 1 eine vereinfachte, schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Windenergieanlage;
  • 2 ein Flussdiagramm zur Veranschaulichung des erfindungsgemäßen Verfahrens.
  • Die in 1 dargestellte Windenergieanlage weist einen Rotor 10 mit mindestens einem Rotorblatt auf, der über eine Rotorwelle mit einem Getriebe 12 verbunden ist. Über das Getriebe 12 wird der Hauptgenerator 14, der ein doppelt gespeister Asynchrongenerator ist, angetrieben. Der doppelt gespeiste Asynchrongenerator 14 weist einen Statorkreis 16 und einen Rotorkreis 18 auf. Die drei Phasen des Rotorkreises 18 sind mit einem Maschinenstromrichter 22 verbunden, der Teil eines Hauptumrichters 20 ist. Die Gleichspannungsseite des Maschinenstromrichters 22 ist über einen Gleichspannungszwischenkreis 24, in dem eine Kapazität 26 angeordnet ist, mit der Gleichspannungsseite des Netzstromrichters 28 verbunden, der ebenfalls zum Hauptumrichter 20 gehört. Die Wechselspannungsseite des Netzstromrichters 28 ist über ein Schütz 32, in der Figur als Netzschütz bezeichnet, mit dem Knotenpunkt 34 verbunden, der sich zwischen dem Statorkreis 16 und dem Versorgungsnetz 44 befindet.
  • Der Statorkreis 16 des Hauptgenerators 14 ist über ein weiteres Schütz 30, in der Figur als Statorschütz bezeichnet, ebenfalls mit dem Knotenpunkt 34 verbunden. Der Statorkreis 16 ist über ein Schütz 66, das in der 1 als Kurzschlußschütz bezeichnet wird, mit einem Stator-Kurzschlusselement 68 verbindbar. Durch Schließen des Schützes 66 werden die Phasen des Statorkreises 16 jeweils kurzgeschlossen.
  • Weiterhin ist der Knotenpunkt 34 mit einer Einrichtung zum Trennen 36 in Form eines Leistungsschalters verbunden. Durch Öffnen dieses Leistungsschalters 36 kann der Hauptgenerator 14 vom Haupttransformator 40 getrennt werden. Die Niederspannungsseite des Haupttransformators 40 ist über den Leistungsschalter 36 mit dem Knotenpunkt 34 verbunden. Die Mittelspannungsseite des Haupttransformators 40 ist über einen Mittelspannungsschalter 42 mit dem Versorgungsnetz 44 verbunden.
  • Zwischen der Niederspannungsseite des Haupttransformators 40 und dem Leistungsschalter 36 befindet sich ein weiterer Knotenpunkt 38, mit dem eine Einrichtung zum Einspeisen in das interne Netz 46 der Windenergieanlage verbunden ist. Die Einrichtung zum Einspeisen ist ein Transformator 48. Über ein weiteres Schlitz 58 ist er mit dem internen Netz 46 der Windenergieanlage verbunden. An das interne Netz 46 der Windenergieanlage sind elektrische Verbraucher der Windenergieanlage angeschlossen, beispielsweise elektronische Steuereinrichtungen und Antriebsmotoren für die Azimut- und Blatteinstellwinkelverstellung sowie Heiz- und Kühleinrichtungen.
  • Im regulären Produktionsbetrieb, d. h. bei Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes 44 und ausreichendem Windangebot, bei dem elektrische Energie in das Versorgungsnetz 44 eingespeist wird, wird das interne Netz 46 der Windenergieanlage über den Transformator 48 versorgt.
  • Als weitere Versorgungsmöglichkeit für das interne Netz 46 der Windenergieanlage ist ein Energiespeicher 50 in Form eines Akkumulators vorhanden. Der Akkumulator 50 weist ein Speichervermögen von beispielsweise 200 kWh auf. Der Akkumulator 50 ist über eine Umformeinrichtung in Form eines bidirektional betreibbaren, selbstgeführten Wechselrichters 52 an einen Knotenpunkt 64 angeschlossen. Optional erfolgt der Anschluss über ein Sinusfilter 54, das die von dem Wechselrichter 52 zur Verfügung gestellte elektrische Spannung glättet.
