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GEBIET
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Die vorliegende Offenbarung betrifft einen hydraulischen Aktor für Getriebe für Kraftfahrzeuge, und im Besonderen einen hydraulischen Aktor mit reduziertem Geräusch für Getriebe für Kraftfahrzeuge.
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HINTERGRUND
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Die Aussagen in diesem Abschnitt liefern lediglich Hintergrundinformation, die mit der vorliegenden Offenbarung in Beziehung steht, und brauchen keinen Stand der Technik zu bilden.
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In Doppelkupplungsgetrieben (DCT) und automatisierten Schaltgetrieben (MTA) werden Übersetzungsverhältniswechsel typischerweise durch doppelt wirkende hydraulische Zylinder bewerkstelligt. Eine Seite eines Zylinders wird mit Hydraulikfluid unter Druck gesetzt, während die andere Seite entleert wird, um einen Kolben und eine zugehörige Schaltschiene, Gabel und Synchronkupplung in eine Richtung zu bewegen und somit ein Zahnrad einzurücken, und die entgegengerichtete Aktivität rückt ein anderes Zahnrad ein. Der doppelt wirkende Zylinder ist auch ausgestaltet, um eine zentrale oder neutrale Stellung bereitzustellen.
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Eines der anerkannten Merkmale und Vorteile von Doppelkupplungsgetrieben ist deren Fähigkeit, Gänge schnell zu schalten. Derartige schnelle Gangschaltvorgänge werden tatsächlich erreicht, wenn eine der Doppelkupplungen, die das gegenwärtige Übersetzungsverhältnis an einer Vorgelegewelle einlegt, gelöst wird, und die andere Kupplung an der anderen Vorgelegewelle eingerückt wird, wobei das neu ausgewählte Übersetzungsverhältnis zuvor durch das oben beschriebene Verfahren im Voraus eingerückt wurde.
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Ungeachtet einer derartigen Übersetzungsverhältnisvorauswahl und ihrer damit einhergehenden Schaltzeitverringerung, gibt es dennoch einen Wunsch und Bedarf, Übersetzungsverhältnisse noch schneller zu wechseln. Die Geschwindigkeit derartiger Übersetzungsverhältniswechsel kann durch viele allgemein bekannte Ansätze erhöht werden: Erhöhen des Hydraulikdrucks, Erhöhen der Strömungsgeschwindigkeit des Hydraulikfluids und Erhöhen der Größe des Hydraulikzylinders. Leider bringen alle diese Ansätze mit beträchtlicher Sicherheit eine Zunahme des Geräusches von einem sehr auffälligen und störenden Typ mit sich. Das Geräusch wird beispielsweise kein ständiger oder niederfrequenter Ton sein, der, unter Berücksichtigung der anderen Töne von dem Fahrzeug, eventuell gar nicht bemerkbar ist, sondern wird ein deutliches und abruptes Anschlagen oder Klacken sein, wenn sich der Kolben, die Schaltschiene und das Zahnrad bei Erreichen der Bewegungsgrenze und Einrückung zu einem plötzlichen Stillstand kommen.
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Dieses Problem ist nicht unerkannt geblieben und es ist beträchtlicher Aufwand getrieben worden, um es zu lösen. Eine der eher akzeptierten Lösungen wird als Einrückdruckprofilgebung bezeichnet. Diese umfasst das Steuern oder Einstellen des auf einen Kolben aufgebrachten Hydraulikdrucks, und dessen Verringerung, wenn sich der Kolben seiner Bewegungsgrenze nähert, um diesen zu verlangsamen und somit das bei seinem Anhalten erzeugte Geräusch zu minimieren. Es ist klar, dass diese Lösung für das Übersetzungsverhältniswechselgeräusch ein Kompromiss ist, da es zu einer langsameren durchschnittlichen Kolbenbewegung und somit zu einem langsameren Einlegen eines Gangs führt. Darüber hinaus erhöht sie die Komplexität der elektronischen Steuerung und Treiberschaltung signifikant, da nun eine modulierende Steuerung des Drucks des Hydraulikfluids vorgesehen werden muss. Wenn schließlich die Bewegung des Hydraulikkolbens sehr kurz ist, gibt es aufgrund der Trägheit der mechanischen Bauteile des Systems einfach nicht genug Zeit, um eine effektive Druckprofilgebung zu erreichen.
