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Die
Erfindung betrifft ein Essbesteck, umfassend ein Griffstück
und ein Mundstück, mit einem optischen Effekt.
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Essbesteck
wie insbesondere Messer, Löffel, Gabeln und Essstäbchen
dienen vor allem zur Aufnahme von Speisen, wobei Essbesteck allerdings aus
verschiedenen Materialien bestehen kann und neben verschiedenen
Formen auch unterschiedliche Verzierungen aufweisen kann. Ein Essbesteck
kann zudem in sich mehrere Materialien vereinigen, wobei insbesondere
ein Mundstück und ein Griffstück häufig
aus verschiedenen Materialien sind.
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Sehr
selten wurde Essbesteck bislang mit anderen Funktionen ausgestattet.
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So
ist in der Schweizer Patentschrift
CH 686 336 A5 ein Essbesteck bestehend aus
zwei Essstäbchen beschrieben, bei dem 2-teilig und teleskopisch zusammenlegbare
Essstäbchen mit einem Kugelschreiber oder mit einem Stablämpchen
versehen sein können, das ausfahrbar ist.
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In
der koreanischen Offenlegungsschrift
KR 1020030009995 A sind
eine Temperatur sensierende Essstäbchen beschrieben. Die
mit einer Anzahl von Temperatursensoren für den Bereich
von 0 bis 100°C gemessenen Temperaturen werden für
einen Zeitraum von wenigen Sekunden durch einen Ring angezeigt,
der in Abhängigkeit von der gemessenen Temperatur eine
unterschiedliche Farbe hat.
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Im
Ostasiatischen Kulturraum werden Speisen im Allgemeinen mit Hilfe
einfacher Essstäbchen verzehrt. Zur Auswahl stehen hierbei
stets ein Paar Stäbchen, dessen Abmessungen oder äußere
Gestaltung im Laufe der Zeit kaum geändert wurde. Als Material
der Stäbchen wurden bislang Kunststoffe, Metall und insbesondere
Holz verwendet.
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Herkömmliche
Essstäbchen werden für anspruchsvolle Benutzer
durch zusätzlich aufgebrachte Farb- oder Brandmuster, Schnitzereien
sowie Lackierungen und Materialkombinationen veredelt. Sämtliche
Bemühungen, Essstäbchen attraktiver zu gestalten,
beschränken sich hierbei jedoch hauptsächlich auf äußerliche
Verzierungen.
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Wünschenswert
wäre daher Essbesteck und insbesondere Essstäbchen,
das auch in designtechnischer Hinsicht verbesserte Möglichkeiten
bietet.
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Vor
diesem Hintergrund ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein
Essbesteck bereit zu stellen, das neben der eigentlichen Verwendung
eines Essbestecks über verbesserte technische Funktionen
verfügt, wobei es auch möglich sein soll, die Attraktivität
des Essbestecks zu verbessern.
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Gegenstand
der Erfindung ist daher ein Essbesteck, umfassend ein Griffstück
und ein Mundstück, mit einem optischen Effekt, wobei das
Essbesteck mindestens eine integrierte Lichtquelle und eine integrierte
Energieversorgung aufweist, und wobei die integrierte Lichtquelle
mindestens einen Teil der Oberfläche des Essbestecks beleuchtet.
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„Beleuchtung” bedeutet
hierbei insbesondere, dass eine Lichtstrahlung der integrierten
Lichtquelle direkt oder durch ein transparentes oder transluzentes
Material des Essbestecks hindurch zumindest einen Teil der Oberfläche
des Essbesteckes bestrahlt und diese Bestrahlung von außerhalb
des Essbestecks wahrnehmbar und insbesondere sichtbar ist.
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Besteht
beispielsweise das Mundstück aus einem transluzenten Material,
so kann dessen Oberfläche beispielsweise durch eine im
Inneren des Essbestecks angeordnete Lichtquelle wie eine Diode unter
Ausnutzung einer Volumenstreuung (subsurface scattering) beleuchtet
werden.
