DE102009014651A1 - Fahrzeugsitz mit einem Höhenversteller - Google Patents
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Abstract
Description
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz mit einem Sitzversteller den, im Betriebsfall, ein Antriebsmittel antreibt.
- Derartige Fahrzeugsitze sind aus dem Stand der Technik hinlänglich bekannt. Bei diesen Sitzverstellern handelt es sich beispielsweise um einen motorisch insbesondere jedoch manuell antreibbaren Höhenversteller. Die Fahrzeugsitze nach dem Stand der Technik weisen jedoch den Nachteil auf, dass es beispielsweise bei einem Unfall zu einer Überlastsituation kommen kann, bei der der Sitzversteller beschädigt wird und/oder bei dem sich der Fahrzeuginsasse insbesondere an dem Antriebsmittel des Sitzverstellers verletzt.
- Es ist deshalb die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen Fahrzeugsitz zur Verfügung zu stellen, der die Nachteile des Standes der Technik nicht aufweist.
- Gelöst wird die Aufgabe mit einem Fahrzeugsitz mit einem Sitzversteller, den, im Betriebsfall, ein Antriebsmittel antreibt, wobei zwischen dem Sitzversteller und dem Antriebsmittel eine Überlastsicherung angeordnet ist, die im Überlastfall die Übertragung eines zu hohen Drehmomentes von dem Antriebsmittel auf den Sitzversteller verhindert.
- Die vorliegende Erfindung betrifft einen Fahrzeugsitz, der insbesondere in einem Kraftfahrzeug angeordnet ist. Bei dem Fahrzeugsitz kann es sich um einen Fahrer oder Beifahrersitz aber auch um einen Sitz, der im rückwärtigen Bereich des Fahrzeugs angeordnet ist, handeln. Der erfindungsgemäße Fahrzeugsitz kann einer oder mehreren Personen Platz bieten. Es kann sich demnach bei dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz auch um eine Sitzbank handeln.
- Dieser Fahrzeugsitz weist ein Sitzteil und eine Rückenlehne und mindestens einen Sitzversteller auf, der die Lage der Rückenlehne zu dem Sitzteil und/oder die Lage des Sitzteils und/oder der Rückenlehne relativ zur Karosserie ändert. Insbesondere handelt es sich bei dem Sitzversteller um eine Höhenverstellung des Sitzteils des Fahrzeugsitzes.
- Der Sitzversteller weist nun ein Antriebsmittel beispielsweise ein motorisches oder ein manuelles Antriebsmittel insbesondere einen Hebel auf, mit dem der Sitzversteller angetrieben wird.
- Erfindungsgemäß ist nun zwischen dem Sitzversteller und dem Antriebsmittel eine Überlastsicherung angeordnet die im Überlastfall die Übertragung einer zu hohen Kraft und/oder eines zu hohen Drehmomentes von dem Antriebsmittel auf den Sitzversteller verhindert. „Zwischen” im Sinne der Erfindung kann zum einen eine Wirkverbindung aber auch eine räumliche Anordnung bedeuten. Mit der Überlastsicherung wird verhindert, dass ein zu hohes Drehmoment und/oder eine zu hohe Kraft von dem Antriebsmittel auf das Verstellmittel übertragen wird. Gleichzeitig wird mit der Überlastsicherung aber auch verhindert, dass sich ein Fahrzeuginsasse, der auf dem erfindungsgemäßen Fahrzeugsitz sitzt, an dem Antriebsmittel beispielsweise dem Hebel verletzt.
- Vorzugsweise wird das Antriebsmittel in einem Überlastfall aus seiner Betriebs- in eine Überlaststellung, die sich vorzugsweise zumindest teilweise weiter entfernt von dem Fahrzeuginsassen befindet, überführt. Besonders bevorzugt rotiert das Antriebsmittel im Überlastfall von dem Sitzinsassen weg, insbesondere in Richtung des Fahrzeugbodens. Sobald die Überlastsituation nicht mehr vorhanden ist kann das Antriebsmittel mit einer entsprechenden Rückstellkraft wieder in seine Betriebsstellung überführt werden. Die Rückstellkraft kann manuell, motorisch oder beispielsweise als Federkraft vorliegen.
- Vorzugsweise handelt es sich bei der Überlastsicherung um zwei im Betriebsfall formschlüssig zusammenwirkende Mittel. Ganz besonders bevorzugt ist ein Mittel einer Ausnehmung oder Einbuchtung und das andere Mittel eine Ausbuchtung.
- Ganz besonders bevorzugt sind beide Mittel zumindest teilweise kegelförmig oder kegelstumpfförmig ausgebildet ist. Alternativ kann mindestens ein Mittel auch keilförmig ausgebildet sein.