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Ferner ist aus der
DE 27 29 162 A1 eine Hydraulikzylinder-Dämpfungsanordnung bekannt geworden, deren Funktionsprinzip darin besteht, dass beim Einfahren einer Kolbenzylindereinheit ein federvorgespannter Stempel mit dem Kolben der Kolbenzylindereinheit in Anlage gelangt und in eine sogenannte Zumesshülse eingefahren wird, welche zuvor mit Hydraulikflüssigkeit gefüllt wurde. In der Seitenwand der Zumesshülse sind mehrere Löcher vorgesehen, welche infolge des Eindringens des Stempels in die Zumesshülse sukzessive abgedeckt werden, sodass zunehmend weniger Flüssigkeit infolge des Eindringens des Stempels in die Zumesshülse aus derselben herausgedrückt wird. Durch das Anschlagen des Stempels an den Kolben entstehen jedoch die zuvor genannten unerwünschten Geräusche.
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Ferner ist aus der
DE 1 002 202 A eine Dämpfungsanordnung für eine Kolbenzylindereinheit bekannt geworden, deren Dämpfungsanordnung ausschließlich auf der Reibung zwischen einem Arbeitskolben und darauf verschiebbar angeordneten Schleppkolben beruht.
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Aus dem Vorstehenden ist ersichtlich, dass Verbesserungen bei der Geräuschverringerung in der Technik von Übersetzungsverhältniswechselmechanismen für Doppelkupplungsgetriebe und andere Getriebe wünschenswert wären.
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ZUSAMMENFASSUNG
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Es wäre ferner wünschenswert, einen hydraulischen Aktor für Getriebe mit einem verringerten Betriebsgeräusch bereitzustellen.
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Es wäre außerdem wünschenswert, einen hydraulischen Aktor mit drei Stellungen für Getriebe mit einem verringerten Betriebsgeräusch bereitzustellen.
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Auch wäre es wünschenswert, einen hydraulischen Aktor mit drei Stellungen bereitzustellen, der einen Kolben aufweist, der Durchgänge und Kammern definiert, die Hydraulikfluid aufnehmen, welches den Kolben verzögert, wenn er sich seinen Bewegungsgrenzen nähert.
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Es wäre auch wünschenswert, einen hydraulischen Aktor mit drei Stellungen bereitzustellen, der ein verringertes Betriebsgeräusch für das Erreichen von Gangschaltvorgängen in einem Fahrzeuggetriebe aufweist.
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Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zu Grunde, zumindest einen dieser Wünsche zu erfüllen.
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Die vorliegende Erfindung stellt eine Hydraulikkolbenanordnung mit drei Stellungen für einen Übersetzungsverhältniswechselmechanismus für ein Getriebe bereit, die ein verringertes Gangschaltgeräusch zeigt. Der Gangschaltmechanismus umfasst eine Synchronkupplung, die durch eine Schaltgabel und -schiene eingerückt wird, auf die wiederum eine Hydraulikkolbenanordnung mit drei Stellungen einwirkt, die eine Bewegungsverzögerungsanordnung aufweist, die in der Nähe beider Bewegungsgrenzen des Hydraulikkolbens wirkt. Der Hydraulikkolben umfasst symmetrische Durchgänge, die eine Fluidströmung zu kleinen Kammern an jedem Ende des Kolbens bereitstellen, welche durch kleine Kolben verschlossen werden, wenn sich der Hydraulikkolben seinen Bewegungsgrenzen nähert. Fluid, das in den Kammern gefangen ist, verzögert den Hydraulikkolben und wird durch eine Verengung abgelassen, was zulässt, dass der Kolben seine Bewegungsgrenze erreicht und ein Übersetzungsverhältnis schnell und ruhig einlegt.
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Diese Aufgabe wird mit einem hydraulischen Aktuator gelöst, der die Merkmale des Anspruchs 1 oder des Anspruchs 7 aufweist.
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ZEICHNUNGEN
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Die hierin beschriebenen Zeichnungen dienen nur zu Darstellungszwecken und sollen den Schutzumfang der vorliegenden Offenbarung in keiner Weise einschränken.
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1 ist ein Aufriss von der Seite eines Abschnitts eines Doppelkupplungsgetriebes, das die vorliegende Erfindung enthält;
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2 ist eine Draufsicht eines hydraulischen Aktors eines Doppelkupplungsgetriebes, das die vorliegende Erfindung enthält, in einer zentralen oder neutralen Stellung; und
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3 ist eine Draufsicht eines hydraulischen Aktors eines Doppelkupplungsgetriebes, der die vorliegende Erfindung enthält, bei welchem sich ein Kolben einer Gangeinlegestellung nähert.