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Der
Begriff „Beleuchtung” umfasst außerdem eine
kontinuierliche oder diskontinuierliche Beleuchtung, wobei sehr
unterschiedliche Zeitabhängigkeiten der abgestrahlten Lichtstrahlung
verwendet werden können. Verschiedene Beleuchtungsprogramme sind
möglich, wobei unter „Beleuchtungsprogramm” die
Variation der Lichtintensität von einer oder mehreren Lichtquellen
mit einer oder unterschiedlichen Wellenlängen gemeint ist.
Ein Beleuchtungsprogramm kann beispielsweise aus einem konstanten Leuchten
mit einer Farbe und einer Intensität oder einem Blinken
mit einer konstanten Lichtintensität mit einer Farbe bestehen.
Außerdem können beliebige Variationen von Farben,
Farbwechseln, etc. durchgeführt werden.
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Auf
diese Weise können mit der vorliegenden Erfindung am Essbesteck
verschiedenste Farb- und Lichteffekte erzeugt werden.
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Die
integrierte Lichtquelle verwendet Lichtstrahlung vorzugsweise im
sichtbaren Teil des Spektrums, so dass die Beleuchtung der Oberfläche
von außerhalb des Essbestecks sichtbar ist. Allerdings
ist erfindungsgemäß die Verwendung von UV- oder IR-Strahlung
nicht ausgeschlossen.
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Die „integrierte
Lichtquelle” kann beliebig ausgestaltet sein, solange ihre
Dimensionen und sonstigen Eigenschaften die Verwendung in einem Essbesteck
wie einem Essstäbchen zulassen. Die im erfindungsgemäßen
Essbesteck integrierte Lichtquelle umfasst vorzugsweise mindestens
eine anorganische oder organische Leuchtdiode (LED). Bei Verwendung
von mehreren LEDs können diese eine oder mehrere Farben
erzeugen. Zur Steuerung der integrierten Lichtquelle bei komplexen
Beleuchtungsprogrammen ist im Allgemeinen eine geeignete Steuereinrichtung
in das Essbesteck integriert.
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Neben
den an sich bekannten anorganischen Leuchtdioden, die vor allem
für eine Abstrahlung von Licht in das Innere des Essbestecks
verwendet werden können, wobei das Licht durch transparente
oder transluzente Teile des Essbestecks hindurch, d. h. teilweise
unter Ausnutzung der Volumenstreuung, mindestens einen Teil von
dessen Oberfläche beleuchten können, können
organische Leuchtdioden, die auch als flexible Filme vorliegen können, direkt
an der Oberfläche des Essbestecks angeordnet sein.
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Vorzugsweise
ist die integrierte Lichtquelle an der Oberfläche des Essbestecks,
in der Nähe oder innerhalb des transparenten bzw. transluzenten
Teils angeordnet, damit sie auf eine besonders effiziente Weise
die Oberfläche beleuchten kann.
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Das
Essgerät ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt,
solange es zum Aufnehmen von Nahrung und dessen Weiterbeförderung
zum Mund geeignet ist. Vorzugsweise ist das Essgerät ein
Messer, eine Gabel, ein Löffel oder ein Essstäbchen.
Besonders bevorzugt ist das Essbesteck ein Essstäbchen, insbesondere
ein Paar von Essstäbchen.
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Das
Essbesteck weist im Allgemeinen ein Griffstück zum Halten
des Essgeräts und ein Mundstück zur Aufnahme von
Speisen durch einen Benutzer auf. Griffstück und Mundstück
variieren hinsichtlich Form und Länge im Allgemeinen in
Abhängigkeit von der Art des Essbestecks. Das Essbesteck
kann einteilig oder mehrteilig sein.
