-
Die
vorliegende Erfindung betrifft die automatisierte Kommissionierung
von Schnittblumen und/oder Pflanzen mit einem Manipulator.
-
Die
Kommissionierung von Schnittblumen und Pflanzen, insbesondere lebenden
Pflanzen mit Wurzelballen wie beispielsweise Topfblumen, Ziersträuchern und
dergleichen, erfolgt in den großen Verteilzentren
derzeit noch manuell. Dabei werden in einem Verteilzentrum standardisierte
Behälter
mit unterschiedlichsten Schnittblumen oder Pflanzen von sortenreinen
Transportwagen auf Kundenkommissionen verteilt. Neben der hohen
körperlichen
Belastung ist dabei auch der Personalaufwand problematisch, der
bisher einer flexibleren Kommissionierung entgegensteht.
-
Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist es daher, die Kommissionierung von
Schnittblumen und/oder Pflanzen zu verbessern. Sowohl Schnittblumen
als auch Pflanzen, insbesondere lebende Pflanzen mit Wurzeln bzw
Wurzelballen, werden nachfolgend einheitlich als pflanzliches Gut
bezeichnet.
-
Diese
Aufgabe wird durch eine Manipulatorgreiferanordnung mit den Merkmalen
des Anspruchs 1, einen Manipulator mit den Merkmalen des Anspruchs
9, eine Kommissionierzelle mit den Merkmalen des Anspruchs 11 bzw.
ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 14 gelöst. Die
Unteransprüche
betreffen vorteilhafte Weiterbildungen.
-
Eine
erfindungsgemäße Manipulatorgreiferanordnung
für einen
Manipulator, insbesondere einen mehrachsigen Roboter, einen Portal-
oder SCARA-Roboter oder eine Linearachse, weist eine Greifergrundplatte
und wenigstens ein an dieser Greifergrundplatte angeordnetes Greifermodul
zum Greifen eines Behälters
für pflanzliches
Gut, insbesondere für
Schnittblumen oder Pflanzen, auf, wobei wenigstens eines dieser
Greifermodule einen Arm und eine Greifeinrichtung zum Greifen eines
Behälters
für pflanzliches
Gut aufweist, die bezüglich
der Greifergrundplatte verstellbar ist. Eine solche Manipulatorgreiferanordnung
ermöglicht durch
die Verstellung der Greifeinrichtung eine flexible und effiziente
Handhabung zu kommissionierender Behälter.
-
Nach
einer bevorzugten Ausführung
der vorliegenden Erfindung umfasst die Manipulatorgreiferanordnung
wenigstens zwei, insbesondere vier Greifmodule. Die Greifmodule
können
beispielsweise in einer ersten bzw. Transversalrichtung neben- oder übereinander
angeordnet sein. Durch den Einsatz mehrerer Greifermodule kann der
Durchsatz bei der Kommissionierung signifikant erhöht werden,
da in einem Transportvorgang mehrere neben- und/oder übereinander
angeordnete Behälter
für pflanzliches Gut
gleichzeitig von einer Zufuhreinrichtung, beispielsweise einem Transportwagen
oder Tablar, zu einer Abfuhreinrichtung, zum Beispiel einem anderen Transportwagen
oder einem Transportband, umgesetzt werden können.
-
Vorzugsweise
wird nicht bei jedem Transportvorgang dieselbe Anzahl Behälter befördert. Zum einen
existieren beispielsweise für
Schnittblumen derzeit zwei standarisierte Behälter unterschiedlicher Größe, von
denen in einer Reihe nebeneinander wahlweise maximal drei größere oder
vier kleinere auf heute gängigen
Transportwagen angeordnet werden können. Dementsprechend ist es
vorteilhaft, wenn eine Manipulatorgreiferanordnung in der Lage ist,
wahlweise eine unterschiedliche Anzahl Behälter gleichzeitig aufzunehmen,
insbesondere, ohne dass dabei nicht genutzte Greifermodule die Bewegungsfreiheit
der Manipulatorgreiferanordnung einschränken und beispielsweise mit
einem Rahmen eines Transportwagens kollidieren. Zum anderen kann
es je nach Kommissionierungsauftrag oder zur Verfügung stehendem
Abstellraum zweckmäßig sein,
in verschiedenen Transportvorgängen
unterschiedliche Anzahlen von Behältern aufzunehmen, wobei auch hier
nicht genutzte Greifermodule nicht nur die Bewegungsfreiheit unnötig einschränken, sondern
zudem aufgrund eines großen
Trägheitsmomentes
gegenüber
der Greifergrundplatte höhere
Beschleunigungsleistungen erfordern bzw. erzielbare Transportgeschwindigkeiten
reduzieren.
-
Daher
sind nach einer bevorzugten Ausführung
der vorliegenden Erfindung nicht benötigte Greifmodule jeweils durch
einen verstellbaren, insbesondere schwenkbar oder teleskopierbar
an der Greifergrundplatte gelagerten Arm wegbewegbar. Insbesondere
können
ein oder mehrere Greifermodule, vorzugsweise automatisch, aus einer
ausgefahrenen bzw. -geklappten aktiven Stellung gegen die Greifergrundplatte
verschwenkbar sein. Auf diese Weise können nicht genutzte Greifermodule,
beispielsweise pneumatisch, hydraulisch, elektromotorisch oder – magnetisch,
an die Greifergrundplatte geklappt werden, so dass sie die Bewegungsfreiheit nicht
unnötig
einschränken
und zudem das Trägheitsmoment
reduzieren.