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AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG
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Nun unter Bezugnahme auf 1 ist ein Abschnitt eines Doppelkupplungsgetriebes veranschaulicht und allgemein mit dem Bezugszeichen 10 bezeichnet. Es ist festzustellen, dass, obwohl die Erfindung in Verbindung mit einem Doppelkupplungsgetriebe beschrieben und veranschaulicht ist, die Erfindung breite Anwendung bei anderen Getriebetypen, wie etwa MTA-Anwendungen, und bei einem breiten Feld weiterer hydraulisch betätigter oder gesteuerter Einrichtungen findet. Das Getriebe 10 umfasst ein Gehäuse 12, das verschiedene Bauteile, wie etwa eine Vorgelegewelle oder Zwischenwelle 14 umgibt, abstützt und schützt, welche frei drehbar ein Paar unterschiedlich bemessene Zahnräder, und zwar ein erstes kleineres Zahnrad 16 und ein zweites größeres Zahnrad 18, frei drehbar lagert. Zwischen dem ersten Zahnrad 16 und dem zweiten Zahnrad 18 ist an der Vorgelegewelle oder Zwischenwelle 14 eine Synchronkupplungsanordnung 20 angeordnet, die ein entgegengesetztes Paar Synchroneinrichtungen 22 und entgegengesetzte Sätze von Flächenkupplungen oder Zahnradzähnen 24 aufweist, die wechselseitig ausschließlich mit Flächenkupplungen oder Zahnradzähnen 26 an dem ersten Zahnrad 16 und dem zweiten Zahnrad 18 zusammenwirken. Eine kreisringförmige Schaltmuffe 30 umfasst einen Umfangskanal oder eine Umfangsnut 32 und einen ersten Rastmechanismus 34. Der Umfangskanal oder die Umfangsnut 32 der Schaltmuffe 30 nimmt eine Schaltgabel 36 auf, die an einer Schaltschiene 38 befestigt ist und mit dieser umgesetzt wird. Die Schaltschiene 38 ist für eine axiale bidirektionale Bewegung in einer oder mehreren Öffnungen oder Durchgangen 40 in dem Gehäuse 12 (oder einem Merkmal des Gehäuses 12, wie etwa einem Bügel oder einer Verlängerung) begrenzt, und kann mit einem oder einem Paar zweiten Rastmechanismen 42 verrastet sein. Ebenso an der Schaltschiene 36 durch beispielsweise zusammenwirkende Nuten und Sprengringe 44 angebracht, befindet sich ein Einrückfinger 46. Eine Tellerfeder oder Wellenscheibe 48 kann ebenfalls dazu verwendet werden, eine feste, jedoch geringfügig nachgiebige Verbindung zwischen der Schaltschiene 36 und dem Einrückfinger 46 sicherzustellen.
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Nun unter Bezugnahme auf die 1 und 2 wird der Einrückfinger 46 durch eine Hydraulikaktoranordnung mit drei Stellungen 50 bidirektional umgesetzt. Genauer umfasst die Hydraulikaktoranordnung mit drei Stellungen 50 ein Gehäuse 52. Zur Erleichterung der Herstellung und Montage kann das Gehäuse 52 einen zylindrischen Abschnitt 54 umfassen, der einen ersten oder linken Einlassanschluss 56A und einen zweiten oder rechten Einlassanschluss 56B definiert. Es ist festzustellen, dass trotz der Charakterisierung als ”Einlassanschlüsse”, da dies ihre primäre Betriebsfunktion ist, weil es keine weiteren Durchgänge gibt, die in oder aus dem Gehäuse 52 führen, die Anschlüsse 56A und 56B auch während bestimmter Betriebsphasen als Ausgang oder Auslassanschlüsse fungieren. Das Gehäuse 52 umfasst auch eine erste oder linke Endplatte 58A und eine zweite oder Endplatte 58B. Die Endplatten 58A und 58B können identisch sein und können an dem zylindrischen Abschnitt 54 des Gehäuses 52 durch irgendein geeignetes Mittel, wie etwa beispielsweise Gewindebefestigungselemente 62, befestigt sein.