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Bei
einem erfindungsgemäß bevorzugten Essstäbchen
beträgt die Länge des Mundstücks im Allgemeinen
40 bis 70%, vorzugsweise 50 bis 60%, bezogen auf die Länge
des Essstäbchens. Die Länge des Mundstücks
bzw. des Griffstücks bezieht sich bei Betrachtung des Essstäbchens
auf den von außen sichtbaren Teil des Mundstücks
bzw. des Griffstücks.
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Allerdings
kann ein erfindungsgemäß bevorzugtes Essstäbchen
in seiner einfachsten Variante ein einteiliges Stäbchen
sein, bei dem Mundstück und Griffstück identisch
sind.
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Vorzugsweise
werden mindestens 5%, mehr bevorzugt mindestens 10% und ganz besonders
bevorzugt mindestens 25% der Oberfläche des Essbestecks
durch die integrierte Lichtquelle beleuchtet.
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Im
erfindungsgemäßen Essbesteck wird mindestens ein
Teil der Oberfläche beleuchtet, wobei sich der beleuchtete
Teil im Griffstück, im Mundstück oder in beiden
befinden kann.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform des Essbestecks weist
die Oberfläche voneinander getrennte beleuchtete Bereiche
auf. Vorzugsweise weist das Essgerät mindestens zwei und
besonders bevorzugt genau zwei voneinander getrennte beleuchtete
Bereiche auf.
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Es
ist wiederum bevorzugt, dass das Essbesteck einen ersten beleuchteten
Bereich im Griffstück und einen zweiten beleuchteten Bereich
im Mundstück umfasst. Bei Verwendung von getrennten beleuchteten
Bereichen können diesen Bereichen unterschiedliche Funktionen
zukommen. So kann ein erster Bereich lediglich die Funktion einer
Beleuchtung haben und ein zweiter Bereich lediglich die Funktion
einer optischen Anzeige, beispielsweise eines Displays für
Signale eines im Essbesteck angeordneten Sensors.
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Die
integrierte Lichtquelle kann automatisch oder manuell aktiviert
oder deaktiviert werden. Unter Aktivieren ist hierbei das Starten,
auch das verzögerte Starten, oder Beenden einer Beleuchtung
bzw. eines Beleuchtungsprogrammes zu verstehen.
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In
einer weiteren bevorzugten Ausführungsform umfasst das
Essbesteck einen Sensor zur Erfassung von Signalen, welche die integrierte
Lichtquelle automatisch aktivieren oder deaktivieren können.
Hierzu umfasst das Essbesteck neben dem Sensor vorzugsweise auch
eine Steuereinrichtung (Mikrokontroller). Der Sensor ist erfindungsgemäß nicht eingeschränkt
und umfasst beispielsweise einen Beschleunigungssensor, Geräuschsensor,
Biosensor, Leitfähigkeitssensor oder Temperatursensor.
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Der
Sensor ist vorzugsweise ein Biosensor, Leitfähigkeitssensor
oder ein Temperatursensor. Der Sensor ist vorzugsweise an einem
unteren Ende des Mundstücks angebracht.
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Ein
Wärmesensor kann einen Benutzer des Essbestecks bereits
bei der Aufnahme einer Essensportion über deren Temperatur
informieren. Hierdurch kann ein Benutzer durch ein geeignetes Beleuchtungsprogramm über
zu kalte oder heiße Speisen informiert werden. Beispielsweise
könnte beim Kontaktieren einer Speise durch einen Temperatursensor
im Essbesteck ein Sensorsignal aufgenommen, über einen
Mikrokontroller in Hinblick auf eine gemessene Temperatur ausgewertet
und das Ergebnis in Form eines geeigneten Beleuchtungsprogramms
dargestellt werden. So könnte beim Überschreiten
eines vorbestimmten, im Mikrokontroller abgespeicherten oberen Temperaturwertes
ein rotes Licht aufleuchten. Andererseits könnte bei Unterschreiten
eines vorbestimmten, im Mikrokontroller abgespeicherten unteren
Temperaturwertes ein blaues Licht aufleuchten. Alternativ oder in
Ergänzung hierzu könnte das Essbesteck an der
beleuchteten Stelle der Oberfläche zu blinken beginnen.