-
Nach
einer bevorzugten Ausführung
der vorliegenden Erfindung weisen ein oder mehrere, insbesondere
alle Greifeinrichtungen wenigstens eine Haltevorrichtung auf, beispielsweise
einen oder mehrere, vorzugsweise abgewinkelte, Finger, insbesondere zum
Hintergreifen einer Kante eines Behälters für pflanzliches Gut. Gleichermaßen können Haltevorrichtungen
auch als Saug- und/oder Klemmgreifer oder Kombinationen davon ausgebildet
sein.
-
Insbesondere,
um Positionstoleranzen zwischen Behältern für pflanzliches Gut auszugleichen, die
gemeinsam von der Manipulatorgreiferanordnung gegriffen werden,
sind gemäß einer
bevorzugten Ausführung
eine oder mehrere dieser Haltevorrichtungen relativ zu dem Arm in
der Transversalrichtung und/oder einer zweiten bzw. Armlängsrichtung
verstellbar. Vorzugsweise sind mindesten zwei dieser Haltevorrichtungen
unabhängig
voneinander positionierbar.
-
Beispielsweise
kann eine Greifeinrichtung wenigstens zwei Finger zum Hintergreifen
einer, insbesondere hinterschnittenen, Kante eines Behälters aufweisen,
von denen wenigstens einer in Armlängsrichtung verstellbar, insbesondere
translatorisch verschiebbar und/oder in Transversalrichtung translatorisch
verschiebbar ist. Saug- oder
Klemmgreifer können
insbesondere dann eingesetzt werden, wenn die Behälter keine
hinterschnittenen Kanten aufweisen, sondern glatt sind. Insbesondere,
um unterschiedliche Behälter
zu greifen, kann die Greifeinrichtung verschiedenartige Haltevorrichtungen,
beispielsweise Finger und Sauggreifer, aufweisen.
-
Durch
eine Verschiebung in der Transversalrichtung, in der die Greifermodule
nebeneinander angeordnet sind, kann ein Abstands- oder Teilungsunterschied
zwischen Greifermodulen einerseits und Behältern andererseits ausgeglichen
werden, indem Haltevorrichtungen relativ zu den Modularmen zu den
Behältern
hin verschoben werden. Sind Haltevorrichtungen als Finger ausgebildet,
kann ein Behälter
auch fixiert werden, indem zwei Finger, die eine hinterschnittene
Kante des Behälters
hintergreifen, dann entsprechend voneinander beabstandet und zwischen
zwei Anschlägen
der hinterschnittenen Kante verspreizt bzw. verspannt werden, so
dass sie den Behälter
in der Transversalrichtung formschlüssig festlegen.
-
Durch
eine Verstellung von Haltevorrichtungen in der Armlängsrichtung
können
zum einen unterschiedliche Distanzen der Behälter zu den Greifermodulen
ausgeglichen werden, indem Haltevorrichtungen zu entfernteren Behältern hin
verschoben und so gleichsam unterschiedlich lange Greifermodule realisiert
werden. Zusätzlich
oder alternativ zu einem solchen Längenausgleich ist es durch
unterschiedliche Verschiebung von Haltevorrichtungen einer Greifeinrichtung
auch möglich,
einen in Bezug auf das Greifermodul etwas schräg stehenden Behälter sicher
zu fassen. Insbesondere zu diesem Zweck kann es vorteilhaft sein,
zwei oder mehr Haltevorrichtungen einer Greifeinrichtung unabhängig voneinander zu
verstellen. Ist beispielweise eine Kante oder Fläche des Behälters zur Transversalrichtung
hin geneigt, so dass ihr Abstand zur Greifergrundplatte in Transversalrichtung
zunimmt, kann eine in Transversalrichtung hintere Haltevorrichtung
weiter in Armlängsrichtung
ausgefahren werden als eine vordere Haltevorrichtung, so dass die
Kontakt- bzw. Grifflinie durch beide Haltevorrichtungen parallel
zu der Kante liegt.
-
Zusätzlich oder
alternativ können
in analoger Weise Positionstoleranzen zwischen Behältern für pflanzliches
Gut, die gemeinsam von der Manipulatorgreiferanordnung gegriffen
werden, ausgeglichen werden, indem der Abstand von Greifermodulen
voneinander in der Transversal- und/oder Armlängsrichtung verändert wird.
-
Insbesondere
in Kombination mit wegbewegbaren Greifermodulen ist es vorteilhaft,
wenn der Abstand von Greifermodulen voneinander in der Transversalrichtung,
bevorzugt automatisch, veränderbar
ist, um so bei unterschiedlicher Anzahl herausgeklappter Greifermodule
jeweils geeignete, insbesondere gleiche Abstände zwischen den Greifermodulen
einzustellen.
