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Die Erfindung betrifft ein Reinigungs- und Trocknungssystem zum Beseitigen von abgelagertem Umweltschmutz auf der Oberfläche einer Solarfläche gemäß dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
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Ein solches Reinigungs- und Trocknungssystem ist beispielsweise bereits aus der
DE 10 2005 007 200 A1 als bekannt zu entnehmen und umfasst einen an die Größe der Solarfläche angepassten Grundkörper in Form einer Vorrichtung, welcher eine mechanische Konstruktion zur Beseitigung der abgelagerten Verschmutzung mit Hilfe von Reinigungsmitteln sowie anschließender Nässebeseitigung auf den Solarflächen aufweist. Dabei ist der Vorrichtung ein Kehrelement zum einfachen Lösen des Schmutzes und eine aufgesetzten Gummilippe zum einfachen Beseitigen von Wasser auf der Solarfläche zugeordnet.
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Aus der
DE 20 2006 003 697 U1 ist ebenfalls ein Reinigungs- und Trocknungssystem für Solarflächen bekannt, bei welcher eine Schaufel zur Grobreinigung und eine Bürsteneinheit zur ersten Feinreinigung vorgesehen ist. Zur weiteren Feinreinigung sind zudem ein Wischblatt und/oder ein Düsensystem vorgesehen.
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Aus der
CH 651 379 A5 ist überdies ein Flachkollektor bekannt, welcher ein Kollektorgehäuse mit einer Verglasung umfasst. Ein im Rahmen des Gehäuses verankertes Dichtungsprofil weist dabei eine nach innen vorspringende Dichtungslippe auf, welche den Kollektor vor eindringendem Wasser schützt. Eine Reinigungs- und Trocknungssystem ist nicht vorgesehen.
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Weitere Reinigungs- und Trocknungssysteme sind aus der
DE 20 2008 003 298 U1 und aus der
20 2008 007 802 U1 bekannt. Dabei ist zur Reinigung der Solarzellen ein Schieber bzw. ein Sprührohr mit Sprühdüsen vorgesehen, welche jeweils mittels einer Antriebseinrichtung entlang der Oberfläche der jeweiligen Solarfläche bewegbar sind.
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Aus der
DE 87 05 413 U1 ist schließlich ein Außenfenster bzw. Dachfenster bekannt, welches mittels eines Reinigungs- und Trocknungssystems zu säubern ist.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Reinigungs- und Trocknungssystem zu schaffen, welches die Verschmutzung der Solarfläche optimal beseitigen kann.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ein Reinigungs- und Trocknungssystem mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
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Um ein Reinigungs- und Trocknungssystem zu schaffen, das die Verschmutzung der Solarfläche optimal beseitigen kann, ist ein an die Größe der Solarfläche angepasster Grundkörper vorgesehen, welcher eine mechanische Konstruktion zur Beseitigung der abgelagerten Verschmutzung mit Hilfe von Reinigungsmitteln sowie anschließender Nässebeseitigung auf den Solarflächen mit einem Schwammgummi zum einfachen Lösen des Schmutzes und mit einer auf der Solarfläche aufgesetzten Gummilippe zum einfachen Beseitigen von Wasser umfasst.
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Der Vorteil der technischen Konstruktion zur Beseitigung der abgelagerten Verschmutzung mit Hilfe von entsprechend angemessenem Reinigungsmittel (gleich Scheibenwischerkonzentrat) sowie anschließende Nässebeseitigung auf den Solarflächen ist dadurch gegeben, dass durch eine regelmäßig optimale und aufwandsminimale Nutzung des entsprechend optimiert angepassten Reinigungs- und Trocknungssystems der Ertrag der installierten Solarflächen maximiert werden kann.
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Der Grundkörper weist gemäß dem kennzeichnenden Teil von Anspruch 1 am unteren Rand der Solarfläche einen ansteigenden Übergang auf, über welchen das Schwammgummi führbar ist. Durch diesen Übergang ist somit das Schwammgummi führbar, damit eine gesamte Trocknung der Solarfläche gegeben ist. Da das Schwammgummi am Ende der Solarfläche über den steigenden Übergang geführt wird, ist zudem gewährleistet, dass durch die bis ans Ende der Solarfläche geführte Gummilippe keine Schmutz- und Wasserrückstände am unteren Rand der Solarflächen verbleiben.
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Einen weiteren Vorteil der technischen Konstruktion zur Beseitigung der abgelagerten Verschmutzung sowie zur anschließenden Nässebeseitigung auf den Solarflächen ist dadurch gegeben, dass das Reinigungs- und Trocknungssystem vereinfachte Anwendungsmöglichkeiten aufweist.
