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Vorgeschlagen
wird eine Uhr zur Visualisierung einer fortschreitenden Zeitspanne.
Insbesondere zielt die Uhr auf die Visualisierung der bereits zurückgelegten
Lebenszeit von mindestens einer Person ab.
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Uhren
zur Visualisierung einer fortschreitenden Zeitspanne sind seit den
Anfängen
der modernen Zeiterfassung aus jeder Form analoger Stoppuhren bekannt.
Dabei umfassen solche analogen Stoppuhren ein flächiges Zifferblatt und Mittel
zur Anzeige der fortschreitenden Zeitspanne, wobei die Mittel zur
Anzeige der fortschreitenden Zeitspanne und das flächige Zifferblatt
zueinander beweglich angeordnet sind. Umgesetzt wird diese Beweglichkeit
des flächigen
Zifferblattes und der Mittel zur Anzeige der fortschreitenden Zeitspanne
zueinander in der Regel, in dem sich ein Sekundenzeiger im Zentrum
des ruhenden Zifferblattes gegenüber
diesem Zifferblatt dreht.
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Die
aus dem bekannten Stand der Technik bekannten Stoppuhren sind zur
Darstellung kurzer Zeitspannen geeignet, zur Darstellung größerer Zeitspannen
sind sie ungeeignet.
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Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es, eine Uhr zur vollständigen Visualisierung
einer fortschreitenden Zeitspanne zur Verfügung zu stellen, bei denen
die Zeitspanne sehr groß sein,
insbesondere viele Jahre ausmachen kann. Der Erfinder erkannte,
dass er sich bei der Lösung
der zugrunde liegenden Aufgabe von den bisher üblichen Darstellungsformen
trennen muss und völlig
neue Wege zu beschreiten hat.
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Schließlich erkannte
der Erfinder, dass die Aufgabe nur dann sinnvoll gelöst werden
kann, wenn die Uhr zur Visualisierung einer fortschreitenden, viele
Jahre umfassenden Zeitspanne ein flächiges Zifferblatt und Mittel
zur Anzeige der fortschreitenden Zeitspanne aufweist, wobei die
Mittel zur Anzeige der fortschreitenden Zeitspanne und das flächige Zifferblatt
zueinander beweglich angeordnet sind. Gekennzeichnet wird die hier
vorgeschlagene Uhr dadurch, dass die Mittel zur Anzeige der fortschreitenden
Zeitspanne einen ersten Anzeiger zur Darstellung einer Monatszeitspanne
und mindestens einen zweiten Anzeiger zur Darstellung einer Jahreszeitspanne
umfassen.
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Der
erste Anzeiger zur Darstellung einer Monatszeitspanne ist bevorzugt
ein an einem Ende drehbar gelagerter, im Kreis umlaufender Zeiger,
wobei der Drehpunkt bevorzugt im Zentrum des flächigen Zifferblattes gelegen
ist. Auch der zweite Anzeiger zur Darstellung einer Jahreszeitspanne
ist bevorzugt ein an einem Ende drehbar gelagerter, im Kreis umlaufender
Zeiger, wobei auch hier der Drehpunkt bevorzugt im Zentrum des flächigen Zifferblattes
gelegen ist. In dieser Ausführungsform
weisen sowohl der erste wie auch der zweite Anzeiger einen gemeinsamen
Drehpunkt auf, was als ganz besonders bevorzugte Ausführungsform
der vorliegenden Erfindung anzusehen ist. Im Rahmen dieser Ausführungsform
ist der erste Zeiger bevorzugt länger
ausgebildet als der zweite Zeiger.
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Die
erfindungsgemäße Uhr kann
weitere Anzeiger aufweisen. So gilt insbesondere eine Ausführungsform
als besonders prägnant,
bei welcher der erste Zeiger zur Darstellung der Monatszeitspanne, der
zweite Zeiger zur Darstellung eines einzelnen Jahres und ein dritter
Zeiger zur Darstellung einer Zeitspanne von mehreren Jahren, beispielsweise
12 Jahre oder auch 24 Jahre, ausgeführt ist. Im Rahmen dieser Ausführungsform
ist der erste Zeiger bevorzugt länger
ausgebildet als der zweite Zeiger und der zweite Zeiger wiederum
länger
als der dritte Zeiger.