-
Bevorzugt
werden dabei zwei oder mehr, insbesondere alle oder alle von der
Greifergrundplatte herausgeklappte oder ausgefahrene Greifermodule durch
eine gemeinsame Verstelleinrichtung gegeneinander verstellt, indem
sie beispielsweise durch eine Gelenkkette, etwa in Form der sogenannten „Nürnberger
Schwere” („lazy tong”) kinematisch
gekoppelt sind.
-
Nach
einer bevorzugten Ausführung
der vorliegenden Erfindung weist ein Manipulator zwei oder mehr
Arme mit je einer der vorstehend erläuterten Manipulatorgreiferanordnungen
auf. Auf diese Weise können
zeitlich parallel Behälter
gegriffen und abgesetzt bzw. zwischen Zu- und Abfuhreinrichtung
transportiert und so der Durchsatz weiter erhöht werden.
-
Eine
erfindungsgemäße Kommissionierzelle umfasst
neben wenigstens einem Manipulator und einer Zufuhreinrichtung zur
Zufuhr einer zu kommissionierenden Behälteranordnung eine Messeinrichtung
zur Erfassung einer, vorzugsweise dreidimensionalen, Position von
Behältern,
die eine Abstandserfassungseinrichtung zur Erfassung eines relativen Abstandes
eines Behälters
in einer ersten Richtung aufweist. Bevorzugt ist diese Abstandserfassungseinrichtung
in einer zweiten Richtung relativ zu den zu erfassenden Behältern verschiebbar.
-
Durch
diese Abstandserfassungseinrichtung können Positionen von Behältern auf
der Zufuhreinrichtung und/oder einer Abfuhreinrichtung zur Abfuhr einer
kommissionierten Behälteranordnung,
beispielsweise einem Transportwagen, Tablar, insbesondere mit mehreren
Behälterebenen,
oder einem Transportband erfasst werden. Hierzu werden beispielsweise
die Abstandserfassungseinrichtung, die zum Beispiel eine schwenkbare
Laser-Sender-Empfänger-Einheit
aufweisen kann, und Behälter
in wenigstens einer zu erfassenden Ebene zueinander angeordnet (erste
Dimension x) und die Abstände (zweite
Dimension y) einzelner Behälter
von der Abstandserfassungseinrichtung in einer definierten Winkellage
oder Position (dritte Dimension ρ bzw.
z) erfasst. Auf diese Weise können,
wie nachfolgend näher
erläutert,
die Positionen vorhandener Behälter bei
der Planung, welche bzw. wie viele Behälter zu greifen oder wo diese
abzustellen sind, berücksichtigt
und so die Kommissionierung optimiert werden. Bevorzugt wird aus
den erfassten Abständen
die Position einer hinterschnittenen Kante oder eine sonstige markante
Gestalt oder Kontur zum Greifen eines Behälters ermittelt, wobei aufgrund
der an sich bekannten Geometrie der Behälter Erfassungsfehler, etwa
durch herabhängende
Pflanzen, kompensiert werden können.
-
Gemäß einem
Verfahren nach einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung wird zunächst eine zu kommissionierenden
Behälteranordnung
einem Kommissionierplatz, insbesondere der vorstehend erläuterten
Kommissionierzelle, zugeführt,
indem beispielsweise ein Transportwagen oder Tablar einfährt, auf
dem die Behälter
mit pflanzlichem Gut, vorzugsweise auf mehreren Behälterebenen,
angeordnet sind. Bevorzugt handelt es sich hierbei um eine sortenreine
Behälteranordnung
mit Behältern,
die alle dasselbe pflanzliche Gut, beispielsweise dieselbe Schnittblumen- oder Pflanzensorte
enthalten.
-
Eine
Prozesssteuerung eines Manipulators wählt entsprechend eines Kommissionierungsauftrages
zu transportierende Behälter
der zugeführten
Behälteranordnung
aus und bestimmt für
diese eine Absetzposition. Hierbei können vorzugsweise jeweils erfasste
Positionen von Behältern
der zugeführten Behälteranordnung
und/oder erfasste Positionen von abgesetzten Behältern auf einer Abfuhreinrichtung, beispielsweise
einem zu kommissionierenden Transportwagen, Tablar oder Transportband
berücksichtigt werden.
-
Stellt
beispielsweise die Prozesssteuerung anhand erfasster Positionen
von abgesetzten Behältern
auf einer Eben der Abfuhreinrichtung fest, dass in dieser Ebene
nur weniger Behälter
abstellbar ist, als gemäß dem Kommissionierungsauftrag
noch auf der Abfuhreinrichtung anzuordnen wären, kann sie daraufhin zum
Beispiel zunächst
nur die entsprechende, geringere Anzahl zugeführter Behälter auswählen und diese in der Ebene
abstellen, um anschließend
in einem weiteren Transportvorgang die restlichen Behälter in
einer anderen Ebene abzustellen, die diese aufnehmen kann. Alternativ
kann die Prozesssteuerung eine andere Ebene zum Abstellen auswählen, in
der mehr Behälter
abstellbar sind.