  • Der Knotenpunkt 64 ist über ein Schütz 56 mit dem internen Netz 46 der Windenergieanlage verbindbar. Das Schutz 56 ist mit dem Schütz 58 gekoppelt in der Art, dass beim Öffnen des Schützes 58 das Schütz 56 automatisch geschlossen wird und umgekehrt. Durch das Schütz 58 wird dadurch automatisch das interne Netz 46 der Windenergieanlage vom externen Versorgungsnetz 44 getrennt, wenn die an das interne Netz 46 angeschlossenen Verbraucher über das Schütz 56 aus dem Energiespeicher 50 versorgt werden. Dabei ist es vorteilhaft, dass zuerst das Schütz 58 die Verbindung zum externen Versorgungsnetz trennt und nachfolgend die alternative Verbindung durch das Schutz 56 hergestellt wird und umgekehrt, wenn die Anlage wieder an das Versorgungsnetz geht. Zwischen den Schaltvorgängen der Schütze 56 und 58 sollte eine Zeitverzögerung liegen, die z. B. durch konstruktive mechanische Gestaltung der Schütze 56, 58 oder durch entsprechende Programmierung eines Steuerungsprogramms realisiert werden kann.
  • Die Windenergieanlage aus 1 weist weiterhin eine Einrichtung zum Einspeisen der vom Hauptgenerator zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz 46 der Windenergieanlage in Form eines Transformators 60 auf, der mit dem Knotenpunkt 34 verbunden ist und mit dem Schutz 32 mit dem Hauptumrichter 20 verbindbar ist. Die Sekundärseite des Transformators 60 ist über ein weiteres Schütz 62, in der Figur als Ladeschütz bezeichnet, mit dem Knotenpunkt 64 verbunden. Mit Hilfe des Transformators 60 kann über das Schütz 62 elektrische Energie vom Hauptgenerator 14 bzw. vom Hauptumrichter 20 in das interne Netz 46 der Windenergieanlage und/oder in den Energiespeicher 50 eingespeist werden.
  • Der Ablauf des erfindungsgemäßen Verfahrens wird anhand des in der 2 dargestellten Flussdiagramms erläutert, wobei gegebenenfalls auf die in 1 dargestellten Komponenten Bezug genommen wird. Das Verfahren beginnt bei 100 mit einer Überprüfung der Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes. Als Kriterium für die Feststellung einer fehlenden Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes wird der Wegfall des Versorgungsnetzes 44 für eine bestimmte Zeitdauer, im Ausführungsbeispiel fünf Minuten oder mehr, definiert. Ist das Versorgungsnetz für diesen Mindestzeitraum nicht verfügbar, verbleibt die Windenergieanlage im bzw. schaltet in den regulären Produktionsbetrieb 102, in dem elektrische Energie in das Versorgungsnetz 44 eingespeist werden kann.
  • Wird hingegen die Nichtverfügbarkeit des Netzes festgestellt, wird bei 104 das Schütz 56 (siehe 1) geschlossen, der Leistungsschalter 36 geöffnet und das Schütz 58, das in der bereits beschriebenen Weise mit dem Schütz 56 gekoppelt ist, geöffnet. Mithin ist in diesem Betriebszustand keine Einspeisung von elektrischer Energie in das Versorgungsnetz 44 mehr möglich und die Versorgung des internen Netzes 46 der Windenergieanlage muss über den Knotenpunkt 64 erfolgen.
  • Bei 106 wird überprüft, ob eine gemessene Windgeschwindigkeit vwind zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator ausreicht. Dies erfolgt im Ausführungsbeispiel anhand des Kriteriums, ob die gemes sene Windgeschwindigkeit vwind größer ist als eine Mindestwindgeschwindigkeit vcut-in.