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Die
mindestens zwei im Kreis umlaufenden Zeiger können so ausgeformt sein, dass
die Zeiger vom Drehpunkt weg nach außen weisen. Vorstellbar ist
es auch, dass die Zeiger außen
geführt
zum Drehpunkt hin nach innen weisen. Auch Kombinationen dieser beiden
Darstellungsformen sind möglich.
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Das
flächige
Zifferblatt weist idealerweise eine Zwölferunterteilung auf, sodass
ausgehend von 0° =
360° alle
30° ein
Unterteilungsmerkmal dargestellt ist. Dieses Unterteilungsmerkmal
kann ein einfacher Punkt am Rande des bevorzugt kreisrunden oder
symmetrisch um den Drehpunkt der Zeiger geformten Zifferblattes
sein. Das Unterteilungsmerkmal kann genauso ein Strich oder ein
eventuell farblich abgesetzter Kreissektor sein. Ergänzt wird
das Unterteilungsmerkmal bevorzugt mit einer zugeordneten Zahl zwischen
1 bei 30° und
12 bei 0° =
360°. Eine
derartige Zwölferunterteilung
kann durch feinere Zwischenunterteilungen ergänzt werden.
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Bei
der Ausführungsform
mit drei Zeigern und der als ideal angesehenen Zwölferunterteilung des
flächigen
Zifferblattes soll sich der erste Zeiger zur Darstellung der Monatszeitspanne
pro Monat um 30° weiterbewegen,
in 12 Monaten vollzieht der erste Zeiger somit eine 360°-Drehung
und ist dann wieder an seinem Ausgangspunkt. Der zweite Zeiger zur Darstellung
eines einzelnen Jahres soll sich pro Jahr um 30° weiterbewegen, in 12 Jahren
vollzieht der zweite Zeiger somit eine 360°-Drehung und ist dann wieder
an seinem Ausgangspunkt. Für
den dritten Zeiger zur Darstellung einer Zeitspanne von mehreren
Jahren, beispielsweise 12 Jahre, empfiehlt sich in diesem Beispiel
eher eine symmetrische Achterunterteilung; dem entsprechend soll
sich der dritte Zeiger pro 12 Jahre um 45° weiterbewegen, in 96 Jahren vollzieht
der dritte Zeiger somit eine 360°-Drehung und
ist dann wieder an seinem Ausgangspunkt.
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Eine
technisch besonders interessante Darstellung der erfindungsgemäßen Uhr
liegt vor, wenn das Zifferblatt aus einem zentralen Mittelteil und
einem oder mehreren darum angeordneten Zifferblattringen besteht,
wobei dann die einzelnen Zeiger dem Mittelteil oder dem Zifferblattring
bzw. den Zifferblattringen eindeutig zugeordnet sind.
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In
einer ebenfalls möglichen
Ausführungsform
umfasst die erfindungsgemäße Uhr mindestens zwei
Sätze an
Anzeigern, von denen jeweils ein erster Anzeiger zur Darstellung
einer Monatszeitspanne und ein zweiter Anzeiger zur Darstellung
einer Jahreszeitspanne ausgelegt ist. Bei einer solchen Ausführungsform
kann jedem Anzeigersatz ein Ereignis zugeordnet sein, dessen zeitlicher
Verlauf dargestellt werden soll. Ein solches Ereignis kann insbesondere die
bereits zurückgelegte
Lebenszeit einer Person sein.
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Die
vorliegende Erfindung ist hinsichtlich des Uhrenantriebs in keinerlei
Hinsicht eingeschränkt: sowohl
ein klassisches mechanisches Uhrwerk beispielsweise mit Automatikaufzug
ist vorstellbar wie auch elektrische Antriebe mit Batterieversorgung und/oder
Solarbetrieb. In der Darstellung der vorgeschlagenen Uhr gibt es
die unterschiedlichsten vorstellbaren Ansätze. So ist es vorstellbar,
die hier vorgeschlagene Uhr als Teil in eine übliche analoge Armband- oder
Standuhr zu integrieren. Auch ist es vorstellbar und gilt als besonders
bevorzugt, die vorgeschlagene Uhr als Wendeuhr auszuführen, wobei die
eine Seite die hier vorgeschlagene Uhr in einer ihrer Ausführungsformen
ist, während
die andere Seite als herkömmliche
Uhr, bevorzugt Analoguhr ausgestaltet ist. Es ist gleichsam vorstellbar,
die vorgeschlagene Uhr als Computeruhr darzustellen, beispielsweise
als Bildschirmschoner oder als Desktop-Hintergrund. In diesem Fall
kann die die Computeruhr derart programmiert werden, dass automatische
Abfrageroutinen an den Benutzer eingebunden sind zur individuellen
Eingabe von Tages-, Monats und/oder Jahresrückblicken.