-
Stellt
andererseits die Prozesssteuerung anhand erfasster Positionen von
zugeführten
Behältern auf
einer Eben der Zufuhreinrichtung fest, dass in dieser Ebene nur
weniger Behälter
vorhanden sind, als gemäß dem Kommissionierungsauftrag
auf der Abfuhreinrichtung anzuordnen waren, kann sie daraufhin zum
Beispiel zunächst
nur die entsprechende, geringere Anzahl zugeführter Behälter auswählen und transportieren, um
anschließend
die noch fehlenden zugeführten
Behälter
aus einer anderen Ebene auszuwählen.
Alternativ kann die Prozesssteuerung eine andere Ebene auswählen, in
der mehr zugeführte
Behälter
vorhanden sind.
-
Nach
der Auswahl greift der Manipulator die ausgewählten Behälter und transportiert diese
zu der Abfuhreinrichtung, um sie dort abzusetzen. Auch hierbei können erfasste
Positionen von Behältern
der zugeführten
Behälteranordnung
und/oder erfasste Positionen von abgesetzten Behältern auf einer Abfuhreinrichtung
berücksichtigt
werden. Insbesondere kann der Abstand von Greifeinrichtungen einzelner Greifermodule
in Transversal- und/oder Armlängsrichtung
und dadurch gegebenenfalls auch die Grifflinie durch Haltevorrichtungen
der Greifeinrichtungen an die erfassten Positionen angepasst und
so Teilungs- und Distanzunterschiede sowie Schrägstellungen der Behälter kompensiert
werden, indem die Greifeinrichtungen und/oder die Greifermodule
verstellt werden.
-
Sowohl
das Greifen ausgewählter
Behälter auf
der Zufuhreinrichtung als auch das Absetzen gegriffener Behälter auf
der Abfuhreinrichtung, insbesondere aber das Transportieren gegriffener
Behälter kann
auf Basis bzw. unter Berücksichtigung
der Beladung, insbesondere des pflanzlichen Gutes in der Behälteranordnung
erfolgen.
-
Unterschiedliche
Schnittblumen oder Pflanzen bedingen ein unterschiedliches dynamisches Verhalten
der sie aufnehmenden Behälter.
Beispielsweise führen
hohe und/oder kopflastige Schnittblumen oder Pflanzen, kurze und/oder
stiehllastige Schnittblumen oder Pflanzen, biegeweiche, über einen
oberen Behälterrand
herabhängende
Schnittblumen oder Pflanzen und dergleichen zu jeweils unterschiedlichen
Schwerpunktlage, Trägheitsverteilungen
und Gewichten. Indem dies bei der Bestimmung der Greif-, Absetz-
bzw. Transportstrategie, insbesondere hinsichtlich des Bewegungsablaufs
und dessen Dynamik bei der Manipulatorbewegung berücksichtigt
wird, kann die Kommissionierung optimiert werden. Beispielsweise
können
Behälter
mit höherem,
kopflastigeren pflanzlichen Gut langsamer von der Zufuhreinrichtung
wegbewegt und auf der Abfuhreinrichtung abgesetzt und/oder während des
Transports zwischen Zu- und Abfuhreinrichtung stärker gegen die Transport- oder
Beschleunigungsrichtung geneigt werden.
-
Die
Beladung der Behälter
kann auch bei der Bestimmung einer Absetzposition berücksichtigt
werden. So können
beispielsweise bei der Kommissionierung biegeweicher, über einen
oberen Behälterrand
herabhängender
Schnittblumen oder Pflanzen größere Abstände zwischen
benachbarten Absetzpositionen vorgesehen werden. Hierzu wird vorzugsweise
vor dem Absetzen eines gegriffenen Behälters auf der Abfuhreinrichtung
eine Absetzposition für
den Behälter
bestimmt, indem Positionen von bereits abgesetzten Behältern auf
der Abfuhreinrichtung erfasst und so ausreichende freie Räume auf
der Abfuhreinrichtung ermittelt werden. Allgemein kann die Erfassung
von Behälterpositionen
im Sinne der vorliegenden Erfindung auch die Erfassung von Freiräumen, Ablageebenen
und/oder Hindernissen, beispielsweise Begrenzungen von Transportwagen
oder dergleichen, und insbesondere das Abtasten der Zu- bzw. Abfuhreinrichtung
umfassen.
-
Die
Beladung der Behälter,
insbesondere die Schnittblumen- oder Pflanzenart, kann die Prozesssteuerung
beispielsweise von einer Materialflusssteuerung oder durch Erfassen
entsprechender Signaturen auf der zugeführten Behälteranordnung erhalten.
-
Vorzugsweise
werden während
des Transportierens und/oder Absetzens gegriffener Behälter zu
bzw. auf der Abfuhreinrichtung Positionen von Behältern der
zugeführten
Behälteranordnung
und/oder während
der Rückkehr
der Manipulatorgreiferanordnung zu der Zufuhreinrichtung und/oder
dem Greifen zugeführter
Behälter
Positionen von abgesetzten Behältern
erfasst. Durch diese parallele Erfassung und Roboterbewegung kann
einerseits Zeit eingespart und so der Durchsatz erhöht werden.