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In
einer anderen Ausführungsform ist der Sensor ein Leitfähigkeitssensor,
der gemessene Leitwerte hinsichtlich der Konzentration von Salz
in einer Speise auswertet und den Benutzer über das Ergebnis
(zu wenig Salz – zu viel Salz – optimaler Salzgehalt)
informiert.
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Schließlich
kann der Sensor vorzugsweise auch ein Biosensor sein. Der Biosensor
könnte ggf. auf eine oder mehrere chemische Substanzen
eingestellt sein, deren Erkennung für einen Benutzer des Essbestecks
wichtig ist. Beispielsweise könnte ein Biosensor zur Anwendung
kommen, der insbesondere auf Substanzen anspricht, gegen die der
Benutzer allergisch ist.
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Zwei
oder mehrere der vorgenannten Ausführungsformen können
miteinander kombiniert werden.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck kann auch manuell
aktiviert oder deaktiviert werden. Hierzu weist das Essbesteck vorzugsweise
einen Ein-Aus-Schalter auf, über den die integrierte Lichtquelle
von einem Benutzer des Essbestecks aktiviert und/oder deaktiviert
werden kann.
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Im
erfindungsgemäßen Essbesteck können verschiedene
Beleuchtungsprogramme vorgesehen sein, die ein Benutzer über
einen optional vorhandenen Auswahlschalter jeweils einstellen kann.
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Die
Funktionen eines Ein-Aus-Schalters und eines Auswahlschalters können
geeignet in einen einzigen manuell zu bedienenden Schalter integriert sein.
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In
einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist das
Essbesteck auf zumindest einem Teil der beleuchteten Oberfläche
eine photokatalytische Beschichtung auf, die bei Beleuchtung mit
Licht Sauerstoffradikale erzeugt, die aufgrund ihrer chemischen
Reaktivität auf dieser Schicht befindliche Materialien,
insbesondere organische Verbindungen oder Mikroorganismen zerstören
können. Vorzugsweise ist hierzu auf mindestens einem Teil
der beleuchteten Oberfläche des Essbestecks eine Titandioxid
enthaltende Schicht aufgebracht, die zur Erzeugung eines photokatalytischen
Effektes im Allgemeinen mit elektromagnetischer Strahlung im Wellenlängenbereich
von 380 bis 400 nm, vorzugsweise im Wellenlängenbereich
von 385 bis 395 nm, bestrahlt wird.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck verfügt über
eine integrierte Energieversorgung. Der hierin verwendete Begriff „Energieversorgung” bedeutet nicht
nur Energieversorgung im eigentlichen Sinn, sondern umfasst auch
Energieerzeugung. Die Energieversorgung umfasst vorzugsweise eine
Batterie, einen Akkumulator, eine Brennstoffzelle, ein Reformer-Brennstoffzellensystem
oder eine Solarzelle, sowie eine beliebige Kombination hiervon.
Vorzugsweise kann die Energieversorgung zum Ersatz, Aufladen, Auffüllen
oder ggf. Reparieren dem Essbesteck wiederholt entnommen werden.
Vorzugsweise umfasst das Essbesteck daher ein Fach zur Aufnahme der
Energieversorgung. Das Fach könnte von außen beispielsweise
dadurch zugänglich sein, dass es einen abschraubbaren oder
auf sonstige Weise zu öffnenden Deckel aufweist. Alternativ
könnte das Fach so in ein mehrteiliges Essbesteck integriert
sein, dass es bei einer Trennung von Teilen des mehrteiligen Essbestecks
zugänglich wird.
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Die
Energieversorgung im Essbesteck kann in einer bevorzugten Ausführungsform
mittels einer externen Ladestation durch Induktion geladen werden.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck kann einteilig oder
mehrteilig sein. Für den Fall, dass es mehrteilig, insbesondere
zweiteilig ist, können die Teile lösbar oder unlösbar
miteinander verbunden sein.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck umfasst vorzugsweise
mindestens zwei Teile, die lösbar oder unlösbar,
vorzugsweise lösbar, miteinander verbunden sind. Diese
beiden Teile können beispielsweise ein Griffstück
und ein Mundstück des Essbestecks sein.