  • Als nächstes wird bei 108 überprüft, ob sich die Windenergieanlage im Produktionsbetrieb befindet, d. h. ob vom Hauptgenerator 14 elektrische Energie zur Verfügung gestellt wird.
  • Ist dies der Fall, erfolgt bei 110 eine allgemeine Überprüfung des Zustands des Energiespeichers 50. Ist der Energiespeicher 50 betriebsbereit, wird bei 112 der Füllstand des Speichers überprüft. Ist der Speicher nicht gefüllt, d. h. beispielsweise nicht zu mehr als 98% gefüllt, wird der Energiespeicher bei 114 geladen. Dies erfolgt bei geschlossenem Schlitz 62 über den Transformator 60 und den Knotenpunkt 64 mit Hilfe des Wechselrichters 52 (siehe 1). Wird bei 112 festgestellt, dass der Energiespeicher 50 gefüllt ist, wird der Batterieladevorgang bei 116 abgeschaltet.
  • Parallel zu den Vorgängen 110 bis 116 wird bei 118 die Außentemperatur Taußen überprüft und gemäß dem geschilderten Ausführungsbeispiel mit einer Mindesttemperatur zum Betrieb der Windenergieanlage TWEA,min verglichen. Unterschreitet die gemessene Außentemperatur Taußen die Mindesttemperatur TWEA,min, wird bei 120 eine Heizvorrichtung eingeschaltet. Anschließend geht es zurück zur Überprüfung 118. Wird im Schritt 118 hingegen festgestellt, dass die Außentemperatur Taußen die Mindesttemperatur TWEA,min überschreitet, wird die Heizvorrichtung bei 122 ausgeschaltet.
  • Wird im bereits erläuterten Schritt 108 festgestellt, dass sich die Windenergieanlage nicht im Produktionsbetrieb befindet, wird zunächst bei 124 das Schütz 62 (siehe 1) geschlossen, bei 126 die Windenergieanlage mit der Azimut-Verstellung in den Wind gedreht und werden bei 128 die Rotorblätter auf einen vorgegebenen Blatteinstellwinkel eingestellt. Anschließend wird bei 130 das Schlitz 30 geöffnet und das Schlitz 66 geschlossen, was zum Kurzschluss des Statorkreises 16 des Hauptgenerators 14 führt. Anschließend wird der Rotor mit Hilfe des Hauptumrichters 20 magnetisiert. Infolgedessen wird vom Hauptgenerator 14 elektrische Energie zur Verfügung gestellt und die Windenergieanlage befindet sich im Produktionsbetrieb. Es schließen sich die bereits erläuterten Verfahrensschritte 110 und 118 an.
  • Bei 134 erfolgt eine Überprüfung der Netzverfügbarkeit. Ist das Netz weiterhin nicht verfügbar, wird das Verfahren mit einer Wiederholung des Schrittes 106, d. h. der Überprüfung der vorliegenden Windgeschwindigkeit, fortgesetzt. Ist das Netz hingegen wieder verfügbar, wird das Schlitz 62 geöffnet, das Schütz 56 wird geöffnet, wobei automatisch das gekoppelte Schütz 58 geschlossen wird, und der Leistungsschalter 36 wird geschlossen. Durch diese Maßnahmen kann bei 136 der reguläre Produktionsbetrieb der Windenergieanlage wieder aufgenommen werden.
  • Im Unterschied zu der bislang beschriebenen Betriebsart, die als Inselnetzbetrieb bezeichnet wird, wird die Windenergieanlage in den sogenannten Inselspeicherbetrieb versetzt, wenn im Schritt 106 eine Windgeschwindigkeit gemessen wird, die zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator nicht ausreicht. In diesem Fall erfolgt eine Überprüfung der Außentemperatur Taußen im Schritt 138.