Auf der anderen Seite ermöglicht
die Erfassung von Behälterpositionen
während
der Transport- bzw. Rückkehrbewegung
eine Optimierung der Transport- bzw.
Rückkehrbahn.
Stellt die Prozesssteuerung beispielsweise während eines Transportvorganges
fest, dass ausreichende weitere zugeführte Behälter erst auf einer anderen
Ebene der Zufuhreinrichtung vorhanden sind, kann der Manipulator
nach dem Absetzen direkt diese andere Ebene anfahren.
-
In
einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung belädt
der Manipulator die Abfuhreinrichtung solange, bis die durch den
Kommissionierungsauftrag vorgegebene Anzahl von Behältern der
zugeführten
Pflanzensorte erreicht ist. Anschließend wird die Zufuhreinrichtung
von dem Kommissionierplatz entfernt, beispielsweise ein Transportwagen
aus einer Kommissionierzelle herausgefahren, und eine neue Zufuhreinrichtung
mit anderen Pflanzen dem Kommissionierplatz zugeführt, die
entsprechend des Kommissionierungsauftrages in gleicher Weise abgearbeitet
werden. Dies wird solange wiederholt, bis der Kommissionierauftrag
abgearbeitet, beispielsweise eine Abfuhreinrichtung in Form eines
zu kommissionierenden Transportwagens entsprechend befüllt ist.
-
Gleichermaßen können auch
verschiedene Abfuhreinrichtungen sukzessive von derselben Zufuhreinrichtung
beladen werden, wobei durch Wiederholen dieser Sequenz mit verschiedenen
Zufuhreinrichtungen sukzessive alle Abfuhreinrichtungen entsprechend
der Kommissionierungsaufträge
befüllt werden.
Natürlich
sind auch Mischformen möglich, indem
beispielsweise eine Zufuhreinrichtung durch teilweises Entladen
in eine kommissionierte Abfuhreinrichtung transformiert wird, wenn
die Anzahl der Behälter,
die die Abfuhreinrichtung gemäß Kommissionierungsauftrag
enthalten soll, größer ist
als die Überzahl
der auf der Zufuhreinrichtung vorhandenen Behälter. Ist beispielsweise ein
zugeführter
erster Transportwagen mit 30 Rosenbehältern befüllt, und umfasst der Kommissionierauftrag 20 Rosenbehälter, so
kann es vorteilhaft sein, von dem zugeführten ersten Transportwagen 10 Rosenbehälter auf
einen anderen zweiten Transportwagen umzuladen und den dann 20 Rosenbehälter aufweisenden
ersten Transportwagen als kommissionierten Transportwagen in den
Materialfluss zurückzuführen.
-
Weitere
Vorteile und Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen und
den Ausführungsbeispielen.
Hierzu zeigt, teilweise schematisiert:
-
1:
eine Manipulatorgreiferanordnung nach einer Ausführung der vorliegenden Erfindung mit
vier gegriffenen Behältern
für pflanzliches
Gut im Horizontalschnitt;
-
2:
die Manipulatorgreiferanordnung nach 1 mit drei
gegriffenen Behältern
für pflanzliches
Gut;
-
3A:
eine Abfuhreinrichtung während
des Verfahrensschrittes nach 3B;
-
3B:
eine Kommissionierzelle mit einem Roboter während eines Schrittes eines
Verfahrens nach einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung;
-
3C:
eine Zufuhreinrichtung während
des Verfahrensschrittes nach 3B;
-
4A–4C:
die Abfuhreinrichtung, Kommissionierzelle bzw.
-
Zufuhreinrichtung
während
eines weiteren Verfahrensschrittes in 3 entsprechender
Darstellung;
-
5A–5C:
die Abfuhreinrichtung, Kommissionierzelle bzw.
-
Zufuhreinrichtung
während
eines weiteren Verfahrensschrittes in 3 entsprechender
Darstellung;
-
6A–6C:
die Abfuhreinrichtung, Kommissionierzelle bzw.
-
Zufuhreinrichtung
während
eines weiteren Verfahrensschrittes in 3 entsprechender
Darstellung; und
-
7A–7C:
die Abfuhreinrichtung, Kommissionierzelle bzw.
-
Zufuhreinrichtung
während
eines weiteren Verfahrensschrittes in 3 entsprechender
Darstellung;.
-
1 zeigt
im Horizontalschnitt eine Manipulatorgreiferanordnung 2 nach
einer Ausführung
der vorliegenden Erfindung mit vier gegriffenen Behältern 211 bis 214 für pflanzliches
Gut, beispielsweise Schnittblumen oder lebende Pflanzen mit Wurzelballen.
Sie umfasst vier baugleiche Greifermodule, die in einer Transversalrichtung
(links-rechts in 1) nebeneinander an einer Greifergrundplatte 50 angeordnet
sind, welcher ihrerseits an einem Roboter 1 (vgl. 3B)
befestigt ist.