- – Einfache Ergänzung in den Herstellungsprozessen zur Integration in den Solarflächen.
- – Leichter Anpassung- und Aufsatzprozess auf die bestehenden Solarflächen.
- – Die Leichtigkeit des Gewichtes muss gegeben sein, um eine zusätzliche Erschwerung der Solarflächen zu vermeiden.
- – Die einfache Funktionalität, elektronisch oder mechanisch, muss gegeben sein, um eine zusätzliche Optimierung und Effizienz zu ermöglichen.
- – Die Wetterbeständigkeit muss gegeben sein, um eine langfristige Nutzungsdauer und folglich Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten.
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Die Erfindung ist in den Zeichnungen dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen
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1 eine Seitenansicht auf ein Reinigungs- und Trocknungssystem, welches vorliegend als technisch aufgesetztes Reinigungssystem bzw. Aufsatzsystem gestaltet ist,
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2 eine Draufsicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem gemäß 1,
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3 eine Seitenansicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem, welches vorliegend als technisch aufgesetztes Reinigungssystem bzw. Aufsatzsystem gestaltet ist, und welches im Unterschied zur Ausführungsform gemäß den 1 und 2 jedoch mit einem erfindungsgemäßen Schwamm versehen ist,
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4 eine Draufsicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem gemäß 3,
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5 eine Seitenansicht auf ein Reinigungs- und Trocknungssystem, welches vorliegend als technisch integriertes Reinigungssystem bzw. Aufsatzsystem gestaltet ist,
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6 eine Draufsicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem gemäß 5,
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7 eine Seitenansicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem, welches vorliegend als technisch integrierten Reinigungssystem bzw. Aufsatzsystem gestaltet ist, und welches im Unterschied zur Ausführungsform gemäß den 1 und 2 jedoch mit einem erfindungsgemäßen Schwamm versehen ist, und
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8 eine Draufsicht auf das Reinigungs- und Trocknungssystem gemäß 7.
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In den 1 bis 4 ist ein Reinigungs- und Trocknungssystem dargestellt, welches als technisch aufgesetztes Reinigungssystem ausgebildet ist. Die 5 bis 8 zeigen hingegen ein Reinigungs- und Trocknungssystem, welches als technisch integriertes Reinigungssystem ausgebildet ist. Das Reinigungs- und Trocknungssystem dient zum einfachen Beseitigen von abgelagertem Umweltschmutz auf der Oberfläche von installierten Solarflächen in elektronischer oder manuell mechanischer Vorgehensweise (Technik). Die 3 und 4 bzw. die 7 und 8 zeigen als Ergänzung einen Schwammgummi F und mit einem Schwammschutz L.
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Dieses technisch integrierte oder aufgesetzte Reinigungssystem besteht aus einem Grundkörper A, der durch maßgeschneiderte Herstellung an die Größen der Solarflächen angepasst und mit einer technischen Konstruktion zur Reinigung und Trocknung von Solarflächen versehen ist. Der Grundkörper A besteht aus einer elektronischen und manuell mechanischen Konstruktion zur Beseitigung der abgelagerten Verschmutzung mit Hilfe von entsprechend angemessenem Reinigungsmittel (gleich Scheibenwischerkonzentrat) sowie anschließender Nässebeseitigung auf den Solarflächen. Der Grundkörper A ist beispielsweise durch Betätigung eines elektronischen Befehls per Schalter, Fernsteuerung oder EDV aktivierbar, so dass die Funktionalität des horizontal positionierten Reinigungs- und Trocknungssystems auf verschmutzten Oberflächen der installierten Solarflächen mit Hilfe von Reinigungsmittel (gleich Scheibenwischerkonzentrat) durchgeführt werden kann. Alternativ kann der Grundkörper A durch Betätigung von manuell mechanischen Arbeitsschritten die Funktionalität des horizontal positionierten Reinigungs- und Trocknungssystems auf verschmutzten Oberflächen der installierten Solarflächen mit Hilfe von Reinigungsmittel (gleich Scheibenwischerkonzentrat) erfüllen. Sowohl bei der elektronischen als auch bei der manuell mechanischen Betätigung kann der Grundkörper A elektronisch/mechanisch zur Reinigung und Trocknung vertikal ab- und aufwärts der Solarfläche verlaufen.
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Gemäß den 1 bis 4 ist der Grundkörper A mit einem Rahmen B versehen, um das Reinigungs- und Trocknungssystem nachträglich auf die Solarflächen in fixierender Form zu positionieren. Der Grundkörper A und der Rahmen B sind mit Halterungen I versehen, um den aufgesetzten Grundkörper A langfristig mit einer gummiartigen Zwischenlage oder einer anderen sinnvoll langlebig beständigen Lösung auf die Solarflächen zu fixieren.