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Prinzipiell
können das Mundstück und das Griffstück
im erfindungsgemäßen Essbesteck so ausgestaltet
sein, dass sie nach der Herstellung des Essbestecks nicht mehr zerstörungsfrei
voneinander getrennt werden können. Vorzugsweise sind sie
jedoch zwei getrennte Teile, die nur fest, aber prinzipiell lösbar
miteinander verbunden sind. Als lösbare Verbindungen kommen
beispielsweise Steckverbindungen (z. B. über eine zylindrische
Passform) und Schraubverbindungen in Frage. Beispielsweise kann ein
Mundstück einen zylindrisch geformten Absatz aufweisen,
der in eine entsprechende zylindrische Bohrung des Griffstücks
formschlüssig eingesteckt und fixiert werden kann. Eine
umgekehrte Anordnung von Absatz und zylindrischer Bohrung ist ebenfalls möglich.
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Im
Griffstück ist vorzugsweise die integrierte Lichtquelle
und/oder die Energieversorgung untergebracht.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck kann im Prinzip sehr
unterschiedliche Materialien umfassen. Befindet sich die integrierte
Lichtquelle im Inneren des Essbestecks, muss allerdings der beleuchtete Teil
der Oberfläche aus einem transparenten oder transluzenten
Material bestehen. Außerdem muss die Weiterleitung des
von der integrierten Lichtquelle erzeugten Lichts zur Oberfläche
sichergestellt sein. Als Materialien für diese Bereiche
eignen sich im Prinzip sämtliche transparenten oder transluzenten Materialien,
insbesondere Kunststoffe, Keramik, Mineralien, Kristalle, Glas oder
deren Kombinationen. Ein besonders geeignetes transluzentes Material, das
auch für einen besonderen ästhetischen Effekt sorgt,
ist Jade. Für Teile der Oberfläche des erfindungsgemäßen
Essbestecks, die nicht beleuchtet werden, können auch andere
Materialien wie z. B. Metalle oder Holz verwendet werden.
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Das
Innere des Essbestecks kann hohl oder massiv sein. Zudem können
im Inneren des Essbestecks Kristalle, Lichtleiter, Licht reflektierende
oder streuende Elemente und/oder beliebige Flüssigkeiten
und Gase integriert sein, solange sie die erfindungsmäßig vorgesehene
Beleuchtung von mindestens einem Teil der Oberfläche des
Essbestecks sowie dessen Verwendungszweck nicht beeinträchtigen.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck ist vorzugsweise wasserdicht
und ganz besonders bevorzugt spülmaschinenbeständig.
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Das
erfindungsgemäße Essbesteck weist zahlreiche Vorteile
auf. So ist das Essbesteck beispielsweise auch unter schlechten
Lichtverhältnissen (Dunkelheit, Schatten) gut erkennbar.
Außerdem sind die Möglichkeiten für eine
attraktive Gestaltung des Essbestecks aufgrund der erfindungsgemäß vorgesehenen
Beleuchtung erheblich erweitert. So ermöglicht das erfindungsgemäße
Essbesteck in Ausführungsformen, dass unterschiedliche
Symbole oder Schriftzüge auf einer Oberfläche
durch eine Beleuchtung hervorgehoben werden können. Dies
kann beispielsweise dadurch geschehen, dass eine organische Leuchtdiode
in der Form des hervorzuhebenden Symboles oder Schriftzuges ausgebildet
ist, oder dadurch, dass Symbole wie z. B. chinesische Mondkalender-Tiere
oder Schriftzüge von einer im Inneren des Essbestecks befindlichen
Lichtquelle durch ein transparentes oder transluzentes Material
des Essbestecks hindurch angestrahlt werden. Gezielte Platzierungen
von Werbesprüchen oder Restaurantnamen können
daher besser zur Geltung gebracht werden. Überdies nutzt
sich dieser Effekt durch den Gebrauch nicht ab, wie es hingegen
bei herkömmlichen Verzierungen auf der Außenfläche,
z. B. eines Essstäbchens, der Fall ist.