  • Ist die Außentemperatur größer als eine Mindesttemperatur für den Betrieb der Windenergieanlage TWEA,min, wird bei 140 das Fortbestehen der Nichtverfügbarkeit des Versorgungsnetzes 44 überprüft. Wird eine Wiederkehr des Netzes festgestellt, wird der Leistungsschalter 36 geschlossen und das Schlitz 56 geöffnet. Auf diese Weise kann die Windenergieanlage bei 136 wieder in den regulären Produktionsbetrieb versetzt werden. Kann eine Wiederkehr des Netzes bei 140 nicht festgestellt werden, wird das Verfahren mit dem Schritt 106 fortgesetzt.
  • Dabei können ggfs. wie bei 142 angegeben, weniger wichtige Steuereinheiten deaktiviert werden, um den Energieverbrauch der Windenergieanlage zu senken.
  • Wird im Schritt 138 eine Außentemperatur Taußen unterhalb der Mindesttemperatur TWEA,min festgestellt, erfolgt bei 144 eine Überprüfung des Zustands des Energiespeichers. Ist der Energiespeicher 50 betriebsbereit, wird bei 146 eine Heizvorrichtung eingeschaltet. Dieser Zustand wird beibehalten, bis bei 148 ein Füllstand des Energiespeichers 50 unterhalb eines definierten Mindestwerts, im Ausführungsbeispiel ein Füllstand von weniger als 40%, festgestellt wird. In diesem Fall wird das Verfahren mit dem bei 142 beschriebenen Schritt fortgesetzt, wobei gemäß Schritt 150 die Heizvorrichtung ausgeschaltet wird.
  • Bei noch ausreichendem Füllstand des Energiespeichers 50 im Überprüfungsschritt 148 wird bei 152 überprüft, ob die fehlende Verfügbarkeit des Versorgungsnetzes 44 noch anhält. Ist dies der Fall, wird das Verfahren mit einer Wiederholung des Schritts 106 fortgesetzt. Ist das Versorgungsnetz 44 hingegen wieder verfügbar, wird die Windenergieanlage durch Schließen des Leistungsschalters 36 und Öffnen des Schützes 56 wie bereits erläutert für den regulären Produktionsbetrieb bei 136 vorbereitet.
  • ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Claims (17)

  1. Verfahren zum Betreiben einer Windenergieanlage bei fehlender Verfügbarkeit eines externen Versorgungsnetzes (44), wobei die Windenergieanlage einen Rotor (10) mit mindestens einem Rotorblatt, einen von dem Rotor angetriebenen Hauptgenerator (14), ein internes Netz (46) zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage, einen an das interne Netz (46) anschließbaren Energiespeicher (50) und einen Haupttransformator (40) zum Anschluss an das externe Versorgungsnetz (44) aufweist, und die an das interne Netz (46) angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher (50) versorgt werden können, dadurch gekennzeichnet, dass • der Hauptgenerator (14) vom Haupttransformator (40) getrennt wird, wenn das Versorgungsnetz (44) nicht verfügbar ist, • die an das interne Netz (46) angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage mit der vom Hauptgenerator (14) zur Verfügung gestellten elektrischen Energie versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator (14) ausreicht, und • die an das interne Netz (46) angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher (50) versorgt werden, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator (14) nicht ausreicht.
  2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (50) mit vom Hauptgenerator (14) zur Verfügung gestellter elektrischer Energie aufgeladen wird, wenn das Versorgungsnetz (44) nicht verfügbar ist und die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator (14) ausreicht.
  3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die an das interne Netz (46) angeschlossenen Verbraucher der Windenergieanlage aus dem Energiespeicher (50) über einen selbstgeführten Wechselrichter (52) versorgt werden, der als Netzbildner arbeitet.
  4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptgenerator (14) ein doppelt gespeister Asynchrongenerator mit einem Statorkreis (16) und einem Rotorkreis (18) ist und der Statorkreis (16) bei Windgeschwindigkeiten unterhalb einer vorbestimmten Grenze kurzgeschlossen wird.
  5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass ein mit dem Rotorkreis (18) des Hauptgenerators verbundener Hauptumrichter (20) von dem selbstgeführten Wechselrichter (52), der als Netzbildner arbeitet, geführt wird.