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Der Grundkörper A ist – wie aus den 3 und 4 bzw. 7 und 8 erkennbar – mit einem quer horizontalen Schwammgummi F zum einfachen lösen des Schmutzes versehen. Das Schwammgummi F besteht beispielsweise aus einem langlebig und wetterbeständigen Weichgummi und verläuft gleich dem Grundkörper A durchgehend quer horizontal. Dabei kann das Schwammgummi F – sich nicht gänzlich mit Wasser vollsaugend – teilweise Wasser abweisend ausgebildet sein. Zudem kann das Schwammgummi F so gestaltet sein, dass die Schmutzpartikel nicht aufsaugt werden, d. h. diese sich nicht am Schwammgummi F ablagern, sondern abgewiesen werden.
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Der Grundkörper A ist vorliegend an der frontal, quer horizontalen vorderen Fläche mit einem Schwammschutz L für den Schwammgummi F versehen, so dass der Schwammgummi F vor Wettereinflüssen geschützt und ein schneller Verschleiß unterbunden ist. Diese Fixierung des Schwammgummis F am Schwammschutz L kann beispielsweise mittels von Klettband oder doppelseitigem Klebeband zur einfachen Erneuerung erfolgen.
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Draufseitig ist der Grundkörper A durchgehend mit einer Kartusche G versehen, um das entsprechende Reinigungsmittel (gleich Scheibenwischerkonzentrat) vor jedem Reinigungsprozess über einen Schlauchzugang H aus dem Behälter, befindlich individuell ortsnah unterhalb der Solarflächen, in die Kartusche zu pumpen oder durch Unterdruck zu befüllen.
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Wie anhand der 1, 3, 5, und 7 erkennbar ist, ist der Grundkörper A mit einer auf den Solarflächen quer horizontal aufgesetzten Gummilippe E zum einfachen Beseitigen des Wassers versehen. Die Gummilippe E besteht beispielsweise aus einem langlebigen und wetterbeständigen Hartgummi und verläuft gleich dem Grundkörper A durchgehend quer horizontal. Dabei kann der Grundkörper A mit einer quer horizontalen Schiene aus Edelstahl oder Kunststoff sowie mit einer quer horizontalen Schnellverschlussfeder, als sichere Fixierung, zum leichten Auswechseln der Gummilippe E versehen sein.
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Der Grundkörper A verfügt über einen am unteren Rand der Solarfläche zwischen Glas und Erhebung des Rahmens B, auch nachträglich einfügbaren, fest platzierten, steigenden Übergang K – vorliegend bestehend aus einer sich selbst härtenden gummiartigen Paste mit wetterbeständiger Funktionalität als Ausfüllung, damit der Schwammgummi F darüber geführt werden kann und somit eine gesamte Trocknung der Solarfläche gegeben ist. Hierdurch wird der Schwammgummi F am Ende der Solarfläche über den steigenden Übergang K geführt, so dass durch die bis ans Ende der Solarfläche geführte Gummilippe E keine Schmutz- und Wasserrückstände am unteren Rand der Solarflächen zwischen Glas und der Erhebung des Rahmens B verbleibt.
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Des Weiteren kann der Grundkörper A mit beidseitigen sowie einseitigen Führungsnoppen D versehen sein, um den Grundkörper A über die Führungsschienen C bei aufgesetztem Reinigungs- und Trocknungssystem oder über die integrierte Führungsschiene J optimal ab- und aufwärts verlaufen zu lassen. Die Führungsnoppen D können unabhängig eines integrierten oder aufgesetzten Grundkörpers A, jedoch abhängig von der Belastungsfähigkeit, vorgesehen sein.
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Der Grundkörper A kann mit einem Sensor versehen sein, der den Faktor der Schmutzschicht auf den Oberflächen der installierten Solarflächen definiert und in regelmäßigen Zeitphasen übermittelt.
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Das Reinigungsmittel entspricht einer entsprechenden Reinigungssubstanz, beispielsweise Scheibenwischerkonzentrat, um die Schmutzpartikel anstandslos von der Solarfläche lösen zu können.
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Bezugszeichen
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- A
- Grundkörper
- B
- Rahmen
- C
- Führungsschiene
- D
- Führungsnoppen
- E
- Gummilippe (Scheibenwischer)
- F
- Schwammgummi
- G
- Kartusche
- H
- Schlauchzugang
- I
- Halterung
- J
- integrierte Führungsschiene
- K
- Übergang Schwammgummi
- L
- Schwammschutz
- M
- Düsen
- O
- Düsenleiste