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Ist
erfindungsgemäß ein aus mehreren Teilen bestehendes
Essbesteck vorgesehen, können diese einzelnen Teile, z.
B. ein Mundstück, austauschbar sein. Hierdurch können,
beispielsweise durch Verwendung von Mundstücken mit einer
anderen Farbe oder inneren Beschriftung, weitere Effekte erzeugt
werden, selbst wenn die integrierte Lichtquelle ansonsten nicht
verändert wird.
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Schließlich
ermöglicht die Erfindung eine generelle Aufwertung von
Essbestecken, insbesondere von Essstäbchen, hin zu einem
Status, der sie über den als einfaches Essbesteck hinaus
interessant macht und designtechnisch neue Maßstäbe
setzt. Das Design von Essbestecken, insbesondere Essstäbchen,
selbst wenn diese über eine herkömmliche Form
und ggf. herkömmliche Verzierungen verfügen, wird
deutlich attraktiver, indem erfindungsgemäß sehr
unterschiedliche Farb- und Lichteffekte erzeugt werden können.
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Von
besonderem Vorteil ist zudem, dass beim Benutzer des Essbestecks
aufgrund der neuen Funktionen des erfindungsgemäßen
Essbestecks sowie unterschiedliche Farb- und Effektvorlieben ein völlig
neues Essgefühl erzeugt wird.
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Die
Erfindung wird im Folgenden anhand von nicht einschränkenden
Ausführungsformen näher erläutert, wobei
auf die 1 bis 4 Bezug
genommen wird.
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1 zeigt
eine Schnittansicht einer ersten Variante eines Essstäbchens
als einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Essbestecks.
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2 zeigt
eine dreidimensionale Ansicht des in 2 gezeigten
Essstäbchens, in der die Beleuchtung mit der integrierten
Lichtquelle illustriert wird.
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3 zeigt
eine Schnittansicht einer zweiten Variante eines Essstäbchens
als einer bevorzugten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen
Essbestecks.
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4 zeigt
eine dreidimensionale Ansicht des in 3 gezeigten
Essstäbchens, in der die Beleuchtung mit der integrierten
Lichtquelle illustriert wird.
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Bei
der in 1 gezeigten Schnittansicht einer ersten Variante
eines Essstäbchens umfasst das Essstäbchen 1 ein
transparentes oder transluzentes Mundstück 2 und
ein Griffstück 3, die beide aus einem Kunststoff
bestehen. Mundstück 2 und Griffstück 3 sind
bei der hier gezeigten Ausführungsform zwei separate Teile,
die fest, aber lösbar miteinander verbunden sind. Hierzu
weist das Mundstück 2 einen zylindrisch geformten
Absatz 4 auf, der in eine entsprechende zylindrische Bohrung 5 des
Griffstücks 3 formschlüssig eingesteckt
und fixiert ist. Im Griffstück 3 ist die integrierte
Lichtquelle 6 sowie eine Batterie als Energieversorgung 7 untergebracht.
Die integrierte Lichtquelle 6 kann durch einen Schalter 8 aktiviert und
deaktiviert werden. Außerdem kann über den Schalter 8 ein
geeignetes Beleuchtungsprogramm ausgewählt werden. Die
Länge von Mundstück 2 beträgt,
bezogen auf die Länge des Essstäbchen, 40 bis
70%.