- In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ändert sich der Keilbeziehungsweise Kegelwinkel entlang der Längsachse des Kegels beziehungsweise Keils. Dadurch ist eine Keilwinkel gesteuerte Ent- bzw. Einkopplung zwischen dem Antriebsmittel und dem Verstellmittel möglich. Sobald eine gewisse Überlastkraft beziehungsweise ein gewisses Überlastmoment vorhanden ist, entkoppelt sich das Antriebsmittel von dem Verstellmittel. Durch die unterschiedlichen Winkel kann dieser Entkopplungsvorgang beschleunigt bzw. abgebremst werden.
- Vorzugsweise wirken die beiden Mittel rastend zusammen. Besonders bevorzugt ist mindestens ein Mittel elastisch gelagert, wobei es im Betriebsfall vergleichsweise gering vorgespannt und im Überlastfall vergleichsweise stark in Richtung des anderen Mittels vorgespannt ist. Dadurch nehmen die beiden Mittel ihre formschlüssige Verbindung selbsttätig, d. h. rastend, ein, sobald das Antriebsmittel von der Überlast in die Betriebsstellung zurückgeführt worden ist.
- Vorzugsweise ist zwischen dem Sitzversteller und dem Antriebsmittel ein Element, beispielsweise eine Platte, angeordnet. Diese Platte ist vorzugsweise drehfest mit dem Sitzversteller oder mit dem Antriebsmittel verbunden und weist besonders bevorzugt ein Formschlussmittel auf, dass entweder mit dem Sitzversteller oder mit dem Antriebsmittel als Überlastsicherung zusammenwirkt.
- Im Folgenden wird die Erfindung anhand der
1 und2 erläutert. Diese Erläuterungen sind lediglich beispielhaft und schränken den allgemeinen Erfindungsgedanken nicht ein. -
1 zeigt den Sitzversteller. -
2 zeigt die Formschlussmittel3.1 und4.2 im Betriebszustand. -
1 zeigt den Sitzversteller in zwei Ansichten, wobei es sich bei der oberen Ansicht um eine zusammengebaute Darstellung und bei der unteren Ansicht um eine Explosionsdarstellung handelt. Der Sitzversteller ist Teil eines Fahrzeugsitzes mit einem Sitzteil und einer Rückenlehne. In dem vorliegenden Fall handelt es sich bei dem Sitzversteller um einen Sitzteilhöhenversteller. Dieser Sitzversteller1 weist ein Gehäuse2 auf, in dem sich in der Regel Getriebeelemente befinden. Dieses Gehäuse weist antriebsseitig beispielsweise ein Zahnrad und abtriebsseitig beispielsweise ebenfalls ein Zahnrad oder eine Welle auf, das/die mit der eigentlichen Verstellmimik des Sitzverstellers des Fahrzeugsitzes verbunden ist. Drehfest mit dem Zahnrad5 ist eine Platte3 , hier eine Adapterplatte, verbunden, die zwischen dem Gehäuse des Sitzverstellers und dem Antriebsmittel4 , hier ein Hebel, angeordnet ist. Die drehfeste Verbindung zwischen dem Zahnrad5 und der Platte3 erfolgt über die Ausnehmung3.2 , die beispielsweise eine zahnförmige Umfangskontur aufweist. An der Platte3 ist desweiteren ein Formschlussmittel3.1 , hier eine vorzugsweise tiefgezogene Einbuchtung, insbesondere eine kegelförmige Einbuchtung, angeordnet. Der Hebelarm4 ist drehbar um die Längsmittelachse7 des Zahnrades5 jedoch nicht drehfest mit diesem angeordnet. Der Hebel4 weist ein elastisches Segment4.1 auf, an dem ein, vorzugsweise tiefgezogenes Formschlussmittel4.2 hier eine Ausbuchtung angeordnet ist, das eine zu dem Formschlussmittel3.1 komplementäre Form aufweist. Der Hebel4 ist in dem vorliegenden Fall zumindest in dem Bereich des Segmentes4.1 aus einem elastischen Material gefertigt, das die Einschnitte4.2 aufweist. Dadurch entsteht ein elastisches Sement, das in die durch den Pfeil dargestellte Richtung elastisch ausgelenkt werden kann. Die Ausbuchtung4.2 greift im Betriebsfall zumindest teilweise formschlüssig in die Einbuchtung3.1 der Platte ein, so dass eine Kraft oder ein Drehmoment von dem Hebel4 auf die Platte3 übertragbar ist. Um den Sitzversteller1 zu verstellen wird ein Drehmoment von dem Hebel4 auf die Adapterplatte3 übertragen, die dieses Drehmoment wiederum an das Zahnrad5 überträgt. Im Falle einer Überlast wird das elastische Element4.1 , wie durch den Pfeil dargestellt, nach außen gebogen. Dadurch bzw. dabei springt das Formschlussmittel4.2 aus dem Formschlussmittel3.1 heraus und das Antriebsmittel4 kann sich unabhängig von der Adapterplatte3 drehen. Dadurch wird kein Drehmoment von dem Hebel4 auf das Zahnrad5 übertragen. Dies hat den Vorteil, dass zum einen keine zu hohen Drehmomente auf das Zahnrad5 übertragen werden, aber auch das Hebel4 kein starres Hindernis darstellt, an dem sich ein Fahrzeuginsasse verletzten kann. Sobald die Überlastsituation vorbei ist, kann der Hebel4 in seine Betriebsstellung, in der die Formschlussmittel4.2 ,3.1 wieder miteinander formschlüssig im Eingriff stehen, zurückgedreht werden und der Sitzversteller ist ohne den Einsatz von Werkzeugen wieder betriebsbereit. -