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Der zylindrische Abschnitt 54 des Gehäuses 52 umfasst eine Innenumfangsschulter 64, die einen abgestuften Zylinder 66 definiert, der einen Hauptkolben 70 verschieblich und abdichtend aufnimmt. Der Hauptkolben 70 umfasst einen zentral angeordneten radialen Durchgang 72, der den Einrückfinger 46 aufnimmt und mit diesem in Eingriff steht. Ein Ende des Hauptkolbens 70 ist abgestuft und definiert eine Außenumfangsschulter 74. Der Bereich mit kleinerem Durchmesser des Hauptkolbens 70 benachbart zu der Außenumfangsschulter 74 nimmt einen kreisringförmigen Neutral- oder Zentralstellungskolben 76 auf. Der Neutral- oder Zentralstellungskolben 76 wirkt mit dem Hauptkolben 70 zusammen, um mit einer geeigneten Aufbringung von unter Druck gesetztem Hydraulikfluid durch die beiden Einlassanschlüsse 56A und 56B drei Stellungen des Hauptkolbens 70 zu erreichen: eine Stellung links, benachbart zu dem ersten oder linken Einlassanschluss 56A, eine Zentral- oder Neutralstellung, wie sie in 2 dargestellt ist, und eine Stellung rechts, benachbart zu dem zweiten oder rechten Einlassanschluss 56B. Insofern Fachleute auf dem Gebiet von hydraulischen Aktoren mit einer derartigen Ausgestaltung und deren Betrieb vertraut sind, wird dieser Aspekt der Hydraulikaktoranordnung mit drei Stellungen 50 nicht weiter beschrieben.
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Das Ende des Neutral- oder Zentralstellungskolbens 76 nahe dem linken Einlassanschluss 56A selbst umfasst eine erste Umfangsschulter 78A, die einen ersten Abschnitt 82A mit verringertem Durchmesser des Zentralstellungskolbens 76 definiert, und das benachbarte Ende des Zentralstellungskolbens 76 umfasst eine erste Vielzahl von radial orientierten Kanälen 84A. Sowohl der erste Abschnitt 82A mit verringertem Durchmesser als auch die erste Vielzahl von radial orientierten Kanälen 84A erleichtern das schnelle Füllen einer ersten oder linken Kammer 86A des abgestuften Zylinders 66 ungeachtet der Anordnung des Hauptkolbens 70 und des Zentralstellungskolbens 76 am weitesten links, die sonst momentan die Fluidströmung durch den ersten oder linken Einlassanschluss 56A und in die erste oder linke Kammer 86A stören könnte.
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Das Ende des Hauptkolbens 70 benachbart zu dem zweiten oder rechten Einlassanschluss 56B umfasst ähnlich eine zweite Umfangsschulter 78B, die einen zweiten Abschnitt 82B mit verringertem Durchmesser des Hauptkolbens 70 definiert, und das benachbarte Ende des Hauptkolbens 70 umfasst eine zweite Vielzahl von radial orientierten Kanälen 84B. Der zweite Abschnitt 82B mit verringertem Durchmesser und die zweite Vielzahl von radial orientierten Kanälen 84B fungieren wie direkt oben beschrieben, um ein schnelles Füllen einer zweiten oder rechten Kammer 86B ungeachtet der Anordnung des Hauptkolbens 70 am weitesten rechts zu erleichtern.
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Der Hauptkolben 70 umfasst auch einen ersten longitudinalen Durchgang und Anschluss 90A, der eine Fluidverbindung zwischen der ersten oder linken Kammer 86A und einem ersten Verzögerungszylinder oder einer ersten Verzögerungskammer 92A bereitstellt. Verschieblich und abdichtend in der ersten Verzögerungskammer 92A aufgenommen ist eine erste Seitenstiftanordnung 100A. Die erste Seitenstiftanordnung 100A arbeitet mit der ersten Verzögerungskammer 92A zusammen und fungiert als Kolben. Die erste Seitenstiftanordnung 100A umfasst einen ersten hohlen zylindrischen Körper 102A, der einen Außengewindegang 104A an einem verbreiterten Abschnitt des ersten zylindrischen Körpers 102A aufweist, der komplementär zu einem Innengewindegang 106B in einer Öffnung 108B in der zweiten oder rechten Endplatte 58B ist. Der erste hohle zylindrische Körper 102A nimmt einen ersten Endstopfen 110A auf, der eine erste Verengung 112A definiert, die bemessen ist, um eine gesteuerte Fluidströmung bereitzustellen, wie es nachstehend beschrieben wird. Der erste Endstopfen 110A wird an dem inneren Ende des ersten hohlen zylindrischen Körpers 102A durch eine erste Druckfeder 114A in seiner Stellung gehalten, die wiederum innerhalb des ersten hohlen zylindrischen Körpers 102A durch eine erste Endkappe 116A festgehalten wird, welche in den ersten hohlen zylindrischen Körper 102A pressgepasst oder darin durch einen Sprengring (der nicht dargestellt ist) festgehalten sein kann. Einer oder eine Vielzahl von ersten radialen Durchgangen 118A stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren des ersten hohlen zylindrischen Körpers 102A und der zweiten oder rechten Kammer 86B her.