  6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass das interne Netz (46) vom externen Versorgungsnetz (44) getrennt wird, wenn die an das interne Netz (46) angeschlossenen Verbraucher aus dem Energiespeicher (50) oder dem Hauptgenerator (14) versorgt werden.
  7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass eine mit dem internen Netz (46) verbundene Heiz- und/oder Kühlvorrichtung für eine Komponente der Windenergieanlage eingeschaltet wird, wenn eine gemessene Außentemperatur eine vorgegebene Minimal- bzw. Maximaltemperatur unter- bzw. überschreitet.
  8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Heiz- und/oder Kühlvorrichtung nur eingeschaltet wird, wenn die Windgeschwindigkeit zur Bereitstellung einer ausreichenden elektrischen Leistung durch den Hauptgenerator (14) ausreicht oder der Energiespeicher (50) über ein vorgegebenes Maß hinaus gefüllt ist.
  9. Windenergieanlage mit • einem Rotor (10) mit mindestens einem Rotorblatt, • einem von dem Rotor (10) angetriebenen Hauptgenerator (14), • einem internen Netz (46) zur Versorgung elektrischer Verbraucher der Windenergieanlage, • einem an das interne Netz (46) anschließbaren Energiespeicher (50), • einem Haupttransformator (40) zum Anschluss an das externe Versorgungsnetz (44), • einer Einrichtung (36) zum Trennen des Hauptgenerators (14) vom Haupttransformator (40), • einer Einrichtung (52) zum Einspeisen der elektrischen Energie aus dem Energiespeicher (50) in das interne Netz (46), gekennzeichnet durch • eine Einrichtung (60) zum Einspeisen der vom Hauptgenerator (14) zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz (46), die unabhängig vom Haupttransformator (40) mit dem Hauptgenerator (14) verbindbar ist.
  10. Windenergieanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (50) ein elektrochemischer Speicher ist.
  11. Windenergieanlage nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (60) zum Einspeisen der vom Hauptgenerator (14) zur Verfügung gestellten elektrischen Energie in das interne Netz (46) ein mit dem internen Netz (46) verbindbarer Transformator ist.
  12. Windenergieanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (52) zum Einspeisen der elektrischen Energie aus dem Energiespeicher in das interne Netz einen selbstgeführten Wechselrichter (52) aufweist, der als Netzbildner arbeitet.
  13. Windenergieanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Hauptgenerator (14) ein doppelt gespeister Asynchrongenerator mit einem Statorkreis (16) und einem Rotorkreis (18) ist und der Statorkreis (16) über eine erste Schalteinrichtung (30) mit der Einrichtung (36) zum Trennen des Hauptgenerators (14) vom Haupttransformator (40) und über eine zweite Schalteinrichtung (66) mit einem Kurzschlusselement (68) verbindbar ist.
  14. Windenergieanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine weitere Einrichtung (48) zum Einspeisen von elektrischer Energie in das interne Netz (46) vorhanden ist, die mit der Niederspannungsseite des Haupttransformators (40) und mit der Einrichtung (36) zum Trennen des Hauptgenerators (14) vom Haupttransformator (40) verbindbar ist.
  15. Windenergieanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Heiz- und/oder Kühlvorrichtung für eine Komponente der Windenergieanlage vorhanden ist, die mit dem internen Netz (46) verbindbar ist.
  16. Windenergieanlage nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuereinrichtung mit einer Einrichtung zum Überwachen des Füllstands des Energiespeichers (50) vorhanden ist, die zum Vergleich eines Messwerts für die Außentemperatur mit einem vorgegebenen Maximal- oder Minimalwert und zur Aktivierung der Heiz- bzw. Kühleinrichtung in Abhängigkeit vom Füllstand des Energiespeichers (50) ausgebildet ist.
  17. Windenergieanlage nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass ein Filterelement (54) vorgesehen ist, das zwischen dem Ausgang einer mit dem Energiespeicher (50) verbundenen Umformeinheit und dem internen Netz (46) angeordnet ist.
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