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Die
folgende 1 soll die Erfindung weitergehend erläutern.
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1 zeigt
eine Ausführungsform
der hier vorgeschlagenen Uhr mit insgesamt drei, jeweils an einem
Ende drehbar gelagerten, im Kreis umlaufenden Zeigern, deren gemeinsamer
Drehpunkt im Zentrum des flächigen
Zifferblattes gelegen ist. Das Zifferblatt besteht aus einem äußeren geschlossenen Ring
um ein kreisrundes Mittelteil. Der äußere Ring weist eine symmetrische
Zwölferunterteilung
auf mit Unterteilungen in Form kleiner Randstriche, die alle 30° gesetzt
sind, wobei jedem Randstrich eine Zahl zwischen 1 bei 30° und 12 bei
0° = 360° sowohl in arabischen
wie auch in römischen
Ziffern zugeordnet ist. Laut Betitelung innerhalb des äußeren Rings
stellen die römischen
Ziffern Jahre, die arabischen Ziffern Monate dar. Das kreisrunde
Mittelteil des Zifferblattes weist alle 45° eine Achterunterteilung in
Form kleiner Randstriche auf, wobei jedem Randstrich ein Vielfaches
von 12 zwischen 1 bei 45° und
96 bei 0° = 360° zugeordnet
ist. Laut Betitelung innerhalb des kreisrunden Mittelteils sollen
die Vielfachen von 12 die Lebenszeit, besser die Gesamtlebenszeit,
darstellen. Die Position 0° sowohl
auf dem äußeren Ring wie
auch auf dem kreisrunden Mittelteil des Zifferblattes soll den Startpunkt
eines Ereignisses, hier beispielsweise als ganz besonders bevorzugte
Ausführungsform
den Geburtszeitpunkt einer Person, der die Lebensuhr zugeordnet
ist, darstellen.
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Dem äußeren Ring
des Zifferblattes mit den arabischen Ziffern ist der längste Zeiger
zur Monatsanzeige zugeordnet; er dreht sich in einem Jahr um 360°. Dem äußeren Ring
des Zifferblattes in Kombination mit den römischen Ziffern ist der mittlere
Zeiger zur Jahresdarstellung zugeordnet. Er dreht sich pro Jahr
um 30°,
das heißt
in 12 Jahren um 360°.
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Dem
kreisrunden Mittelteil des Zifferblattes ist der kürzeste Zeiger
zur Gesamtlebenszeitanzeige zugeordnet; er dreht sich in 12 Jahren
um 45°,
das heißt
in 96 Jahren um 360°.
Mittels dieses Zeigers wird die eigentliche Visualisierung der zurückgelegten
Lebenszeit umgesetzt, während
die anderen Zeiger zur Detaillierung der angezeigten Information
dienen.
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In 1 zeigt
der längste
Zeiger auf die 11 – für die Person,
deren Lebensuhr in 1 zu sehen ist, ist somit zunächst ein
Alter von 11 Monaten zu vermerken. Der mittlere Zeiger zeigt auf
kurz vor VIII – die
Person ist also x-fach 12 Jahre plus 7 Jahre und 11 Monate (Information
aus der Position des längsten Zeigers)
alt. Der kleine Zeiger zeigt, dass die Person zwischen 12 und 24
Jahre alt ist, da dieser Zeiger zwischen diesen beiden Zahlen steht.
Werden alle Informationen gemeinsam verarbeitet, ist es offensichtlich,
dass die Person, deren Lebensuhr in 1 zu sehen
ist, ca. 12 Jahre plus 7 Jahre plus 11 Monate, also 19 Jahre 11
Monate alt ist.