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Die Hydraulikaktoranordnung mit drei Stellungen 50 ist im Hinblick auf sowohl den Aufbau als auch den Betrieb im Wesentlichen symmetrisch. Somit ist festzustellen, dass der Hauptkolben 70 auch einem zweiten longitudinalen Durchgang im Anschluss 90B umfasst, der eine Verbindung zwischen der zweiten oder rechten Kammer 86B und einen zweiten Verzögerungszylinder oder einer zweiten Verzögerungskammer 92B herstellt. Gleichermaßen verschieblich und abdichtend in der zweiten Verzögerungskammer 92B aufgenommen ist eine zweite Seitenstiftanordnung 100B. Die zweite Seitenstiftanordnung 100B arbeitet mit der zweiten Verzögerungskammer 92B zusammen und fungiert als Kolben. Die zweite Seitenstiftanordnung 100B umfasst einen zweiten hohlen zylindrischen Körper 102B mit einem Aufengewindegang 104B, der komplementär zu einem Innengewindegang 106B in einer Öffnung 108B in der ersten oder linken Endplatte 58A ist. Der zweite zylindrische Körper 102B nimmt einen zweiten Endstopfen 110B auf, der eine zweite Verengung 112B definiert, die bemessen ist, um eine gesteuerte Fluidströmung bereitzustellen, wie es nachstehend beschrieben wird. Der zweite Endstopfen 110B wird an dem inneren Ende des zweiten zylindrischen Körpers 102B durch eine zweite Druckfeder 114B in seiner Stellung gehalten, die wiederum innerhalb des zweiten zylindrischen Körpers 102B durch eine zweite Endkappe 116B festgehalten wird. Einer oder eine Vielzahl von zweiten radialen Durchgangen 118B stellt eine Fluidverbindung zwischen dem Inneren des ersten hohlen zylindrischen Körpers 102B und der ersten oder linken Kammer 86A her.
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Wie es oben angemerkt wurde, ist der Betrieb der Hydraulikaktoranordnung mit drei Stellungen 50 im Wesentlichen symmetrisch, und somit wird nur der Betrieb (das Umsetzen) von seiner Zentral- oder Neutralstellung, die in 2 veranschaulicht ist, zu einer Stellung nach rechts, wie sie in 3 veranschaulicht ist, um das zweite Zahnrad 18 einzurücken (wie es in 1 veranschaulicht ist) beschrieben, wobei einzusehen ist, dass das Umsetzen nach links die gleichen funktionalen Schritte umfasst.
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Um den Hauptkolben 70 nach rechts umzusetzen und somit das zweite Zahnrad 18 einzurücken, wird unter Druck gesetztes Hydraulikfluid dem ersten oder linken Einlassanschluss 56A zugeführt, während der zweite oder rechte Einlassanschluss 56B und die zweite oder rechte Kammer 66B entleert werden. Das unter Druck gesetzte Hydraulikfluid in der ersten oder linken Kammer 86A beginnt, den Hauptkolben 70 nach rechts in 2 umzusetzen, und es strömt auch durch den ersten longitudinalen Durchgang und Anschluss 90A und füllt die erste Verzögerungskammer 92A und setzt diese unter Druck. Wenn der Hauptkolben 70 fortfährt, nach rechts umzusetzen, wird das Ende des ersten zylindrischen Körpers 102A der ersten Seitenstiftanordnung 100A den ersten longitudinalen Durchgang und Anschluss 90A verschließen. Eine zusätzliche Bewegung des Hauptkolbens 70 wird den Druck des Hydraulikfluids in der ersten Verzögerungskammer 92A erhöhen, wodurch begonnen wird, den Hauptkolben 70 zu verlangsamen.