-
Jedes
Greifermodul weist einen Arm 11, 21, 31 bzw. 41 und
eine Greifeinrichtung 12, 22, 32 bzw. 42 zum
Greifen eines Behälters
auf, welche relativ zu dem Arm in der Transversalrichtung und einer
Armlängsrichtung
(oben-unten in 1) verstellbar ist.
-
Hierzu
sind zwei abgewinkelte Finger 14, 15 der jeweiligen
Greifeinrichtung zum Hintergreifen einer hinterschnittenen Kante 211.1 eines
Behälters 211 (links
in 1) in der Armlängsrichtung
auf Schlitten 16, 17 translatorisch verschiebbar,
die ihrerseits in Transversalrichtung translatorisch verschiebbar
auf einer am Arm 11 befestigten Platte angeordnet sind
und so gemeinsam eine gegen den Arm 11 verstellbare Greifeinrichtung 12 bilden.
Im in 1 dargestellten Ausführungsbeispiel werden die Finger 14, 15 und
Schlitten 16, 17 jeweils durch Gewindestangen
unabhängig
voneinander motorisch bewegt und hierzu von einer Robotersteuerung
(nicht dargestellt) entsprechend angesteuert.
-
Wie
insbesondere an dem in 1 zweiten Greifermodul von links
durch Doppelpfeile verdeutlicht, kann durch eine Verschiebung der
Finger in Armlängsrichtung
ein Distanzunterschied d zwischen verschiedenen Behältern 211, 212 und
den jeweiligen Greifermodulen ausgeglichen werden. Gleichermaßen kann,
wie insbesondere an dem dritten Greifermodul in 1 durch
Doppelpfeile verdeutlicht, durch eine Verschiebung der Finger in
Transversalrichtung ein Teilungsunterschied T zwischen nebeneinander
angeordneten Behältern 211 bis 213 und den
jeweiligen Greifermodulen ausgeglichen werden. Durch entsprechende
Verstellung der Finger in Transversal- und Armlängsrichtung kann, wie beim vierten
Greifermodul rechts in 1 dargestellt, auch eine Schrägstellung
eines Behälters 214 kompensiert
werden.
-
Hierzu
fährt der
Roboter 1 (vgl. 3B) die Greiferanordnung 2 zunächst in
eine Ausgangsstellung, in der alle Finger die jeweiligen hinterschnittenen
Kanten der Behälter
von unten hintergreifen. Dabei werden die einzelnen Finger gegebenenfalls
in Transversal- und Armlängsrichtung
derart verstellt, dass auch Kanten von Behältern hintergriffen werden,
deren Distanz zum Greifermodul oder Nachbarbehälter oder dessen Winkellage
von einer Normposition abweicht. Dann werden die Finger jedes Greifermoduls
gegen eine Abstützfläche der
Greifeinrichtung zum Arm hin herangezogen und dabei auseinandergespreizt,
so dass die oben erwähnten
Positionstoleranzen eliminiert und die Behälter formschlüssig gegriffen
werden. Indem derart der Abstand der Greifermodule voneinander in
der Transversal- und/oder
Armlängsrichtung
verändert
wird, können mittels
der erfindungsgemäßen Manipulatorgreiferanordnung
gleichzeitig mehrere Behälter
gegriffen werden, die nicht exakt in Normpositionen stehen.
-
Die
Greifermodule sind automatisch mittels nicht dargestellter Pneumatikzylinder
gegen die Greifergrundplatte 50 um eine Drehachse 13 verschwenkbar
und durch eine Gelenkkette in Form einer Nürnberger Schere (nicht dargestellt)
kinematisch derart gekoppelt, dass herausgeklappte Greifermodule
durch eine gemeinsame Verstelleinrichtung gegeneinander in Transversalrichtung äquidistant beabstandet
sind.
-
In
dem in 1, 2 dargestellte Ausführungsbeispiel
ist das vierte Greifermodul in Transversalrichtung nicht verstellbar,
um eine maximale äquidistante
Beabstandung der anderen drei Greifermodul zu ermöglichen.
In einer anderen Ausführung können auch
stets alle Greifermodul äquidistant
verstellt werden.
-
Wie
mit Bezug auf 2 verdeutlicht, ist es hierdurch
möglich,
beispielsweise nur drei weiter voneinander beabstandete oder größere Behälter 111 bis 113 gleichzeitig
zu greifen, ohne dass das vierte, gegen die Greifergrundplatte 50 um
die Drehachse 43 eingeschwenkte Greifermodul die Handhabung
der Greiferanordnung wesentlich einschränkt oder aufgrund eines großen Hebelarmes
zusätzliche Trägheitskräfte induziert.
Dazu wird beispielsweise der Arm 41 des vierten Greifermoduls
gegen die Greifergrundplatte 50 geklappt und die anderen
drei Greifermodule durch die Gelenkkette derart voneinander beabstandet,
dass ihre Teilung mit der Teilung T der größeren Behälter 111 bis 113 korrespondiert. Dann
können
diese Behälter
wie vorstehend mit Bezug auf 1 erläutert gegriffen
werden. Obwohl in den Figuren nicht dargestellt, ist es gleichermaßen möglich, andere
Greifermodule an die Greifergrundplatte zu klappen, gegebenenfalls
auch ohne Änderung
der Teilung der Greifermodule, wenn beispielsweise nur drei oder
weniger kleine Behälter
gegriffen werden sollen, um eine Behinderung und Trägheitsbelastung
durch ungenutzte Greifermodule zu minimieren.