2 zeigt Details der Formschlussmittel3.1 beziehungswese4.2. Diese sind, wie in2 zu sehen, kegel- oder keilförmig gestaltet, wobei sich der Keilwinkel α mit der Längskoordinate x der Formschlussmittel verändert. Dadurch ist eine kegelwinkelgesteuerte Verrastung beziehungsweise Entrastung der beiden Formschlussmittel3.1 ,4.2 möglich. Sobald eine gewisse Hemmkraft beziehungsweise ein gewisses Hemmdrehmoment überwunden sind, geraten die beiden Formschlussmittel3.1 ,4.2 vergleichsweise leicht außer Eingriff bzw. rasten vergleichsweise leicht wieder ein. -
- 1
- Sitzversteller, Höhenversteller
- 2
- Gehäuse
- 3
- Element, Platte
- 3.1
- Formschlussmittel
- 3.2
- Ausnehmung
für das
Zahnrad
5 - 4
- Antriebsmittel, Hebel
- 4.1
- elastisches Mittel, elastisches Segment
- 4.2
- Formschlussmittel
- 5
- Zahnrad
- 6
- Zahnrad, Welle
- 7
- Längssachse, Drehachse
Claims (10)
- Fahrzeugsitz mit einem Sitzversteller (
1 ), den im Betriebsfall ein Antriebsmittel (4 ) antreibt, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sitzversteller (1 ) und dem Antriebsmittel (4 ) eine Überlastsicherung (3.1 ,4.1 ,4.2 ) angeordnet ist, die im Überlastfall die Übertragung eines zu hohen Drehmomentes von dem Antriebsmittel (4 ) auf den Sitzversteller (1 ) verhindert. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass im Überlastfall das Antriebsmittel von einer Betriebs- in eine Überlaststellung reversibel überführbar ist.
- Fahrzeugsitz nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Überlastsicherung zwei im Betriebsfall formschlüssig zusammenwirkende Mittel (
3.1 ,4.2 ) sind. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass ein Mittel eine Ausnehmung (
3.1 ) und das andere Mittel (4.2 ) eine Ausbuchtung ist, wobei die Ausnehmung (3.1 ) im Betriebsfall formschlüssig mit der Ausbuchtung (4.2 ) zusammenwirkt. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (
3.1 ,4.2 ) zumindest teilweise kegelförmig oder kegelstumpfförmig ausgebildet sind. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, das sich der Kegelwinkel (α) mit der Längsachse (x) verändert.
- Fahrzeugsitz nach Anspruch 2–6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Mittel (
3.1 ,4.2 ) elastisch gelagert ist. - Fahrzeugsitz nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Sitzversteller (
1 ) und dem Antriebsmittel (4 ) ein Element (3 ), beispielsweise eine Platte, vorgesehen ist. - Fahrzeugsitz nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (
3 ) drehfest mit dem Sitzversteller verbunden ist. - Fahrzeugsitz nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Element (
3 ) ein Mittel (3.1 ) aufweist.
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| R082 | Change of representative |
Representative=s name: KUTZENBERGER WOLFF & PARTNER PATENTANWALTSPART, DE |
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| R081 | Change of applicant/patentee |
Owner name: KEIPER SEATING MECHANISMS CO., LTD., CN Free format text: FORMER OWNER: ADIENT YANFENG SEATING MECHANISMS CO., LTD., SHANGHAI, CN Owner name: KEIPER SEATING MECHANISMS CO., LTD., CN Free format text: FORMER OWNER: ADIENT LUXEMBOURG HOLDING S.A R.L., LUXEMBOURG, LU |
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| R082 | Change of representative |
Representative=s name: KUTZENBERGER WOLFF & PARTNER PATENTANWALTSPART, DE Representative=s name: LIEDTKE & PARTNER PATENTANWAELTE, DE |
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| R082 | Change of representative |
Representative=s name: KUTZENBERGER WOLFF & PARTNER PATENTANWALTSPART, DE |