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2 zeigt
eine dreidimensionale Ansicht des in 1 im Schnitt
dargestellten Essstäbchens 1 gemäß einer
ersten Variante, in der die Beleuchtung mit der integrierten Lichtquelle
illustriert wird. Die beleuchtete Oberfläche 12 ist
mit der Oberfläche des Mundstücks 2 identisch,
sodass die gesamte Oberfläche des Mundstücks 2 beleuchtet
ist, was in 2 durch die kurzen Strahlen 9 angedeutet
ist. 3 bedeutet ein nicht beleuchtetes Griffstück
des Essstäbchens.
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Bei
der in 3 gezeigten Schnittansicht einer zweiten Variante
eines Essstäbchens umfasst das Essstäbchen 1 ein
transparentes oder transluzentes Mundstück 2 und
ein Griffstück 3, die beide aus einem Kunststoff
bestehen. Mundstück 2 und Griffstück 3 sind
bei der hier gezeigten Ausführungsform zwei separate Teile,
die fest, aber lösbar miteinander verbunden sind. Hierzu
weist das Mundstück 2 einen zylindrisch geformten
Absatz 4 auf, der in eine entsprechende zylindrische Bohrung 5 des
Griffstücks 3 formschlüssig eingesteckt
und fixiert ist. Im Griffstück 3 sind zwei Leuchtdioden
als integrierte Lichtquellen 6 und 11 sowie eine
Batterie als Energieversorgung 7 untergebracht. Die integrierten
Lichtquellen 6 und 11 können durch einen
Schalter 8 manuell aktiviert und deaktiviert werden. Außerdem kann über
den Schalter 8 ein geeignetes Beleuchtungsprogramm ausgewählt
werden. Im Griffstück 3 befindet sich außerdem
ein Mikrokontroller 14, der die Signale eines im Mundstück 2 angeordneten Thermosensors 10 hinsichtlich
einer gemessenen Temperatur auswertet und in Abhängigkeit
von der gemessenen Temperatur durch Vergleich mit gespeicherten
Referenzwerten ein Beleuchtungsprogramm aktiviert. Hierzu wird das
vom Thermosensor 10 beispielsweise über eine temperaturabhängige
Widerstandsänderung gemessene Temperatursignal einem Mikrokontroller 14 zugeführt,
wo in Abhängigkeit von einem darin gespeicherten Beleuchtungsprogramm
z. B. ein Lichtwechsel initiiert werden kann.
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Im
Mikrokontroller 14 kann beispielsweise ein Beleuchtungsprogramm
hinterlegt sein, das für einen bestimmten Temperaturbereich
eine bestimmte Farbe leuchtet, während bei Unterschreiten
eines vorgegebenen unteren Temperaturwertes T1 eine erste Farbänderung
(z. B. von weiß auf blau) und bei einer Überschreitung
eines vorgegebenen oberen Temperaturwertes T2 eine zweite Farbänderung
angezeigt wird (z. B. von weiß auf rot).
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15 bedeutet
ein Fach für die Energieversorgung 7. Die Länge
von Mundstück 2 beträgt, bezogen auf
die Länge des Essstäbchens, 40 bis 70%.
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4 zeigt
eine dreidimensionale Ansicht des in 3 im Schnitt
dargestellten Essstäbchens 1 gemäß einer
zweiten Variante, in der die Beleuchtung mit der integrierten Lichtquelle
illustriert wird. Bei der hier gezeigten zweiten Variante des Essstäbchens besteht
der beleuchtete Teil der Oberfläche des Essstäbchens
aus zwei Bereichen. Ein erster beleuchteter Bereich 12 ist
mit der Oberfläche des Mundstücks 2 identisch,
sodass die gesamte Oberfläche des Mundstücks 2 beleuchtet
ist. Ein zweiter beleuchteter Bereich 13 befindet sich
im Griffstück 3 von Essstäbchen 1.
Die Beleuchtung ist durch die kurzen Strahlen 9 angedeutet.
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ZITATE ENTHALTEN IN DER BESCHREIBUNG
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Zitierte Patentliteratur
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- - CH 686336
A5 [0004]
- - KR 1020030009995 A [0005]