-
Mit
Bezug auf die Figurenfolge 3 → 4 → 5 → 6 → 7 wird nachfolgend eine erfindungsgemäße automatische
Kommissionierung von in Behältern
aufgenommenen Pflanzen in einer Kommissionierzelle erläutert, die
in 3B strichliert angedeutet ist.
-
Zunächst wird
eine zu kommissionierende Behälteranordnung 111 bis 323 auf
einem ersten Transportwagen 3 und ein weiterer Transportwagen 4,
auf den kommissioniert werden soll, in der Zelle bereitgestellt.
Der erste Transportwagen 3 ist sortenrein und enthält in einer
obersten, nicht vollständig beladenen
Ebene vier größere Behälter 111 bis 123 mit
demselben pflanzlichen Gut, beispielsweise Schnittblumen oder Pflanzen
derselben Sorte. Eine darunter liegenden Ebene ist leer, eine unter
dieser liegende weitere, vollständig
beladene Ebene enthält sechs
größere Behälter 311 bis 323 mit
demselben pflanzlichen Gut, ebenso eine unterste Ebene. Die Behälter auf
dem Zufuhr-Transportwagen 3 sind in Tensornotation indexiert,
wobei die erste Ziffer die ursprüngliche
Ebene („1” = oberste
Ebene), die zweite Ziffer die Reihe („1” = dem Roboter zugewandt)
und die dritte Ziffer die Position in dieser Reihe („1” = in Zufuhrrichtung
vorne) bezeichnet. Die 3B, 4B, 5B, 6B bzw. 7B zeigen
die Kommissionierzelle von oben, während die 3A, 4A, 5A, 6A bzw. 7A den
Abfuhr-Transportwagen 4 und
die 3C, 4C, 5C, 6C bzw. 7C den
Zufuhr-Transportwagen von der der Kommissionierzelle zugewandten Seite
zeigen, wie in 3B, 4B durch
die Sichtpfeile „III
A”, „IV C” angedeutet.
-
Dann
erfasst eine 3D-Messeinrichtung 5 Positionen von Behälter auf
der obersten Ebene. Hierzu wird eine Abstandserfassungseinrichtung
in Form eines Lasersensors, der in 3B durch
einen ausgefüllten
Kreis angedeutet ist, längs
einer vertikalen Säule,
die durch ein nicht ausgefülltes
Quadrat angedeutet ist, in einer zweiten Richtung relativ zu den
zu erfassenden Behältern
in die zu erfassende Ebene verschoben (senkrecht zur Zeichenebene
der 3B). In einer nicht dargestellten Abwandlung kann
stattdessen auch der Zufuhr-Transportwagen vertikal angehoben bzw.
abgesenkt werden. In dieser Ebene erfasst der Lasersensor über einen
in 4B mit „ρ” angedeuteten
Winkelbereich die Abstände „y” zu den
Behältern
und schwenkt hierzu um die vertikale Säule. In einer vorteilhaften
Ausführung
können auch
mehrere Abstandserfassungseinrichtungen und/oder eine Verarbeitung
der erfassten Abstände vorgesehen
sein, die anhand der an sich bekannten Geometrie der standardisierten
Behälter
für pflanzliches
Gut beispielsweise deren hinterschnittene Kanten (vgl. 1, 2)
bestimmt.
-
Gemäß eines
Kommissionierungsauftrages sollen sechs größere und vier kleinere Behälter auf den
Abfuhr-Transportwagen kommissioniert werden. Nachdem die 3D-Messeinrichtung 5 die
Positionen der drei vorderen, oberen größeren Behälter 111 bis 113 erfasst
hat, wählt
die Prozesssteuerung diese Behälter 111 bis 113 aus
und ein Roboter 1 greift mit einer Manipulatorgreiferanordnung,
wie sie vorstehend mit Bezug auf 1, 2 prinzipiell
beschrieben wurde, gleichzeitig alle drei nebeneinander stehenden
Behälter.
Dabei wird ein viertes, nicht benötigtes Greifermodul an die
Greifergrundplatte geklappt und geringfügige Positionstoleranzen zwischen
den Behältern 111 bis 113 werden
durch Verstellung der Finger der Greifeinrichtungen der einzelnen
Greifermodule kompensiert.
-
In
der Zwischenzeit erfasst die 3D-Messeinrichtung 5, dass
die oberste Ebene des Abfuhr-Transportwagens 4 frei ist.
Hierauf basierend bestimmt die Prozesssteuerung eine Absetzposition für die gegriffenen
Behälter 111 bis 113 und
setzt diese dort ab, wie in 4 gezeigt.