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Das Volumen, und somit der Druck, des Hydraulikfluids in der ersten Verzögerungskammer 92A wird durch die erste Verengung 112A, genauer ihre Größe, gesteuert. Die Größe der ersten Verengung 112A ist so gewählt, dass sie im Wesentlichen ein Kompromiss zwischen der Verringerung eines (Klackens) Geräusches und der Schaltgeschwindigkeit ist, das heißt eine größere erste Verengung 112A wird zulassen, dass Schaltvorgänge schneller abgeschlossen werden, wohingegen eine kleinere erste Verengung 112A zu einer größeren Geräuschverringerung führen wird.
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Während bestimmter Betriebsbedingungen, typischerweise bei niedrigen Temperaturen, kann eine ansonsten erwünschte Größe der ersten Verengung 112A nicht genügend Hydraulikfluidströmung liefern, Drücke können ein hohes Niveau erreichen, und Schaltvorgänge können nicht in einer als annehmbare Zeit erachteten Dauer abgeschlossen werden. Unter solchen Bedingungen wird der Hydraulikdruck die erste Druckfeder 114A komprimieren und der erste Endstopfen 110A wird sich von seinem Sitz wegbewegen, was eine schnelle Strömung von Hydraulikfluid in das Innere des ersten zylindrischen Körpers 102A, aus den ersten radialen Durchgängen 118A heraus und in die rechte Kammer 86B hinein zulässt, aus der es durch den zweiten oder rechten Einlassanschluss 56B ausgelassen wird.
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Es ist somit festzustellen, dass die Hydraulikaktoranordnung 50 gemäß der vorliegenden Erfindung eine schnelle sowie ruhige Bewegung des Hauptkolbens 70 und eine Zahnrad- oder Gangeinrückung für ein Doppelkupplungsgetriebe in MTA-Anwendungen oder bei anderen Getrieben bereitstellt. Die Aktoranordnung 50 erreicht dieses Ziel ohne komplexe elektronische Steuerungen und modulierbare Steuerventile, die in der Vergangenheit verwendet wurden, um eine Fluiddruckprofilgebung zur Verzögerung des Aktorkolbens bei Annäherung an seine Hubenden bereitzustellen.
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Es ist auch festzustellen, dass die Hydraulikaktoranordnung 50 gemäß der vorliegenden Erfindung und die zugehörige Schaltschiene 36, die Schaltgabel 34 und die Synchronkupplungsanordnung 20 typischerweise in Dreier- oder Vierergruppen in Fahrzeuggetrieben mit beispielsweise fünf oder mehr Vorwärtsgängen und einem Rückwärtsgang benutzt werden.
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Schließlich ist auch festzustellen, dass, obwohl die Hydraulikaktoranordnung 50 gemäß der vorliegenden Erfindung, die ein verringertes Betriebsgeräusch aufweist, oben als Aktor mit drei Stellungen (doppelt wirkend) beschrieben wurde, der eine definierte Zentralstellung und zwei Endstellungen aufweist, das Merkmal der Geräuschverringerung der vorliegenden Erfindung gleichermaßen zur Verwendung in einem einfach wirkenden Aktor geeignet ist. In diesem Fall würde der Hauptkolben 70 nur einen einzigen longitudinalen Durchgang und Anschluss erfordern, beispielsweise den ersten longitudinalen Durchgang und Anschluss 90A, sowie nur einen Verzögerungszylinder oder eine Verzögerungskammer, beispielsweise die erste Verzögerungskammer 92A und eine Gleitstiftanordnung, beispielsweise die erste Gleitstiftanordnung 100A. Der kreisringförmige Neutral- oder Zentralstellungskolben 76 kann natürlich bei einer einzeln wirkenden Einrichtung beseitigt sein. Die vorstehende Auflistung ist nicht erschöpfend uns soll auch nicht erschöpfend sein, sondern soll vielmehr die wichtigeren Bauteile darstellen, die notwendig sind, um eine Geräuschverringerung in einer einfach wirkenden hydraulischen Kolben- und Zylinderanordnung zu erreichen.
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Die Beschreibung der Erfindung ist lediglich beispielhafter Natur und Abwandlungen, die nicht vom Gedanken der Erfindung abweichen, sollen im Schutzumfang der Erfindung liegen. Derartige Abwandlungen sind nicht als eine Abweichung vom Geist und Schutzumfang der folgenden Ansprüche anzusehen.