-
Während des
Transports und Absetzens der Behälter 111 bis 113 erfasst
die 3D-Messeinrichtung 5,
dass in der obersten Ebene des Zufuhr-Transportwagens nur noch ein
größerer Behälter 123 vorhanden
ist. Daraufhin wird der Lasersensor längs der vertikalen Säule verschoben,
um die darunterliegende Ebene zu erfassen. Nachdem die Prozesssteuerung
erkannt hat, dass in dieser Ebene keine Behälter vorhanden sind, wird in
entsprechender Weise die darunter liegende dritte Ebene abgetastet,
die in 5B strichliert dargestellt ist.
-
Nachdem
die Prozessteuerung, basierend auf den erfassten Positionen der
Behälter 311 bis 313 festgestellt
hat, dass dort drei größere Behälter gleichzeitig
von der Greiferanordnung 2 greifbar sind, wird der Roboter 1 nach
Absetzen der drei Behälter 111 bis 113 (4) direkt in die dritte Ebene des Zufuhr-Transportwagens 3 gefahren
und greift dort die drei Behälter 311 bis 313 (5). Währenddessen erfasst
die 3D-Messeinrichtung 5 die
Positionen der bereits abgestellten Behälter 111 bis 113 auf
dem Abfuhr-Transportwagen 4 und stellt so sicher, dass
die gegriffenen Behälter 311 bis 313 auf
der obersten Ebene abgestellt werden können.
-
Nachdem
sechs größere Behälter 111 bis 113, 311 bis 313 in
nur zwei Transportvorgängen
von dem Zu- auf den Abfuhr-Transportwagen umgesetzt wurden, sind
gemäß Kommissionierungsauftrag noch
vier kleinere Behälter
aufzuladen. Hierzu wurde während
des Transports und Absetzens der drei Behälter 311 bis 313 der
erste Transportwagen 3 aus der Kommissionierzelle entfernt
und durch einen zweiten Transportwagen 3' ersetzt. Dieser ist ebenfalls
sortenrein und enthält
in seiner zweitobersten, vollständig
beladenen Ebene acht kleinere Behälter 211 bis 224 für pflanzliches
Gut, beispielsweise Schnittblumen oder Pflanzen derselben Sorte,
die eine anderen Sorte ist als in den größeren Behältern 111 bis 313.
Die oberste Ebene ist leer, die beiden unteren Ebenen sind jeweils
vollständig
beladen und enthalten ebenfalls acht kleinere Behälter mit
pflanzlichem Gut derselben Sorte.
-
Die
3D-Messeinrichtung 5 erkennt, dass in der obersten Ebene
keine Behälter
vorhanden sind, und tastet daraufhin die darunter liegende zweite Ebene
ab, die in 6B strichliert dargestellt ist. Nachdem
die Prozessteuerung, basierend auf den erfassten Positionen der
Behälter 211 bis 214 festgestellt
hat, dass dort vier kleinere Behälter
gleichzeitig von der Greiferanordnung 2 greifbar sind,
wird der Roboter 1 nach Absetzen der drei Behälter 311 bis 313 (6) direkt in die zweite Ebene des zweiten Zufuhr-Transportwagens 3' gefahren, wobei
das vierte Greifermodul ausgeklappt und alle vier Greifermodule äquidistant
mit der Behälteranordnung 211 bis 214 korrespondierender
Teilung beabstandet werden (7), um
diese Behälter
zu greifen und auf den Abfuhr-Transportwagen 4 umzusetzen.
Hierzu tastet während
des Greifens die 3D-Messeinrichtung 5 die zweite, freie
Ebene des Abfuhr-Transportwagens 4 ab,
woraufhin die Prozesssteuerung dort die Absetzposition für die Behälter 211 bis 214 bestimmt.
-
Im
Gegensatz zu den bisher erforderlichen zehn manuellen Umsetzungen
von je 20 kg schweren Behältern
für pflanzliches
Gut kann die Kommissionierung gemäß der vorliegenden Erfindung
in drei Transportvorgängen
mittels Roboter sehr schnell erfolgen, wobei die Abtastung von Zu-
bzw. Abfuhrtransportwagen während
der Transportvorgänge
und die Planung der Transportstrategien, i. e. welche Ebenen anzufahren
sind etc., die Effizienz weiter steigert. Durch die wegklappbaren
Greifermodule und ihre gegeneinander verstellbaren Finger können mit
der Manipulatorgreiferanordnung verschiedene, auch nicht exakt positionierte
Behälteranordnungen gehandhabt
werden.
-
- 1
- Roboter
- 2
- Manipulatorgreiferanordnung
- 3,
3'
- sortenreiner
Zufuhr-Transportwagen (Zufuhrenrichtung)
- 4
- gemischt
kommissionierter Abfuhr-Transportwagen (Abfuhrenrichtung)
- 5
- Lasersensor
(3D-Messeinrichtung)
- 11,
21,
-
- 31,
41
- Greifermodul-Arm
- 12,
22,
-
- 32,
42
- Greifermodul-Greifeinrichtung
- 13,
43
- Greifermodul-Drehachse
- 14,
15
- Finger
- 16,
17
- Schlitten
- 111–323
- Pflanzenbehälter
- 211.1
- hinterschnittene
Kante
- d
- Distanz
in Armlänsgrichtung
- T
- Teilung
in Transversalrichtung